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Kundenrezensionen

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am 27. August 2009
Im Jahre 2008 erschien ein erster Band des Artdirektors und Designers Matthew Johnstone, in dem er seine Depression mit kurzen Texten und einprägsamen Bildern beschrieb.

Inzwischen hat er zusammen mit seiner Frau Ainsley ein weiteres Buch zum Thema erstellt, in dem es um die Angehörigen von Menschen geht, die an einer Depression erkrankt sind. Ainsley Johnstone zeigt in ihrer Einleitung, wie überraschend und quälend die ersten Schritte für sie waren, bis sie verstanden hat, was es mit der Depression ihres Mannes auf sich hat.

Nachweislich ist die Depression eine weit verbreitete Volkskrankheit. Doch nach wie vor grassiert auch die Meinung, man müsse sich ' "nur zusammenreißen,'" dann gehen die Lethargie und das Unbehagen schon vorüber.

Die Verlegenheit und Bedrückung, ja Peinlichkeit, an einer Depression erkrankt zu sein, macht es Menschen schwer, über ihre Krankheit mit deren Begleiterscheinungen zu sprechen. Angehörige und Freunde sind oft hilflos in ihrem Begehren, dem Kranken, denn um eine Krankheit handelt es sich hier, mit den richtigen Worten und Taten zu helfen.

Das nun erschienene zweite Buch bietet Unterstützung und Hinweise für jene, die den Kranken zur Seite stehen möchten. Wie im ersten Buch wird mit der Bildgestaltung der Sinngehalt der geschriebenen Texte verdeutlicht.

Manches ist Wiederholung, z.B. wie sich die Depression zeigt.
Dieses Mal aber dreht es sich um die Reaktionen, mit denen man auf die äußere Vernachlässigung, die Müdigkeit oder die Wutanfälle reagieren könnte. Der schwarze Hund ist der stumme oder auch überwältigende Begleiter, der unter dem Stuhl, hinter der Tür oder unter dem Tisch lauert, und den Depressiven mit seinen Klauen bremst. Die Reaktionen der Helferinnen und Helfer auf den Kranken bedürfen der intensiven Selbstbeobachtung, damit sie nicht schädigend wirken. Da geht es um Geduld, freundliche Zuwendung, Akzeptanz, eventuelle Abmachungen und um mögliche Abgrenzungen, damit man von der Krankheit im wahrsten Sinne des Wortes nicht angesteckt wird.

Das Buch ist ermunternd und hilfreich. Es wird nicht um die Krankheit herumgeredet, und es wird nichts beschönigt. Die Bilder zeigen anschaulich, wie es im Haus und Heim aussehen kann, wenn jemand mit einer Depression darin wohnt. Tröstliche Worte aber zeigen: auch der schwarze Hund kann verschwinden. Man kann ihn bekämpfen, mit ihm leben lernen und ihn vielleicht sogar besiegen!
Die Wege bis dahin sind vielfältig. Dass man Hilfe finden kann und Angehörige wichtig sind, das beweisen Matthew und Ainsley Johnstone im besten Sinne mit ihrem Gemeinschaftswerk.
Sogar die Arbeit an dem Buch konnte zu einem Gewinn für die Heilung werden. Man sollte es lesen und verschenken, wenn man im eigenen Umkreis von einer Depression erfährt,--wenn! Denn das bleibt das große Fragezeichen: wer bekennt sich und lässt es zu, über sich und diese unheimliche Krankheit zu sprechen?
Dieses Buch dient der Ermutigung dazu!
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am 2. April 2011
Ich bin seit 30 Jahren niedergelassener Psychotherapeut mit der Krankheit Depression als einem der Fachgebiete.

>Mit dem schwarzen Hund leben< ist ein außergewöhnliches Buch: es musste längst geschrieben und gezeichnet werden.

Zuerst sieht es wie ein Bilderbuch für Erwachsene aus - dann merkt man bei der Dichte der absolut stimmigen Informationen, dass es ungeheuer zutrifft. Es ist so gut, weil die Textpassagen fachlich stimmig sind, ohne wissenschaftlich verkompliziert daher zu kommen. Die Zeichnungen wurden von allen meinen Patienten und von mir als WAHNSINNIG TREFFEND angesehen.

Meine Patienten sagten:"Es ist überhaupt nicht düster. Es ist schön - man schmunzelt." Das heißt viel, wenn eine Depression in einem ist - dann ist ein Schmunzeln wie anderorts ein helles Lachen. Und das tut so gut in der Tiefe von grauen Schleiern.

Eine 30-jährige Patientin sagte:"Eigentlich müsste das Buch der ganze Freundeskreis haben."

Es ist ein Buch, das ideal die Therapie begleitet, wenn ich mit den Partnern der Patienten spreche. Es wird ihnen alles viel deutlicher - sie wissen gezielter um ihren Anteil der Unterstützung in der Therapie.

Ich mag Bücher zu psychologischen Themen, die anders sind als der MAINSTREAM und in ihrer Andersartigkeit genau einen Informationscharakter haben, der anders nicht `rüber kam. Das tut dieses Buch.

Zudem ist es buchbinderisch wertvoll gemacht.

EIN BUCH, das jede(r) lesen sollte - einfach, um Basisverständnis für Depression zu haben. Eine Krankheit, die über 20 verschiedene Körperbeeinflussungen hat und die deswegen von der normalen Logik eines Laien niemals erfasst werden kann - viele Behandlungsschritte würden zuerst paradox erscheinen. Der Saurier Depression hat eine riesige, eigene Logik und ist heute sehr erfolgreich behandelbar, wenn man weiß, wie.

JÜRGEN OKRONGLI, Psychologischer Psychotherapeut.
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am 11. Februar 2014
Das Buch ist in 20 Minuten gelesen. Plakativ werden mit wenigen Sätzen Zeichnungen kommentiert. Im Anfangsteil werden Symptome einer Depression beschrieben, was sicher hilfreich ist für jene, die bei einem Angehörigen eine Depression vermuten.

Für jemanden, der jedoch diesbezüglich schon sicher ist, gibt das Buch nicht sehr viel her. Ich habe keine Patentrezepte für den Umgang mit einem depressiven Mitmenschen erwartet, aber die aufgezeigten Hilfestellungen für die Angehörigen (was man tun und was man lassen sollte) fand ich doch recht oberflächlich ("Wenn Sie wichtige Informationen teilen wollen, tun Sie es auf behutsame Art und Weise").
Alle Tipps und Hinweise zur weiteren "Handhabung" gehen davon aus, dass der Betroffene sich seiner Krankheit bewusst ist, darüber offen sprechen will und kooperiert. Die aufgezeigten Lösungswege klingen dann ganz leicht. Für jemanden mit einem unkooperativen Angehörigen, der seine Krankheit leugnet und Hilfe ablehnt, bleibt es aber letztendlich nur ein Buch mit humoristischen Darstellungen einer ernsthaften Krankheit. Schade, die Beschreibung ("eine Fülle von Ratschlägen"). klang vielversprechend.
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am 27. Dezember 2009
Ich habe das Buch vor kurzem aus Interesse am Thema gekauft.
Die Autoren zeigen mit sensiblem Humor sehr anschaulich, welche Auswirkungen eine Depression unter anderem auf den Erkrankten und auch sein Umfeld haben kann. Die Bilder sind treffend, was in einer Unterhaltung mit einem erkrankten Bekannten beim Durchblättern des Buches deutlich wurde. Auch konnte der Betroffene bei einigen Darstellungen selbst lachen, was schon fast einen dicken Pluspunkt wert ist.

Andererseits kann das Buch aufgrund seiner Kürze und der prägnannten und bebilderten Darstellung der Informationen nur eine Silhouette der Krankheit zeichnen, für tiefergehende Informationen ist man auf detaillierte (Fach)Literatur angewiesen.

Daher ist das Buch sehr gut geeignet, um schnell und anschaulich zu zeigen, wie sich Betroffene fühlen, was Angehörige tun können oder lieber nicht tun sollten - gut geeignet, um Freunden oder Angehörigen zu einem ersten Verständnis in Sachen Depression zu verhelfen. Ersetzt jedoch natürlich nicht professionelle Hilfe und zum besseren Verständnis der Krankheit ist weitere Literatur auf jeden Fall nötig.

Pro:
- kurz, knackig und treffend
- erste konkrete Tipps/ Hinweise zur sofortigen Umsetzung
- Bilder stützen die Informationen sehr gut
- mit dezentem Humor geschrieben
- macht Mut und weckt Hoffnung
- Websiten- und Literaturverweise, wenn auch recht kurz

Contra:
- zwar Hardcover, aber trotzdem; 15 Euro für gefühlte 50 Seiten
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Dieses Buch ist eine wirklich gelungene Schnittmenge zwischen Fachbuch und "Hilfsbuch für Laien". Matthew und Ainsley Johnstone verstehen es blendet aufzuzeigen, wie man als unmittelbar Betroffene/-r - sei es als Angehörige/-r oder Freund/-in Menschen mit Depressionen in der Bewältigung ihrer Erkrankung unterstützen kann. Ohne dass man sogleich zum Co-Therapierenden wird, vermittelt das Buch Hilfestellungen, passend zu agieren und zu reagieren.
Dafür beginnt das Buch zunächst mit einer Überleitung von dem ersten Band "Mein schwarzer Hund" und erklärt in anschaulicher Weise die Ausdrucksformen von Depressionen. Hierauf folgt eine wegweisende und von "falschen" Handlungen und Aussagen weg weisende Aufforderung, was man alles nicht tun oder sagen sollte. Hieran folgen ein paar positiv formulierte Hinweise, welche Ausdrucks- und Handlungsstrategien hilfreich sein können, ehe Konzepte zum gemeinsamen Bewältigen bzw. Akzeptieren der Depression vermittelt werden. Natürlich darf ein Angehörigen-Ratgeber nicht enden, ohne dass Möglichkeiten aufgezeigt werdne, wie man sich als Angehöriger selbst schützen kann, von der Depression nicht "aufgesogen" zu werden.
Eine vielfältige Liste mit Hinweisen zu Selbsthilfegruppen, anderen Hilfs- und Behandlungs-Anlaufstellen, zur weiterführenden Literatur (hier ist das Spektrum berücksichtigter unterschiedlicher Verlage bemerkenswert)und zu Internetseiten schließt das Buch ab.
Dieser Fortsetzungsband greift das Motiv bzw. die Metapher "der schwarze Hund" wieder ungemein anschaulich auf und pointiert den gesunden Humor aus dem ersten Band noch etwas stärker. Hierzu tragen vor allem die in dem etwas dickeren Buch zahlreicheren Abbildungen bei. Diese zeigen "den schwarzen Hund Depression" äußerst einprägsam und treffend, so dass sich eine Vielzahl von Angehörigen in die beschriebenen Situationen hineinversetzen kann. Die sehr gelungene Übertragung auf die Verhältnisse im deutschsprachigen Raum mit lebens- und alltagsnahen Szenenbildern wird mit dazu beitragen können, dass Depression an sich den Tabu-Bereich verlassen kann und damit die Unterstützung der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen rechtzeitiger und umfassender erfolgen kann.
Gäbe es einen Fachbuchpreis mit einer besonderen Kategorie für Angehörigenhilfe: dieses Buch würde direkt nominiert werden.
Ein preiswertes, fundiertes Buch, das in jede Beratungs- und Therapiepraxis gehört und jedem ein Geschenk sein kann, der in seinem Umfeld mit Menschen mit depressiven Verstimmungen bzw. Krankheiten zu tun hat.
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am 13. April 2016
Dieses Buch liest sich sehr leicht. Dadurch das die Depression durch den schwarzen Hund dargestellt ist macht es die Krankheit greifbarer. Dies hat mir sehr dabei geholfen mich sowie auch meinen Partner davon distanzieren zu können. Auf die Frage "wie geht es dir?" konnte er bis jetzt immer nur schwer antworten, meistens kam auch gar keine Antwort. Aber auf die Frage "Was macht der Hund?" fällt ihm die Antwort nicht schwer , und es lockert die Situation auf. Finde dieses Buch ist absolut empfehlenswert! Inhaltlich korrekt und hilfreich, ohne es zu kompliziert zu machen.
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am 2. August 2010
Die Depression in ihren verschiedenen Graden hat sich in den letzten Jahren zu der Krankheit in den westlichen Ländern entwickelt, die die höchsten Zuwachsraten hat. Der Anteil an Krankschreibungen und Frühverrentungen wegen psychischer Krankheiten, hier hauptsächlich die Depression und der ihr verwandte Burnout, nimmt stetig zu. Dennoch ist diese Krankheit wenig anerkannt; viele Menschen, die darunter leiden verstecken sich.

Mein bester Freund, der über lange Jahre an Depressionen litt und erst nach zahllosen Klinikaufenthalten und nach einem harten Schnitt in seinem Leben wieder ein glücklicher und zufriedener Mensch wurde und sogar eine Familie gründete, hat mir einmal erzählt, dass er in der schlimmsten Phase seiner Krankheit auf der Stelle mit einen dem Tode geweihten Krebskranken getauscht hätte, weil diese Krankheit gesellschaftlich anerkannt ist, und Krebskranke nicht dauernd mit Ratschlägen konfrontiert werden, sich doch endlich einmal zusammen zu nehmen und sich am Riemen zu reißen, weil es ihm doch letztendlich gut gehe.

Die beiden Autoren des vorliegenden Buches, das Ehepaar Matthew und Ainsley Johnstone, haben ihre lange Geschichte mit der Depression. Matthew Johnstone hat selbst viele Jahre unter schwersten Depressionen gelitten und seine Frau hat es geschafft, ihn liebevoll durch diese Jahre zu begleiten und damit nicht unwesentlich zu seiner Genesung beigetragen.

Sie haben, jeder aus einer anderen Perspektive, mit "dem schwarzen Hund" gelebt und sich danach entschlossen, einen ganz besonderen Ratgeber zu verfassen "wie Angehörige und Freunde depressiven Menschen helfen können, ohne sich dabei selbst zu verlieren".

Dieser Nebensatz ist für Freunde und Angehörige das wichtigste, denn "der schwarze Hund" übt einen dunklen Sog aus, in dem man schnell selbst mit untergeht, wenn man sich nicht dagegen schützt.

Es ist ein Buch mit wenig Text, der aber sehr sensibel und eindrücklich die verschiedenen Stadien und Erscheinungsformen der Krankheit treffend beschreibt. Besonders beeindruckend sind die Zeichnungen und Bilder, die die beiden für das Leben in der Depression gefunden haben.

Insgesamt trifft das für alle Betroffenen absolut empfehlenswerte Buch einen Ton, der gut geeignet ist, die Verzweiflung, die Hilflosigkeit und die gesellschaftliche Vereinsamung zu durchbrechen, unter der depressive Menschen und ihre Angehörigen und Freunde leiden.

Ich wünsche dem Buch viele Leser, und den Betroffenen unter ihnen jene Form von Heilung, die auch meinem besten Freund widerfahren ist, der seit langem ganz gesund ist, und sich am Leben mit seiner Familie und seinem Kind freuen kann.
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am 17. Juni 2013
Dieses kleine Comicbuch sollte als Pflichtlektüre für alle Menschen eingeführt werden, die mit Depressionen zu tun haben. Es erklärt Depressiven, was sie haben; es erklärt Angehörigen, was ihre Freunde/Verwandten durchmachen; ich glaube, dass es sogar Kindern verständlich machen kann, was eine Depression ist.

Dieses Buch habe ich schon sechs oder sieben Mal gekauft und verschenke es permanent weiter, weil es auf unglaublich einfache Art und Weise sehr deutlich macht, was eine Depression ist, was die Symptome sind, wie sich die beteiligten Menschen fühlen, wo Hilfe zu finden ist und wie man sich am besten verhält.

Es ist DAS Depressionsbuch und sollte zehn von fünf Sternen bekommen!
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am 5. März 2014
Mir hatte eine Mitpatientin das Buch gezeigt und ich war so begeistert, dass ich gleich zwei Exemplare bestellt und im Freundes- und Familienkreis auf die Reise geschickt habe.

Häufig fällt es dem Umfeld schwer die Lebenswelt von Menschen mit Depressionen zu verstehen. Es fällt ist schwierig für sie, den richtigen Umgang mit diesen Menschen zu finden. Dabei kann ihnen dieses Buch helfen.

Das Buch ist in folgende Kapitel gegliedert:

- Was ihnen vielleicht aufgefallen ist: hier werden die Symptome und Veränderungen im Verhalten der Erkrankten gezeigt

- Was man NICHT sagen oder tun sollte: wie ich finde ein sehr wichtiges Kapitel. Denn vieles, was eigentlich nur gut gemeint ist ist für den erkrankten im besten Fall nur nervig, im schlimmsten sehr verletzend. Zum Beispiel die Aussage "Du willst ja nur die Aufmerksamkeit auf dich ziehen" oder der Hinweis auf Menschen, denen es noch schlechter geht.

- Was man Gutes tun und sagen kann: gute und hilfreiche Hinweise zum gelungenen Umgang mit depressiven Menschen. Vor allem die Idee mit der "Hau ab, Hund!"-Schachtel finde ich toll!

- Wie man den schwarzen Hund akzeptiert: Wie man mit dem Betroffenen zusammen mit der Krankheit nach dem W.E.G.-Prinzip umgeht. Hier finde ich auch den Hinweis, auch auf die eigenen Ressourcen zu achten und sich nicht zu überfordern wichtig. Auch die Suche nach dem richtigen Arzt wird hier thematisiert.

- Wie man sich selbst schützen kann: ein sehr wichtiges Kapitel, denn Selbstschutz ist beim Umgang mit Psychisch Kranken elementar. Wenn man selbst nach kürzester Zeit an der Krankheit zerbricht ist schließlich keinem geholfen.

- Anhang: hier finden sich der weiter vorne erwähnte Plan B, eine Übersicht der Hilfsangebote, Literaturhinweise und ein paar nützliche Websites.

Auf jeder Seite findet sich eine liebevolle und teils auch lustige Illustration zum entsprechenden Satz bzw. wenigen kurzen Sätzen. In dieser wird die Depression als ein schwarzer Hund dar gestellt, der zum Beispiel auf dem Schoß des Erkrankten liegt oder vor einem Napf sitzt, der mit den Tränen des Erkrankten gefüllt wird.
Diese Darstellung finde ich sehr gelungen, da sie klar macht, dass es eben nicht der Mensch ist, der so Handelt, sondern die Veränderungen durch die Krankheit ausgelöst wird.

Das Buch ist übrigens nicht nur für Menschen mit Depressionen sondern auch mit anderen Psychischen Krankheiten, die Depressive Phasen erzeugen (Borderline, Bipolarität usw.) und deren Angehörige geeignet.
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am 14. Oktober 2012
Ich arbeite sehr oft mit depressiven Menschen. Und obwohl die meisten dieser Betroffenen sehr treffend die Symptome einer Depression beschreiben, so verstehen die wenigsten, dass all das, was sie beschreiben, zu einer Erkrankung gehört. Viele beschimpfen sich dafür, nicht wenige halten die Symptome für Schwäche und persönliches Versagen. Und eigentlich weiß so keiner richtig, was mit ihnen passiert. Sie werden hilflos. Es ist daher wichtig, über diese Erkrankung aufzuklären. Und genau hier liegt ein Problem. Depressive lesen keine langen Texte, denn sie können sich nicht konzentrieren. Depressive fühlen sich erschlagen von langen Symptomauflistungen, denn sie werden hoffnungslos, wenn sie daran denken, was noch alles sein kann. Depressive haben nur wenig Gefühle, sie haben auf nichts Lust, und schon allein deshalb werden sie sich eher nicht aufraffen, sich mit fachlich fundierten Büchern zu beschäftigen. Denn die sind in ihrer Wahrnehmung eh trist.
Ich finde dieses Buch sehr toll: es hat keine langen Texte, sondern es beschreibt in kurzen Sätzen. Es ist mit einem Augenzwinkern geschrieben, das aber nicht herunterspielt. Jeder Satz ist mit einem Bild verknüpft: damit gibt es nicht nur einen sachlich-rationalen Zugang, sondern eben auch einen bildhaft-emotionalen. Es strengt nicht an, sondern fordert auf, sich noch mehr anzusehen. Es schafft Distanz, die Depression ist in diesem Buch ein schwarzer Hund. Der ja auch ein liebevoller Begleiter sein kann.
Im Buch finden sich keine Erklärungen über die Entstehung einer Depression. Wer so etwas sucht, wird hier nicht fündig. Aber es ist ein toller Zugang für alle Betroffenen, und es ist wichtig für diejenigen, die einen wohlwollenden Umgang mit sich und ihrer Erkrankung noch nicht gefunden haben.
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