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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 17. August 2012
"Meinung muss auf Fakten gegründet sein, andernfalls ist Meinung an sich eine Farce."
Hannah Arendt

Wie soll man objektiv bleiben, als einzelner Mensch, wenn es um das Schicksal von Millionen geht und darum, wie die Geschichte sie sehen wird? Die Verantwortung ist groß. Nicht das Ausmaß der Katastrophe und ihrer Folgen bewegt die Leute heute, sondern die Ranglistenplatzeinschätzung unter verschiedenen Gesichtspunkten. Was ist der Holocaust? Symbol oder Ideologie? Dogma, Präzedenzfall oder der einzig wahre Höhepunkt des Grauens?

"Was geschehen ist, steht als Tatsache nicht zur Diskussion."
Eva Menasse

2000 fand der hier von Eva Menasse von allen Seiten eher schwach beleuchtete Prozess statt.
Der Ausgangspunkt: David Irving, Historiker und Buchautor, verklagte die Autorin Deborah Lipstadt und ihren Verlag Penguinbooks wegen Verleumdung. Lipstadt hatte Irving in ihrem Buch Betrifft: Leugnen des Holocaust einen der "gefährlichsten Holocaustleugner" und einen "Geschichtsfälscher" genannt. Eigentlich hatte Irving gehofft, dass Verlag und Autorin - wegen der schwierigen Rechtlage von Verleumdungsklage in GB (der Kläger muss nicht beweisen, dass die Beklagten falsch liegen, sondern die Beklagten müssen beweisen, dass sie richtig liegen) - einer außergerichtlichen Einigung zustimmen würden, wie schon manche vor ihnen. Aber er täuschte sich (besser: verkalkulierte sich) - und einer der prestigereichsten und kontroversesten Prozesse des neuen Jahrtausends wurde angesetzt.

Um es direkt zu sagen: Obwohl ich das Buch sehr interessant fand und auch der Aufbau mir gut gefallen hat (Erst Einleitung, dann Portraitabrisse von Irving und Lipstadt, dann Vorgeschichte des Prozesses, Tagebuch des Prozesses und zuletzt einige epilogische Zusammenfassungen), ist es bei allem Verständnis für die Schwierigkeiten der Thematik doch ziemlich unerträglich Menasses Ton der Darstellung zu ertragen (wie berechtigt eine bezogene Wut auch sein mag, literarisch ist sie in non-fiktiven Werken immer Gift). Ebenso wie Hannah Arendt 1961 in Jerusalem versucht sie zwar Irving zu definieren, aber da wo Arendt Fragen stellt und betrachtet, schlägt sie eiserne Plaketten an, immer nur fixiert auf den nächsten Nagel - Irving wird so nur teilweise zur anschaulichen Figur, und eher zum Zerrbild verschiedenster Stiche, Anekdoten und Bezüge. Das macht das ganze Buch mit seiner wichtigen und interessanten Thematik vom objektiven Standpunkt aus leider nicht in Gänze glaubhaft.

Übrigens und zur Anmerkung für den potenziellen Leser: In dem Prozess ging es nicht um die historische Wahrheit des Holocaust (Weswegen auch der Titel ein wenig daneben ist), sondern darum, Irvings historisch-fachliche Qualifikation zu überprüfen und die Richtigkeit und Authentizität der Fakten in seinen Werken.

Irving ist ein Holocaustleugner und ein Geschichtsfälscher. Das muss nicht erwiesen werden, er selbst hat es des Öfteren zugegeben. Und der Zweifel, den er und andere in die Welt tragen, ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass Gerechtigkeit und Andenken mittlerweile zwischen dem Verrücken der Stühle zerquetscht werden. Die Holocaustleugner hantieren mit völlig unhaltbaren Zahlen, jeder Mensch, der den Anstand hat, obwohl nicht genau jede Zahl exakt sein kann, dennoch die Anwesenheit einer großen Zahl zu akzeptieren, muss das einsehen. Aber ebenso hat die andere Seite sich Faux-pas geleistet (im Buch wird ein Fall falscher Zeugenaussage erwähnt und verschiedene andere Faktoren wurden verallgemeinert und überschätzt). Im Bemühen beider Seiten, aus den kleinen Fehlern der anderen Seite Kapital für ihre Sicht der Dinge zu schlagen, ist kaum mehr Raum für die Protagonisten und Opfer dieses schrecklichen Ereignisses geblieben (und für das einzige, was wir noch für sie tun können: Nicht zu zögern, die Umstände ihres Todes für immer durch Klarheit unmöglich zu machen.) Das ist das traurige und beschämende - und Menasse hat es im Buch erwähnt, was immerhin ein Anfang ist. Und was dieses Buch am Ende doch zu einer nicht unlohnenden Lektüre macht, wenn man weiß, wie man vor einem Buch selbst Beobachter bleibt.
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am 13. Januar 2001
Eva Menasse zeigt einmal mehr, dass sie eine hervorragende Journalistin ist. Sie liefert ein brillantes Porträt eines ideologischen Wirrkopfs. Sehr lesenswert für alle, die einmal einen tieferen Blick in die geistigen Abgründe des Holocaust-Leugnens werfen wollen. Natürlich stößt ihr Buch aus diesen Kreisen auf heftige Ablehnung, aber das ist natürlich als großes Kompliment zu werten: Menasse zeigt einleuchtend die Schwächen der revisionistischen "Argumente" auf.
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am 16. Juli 2001
Zu diesem Buch Finkelsteins "Holocaust-Industrie" zu empfehlen dürfte an Idiotie und Infamie kaum zu überbieten sein, macht aber deutlich, aus welcher Ecke hier Eva Menasses Veröffentlichung bewertet wird. Selbstverständlich fiele es Finkelstein nicht im Traum ein, den Holocaust herunterzuspielen, zu verharmlosen oder gar ganz zu leugnen. Das aber tut David Irving.
Menasse war im Frühjahr 2000 Prozessbeobachterin für die FAZ und hat in ihrer Zeitung regelmässig über die Verhandlung berichtet. Der grösste Teil ihres Buches besteht deshalb aus den bereits vor über einem Jahr erschienenen Artikeln. Ergänzend kommen einige Abschnitte zur Vorgeschichte des Prozesses und eine Nachbetrachtung hinzu.
Insgesamt ein faires Buch - Irvings Verhandlungstaktik wird angemessen vorgestellt, allerdings lässt die Autorin keinen Zweifel daran, dass sie - wie das Gericht - Irvings Auffassung für eine Verdrehung der historischen Tatsachen hält und dass Irving die Dokumente willkürlich und verfälschend zitiert. Irving selbst hat das Gegenteil nicht plausibel machen können. Haargenau davon berichtet Eva Menasses Buch.
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am 14. September 2000
Wenn ich mich recht entsinne, war Frau Menasse Prozeßbeobachterin für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Da ich mich für den Irving-Prozeß sehr interessierte, habe ich nicht nur die Beiträge in den deutschen Medien, einschließlich der FAZ, verfolgt, sondern auch den Wortlaut der "Opening Statements" sowie der Gerichtsverhandlungen. Schon während des Prozesses fiel mir auf, daß Frau Menasses Berichterstattung sehr wenig mit dem eigentlichen Geschehen vor Gericht zu tun hatte. Ihr Buch folgt diesem Trend: Die Argumente des Klägers (David Irving) werden entweder unvollständig, oder aber tendenziös wiedergegeben, denn nach Frau Menasses Lesart ist anscheinend jemand, der beschuldigt wird, ein "Holocaust-Leugner" zu sein, immer schuldig. Das pikante an dem Irving-Prozeß ist aber gerade, daß Irving die Autorin Deborah Lipstadt deren Verlag Penguin Books verklagte, gerade weil er sich zu unrecht als ein HC-Leugner verleumdet fühlte und Schadensersatz forderte. Daß Irving der den Prozeß in der ersten Instanz verloren hat, bedeutet nicht, daß er nun ein HC-Leugner und Hitler-Apologet ist, sondern lediglich, daß er keinen Schadensersatz von den Beklagten erhält. Es ist an der Zeit, diese Thematik unvoreingenommen, sachlich und ohne die Scheuklappen einer vermeintlichen Offenkundigkeit zu betrachten. Eva Menasses Buch leistet hierzu keinen Beitrag.
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am 11. Juli 2000
"Der Holocaust vor Gericht. Der Prozess um David Irving" ist ein Buch das noch weniger lesenswert ist als die Grosszahl der Bücher die sich mit dem Sujet Holocaust befassen.
Schon der Titel is irreführend. Der Prozess war nicht um David Irving sondern vielmehr um Deborah Lipstadt. Ausserdem waren Lipstadt und ihre Helfer angeklagt und nicht der 'Holocaust'.
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am 26. September 2000
Die Autorin wirft den HC-Leugnern vor, Argumente der Gegenseite von vornherein abzulehnen und in einer Art Traumwelt zu leben. Die Wahrheit ist, daß Frau Menasse das offizielle Geschichtsbild zu einer Quasireligion erhebt. Irving hat von Anfang an keine Chance bei ihr.
Seine Thesen seien "widerlich". Der Grund dafür sei seine schlimme Kindheit. Irving wolle nur die große Show, um mehr Bücher zu verkaufen. Er glaube selbst nicht, was er schreibe. So lassen sich die 180 Seiten zusammenfassen, die auch nicht mehr mitteilen, als das, was bereits aus den diversen Zeitungsartikeln zum Prozeß entnommen werden konnte. Dagegen verschweigt die Autorin nur zu gerne die wirklich interessanten Fakten, zum Beispiel die immensen Honorare, mit denen die HC-Industrie "Experten" einkauft. Wer sich für das Thema im allgemeinen interessiert, sollte lieber Finkelstein lesen!
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am 27. März 2001
Es gibt wenige Bücher, die ich als "nicht lesenswert" einstufen würde. Das Buch von Eva Menasse fällt leider in diese Kategorie. Nicht wegen des Themas, vielmehr wegen der sehr schlechten Recherche und der offensichtlichen unwahren Behauptungen. Zu diesem Thema kann man im Moment nur "Die Holocaust Industrie" von N. Finkelstein empfehlen, keinesfalls E. Menasse.
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am 17. August 2000
wenn sogar Finkelstein in seinem neuen Buch kritisch mit den Holocaust Industrie Leuten umgeht, dann ist es Zeit die Sache mal in neuem Licht zu sehen. Der Finger im Loch des Deiches haellt die Flut nicht auf!
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