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Kundenrezensionen

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am 23. November 2012
Sicherlich kann man Hamilton vorwerfen, dass er sich zu dem Buch erst entschlossen hat, als es keinen Ausweg mehr gab.
Wenn man aber das gesamte Umfeld im Radsport kennt und den Druck sieht, den Armstrong auf alle ausübt, die mit ihm gefahren sind, muss man ihm die Offenheit hoch anrechnen.
Vielleicht ist eine Offenheit in dieser Form auch nur von einem Athleten zu erwarten, der aus den USA, bzw. nicht aus Europa kommt und seine Zukunft nicht ausschließlich im Radsport sieht.
Die Amerikaner sind vermutlich eher bereit, solche Veröffentlichungen zu verzeihen, da der Radsport in den USA auch keine Tradition hat und man eine andere Kultur in Bezug auf den Radsport hat.
Ich finde seine Offenheit jedenfalls erfrischend und bin froh, dass mal jemand alle Fakten auf den Tisch bringt.
Dass Doping im Radsport Tradition hat, war jedem halbwegs interessierten eigentlich klar und wenn man die Geschichte des Radsports kennt weiß man, dass man die Fahrer nicht ausschließlich als Täter sehen darf.
Wenn man aber als Zuschauer auch noch pausenlos aufs lächerlichste mit fadenscheinigen Begründungen belogen wird, ist das auf Dauer einfach nicht akzeptabel.
Dass bei vielen Fahrern als Reaktion auf das Buch die alten Reflexe greifen ist da nicht verwunderlich.
Das Buch liest sich jedenfalls spannend und kurzweilig. Vor allem, wenn man die Zeit, in der Hamilton aktiv war mitverfolgt hat.
Auch wer bisher gedacht hat, dass das Doping ja eigentlich nichts ändert, da ja alle gedopt waren und deshalb trotzdem der stärkste gewonnen hat, wird sicherlich nach Kenntnis des Systems Armstrong eines besseren belehrt.
Lesen!!!
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am 23. September 2013
Tolles, spannendes Buch, besser als so mancher Thriller. Hamilton schreibt sehr ausführlich und ehrlich über die Machenschaften im Radsport.
Vor allem von Lance Armstrong bekommt man ein ganz anderes Bild. Der Buchtitel "Die Radsportmafia" trifft den Nagel auf den Kopf und Armstrong ist der Pate in einem System von Geldmachern und Kriminellen.
Was ich gut finde ist, das Tyler Hamilton die Schuld in erster Linie bei sich sucht und nicht mit dem Finger auf andere zeigt. Hamilton beschreibt auch das der Radfahrer das kleinste Rad im Getriebe ist und die Sportler gar nicht anders können als zu dopen. Am Ende können einem die Radprofis schon irgendwie leid tun. Denn sie werden ausgenutzt und erpresst.
Ich kann jedem der sich für Radsport interessiert dieses Buch nur empfehlen.
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am 24. August 2013
Ein wirklich tolles, flüssig geschriebenes Buch (man verschlingt es förmlich), das einem einen anderen Einblick in der Profi Radrennsport gibt! Das sind demnach nicht einzelne schwarze Schafe - sondern das ist organisiert. Man kann da scheinbar nicht vorbei wenn man vorne mitfahren will.
Einfach lesenswert - gerade dann wenn man so wie ich die beschrieben Jahre am Fernsehr gehangen hat und die Szenen, die Tyler beschreibt im geistigen Augo vor sich sieht.
Auch interessant wenn man Armstrongs Buch auch schon vorher gelesen hat.
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am 14. September 2013
...eins der besten Radsportbücher!! Tylers Ehrlichkeit und Offenheit kombiniert mit Daniel Coyles fesselndem Schreibstil - das lässt einen einfach nicht mehr los! Ich habe wirklich mit Tyler mitgefühlt und kann vieles ganz einfach nachvollziehen...allein der Satz "Vielfach glaubt man, Doping sei etwas für faule Säcke....aber es war genau umgekehrt. EPO gab einem die MÖglichkeit NOCH MEHR zu erdulden, sich weiter und härter voranzutreiben..." sagt im Grunde alles. Ich kann Doping nicht befürworten,keineswegs, aber es wäre mir auch nie eingefallen, die Profis deswegen rundweg zu verurteilen....nach diesem Buch schon gar nicht mehr!
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am 10. August 2014
Besser hätte man sich eine Geschichte nicht ausdenken können. Das Faszinierende ist, diese ist wahr und wir alle kennen die Protagonisten. Man kann sich nicht vorstellen, das man die Bilder der Tour im Fernsehen gesehen hat und dann solche Aktionen im Hintergrund abgelaufen sind. Man weiß nach dem Lesen des Buches wirklich mehr.
Daneben ist das Buch ein echter Motivationsschub für Amateure und Semi-Professionelle. Gerade weil es ist nicht als eines dieser typischen Motivationsbücher daher kommt sondern offen zeigt, was man als Athlet alles in Kauf nehmen muss, um ganz oben zu sein. Krass. Ich ziehe wiedermal den Hut vor den Radkämpfern.
Übrigens legt man es nicht mehr weg...richtet Euch drauf ein.
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am 24. Januar 2016
Was war das für ein Schock, damals kurz vor der Tour de France 2006, als kein geringerer als Jan Ullrich, mein damaliger Held auf 2 Rädern des Dopings überführt wurde. Er war bei weitem nicht der Einzige doch ich erinnere mich gut, dass seit diesem Tag meine scheinbar endlose Begeisterung für diesen Sport endgültig verflog. Es war durchaus mit dem Gefühl als Kind zu vergleichen, wenn man gesagt bekommt, es gäbe keinen Weihnachtsmann. Plötzlich war dieser gesamte Radsportzirkus mit all seinen charismatischen Hauptdarstellern (Lance, Ullrich, Beloki, Wino, Landis, Mayo...) kaum noch mehr ernst zu nehmen. Die Aberkennung der Siege von Landis und Armstrong, verbunden mit ihren schamlosen Lügen taten ihr Übriges dazu.

Obwohl ich Radsport seit Jahren nicht mehr verfolgte kaufte ich mir Tyler Hamiltons Buch, nicht zuletzt dank der durch die Bank positiven Kritiken. Auch, weil der Autor mir durch die Tour 2003 nach wie vor gut als der wahnsinnige Kämpfer in Erinnerung blieb, der trotz seines Schlüsselbeinbruchs eine Etappe gewann, 4. wurde und generell wie der sypathischere Counterpart zu Lance Armstrong wirkte.
Doch was der Mann da so alles beschreibt übertraf wirklich all meine Erwartungen (positiv wie negativ).

Hamilton lässt nichts aus: Sei es die bittere Erkenntnis an seinem Karrierebeginn, dass er sich ohne Doping wohl einen anderen Job suchen müsse, die mindestens psychotischen Charakterzüge von Lance Armstrong, alle denkbaren Tricks und Betrügereien, mit denen man die UCI und die Medien an der Nase herumführte und nicht zu vergessen die harte Landung auf dem Boden Tatsachen, nachdem Hamilton 2004 dann doch erwischt wurde. Dabei macht Hamilton zum Glück nicht den Fehler sich als Opfer eines Systems darzustellen, oder gar Andere dafür verantwortlich zu machen. Im Gegenteil, mit keinem Menschen geht er so hart ins Gericht, wie mit sich selbst. Und obwohl er offensichtlich üble Dinge getan hat (z.B. die "Believe Tyler"-Aktion, mit der er seine Fans ausnutzte um seien Gerichtsprozess zu finanzieren), wirkt er über weite Strecken absolut glaubwürdig und, ich hätte nicht gedacht, dass ich das sage: Sympatisch.

Auch das ist eine große Stärke des Buches: Es macht begreifbar, dass all diese Leute, die im Fernsehen entweder wie Superhelden oder kriminelle Lügner wirkten, auch nichts als normale Menschen sind. Es geht so weit, dass man irgendwann tatsächlich glaubt Hamilton, Armstrong, Landis, Hincapie und wie sie alle heißen persönlich zu kennen. Man darf Mäuschen dabei spielen, wenn Ferrari, oder Fuentes (die im Übrigen wie wahnsinnige Professoren rüberkommen), die berüchtigten Dopingärzte, mit Tyler über seine Epodosis reden, man ist hautnah dabei, wenn der Autor sein bitteres, aber befreiendes Dopinggeständnis vor seiner Familie abgibt.

Doch der interessanteste Aspekt dieses trägt nicht den Namen des Autors, sondern den von Lance Armstrong. Keine Frage, seine kalt berechnende, oftmals arrogante Art war schon zu Tourzeiten vielen ein Dorn im Auge, doch Hamilton bringt über diesen Mann Dinge zu Tage, die schlicht und ergreifend schockieren.
Beispiele gefällig?
-Rufmord an Menschen begehn, die ihn des Dopings bezichtigten? Check.
-Teamkollegen rausschmeißen, weil sie nicht dopen oder mehr verdienen wollten oder einfach zu gut wurden? Check.
-Konkurrenz an die UCI verpetzen? Check.
-Seine Krebsfoundation immer als Totschlagargument ausnutzen, wenn Dopingvorfürfe kamen? Check.
-Einen Passanten niederschlagen? Kaum zu glauben, aber: Check.
Das könnte ich jetzt sehr viel weiter fortführen.

Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen und micht nicht in meiner Wortwahl vergreifen, aber Lance Armstrong wirkt wie das personifizierte Böse. Das klingt übertrieben, aber mir fällt kein Sportler der Welt ein, der mit so einem überdimensionalen Ego für den eigenen Erfolg derart schamlos über Leichen gegangen ist. Doch auch in diesem Fall macht es sich Hamilton nicht so einfach mit dem Finger auf ihn zu zeigen, er spricht sich sogar gegen die Aberkennung seiner Toursiege aus. Er beschreibt ihn einfach und das reicht auch aus. Die Begegnung der Beiden gegen Ende, als Lance bereits mit allen verfügbaren Mitteln gegen die Vorwürfe ankämpfen musste gibt dem Ganzen sogar etwas dramatisches.

Aufgrund des reißerischen deutschen Titels hätte ich kaum geglaubt, dass mich diese Geschichte in diesem Maße fesseln könnte. Der gesamte Dopingirrsinn ist streckenweise so absurd, dass man sich zwischenzeitlich daran erinnern muss, dass all dieser Wahnsinn tatsächlich passiert ist. Abgedrehter hätte sich das hier auch kaum jemand ausdenken können. Tatsächlich wies der Radsport in der Zeit von ca. 1995-2006 nichts anderes als mafiöse Strukturen auf. Insofern ist der Titel überraschenderweise erstaunlich gut gewählt.
Fans werden diesen Sport nach Hamiltons Beichte mit völlig anderen Augen sehen und selbst Nicht-Radsportinteressierte könnten an dieser realen, aber spannenden Geschichte Gefallen finden.
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Da ich seit den Zeiten Miguel Indurains und Tony Romingers ein absoluter Fan dieses wundervollen Sports bin, viele Rennen live angeschaut habe und auch selber einige Zehntausend Kilometer auf dem Rennrad trainiert habe, war es nun endlich höchste Zeit, sich mit der Schattenseite dieses Sport und den endlosen Doping-Skandalen auch in Buchform einmal zu widmen. Ich bin Tyler Hamilton sehr dankbar für dieses interessante, erhellende aber auch zugleich zutiefst ernüchternde Buch. Hamilton gewährt einen ehrlichen, authentischen und schonungslosen Blick hinter die Kulissen, in der systematisches Doping gang und gäbe und letztlich ein offenes Geheimnis war.

Er schildert den Verlauf seiner Karriere von Anfang bis zum Ende. Besonders interessant fand ich die Schilderungen wie er als junger und ambitionierter Radfahrer zu den Rennen in Europa kommt und sehr schnell ziemlich wütend, frustriert und desillusioniert wird, weil er und sein Team nicht annähernd mithalten können. Langsam reift der Wunsch und die Entscheidung mittels Einnahme bestimmter Mittel, für ausgleichende „Gerechtigkeit“ zu sorgen. Offenkundig wird ein Fahrer, der zwar sehr ehrgeizig ist, aber der dennoch eine gewisse Zeit zögerte, bevor er sich entschloss das zu tun was praktisch alle anderen auch taten – systematisch dopen. Interessant ist, wie die Einnahme der Mittel damals verharmlost, bagatellisiert und zum Gegenstand von Witzen unter den Fahrern wird. Ebenso ist es sehr spannend zu lesen, wie sich die Einnahme und Wirkung der einzelnen Mittel subjektiv anfühlt und für welche Zwecke sie verwendet werden. Auch die Lügen und Rechtfertigungsstrategien, die sich Hamilton zurecht legte, sind sehr interessant und zeigen, dass er irgendwann wohl auch ein gewisses Maß an Selbsttäuschung verwirklicht hatte – auch wenn die Lüge im Inneren weiter bohrte.

Außerdem ist es sehr spannend, viel von den Interna des US Postal Teams zu erfahren und wie Armstrong mit eisernem Willen und einen unbändigen (krankhaften) Ehrgeiz das Ziel verfolgte, um jeden Preis ein siegfähiges Team auf die Beine zu stellen.

Ja, die Fahrer haben gelogen und gedopt und hätten jederzeit aussteigen können. Doch diese Erklärung greift mir zu kurz. Schuldig sind im Grunde – und das wird in dem Buch deutlich – Funktionäre, Teamleiter und Ärzte, die ein System und ein Umfeld geschaffen, zugelassen und sogar gefördert haben, dass von Lügen, Heuchelei und Doppelmoral nur so strotzt.

In jedem Fall ist dieses Buch eine mehr als interessante Lektüre, für jeden der diesen Sport liebt und wissen möchte, was hinter den Kulissen gelaufen ist. Sympathisch finde ich, dass Hamilton sehr offen und ehrlich alles anspricht, sich keine rührseligen Rechtfertigungen zurechtlegt und nicht versucht sich in die Opferrolle zu drängen. Er spricht offen über einen tollen Sport, seine Verfehlungen und über ein systematisches Doping-System, dass ihm letztlich zum Verhängnis wurde. Wäre jedoch auch zu wünschen, dass bei anderen Sportarten auch endlich noch genauer hingeschaut werden würde!
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am 21. März 2014
Tyler Hamilton, einst Epigone, sprich "Wasserträger" bei Lance Armstrong, hat sich in diesem Buch die gesamte rollende Branche vorgeknöpft und nennt sie "Radsport-Mafia" und meint damit gezielt Lance Armstrong, seinen strengen Dominator, einen kompromißlosen Conquistador des Radsports, ein Tyrann, der von den Fahrern im US-Postal-Team totale Unterwerfung forderte. Die Protagonisten des Weltradsports eliminierten mittlerweile Superstar Lance und hätten es am liebsten, würde die Welt den Texaner Armstrong völlig vergessen. Würde dies geschehen, stürbe damit auch die Erinnerung an die "goldenen Jahre" der Tour. Diese "goldenen Jahre", das ist exakt der Zeitraum zwischen 1999 und 2005. Es sind sieben Jahre, jene Jahre, in denen Lance Armstrong sieben Mal die Tour de France gewann - und zwar in Folge. Eine Ära, die sich nicht wiederholen wird. So einfach wird das nicht sein mit dem globalen Vergessen. Und die Erinnerung der Fans wird sich dagegen sträuben, Lance zur Nichtperson zu erklären. Auch mit der Schuldfrage ist das so eine Sache. War es Lance? Und auch Jan Ullrich? Wer so einfach die Schuldfrage klären will, braucht eine Menge heuchlerische Energie. Lance und Jan, ich nenne sie einmal die "Heroen der goldenen Jahre" agierten in einer Sportart, die schon von Anfang an das Dopingstigma trug. Die Tour zum Beispiel fuhr von Anfang an, also seit Beginn des 20. Jahrhunderts mit "Dynamit". Das hieß, Kokain für die Augenlider, Chloroform für das Zahnfleisch, Cognac im Kaffee und Arsen in der Trinkflasche. Verbotener Stoff, von dem jene, die ihn konsumierten, sich eine beflügelnde Wirkung erhofftten, daß er ihnen "Beine machte" und sie auch die steilsten Rampen hinaufschob. Alles, was Sprengkraft versprach erprobte die Branche, Heroin, Nitroglyzerin und Stoffe mit noch mehr Sprengkraft. Genaue Zahlen über die Konsumenten sind nicht bekannt, doch es kann wohl davon ausgegangen werden, daß schätzungsweise an die 98 Prozent der Tourfahrer von den wunderbaren Substanzen der Pharmazie mitnaschten. Und dies seit mehr als hundert Jahren. Man könnte den Radsport eine durch und durch vergiftete Sportart nennen. Und die Frage der persönlichen Schuld der Heroen trotzdem noch einmal überdenken.
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am 3. März 2013
Äußerst spannend und glaubwürdig. Man kann sich in der Tat in die Person Hamilton hineinversetzen. Die Versuchung ist immer und überall, - habe aus diesem Buch Brauchbares fürs Leben entnehmen können. Außerdem, "wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein".
Ein wirklich tolles Buch.
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am 8. Oktober 2013
Eigentlich hatte ich mir das Buch als kleine Bettlektüre hingelegt und hatte vor immer 2-3 Seiten vor dem Einschlafen zu lesen. ABER....schon nach wenigen Seiten kam ich nicht mehr davon los. Ich kann nur sagen.....es wurde eine lange Nacht.

Ich verfolge den Radsport seit Jahrzehnten und war schon immer der Meinung, dass man die Tour de France zwar ohne Doping fahren kann, aber eben nicht in dem Tempo wie das immer wieder vorgeführt wird. Ich persönlich war immer Armstrong-Fan und kann bis heute nicht verstehen, wieso man ihm seine 7 Toursiege aberkannt hat. Er hat gedopt....stimmt....aber es haben alle gedopt und somit war er damit für mich dann trotzdem am Ende wieder der Beste Athlet.
Doping hin oder her......letztlich möchte ich die Schlachten Armstrong-Ullrich-Pantani und wie sie alle hießen nicht missen. Dass trotz Dopings ein extrem hartes Training dazugehört und eben auch sehr viel Talent sich zu quälen.....das sollte uns allen klar sein.

Das Buch von Tyler Hamilton schaut schonungslos hinter die damaligen Kulissen und zeigt auch mir einige sehr unschöne Seiten Armstrongs wie er alles aber auch wirklich alles verwendet hat um sich und sein Team auf dieses eine Ziel zu kanalisieren.....eben die Toursiege. Aber trotzdem gibt ihm letztlich der Erfolg recht, auch wenn menschlich da kein schönes Bild gezeichnet wird. Wer nicht mitzog wurde aussortiert....auf die härteste Weise.
Hamilton erzählt nicht nur über seinen Aufstieg vom Durchschnittsfahrer der nie dopen wollte über das Engagement im Blue-Train von US-Postal bis zu seinen späteren Teams (unter anderem mit Bjärne Riies) und man erkennt schnell, dass letztlich überall die gleichen Süppchen gekocht wurden.

Besonders spannend fand ich die Beschreibungen, wie Dopingkontrollen ganz gezielt aus dem Weg gegangen werden konnte (kann ?) und wie er beschreibt wie man dopen konnte um dann zur Kontrolle trotzdem einen normalen Wert zu haben.

Weiter beschreibt Hamilton dann seinen persönlichen Abgang als sich die Schlinge um seinen Hals immer enger schnürte. Dabei kann man sich richtig gut in seine Lage versetzen in welcher Zwickmühle er zu der Wahrheit war. Auf der einen Seite die Öffentlichkeit, seine Verwandten und Freunde und auf der anderen Seite das Wissen, dass es doch am Ende rauskommen würde.
Also ich kann das Buch jedem Radsport-interessierten sehr empfehlen. Es ist sehr kurzweilig beschrieben und sollte besser nicht als Nachtlektüre begonnen werden........es sei denn....man hat vor diese Nacht.....NICHT zu schlafen.... ;-)
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