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am 25. Mai 2010
Ihre 'krummen Touren' haben fast schon Kultstatus. Denn Renate Just führt ihre Leser dahin, wo es ihr selbst gefällt ' wie man es eben bei guten Freunden macht. Nachdem sie Bayern und die Nachbarn Österreich und Böhmen erkundet hat, jetzt also Salzburg. Die Stadt, in der sie sich ständig verfährt, was jeder nachvollziehen kann, der schon mal in Salzburg eine bestimmte Adresse gesucht hat. Warum Salzburg sich bei der Autorin trotzdem einer 'etwas peinlichen Anhänglichkeit' erfreut, das schildert sie auf 206 ebenso kurzweiligen wie informativen Seiten. Und es kann passieren, dass der Sehnsuchtssog, von dem Renate Just spricht, just nach der Lektüre dieses Büchleins auch den Leser erfasst ' vor allem, wenn er literarisch interessiert ist.
Denn die Stadt hat von jeher die Literaten angezogen. Günter Eich und Ilse Aichinger lebten hier, Thomas Bernhard hat an Salzburg gelitten und Peter Handke auch, Stefan Zweig hielt in der Stadt Hof, bis der antisemitische Hass ihn vertrieb, und Wolf Haas hat seinen bösen Krimi 'Silentium' im Salzburg des Festspielsommers angesiedelt. Renate Just führt ihre Leser zu den Häusern der Literaten, zu den Cafes und Beisln, wo sie gerne saßen, und sie nimmt ihn mit in eine Buchhandlung, die als eine der besten im deutschsprachigen Raum gilt. Es wäre aber weit verfehlt, würde man dieses Salzburg-Büchlein mit einem literarischen Reiseführer gleichsetzen. Renate Just ist ebenso sehr Genießerin wie Leserin, ein Augenmensch, der Schönes liebt und sich vor Hässlichem gruselt, das es auch in Salzburg gibt ' 'fad-grässliche Neubau-Villen in cremefarbenem Putz' etwa. Aber die Stadtberge, 'fremdartige Inseln im Zentrum urbaner Hochzivilisation', die liebt sie, und die Schlösschen und Klöster der Stadt, die man so gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kann. Und immer wieder kann die Autorin Geschichten erzählen über die Menschen der Stadt, die alten Fürstbischöfe und die jungen Köche, die Stars und die Nobodys, den Red-Bull-King Mateschitz und auch über einen Porsche-Erben, der eine 'Lebensschule' für Kinder aus schwierigen Verhältnissen finanziert.
Dazu gibt es Tipps für schöne, ausgefallene Übernachtungsmöglichkeiten, für außerordentliche Cafes und für Restaurants, in denen auch die Salzburger gerne einkehren. Wer all das abarbeiten will, braucht allerdings mehr als die zwei bis drei Tage, auf die Renate Just ihre Leser im Eingangskapitel vorbereitet.
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am 29. August 2013
Dieser Reiseführer war für meinen Aufenthalt in Salzburg nicht von Nutzen. Meine Meinung hierzu: für einen Erstbesuch ist ein "normaler" Reiseführer erstmal vorteilhafter.
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am 22. Oktober 2015
Ein wunderbares Buch! Hier erfährt man nicht nur Kunstführer-Details, sondern auch viel über die Mentalität der Salzburger, über das Leben dieser Stadt. Man fühlt sich persönlich begleitet von der Autorin, die über ein profundes Wissen, nicht nur der kunsthistorischen, sondern auch der politischen und historischen Begebenheiten verfügt. Ein Klasse-Reiseführer für alle, die nicht nur die Denkmale schnell abhaken wollen. Das gilt übrigens auch für die weiteren Bücher dieser Autorin. Hoffentlich nimmt sie sich noch viele Regionen in der Nähe und der Ferne vor!
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Wer noch nie in Salzburg war, wird mit diesem Reiseführer (besser: Reisebuch) wenig anfangen können. Es richtet sich primär an "Fortgeschrittene", Menschen, die bereits in Salzburg waren und Salzburg genauso lieben, wie die Autorin Renate Just es tut. Ich gehöre dazu. 200 Seiten Text, unterbrochen von Schwarz-weiß-Fotos, die meisten gestochen scharf, Stefan Zweig (natürlich!), die Steingasse, Schloss Leopoldskron oder Thomas Bernhard im "Cafe Bazar" 1963. Der Text ist launisch und unterhaltsam, kurzweilig zu lesen. Es macht Freude.

Nicht alles hat sich in Salzburg in den letzten Jahren verbessert; Renate Just trauert um das alte "Hotel Stein" - der Zustand vor der nicht optimalen Renovierung. Das "Stein" war das stimmungsvollste Hotel Salzburgs, Thomas Mann hatte dort übernachtet, der Theaterregisseur Christoph Marthaler hatte es besonders geliebt. Auch ich war regelmäßig dort zu Gast (und habe über meine Erfahrungen als langjähriger Zuschauer bei den Salzburger Festspielen auch ein Buch geschrieben: "Berlin, Salzburg, Milano ..." Nach Salzburg kommt man immer wieder zurück, trotz der Defizite!).

Jetzt ist dieser Charme des "Hotel Stein" weitgehend verschwunden, provinzielle Eleganz ist eingekehrt. Genauso bei den Festspielen, der progressive Intendant Gerard Mortier ist schlicht nicht zu ersetzen. Aber Freude macht der Festspielbesuch im Sommer trotzdem!!!

Das Buch von Renate Just läßt keinen Zweifel daran, dass man einfach jeden Sommer nach Salzburg fahren sollte, ob nun zu den Festspielen (Karten für einen Liederabend bekommt man immer!) - oder einfach nur um auf der "Bazar-Terrasse" eine Melange zu trinken. Auf der "Bazar-Terrasse", nicht mehr auf der "Stein-Terrasse"!
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am 28. Mai 2011
Als ehemaliger Salzburger habe ich mir gedacht dass ich Salzburg ganz gut kenne, aber ich habe mit diesem Buch herausgefunden das es da noch Schichten und Geschichten gibt von denen ich keine Ahnung habe.

Zum Beispiel, ich habe Victor Gollhofer, einen der Herren ueber den Renate schreibt, als schlauen Geschaeftsmann gekannt, und sein Haus am Kapuzinerberg war mir bekannt, aber ich habe nie gewusst das das Haus einmal Stefan Zweig gehoerte. Und nachdem ich die entsprechenden Teile gelesen habe ist es mir klar geworden warum.

Und so geht's durchs ganze Buch. Ich habe viel Neues gelernt, und es hat mir wieder heim gebracht warum ich Salzburg liebe und warum ich nicht mehr dort lebe.
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