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4.0 von 5 Sternen
Gelungenes Erstlingswerk, 8. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Nachtrichter: DSA Roman 118 (Broschiert)
"Nachtrichter" ist der 118. Band der DSA-Romanreihe und stammt aus der Feder von Dorothea Bergermann, die sich in Rollenspielerkreisen bislang durch die Kurzgeschichte "Fuchs und Greif" und den lesenswerten Artikel "Bogen, Sehne und Pfeil" (beide 2004 auf alveran.org veröffentlicht) einen Namen gemacht hat. Als Erstlingswerk ist "Nachtrichter" eine durchaus beachtliche Leistung. Der Roman besticht durch exzellente Charakterzeichnung und eine lebhafte Schilderung des aventurischen Städtelebens. Die beiden Hauptcharaktere Adara noch Faizal sind weder typische Helden noch die derzeit beliebten Anti-Helden, sondern Charaktere mit Stärken und Schwächen, in denen sich die verschiedenen Aspekte ihres Gottes Phex widerspiegeln. Überhaupt weiß der Roman durch seine Beschreibung der aventurischen Götterdiener und -kulte zu überzeugen. Gerade der Mystik-Aspekt des Phex-Glaubens wird hier zum ersten Mal in einem DSA-Roman derart stark thematisiert, was eine willkommene Abwechslung zu dem langweiligen phexschen Taschendiebstahl darstellt. Immerhin umfasst der Begriff des "Nachtrichters" einige radikalere Aspekte des aventurischen Diebesgottes, was im Übrigen die Darstellung des Mungos auf dem Cover im Gegensatz zu dem bei Phex üblichen Fuchs erklärt. Auch das Leben in einem Tempel samt Götterdienst, Andachten und Meditationen wird als fester Bestandteil gut in die Geschichte eingebunden. Ein weiterer positiver Aspekt an "Nachtrichter" ist, dass man dem Roman anmerkt, wie viel Recherche in ihn eingeflossen ist. Vor allem die alchimistischen Untersuchungen, die Adara vornimmt, sind präzise geschildert, aber dennoch gut in einen aventurischen Kontext übertragen. Auch die Darstellung des Stadtlebens weiß zu überzeugen, angefangen von den Rundgängen der Nachtwächter bis hin zu Details wie dem Prüfstein zur Geldkontrolle. Da sich dieser Roman mit den Dienern des Gottes Phex befasst, wäre es verwerflich, nicht auch auf die Schattenseiten zu sprechen zu kommen. So schildert "Nachtrichter" zwar anschaulich das Leben in einer typischen mittelreichischen Stadt, jedoch vermisst man das Lokalkolorit. Kyndoch wirkt stellenweise wie eine Allerweltsstadt, die keinerlei regionale Besonderheiten wie Dialekt, Kleidung oder Sehenswürdigkeiten bereithält. Zur Ehrenrettung der Autorin sei gesagt, dass Kyndoch auch in den entsprechenden Regionalspielhilfen zu "Das Schwarze Auge" relativ farblos daherkommt. Dorothea Bergermann hat mit "Nachtrichter" eine für einen Erstlingsroman beachtliche Leistung vorgelegt, die Appetit auf mehr macht. Die Charaktere sind gut geschrieben und wirken in sich schlüssig. Auch die vielen kleinen Details wie alchemistische Untersuchungen und das mittelalterliche Stadtleben wirken gut recherchiert und fügen sich nahtlos in die Geschichte ein. Für einen potenziellen Folgeroman sollte sich die Autorin allerdings eine aventurische Stadt oder einen Landstrich aussuchen, der etwas mehr Lokalkolorit aufweist, um die Szenerie nicht zu generisch wirken zu lassen. Abgesehen davon handelt es sich bei "Nachtrichter" aber um einen unterhaltsamen DSA-Roman, der zweifelsohne zu den besseren der Reihe gezählt werden kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für alle Freunde und Anhänger des Listenreichen, 1. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Nachtrichter: DSA Roman 118 (Broschiert)
Dorothea Bergermann hat mit Nachtrichter einen wirklich tollen Roman geschrieben. Da ich selber sehr gerne Phexgeweihte spiele kann ich mich mit der Rolle der Protagonistin sehr gut identifizieren. Die Autorin hat hier im Vorfeld sehr gut recherchiert und sich eng an die Vorlage gehalten. (Siehe auch AV Bote 135) Meiner Meinung nach kommt in dem Buch die Rolle der Phexkirche sehr gut rüber, da die Phexgeweihten hier mal nicht nur als geldgierige Diebe dargestellt werden, sondern als Priester der Zwölfe die auch im Sinne der zwölfgöttlichen Gemeinschaft eintreten. Das Buch ist sehr spannend, stimmungsvoll und auch lustig geschrieben (die Situationen zwischen Adara und dem Grauling Ragnar sind wirklich köstlich). Habe das Buch wirklich mit großer Freude gelesen und freue mich nun bereits auf den nächsten Teil Tagrichter, der dieses Jahr rauskommen wird.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht vom Titelbild abschrecken lassen!, 3. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Nachtrichter: DSA Roman 118 (Broschiert)
Ich bin normalerweise zwar begeisterter Rollenspieler (auch im DSA-Universum), aber nicht unbedingt ein Fan von DSA-Romanen, weshalb dieser hier eher zufällig in meine Hände fiel. Meine anfängliche Skepsis wurde aber sehr schnell zerstreut. Dieses Buch ist sehr spannend und unterhaltsam zu lesen, mit lebendigen Hauptcharakteren, die mal zur Abwechslung nicht archetypische Strahlemänner (bzw. -frauen) sind, aber dem Leser dennoch ans Herz wachsen. Hoffe auf mehr von derselben Autorin.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Phexgeweihte Priester vs. Paktiererzirkel, 6. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Nachtrichter: DSA Roman 118 (Broschiert)
Der Titel scheint doppelt gemoppelt aber er ist es doch eigentlich nicht. Phexgeweihte werden gerne als Kharmagepuschte Diebe dargestellt, in diesem Roman jedoch hat man es wohl mit den eher öffentlichen Teil der Phexkirche zu tun, so öffentlich wie eben die Geweihten eines Gottes sein dürfen der Heimlichkeit zu seinen Prinzipien zählt. Dorothea Bergmann wirft den Leser sofort ins geschehen, kein langes Herumgeiere oder ewig lange Setting-Beschreibungen, sofort werden Haupt- und erste Nebenfiguren in Stellung gebracht auch den ersten Hinweis auf den Bösewicht gibt es zügig. Damit der Roman trotzdem spannend wird gibt es noch einen ganzen Zirkel von Unterstützern und ein Unheiligtum das aufgespürt werden will ddas macht es nicht einfach den Bösewicht direkt an zu gehen, was nebenbei auch nicht ganz phexisch wäre. Die Handlung ist schön schnell und auch sehr gut auf die Länge des Buches abgestimmt. Das phexische Augenzwinkern fehlt auch nicht die beiden Haupfiguren sehen das Leben offensichtlich als Spiel, als Spiel mit sehr hohen Einsätzen bis hin zur eigenen Seele aber doch als Spiel. Die Figuren sind mit sehr viel Liebe gestaltet. Nur fällt etwas negativ auf das Adara und Feisal extrem stark dargestellt werden, Adara ist eine extrem geschickte Einbrecherin und Schloßknackerin, dazu eine sehr gute Stabkämpferin, eine wirklich kompetente Geweihte und exzellente Seelsorgerin. Feisal kann exzellent Schmieden, Kochen und so weiter, und natürlich ist er ein hochkompetenter Magier(wenigstens kann er keinen Balsam). Ein paar mehr Schwächen währen wirklich gut gewesen. Die Randfiguren dagegen sind weitaus normaler. Ragnar ist etwas tolpatschig aber doch liebenswert auch wenn er hin und wieder nur dazu da scheint Feisal und Adara an zu Himmeln(was aber durchaus logisch im Roman erklärt wird), die Händlerin kommt ebenfalls gut rüber ebenso die Weißmagierin aus Rommilys. Was mir extrem negativ auffällt, ist das die Autorin dem Leser alles mögliche mehrmals unter die Nase reibt, gut ein provinzieller Traviageweihter aus der Provinz ist provinziell(Überraschung!) bei den Weißmagiern gibt es schwarze Schafe, Drogen vernebeln einem das Gehirn(Oh mein Gott was für eine Sensationelle Neuigkeit), das kapiere ich zumindest schon beim ersten mal. Das gäbe eigentlich Punktabzug, aber wenn ich mir andere Rezensionen und Kommentare auch in DSA-Foren so ansehe scheint der durchschnittliche Leser es wohl beim ersten mal nicht zu verstehen.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Soll ich das Buch kaufen? Phex verspricht einen guten Handel, 6. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Nachtrichter: DSA Roman 118 (Broschiert)
Der Roman Nachtrichter ist ein gelungenes Werk eines DSA-Romans. Er weiß inneraventurisch durch Stimmigkeit seiner Charaktere, Handlungen und Umgebung zu trumpfen, und ist diesbezüglich sicher für Interessierte zu empfehlen. Insbesondere die Ausgestaltung des tulamidisch angehauchten Feqz-Kultes statt der üblich mittelreichischen Phex-Kirche ist auch für Freunde des Lands der Ersten Sonne einen Blick wert. Man sieht hier wohlabgerundete Charaktere, deren Streben und Lernen man miterleben kann, und wie sie sich in ihrem Abenteuer verhalten. Hier ist insbesondere der Grauling sehr schön dargestellt. Was die Kriterien eines Romans selbst angehen ist er etwas weniger bestechend, so ist zwar die Handlung sehr spannend bis zum Schluss und auch nicht unlogisch oder unnatürlich, aber einige der Seitenstränge die ins Hauptgeflecht führen waren nicht ganz greifbar. Darunter die Rolle der Weißmagierin die auftaucht und dem Fasarer Faisal Probleme bereitet, denn was genau sie antrieb und was mit ihr geschehen ist blieb mir viel zu unklar und hinterließ ein bisschen Enttäuschung. Es ist mehr ein Fehlen von einigen nicht beschriebenen Geschehen, wie dasjenige der Händlerin und der zwei Banden, als das was beschrieben wird, was dem Buch fehlt. Der Haupthandlung tut dies zwar keinen Abbruch, und nimmt auch nichts von der Spannung, man verliert aber etwas an Nähe zum Buch und braucht wieder ein klein wenig Zeit um geistig wieder eintauchen zu können. Verwirrend sind hin und wieder die Verwendung von Gesellen und Meistertiteln, wobei man dies nicht der Autorin anlasten sollte, denn hier hielt sie sich im Gegensatz zu anderen an die inneraventurische Setzung und hatte kaum Spielraum es anders zu gestalten. Der Anfang ist meines Erachtens nach einfach großartig, werden doch hier in einer beinahe alltäglich anmutenden Marktszene eine Umgebung geschaffen, Akteure aufgestellt und eine Stadt beschrieben, welche das ganze Buch sofort in eine lebendige Atmosphäre rückt. Es bedarf keiner langen Einleitungen, Geschichtsabrisse oder ähnlichem, sondern stürzt sich direkt ins Geschehen. Es gibt viel "Action", schöne Einfälle der Akteure und das absolut nachvollziehbare Handeln des Graulings, der jetzt einfach mal etwas machen möchte. Die Mitte des Buches zeigt schön die Fähigkeiten Adaras bei einer alchimistischen Analyse und dem Alchimisten dessen Labor sie benutzen darf, wirklich sehr schöne Szenen. Das Ende ist phexisch, funktioniert rein aus der bisherigen Handlung heraus und ist mit einigem an Spannung geladen, kann doch selbst eine der Befreiten sich durch Versuchung gegen ihre Befreier wenden. Aber mehr sei nicht verraten. Alles in allem ist das Buch für Freunde Phexens ein wirklich guter Handel. Wer große rondragefällige Kämpfe oder die wilde Fährnisse der Natur erleben möchte wird hier zu nichts kommen. Aber wer gerne das Leben in einer Kleinstadt, einer Diebesbande oder das aventurische Leben unter dem Mantel der Nacht ersehnt, wird mit Nachtrichter sehr viel Freude haben. Daher 4 Sterne, da keiner der angeführten Makel so schwer wiegt dass er das Buch als ganzes und all die Lesefreude abwerten würde. Viel Spaß beim Lesen!
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5.0 von 5 Sternen
Mein erster DSA Roman, 31. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Nachtrichter: DSA Roman 118 (Broschiert)
Da ich seid kurzen Dsa in einer Pen and Paper Gruppe spiele, dachte ich mir "hey kaufe ich mir mal den ein oder anderen Roman, um mich in dieser Spielwelt besser einfinden zu können" gedacht getan, Freitag kam das grandiöse Stück an. Sonntags bereit durchgelesen gehabt, bestellte ich mir sofort den 2. Teil "Tagrichter" so begeistern war ich von diesen Buch. Es ist durchweg spannend gehalten, und die Charaktere, besonders die 3 Haupt-Protogonisten sind sehr gelungen wie ich finde und tiefgründiger als man anfangs vielleicht denkt. Man schließt alle 3 sehr schnell ins Herz. Ich kann kaum abwarten bis "Tagrichter" bei mir eintrifft, damit ich wieder voll und ganz in der Aventurischen Welt versinken kann. 5*
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Spannendes Buch mit glänzenden Charakteren, 28. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Nachtrichter: DSA Roman 118 (Broschiert)
In diesem Buch werden die Charaktere hervorragend gezeichnet. Man fiebert mit Ihnen mit und kann es kaum abwarten, wie sich alles am Ende fügen wird. Man erhält viele Einblicke in das einfachere Leben der Bewohner Deres und kann auch einmal mehr zu den Hintergründen des Phex-Kultes, bzw. derem Alltag erfahren. Es handelt sich um einen sehr gelungenen Roman, der gute Unterhaltung bietet und ein echtes Lesefieber bewirken kann. Man bekommt direkt wieder Lust auf DSA Romane.
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