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am 24. Oktober 2011
München ist die Skulpturhauptstadt Deutschlands, wenn es um moderne Kunst geht. Steffi Roettgen, heute Professorin am Kunsthistorischen Institut in Florenz, damals Dozentin an der Ludwig-Maximilians-Universität, erstellte dieses Handbuch zusammen mit einer studentischen Projektgruppe über 5 Jahre hinweg. Es ist mit ca. 300 besprochenen Werken nicht nur deutlich umfassender als sein drei Jahre zuvor erschienenes Pendant von Petra Giloy-Hirtz: hier wird Kunstvermittlung angestrebt und Verständnis und Interesse erzielt! Das beginnt damit, dass man in den Künstlerbiografien [je ca. 8 Zeilen lang] nicht nur etwas über die Lebensstationen der Künstler erfährt, sondern auch etwas über ihren Ansatz und die Einordnung ihres Werks lernt. Der breite Rand, der die wichtigsten Informationen zum Kunstwerk nach einem festen Schema aufführt, kostet zwar viel Platz, trägt aber dazu bei, dass man sich schnell in diesem Führer orientieren kann. Die Einzeldarstellungen der Kunstwerke - meist über eine Seite - beschränken sich mithin auf eine kurze (ca. 6-7 Sätze), allgemeinverständliche Beschreibung mit Hinweisen und Assoziationshilfen, wie gerade die abstrakten Kunstwerke "gelesen" werden können. Solche Texte wünscht man sich auf der Plakette neben dem Kunstwerk! Denn was helfen hier schon Name, Titel und Jahr (außer dem Kenner)? Und meist fehlen selbst die... Besonders lobenswert: in Kapiteln wie 'Patentamt', 'Westpark', 'Skulptur und Plastik im Wohnungsbau', 'Schulen und Kindergärten', 'Kunst am mittleren Ring' wird der Aufstellungsgeschichte nachgegangen. Das wirft ein lebendiges Schlaglicht auf den Wandel des Kunstverständnisses über die Jahrzehnte.

Die Bandbreite der portraitierten Kunstwerke reicht von Denkmälern und Brunnen, über Bronzen und Stahlskulpturen bis hin zu Konzeptkunst und Aktionskunst. In der Auswahl vermisst man nur wenige: etwa Dan Flavin, Heinz Mack (vor der Universitätsbibliothek der Bundeswehr), Erich Reusch und insbesondere Rudolf Wachters monumentale Tropenholzarbeiten im Westpark und in der Edelweißstr. Fotos auf Welt-der-Form machen Appetit auf diese sowie einige seit dem Jahr 2000 hinzugekommene Kunstwerke, darunter Arbeiten von Eduardo Chillida, Olafur Eliasson, Franz West und Rita McBride.

Nur 4 Sterne, weil die ohnehin kleinen Fotos bloß schwarz-weiß sind und ich mir von Kunsthistorikern eine Gruppierung der Kunstwerke nach Stilrichtungen oder hie und da auch nach Künstlern (und nicht nach Stadtteilen) gewünscht hätte. In der Zusammenschau erschließt sich das Besondere einer künstlerischen Gestaltungs- und Ausdrucksweise leichter. Eine Karte gibt es nicht.
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