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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Februar 2009
Bill Nasson hat ein interessantes aber kein sonderlich gutes Buch vorgelegt. Der Autor hat seinen ganz eigenen Humor und wer sich in der britischen Kolonialgeschichte nicht auskennt, wird so manchen Gag nicht verstehen. Zwar hat sich der Südafrikaner die Mühe gemacht, alle Aspekte des Empire - von der Entstehung bis zur Demontage - zu beleuchten. Allerdings geht er dabei nicht in die Tiefe, wie das Buch von Peter Wende. Das Fazit - das in Wendes Buch etwas ins Hintertreffen geraten ist - fällt fair aber nicht überschwenglich aus. Auch die gesellschaftlichen Verwerfungen und Entwicklungen in den ehemaligen Kolonien und die Beweggründe des Empires werden an Personen (z.B. Cecil Rhode) dargestellt. Allerdings ist entweder der Schreibstil des Autors oder aber die Übersetzung grenzwertig, denn ellenlange Sätze, die man manchmal zwei- oder dreimal lesen muß sind nicht sonderlich ansprechend oder unterhaltsam. Ein gutes Buch das die Innenansichten des Empires zeigt, geschrieben von Jemandem der selbst ein Bürger des Commonwealth ist. Aber was den wissenschaftlichen Ansatz angeht, so ist man - meiner Meinung nach, denn ich habe beide Bücher gelesen - bei Peter Wendes Buch besser aufgehoben, wenn man eine wirkliche Vorstellung von dem haben will, was als Britisches Empire in die Geschichte eingegangen ist. Persönlich finde ich es schade, daß es nicht viele gute Bücher über diesen spannenden und langen Abschnitt britischer Geschichte gibt. Denn auf diese Weise, werden die Menschen ihre Vorstellungen über die East India Trading Company und Ihrer Majestät Empire in dem die Sonne nie unterging, weiterhin aus solchen Filmen wie dem "Fluch der Karibik" pflegen und prägen lassen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Juli 2010
Ob der Autor dieses durchaus spannende Thema, das in der deutschsprachigen Literatur nicht sehr stark vertreten ist, gut abgehandelt hat, läßt sich anhand dieses Buches leider nicht beurteilen. Die deutsche Übersetzung ist gelinde gesagt eine Katastrophe. Der englische Satzbau wurde oft beibehalten, ellenlange Sätze und zahlreiche Grammatikfehler machen das Lesen zur Qual. Man muss die meisten Passagen zwei- bis dreimal lesen, um den Sinn zu ergründen, daher nur etwas für hartgesottene Leser mit viel Zeit, Geduld und entsprechender Leidensfähigkeit. Selbstredend, dass die subtile Ironie des Autors, auf die am Buchumschlag hingewiesen wird, eher plump herüberkommt.
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am 6. Juli 2012
Zweifellos besitzt der Autor ein gewaltiges Fachwissen ' doch aus dieser Masse an Fakten, die beinahe in jedem Satz enthalten sind, ergibt sich kein schlüssiges Gesamtbild. Das britische Empire als Thema hätte entweder eine umfassendere historische Darstellung oder eine geraffte Zusammenfassung im Stil der Reihe "Beck Wissen" verdient. Das Buch ist in einen Prolog, vier zeitliche Abschnitte und einen Epilog eingeteilt. Trotzdem scheitert Bill Nasson bereits an einer schlüssigen chronologischen Aufbereitung. Er springt in seinen Themen hin und her und verliert immer wieder den sprichwörtlichen "roten Faden". Für mich deutet das auf Mängel in der Lektoratsarbeit hin. Der Schwerpunkt des Werkes liegt eindeutig auf der Wirtschaftsgeschichte des britischen Weltreiches. Das war für mich immerhin erhellend, denn dieser Aspekt war mir bis jetzt noch nicht so deutlich bekannt. Leider vernachlässigt Nassen die kulturgeschichtlichen Aspekte; auch die handelnden Personen, die in der Geschichte Großbritanniens bzw. seines Kolonialreiches wesentliche Rollen spielten, kommen hier eindeutig zu kurz.
Meiner Meinung nach hatte der Autor hauptsächlich den britischen bzw. britisch geprägten Leser im Blick, so dass sich Außenstehenden vieles nicht erschließt.

Das Lesevergnügen wird ganz besonders durch die Übersetzung getrübt: Wie in einer vorhergehenden Rezension erwähnt, hat sich der Übersetzer am Satzbau der englischen Sprache orientiert. Dabei entstanden undurchsichtige Schachtelsätze in schlechtem Deutsch, was dem ohnehin schon etwas mühsam zu lesenden Buch nicht gut tut.

Positiv zu vermerken ist jedoch, dass Bill Nasson kein nostalgisches und verklärtes Bild des Empire zeichnet; es ist eher kritisch gehalten. Er verfällt zum Glück nicht auf britische Klischees, sondern zeigt, dass Großbritannien (wie alle großen Reiche) seine Macht letztendlich nur durch direkte und indirekte Unterwerfung erringen und aufrecht erhalten konnte. Das ist auch immer mit dem Einsatz und der Vernichtung von Menschenleben möglich. Die Ironie der Geschichte: Es transportierte auch liberale und demokratische Ideen in seine Kolonien, was letztendlich auch zum Verlust des Empire im 20. Jahrhundert führte.

(Falls diese Rezension kommentiert wird, bitte ich um Hinweise auf wirklich lesenswerte Bücher zum Thema. Danke.)
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