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Kundenrezensionen

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am 5. Juli 2011
Ich arbeite sehr oft mit depressiven Menschen. Und obwohl die meisten dieser Betroffenen sehr treffend die Symptome einer Depression beschreiben, so verstehen die wenigsten, dass all das, was sie beschreiben, zu einer Erkrankung gehört. Viele beschimpfen sich dafür, nicht wenige halten die Symptome für Schwäche und persönliches Versagen. Und eigentlich weiß so keiner richtig, was mit ihnen passiert. Sie werden hilflos. Es ist daher wichtig, über diese Erkrankung aufzuklären. Und genau hier liegt ein Problem. Depressive lesen keine langen Texte, denn sie können sich nicht konzentrieren. Depressive fühlen sich erschlagen von langen Symptomauflistungen, denn sie werden hoffnungslos, wenn sie daran denken, was noch alles sein kann. Depressive haben nur wenig Gefühle, sie haben auf nichts Lust, und schon allein deshalb werden sie sich eher nicht aufraffen, sich mit fachlich fundierten Büchern zu beschäftigen. Denn die sind in ihrer Wahrnehmung eh trist.
Ich finde dieses Buch sehr toll: es hat keine langen Texte, sondern es beschreibt in kurzen Sätzen. Es ist mit einem Augenzwinkern geschrieben, das aber nicht herunterspielt. Jeder Satz ist mit einem Bild verknüpft: damit gibt es nicht nur einen sachlich-rationalen Zugang, sondern eben auch einen bildhaft-emotionalen. Es strengt nicht an, sondern fordert auf, sich noch mehr anzusehen. Es schafft Distanz, die Depression ist in diesem Buch ein schwarzer Hund. Der ja auch ein liebevoller Begleiter sein kann.
Im Buch finden sich keine Erklärungen über die Entstehung einer Depression. Wer so etwas sucht, wird hier nicht fündig. Aber es ist ein toller Zugang für alle Betroffenen, und es ist wichtig für diejenigen, die einen wohlwollenden Umgang mit sich und ihrer Erkrankung noch nicht gefunden haben.
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am 17. November 2011
Dieses kleine, nun schon in der dritten Auflage erscheinende Buch, ist sowohl für Betroffene als auch für Angehörige von depressiv gewordenen Menschen eine große Hilfe. Das, wofür andere Bücher oder Ratgeber Hunderte von Seiten brauchen, zeichnet und beschreibt Matthew Johnstone in wenigen Worten und eindrucksvollen Bildern.

Seit er Anfang zwanzig war, sagt er, lebt er mit dem schwarzen Hund, der Depression. Auf jeder neuen Seite des Buches ist der Hund größer geworden, und die Zeichnungen Johnstones geben einen sehr realistischen Eindruck davon, wie sich ein an Depression erkrankter Mensch fühlt und mit welchen dunklen Gedanken er kämpft.

Doch erst die Inanspruchnahme professioneller Hilfe bei einem Therapeuten und die Einnahme der richtigen Medikamente helfen, den schwarzen Hund erst einmal in den Käfig zu sperren. Und dann kommt die Übung. Man lernt Stress zu vermeiden, führt ein Gefühlstagebuch und beginnt, sich sportlich zu bewegen und hängt so den fetten und faulen schwarzen Hund immer mehr ab.
"Am Allerwichtigsten ist es, nicht zu vergessen: Wie schlimm es auch immer kommen mag- wenn man die richtigen Maßnahmen ergreift, können und werden die Schwarzen Hundstage vorübergehen."

Ein ganz hervorragendes Buch, das auf wenigen Seite nicht nur den Charakter und die Symptome der Depression beschreibt, sondern auch, wie man aus ihr wieder herausfindet. Für Betroffene und Angehörige gleichermaßen geeignet.
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am 16. Mai 2013
Auf der Suche nach Literatur, die mir eine neue Lösungsstrategie bieten könnte, bin ich auf dieses Buch gestoßen. Ich hatte kein anderes gefunden, das mir etwas Neues versprochen hätte (was schon einmal gut ist, weil ja dann die Lösung für mein Leiden schon irgendwo vor meinen Augen liegen müsste...). Anfangs war ich eher skeptisch, was mir eine Bildergeschichte wohl bringen könnte, aber dieses Buch hilft mir sehr, meine Krankheit mit der nötigen Distanz zu betrachten, was wahrlich eine schwierige Aufgabe darstellt! Ich hoffe auch, dass es eine gute Grundlage bildet mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Das ist ein weiterer sehr schwerer Schritt auf dem Weg zur Gesundheit. Also, soweit 5 Sterne. Es ist sein Geld auf jeden Fall wert!
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am 2. Oktober 2008
Das Buch beschreibt sehr treffend und rührig in naiven Bildern die Symptome und alltäglichen Auswirkungen einer Depression, dies trotz der Härte der Krankheit auch mit einem versöhnlichen Ausblick. Als Angehöriger eines Betroffenen fand ich das Buch sehr gut, gerade auch mal abseits der sonst doch oft trockenen Hilfe-Lektüre.

Das Buch hat nur 48 Seiten, also für mich ein wenig teuer für das Geld. Ich würde es aber wieder kaufen und werde es vermutlich auch nochmal in unserem Verwandtenkreis verschenken, da es das Thema auch für Aussenstehende (Erwachsene!) recht gut erschliesst.

Tipp für Unentschlossene: Beim Mutterkonzern Amazon.com mal nach dem Original schauen (Titel: "Living with a black dog: His name is Depression"), dort kann man dann schon mal vorab online ein klein wenig im Buch blättern (das "Look Inside"-Feature).
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am 3. April 2014
Dieses Buch fand ich, weil ein direkter Angehöriger seit 3 Monaten "den schwarzen Hund hat".
Wahrscheinlicher schon seit Jahren, aber das tut hier nichts zur Sache. Da depressive Menschen nicht in der Lage sind, ellenlange, schlaue Google Texte zu lesen bzw überhaupt zu verinnerlichen, ist dieses Buch ein wirklich so sehr gelungenes Werk, getreu dem Motto "ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte ..".
Der Autor schildert offen seinen eigenen Weg durch die Depression, die dabei für Laien sehr tröstlich erklärt wird. Viele Verhaltensweisen eines an Depression erkrankten Menschen werden einem klar.
Mir hat dieses Buch sehr geholfen, mit dem Angehörigen besser umzugehen und ihn besser und "gütiger" in seinen Gemütszuständen zu nehmen.
Die Kritiken hier bei Amazon, die sagen "so wenige Seiten ..." sind wirklich am Thema vorbei. Was nützen 600 Seiten, wenn dabei nichts transportiert wird? Dieses Buch ist sein Geld mehr als wert !
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am 23. Juli 2014
... und dann schreibt jemand ein Buch, das sich so anfühlt wie bei einem selbst.

Als ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe, war ich erschüttert und verblüfft, dass dieser mit völlig unbekannte Mann genau das beschreibt wies in mir aussieht.

Und auch wenn man denkt, dass man ausgestoßen und stigmatisiert ist sobald man sich mit einer Depression 'outet', sind die Reaktionen darauf (nach meiner Erfahrung) im Endeffekt nicht so schlimm wie man denkt. Dieses Buch hat mir sehr geholfen, weil ich verstanden habe, dass ich nicht der einzige Mensch bin, dem es so geht. Ganz im Gegenteil, es gibt verdammt viele die den ganzen Mist aber (genau wie ich) lange mit sich herumschleppen und ihren 'schwarzen Hund' unsichtbar für alle immer bei sich haben.

Ich nehme ich das Buch oft zur Hand und blättere einfach darin herum, nur um mich immer wieder daran zu erinnern dass es anderen Menschen ebenso geht - und das gibt mir Hoffnung und Mut.

Von daher bekommt 'Mein schwarzer Hund' 5 Sterne und eine eindeutige Kaufempfehlung von mir.
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am 8. Juli 2012
Dieses Buch ist eine wahre Schatztruhe: Auf der einen Seite beschreibt es kurz und mit starken Bildern illustriert das Mysterium Depressionen, auf der anderen Seite zeigt es auch (erprobte) Ansätze und Verhaltensweisen, wie mit dieser Krankheit umzugehen ist. Wer sich mit dieser Krankheit befasst, kommt an diesem "Bilderbuch" nicht vorbei.
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Matthew Johnstone hat als selbst Betroffener kein Fachbuch zum Thema Depression geschrieben. Er hat in einfachen Bildern zum Ausdruck gebracht, wie er seine Depression erlebt und durchgestanden hat. Im Vorwort erfährt der Leser, dass es Winston Churchill gewesen ist, der den Ausdruck "black dog" populär gemacht hat. Ein Ausdruck, den es so im Deutschen nicht gibt. Es beschreibt das Gefühl, von einer schwarzen Wolke - oder eben einem "black dog" - überwältigt zu werden.
Johnstone beschreibt in sehr einfühlsamen Bildern sein Erleben der Depression in allen Erfahrungsbereichen seines Lebens. Und er beschreibt, wie er den Tiefpunkt erlebt, Hilfe in Anspruch genommen hat, gelernt hat, offen mit der Krankheit umzugehen und wie er letztlich auch durch Entspannungstechniken und Sport gelernt hat, gut mit der Depression umzugehen.
Schön ist dabei auch sein letztes Bild mit einem sehr kleinen Hund an der Leine seines Herrchens. Der Hund schaut hoch und man sieht nur die Beine seines Herrchens.
"Wahrscheinlich wird der schwarze Hund immer ein Teil meines Lebens bleiben. Aber ich habe gelernt, dass man mit Geduld, Humor, Verständnis und Disziplin sogar den schlimmsten Schwarzen Hund an die Leine legen kann".
Empfehlenswert für Betroffene, aber auch als kleine Aufmerksamkeit als Geschenk im Umgang mit Betroffenen. Das Büchlein zeigt Respekt und Achtung vor dem Thema Depression und ist emotional sehr hilfreich für alle, die sich mit dem Thema befassen (müssen).
Ich selbst verweise in Vorträgen zum Thema gerne auf das Büchlein und zeige dabei drei der Bilder. Das ist auch für Angehörige oft sehr hilfreich um ein Gefühl zu bekommen, wie das Erleben und die Wahrnehmung von Menschen mit Depressionen sein können.
Wissen wird in vielen Büchern zum Thema vermittelt, hier gibt es einen emotionalen Zugang und der ist sehr wichtig!
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am 14. Oktober 2009
Das Buch ist sehr gelungen und empfehlenswert, da es auf einfache und sehr anschauliche Weise und ohne viel Worte das nachempfindbar macht, was bei einer Depression passiert/zeigt, wie sich ein/e Depressive/r fühlt. Schön auch, die Normalisierung dieses Zustandes und die Perspektive, die es aufzeigt: Eine Depression kann einen bis ins innerste Mark treffen und das Gefühl der absoluten Hilflosigkeit geben, bis hin zur völligen Gefühllosigkeit - und dennoch gibt es eine Möglichkeit des Umgangs damit. Man muss gar nicht "gesund" werden. Dennoch lebenswert Leben ist eine realistische Perspektive.
Das Buch holt die Betroffenen da ab, wo sie stehen. Ich bin Therapeutin und nutze es als Grundlage für Fragen und Lösungen. Die Bilderbuchform wirkt nicht kindlich, birgt aber die Möglichkeit, sich auf niederschwelligem Niveau damit auseinander zu setzten. Ein Rundumbuch für Profies, Betroffene und Laien. Auch der zweite Band (für Partner) ist entsprechend zu empfehlen. Zudem ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis.
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am 16. Oktober 2008
Matthew Johnstone Mein schwarzer Hund Kunstmann
ISBN 3888975379

Wer Depressionen aus eigener Anschauung kennt, der weiß, dass sie nur schwer zu beschreiben sind. Eine Stimmung tiefster Niedergeschlagenheit, Mutlosigkeit und Antriebslosigkeit gepaart mit dem Gefühl der Isolation, der Verlassenheit und der Unmöglichkeit, sich der Umwelt gegenüber zu erklären, breitet sich aus. Jede vierte Frau und jeder sechste Mann erkrankt im Laufe des Lebens daran. Aber was heißt hier Krankheit? Gibt es doch immer noch im Volksmund die Meinung, dass der Kranke sich nur anstelle, dass er sich nur zusammenreißen müsse, und dass ja alles nur < psychisch> sei. Mit der Betonung auf dem Wörtchen < nur > wird die endgültige Abwertung der Krankheit beschlossen. Wer so redet, der weiß nicht, wovon er spricht!
Wie in einem Vorwort von Gordon Parker, Psychiater und Professor an der New South Wales University in Sidney, angemerkt wird, gehört die Depression zu einer der schlimmsten Geißeln der Menschheit. Sie ist weit verbreitet, oft verkannt und nicht ernst genommen und kann den Betroffenen das ganze Leben verderben. Dabei gibt es unterschiedliche Schweregrade, und die Ausprägungen können ebenfalls sehr verschieden sein.

Matthew Johnstone, Artdirektor und Designer, hat seine eigene Geschichte hier gemalt! Seine Depression kommt in Gestalt eines schwarzen Hundes daher. Mit einfühlsamen Begleittexten malt er die Zustände, die er während einer Depression durchlebt. Indem Johnstone der Depression die Gestalt des schwarzen Hundes gibt, wird die Krankheit praktisch visualisiert. Der Hund ist die Depression! Mit ihr kann man sprechen, kämpfen und sie zu bezwingen versuchen. Dabei muss man Niederlagen einstecken, die bis zur Selbstaufgabe führen können. Der Hund ist groß und der Held ganz klein neben ihm, was die Wirkung der Gewalt verstärkt. Man kann den Hund aber auch an die Leine nehmen, man kann mit ihm schimpfen, ihn überreden, von einem zu lassen,--und er kann einem den Weg zu einem fachkundigen Helfer, sei es ein Arzt oder Therapeut, weisen! Der Autor verbindet mit seiner Geschichte die Hoffnung, dass auch die schlimmsten < Hundstage > einmal vorübergehen werden!
Der Trübsinn in Form schwarzer Wolken, die Müdigkeit, Lebensunlust und die Verzweiflung werden in deutlichen Bildern mit klaren Farben wiedergegeben. Regen, Sturm und hohe Wellen untermalen den inneren Zustand des Helden.
Der Kampf um Befreiung mündet in die Einsicht, dass man mit dem Hund leben muss, ihn aber bezähmen kann.

Mit seinen humorvollen Texten und den dazu gemalten Aktivitäten bekommt die Krankheit Depression ein Gesicht. Sie wird fassbar und für den Laien vorstellbar. Es ist ein enormer Verdienst von Matthew Johnstone, dass er, der mit der Gabe des Zeichentalentes ausgestattet ist, dieses eindrucksvolle Buch geschaffen hat.
Dass hier kein Ratgeberbuch entstanden ist sondern eine einfache Geschichte, dass nicht nur die traurige und schwarze Seite der Krankheit gezeigt wird, ist erbaulich und ermutigend.
Sowohl für Menschen, die an einer Depression erkrankt sind als auch für Angehörige und Freunde ist das Buch ein Gewinn!
Man sollte es kaufen, verschenken und damit zur Aufklärung über einer Krankheit beitragen, die boshaft, heimtückisch, unerklärlich und in ihrer Ausdruckform absolut beängstigend ist! Am Ende der Geschichte steht die Zuversicht!
22 Kommentare|27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden