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4.0 von 5 Sternen Spuren zur Wahrheit
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Da Zizek selbst immer wieder in die triviale Welt der Massenunterhaltung taucht, kann man ihn ohne Herabsetzung als den Superman, oder, je nach Weltanschauung: den Batman der heutigen Philosophie bezeichnen. Er ist in allen Bereichen zuhause, hat hunderte Filme im Kopf, deren einzelne Szenen er als Versatzstücke zu Illustrierung komplexer philosophischer...
Vor 16 Monaten von Werner U. Titz veröffentlicht

versus
29 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen eine ehrliche u ernstgemeinte Studentenmeinung
Leider musste ich enttäuscht feststellen, dass dieses Werk alles andre als eine Einstiegsdroge für mich ist, nein ich muss sogar zugeben, dass ich nun keine Lust mehr habe solches zu lesen. Ab den ersten 50 Seiten war ich noch in der Hoffnung, dass das Buch, ebenso wie in Hörisch’s „Eine Geschichte der Medien“, mit steigender Seitenanzahl...
Veröffentlicht am 28. Mai 2006 von P. Pflaum


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spuren zur Wahrheit, 17. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liebe Dein Symptom wie Dich selbst!: Jacques Lacans Psychoanalyse und die Medien (Taschenbuch)
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Da Zizek selbst immer wieder in die triviale Welt der Massenunterhaltung taucht, kann man ihn ohne Herabsetzung als den Superman, oder, je nach Weltanschauung: den Batman der heutigen Philosophie bezeichnen. Er ist in allen Bereichen zuhause, hat hunderte Filme im Kopf, deren einzelne Szenen er als Versatzstücke zu Illustrierung komplexer philosophischer Zusammenhänge verwendet. Er verfügt über ein Reservoir von Witzen und Geschichten, die wert wären, einmal separat gesammelt zu werden.

Worum es in diesem Buch geht?
Es geht um die Dialektik des Vorauseilens in die Zukunft und des gleichzeitigen rückwirkenden Veränderns der Vergangenheit.
Es geht um die retroaktive Kausalität, durch die sich erst eine Wahrheit konstituiert:
*Das Symptom ist die Wirkung von etwas, das sich erst später, nachträglich, durch seine Symbolisierung konstituiert, es ist die Spur einer zukünftigen Wahrheit*.

Es geht aber auch um die proaktive Illusion, um die Vorgabe, etwas zu wissen, als Möglichkeit, eine neue Wahrheit oder Bedeutung hervorzubringen. Beispiel: die Replik von Rosa Luxemburg auf Bernsteins Meinung, mit der Revolution müsse man auf den *richtigen Zeitpunkt* warten. R. Luxemburg dazu: ohne *verfrühte* Revolutionen wird es nie zu einer Revolution zum *richtigen* Zeitpunkt kommen.

Es geht darum, dass Illusionen, als ideologische Phantasmata, unser Tun in der sozialen Wirklichkeit bestimmen. Beispiel: unsere Geldwirtschaft. Unser System würde ohne den Glauben, Geld als Ding sei eine Verkörperung gesellschaftlichen Reichtums, nicht funktionieren. Wir müssen an diesen Geldfetisch glauben, und gleichzeitig unser ebenso vorhandenes Wissen, dass wir damit nur eine Illusion aufrecht halten, verdrängen.
Denn: *Der direkte Glaube würde die Wirklichkeit der Warenverhältnisse gleichermaßen unmöglich machen wie der Unglaube*. Das Gebäude der *Warenmethaphysik*, als *Religion des täglichen Lebens*, würde einstürzen.

Es geht um Traum und Wirklichkeit, zum Beispiel beim Paradox von Zhuang Zi, der träumte er sei ein Schmetterling und der sich nach dem Erwachen fragt ob er nicht ein Schmetterling sei, der träumt er wäre Zhuang Zi. Und es wäre nicht Zizek, ginge er (mit Lacan) nicht über diese scheinbare Symmetrie zwischen Traum und Realität hinaus hin zu der Feststellung, dass der Schmetterling im Unterschied zu Zhuang Zi eben nicht träumen kann er wäre Zhuang Zi, und dass Zhuang Zi den Traum eben nicht einfach als *nichts als einen Traum* wegwischen kann, da er selbst im Wachzustand nichts anderes ist als das Bewusstsein seiner Träume.

Es geht um die Identität von Zweck und Ziel im Sinne des französischen Ausdrucks ‚fin‘, dargestellt anhand von Lacan‘s Prämisse, dass jeder Brief seinen Bestimmungsort erreicht. Aus dieser Sicht ist der Bestimmungsort des Briefes sein Ende als Brief, und nicht sein zufälliger teleologischer Ablauf.

Es geht um ..... aber lesen Sie doch selbst. Es lohnt die Mühe.
Und da sind auch noch die eingestreuten Witze und Geschichten!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Einstieg geeignet, 29. Januar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liebe Dein Symptom wie Dich selbst!: Jacques Lacans Psychoanalyse und die Medien (Taschenbuch)
"Liebe dein Symptom wie dich selbst" eignet sich m.E. sehr zum Einstieg in die Materie 'Lacan', da Zizek etliche bemerkenswerte (lacan'sche) "Aha"-Effekte bietet und man den Großmeister der Psychoanalyse in angenehm weichgespülter Form vermittelt bekommt. Definitiv lesenswert, auch und gerade für Lacan/Zizek-Einsteiger. Besitzt Drogencharakter.
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19 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einstiegsdroge, 5. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Liebe Dein Symptom wie Dich selbst!: Jacques Lacans Psychoanalyse und die Medien (Taschenbuch)
Es gehört zum Charme der kleinformatigen Merve-Büchern, dass sie des öftern als Appetizer für das Werk verschiedener Theoretiker fungieren. Im Falle von Slavoj Zizek gewinnt dieser Einstieg sogar noch an Charme je mehr von dem Slowenen veröffentlicht wird. Hier findet sich in nuce Zizeks theoretische Basis: die Lacan'sche Psychoanalyse, der er ohne viel terminologischen Ballast, dafür aber mit voller Wucht zuleibe rückt. Da werden Lacan-Begriffe so ruckzuck mit Popkultur-Phänomenen erklärt, dass man glaubt, einem Zauberer bei der Arbeit zuzuschauen. Die Formulierungen sind zwar noch holprig (es ist ungewiss ob es sich bei diesem Buch um eine Übersetzung handelt und fallls ja, durch wen erstellt), die Beispiele aber sind bereits brillant und immer amüsant, gleichzeitig ist die Argumentation konzis und verliert sich nicht im Eklektizismus, was bei Zizeks jüngeren Publikationen zuweilen der Fall ist. Eine Einstiegsdroge, die nach wie vor nicht aufgehört hat, heftig und euphorisierend einzuschlagen.
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29 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen eine ehrliche u ernstgemeinte Studentenmeinung, 28. Mai 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liebe Dein Symptom wie Dich selbst!: Jacques Lacans Psychoanalyse und die Medien (Taschenbuch)
Leider musste ich enttäuscht feststellen, dass dieses Werk alles andre als eine Einstiegsdroge für mich ist, nein ich muss sogar zugeben, dass ich nun keine Lust mehr habe solches zu lesen. Ab den ersten 50 Seiten war ich noch in der Hoffnung, dass das Buch, ebenso wie in Hörisch’s „Eine Geschichte der Medien“, mit steigender Seitenanzahl eindeutig besser würde, doch dem war nicht so. Einige meiner Klassenkollegen lasen es aus den selbigen Beweggründen wie ich und wurden ebenso bitter enttäuscht.

Die Lektüre ist zwar nicht unbedingt viel zu lesen und das kennzeichnet auch die einzige Stärke, denn sie ist umso komplexer verfasst, sodass ich jedes Kapitel zwei Mal lesen musste um es halbwegs zu verstehen. Selbst die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken habe ich nach mehrmaligem Lesen bis jetzt noch nicht erschließen können. Am Ende des Buches muss ich sagen, dass viele Fragen offen geblieben sind, wobei sie meistens lauten: „Was will er mir damit sagen?“.

Žižek behandelt Jacques Lacan’s Psychoanalyse der Medien so explizit, dass man diese selbst gelesen haben müsste um ansatzweise etwas davon zu verstehen. Der einzige Part der leichter verständlich ist, ist jener mit den praktisch angewandten Beispielen anhand von Filmszenen und Geschichten. Diese wiederum sind sehr interessant zu lesen und es bleibt einiges hängen. Die Geschichte über das Buch Titan, welches mehr oder weniger den tat-sächlichen Ablauf der Schiffskatastrophe der Titanic beschreibt war für mich bislang unbekannt und aufschlussreich.

Erst ab dem Kapitel I.1.4 „Titanic als Symptom“ hab ich erst einigermaßen verstanden was denn der Titel des Buches „Liebe dein Symptom wie dich selbst!“ bedeutet. Die Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse wird anscheinend als das Genießen benannt, dies stellt sozu-sagen das Symptom dar. Da der Mensch ja ständig in die Versuchung gerät, oder gar weil er einfach seine Begierden zufrieden stellen muss, liebt der Genießer das Symptom Genießen wie sich selbst!

Des Weiteren hat ein Kapitel nicht wirklich viel mit dem Nächsten zu tun. Ich bin davon über-zeugt, würde man beliebig 3 Kapitel auslassen würde es nicht auffallen oder etwas an dem Verständnis ändern. Sie ergeben keine logische Reihenfolge aus der man schlussfolgern könnte (wenn ich beispielsweise ein Biologiebuch lese, weiß ich dass die Pflanzen, die Tiere und zuletzt der Mensch besprochen wird).

Zum Beispiel, das Kapitel I.1.3 „Die Instanz des Buchstabens im Unbewussten“, wobei dieser Titel für mich keinen Sinn ergibt, habe ich versucht es zu einem Satz zusammenzufas-sen: „Das heißt also, wenn wir „zuviel wissen“ können wir das Sein selbst verlieren“. Natürlich kann ich ohne das ganze Kapitel vorher gelesen zu haben mit diesem einen Satz nicht viel anfangen – Aber das Traurige ist, auch nach mehrmaligem Lesen nicht!

Ich will an dieser Stelle anbringen, dass ich keineswegs respektlos gegenüber dem Autor des Buches erscheinen will! Zum Einen liegt es vielleicht daran, dass ich mich zuvor wahrscheinlich mit Lacan hätte befassen sollen, zum Andren liegt es vielleicht an seiner verwendeten Sprache, die sehr gewöhnungsbedürftig und somit nicht leicht zu verstehen ist. Ich denke, dass Žižek sicher ein angesehner Medientheoretiker ist, anscheinend nicht ohne Grund, und das Seinesgleichen ihn wegen seiner Ansichten und Erklärungen bewundern, aber ich habe es trotz aller Bemühungen leider nicht geschafft auch nur im Entferntesten eine fließende, aufeinander folgende Erklärung oder einen Zusammenhang zu erkennen. Das vorliegende Buch ist besonders Studenten zu empfehlen, die verdammt viel Zeit haben und auch nicht zögern sie zu verschwenden. Dieses Buch ist für den Normalverbraucher nicht ratsam. Dieses Buch wird mich in meinen Träumen verfolgen!
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Liebe Dein Symptom wie Dich selbst!: Jacques Lacans Psychoanalyse und die Medien
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