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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In Teilaspekten verblüffende Erkenntnisse eines jungen Genies
Es ist nicht zu bestreiten, daß große Teile dieser Arbeit heute angestaubt erscheinen. Weiningers verquaster Antisemitismus ist wohl nur mit dem damaligen Zeitgeist zu erklären und nach Auschwitz schlicht und einfach unerträglich. Seine Charakterisierung der beiden Geschlechter, seine Analyse der Beziehungen zwischen den Geschlechtern ist es...
Veröffentlicht am 9. Oktober 2006 von Amazon Kundenrezensionen

versus
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3.0 von 5 Sternen ein Standardwerk dubiosen Inhalts
Ich bin erst auf Seite 211. Ich habe eine ganze Bahnfahrt von Budapest nach Bonn gelesen und brauche jetzt eine Pause.
Vor 10 Monaten von Bernd Warnat veröffentlicht


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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In Teilaspekten verblüffende Erkenntnisse eines jungen Genies, 9. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Geschlecht und Charakter: Eine prinzipielle Untersuchung (Gebundene Ausgabe)
Es ist nicht zu bestreiten, daß große Teile dieser Arbeit heute angestaubt erscheinen. Weiningers verquaster Antisemitismus ist wohl nur mit dem damaligen Zeitgeist zu erklären und nach Auschwitz schlicht und einfach unerträglich. Seine Charakterisierung der beiden Geschlechter, seine Analyse der Beziehungen zwischen den Geschlechtern ist es bedauerlicherweise nicht.

Für Weininger sind die Mutter und die Hure die beiden Extreme weiblicher Existenz. Für die Mutter ist ihr Kind Lebensinhalt. Ihre Sexualität ist auf eine Schwangerschaft gerichtet. Ist dieses Ziel erreicht und das Kind geboren, verringert sich ihre Libido auf das zur Bindung des Mannes an die Familie erforderliche Mindestmaß. Er wird, wenn überhaupt, nur noch als Versorger benötigt.

Die Postituierte erwirbt sich den Lebensunterhalt durch sexuelle Dienstleistungen, deren der Mann bedarf. Es erscheint aus heutiger Sicht zwar naiv, dass Weininger das mit Interesse der Hure an ihrem Kunden verwechselt, aber die Oberkasse der käuflichen Damen sucht sich ihre Stammkunden durchaus nicht nur nach deren Vermögen aus.

So niederschmetternd diese Aussagen auf Männer wirken: wenn derzeit Eva Hermans "Eva Prinzip" für eine "neue" Weiblichkeit plädiert, ist es die alle Rolle der Frau als Mutter, zu der - das beweisen die Geburtenzahlen -inzwischen immer weniger Frauen bereit sind. Vor hundert Jahren wäre für die meisten Frauen Prostitution die einzig mögliche Alternative gewesen. Heute ist es - noch - die Berufstätigkeit, aus der Frauen jetzt allerdings angesichts der Massenarbeitslosigkeit herausgedrängt werden. Gewiß prostituieren sich in den Bordellen und Clubs hierzulande noch vorwiegend Frauen aus dem ehemaligen Ostblock aus Not. Die klassischen Kurtisanen sind zu Gespielinnen reicher Männer mutiert und werden von Blättern der Society Presse gefeiert. Weiningers Charakterkunde der Geschlechter, so verstaubt sie auf den ersten Blick wirkt, erscheint mir inzwischen zutreffender, als die aufwendigen Gender Studies wissenschaftlicner Institute, die zu ähnlichen Ergebnissen gelangen, sie allerdings politisch korrekter formulieren.

Fazit: Zwei Drittel dieses Werkes sind heute ungenießbar. Das restliche Drittel macht es noch immer lesenswert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Genies das Wesen der Frauen durchschauen ist das für die meisten die Fahrkarte zum Freitod, 14. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Geschlecht und Charakter: Eine prinzipielle Untersuchung (Gebundene Ausgabe)
377. Friedrich Nietzsche ( Menschliches Allzumenschliches ) hier Abschnitt Weib & Kind

Das vollkommene Weib. — Das vollkommene Weib ist ein höherer Typus des Menschen, als der vollkommene Mann: auch etwas viel Selteneres. — Die Naturwissenschaft der Tiere bietet ein Mittel, diesen Satz wahrscheinlich zu machen.

Wie recht er doch hatte dieser Nietzsche. Aber Otto Weiniger hatte eben in vielen Aspekten seiner Beobachtungen auch recht.
Ein 23 jähriges Genie, dass schlichtweg ein bischen zu viel Input vom Baum der Erkenntniss naschte hat ein Werk verfasst, dass Sigmund Freud erblassen ließe. Er unterscheidet nur zwischen zwei biblischen Frauen Lilith in Form der Dirne und Eva in Form der Mutter.
Aber auch Zwischenformen erklärt er fundiert und präzise. Die Ansätze seines Selbsthasses kann nur derjenige verstehen, der dass Judentum bzgl. seiner 12 Stämme genauer analysiert und auch um den 13 Stamm der khasARISCHen AshkeNAZIm zumindestens rudimentär Bescheid weiß.
Und es gibt sie diese besonderen Frauen, die nicht in das Schema dieser sicherlich für die breite Masse zutreffenden Analyse fallen.
Tief im tibetischen Buddhismus gibt es die 21 Taras und auch die hinduistische Shakti ist ein solches weibliches Überwesen. Leider aber sind diese Frauen wie eine Stecknadel im Heuhaufen zu suchen und unsere "Genies" haben ihren diesbezüglichen Glauben verloren da Mara ( buddhistischer Teufel ) mit jedem rein Kronenchakra gesteuerten humanoiden Wesen äusserst leichtes Spiel hat. Otto Weiniger verlor erst seinen Glauben und dann seine Seele und danach erst seine körperliche vergängliche sterbliche Hülle. Trotzdem sind seine Beobachtungen sachlogisch und folgerichtig aber nur ein Ausdruck dafür, dass das 20 Jahrhundert einzig und allein einer einzigen "Person" gehört hat.
Diesem unheilvollstem Wesen ist auch Otto Weiniger auf den Leim gegangen und zum Opfer gefallen. Den wer ihm zum Opfer fällt, weiß nicht dass er der gefallenste von ALL/en Gefallenen ist und das gefällt Ihm schon sehr sehr lange bis er selber fällt und das wird dann jedem auffallen.
PS:
Äusserst interessant ist vor ALL/em, dass direkt nach Weinigers Freitod die Protokolle von Zion das erste mal aufgetaucht sind.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Theodor Lessing über Otto Weininger, 18. Dezember 2012
Von 
Mozartkugel (Salzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Geschlecht und Charakter: Eine prinzipielle Untersuchung (Gebundene Ausgabe)
Am 4. Oktober 1903 erschoß sich in Wien in der Schwarzspaniergasse, im Sterbezimmer Beethovens, der dreiundzwanzigjährige Student der Philosophie Otto Weininger. Ein unerklärliches Ereignis!
Wenige Monate zuvor war im Verlag von Wilhelm Braumüller in Wien (unter den Auspizien der Philosophieprofessoren Friedrich Jodl und Laurenz Müllner) ein mächtiges Gedankenwerk erschienen. Es führte den Titel "Geschlecht und Charakter" und enthielt prinzipielle Untersuchungen über das Verhältnis des Elementaren zum Geistigen, wobei das Elementare als die "weiblich-mütterliche", das Geistige aber als die "männlich-schöpferische" Seite alles Daseins hingestellt, Weib und Man also gleich Nabel und Hirn oder Wurzel und Wipfel widereinander ausgewogen wurden.
Der Erfolg des wildbewegten Buches war erstaunlich. Die bedeutenden Denker jener Tage: Ernst Mach, Georg Simmel, Henri Bergson, Fritz Mauthner, Alois Höfler, lasen das Buch und begannen in Kollegs und Gegenschriften sich mit seinen scharfsinnigen Gedanken auseinanderzusetzen. Der Widerspruch überwog die Zustimmung. Aber nur eine Stimme herrschte: dieser dreiundzwanzigjährige Student müsse Genie sein.
Ein blutjunger Knabe war über Nacht berühmt geworden. Und froher Aufstieg schien ihm gewiß.
Da stand die verdutzte Welt vor der Kunde: Der Knabe hat seinen Kranz zerrissen, hat sein Leben weggeworfen, im selben Raum, in dem auch Beethoven verhauchte. Er hat es so gehalten, wie siebenunddreißig Jahre zuvor der blutjunge Philipp Mainländer, der am Tag, wo er seine geniale "Philosophie der Erlösung" im Druck vollendet vor sich liegen sah, zum Strick griff und starb.
(Theodor Lessing: Der jüdische Selbsthaß)
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein Standardwerk dubiosen Inhalts, 28. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geschlecht und Charakter: Eine prinzipielle Untersuchung (Gebundene Ausgabe)
Ich bin erst auf Seite 211. Ich habe eine ganze Bahnfahrt von Budapest nach Bonn gelesen und brauche jetzt eine Pause.
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9 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kultschwachmath, 1. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Geschlecht und Charakter: Eine prinzipielle Untersuchung (Gebundene Ausgabe)
Hätte Otto Weiniger es nicht so weit getrieben, er wäre längst vergessen. Lächerlichmachen weiblicher Leistung gehört zum Gedankeninventar seiner Jahrhundertwende. Unsterblich jedoch wird, wessen Frauenhass folgende Blüten treibt: " Das Weib steht unter einem Fluche..." und er übertrifft sich selbst in der Behauptung, dass Frauen zur Einsicht, zur Wahrnehmung der Realität, gar nicht fähig sind: "Deshalb lügt das Weib stets, auch wenn es objektiv die Wahrheit spricht. " Die "...Leerheit und Nullheit der Frauen..." begründet er damit, dass " ...in ihnen kein höheres Leben der Persönlichkeit realisiert werden wollte."

Würden bei uns Frauen nach zweifelhaften Prozessen gesteinigt oder dürften sie von Familienangehörigen verstümmelt werden, und könnte man nicht verdrängen, wie oft auf der Welt das geschieht, man könnte über den abgedrehten Psychopathen nicht mal lachen, der solche Ergüsse drucken ließ, während Lise Meitner mit Otto Hahn das Atom erforschte.
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4 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr interessant, 26. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Geschlecht und Charakter: Eine prinzipielle Untersuchung (Gebundene Ausgabe)
Ich habe diesen Weininger gelesen, um Jüngers "Marmorklippen" besser zu verstehen, was dadurch auch durchaus gelingt. Gerade die Symbolik der Schlange macht klar, daß Jünger hier Weininger meiner Meinung nach überwindet.
Für jeden philosophisch interessierten ein sehr lesenswertes Buch.
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Geschlecht und Charakter: Eine prinzipielle Untersuchung
Geschlecht und Charakter: Eine prinzipielle Untersuchung von Otto Weininger (Gebundene Ausgabe - 1980)
Gebraucht & neu ab: EUR 36,98
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