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am 30. Mai 2014
WORK, SEX, MONEY - unter diesem Titel hat Chögyam Trungpa Rinpoche zwischen 1970 und 1972 drei Wochenend-Seminare in den USA gehalten. Die meisten seiner zahlreichen Zuhörer waren junge Leute - Hippies, Kiffer, Dropouts. Die Anhänger des „NEW AGE“ wollten vor allem aussteigen. Aus Traditionen und dem engen Korsett überholter Konventionen und Moral. Aus der fragwürdigen Welt des Materialismus aussteigen und einsteigen in eine höhere, bessere Welt … in die faszinierend exotische Welt fernöstlicher Religionen.

Einer der schillerndsten Pioniere in der Verbreitung des Buddhismus im Westen war Chögyam Trungpa Rinpoche, 11ter Trungpa Tulku und Linienhalter der Kagyü und Nyigma Tradition des tibetischen Buddhismus. Obwohl er schon Mitte der 60er Jahre in Schottland das erste tibetische Kloster der westlichen Welt gegründet hatte …empfand er die Mönchs-Roben und die damit einhergehende Spaltung in „religiöse“ und „reale“ Welt als großes Hindernis. Die Sehnsucht nach erhabenen Weisheiten und entrückt abgehobenen Gurus war in der Generation von Sex, Drugs and Rock n'Roll riesengroß.

Chögyam Trungpa hat all diese Erwartungen allein schon dadurch übertroffen, dass er nie versucht hat, sie zu erfüllen. Jede echte spirituelle Reise beginnt und endet mit Enttäuschung. Ent-Täuschung. Ende der Täuschung.

Wie enttäuscht damals viele weltentrückte Sinn-Sucher und Realitätsflüchtlinge gewesen sein mögen, als ihr exotischer Guru aus dem fernen Himalaya rauchend und Reiswein trinkend so gar nicht geredet hat, wie erwartet. Ausgerechnet das, was die jungen Revolutionäre durch Meditation und Mantras überwinden und hinter sich lassen wollten - hat dieser freundlich lächelnde Buddha vom Dach der Welt schon in den ersten von tausenden von Vorträgen, Seminaren und Publikationen zu seinem Thema gemacht:

Arbeit, Sex und Geld … die fragwürdigen Werte der sogenannten Realität. Ausgerechnet die Bedingungen und Fesseln, die uns im Diesseits binden, hatte Trungpa Rinpoche zum Kern-Thema seiner buddhistischen und säkularen Shambhala Lehre gemacht. Über Sex kann man ja reden … mögen sich viele Zuhörer damals gedacht haben … aber Arbeit - und Geld ? Igitt !

Und heute - 40 Jahre später? Achtsamkeitstraining, Work life balance, Burnout Prävention ... In SPIEGEL, ZEIT und WELT vergeht keine Woche ohne Artikel und Berichte über Meditation im Alltag, Achtsamkeits-Übungen zur Stressbewältigung im Beruf oder das Karma des Geldes. Buddhismus, Meditation und die Welt sind zusammen gekommen. Nach Chögyam Trungpa ist alles - auch die sogenannte profane Welt - Sacred World … Heilige Welt.

Jede Seite dieses Buches handelt davon, wie man die Essenz der Lehre des Buddha in der heutigen Welt in sein Leben und seinen Alltag integrieren kann und wie man die Fallstricke einer künstliche Trennung von Spiritualität und Realität vermeiden kann. Schon in den frühen 70er Jahren hat Trungpa Rinpoche einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen der Vereinnahmung und Vermarktung durch die moderne Happinez und Selbst-Optimierungs-Industrie und echter, Ego transformierender Spiritualität herausgearbeitet und klar benannt:

Die Sackgasse des Spirituellen Materialismus.

ARBEIT, SEX, GELD - Ein Wegweiser, wie man die Fallstricke des Spirituellen Materialismus vermeidet und Alltag und Spiritualität harmonisch in Einklang bringen kann.
Uralte Weisheit, traditionelle Erfahrung - aktuell, lebensnah, bodenständig, echt.

Echt gut !
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am 21. April 2013
Hier sind Texte aus den 70er Jahren eines Lehrers des Buddhismus, der das ganze Leben als Meditation verstand, zusammengefasst worden. Als Leiter der Naropa-Universität in den USA, kann der Autor seine wissenschaftliche Herangehensweise an das Thema nicht verbergen. Wer nicht mitten drinsteckt in der Diktion buddhistischer Begrifflichkeit und buddhistischen Weltbildes, für den ist dieses Werk unglaublich abstrakt. Ich bin kein Buddhist, aber immer bemüht, von den verschiedenen jahrtausendealten Weltsichten und Gedanken alter Religionen dazu zu lernen, um einen Nutzen für mein eigenes Leben daraus zu ziehen. Inzwischen ist zum Glück auch die Erkenntnis auf psychologischem, soziologischem und esoterischem Gebiet seit den 70er weiter fortgeschritten. Mit Mühe und gelegentlichem Einnicken bei der Lektüre, konnte ich daher eine Quintessenz der auf ca. 300 Seiten dargelegten Gedanken für mich herauskristallisieren.

So hatte für mich bisher dieses ganze Karma-Gerede immer den Beigeschmack: die Leidenden hätten aufgrund ihres schlechten Karmas ihr Leiden verdient und müssten das nun einmal so hinnehmen. Nicht so in diesem Buch. Hier wird schlechtes Karma geradezu als Voraussetzung für Meditation interpretiert. So könne man die Frustrationen mit Arbeit, Sex und Geld bewältigen, indem man sie als Ausgangspunkt spiritueller Praxis begreift. Das heißt, diese Frustrationen sind gleichzeitig die Anlässe zum Üben von: Mitgefühl, Freundlichkeit, loslassen und den Situationen in sich Raum geben, Intuition wahrnehmen, Humor, Großherzigkeit und sich zur Kommunikation öffnen. Kurz: über sich selbst hinaus zu wachsen, die eigenen Grenzen / Verwirrung zu überwinden. Ich-Transzendenz. Die spirituelle Praxis besteht darin, die Einstellung zu sich selbst zu ändern, das eigene Ego, als Quelle von Leid, zu besiegen.
Will man aber das eigene Ego als Quelle von Leid besiegen, ist man gezwungen zu kommunizieren, sich zu öffnen und über sich hinaus zu wachsen.
Vermittelte Einsicht: Auf gesellschaftlicher Ebene ist alles Kommunikation! Das ist die Lösung des Problems. Es geht einzig um Kommunikation. Und die Unfähigkeit bzw. Weigerung zu kommunizieren schafft das Problem. Wobei Kommunikation nicht einfach mit 'miteinander Reden' verwechselt werden darf. Kommunikation beinhaltet das 'sich öffnen' der Beteiligten, sonst misslingt sie.
Das ist ein großartiges Ziel für das Beenden von Leid, wenn es denn verwirklicht werden kann! Alle Leidenden sind aufgerufen, an der Verwirklichung zu arbeiten - an sich selbst zu arbeiten, d. h. beständig zu üben (s.o.). Denn auf diese Weise erreichen sie die Lücke, den Raum jenseits von Karma: die Leere / die Fülle. Es gibt ihn für jeden von uns. - Für mich beinhaltet gelingende Kommunikation jedoch auch immer noch soetwas wie 'gleiche Augenhöhe' (siehe:Grimoire: Buch zur Umwandlung von Schatten). Davon ist in diesem Buch nicht die Rede. Zumindest hat es sich mir so nicht erschlossen. Vielleicht habe ich etwas überlesen.
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am 2. Mai 2013
tja, da schreibt einer in klarer moderner Sprache darüber, wie sich ein ganz normales heutiges Arbeitsleben mit einer spirituellen Beziehung zu sich selbst vereinbaren lässt. Sehr gesund für jeden von uns.
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