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am 23. August 2012
In dem Buch "Reemtsma auf der Krim" zeigen die Autoren auf eindrucksvolle Weise, wie deutsche Unternehmen die Nazi-Herrschaft genutzt haben, um ihre geschäftlichen Interessen voranzutreiben. Obwohl es im Deutschen Reich selber eine starke Anti-Nikotin-Bewegung gab, gelang es den Managern des Zigarettenkonzerns Reemtsma, die Krim und Teile des Kaukasus mit den dort befindlichen Tabakbetrieben für sich auszubeuten.

Den Autoren geht es dabei auch darum zu zeigen, dass die Zwangsarbeit in den besetzten Gebieten wesentlich weiter verbreitet war als es die Debatte um die Zwangsarbeiterentschädigung in den 2000er Jahren vermuten lässt. Tatsächlich arbeitete ein Großteil der Bevölkerung der Krim unter Zwang für die Besatzer.

An manchen Stellen hätte ich mir eine etwas dichtere historische Beschreibung gewünscht - allerdings muss man wohl konstatieren, dass die Quellenlage für diesen Teil der Geschichte nicht besonders groß ist, zumal es kaum eine historische Aufarbeitung der NS-Zeit durch die Sowjetunion gab. Auch verlassen sich die Autoren stark auf Interviews mit Zeitzeugen, die zur Zeit der deutschen Besatzung allerdings Größtenteils noch Kinder und Jugendliche waren.

Dennoch zeichnet das Buch ein interessantes Bild über einen bislang kaum beschriebenen Teil der deutschen Geschichte.
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