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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Locker zu lesen aber (zu) wenig Internas
Ich mache es kurz: Die Lektüre des Buchs ist recht angenehm, auch unterhaltsam, aber irgendwie fehlt mir die Würze. Ein paar feine Anekdoten, hier und da Interna aus dem Bundesligageschäft oder Blicke hinter die Kulissen. Das fehlt leider fast vollständig, außer dem, was man eh schon aus der Presse weiß. Es mag sein, dass einen die...
Veröffentlicht am 17. November 2011 von Sven König

versus
91 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alles völlig unaufgeregt
Ich habe mir dieses Buch zugelegt, weil ich etwas über den Menschen Philipp Lahm erfahren wollte. Außerdem wollte ich lesen, ob ich mich tatsächlich in ihm getäuscht habe, als ich ihn für einen der intelligenteren Fußballer hielt und hier tatsächlich Vertrauen missbraucht und er seinem Kapitänsamt nicht gerecht wird...
Veröffentlicht am 1. September 2011 von Martin


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91 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alles völlig unaufgeregt, 1. September 2011
Von 
Martin (Linsengericht, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der feine Unterschied (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir dieses Buch zugelegt, weil ich etwas über den Menschen Philipp Lahm erfahren wollte. Außerdem wollte ich lesen, ob ich mich tatsächlich in ihm getäuscht habe, als ich ihn für einen der intelligenteren Fußballer hielt und hier tatsächlich Vertrauen missbraucht und er seinem Kapitänsamt nicht gerecht wird.

Lahm geht in einzelnen Kapiteln die Stationen seiner fußballerischen Karriere durch und schildert seine emotionale Wahrnehmung des Gesamtgeschehens sowie seiner Rolle auf dem Platz. Nicht mehr, nicht weniger. Er ist dabei so sehr darum bemüht niemandem auf die Füße zu treten, dass viele relevante inhaltliche Informationen einfach fehlen.
So lässt er über Felix Magath beispielsweise wissen, dass dieser einen befehlsmäßigen Ton anschlage und ihm Konditionstraining wichtig sei. Für einen Spieler, der immerhin so viele Jahre unter ihm trainiert hat ist das eigentlich sehr wenig Information. Jedwede persönliche Beziehung (ob nun gut oder schlecht) fehlt ebenfalls.
Das Training mit der Nationalmannschaft 2004 ist für ihn eher wie ein Kick unter Freunden als harte Arbeit, er betont aber auch gleich wieder, dass es zu dieser Zeit (nach seinem Wissen) in jeder anderen Nationalmannschaft genauso aussah. Das alles ist eigentlich wenig kritisch für die Handelnden Personen, sondern eher eine Schilderung weniger, ohnehin bekannter Fakten.
Zum ersten mal kritische Töne schlägt er überhaupt dann erst gegenüber Louis van Gaal an. Doch das, was Lahm hier sagt, ist viel weniger als die schon bekannten Tatsachen, die man von Uli Hoeneß wusste.
Wer also das fußballerische Auf und Ab der Bundesliga und Nationalmannschaft verfolgt hat, wird hier keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Lahm bleibt sachlich und unaufgeregt. Er zeigt Verständnis für fast jede Entscheidung die um ihn herum getroffen wurde.

Das ganze hat dann für mich mehrere Erkenntnisse. Philipp Lahm macht genau das, was er schreibt dass er tut: Ein Buch veröffentlichen, das er als junger Fußballer selbst gerne gelesen hätte. Er schildert ein bisschen, wie es ist ein Profi zu sein. Aber eben nur ein bisschen.
Um eine, wie er selbst es tun wollte, selbstreflektierte Schilderung der Ereignisse zu betreiben, muss man sich den Problemen allerdings kritisch stellen. Man muss die Probleme offen ansprechen und auch eigene Fehler suchen. Das tut er aber nicht - kann/sollte er als aktiver Spieler auch gar nicht. So bleibt einem das "wirkliche" Buch Lahm verschlossen. Zu gerne wüsste man doch eigentlich einmal, wie das mit seiner Vertragsverlängerung bei Bayern gelaufen ist, als er sich gegen das Ausland entschied. Oder von den eigentlichen Problemen der Nationalmannschaft von 2008. Aber hier sagt Herr Lahm nur, dass es welche gab. Er nennt weder beteiligte Personen noch die Probleme selbt.

Dass ein Mensch viel zu erzählen hat, kann man nicht am Alter fest machen, das muss man an seinen Erfahrungen, seinen Einsichten und seinem Erzählstil fest machen. Bei Philipp Lahm fällt es mir schwer mir da ein Urteil zu fällen, denn eigentlich streift er die wirklich wichtigen Themen nicht einmal richtig. Viele Einsichten und Erkenntnisse bleibt er schuldig. Erlebt hat er aber zweifelsohne viel.

Die Vorabberichterstattung hatte offensichtlich nur einen einzigen Zweck, die "aufregendsten" Passagen aus dem Kontext zu reißen und sie so zu verpacken, dass man es für eine Kritik halten könnte. Es scheint hier jedoch eher um eine Auflagensteigerung für den Verlag zu gehen. Was mich insgesamt stört ist die Bereitwilligkeit mit der das ganze als Kritik gesehen wurde. Da frage ich mich ob die ganzen Leute das wirklich vollständig gelesen haben.

Eigentlich ist dies ein Jugendbuch. Und ein jugendlicher Fußballinteressierter ist genau die Person der ich dieses Buch bedenkenlos empfehlen würde. Herr Lahm schreibt hier sehr viel über seine Emotionen, wie ihn seine Verletzungen zurückgeworfen haben und dass eine Dusche während der zweiten Halbzeit der einsamste platz einer WM ist, das kann einen schon bewegen. Auch die Ansprüche die er an sich selbst stellt und die von einem Profi Fußballer im modernen Sport erwartet werden beschreibt er sehr nachvollziehbar.
Wäre das Buch so angekündigt und behandelt worden, gäbe es heute, denke ich, keine große Aufregung, keine Pressekonferenzen mit dem Bundestrainer und keine Kritik an der (für mich nicht vorhandenen) Kritik.
Insgesamt ist meiner Ansicht nach Herr Lahm eigentlich nur schlecht beraten gewesen, sein Buch derart zu Vermarkten.

Mir persönlich bleibt Philipp Lahm dennoch ein Buch schuldig, eines in dem ich dann hoffe zu erfahren wie die Dinge inhaltlich wirklich gelaufen sind, seine persönlichen Erfahrungen mit den anderen Menschen verarbeitet werden und in dem er dann auch mal mehr, mal weniger kritisch mit sich und anderen ins Gericht geht. Das aber dann bitte erst wenn er als Profispieler aufgehört hat.
Ich kann jeden verstehen, der von dem Buch insgesamt mehr erwartet hätte und es langweilig findet, denn inhaltlich ist wirklich nicht so arg viel zu holen. Dennoch hat es mich ganz gut unterhalten weshalb ich bei 3 Sternen bin. Für ein jüngeres Publikum oder große Bayern und Lahm Fans könnte es auch ein Stern mehr sein.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Infos Top, Rest Flop, 4. September 2011
Von 
Sarah F. (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der feine Unterschied (Gebundene Ausgabe)
Philip Lahm ist einer der wenigen Fußballspieler, die es wirklich sehr weit gebracht haben und über viele Fans verfügen. Das dieser Mann nun ein Angebot erhalten hat seinen Werdegang als Biographie für seine Fans zu veröffentlichen, war nur eine Frage der Zeit. Das er jedoch dieses Angebot angenommen hat, überraschte mich sehr. Eigentlich schätzte ich Philipp Lahm weniger geldgierig ein, denn in meinen Augen sind solche Biographien meist nur Geldmacherei. Für absolute Fans ist ein solches Werk jedoch Pflicht.

Ich persönlich war am Ende der Lektüre einfach nur enttäuscht. Das lag aber weniger am typischen Inhalt einer Biographie oder am Stil, sondern vielmehr an der Tatsache, dass ich einfach etwas anderes erwartet hatte, nachdem ich den Titel gelesen hatte.

Philipp Lahm erzählt in lockeren, freunschaftlichen Ton im Grunde seinen Werdegang. Es ist ein Stil, als würde man persönlich diese Biographie von ihm selbst erzählt bekommen. Er versucht mit kleinen Anekdoten das doch recht einseitige und etwas trockene Thema aufzulockern. Leider gelingt ihm das nicht. Philipp Lahm ist zwar absolut sympathisch, aber schon bei Interviews erkennt man, dass er keine Massen bewegen und fesseln kann. Leider kommt dies auch im Buch deutlich rüber. Da es aber zu ihm passt und seine Persönlichkeit wieder spiegelt, ist es nicht ganz so dramatisch, auch wenn ein Stil neben dem Inhalt das Wichtigste in einem Buch ist.

Vom Kinderfußball, über seine ersten Erfolge bei größeren Vereinen bis hin zu seinem aktuellen Stand als Kapitän der Deutschen. Für junge Fans ist dies sicherlich interessant, denn sie kennen ihr Idol vielleicht noch nicht so lange und können einfach viele allgemeine Informationen zu Spielen, einer Saison oder ähnlichen Dingen erfahren. Gerade Fans oder ältere Personen, die die Karriere von Philipp Lahm, wenn auch nur ansatzweise mitbekommen haben, werden vieles einfach noch in Erinnerung haben und dadurch stellenweise sogar gelangweilt werden. Nichtsdestotrotz wird während der gesamten Erinnerungen an seine 27 Jahre alles authentisch beschrieben. Man merkt, dass er nicht versucht sich besser darzustellen, als er in Wirklichkeit ist. An dieser Stelle wäre es jedoch schön gewesen, wenn er dann auch seine Schwächen zeigen würde. Seine private und innere Seite wird gänzlich ausgelassen, und er konzentriert sich hauptsächlich auf seine Karriere. Leser wollen aber auch den privaten Lahm etwas kennenlernen.

Von der biographischen Seite her ist das Buch einwandfrei geschrieben. Mein Stiefsohn hat die ganzen Informationen regelrecht aufgesogen und man bekommt das Gefühl, dass er nun Philipp Lahm besser kennt, als er sich selbst. In diesem Punkt erfüllt das Buch seinen Zweck. Er fesselt das richtige Publikum und informiert anschaulich und lückenlos.
Was mich allerdings so gravierend stört, ist der Titel. 'Wie man heute Spitzenfußballer wird'. Das es dafür keine Garantie bzw. kein Rezept gibt, ist mir auch klar. Ich für meinen Teil bin aber davon ausgegangen, dass in einer solchen Biographie mit diesem Titel zumindest seinen jungen Fans einige Tipps und Tricks mit auf den Weg gegeben werden. Zum Beispiel die richtige Wahl des Vereins, kleine Trainings-Geheimnisse, gute Fußballtricks oder ähnliches. Einfach damit sie ihrem Traum, Fußballprofi zu werden, vielleicht etwas näher kommen. So als kleiner Abschluss hat dies einfach noch gefehlt. Ansonsten bedarf es eben Talent, der richtigen Förderung, Fleiß und Ausdauer.

Stattdessen zeigt er seinen Lesern, wie es ist, ein Fußballprofi zu sein, und wie der Alltag aussieht. Dabei beschönigt er die ganze Situation in meinen Augen etwas. Am Beispiel Robert Enke und anderen Fußballspielern erkennt man, dass der Druck enorm ist, sowohl von der Leistung, als auch vom Rampenlicht her. Auch sonst wählt er genau aus, welche negativen Beispiele, wie zum Beispiel Trainerschwächen oder Probleme er nennt. An anderen Stellen gibt er nur an, dass es Probleme gab, aber welche genau, verschweigt er. In meinen Augen braucht man dies dann gar nicht anzudeuten.

Am Ende des Buches kann ich nur sagen, dass ein 27jähriger Fußballprofi nicht unbedingt seine Biographie veröffentlichen muss. Die wenigen Jahre seiner Karriere sind noch allen Fans im Gedächtnis und interessiert in meinen Augen lediglich den Nachwuchs. Seine private Seite, wie Gedanken oder Schwächen, werden gekonnt umschifft, sodass sich Philipp Lahm nur auf Fakten konzentriert. Ihn selbst lernt man nur wenig kennen. Er zeigt den Lesern nur das, was sie aus Interviews schon kennen. Für mich ist es aber auch Sinn und Zweck einer Biographie neben Fakten auch den Mensch selbst kennenzulernen. Zudem bin ich enttäuscht, dass bei einem solchen Titel, nicht mal Tipps und Hilfestellungen genannt werden. Selbst mein acht Jahre alter Stiefsohn, fragte mich, warum der Titel so heißt, aber er nichts erfährt, wie er so gut werden kann. Die Frage kam zwar nur am Rande auf, weil ihn die dargebotenen Informationen so in den Bann gezogen haben, aber sie kam auf. In meinen Augen wurde hier von einem sonst so bodenständigen ein Werk zur Geldmacherei verfasst.

===Bewertung===
Wer sich für reine Karrierefakten interessiert, sollte das Werk lesen. Wer Lahm persönlich kennenlernen will, Anregungen oder wirkliche Geheimnisse aus dem Leben eines Fußballprofs erwartet, sollte sich das Geld sparen. Für mich zwei Sterne.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Tamtam um wirklich wenig!, 26. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der feine Unterschied (Gebundene Ausgabe)
Ich bin mehr als enttäuscht nach der Lektüre des Buches.
Nach all dem Zinober in den Medien letztes Jahr darüber hatte ich richtig was erwartet.
Vielleicht zu viel, ich las das Buch jetzt eh erst Mitte Februar 2012 innerhalb einer Woche. Zuvor war ich ein ganzes Jahr an Ian Kershaws "Hitler" dran, beide Bände. Vielleicht ist dieser Umstieg nun etwas krass. Und auch meine Erwartungen an Bücher.
Das vorliegende Lahm'sche Werk ist in meinen Augen einfach belanglos. Punkt!
Und so lala beschriebene Szenen von Spielzügen bei Turnieren kann man sich auch bei YouTube angucken, und da hat man auch noch das Bild dazu!
Auch die sonst in den Medien so hochstilisierte negative Kritik an den Trainern sehe ich nun, da ich die entsprechenden Passagen gedruckt las, nicht als derart weltbewegend an.
Und wirklich etwas aus dem Innersten einer Mannschaft erfahren wir auch nicht.
Ich gebe dennoch 2 Sterne, in erster Linie für die tollen Fotos in der Mitte des Buches.
Qualitativ sind Papier, Deckel/Rückseite, Einband und Umschlag ganz gut gelungen.
Hier ging vermutlich das Geld hin.
Wenn es denn ein Buch eines Fußballers sein soll, dann empfehle ich ganz klar Jens Lehmanns "Die Wahrheit liegt auf dem Platz". Dieses Buch besitze ich ebenfalls, und hier wird gezeigt wie es gemacht wird: Spannende, gar mitreißende Schilderungen, gerade seiner Zeit in England.
Zudem kostet es mittlerweile, knapp 2 Jahre alt, nur noch die Hälfte als die Lahm'schen Ergüsse.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Locker zu lesen aber (zu) wenig Internas, 17. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Der feine Unterschied (Gebundene Ausgabe)
Ich mache es kurz: Die Lektüre des Buchs ist recht angenehm, auch unterhaltsam, aber irgendwie fehlt mir die Würze. Ein paar feine Anekdoten, hier und da Interna aus dem Bundesligageschäft oder Blicke hinter die Kulissen. Das fehlt leider fast vollständig, außer dem, was man eh schon aus der Presse weiß. Es mag sein, dass einen die Medienlawine da tatsächlich auf die falsche Fährte gelockt hat und man sich mehr an dem Titel hätte orientieren sollen (was dann aber inhaltlich auch wieder nicht ganz richtig wäre). Nach einer Reihe wirklich amüsanter Fußballbücher (zuletzt das grandiose Freunde der Südsee: Meine Spielzeit) kann ich hier leider nicht die volle Punktzahl geben. Aber bereut habe ich den Kauf auch nicht!
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4.0 von 5 Sternen Im Gesamten ein Gutes Werk, 11. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der feine Unterschied (Gebundene Ausgabe)
Ich habe keine Ahnung, was die *- und **-Sterne Bewerter/-innen von diesem Buch erwartet haben.

Jeder, der das Buch bestellt, weiß, dass darin Philipp Lahm SEINE berufliche Karriere als Fußball-Profi aus seiner ganz persönlichen Sichtweise darstellt. Hier geht es nicht um Sympathie oder Antipathie für oder gegen Lahm, sondern um seine Leben, ums eine Persönlichkeit, um seine Sicht der Dinge, um seinen Erfolg als Profi-Fußballer.

Am Interessantesten finde ich das letzte Kapitel "Ein Traum ist kein Zeil", ab Seite 248 - dieses ist spannender als alle anderen davor. Hier redet Philipp Lahm Klartext - vielleicht wäre dies an der einen oder anderen Stelle mehr angebracht gewesen.

So wäre es schon interessant gewesen, was er von Löw als Mensch hält, mit wem er sich beim FCB und in der Nationalmannschaft besonders oder weniger gut verstanden hat, wie die einzelnen Trainer getickt haben (im Ansatz beschrieben, aber sehr doch recht kurz).

Auch seine Beweggründe, in einer für ihn persönlich speziellen Situation in der "Augsburger Zeitung" als Mannschaftskapitän des FCB öffentlich seine Meinung im Interesse des Trainers und des Vereins, wie er sagt, darlegen zu müssen: Das war recht mutig, finde ich, da hat Lahm Rückgrat und Charakter bewiesen. Da kann man auch anderer Meinung sein, ich fand das positiv.

Und Lahm stellt auch klar und unverblümt heraus, daß es keine "11 Freunde" auf dem Platz gibt (das weiß schon jeder Spieler in einer Landesliga-Mannschaft), sondern 11 pure Egoisten, dass Jeder Jeden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu jeder Zeit ausstechen möchte, um einen Platz in der Mannschaft zu ergattern (das glaubt man, oberflächlich gesehen, gar nicht, wenn man sieht, wie die ALLE nach einem Tor jubeln, aufeinander zugehen und den Torschützen beglückwünschen).

Auch die Ängste, die mit seiner Profi-Fußballer-Karriere verbunden waren, kamen nicht zu kurz (obwohl sein Weg über den VfB Stuttgart und wieder zurück zum FCB relativ "leicht" verlief, der Knackpunkt war, daß in Felix Magath von der Jugendmannschaft des FCB zum VfB geholt hat): Werde ich aussortiert, weil ein Anderer besser wird als ich? Was macht der neue Trainer, zählt er auf mich? Was passiert mit mir, wenn ein Trainer das System ändert? Schaffe ich nach einer Verletzung wieder den Sprung in die Mannschaft oder ist bereits ein Besserer nachgerückt und hat "meinen" Stammplatz?

Ferner, was zu einem - erfolgreichen - Profi-Fußballer dazugehört und wo viele - aus Überheblichkeit, Unfähigkeit oder fehlender Ausdauer - scheitern: Soziale Kompetenz, zum Talent das ständige An-Sich-Arbeiten, die ständige Weiterentwicklung, gesunde Ernährung, die richtige Art der Entspannung, der richtige Umgang mit den Medien, ein gutes soziales Umfeld, ein geordnetes Privatleben und natürlich DAS gewisse Quäntchen Glück.

Das Buch ist für mich als ehemaliger Amateur-Fußballer in der Summe ein sehr interessantes Werk, leicht lesbar und ohne viele Fremdwörter geschrieben, man kann sich in die Gedanken des Spielers jederzeit hineinversetzen. Man muß ja nicht alles teilen, was Philipp Lahm schreibt. Aber das ist ja auch nicht der Sinn des Buches. Es geht in diesem Buch um sein Leben, um seine Sichtweise, um seine Bewertung - und nicht darum wie es der Leser sieht bzw. wie es der Leser gerne hätte.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie man Spitzenfussballer wird?..., 2. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der feine Unterschied (Gebundene Ausgabe)
...dazu hätte es kein Buch gebraucht, jedenfalls nicht so eins, denn genau genommen erzählt Philipp Lahm hier seine Lebensgeschichte und die sieht meistens so aus, dass er wichtige Spiele, die er mitgemacht hat, nacherzählt - fertig!

Wie man Spitzenfussballer wird...erstens muss man mal soviel Ehrgeiz haben, weiter zu trainieren, während die Freunde Schwimmen gehen, zweitens muss man mal Glück haben, das ein Felix Magath anruft, um zu einem anderen Verein ausgeliehen zu werden und man muss auch noch das Glück haben, dann, wenn ein anderer Spieler verletzt ist, eingewechselt zu werden und dann halt Leistung zu bringen...so wird man nach den Informationen dieses Buches Spitzenfussballer. Ach nee... Wer einigermaßen regelmäßig Fussball bzw. seine Medien (wie etwa den "Kicker", für den ich keine Werbung machen will) liest, weiß das auch so.

Mehr hat Philipp Lahms Buch nicht zu bieten und ich oute mich mal als Bayernfan und dem Fussballer Philipp Lahm. Im Deutschunterricht hätte mir das aber mindestens die Note Fünf eingebracht - Thema verfehlt!

Was es da an Turbulenzen wegen der angeblichen Internas gegeben hat - geschenkt! Die sind harmlos, wenn man den Kontext liest. Es gibt tatsächlich einige interessante Passagen, z. B., dass Jürgen Klinsmann den deutschen Fussball (wenigstens bei der Nationalmannschaft) insofern revolutioniert hat, dass man da dann eine Art Rundumversorgung der Spieler eingeführt hat, um die Eintönigkeit eines Trainingslagers und eines Turniers zu verbessern, was es zumindest nach Lahms Meinung so vorher nicht gegeben hat. Es ist nicht nachzuvollziehen, wie das vorher war, ebenso wie taktische Übungen etc. Es wundert mich, dass da niemand widersprochen hat. Hat Lahm hier tatsächlich recht?

Was mir aber richtig auf den Sender geht, ist, dass Lahm, neben einigen persönlichen Betroffenheiten, auf mich wirkt, als wären seine Ansichten das Nonplusultra des deutschen Fussballs. Geradezu peinlich wirkt auf mich, wie er die Entstehung seiner Philipp-Lahm-Stiftung schildert. Guck mal, wie toll ich bin.

Bei den "skandalösen" Passagen ist Lahm ja schon öffentlich zurückgerudert. Mein Gesamteindruck ist, dass er einfach verkehrt beraten wurde.

Vielleicht hätte er nur einen besseren Ghostwriter gebraucht
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für Zwischendurch - Nichts über Profialltag, 22. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der feine Unterschied (Gebundene Ausgabe)
Ich lese gerne Biographien und bin fußballinteressiert, also lag es nahe, dass ich mir den Lahm hole. Da ich wenig Internas erwartet habe - Lahm ist nun mal ein Medienprofi mit allen positiven und negativen Folgen -, war es für mich keine Überraschung, dass nur ein paar kleine Geschichten eingearbeitet sind. Irgendwelche aufgedeckten Skandale zu Trainern sind auch absolute herbeikonstruiert, von Leuten mit Halbwissen wie dem Stammtisch-Polemiker Völler, denn nahezu alles kannte ein Fußballinteressierte bereits. Da insgesamt trotzdem ganz nett für nebenbei gäbe es drei Sterne, aber da Lahm kaum bis nichts von der täglichen Arbeit eines Spielers, von Ernährungs- und Fitnessplänen bis hin zu zumindest ansatzweise Trainingsinhalten berichtet, gibt es nur zwei Punkte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Normales Buch, 10. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der feine Unterschied (Gebundene Ausgabe)
Der Wirbel den dieses Buch ausgelöst hatte, kann ich nicht nachvoll ziehen.
Es war harmlos. Leider ist das Buch sehr knapp, da zu dem Zeitpunkt der Author um die 27 war und noch nicht soviel erlebt hatte und weil er einige Kapitel benutzte um sich selber zu rechtfertigen oder zu erklären, was eigentlich unnötig ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Phillip Lahm, 15. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der feine Unterschied (Gebundene Ausgabe)
Das Buch war nicht schlecht, aber auch nicht der Renner. Es hat sich ganz nett gelesen. ..... ... .... ..
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Muss man nicht lesen - verlorene Zeit für den Fan ist es aber auch nicht, 28. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der feine Unterschied (Gebundene Ausgabe)
Keine Ahnung, warum ich mir dieses Buch (gebraucht) gekauft habe. Vielleicht dachte ich doch mehr über seine Zeit als Jugendfussballer zu erfahren und wie er es denn zu den Profis geschafft hatte, was er dabei fühlte etc. Herausgekommen ist eine Ansammlung von mehr oder minder interessanten Fakten vermischt mit den Gemeinplätzen des Ghostwriters, mehr eigentlich nicht. Dabei ist das Buch sehr flüssig geschrieben und schlussendliche ist der Erkenntnisgewinn doch so hoch, dass ich die kurze Zeit die man zum lesen braucht nicht bereut habe. Zumindest für mich als Fussballfan und Bayern-Sympatisant (solange es nicht gegen die EIntracht geht). Etwas peinlich sind die Kapitel über das Prominentendasein und die Gerüchte, er sei homosexuell. Zum fremdschämen die Selbstbeweihräucherung mit der Philiip-Lahm-Stiftung. Tu Gutes, und rede nicht darüber oder so ähnlich steht es im Evangelium.
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Der feine Unterschied
Der feine Unterschied von Christian Seiler (Gebundene Ausgabe - 29. August 2011)
EUR 19,90
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