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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Khunchom, guter Krimi
Tatort Khunchom: Dieser fantastische Krimi bringt frischen Wind in die Reihe der DSA-Romane. Besonders überzeugt der Roman mit seiner Liebe zum Detail in den Beschreibungen der Stadt und der Ausarbeitung der Charaktere. Sprache und Dialoge sind auf einem besonders hohen Niveau das man selten in den Romanen der DSA-Reihe findet.

Die beiden Gardisten sind...
Veröffentlicht am 12. Februar 2009 von Darquiel

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erstlingswerk mit echten Höhepunkten, aber am Ende noch sehr Steigerungsfähig
Wie einigen meiner Vorrezensenten haben mir besonders die Charaktere gefallen. Die Charakterzeichnung der Tulamiden und Novadis im Roman ist richtig gut. Auch die Eigenheiten der novadischen und tulamidischen Mentalität werden einmalig dargestellt. Die blumige Sprache der Charaktere hat mich auf den ersten Seiten noch etwas gestört, dann aber nahm sie mich...
Veröffentlicht am 19. Juli 2010 von RPG-Fuexxle


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Khunchom, guter Krimi, 12. Februar 2009
Von 
Darquiel (Schwalbach, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schattenflüstern (Das Schwarze Auge, Band 104) (Broschiert)
Tatort Khunchom: Dieser fantastische Krimi bringt frischen Wind in die Reihe der DSA-Romane. Besonders überzeugt der Roman mit seiner Liebe zum Detail in den Beschreibungen der Stadt und der Ausarbeitung der Charaktere. Sprache und Dialoge sind auf einem besonders hohen Niveau das man selten in den Romanen der DSA-Reihe findet.

Die beiden Gardisten sind weit davon entfernt allwissende Ermittler á la Sherlock Holmes, coole Profiler, oder ein guter Cop/böser Cop- Gespann zu sein. Der bestechliche Novadi Kasim und der zynische, ständig besoffene Tulamide Deniz bilden ein kontrastreiches Team, das sich zu Beginn mehr Schlecht als Recht an die Lösung des Falls macht. Gespräche und Streitereien zwischen diesen beiden gehören sicherlich zu den Highlights des Romans.
Der dritte Hauptprotagonist, der Almadaner Federigo, fängt sich mit Charme und einigem Pech nicht nur eine Menge Ärger ein, sondern auch die Sympathie der Leser.

Die Autoren nutzen erstaunlich wenige fantastische Elemente und arbeiten mehr mit den lokalen und kulturellen Eigenarten dieser aventurischen Region. Hier wurde gute recherchiert. Stimmige Ortsbeschreibungen und regionaler Spleen lassen für den Leser ein schönes Bild der Stadt Khunchom entstehen und sorgen für eine gute Kulisse, vor der die Charaktere überzeugen können.

Die zwei Handlungsstränge des Romans sind an einigen Stellen verwirrend und unterbrechen den Spannungsbogen leider mehr als einmal. Auch einige der Pointen wirken ein bisschen aufgesetzt, aber Humor ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Als "Roman Noir" ist Khunchomer Pfeffer ein gelungener und ungewöhnlicher Roman in der DSA-Reihe und der Untertitel 'Schattenflüstern' lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirklich guter und überzeugender Roman, 14. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Schattenflüstern (Das Schwarze Auge, Band 104) (Broschiert)
"Khunchomer Pfeffer" ist ein fantastischer Roman in der Welt des Rollenspiels "Das Schwarze Auge". Ungewohnt ist der Schauplatz, da meist eher die mittelreichischen Regionen in Romanen verewigt werden, da hier auch die meisten Abenteuer stattfinden. Vielleicht ist dies aber auch der Grund, weshalb diese Geschichte so interessant und lesenswert ist. Den beiden Autoren ist es gelungen, fernab vom Hobby des Rollenspiels eine gut erzählte und spannende Geschichte vor dem Leser auszubreiten, deren Qualität man in dieser Reihe oft vermissen muss.

Die Hauptcharaktere sind gut skizziert, so dass man sie schnell vor Augen hat. Ihre Handlungen sind glaubhaft und vermitteln gemeinsam mit den Beschreibungen der Umgebung ein lebhaftes Bild vom Schauplatz des Geschehens. Der Leser fühlt sich wirklich hineinversetzt in das Land der Ersten Sonne und bekommt ein Gefühl für dessen einzigartiges Flair. Gleichzeitig erlebt er eine geschickt gesponnene Kriminalgeschichte, die man gespannt weiter liest, da es immer neue Wendungen gibt.

Selbst diejenigen, die dem Lesen von DSA-Romanen abgeschworen haben, könnten mit dieser Geschichte wieder bekehrt werden. Eevie Demirtel und Marco Findeisen haben hier einen wirklich guten und überzeugenden Roman vorgelegt, der darauf hoffen lässt, dass sie auch ein weiteres Mal zum Stift greifen und die Aventurische Welt zum Leben erwecken.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindeutig Khunchomer Pfeffer! Ich musste vor Lachen fast weinen!, 1. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schattenflüstern (Das Schwarze Auge, Band 104) (Broschiert)
Als ein richtiges Ü-Ei unter den DSA-Romanen, mit Spiel, Spaß und Spannung, wusste es mich sofort für sich einzunehmen.

Das erste Drittel des Buches ist so gefüllt mit guten Dialogen und Situationen, dass ich es gleich noch einmal gelesen habe, Story hin oder her. Und auch danach nimmt die Dialogqualität nicht ab, und allein der Freude am Lesen halber lohnt es sich diesen Roman zu kaufen, und dabei bekommt man auch noch obendrauf einen guten Krimi dazugepackt.

Die Stadt ist detailreich und liebevoll gestaltet, sämtliche Personen im Roman sind von Leben erfüllt, und wirken echt, selbst wenn es nur ein junger Rauschkrauthändler auf der Flucht vor der Garde ist, oder ein Strassenjunge im Maraskanerviertel. Die Protagonisten erleben ein regelrechtes Abenteuer, dass auch den Leser zu begeistern weiß, von Tavernenbesuchen bis hin zum Gebet im Phex-Tempel, und dem obligatorischen Feilschen auf den Straßen Khunchoms vermag man am vielfarbigen Leben der Handelsstadt im Mhanadidelta Teil zu haben.

Aber alle Worte vermögen auch nicht zu beschreiben wie es ist, wenn man zum ersten Mal Khunchomer Pfeffer probiert. Ich wurde auf den Geschmack gebracht, und wünsche das vielen anderen auch. Guten Appetit beim Verschlingen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Netter Krimi in Aventurien mit vielen lustigen Elementen., 20. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Schattenflüstern (Das Schwarze Auge, Band 104) (Broschiert)
Mit dem 104. Roman aus der Welt des Schwarzen Auges debütiert das junge Autorenduo Eevie Demirtel und Marco Findeisen. Mit einer Mischung aus Krimi, Diebestouren und einer Hand voll Exotik entführen sie den Leser in die südliche Stadt Khunchom, die Kennern des aventurischen Kontinents bestens bekannt sein dürfte. Aber auch DSA-Neulingen können über den Roman einen passenden Einstieg in diese Welt erleben.

Khunchom ist die bunte, die schillernde Hafenstadt des Wüstenvolkes im Südosten Aventuriens. Der Handel zu See und über Land blüht und gedeiht und verschafft ihren Bewohnern ein gutes Auskommen unter der Hitze der Sonne. Kein Wunder, dass man bei diesen Temperaturen nicht ständig zum Schwitzen kommen will, was sich auch Kasim ben Gaftar denkt, der in der Garde der Stadt für Recht und Ordnung sorgt. Zumindest ist es ihm zur allzu recht, wenn bei dem Dienst ein ordentliches Bakshish (Almosen, Gabe, Gefälligkeit ' in der Mentalität des Wüstenvolkes durchaus auch als legitimes 'Schmiergeld' zu verstehen) herausspringt. Wie unpassend, dass gerade ein Mord in der Gaststätte seines Onkels ihn zu einer Zusammenarbeit mit dem steten Unruhestifter der Garde, Deniz ibn Seyshaban, zwingt. Dieser ist bekannt dafür nicht nur dem, unter Ein-Gott-Gläubigen verpönten, Al'Kohol zu zusprechen, sondern auch sehr eigene Ermittlungsmethoden zu wählen und dabei nicht immer das Wohlwollen des Hauptmanns der Garde zu ernten. Die Aufgabe wird durch den Umstand erschwert, dass Khunchom ein Siedepunk vieler Kulturen ist und die ohnehin schwachen Indizien und Hinweise in dem Mordfall in das Viertel der Maraskaner führt. Die seltsamen Emigranten der Insel Maraskan, die im Volksmund als tückisch, giftig und schlechthin lebensfeindlich bezeichnet wird, haben es auch auf dem Festland gelernt ihre fremdartigen Bräuche zu pflegen.

All das und die Tatsache, dass das Mordopfer lediglich ein nicht bekannter Reisender war, stellen Kasim und Deniz bald vor arge Probleme. Auch untereinander merken beide schnell, dass sie vollkommen andere Ansichten haben Das Gespann droht zu zerbrechen. Der Ruf von Kasims Onkel und seiner Gaststätte steht auf dem Spiel, als dann doch noch ein Verdächtiger auftaucht. Ein Herumtreiber aus Almada, dem Herzen des Kaiserreiches Gareth, namens Federigo Madanaldo Sforigan. Damit wäre für Kasim eigentlich alles schon erledigt. Beweise sind etwas, das man mit Bakshish erledigt, oder dem Willen seines Gottes Rastullah überlässt. Sein Kollege Deniz dagegen will die Wahrheit wissen, als mitten in den Ermittlungen die exotische und wunderschöne Tänzerin Leila auftaucht.

Federigo muss mit fremder Hilfe beweisen, dass er selbst nicht der Mörder ist und versucht die Fäden selbst zu entwirren. Hierbei gerät er auf die Fährte eines uralten und unglaublich mächtigen Artefakts, das nicht nur dunkle Magier, sondern auch einen gut rasierten Maraskaner zu seinen Gegnern macht.

Die Schicksale, das Kismet oder Karma der Personen verwebt sich zu einem Teppich, wie er nur in Khunchom geknüpft werden kann. Die Fragen nach dem Mord, dem Mörder und schließlich auch dem Warum, sowie der alles antreibenden Kraft im Hintergrund stellen sich bis zum Schluss und warten dort auf ihre Auflösung.

Der Roman ist broschiert in einer Paperbackausgabe erschienen und kann ein stimmungsvolles Bild einer orientalischen Verschleierten auf einem Markt vorweisen. Neben Informationen über die Autoren, enthält das Buch das mittlerweile für DSA-Publikationen obligatorische Glossar. Dies ist besonders für Neulinge in der Welt des Schwarzen Auges auch dringend von Nöten, da oft einschlägige Begriffe aus Aventurien genutzt, hier aber erklärt, werden. Ein Anhang mit der Dramatis Personae, wie sie ansonsten gerne bei DSA-Romanen angeführt wird, ist nicht vorhanden. Sie ist aber auch nicht nötig, aufgrund der übersichtlichen Anzahl an Charakteren.

Das Autorenduo setzte mit der Handlung kurz nach dem Tod des unbekannten Handlungsreisenden an und lässt den Leser auf gleichem Wissensstand, wie die Protagonisten Deniz und Kasim. Später erhält man Einsicht in das Streben, des zu Unrecht beschuldigten, Federigos und beginnt schon mal zu rätseln, was wirklich hinter dem scheinbar unbedeutenden Mord zu stecken vermag.

Zunächst sehr irritierend sind die kurzen Einführungen eines jeden Kapitels, welche sich im späteren Verlauf als Einblicke in die Handlungen der Gegner unserer Protagonisten erweisen. Jene Figuren sind zu Beginn der Geschichte nicht besonders sympathisch, auf ganz unterschiedliche Arten. Das ändert sich allerdings mit dem Lauf der Geschichte. Zu keinem Zeitpunkt sind sie dem Leser egal. Die Autoren verstanden es anhaltend Gefühle und Gefühlsregungen zu oder gegen die Figuren beim Leser entstehen zu lassen. Dies trifft auch auf Frederigo zu.

Der Handlungsstrang dagegen kommt nur mühsam in Fahrt und die Spannung stellt sich erst ab dem zweiten Drittel des Buches ein. Der Mord an sich ist zwar der Aufhänger der Geschichte, aber da die Bindung zum Opfer für den Leser fehlt, reicht er alleine nicht aus um an das Buch zu fesseln. Spannender wird es aber doch noch und auch zunehmend rasanter. Sehr eindrucksvoll werden actionreiche Szenen, darunter Verfolgungsjagden mit mehreren Beteiligten und Zweikämpfe vermittelt. Die detailreichen Beschreibungen lassen einen hierbei selbst außer Atem kommen bzw. die erlittene Wunde nachfühlen. Hier zeigt sich die Verliebtheit der Erzählweise der beiden Autoren, die selbst auch Rollenspieler sind.

Die Auflösung der Geschichte erscheint zum Teil etwas konstruiert, als ob die Autoren sich von einem Kapitel zum nächsten geschrieben hätten, ohne das Ende im Detail vorgeplant zu haben. Das ist schade, da man mittlerweile mit den Protagonisten mit gefiebert und um sie gebangt hat und dann doch nicht erleben darf, wie sie sich selbst im Finale aus den Intrigen und von allen Bedrohungen befreien. Dem Ende haftet so das Manko einer Deus ex Machina an, welches bestimmt auch hätte anders gelöst werden können.

Die Sprache und die Dialoge des Romans sind durchdrungen von Phrasen, welche die Sprache der Novadis, also dem Nomadenvolk aus der Wüste, nachempfinden soll. Erfindungsreich werden hier Verwandtschaftsbande zu Worten und dem Adressaten gezogen, sei es der Bruder der Ungläubigkeit, die Mutter der Unvernunft oder der Onkel der Sturheit. Anfangs noch erheiternd, verliert dieser sprachlich, ständig wiederkehrende Baustein fortwährend an Einfallsreichtum und überschreitet irgendwann die Grenze, ab der es zu nerven beginnt. Man könnte auch sagen, die blumigen Vergleiche welken von einer prächtig blühenden Orchidee zu einem verdorrten Veilchen.

Fazit:

Khunchomer Pfeffer ist ein gelungenes Erstlingswerk und von Rollenspielern für Rollenspieler geschrieben worden. Besonders in Szenen mit gedrungener Handlung verstehen es die Autoren den Leser den Überblick behalten zu lassen und ihn zu fesseln. Die Stadt Kunchom stellen sie erfolgreich als Schmelztiegel der Völker dar und lassen den Leser in die verschiedenen Kulturen und Mentalitäten eintauchen. Die Handlung birgt nichts, was nicht schon mal dagewesen wäre, aber sie bietet den Rahmen für einen guten Roman, der hin und wieder leider nur mäßig spannend ist. Dennoch ist er zu empfehlen und lässt auf mehr von den Autoren hoffen. Der Untertitel 'Schattenflüstern' lässt den geneigten Leser vielleicht auch schon eine Fortsetzung der Geschicke von dem eigenwilligen Deniz und seinem gemütlichen Partner Kasim erwarten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und witzig geschrieben, 16. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Schattenflüstern (Das Schwarze Auge, Band 104) (Broschiert)
Deniz ibn Seyshaban, Stadtgardist in Khunchom, wird bei einer kniffeligen Angelegenheit zu Hilfe geholt. Kasim ben Gaftar, ebenfalls Stadtgardist, hat in der Taverne seines Onkels Mezzek eine Leiche entdeckt. Es gilt herauszufinden, ob der Gast der Taverne eines natürlichen Todes gestorben ist oder ob es sich um einen Mordfall handelt.
Das Buch ist sehr spannend und unterhaltsam. Die Dialoge sind sehr witzig.
Es ist egal, ob man Aventurien bereits kennt oder zum ersten Mal etwas über "Das Schwarze Auge" liest.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Khunchom ist nicht Al'Anfa..., 2. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Schattenflüstern (Das Schwarze Auge, Band 104) (Broschiert)
Khunchomer Pfeffer - Schattenflüstern...

Um diesen Roman zu beschrieben, sollte man ihn am Besten teilen:

Aventurisch gesehen ist das Buch top, denn die Gepflogenheiten der Tulamiden und die Stadt Khunchom an sich werden sehr gut dargestellt. Leider ist die Gesellschaft nicht so gut widergegeben worden, denn alles soll über Bestechung ablaufen - eine Unsitte, die ich in dieser Art eher Al'Anfa zugeschrieben hätte (als Vorbereitung auf ein Abenteuer in Khunchom ist es dennoch uneingeschränkt empfehlenswert).

Von den Charakteren her finde ich, dass Federigo den beiden Gardisten die Schau stiehlt, da er viel charismatischer ist (und ich hoffe, er kommt im zweiten Teil auch noch vor). Dann kommt der stolze Familienvater Kasim, der immer sehr blumige Worte findet und das Schlusslicht bildet der trinkende Choleriker Deniz, der insgesamt sehr schlecht davonkommt und in meinen Augen weder Held (hm, naja, vielleicht nach dem aktuellen Regelwerk) noch Antiheld darstellt. Hoffentlich entscheidet sich das im nächsten Band.

Erzählerisch betrachtet merkt man, dass es sich hier um das Erstlingswerk zweier Autoren handelt. Es finden sich viele Szenen, die an Sherlock Holmes, James Bond oder Jumanji angelehnt sind und das Buch damit ein wenig schwächer machen, da man das Gefühl hat, das alles schon zu kennen.

Alles in allem ein nettes Buch, das mit einem erfreulich un-fulminanten Ende aufwartet und dadurch an Authentizität gewinnt. Die Auflösung ist dadurch vielleicht etwas zu einfach, aber wegen dem damit verbundenen Realismus erhält das Buch von mir vier statt drei Punkte. Der zweite Teil ist übrigens schon bestellt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erstlingswerk mit echten Höhepunkten, aber am Ende noch sehr Steigerungsfähig, 19. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schattenflüstern (Das Schwarze Auge, Band 104) (Broschiert)
Wie einigen meiner Vorrezensenten haben mir besonders die Charaktere gefallen. Die Charakterzeichnung der Tulamiden und Novadis im Roman ist richtig gut. Auch die Eigenheiten der novadischen und tulamidischen Mentalität werden einmalig dargestellt. Die blumige Sprache der Charaktere hat mich auf den ersten Seiten noch etwas gestört, dann aber nahm sie mich gefangen. Auch die Beziehungsverhältnisse zwischen den einzelnen Figuren wird sehr lebensnah und immer auch mit einer gehörigen Portion Ironie dargestellt. Da kommt Atmosphäre auf. Auch das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren, des Novadis Kasim und des tulamidischen Zynikers Deniz ist wunderbar gelungen.

Die Figuren und die Darstellung der tulamidischen/novadischen Mentalität sind auch die Stärke des Romans. Das baut Atmosphäre auf und macht einfach Spaß zum lesen. Die Romanhandlung wird darin intelligent eingeflochten. Das ist richtig gut gemacht und macht die Romanhandlung nachvollziehbar und glaubhaft. In sofern wunderbar gelungen.

Allerdings hat der Roman auch Schwächen. Die Beginnen am Ende des Buches auf den letzten 50 bis 100 Seiten. Es kommt keine echte Spannung mehr auf. Die Handlung macht viele abrupte Sprünge, die meiner Meinung nach nicht immer zu 100 Prozent nachvollziehbar sind. Auch das Verhalten einzelner Figuren kam mir irgendwie willkürlich und nicht mehr wirklich motiviert vor. Man erhält als Leser das Gefühl, dass die beiden Autoren keine Zeit oder auch keinen Platz mehr hatten, um die letzten Szenen mit der gleichen Gründlichkeit und Liebe auszuarbeit, wie den Rest des Buches. Alles wirkt irgendwie unfertig, die Szenen haben keine wirklichen Übergänge, sie haben meiner Meinungen nach ein paar inhaltliche Unstimmigkeiten und wirken lieblos aneinandergereiht. Das hat mich beim Lesen etwas unbefriedigt zurückgelassen. Und es ist schade, weil es meinen positiven Gesamteindruck schmälert. Deshalb gibt es von mir auch nur 3 Sterne (eigentlich würde ich 3,5 geben. Aber das geht nicht).

Mein Fazit: Es ist das Erstlingswerk der beiden Autoren Eevie Demirtel und Marco Findeisen. Das merkt man dem Buch am Ende auch an. Es hat viele richtig gute Stellen und die Ausarbeitung der Charaktäre sowie die Darstellung der novadischen und tulamidischen Mentalität ist Spitze, aber am Ende geht von der Atmosphäre leider zu viel verloren. Warten wir ab, wie sich die beiden Autoren entwickeln. Ich bin gespannt auf das nächste Buch der beiden. Kunchomer Pfeffer 2 soll ja noch dieses Jahr herauskommen. Ich werde mir es auf jeden Fall kaufen.
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Schattenflüstern (Das Schwarze Auge, Band 104)
Schattenflüstern (Das Schwarze Auge, Band 104) von Marco Findeisen (Broschiert - Dezember 2008)
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