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94 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein schönes Buch!
Da hat man schon so viele philosophische und theologische Bücher gelesen. Und dann fällt einem dieses Kinderbuch in die Hände. Es beantwortet keine Fragen, es belehrt nicht, es ist weder rührselig noch verlogen. Und doch enthält es so viel Wahrheit und ist gleichzeitig nüchtern, tröstlich und vor allem voller Humor und Poesie. Beim...
Veröffentlicht am 26. März 2007 von Pietbull47

versus
27 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Paranoia garantiert
Zwei Sterne gibts für die sparsam gehaltenen Zeichnungen und die originelle Geschichte. Allerdings ist das keine Geschichte für Kinder. Natürlich sollte man unverkrampft mit dem Tod umgehen, aber Kindern erzählen, dass er ihnen ständig folgt? Das ein schlimmer Schnupfen genügt um zu sterben? Ein fünjähriges Kind wird von dem Buch...
Veröffentlicht am 8. Februar 2010 von Lulle


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94 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein schönes Buch!, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Ente, Tod und Tulpe (Gebundene Ausgabe)
Da hat man schon so viele philosophische und theologische Bücher gelesen. Und dann fällt einem dieses Kinderbuch in die Hände. Es beantwortet keine Fragen, es belehrt nicht, es ist weder rührselig noch verlogen. Und doch enthält es so viel Wahrheit und ist gleichzeitig nüchtern, tröstlich und vor allem voller Humor und Poesie. Beim Vorlesen muß man abwechselnd lachen und weinen. Eines der schönsten Bücher, die ich kenne, und keineswegs nur für Kinder geeignet. Allein schon die Zeichnungen sind eine Anschaffung wert. Und die Texte sind in ihrer treffenden Kürze und in ihrem hintergründigen Witz einfach genial.
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54 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen behutsame Nähe, 16. März 2007
Von 
Detlef Rüsch "detlefruesch" (Landshut, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ente, Tod und Tulpe (Gebundene Ausgabe)
Mit "Ente, Tod und Tulpe" hat Wolf Erlbruch eine Thematik gewählt, die Kindern nicht immer leicht nahe zu bringen ist. Ein erster kleiner Schock oder besser Zurückweichen vor dem dargestellten Tod wird so erst einmal verständlich.

Auch wenn der Tod (eine leicht schmunzelnde Figur mit einem weich gezeichneten Totenkopfschädel)direkt ins Bild gebracht wird, wird er vermutlich nicht direkt Entsetzen, sondern vielmehr Neugierde auslösen.

Was hat es mit dem Tod auf sich? Ist er immer da? Muss man ihn fürchten, lieben oder akzeptieren?

Betroffene vom Tod ist eine Ente, die mit ihm in behutsamen Dialogen ins Gespräch und in Kontakt kommt. Der Tod zeigt ihr, dass er immer in ihrer Nähe ist, für den "Fall". Dieser Fall steht für unterschiedliche Todesursachen und wird in gebührender Weise umschrieben, ohne zu direkt zu wirken oder Angst bei den betrachtenden und lesenden Kindern auszulösen. Die von Wolf Erlbruch verwendeten "Ente-Tod-Dialoge" sind sehr einfühlsam und bringen Kinder mit unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben nach dem Tod in Berührung. So wird auf Engel, Wolken und Hölle bezug genommen und neben den Gefühlen beim Anblick des Todes auch auf die Gedanken eingegangen.

Tod und Ente freunden sich in diesem Buch immer mehr an und schließlich - als die Ente gestorben ist - wird der Tod in persona geradezu traurig.

Der Hintergrund des Bildes wird in einem zarten nachtblau verwandelt, um syo die veränderte Seelenlage zu symbolisieren.

Die Geschichte endet aber nicht mit dem Tod der Ente, sondern wird mit einem Ritual beendet, das ein Konglomerat verschiedener "Bestattungsriten" darstellt.

Der Tod legt die tote Ente behutsam auf einen Fluss, platziert eine dunkle Tulpe auf ihrem Körper und gibt "ihr einen vorsichtigen Schubs. Lange schaute er ihr nach." Konsequenterweise lässt Erlbruch das Ende offen, der Fluss schlängelt sich in die Weite und der Tod bleibt "fasst ein wenig betrübt" zurück.

Dieses Buch ist nicht gerade eine Einstiegslektüre für die Beschäftigung mit der Thematik Tod; aber sie kann nach einigen anderen Büchern hilfreich sein, sich mit Jenseitsvorstellungen und der Trauer der Zurückgelassenen zu befassen. Für Kinder unter 10 Jahren daher nur bedingt geeignet.

Man muss das Buch mehrfach lesen, um es an sich heran zu lassen und wird dann behutsam der "verwelkenden Tulpe nachsehen".

Die einzelnen Bilder sind von einer erfrischenden Konsequenz hinsichtlich des sparsamen Einsatzes von "Requisiten" und in den gedämpften Farben eine Wohltat. Ein wunderbares Erlbruch-Buch, das man - wie das Thema - an sich heran lassen sollte - zur passenden Zeit...
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch über den Tod und das Leben, 27. Dezember 2009
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ente, Tod und Tulpe (Gebundene Ausgabe)
Ein wenig verstörend ist die Geschichte von Wolf Erlbruch schon, wenn er über ENTE, TOD und TULPE spricht oder er uns vielmehr mittels der Zeichnungen in die Geschichte einführt und uns mitnimmt in eine Erklärung für den Tod, welcher allgegenwärtig ist. Ist das ein Kinderbuch? Ist das ein Buch für Erwachsene? Ich weiß er wirklich nicht, es muss irgend etwas dazwischen sein aber es ist so gut gelungen das es mich am Ende faszinierte und ich lange darüber nachgedacht habe.

Das Buch wirft folgende zentrale Fragen auf:

Ist der Tod immer bei uns und warum?

Was ist der Zweck des Todes und könnte man ihn sogar gerne haben?

Verleitet er oder etwas anderes uns zu risikoreichem Denken und Handeln?

Gehört der Tod einfach zum Leben dazu und könnte er selbst ein wenig traurig darüber sein?

Die Geschichte zeigt uns die kleine Ente, welche dem Tod begegnet und der fortan nicht mehr von ihrer Seite weicht, es könnte ja etwas passieren. Mit der Zeit gewöhnt man sich aneinander und erkennt, dass jeder sein Recht auf Dasein hat. Man erlebt Ungewöhnliches miteinander und kommt sich sogar näher, doch dann passiert auch das Unvermeidliche - der Tod hat schließlich eine Auftrag und ist am Ende sogar ein wenig traurig darüber.

Ein ganz besondere Geschichte, welche das Thema Tod bis dato unerreicht dargestellt hat - ich bin wirklich begeistert!

Sehr empfehlenswert!
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hätte ich gerne selber geschrieben, 30. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Ente, Tod und Tulpe (Gebundene Ausgabe)
Meine Frau ist vor zwei Monaten gestorben. Heute erhielten mein Sohn (12 Jahre alt) und ich das Buch von einem Freund geschenkt. Wir haben es sofort gemeinsam gelesen. Die Reaktion meines Sohnes: "Ist das ein schönes Buch. Das hätte ich gerne selber geschrieben."
Ein besseres Kompliment gibt es für einen Autor nicht.
Aber ich gebe zu: Mein Sohn und ich haben viel über Leben und Tod gesprochen, und das schon seit Jahren, und er ist kein kleines Kind mehr. Vielleicht ängstigt das Buch Achtjährige. Aber wie Kinder reagieren, hängt, denke ich, großteils von den Erwachsenen ab.
Deshalb: Vor dem Weiterschenken selber lesen und abwägen, ob und wem es zuzumuten ist. Grundsätzlich aber ein lohnender Ansatz für viele Gespräche.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesen Tod muss man fast mögen - so zart und gefühlvoll!, 18. Dezember 2009
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ente, Tod und Tulpe (Gebundene Ausgabe)
Irgendwie fühlt sich die Ente nicht ganz wohl. Sie kommt sich verfolgt vor. Und als sie sich umsieht, steht jemand neben ihr, der ganz seltsam aussieht. Gekleidet wie eine Entenmagd, mit hübschem blaukariertem Kleid, grinst ihr ein Totenschädel entgegen.
Zwar erschrickt die Ente heftig, doch möchte sie gerne wissen, warum der Tod ihr folgt. Sachlich und ehrlich antwortet ihr der Tod, dass er sie eigentlich schon ihr ganzes Leben begleitet, nur nicht von ihr bemerkt wurde.
Ente und Tod beginnen sich zu unterhalten, unternehmen ganz verschiedene Dinge miteinander und es sieht fast so aus, als würden sie Freunde werden können. Wäre da nicht das Ende, das der Ente zweifellos - wie jedem anderen - droht: der Tod.

Anfang 2007 erschien das neue Bilderbuch von Wolf Erlbruch. Bereits der Titel "Ente, Tod und Tulpe" ist Programm. Er nimmt sich der Frage an, was eine Ente bewegt, wenn sie den Tod bemerkt und Zeit hat, sich mit ihm zu unterhalten, ihn kennen zu lernen und vertraut mit ihm zu werden.
Dies gelingt Wolf Erlbruch mit sparsam gezeichneten, einfachen Bildern. Sie zeigen außer der Ente, dem in ein Kleid gewandeten Tod und sehr wenigen Details eigentlich nichts. Die Bilder sind fast verstörend schlicht, der Text ist es ebenso. Die wenigen, kurzen, abgehackten Halbsätze sind bewusst restringiert. Es entsteht ein unmittelbarer, sehr direkter Zusammenhang zwischen den Bildern und dem Text. Keine Beschreibungen, Attribute oder der vermehrte Einsatz von Adjektiven trübt diese Wirkung.
Der Leser wird konsequent auf den Kernpunkt der Geschichte gestoßen: dem Verhältnis des lebendigen Wesens mit dem Tod.

Doch das Geniale dieses Buches ist der multiple Zugang zu der Geschichte. Kinder ab fünf Jahren erleben ihn unmittelbar und direkt aus der Zeichnung heraus. Für sie ist der Kontakt zwischen Tod und Ente normal und endet zwangsläufig mit dem Tod der Ente. Sie verstehen die Beziehung des Lebendigen mit dem Tod als kausal und natürlich.
Ältere Kinder nehmen den Zusammenhang zwischen Bildern, Text und Aussage differenzierter war, kommen aber zu dem selben Schluss.
Jugendliche und Erwachsene hingegen - auch für sie ist dieses Buch geeignet und empfehlenswert - bemerken die zahllosen Zwischentöne, die durch winzige zeichnerische Hinweise, kleinste Satzwendungen und Anspielungen aus der schlichten Beziehung eine komplexe, vielschichtige Schicksalsgemeinschaft machen. Für sie steht zwischen den Zeilen eine ganze Menge an unausgesprochenen Ängsten und Bildern, die aus dem einfachen Buch ein spannendes Kunstwerk und eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Tod werden lassen.

Dieses Bilderbuch eignet sich für Kinder ab fünf Jahren ebenso wie für Erwachsene. Jede Altersgruppe wird einen eigenen Zugang zu der Geschichte finden und in ihr einen spezifischen Bedeutungshintergrund finden.

Stefan Erlemann
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein unglaublich schönes buch ..., 14. April 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ente, Tod und Tulpe (Gebundene Ausgabe)
mit verlaub: das buch lebt von den filigranen und liebevollen zeichnungen.

diese sind in nahezu perfekter Symbiose mit dem konzentrierten text.

einfühlsam und universell. ein buch für den menschen. für kinder ein "verstehbuch", wenn es mit dem tod - in welcher form auch immer - konfrontiert sein sollte - für erwachsene ein buch der einfachen kunstvollen schönheit - lesbar und berührend für alle.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte über das Leben, den Tod und eine Ente, 15. März 2010
Von 
Anette1809 "katzemitbuch" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Wer denkt schon soweit, ein philosophisches und theologisches Buch, dass in ganz einfachen Worten den Tod erklärt, ausgerechnet unter Bilderbüchern zu suchen?

Wolf Erlbruch erzählt in schnörkellosen und doch so wunderschönen Bildern und kurzen Texten die Geschichte einer Ente, die eines Tages den Tod hinter sich bemerkt. Der Tod wird zum Freund, als die Ente die Entdeckung macht, dass er zwar ihr ständiger Begleiter ist, aber gar nicht für ihr Ableben sorgen will, dafür sorgt das Leben schon selbst eines Tages. Sei es durch einen Unfall, einen Schnupfen oder den Fuchs! Allein bei dem Gedanken daran bekommt die Ente eine Gänsehaut. Der Tod begleitet die Ente ihr ganzes Leben hindurch bis sie am Ende vom ihm - zusammen mit einer roten Tulpe - auf ihre letzte Reise geschickt wird.

Die Geschichte ist zum Lachen und zum Weinen, ist tröstlich und voller hintergründigem Humor in den kurzen Dialogen zwischen Ente und Tod.
Eltern sollten sich dieses Buch alleine durchlesen, bevor sie es ihren Kindern geben. Obwohl die Geschichte in einfachen Worten und Bildern erzählt wird, sollten Eltern ihren Kindern für Fragen und Erklärungen zur Seite stehen. Das Buch ist aber keineswegs nur für Kinder geeignet, sondern auch für Erwachsene.
Leben und Tod gehen Hand in Hand, das eine kann ohne das andere nicht existieren. Der Tod, die Angst davor und die Trauer darüber sollten keine Tabuthemen sein, dass zeigt diese Geschichte auf eine besondere und poetische Art und Weise.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zarte Ungewöhnlichkeit, 2. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Ente, Tod und Tulpe (Gebundene Ausgabe)
Erlbruch ist ein Meister darin, das zu zeichnen und mit wenigen zarten Worten zu beschreiben, was sonst kaum in unserem Alltag beachtet, ja sogar ausgeblendet wird. Schon in seinem "Maulwurf-Buch" - dem der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat - gelingt Erlbruch mit zartem Respekt in den Mittelpunkt zu setzen, was allen zunächst unangenehm ist: die Schiethaufen. In diesem eindrucksvoll zurückhaltenden und zugleich liebevoll berührenden "Enten-Buch" gerät der Tod durch seine Darstellung einen ungewohnt respektvollen Blickwinkel. Umwerfend, wie die Ente den Tod wärmt. Erlbuch traut sich mit treffsicherer Einfühlung ein Tabuthema ungewohnt offen und zugleich zart und ehrlich zu beleuchten. Ein kleiner Schatz ist dieses Buch...
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Tod strich der Ente ein paar Federn glatt ..., 1. August 2008
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ente, Tod und Tulpe (Gebundene Ausgabe)
Die Ente hatte so ein Gefühl, als schleiche jemand hinter ihr rum. Der Jemand ist der Tod, eine Figur mit Totenschädel, im karierten Mantel, Schuhen und mit einer Tulpe in der Hand. Das Leben sorgt schon für Dinge, die "Euch Enten so zustoßen" meint der Tod und denkt zum Beispiel an einen Fuchs. Die Ente sinnt nun notgedrungen darüber nach, ob sie nach ihrem Tod zu einem Engel wird; sie denkt auch an die Hölle tief unter der Erde, von der manche Enten erzählen. Die Ente kommt auf die Idee, dass ein leerer Teich zurückbleiben wird, wenn sie tot ist. Schließlich stirbt die Ente, ein sehr kleiner Tod bleibt zurück und wir erfahren, warum der Tod eine Tulpe mitgebracht hat. Während der Tod auf der letzten Seite das Buch verlässt, bewegen sich Fuchs und Hase um seine Füße herum.

Eindringlich spiegelt die Körpersprache der Ente ihre Empfindungen: sie kann schlank wie ein Ast sein, wenn sie sich erschreckt und ihre Brust deutlich herausdrücken, wenn sie dem Tod selbstbewusst entgegentritt. Auch die Körperhaltung des Todes lässt Raum, über seine Empfindungen nachzudenken. Die Behutsamkeit, die der Tod der Ente entgegenbringt, erschließt sich wohl eher erwachsenen Lesern.

Wolf Erlbruch stellt die Begegnung der Ente mit dem Tod sehr poetisch in ausgeschnittenen und auf hellen Grund montierten Kreidezeichnungen dar. Seine einfache Geschichte ist reich an Zwischentönen und spricht Leser aller Altersgruppen ganz individuell an. Ältere Kinder und Erwachsene zeigen sich von diesem Buch nachhaltig berührt. Ob man "Ente Tod und Teufel" für die eigenen Kinder schon im Kindergartenalter für geeignet hält, hängt davon ab, ob man seinen Kindern den Tod als Gestalt vermitteln möchte. Ich habe mich gegen diese Sichtweise entschieden, nachdem ich die Erfahrung gemacht habe, dass Kinder sich mit dem Tod von Angehörigen weniger poetisch als realistisch auseinandersetzen. Sie fragen zunächst danach, wo der Tote nun ist und ob sie oder die Eltern auch bald sterben werden. Wie bei allen Kinderbüchern zum Thema Sterben empfiehlt es sich auch bei Erlbruchs Bilderbuch, sich mit dem Thema zu beschäftigen, ehe die Familie aktuell von einem Todesfall betroffen ist.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Danse macabre im Kinderbuch?, 23. März 2011
Auf den ersten Blick verschlägt es mir die Sprache.
Ein Kinderbuch? Ja, sagt der (wunderbare) Verlag. Ab vier. Ente, Tod und Tulpe ist ein Buch: für Menschen, kein Kinderbuch.
Der bergische Professor schafft, was ihm bisher immer gelang: einfach sehr gute Kinderbücher. Aber dieses ließe sich auch im Bücherregal unter Kunst, Lebensphilosophie, Studie '?' einordnen.
Das Experimentieren mit älterem Papier, raffinierte Collagen, Krakelbuntstift ' vor dem Hintergrund des papiernen Weiss, schafft Raum und Fülle im Nichts. Es gibt keine Requisiten, keinen Hintergrund. Tod und Ente im Kammerstück, im leeren Raum.
Da sind nur die redefreudige Ente, die eines Tages auf den Gevatter Tod trifft. Der hat einen karierten Kittel an, ansonsten erkennt man nur sein Maskentotenköpflein. Die beiden führen eigenartige Dialoge, die Ente schnattert, der Tod umkreist sie. Mal will die Ente dem Tod entfliehen, und
wohl mal der Tod der Ente.
Fast ein zärtlicher Umgang der beiden miteinander, bisweilen.
Einmal ist dem Tod kalt geworden. Die Ente legt sich auf ihn, um ihn zu wärmen.
Am Ende aber ist klar: Der Tod kam, um die Ente zu holen.
»Zarter Schnee schwebte in der Luft. Etwas war geschehen. Der Tod schaute die Ente an. Sie atmete nicht mehr. Sie lag ganz still.«
So ist das Leben, so ist der Tod. Aus dem Nichts, in das Nichts, grafisch meisterhaft umgesetzt. Das Buch war 2008 nominiert für den Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis.
Sortiert man es nun in die Kinderliteratur, die erst seit den 1990er Jahren die Todesthematik überhaupt toleriert? Ich weiss es nicht.
Es hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich werde es in mein Kunstbuchregal aufnehmen. CM
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Ente, Tod und Tulpe
Ente, Tod und Tulpe von Wolf Erlbruch (Gebundene Ausgabe - 1. März 2007)
EUR 14,90
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