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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historischer Vampirroman mit Anspruch
George R. R. Martin, bekannt durch seine Reihe >Das Lied aus Eis und Feuer<, bietet uns mit dem 1982 erschienen >Fiebertraum< einen seiner früheren und besten Romane.

Wo der Büchermarkt in letzter Zeit mit zahlreichen erotischen und flachen Vampirgeschichten versorgt wird, ist es umso erfreulicher, dass Bücher wie >Fiebertraum< immer...
Veröffentlicht am 29. Juni 2008 von Steven

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7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Romantischer Vampirroman vor exotischer Kulisse und mit einigen Längen versehen
Abner Marsh ist Flußschiffer und wird scheinbar vom Unglück verfolgt. Als jedoch der geheimnisvolle Joshua York ihn sein Leben tritt und ihn die Partnerschaft beim Bau eines neuen und besseren Dampfers anbietet, scheint es wieder mit ihm bergauf zu gehen. Doch Joshua verhält sich merkwürdig. Er trinkt ein merkwürdiges Getränk, geht nur bei...
Veröffentlicht am 8. Juni 2009 von Jan-niklas Bersenkowitsch


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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historischer Vampirroman mit Anspruch, 29. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Fiebertraum: Roman (Taschenbuch)
George R. R. Martin, bekannt durch seine Reihe >Das Lied aus Eis und Feuer<, bietet uns mit dem 1982 erschienen >Fiebertraum< einen seiner früheren und besten Romane.

Wo der Büchermarkt in letzter Zeit mit zahlreichen erotischen und flachen Vampirgeschichten versorgt wird, ist es umso erfreulicher, dass Bücher wie >Fiebertraum< immer noch als Licht im Dunkel ihren Platz finden.

Im Jahre 1857 steht Abner Marsh, Flussschiffer auf dem Mississippi, wegen einer Frostkatastrophe vor dem Ruin. Plötzlich schlägt ihm der vermögende Geschäftsmann Joshua York ein verlockendes Geschäft vor: Mit einem großen Kapital soll das schnellste und prächtigste Dampfschiff des Mississippis gebaut werden.
Marsh ergreift die Möglichkeit, seinen lange gehegten Traum umzusetzen und bald beginnt die Jungfernfahrt der Fevre Dream - Fiebertraum.
Abners wahrgewordener Wunsch wird getrübt, als Gerüchte um seinen Partner York laut werden: Nur bei Nacht treibt er sich öffentlich herum und mysteriöse Gefährten werden ohne Absprache an Bord genommen.
Nach einiger Zeit wird klar, dass York kein menschliches Wesen ist und den Fluss bereist, um die Angehörigen seiner Rasse zu sammeln.
Welchen Plan verfolgt York wirklich und wie wird Abner sich entscheiden?

Martins Sprache und Schreibstil in >Fiebertraum< ist meiner Meinung nach noch besser als in >Das Lied von Eis und Feuer<, was vielleicht an der Übersetzung liegt.
Abner Marsh ist ein untypischer Antiheld, beleibt, hässlich und störrisch und doch hat er bewundernswerte Prioritäten. Alle Charaktere sind nicht zuletzt durch die guten Dialog authentisch dargestellt.
Sour Billy, der sich nach einem Leben als Vampir verzehrt, ohne zu wissen ob ihm dieser Wunsch jemals erfüllt wird und dennoch alles dafür tut und Julian, bei dem man niemals weiß wozu die Mischung aus Autorität, Intelligenz und Wahnsinn ihn treibt.
Dabei ist besonders die Entwicklung der ungewöhnlichen Beziehung zwischen Abner und Joshua interessant.

>Fiebertraum< ist auch ein Historischer Roman und was für einer! Die Beschreibungen der Dampfschiffe und Schwierigkeiten sowie Notwendigkeiten bei ihrer Benutzung und Befahrung des Mississipis sind so lebendig beschrieben, dass es glatt ein Interesse an Dampfschiffen in mir geweckt hat.
Eindrucksvoll wird auch Das New Orleans des mittleren 19. Jahrhunderts geschildert und die damalige Gesellschaft mit ihrer Sklaverei aufgezeigt.

Besonders erfrischend an Martins Buch ist der Umgang mit dem durchgenudelten Thema Vampire. Eine Warnung an alle, die bei der Bezeichnung Vampirroman sogleich an melodramatische Kuschelvampire denken, die in romantische Liebesgeschichten verwickelt sind!
Hier sind Vampire eine eigene Rasse und ein Vampir kann wie bei Menschen nur durch Vampireltern geboren werden. Außerdem können Vampire auch erschossen oder ertränkt werden und ähnliches, was jedoch durch eine schnelle Regeneration erschwert wird.
Die Blutgier ist in >Fiebertraum< keine zwingende Notwendigkeit und kann einen Vampir auch in eine ethische Krise bringen.
Letztendlich gibt es bei Martin auch keine Eingrenzung in "Gut" und "Böse" und bei Vampiren wie Menschen verschwimmen diese Grenzen.

Schließlich kann man Martins >Fiebertraum< auch als Parabel auf Andersartigkeit verstehen. Das melancholische Ende ist wunderbar.
Gute und überzeugend verfasste Vampirromane sind selten, also zugreifen!
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dead Man River ' Eine fieberhafte Reise auf dem Fluß der Fantasie., 20. März 2007
Von 
Mathias Ahrens "Nachtfrost" (Bad Honnef) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dead Man River: Teil der George R. R. Martin Werkausgabe (Gebundene Ausgabe)
George R. R. Martin, dass ist natürlich für viele sein High-Fantasy-Zyklus um das Lied von Eis und Feuer. Nachdem ich diesen regelrecht verschlungen habe begab ich mich auf die Suche nach mehr Lesestoff von G. R.R.M. Dabei stand auf meiner Wunschliste "Fevre Dream" (Orginaltitel) an erster Stelle. Dead Man River ist die neuaufgelegte Fassung von Fiebertraum, das vor Jahren schon einmal auf Deutsch erschienen ist.

Martin erzählt hier in die Geschichte des Flußschiffers Abner Marsch, der vor dem Ruin steht und seinem verhängnisvollen Zusammentreffen mit Joshua York, einen geheimnisvollen, schwerreichen, Aristokraten ungewisser Herkunft. Dieser ermöglicht es Abner Marsh seinen Traum vom größten und schnellsten Raddampfer auf dem Mississippi, doch noch zu erfüllen. Doch zu welchem Preis? Zu spät merkt Abner Marsh worauf er sich bei diesem Handel eingelassen hat. Doch seine eigene Begierde reißt ihn immer tiefer in den Abgrund.

Typisch George Martin, ändern sich im Lauf der überaus spannenden Geschichte die Charaktere, Ansichtsweisen und Motivation der Akteure. Grenzen verfließen. Ist das Böse wirklich so urböse wie es scheint oder wird es auch nur von inneren Zwängen getrieben. Überleben um jeden Preis? Martin erzählt meiner Meinung nach die Geschichte ohne diesen moralischen Aspekt. Vielmehr vermischt er die Genres Twainschen-Mississippi -Abenteuers mit denen des Stokerschen-Vampir-Horror. Und das verflucht gekonnt. Das Grauen nimmt nie überhand, hängt jedoch latent über dem Geschehen, genauso wie die Schwüle über dem Mississippi und entlädt sich heftig, wie die Gewitter über dem Fluss.
Beim Lesen hatte ich öfters so Retro-Lese-Erlebnisse, wenn es so etwas überhaupt gibt. Wie damals, als ich noch jung war und die Bücher von Twain, Stoker nächtens verschlang, war ich gefangen in der Geschichte und wollte immer wissen wie es weitergeht. Und das ist Martins Fähigkeit die Leser bei der Stange zu halten. Und wie er einen mitnimmt in dieses schwüle Südstaaten-Feeling über dem der Hauch des Schreckens steht ist bemerkenswert.

Dead Man River ist bestimmt nicht Martins größter Wurf. Aber dennoch, packend und dicht geschrieben. Martin hat sich in den Jahren weiterentwickelt und das ist auch gut so. Hätte ich Fevre Dream zuerst gelesen, vielleicht hätte ich beim 'Lied' doch noch länger gezögert. So, ist es eine prächtige Ergänzung und ein Lesespaß für kalte Winternächte.
Seltsamerweise kommen mir diese Gedanken immer nur nachts und sie verschwinden jedes Mal mit dem Morgengrauen.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über das Volk der Nacht..., 1. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Fiebertraum: Roman (Taschenbuch)
Als begeisterter Leser von Martins Eis-Feuer-Zyklus lagen die Erwartungen bei seinem Frühwerk "Fiebertraum" (erstmals erschienen 1982) hoch. Doch eine Geschichte über Vampire wollte mir zunächst gar nicht schmecken, da dieser Stoff sehr verbraucht ist und im Allgemeinen voller Klischees steckt.

Dass das Buch zweigeteilt ist, kann ich bestätigen (s. Rezension Wöllner). Der erste Teil beschäftigt sich im Grunde mit dem Leben in den 1850er Jahren am großen Strom des Mississipi. Martin zeichnet die amerikanische Gesellschaft zu dieser Zeit nach. Flussdampfer sind die wichtigsten Transportmittel entlang der Wasserstraßen und noch nicht von der Eisenbahn verdrängt. Sklaverei und Rassismus beherrscht die Südstaaten, New Orleans ist funkelnde Weltstadt und dreckiges Molloch zugleich. Abner Marsh, groß, verwarzt und hässlich, Eigner einer Dampfschifffahrtsgesellschaft, steht vor dem Ruin, als er das Angebot eines Joshua York bekommt, ein großes, schnelles Schiff zu bauen. Bis Abner Marsh entdeckt, wer bzw. was Joshua York und seine Gefährten sind, denen Marsh sich unterstellt hat, vergeht etwa die Hälfte des Buches. Gleichzeitig wechselt die Perspektive und einige Kapitel werden aus Sicht eines zweiten Charakters, Sour Billy Tipton, beschrieben, der die Drecksarbeit für den Plantagenbesitzer Julian erledigt, in dem er schöne Sklavinnen und Sklaven kauft, die Julian und seinem Gefolge als Nahrung dienen. Tipton ist schlank und sehnig, ohne Gewissen und verblendet. Aber er ist auch abhängig, willenlos. Ein Versprechen bindet ihn.

Die Hauptcharaktere sind also keine strahlenden Helden mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten. Es sind Menschen mit Fehlern, tragisch und einsam.

Der zweite Teil führt die zwei Erzählstränge zusammen und die Handlung nimmt Fahrt auf und bekommt Feuer wie ein Dampfschiff, das mit Talg betrieben wird. Der Bug pflügt sich durch das Wasser, der Druck der Kessel ist zum Zerbersten und die Schaufelräder erzeugen eine Wand aus Gischt. Vampire treffen auf einander und es kommt zu Auseinandersetzungen, die einen Meister, einen Ranghöchsten ermitteln: den "Blutmeister". Plötzlich bannt das Buch wie die Augen des Volks der Nacht und die zweite Hälfte ist an einem Tag gelesen.

"Fiebertraum" deutet Martins atemberaubende Erzählkunst an, die "Das Lied von Eis und Feuer" so einzigartig macht. Bereits in diesem Frühwerk werden vielschichtige Charaktere mit Stärken und Schwächen von Martin kunstvoll gezeichnet. Kein Schwarz-Weiß-Film, sondern ein schillernder Alptraum voller Tragik und Spannung, das ist Martins "Fiebertraum". Daher vergebe ich vier Sterne, wegen der etwas zu lang geratenen Einleitung und weil das Lied von Eis und Feuer noch besser ist. Ansonsten: Sehr empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen "CAP'N ABNER MARSCH / 1805-1873 / Niemals mehr auf den Fluss hinaus in der Nacht", 29. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Fiebertraum: Roman (Taschenbuch)
EINDRUCK
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Mit "Fevre Dream" ist George R. R. Martin ein eindrucksvolles Buch gelungen, das eine atemberaubende Mischung aus Mystery-Thriller und Abenteuerroman ist.

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INHALT
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Das Buch "Fevre Dream" spielt im Jahre 1857 und erzählt von Abner Marsh, einem Flussschiffner auf dem Mississippi, der kurz vor dem Ruin steht. Der Aristokrat Joshua York macht ihm jedoch ein verlockendes Angebot: Abner soll das schnellste Dampfschiff aller Zeiten bauen - die Fevre Dream. Doch was als großes Abenteuer beginnt, wird bald zum Alptraum. Denn Joshua ist kein Mensch und er hat die Fevre Dream bauen lassen, um seine eigenen Ziele zu erreichen.

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STIL
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Wie bereits in "A Song of Ice and Fire" knüpft George R. R. Martin seine Geschichte aus mehreren Handlungsfäden, die kunstvoll miteinander verbunden sind.
Der Leser erfährt die Handlung aus der Sicht des gutherzigen und mutigen Abner Marsh, aber er schlüpft zugleich auch in den labilen Sour Billy Tipton, der von Grausamkeit und Minderwertigkeitsgefühlen beherrscht wird.

Sour Billy wimmerte. "Nein!", heulte er "Lassen Sie mich gehen, ich werde Ihnen helfen!" Sein pockennarbiges Gesicht war schweißnass. "Sie haben es gut gehabt, mit Ihrem verdammten eleganten Dampfer und allen, ich hatte keine andere Wahl, ich hatte nie etwas, kein Zuhause, kein Geld, ich musste immer tun, was andere mir befahlen."
"Du bist nicht der einzige Mensch, der arm aufgewachsen ist", sagte Marsh. "Das ist keine Entschuldigung. Dass du so bist, wie du bist, war verdammt noch mal deine eigene Entscheidung."

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KRITIK
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Meisterhaft erzählt er von der tiefen Freundschaft zwischen zwei Männern, die über die Grenzen der eigenen Art hinausgeht. "Fevre Dream", das bereits 1982 erschien, hebt sich somit gänzlich von den bestehenden Vampir-Romanen ab und zeigt einen ungeheuren Ideenreichtum zu diesem momentan (noch) populären Thema.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, 16. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fiebertraum: Roman (Taschenbuch)
1857. Dampfschiffer Abner Marsh steht ohne einen Penny da. Seine Flotte wurde im eisigen Winter zerstört und er ist zu einem Leben an Land verurteilt. Er trifft einen aristokratischen Jüngling von auffallend bleichem Äußeren namens Joshua York, der sich ihm als Partner anbietet, um den größten und schnellsten Schaufelraddampfer auf dem Mississippi zu bauen. Abner willigt ein und bald legt die Fevre dream ab zu ihrer Jungfernfahrt. Aber schnell kommt ihm das Verhalten seines Partners merkwürdig vor, der nur im Schutz der Dunkelheit in der Öffentlichkeit erscheint und während ihrer Reise entlang des Flusses ständig geheimnisvolle Besucher an Bord nimmt.

Der Leser ahnt schon recht früh, dass es sich bei den Besuchern um Vampire handelt. York sammelt sein Volk ein, um es in Sicherheit zu bringen. Eine Exodus-Geschichte vor einem faszinierenden historischen Hintergrund. Martin greift die Themen jener Zeit auf. Die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts im amerikanischen Süden, die Sklaverei, den Fortschrittsglauben und den aufziehenden Sezessionskrieg. Die Charaktere sind prägnant gezeichnet und trotzdem vielschichtig, keine Schwarzweißteilung in gute Menschen und böse Vampire. Die Hauptfigur ist kein strahlender, jugendlicher Held, sondern ein knorriger, alter Mann, der abgesehen von seinen Fahrgästen noch mit einigen alltäglichen Sorgen zu kämpfen hat, wie dem Konkurrenzkampf auf dem Fluss.

Der Autor George R.R. Martin hat mit Das Lied von Feuer und Eis eine der besten, umfangreichsten und erfolgreichsten Fantasy-Reihen verfasst, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Bei Fiebertraum handelt es sich um eines seiner Frühwerke, als er noch unterschiedliche Genre ausprobierte, und er hat aus dem Stand einen Klassiker geschaffen. Einen atmosphärisch sehr dichten Roman, der auch ohne die Vampire unglaublich spannend wäre. Die erste Hälfte könnte von Mark Twain stammen, die zweite von Bram Stoker. Genreliteratur wie sie besser nicht sein könnte.
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7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Romantischer Vampirroman vor exotischer Kulisse und mit einigen Längen versehen, 8. Juni 2009
Von 
Jan-niklas Bersenkowitsch "buecherwiese2" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fiebertraum: Roman (Taschenbuch)
Abner Marsh ist Flußschiffer und wird scheinbar vom Unglück verfolgt. Als jedoch der geheimnisvolle Joshua York ihn sein Leben tritt und ihn die Partnerschaft beim Bau eines neuen und besseren Dampfers anbietet, scheint es wieder mit ihm bergauf zu gehen. Doch Joshua verhält sich merkwürdig. Er trinkt ein merkwürdiges Getränk, geht nur bei Nacht raus und seine blasse Haut zeugt auch nicht davon, dass er gesund zu leben scheint. Langsam aber sicher kommt es auch Abner merkwürdig vor und er beginnt seinen neuen Partner nachzuspionieren.

Schnitt. Perspektivenwechsel.

Sour Billy ist ein widerwärtiger Mensch, der für seinen Herrn "Dämon" Julian so gut wie jede Drecksarbeit erledigt, worunter es auch fällt den heimischen Besitz zu verkaufen und dann mit einem jungen Mädchen als "Frischfleisch" nach hause zu kommen. Nach eindringlichen Einreden,ist der Dämon jedoch auch bereit das zerfallene Domizil zu verlassen und weiterzuziehen. Es ist klar, dass diese düstere Truppe bald auf Abner Marsh und Yoshua York treffen wird.

Die Erzählperspektive des Buches schwankt zwischen den beiden Darstellern, wobei Abner, als eindeutiger Symphatieträger, Billy(der auch kein sonderlich interessanter Charakter ist) nahezu ins Aus stellt. Es sei an dieser Stelle schon Folgendes verraten: Dämon Julian und Joshua York sind Vampire. Bei ihrer Charakterisierung geht Martin keine Experimente ein und stellt die beiden Kontrahenten einerseits als romantische Träumer und andererseits als blutrünstige Bestien dar, wie man es aus anderen Büchern kennt. Seine Versuche den Figuren etwas Tragisches anzuhängen scheitert auch daran dass beide zu ewig langen Monologen neigen, die mit ihrer Länge die Nerven des Lesers strapazieren und auch die Symphatie für die Helden des Buches entschwinden lassen. Wenn dann auch noch die Geliebte einer der Figuren sich als eine der größten literarischen Nervensägen, die der Rezensent jemals im gedruckten Wort kennenlernte, entpuppt könnte man auch den Wunsch verspüren das Buch beiseite zu legen, was sich auch nach der Hälfte des knapp über 400-Seiten starken Werkes nur verstärkt sobald die Handlung eine Wendung nimmt und sich vieles recht zäh zu lesen beginnt.

Allerdings liest sich das Buch trotz aller Kritikpunkte immer noch sehr flüssig und kann auch zwischendurch ohne viel Anstrengung gelesen werden und man findet recht schnell wieder in die Handlung rein. Ein weiterer Pluspunkt ist das, für Vampirromane, sehr exotische Setting das den Leser in die 50er des neunzehnten Jahrhunderts von Amerika befördert und den romantischen Touch der Sümpfe New Orleans und seiner Umgebung nutzt, um eine eigene Art von Atmosphäre zu erzeugen, die zugegebenermaßen auch gelegentlich erscheint, aber bei weitem nicht ausreicht um über die schwache zweite Hälfte des Buches hinwegzutäuschen.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich bin nicht allzu begeistert., 14. Juni 2010
Von 
Bitz (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fiebertraum: Roman (Taschenbuch)
Zum Inhalt wurde hier schon genug gesagt. Deshalb möchte ich nicht noch mehr diesbezüglich schreiben. Richtig ist, dass es sich eben nicht um einen schnulzigen Vampirroman handelt, das ist auch gut so. Ein actiongeladener Thriller ist das Werk ganz klar auch nicht. Interessant finde ich die Anmerkung im Klappentext, das Buch sei eine Mischung aus Stephen King und Mark Twain. Wobei die Beschreibungen von Landschaft und Verhältnissen tatsächlich viel an Tom Sawyer oder Huckleberry Finn erinnern. Die Vampirgeschichte ist ziemlich düster und stellenweise auch recht blutig ausgearbeitet.
Es scheint für einen Leser geschrieben, der noch etwas Anspruch hat und eben nicht nur auf Schlager in Bücherform steht oder nach endlosem Gemetzel lechtzt. Ich werde aber das Gefühl nicht los, dies scheine eben auch nur so. Mir kommt der Erzählstil, den ich vom Lied von Eis und Feuer so gar nicht kenne, dann doch ganz schön überladen vor.
Hier einmal ein Beispiel:

"Aber er war auch nicht blind - der Himmel war heiß und erstickend, und im Westen baute sich ein Gewitter auf, ein mächtiges, ein Unwetter, der Sturm den Dan Albright schon vor 2 Tagen gerochen hatte. Und die Dampfer legten ab, einer nach dem anderen, Dutzende, und während Marsh ihnen nachschaute, wie sie sich flußaufwärts entfernten und in den wabernden Hitzewellen verschwanden, fühlte er sich immer einsamer, als ob jedes Dampfschiff, das in die Ferne strebte, ein kleines Stück von ihm mitnähme, einen Teil seines Muts, ein Bruchstück seiner Sicherheit, einen Traum oder eine winzige verzweifelte Hoffnung."

Ein Gewitter wird doch nicht "gewittriger", wenn man es mit ähnlichen Aussagen einfach immer wiederholt. Da wurde zum Teil fleißig aneinandergeschachtelt und mit anderen Worten einfach wieder das Gleiche gesagt. Das geht dann manchmal über Seiten so. Ich fragte mich partiell - wann hört der endlich auf und kommt zur Handlung zurück? Natürlich ist das nicht ständig der Fall, kommt aber so häufig vor, dass ich es als störend empfand.

Ich ärgere mich nicht das Buch gelesen zu haben, es ist sicherlich nicht schlecht. Es gibt aber auch sehr viele Werke, die mir deutlich besser gefallen haben.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Fieber hatte mich gepackt ..., 3. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fiebertraum: Roman (Taschenbuch)
Ich habe Fiebertraum als Hörbuch von audible genossen.

Es handelt sich bei diesem Buch um eine langsam aufgebaute aber wahrhaft gut konstruierte Geschichte mit atmosphärisch dichten Passagen, glaubhaften und intensiv gezeichneten Charakteren, gelesen von einem hervorragenden Reinhard Kuhnert, welche mich spätestens nach vier Stunden völlig in ihren Bann zog. Nicht nur, dass der Hörer Einiges über das Leben am Mississippi und der Dampfschifffahrt Mitte des 19. Jahrhunderts erfährt, dieser Cocktail wurde auf der Grundlage einer äußerst spannenden und fesselnden Vampirgeschichte gemixt. Der Autor macht sich zudem die Mühe, die Herkunft "seiner" Vampire zu erklären, was der Geschichte eine gewisse Authentizität verleiht.

Schade, dass es nach 18 h 35 bereits zu Ende war. Ich werde Abner Marsh und Yoshua York vermissen. Danke an den Autor für diese brilliant umgesetzte Idee und an den Sprecher für dieses exquisite Hörvergnügen!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Story + schöne Spielebene + Überraschungen = top Unterhaltung mit Weltklasse-Epilog, 19. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Fiebertraum: Roman (Taschenbuch)
Ich bin rundum zufrieden!
Eines vorweg: ich kann das Buch nicht vor dem Gesamtwerk des Autors beurteilen oder einordnen. Hab's für 1€ (ungelesen...!) in der Kram-Kiste der Stadtbücherei entdeckt; ich fand das Cover ansprechend, hab dann die Rückseite gelesen - und sofort zugegriffen!

Vampirgeschichten sind doch ganz okay, darf halt nur nicht zu kitschig, blutig oder schnulzig werden. Komm mir nicht mir so'nem "Biss zum Morgengrauen"-Teenie-Scheiß...

Das Buch überrascht sehr: Der Süden der USA in den Jahren um den und während des Sezessionskrieges, Raddampfer, Vampire, tolle Personen. Ich finde es sehr bildlich geschrieben und lobe hier im Gegensatz zu manch anderen Rezensionen ausdrücklich die ausführlichen und darstellenden Beschreibungen. Ich hatte nie das Gefühl, dass hier irgendwas zu viel ist. Im Gegenteil: ich habe selten ein so eindrucksvolles Bild einer Hauptfigur gehabt, wie von Cap'n Abner Marsh! Ich sah ihn stets vor mir, kann ihn nachempfinden und bin drin ohne überrannt zu werden. Romantik entdecke ich schon in dem Buch, doch nicht dieser Mann-Frau-Kram, der gerade seit Bela Lugosis Auftritt in vielen Auflagen des Vampir-Themas nahezu Pflich war, es ist Schifffahrtsromantik und die einer "besonderen" Freundschaft, die mehr als einmal eine überraschende Entwicklung nimmt!!!
FINDE ICH SUPER BESCHRIEBEN UND ERGREIFEND !!! Wer weiß denn schon was über den Mississippi und seine Raddampfer? Mark Twain lässt wirklich grüßen. Ich fand es sehr erfrischend, dass das Setting mal etwas völlig neues war und die Ära ergreifend gezeichnet wurde.
Über Vampire ist viel bekannt :-) Doch hier gibt's eher eine neue Definition vom Vampirsein und den Gesetzen, denen sie gehorchen und unterworfen sind. Voll in Ordnung.

Ganz besonder schön ist der Epilog. Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster, doch es ist der schönste, wudnervollste Epilog, den ich jemals gelesen habe!!!
Vampire, Blut, Story hin oder her: ich hatte Tränen in den Augen stehen.

EIN SCHÖNES, UNKOMPLIZIERTES BUCH MIT ERFRISCHEND NEUEM SETTING - TOP !!!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein anderer Vampirroman, 22. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Dead Man River: Teil der George R. R. Martin Werkausgabe (Gebundene Ausgabe)
Bitte, bitte, bitte den Anfang durchhalten, der etwa behäbig wirkt und die Figuren eher klischiert zeichnet. Nach einem Fünftel gewinnt die Geschichte an Tempo und Spannung und entwickelt sich zu einem echten Pageturner.
Eine schöne Sprache für eine wirklich neue Vampirgeschichte mit gutem Aufbau und nur wenigen Längen. Tolle Atmosphäre. Sehr empfehlenswert.
Ein Buch für Fans von Mark Twain und Anne Rice mit einer interessanten Vampir-Spezies, die auf keinen Fall weichgespült oder niedlich ist.
Sehr schön ist auch die Ausstattung des Buchs mit schwarzweißen Dampferbildern.
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Dead Man River: Teil der George R. R. Martin Werkausgabe
Dead Man River: Teil der George R. R. Martin Werkausgabe von George R Martin (Gebundene Ausgabe - Februar 2006)
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