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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblingsbuch zum Thema Anarchie !
Auf leidenschaftliche und profunde Weise behandelt der, mittlerweile leider verstorbene,Horst Stowasser in seinem flüssig zu lesenden Wälzer das Ideal einer auf Gleichwertigkeit basierenden Gesellschaft,Anarchie genannt.
Es werden der Begriff Anarchie und dessen Bedeutungsvielfalt, sowie die häufig verfälschende Verwendung, dieses 2600 Jahre...
Veröffentlicht am 12. September 2011 von Agnosto Atomo

versus
6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Oberflächlichkeit aber guter historischer Überblick
Wäre das Buch mit dem Anspruch geschrieben worden die Entwicklung des (linken) Anarchismus darzustellen, so hätte es von mir durchaus mehr Sterne bekommen. Der erste Teil widmet sich jedoch auch "Der Idee" und sollte somit eine gute theoretische Fundierung des Anarchismus liefern. Leider passiert das nicht, das ist vorallem enttäuschend, da andere Leser das...
Vor 18 Monaten von 0815 Rezensent veröffentlicht


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblingsbuch zum Thema Anarchie !, 12. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven (Broschiert)
Auf leidenschaftliche und profunde Weise behandelt der, mittlerweile leider verstorbene,Horst Stowasser in seinem flüssig zu lesenden Wälzer das Ideal einer auf Gleichwertigkeit basierenden Gesellschaft,Anarchie genannt.
Es werden der Begriff Anarchie und dessen Bedeutungsvielfalt, sowie die häufig verfälschende Verwendung, dieses 2600 Jahre alten Begriffes erläutert. Die Leserinnen und Leser erfahren in diesem Buch etwas über die Vielfalt und den Leitgedanken von Anarchistinnen und Anarchisten, sowie darüber, dass die Anarchie, jenseits aller Ideologien, eine Grundhaltung und Sehnsucht in sich trägt, welche so alt wie die Menschheit selbst ist.
Wer von Stowasser eine akademisch exakte, wissenschaftliche Abhandlung zur Thematik erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Stattdessen begegnete ich beim Lesen einem leidenschaftlichen, aufklärenden Plädoyer, in welchem auch die Irrungen und Wirrnisse von Anarchisten vergangener Zeiten kritisch betrachtet werden.
Das Buch hat überall dort inhaltliche Stärken, wo die politischen und gesellschaftlichen Formen der Anarchie,bzw.der gesellschaftlich prägenden Umstände von Anarchistinnen und Anarchisten,sowie deren unterschiedlichen Ansätze, beschrieben werden. Schwächen sehe ich bei der Interpretation geschichtlicher oder "spiritueller" Zusammenhänge,die in Verbindung mit der Anarchie gebracht werden,z.B. in dem Kapitel, wo er die "Anarchiekompatibilität" verschiedener Religionen betrachtet. Da lehnt er sich dann doch etwas weit aus dem Fenster und begibt sich teilweise aufs Glatteis des Halbwissens,was sich aber, gemessen am Umfang des Buches und behandelten Thematik, in(zumindest für mich) überschaubaren Grenzen hält.

Zu keinem Zeitpunkt hatte ich den Eindruck eines abrutschens in ideologische Vereinnahmungsversuche oder langweiliger Lektüre.Dieses Buch war für mich nicht nur sehr informativ, sondern geradezu aufrührerisch anregend im besten Sinne, daher eine klare Empfehlung von meiner Seite. Das Buch verdient , meiner Meinung nach, eine breite Leserschaft und leidenschaftliche Diskussionen.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anarchie ist machbar, Herr Nachbar!, 17. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven (Broschiert)
Stohwasser schreibt das ganze unterhaltsam und mit einem innerem Feuer wie ich es mir von so manch anderem Sachbuch auch wünschen würde. An sich ist das Buch recht komplex und umfangreich aufgebaut und gilt wohl nicht umsonst als Standartwerk zum Thema Anarchismus - im übrigen eine Lebensideologie mit der ich mehr als nur ein bisschen liebäugle. :) Und nach diesem Buch wohl noch ein ganzes Stückchen mehr. Denn wenn Stohwasser eines erklärt, dann das Anarchie nichts mit Vandalismus, Gewalt und Antifa zutun hat, sondern eine der wenigen Ideologien ist, die in ihren Grundzügen schon immer ein pazifistisches und menschenwürdiges Bild hatte. Die Gewalt gesellte sich erst mit dem Idealismus Mitte des 19. Jahrhunderts und den Entberungen der Weltkriege hinzu. Auch durch den Zwist Bakunin vs. Marx, der im Buch eine menge Platz einnimmt. Auch weil man den heutigen Anarchismus eben nicht ohne diesen "Krieg der Revolutionäre" versteht.

Am Ende steht nur noch die Frage; war der Anarchismus einfach bloß seiner Zeit vorraus? Offenbar ja, denn heute sehen wir viele Formen, die dem Anarchismus entspringen und die sich ohne anarchistischen Hintergrund in die Gesellschaft intregiert haben, einfach weil sie mittlerweile notwendig sind. Wie z.b. Freie Schulen.

Würde das Buch jeden ans Herz legen den die Thematik interessiert und auch denjenigen die hauptsächlich die üblichen "Chaos"-Vorurteile gegenüber der Anarchie hegen. Ich garantiere; Stohwassers Ausführungen bringen nicht nur liberitären Geistern kleine und große Erleuchtungen.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anarchie für Jedermann, 28. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven (Broschiert)
Horst Stowasser beschreibt in seinem umfassenden Gesamtwerk die Ideen, die Vergangenheit und die Zukunft der Anarchie umfassend und doch für jedermann verständlich. Zu Recht ein Standardwerk zum Thema Anarchie.
Ich jedenfalls habe es verschlungen.
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17 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die A-Bibel, 19. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven (Broschiert)
Ein umfassender leicht verständlicher Überblick zum Thema Anarchie. Seine anschauliche Sprache macht das Lesen zum reinen Vergnügen.
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5.0 von 5 Sternen Lampeneinsatz Silk'n SensEpil, 10. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven (Broschiert)
Die Lampeneinsätze funktionieren nicht in unserem gerade erst gekauften Gerät. Weder Gerät noch Lampen würden wir wieder kaufen. Schade um das schöne Geld!
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15 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herr Stowwasser hat was vergessen!, 1. April 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven (Broschiert)
Was stellt sich tatsächlich der Einführung der Freiheit, Gleichheit & Brüderlichkeit unter uns entgegen? Der Ehrgeiz, d.h. das Verlangen, das Volk zu beherrschen, zu regieren. - Wo steckt der Ehrgeiz? - In den Parteien, d.h. in denen, welche das Volk zu beherrschen & zu zu regieren wünschen. Worin schöpft eine Partei den Grund ihrer Existenz? - In der Sicherheit, wenn sie siegreich ist, zu ihrem Nutzen die nationalen Freiheiten & Steuern mit Beschlag belegen zu können, d.h. in der Möglichkeit, sich der Autorität über alles zu bemächtigen & sich so dem Volk & den rivalisierenden Parteien aufzuzwingen. - Wie kann sich eine Partei aufzwingen? - Indem sie sich der Verwaltung (Administration) bemächtigt. - Was ist die Administration? - Sie ist etwas gewisses Abstraktes, Unbestimmtes, Unlogisches, Widerspruchsvolles, Dunkles, Unbegreifliches, Willkürliches, Absurdes, Ungeheuerliches. Etwas das nicht vom Herzen kommt, da es trocken & gefühllos ist, noch von der Wissenschaft, da sich niemand darin auskennt. Ein Werkzeug ohne Form, Ausdruck & Proportionen. Ein unheilvoller & feiger Mythus, dessen Kultus eine Million ebenso unverschämter wie fanatischer Geistlicher beschäftigt. Etwas Blindes, das alles sieht, etwas Taubes, das alles hört, impotent & allvermögend, unwägbar & alles erdrückend, unsichtbar & alles erfüllend, ungreifbar & alles berührend, unfaßbar & alles packend, unverletzlich & alles verletzend. Ein leuchtender Nebelschwaden, der Donner, Blitz & Erstickung enthält...Das ist die Regierung!
...und er hat vergessen zu erwähnen: daß die uferlos steigende Staatsverschuldung & die permanente Inflationierung der Währung irgenwann im finanziellen Ruin - (STAATSBANKROTT), des betreffenden Landes enden wird. - Aber die Gewißheit, daß sich diese Ereignisse um zwei oder drei Generationen hinauszögern lassen, genügt der politischen Kaste als Motiv, das makabre Spiel bedenkenlos weiterzutreiben...
...und er hat vergessen ausführlicher zu erwähnen: daß jeder, aber auch jeder Staat einen HAUPTFEIND Nr.1 besitzt, nämlich die eigene Bevölkerung. Wenn im eigenen Land die Politik ausbricht & die Leute auf der Strasse aktiv werden, können sich daraus schreckliche Folgen für die Bürokratie ergeben.
Jeder Politiker fürchtet nichts mehr, als die "Bestie das Volk"!
...und die wissenschaftlichen Individualanarchisten sind etwas zu schlecht , in seinem Buch weggekommen! Das "MANIFEST DES FRIEDENS UND DER FREIHEIT" - "Der Gegenpol zum kommunistischen Manifest" von K.H.Z. Solneman alias (Kurt Zube) - hätte doch erwähnt werden sollen.
Ansonsten ist (ANARCHIE! von Horst Stowasser) - so ziemlich die Beste & aktuellste Einführung, in die Theorie des politischen Anarchismus. - Anarchie hat wirklich nichts mit Gewalt zu tun! Anarchie ist Pazifismus & Menschlichkeit pur.
Durch und durch anarchistisch. - Gegen jede Macht!
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Oberflächlichkeit aber guter historischer Überblick, 3. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven (Broschiert)
Wäre das Buch mit dem Anspruch geschrieben worden die Entwicklung des (linken) Anarchismus darzustellen, so hätte es von mir durchaus mehr Sterne bekommen. Der erste Teil widmet sich jedoch auch "Der Idee" und sollte somit eine gute theoretische Fundierung des Anarchismus liefern. Leider passiert das nicht, das ist vorallem enttäuschend, da andere Leser das Werk bereits zum Standardwerk der anarchistischen Bewegung ernennen wollten.

Die Kapitel des ersten Teiles "Die Idee" sind alle sehr schwammig geschrieben, was vermutlich durch die Literaturverweise am Ende der Kapitel wieder gutgemacht werden soll. Jedoch liest man ein Buch nicht um nur eine Sammlung weiterführender Literatur in die Hand gedrückt zu bekommen, sondern um die Ideen bereits jetzt nachvollziehen zu können. Der Autor versucht leider jedoch nicht einmal fundierte Überzeugungsarbeit zu leisten, sondern stellt unbegründete Thesen auf, die er als Ausgangspunkt für weit interpretierbare Schlussfolgerung nimmt.

Ich möchte exemplarisch das Kapitel über "eine andere Ökonomie" herausgreifen, bei dem noch am ehesten versucht wird, die Meinung zu begründen, die durch das Buch vermittelt werden soll.

Wie nicht anders zu erwarten, kritisiert der Autor den Kapitalismus und vorallem die in seinen Augen vollkommen unfähigen Wirtschaftswissenschaftler. Dass diese (streckenweise extrem polemische) Schelte in dieser Pauschalität gerade einem Individualisten widerstreben sollte, liegt denke ich auf der Hand, soll jetzt jedoch nicht weiter thematisiert werden.

Am Anfang des Kapitels beschreibt der Autor einen Autounfall, bei dem die Umwelt verunreinigt wird. Danach werden die Folgen aufgezählt (Reparatur,Behebung des Umweltschadens, Krankenhausenthalt, etc.) und die Festellung gemacht, dass die Folgekosten des Schadens das Bruttosozialprodukt steigern. Im letzten Satz steht dann die Schlussfolgerung, dass mit einer "Ökonomie" etwas nicht stimmt, wenn ein Unfall positiv verbucht wird.
->Der Fehlschluss kommt eigentlich klar zum Tragen: Der Autor kritisiert hier nicht das Wirtschaftssystem des Kapitalismus, sondern lediglich ein (mehr oder weniger geeignetes) Maß zur Messung der Wirtschaftsentwicklung. Auch in sozialistischen Staaten (,an denen er allerdings auch kein gutes Haar lässt) wurde versucht anhand des Bruttosozialprodukts die Entwicklung zu messen - eben weil ein Maß nur messen soll und komplett wesensverschieden von einem Wirtschaftssystem ist. Das erste Argument löst sich damit also zugleich in Luft auf.

Als zweites darf die Zinskritik natürlich nicht fehlen. Anfangs bedient sich der Autor dazu des Beispiels 1 Mark zu 5% Zinsen über 800 Jahre anzulegen und sagt was für ein unglaublicher Wohlstand daraus erwachsen würde. Daraus folgert er dann weiterhin, dass dieser Wohlstand immerwährendes Wachstum benötigt, um aufrechterhalten werden zu können. Im Anschluss daran wird der Zins mit allerlei Erscheinungen wie der Staatsverschuldung durcheinander geworfen, die eine separate Betrachtung erfordern würden.
->Zu aller erst vergisst der Autor, dass kein Zinssatz über 800 Jahre aufrechterhalten bleibt. Dazwischen passieren Bankenpleiten, Währungsreformen und vorallem Zinsschwankungen! Der wichtigste Fehlschluss ist jedoch die Notwendigkeit zum Wachstum daraus abzuleiten! Wenn Geld verliehen wird, dann wird zunächst eine Dienstleistung erbracht, weil der Geldbesitzer auf die Geldausgaben verzichtet und hierfür legitimerweise mit dem Zins entschädigt wird. Würde der Kapitalbesitzer nicht entschädigt werden, so würde er das Geld nicht verleihen und weniger begüterte Personen, bekämen niemals die Möglichkeit eine Unternehmung zu starten. Gerade den Ärmsten wird durch Geldverleih geholfen.
Wachstum ist zudem eine Erscheinung die im Kapitalismus nicht passieren muss, sondern ganz natürlich passiert. Besteht eine Nation nur noch aus Wachstumskritikern, wie dem Autoren, und möchte, dass die Ärmsten durch Wachstum nicht mehr Güter zugeteilt bekommen als momentan ohne andere dafür zu enteignen (=Gewalt. Gewalt in der Anarchie?), so sinkt das Interesse an Gelddarlehen und der Zins fällt nahe null. Somit ist es niemandem mehr möglich "nur durch Geldverleih" reich zu werden. Aber die Menschen möchten gerne mehr Produkte und somit gibt es Wachstum. Mit dem Zins hat dies nichts zu tun.

Später kommt die These von der "Notwendigkeit des Wachstums" in anderer Form wieder, weil Kapitalisten (unbegründet!) immer mehr verdienen müssen im Kapitalismus. Aus dieser Notwendigkeit der Kapitalisten entwickeln sie mit Hilfe der Werbung scheinbar hypnotische Kräfte, die die Konsumenten dazu "zwingen" für sie sinnlose Produkte zu kaufen.
->Niemand kann in die Köpfe der Menschen schauen, um den Nutzen aus einem Gut für sie zu beurteilen und dauerhafte Verleitung zum Produktkauf von Produkten, die die Konsumenten nicht haben wollen ist hanebüchener Unsinn. Natürlich wird das eine oder andere Gut durch Werbung mal gekauft werden und es gibt Fehlkäufe. Daraus die Regel machen zu wollen ist wohl sehr überzogen.
Wenn der Autor danach schlussfolgert, dass Bundeswehr, Raumfahrt, Kriege ohne Kapitalismus nicht nachgefragt würden so ist das zum Teil naiv und zum anderen Teil eine Verkennung der Tatsache, dass diese Güter in dem heutigen Ausmaße durch den Staat und nicht die freien Individuen nachgefragt werden.

Ebenfalls unklar ist mir, wie der Autor den Anarchosyndikalismus verteidigen kann und trotzdem freie Vereinbarungen hochhalten möchte. Wenn ich bei einem Unternehmer zu arbeiten anfange und im Tausch für einen sicheren (freiwillig vereinbarten) Lohn auf die Unsicherheiten verzichte, die aus Unternehmertätigkeit erwachsen (schlechter Absatz etc.), ich durch ein wahrscheinlich effizienteres Unternehmen einen sichereren Arbeitsplatz habe und schlussendlich kein Miteigentümer des Betriebs werden möchte, dann würden mich Syndikalisten dieser Möglichkeit berauben. Ich habe hier also keine Möglichkeit eine freiwillige Vereinbarung zu treffen.

Da ich die Rezension nicht noch länger machen möchte, möchte ich hier schließen. Es folgt im Buch noch eine Vorstellung einer anarchistischen Ökonomie, die in ihrer Darstellung an Naivität nicht zu übertreffen ist (->jeder kann herstellen was er möchte und hat Zugriff auf die Arbeitsleistungen jedes anderen - ich möchte mal gerne wissen, wie es gerecht sein soll, wenn ein schlechter Künstler den ganzen Tag Bilder produziert, die niemand will und sich dann das Recht auf wirklich begehrte Güter rausnimmt).

Wer etwas über gut durchdachte anarchistische Theorie lesen möchte, sollte sich mit dem Anarchokapitalismus auseinandersetzen, der auch über eine adäquate Definition des Freiheitsbegriffes verfügt. Literatur von Murray N. Rothbard (Die Ethik der Freiheit, Für eine neue Freiheit) ist dabei besonders empfehlenswert und im Internet auf Englisch auch kostenlos auffindbar.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Buch, 29. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven (Broschiert)
Leider wird durch den Neusprech/ die Medien das Wort Anarchie von den meisten mit Chaos in Verbindung gebracht. Dieses Buch klärt auf und gibt historische sowie aktuelle Beispiele für anarchistische Projekte und zeigt auf, wie ein Leben in einem anarchistischen System funktionieren kann. Eine Chance für einen selbst und für die Gemeinschaft sich weiterzuentwickeln und Probleme, wie sie sich derzeit in Wirtschaft und Gesellschaft zeigen, zu vermeiden.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen super, 3. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven (Broschiert)
kann das buch nur weiterempfehlen. will nicht viel schreiben. super geschrieben, tolle optik, und das papier riecht sehr gut!
dubi dam
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Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven
Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven von Horst Stowasser (Broschiert - 1. Februar 2007)
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