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Kundenrezensionen

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am 17. Februar 2013
In diesem Buch steckt der Stoff für weitere Werke, die sicher alle von Interesse wären: "Paul Rosenberg, ein Leben für die Kunst", "Paul Rosenberg und die Maler seiner Zeit", "Raubkunst und Restitution in Frankreich am Beispiel Paul Rosenbergs"... Anne Sinclair gelingt es, zu allen genannten Aspekten interessant und fesselnd zu schreiben. Die unmittelbare persönliche Betroffenheit der Autorin gibt dem Buch den Wert eines Zeitzeugen-Zeugnisses. Sinclair ist Erzählerin, Beobachterin ihrer Familie und der Künstler, allen voran Pablo Picasso. Sie ist sozusagen mitten drin und bewahrt doch die nötige Distanz, die es dem Leser erlaubt, sich ein eigenes Bild zu machen. Die tragische Erfahrung einer großbürgerlichen jüdischen Kunsthändler-Familie, die Flucht, Enteignung und Beraubung vor dem Hintergrund der Shoah erlebt, verdüstert das Bild. Der jahrzehntelange Kampf um Rückgabe der gestohlenen Werke ist packend aber ohne Übertreibungen skizziert. Und es ist ein hochinteressantes Panorama einer Großbürger-Familie im Frankreich der ersten Hälfte des XX. Jahrhunderts. Sehr interessant geschrieben, die Autorin ist eine gestandene Journalisten, sie verzichtet dennoch nicht auf Quellen-Hinweise. Eine etwas stringentere Gliederung des Stoffes hätte dem Buch viel von seiner Spontaneität genommen. Lesen, es lohnt sich!
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am 20. Januar 2014
“Können Sie nachweisen, dass Ihre Großeltern Franzosen waren?” Diese Frage, die heute sehr an eine dunkle Epoche der Zeitgeschichte erinnert, wird für die in den USA geborene Französin Anne Sinclair im Jahr 2010 zum Auslöser für die Reise in die eigene Vergangenheit. Nicht nur in die eigene, vielmehr in die ihres Großvaters Paul Rosenberg – seinerzeit einer der berühmtesten Kunsthändler der ganzen Welt. Nie wollte Sie sich mit der Vergangenheit der Ihren so intensiv beschäftigen, doch als sie mit den Recherchen begann, gab es bald kein “Entkommen” mehr. Sehr schnell versank sie in der Welt aus Kunst, Politik und Zeitgeschichte, der das Leben ihres Großvaters kennzeichnete.

Anne Sinclair öffnet das Familienarchiv und begibt sich auf die Reise an verschiedene Wohnorte und Plätze, die bezeichnend für das Leben ihres Großvaters waren.

Die erste Station ist dabei die Rue de la Boétie 21, die ehemalige erfolgreiche Galerie Rosenbergs in Paris. Welch schreckliche Ironie des Schicksals, die dazu führte, dass eben dort im Jahre 1940 das IEQJ (Institut für Studium der Judenfragen) eröffnet wurde – ein wahres Zentrum der antisemitischem Hetzpropaganda. Zu dieser Zeit war Paul Rosenberg schon ein aktiver Widerständler gegen den Verkauf “entarteter Kunst” durch die Deutschen und kam prompt auf deren schwarze Liste. Die Familie mietete ein Haus in Floirac, wo sie bis zur Ausreise ins Exil, Amerika, lebte.

Doch wer war der Mensch Paul Rosenberg? Begleiten wir Anne Sinclair durch ihre Recherchen, begegnet uns ein vielschichtiger Mann:

Der Mensch Paul:

Geboren a, 29.12.1881 in der Rue de Châteaudun in Paris, wuchs er auf als Sohn des Antiquitätenhändlers Alexandre Rosenberg und seiner Frau Mathilde Jellinek. Er wurde auf eigenen Wunsch Franzose, da man damals erst mit Erreichen der Volljährigkeit eingebürgert wurde. Im Jahre 1898 trat er ins Geschäft des Vaters ein und betrieb eifrige Kunststudien, bevor er seinen Weg in der Welt des Kunsthandels beschritt.

“War er zärtlich, war er fröhlich, dieser Großvater, der zuerst Vater gewesen war, ein Papa, der sich nie so nennen lassen wollte und von seinen Kindern verlangte, dass sie ihn Paul nannten? Das schockierte die sanfte Marguérite Blanchot, die fünfzig Jahre lang bei meinen Großeltern beschäftigt war. Sie sagte immer: “Die Leute werden noch denken, dass Monsieur nicht der Vater der Kinder ist!” Paul war tatsächlich ein ängstlicher und schamhafter, zurückhaltender Vater, der sich seiner geliebten Tochter eher in Briefen als in Gesprächen öffnete.”

Ein Mensch mit tausend Facetten: Anne vermutet hinter Paul einen heiteren Charakter mit fröhlichen Zügen, der andererseits eine nüchterne, asketische bis düstere gequälte Art nach außen zeigt. Er litt furchtbar darunter, nur der Vermittler und nicht der Schöpfer von Kunst zu sein. Fremde und Bekannte beschrieben Paul als feurig, elegant, tatkräftig und hartnäckig mit einem exzellenten Auge und besten Beziehungen in der feinen Gesellschaft. In Kunstkreisen galt er als “gewiefter, geschmackssicherer Kunsthändler” mit scharfsinnigen Ratschlägen und einem top Instinkt, dessen er sich auch stets bewusst war. Ein Beispiel dafür zeigt folgende Anekdote aus Pauls Leben. Er sendete seinen Sohn nach Paris um an einer Versteigerung teilzunehmen und gab ihm folgende Anweisung, die nur auf den Katalogabbildungen der Bilder basieren:

“”Der Renoir mit der Nummer 27 ist nicht interessant. Nummer 32, der Vuillard ist wirklich ein kleines Meisterwerk. Du kannst ihn kaufen. Der Bonnard, Nummer 82, ist nicht schlecht, aber etwas früh. Bei dem Modigliani, Nummer 91, bin ich nicht sicher, ob er echt ist, und die Nummer 95, den Renoir, auf keinen Fall kaufen, das Bild ist zu bekannt, vollständig retuschiert und schon überall auf dem Markt angeboten worden.” Für einen geschwächten alten Mann, der die Bilder lediglich in einer Broschüre sieht, sind diese Ratschläge erstaunlich scharfsinnig…”

Der Händler Paul:

In jungen Jahren noch von einem ambivalenten Verhältnis zum Beruf der Händler geprägt, entwickelte er nach und nach eine große Leidenschaft für die moderne Malerei und begann, Bilder aus dem 19. Jahrhundert zu verkaufen, um welche aus dem 20. Jahrhundert erwerben zu können. Besonders nach dem 2. Weltkrieg wurde er berühmt für seine Kenntnisse in diesem Bereich und begann, diese Kunst den Amerikanern nahezubringen. Er schenkte den amerikanischen Museen viele Bilder – nicht zuletzt als Dank für das Asyl, welches ihm und seiner Familie nicht zuletzt durch die Hilfe des MOMA Direktors Alfred Barr ermöglicht wurde. Bis zum Zweiten Weltkrieg galt Paul in den USA als der größte Kunsthändler Europas. Auch nach dem Krieg blieb er aktiv und kämpfte für die Wiederbeschaffung der von den Nazis geraubten Werke.

Der Politiker Paul:

Paul kämpfte von Beginn an intensiv gegen die faschistischen Ideen , die ganz Europa vergifteten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er zu einem eisernen Verfechter des kämpferischen Gaullismus und war stets empört über Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlungen zwischen den Menschen.

Der Künstlerfreund Paul:

Während seiner gesamten Schaffenszeit und auch darüber hinaus pflegte Paul intensive Freundschaften zu seinen Künstlern wie Braque, Matisse und insbesondere zu Picasso. Er begleitete die Künstler durch ihre Schaffensphasen, unterstütze sie großzügig und half ihnen auch nicht wenig bei der persönlichen Entwicklung. Er klammerte sich an seine Freunde in litt sehr darunter, wenn diese nicht ausreichend Zeit für ihm aufbrachten oder wenn sich die Freundschaft in andere Wege entwickelte, was diese Auszüge aus Briefen an Pic (Picasso) zeigen:

“”Es sind jetzt acht Tage, dass wir sie nicht gesehen haben. Ich bin unruhig und meine Freundschaft leidet darunter.” [...]. “Ich sehe Ihre geschlossenen Fensterläden, das ist traurig” [...]. “Ihre Bilder hängen an meinen Wänden und Ihr tägliches Kommen fehlt mir.”"

Das Exil:

1940 heiß es dann endgültig Abschied nehmen von Paris und im September des Jahres kam die Familie Rosenberg in New York an. Für Paul eine schwere Zeit, vermisste er Paris, die Freunde und die Kunst so sehr. Er hatte kaum Kontakt in die Heimat und fühlte sich ohnmächtig und hilflos. 1941 eröffnete er dann eine neue Galerie in der 57. Straße, die 13 Jahre später in die 79. Straße umzog und dann mehr und mehr unter der Leitung seines Sohnes Alexandre stand, da Paul schon älter und sehr geschwächt war.

All dies sind nur Bruchstücke des Werkes, welches Anne Sinclair ihrem Großvater gewidmet hat und es ist jedem Kunstfreund nahezulegen, dieses zu lesen. Anne Sinclair entführt den Leser auf eine Reise in die Vergangenheit. In ihre Vergangenheit, in die des Großvaters – eines einzigartigen und bewundernswerten Mannes, in eine Welt der Kunst. In die Welt der Kunst, die über sachliche Beschreibungen und Bildkataloge hinausgeht. In eine greifbare Welt nämlich, in der man die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Freundschaft, Schaffenskrisen, Erfolge, die gegenseitige Unterstützung und die Gefühle nahezu spürbar vermittelt bekommt. Man taucht tief ein in diese persönliche Sphäre, die so lange verschlossen blieb und man muss fast ein wenig dankbar dafür sein, dass die Nationalität Sinclairs und ihrer Familie infrage gestellt wurde. Denn wer weiß, wäre dies nicht passiert, hätte sie sich womöglich nie auf die Reise ins Familienarchiv begeben und dieses wundervolle Werk würde nicht existieren. Für mich ein absolutes Herzensbuch, welches einen besonderen Platz behalten wird.
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am 10. Juni 2013
Anne Sinclair, in Frankreich eine sehr bekannte Journalistin und reiche Kunsterbin, ist die Nichte von Paul Rosenberg, Picassos Galeristen in Paris und später in New York. Ursprünglich hieß die Familie "Schwartz", hat jedoch nach dem Krieg den Namen angenommen, den Sinclairs Vater während seiner Aktivitäten für die Résistance trug.

Anne Sinclair hat unermessliche Kunstwerke von ihrem Großvater geerbt und anhand seiner hinterlassenen Korrespondenz in Auszügen nachgezeichnet, wie der Kunstbetrieb bis Kriegsausbruch funktionierte. Sie beschreibt die anschließenden Beutezüge der Nazis und die schwierigen Restitutionsverhandlungen. Sie spricht über ihre Familie und Großeltern, ihre Begegnungen mit Picasso und seiner Familie, über Flucht und Diskriminierung des Judentums, dem ihre Familie angehört. Es ist ein spontan geschriebenes, sehr persönliches Buch, voller Anekdoten. Kein literarisches Werk, eher ein hochinteressantes Dokument, insbesondere für Kunstinteressierte.

Leider wurde das Buch in Frankreich teilweise sehr kritisch, ja fast hämisch, bewertet. Der Grund dürfte in dem Skandal um Sinclairs Ehemann DSK zu suchen sein, dessen Eskapaden zum Zeitpunkt der Bucherscheinung in der gesamten Presse erörtert wurden.
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am 27. Juli 2014
Anne Sinclair hat hier eine interessante und gut recherchierte Biographie ihres Grossvaters Paul Rosenberg vorgelegt. Der Leser lernt den Förderer von Picasso und anderer Künstler wie Braque,Léger und Matisse über verschiedene Zeitepochen kennen. Er erfährt, wie er durch das Nazi- und Vichy Regime unterdrückt, zu Flucht getrieben und enteignet wurde. Er erhält auch einen Einblick in die Thematik Raubkunst und die Restitutionsbemühungen, und das Ganze wohltuenderweise nicht in anklagendem Ton. Interessant ist auch die Bibliographie mit weiterführender Literatur. Ein lesenswertes Buch!
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am 20. April 2016
Das Buch ist keine Lebensbeschreibung des Großvaters,sondern die Ergebnisse der privaten Forschung der Autorin,sachlich und klar und sehr verständlich,gut. Gut
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am 17. Oktober 2013
über das Leben der Anne Sinclair, über das Leben und die Flucht einer berühmten französischen Familie, Flucht der jüdischen Familie vor den deutschen Besatzern und ihrem Handlanger, dem Vichy- Regime, soviele Einzelheiten über die Maler der klassischen Moderne!
Absolut lesenswert!
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am 12. Dezember 2013
Vielen Dank Ich möchte zufrieden sein mit meinen Bestellungen, warum bekomme ich 303-5991740-8726763 nicht?
Betahlt am 23.12.'13 abgebucht! Isi List
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am 12. Januar 2014
nachdem ich das buch ES IST WAS WAHNSINNIGES MIT DER KUNST - ALFRED FLECHTHEIM, Sammler, Kunsthändler, Verleger von OTTFRIED DASCHER (NIMBUS verlag) gelesen hatte, wollte ich unbedingt auch weitere biographien von KUNSTHÄNDLERN dieser zeit lesen. groß waren die erwartungen - groß die enttäuschung. gerade weil ANNE SINCLAIR die enkelin des kunsthändlers PAUL ROSENBERG ist, hatte ich mir ein lebendigeres bild von ihm gewünscht. sie kommt selten auf den punkt, schweift immer wieder ab und macht es so dem leser schwer, ihr zu folgen. kein vergleich mit dem "dascher"-buch. schade . . .
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am 12. November 2014
Es ist sehr interessant von der Enkelin beschrieben! Gerade in der Zeit der Gurlitt-Bilderfunde unerläßlich für alle Kunstinterressierte zu lesen.
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am 2. Juli 2013
Wie oben erwähnt, mag und interessiert das Buch meine Frau.
Leider habe ich das Buch versendlich auf meinen Laptop geladen. Wie es auf's Kindle bringe kläre ich mit Ihrem Service.
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