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am 8. September 2006
Der gemeine PC-Benutzer (also wir alle, die wir bloss surfen, tippen, mailen und zocken wollen) hält es für gottgegeben, dass Software von Microsoft stammt, entweder teuer gekauft oder illegal irgendwo heruntergeladen werden muss.

André Spiegel zeigt in seinem höchst aktuellen Buch, dass es zu diesem Glauben echte Alternativen gibt. Er zeichnet in klarer Sprache die wichtigsten Entwicklungslinien der Freien Software-Bewegung nach und macht deutlich, dass hinter dem scheinbar so selbstverständlichem Konzept des Copyrights handfeste Partikularinteressen bestimmter Industrien stehen.

Der häufigste Einwand gegen freie Software ist es ja, dass niemand auf Dauer davon leben kann, die Früchte seiner Arbeit zu verschenken und Projekte der Freien Software Szene nur Spielereien von Feierabendprogrammieren sein können. Spiegel setzt sich sehr kompetent mit dieser Argumentation auseinander. Unter anderem am Beispiel der Wikipedia-Enzyklopädie macht er klar, dass durch selbstorganisierende Arbeit vieler freiwilliger und kostenfreier Mitarbeiter sehr wohl in kurzer Zeit ein Monumentalwerk entstehen kann, das sich nicht hinter der Encyklopaedia Britannica zu verstecken braucht.

Ein engagiertes, klar geschriebenes Buch, das ohne jegliche Häme gegen die etablierten Systeme auskommt und dennoch deutlich macht, dass Freie Software eben auch ein Beitrag zu einer freien Gesellschaft ist. Zu empfehlen insbesondere für interessierte Leser, die mit dieser Thematik bislang noch kaum Berührung hatten.
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Teenager haben im Internet Strukturen zum Austausch von Musik aufgebaut, die den Vertriebswegen der Musikindustrie weit überlegen sind. Tausende von Menschen weltweit schufen mit Wikipedia innerhalb weniger Jahre eine Enzyklopädie, die an Umfang alle etablierten Lexika bei weitem übersteigt und ihnen in der Qualität meistens ebenbürtig ist. Und Programmierer schufen mit der Freien Software (Open Source, GNU/Linux) Computerprogramme, die der etablierten Markmacht das Fürchten lehrt. "Frei" wird dabei nicht im Sinn von "gratis" verstanden, auch wenn die Software meistens kostenlos ist, sondern steht für bestimmte Rechte - nicht "frei" wie in "Freibier", sondern wie in "Redefreiheit". Diese Rechte betreffen die Ausführung, Veränderung und Weitergabe von Programmen.

Dieses "informationstechnische Erdbeben", das zu einer "Befreiung der Information" geführt hat, wie es in der Kulturgeschichte ohne Beispiel ist, beschreibt der Berliner Programmierer und Autor spannend und auch für Computer-Laien leicht verständlich. Er erklärt nicht nur die technischen Entwicklungen, sondern geht differenziert auf soziale, ethische und gesellschaftspolitische Aspekte ein. Außerdem handelt das schön gemachte Buch von der abhörsicheren Datenverschlüsselung, den Zukunftsaussichten des Buches - die der Autor sehr positiv beurteilt - und dem umstrittenen Kopieren von Daten. Und es wird beschrieben, wie die dezentrale, selbstorganisierte, freiwillige und sehr effiziente Kommunikation und Kooperation der User funktioniert. Im angebrochenen Informationszeitalter sollte dieses Buch jeder gelesen haben.
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am 10. Juni 2010
Das Buch erzählt in unterhaltsamen Stil die Geschichte der Open Source Bewegung unterfüttert mit vielen kleinen interessanten Anekdoten aus der Perspektive eines überzeugten Anhängers. Es ist sicherlich keine objektive wissenschaftliche Arbeit, aber dennoch ein sehr lesenswertes Buch, wenn man sich mit der Thematik beschäftigen möchte.
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am 8. Mai 2007
Was dabei herauskommt, wenn sich promovierte Informatiker an medienhistorischen, ökonomischen oder soziologischen Problemstellungen versuchen, kann man schön an diesem Büchlein von André Spiegel studieren. Bewegt sich Spiegel im bloß deskriptiven Teil seiner Darstellung über GNU, Linux und Kryptografie noch auf relativ sicherem Terrain, so wird es in den Teilen, in denen Spiegel versucht die Grundlagen der informationstechnischen Umwälzungen zu bewerten immer dünner bis ärgerlich daneben. Der Autor erliegt hier vor allem den Selbstsuggestionen und Mythisierungen einer Open-Source-Bewegung, von der und mit der er glaubt, sie löse die Probleme der Welt im Handumdrehen, er schreibt: "Die Menschen werden Probleme nicht mehr darum lösen, weil sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen müssten, sondern weil diese Probleme wichtig sind, drängend, oder auch faszinierend." Augenscheinlicher kann man nicht mehr mitteilen, dass hier eher ein ideologisches Programm verbreitet wird als eine Analyse.
Der Text Spiegels ist zwar kostenlos auch im Internet einsehbar, an die Regeln seiner großen Vorbilder hat sich Spiegel mit seiner Creative-Commons-Lizenz, die die kommerzielle Nutzung und die Bearbeitung ausschließt, dennoch nicht gehalten. Augenscheinlich standen dem die Interessen des Verlages entgegen, der nämlich sonst damit kein Geld mehr hätte verdienen können und das Buch sonst wohl nicht gedruckt hätte. Das ist eine Art eigener Realitätscheck für den Autor, den er selbst von den "reinen Vertriebsindustrien" einfordert. Diese werden seiner Meinung nach nämlich "zu den Verlierern der befreiten Information gehören so wie die Heizer" der Dampflokomotiven beim Übergang zu den E-Loks. Zum Glück ist die Welt deutlich komplexer als von Herrn Spiegel fantasiert.
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