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65 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse: Ein kritischer Beitrag zur ökonomischen Theorie
Im Bereich der Wirtschaftstheorie, der Ökonomie als wissenschaftlicher Disziplin, gibt es eine Unmenge an Literatur, die versucht den Lernenden der Ökonomie ihre Modelle zu implementieren. Das gilt für nahezu alle großen Werke der Volkswirtschaftslehre, der Makro- und v. a. der Mikroökonomie. Dabei erscheinen diese Modelle nahezu als...
Veröffentlicht am 9. Januar 2008 von pl

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Analyse ohne Tiefe
Man muss nicht überall seinen Senf dazugeben. Aber in diesem Fall sei eine Anmerkung erlaubt, auch wenn ich einigen halbblinden Jüngern auf die Zehen trete.
Es gibt zwei Feinde der Wirtschaft: Enteignung durch Inflation und Steuern, Unfähigkeit der Entscheidungsträger und Marktteilnehmer.
Senf lobt das System der Braktiaten, bei dem...
Vor 5 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht


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65 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse: Ein kritischer Beitrag zur ökonomischen Theorie, 9. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die blinden Flecken der Ökonomie: Wirtschaftstheorien in der Krise (Broschiert)
Im Bereich der Wirtschaftstheorie, der Ökonomie als wissenschaftlicher Disziplin, gibt es eine Unmenge an Literatur, die versucht den Lernenden der Ökonomie ihre Modelle zu implementieren. Das gilt für nahezu alle großen Werke der Volkswirtschaftslehre, der Makro- und v. a. der Mikroökonomie. Dabei erscheinen diese Modelle nahezu als unhinterfragbar, mehr noch, als vom Himmel gefallene dogmatisierte Wahrheiten. Gerade für Laien und Studierende der Ökonomie ist diese aufgrund ihres sehr technisierten und mathemathisch verbrämten Gesichts nur noch schwer durchschaubar und damit einhergehend, kaum kritisch hinterfragbar. Was Senf - selbst Prof. der Ökonomie - mit seinem Buch gelingt, ist, aufzuzeigen, dass ausnahmslos alle ökonomischen Theorien/ Gedankengebäude (Klassik, Marxismus, Neoklassik, Neoliberalismus) geschichtlich vermittelt sind, d. h. sie müssen in einen historischen Kontext eingeordnet und vor diesem verstanden werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass wenn sie sich ihrer geschichtlichen Vermittlung entledigen, sie schnell zu vermeidlichen allgemeingültigen Wahrheiten emporgehoben werden und damit nah an den Status einer Ideologie heranrücken. Was Senf in seinem Buch aufzeigt - was ihm herausragend gelingt, seht her liebe Ökonomen, was geleistet werden kann, wenn man über den eigenen "Tellerand" der eigenen Wissenschaft hinaus schaut - sind die "blinden Flecken" der jeweiligen Theoriegebäude, soll heißen, ihre Schwachstellen. Dabei ist das vorliegende Buch keineswegs ein Abrechnung mit diesen Theoriegebilden. Alle werden gut verständlich erläutert, ihre genuinen Stärken aufgezeigt und die Unterschiede und Weiterentwicklungen deutlich gemacht; im Vergleich zur Kritik macht die Darstellung der Theorien sogar den weitaus größeren Umfang des Buches aus und gibt somit zusätzlich eine gute und verständliche Einführung in die Ökonomie. Das Buch eignet sich insgesamt für alle irgendwie an der Thematik Interessierten, da es sprachlich weitestgehend auf hochtrabendes Fachchinesisch verzichtet und mit Hilfe zahlreicher Grafiken - die nicht immer (aber zumeist) vollends gelungen sind - den Inhalt anschaulich vermittelt. Anmerkungen und Literaturverzeichnis laden zur vertiefenden Lektüre ein.
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81 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf einen Blick, 22. Juli 2003
Bernd Senf ist mit dem vorliegenden Buch eine einmalige Übersicht über die bestimmenden Sichtweisen in der Wirtschaftsgeschichte gelungen. Angefangen bei den Physiokraten des 18. Jahrhunderts, die den Absolutismus ideologisch untermauerten - kurios. Dann wird die Klassik anhand Adam Smith erläutert. Stichwort: Arbeitsteiliges Wirtschaften und der Wohlstand der Nationen. Karl Marx wird vor allem in Hinblick auf seine Kapitalismuskritik, Arbeitslehre, Mehrwerttheorie und das Wertgesetz betrachtet. Die Neoklassik als Entdecker der Mikroökonmie wird anschliessend analysiert. Was für die heutige politische Diskussion zentral ist, ist die Einführung in Keynesianismus (bis ca. 1980) und Neoliberalismus (seit 1980). Senf zeigt hier deutlich, wie die Konjunkturspritzen von Keynes den Staat nach und nach abhängig gemacht haben und die Staatsverschuldung in die Höhe trieb. Ebenso zeigt er anschliessend, wie sich nach der Theorie von Milton Friedman der monetäre Drogenentzug des Westens vollzieht. Und natürlich vergisst Senf auch nicht darauf hin zu weisen, wer die Entzugserscheinungen zu erleiden hat.
All das wäre schon ein gelungenes Kompendium, mit dem auch Laien viel anfangen können, weil der Text verständlich geschrieben ist und mit zahlreichen Grafiken veranschaulicht wird. Aber obenauf enthält das Buch ein Kapitel über die Freiwirtschaftslehre des Deutsch-Argentiniers Silvio Gesell. Wer das Kapitel über Silvio Gesell gelesen hat, wird alles anschliessende mit anderen Augen betrachten.
Ich dachte dies sei ein Buch, dass ökonomische Theorien für Non-Checker aufbereitet, aber das ist es nicht(nur). Ich halte "Die blinden Flecken der Ökonomie" für ein Buch, das den Blickwinkel auf die Welt stark verändern kann.
Ein weiteres Buch von Bernd Senf - "Der Nebel um das Geld" - sollte man auf keinen Fall vor diesem Buch lesen. Und die Reihenfolge der Kapitel würde ich bei diesem Buch auch sinnvoller Weise einhalten, obwohl die Kapitel nicht zwingend aufeinander aufbauen.
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93 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das genialste VWL-Buch aller Zeiten, 28. Mai 2005
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was hätte ich für dieses Buch in meiner Studienzeit gegeben. Der Berliner VWL-Professor Senf vergleicht hier die großen Wirtschaftstheorien der Welt - und das auf schlichtweg geniale Art und Weise. Vom Feudalismus über Liberalismus, Marxismus, Neoklassik, Freiwirtschaftslehre, Keynesianismus bis zum heutigen Monetarismus/Neoliberalismus erklärt er alles anschaulich und verständlich, zieht Parallelen und zeigt die jeweiligen Stärken und "blinden Flecken" auf. Interessant ist, wie in der historischen Entwicklung jedes Modell zwar die Schwächen des direkten Vorgängers behebt, aber auch wieder neue beinhaltet. Am Ende kommt er zu dem brisanten Ergebnis, dass der derzeitige globale, "entfesselte" Kapitalismus in seiner derzeitigen Form mit der umfassenden Weltverschuldung zwangsläufig in einem Zusammenbruch enden muss.

Man kann und wird Senf kritisieren. Er wird vielen einfach zu undogmatisch und unvoreingenommen sein. Senf baut keine Hybris auf, sondern er will Wissen vermitteln - und er stellt den Menschen in den Mittelpunkt: da wird auch mal die Psychoanalyse herangezogen, um das "rationale Kaufverhalten" der neoklassischen Hauhaltstheorie zu kritisieren. Doch genau diese ganzheitliche Betrachtungsweise ist das Geniale. Kritik oder Widerstand in subtilerer Form wird durch das Großkapital kommen: Senf kommt zu dem Schluss, dass am "Zinstabu" gerüttelt werden muss. Der Zins wird als die wesentliche Ursache für Verschuldung, Krisen und Armut identifiziert. In allen Preisen der Welt ist er wie eine Steuer vertreten und sorgt für eine stete Umverteilung von Arm nach Reich. Dieser Effekt soll über das geplante multilaterale Abkommen für Investitionen (MAI), der "Lizenz zum Plündern", nochmals verschärft werden.

Fazit: Wer VWL studiert oder wer die Wirtschaftskrisen unserer Welt besser verstehen will, bekommt dieses Wissen hier erstklassig vermittelt. Und wer noch kein Globalisierungsgegner ist, hat gute Chancen, es nach der Lektüre zu werden.
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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus Sicht eines Schülers:, 20. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die blinden Flecken der Ökonomie: Wirtschaftstheorien in der Krise (Broschiert)
Viele Rezensionen beschreiben bzw. geben den Inhalt des Buches wider. Deswegen beschränke ich mich auf das Wesentliche und lasse diesen Part der Rezension weg, da schon so gut wie alles hier auf Amazon zum Inhalt gesagt wurde.

Vielmehr sollte die Rezension Schüler ansprechen, da ich selbst noch einer bin. Ich mache demnächst Abitur, interessiere mich für gesellschaftliche Zusammenhänge, Politik und eben 'Wirtschaft'. Wobei ich dieses Fach nie in der Schule gehabt habe, oder geschweige denn daheim irgendwelche VWL-Bücher schon gelesen habe. Demnach bin ich ein Laie, der sich sein Grundwissen auf Wikipedia, FTD, Spiegel und Google angeeignet hat, um zumindest etwas zu verstehen. Demnach war "Die blinden Flecken der Ökonomie" mein erstes Wirtschaftsbuch. Ich kann es jedem Schüler bzw. Laie empfehlen, denn Bernd Senf umschreibt zum Großteil spezifische Fachwörter, die man als Laie nicht verstehen kann, und benützt stattdessen 'normales' Deutsch, um die verschiedenen Theorien zu erklären. Gerade die blinden Flecken einer Theorie schreibt er in einem verständlichen und klaren Deutsch, sodass wirklich jeder Laie es versteht.

Die eigentliche Meisterleistung ist eigentlich, dass das Buch bis zuletzt spannend bleibt. Vielmehr löste es einen weiteren 'Wissendrang' in mir aus, um mehr über den 'Zins' - den eigentliches "Krebs unserer Gesellschaft" - zu erfahren. Genau das wollte das Buch ja bezwecken.

Bei mir hat es das Buch jedenfalls geschafft. Weitere Bücher zum Thema Zins und Wirtschaft stehen schon an...
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr verstaendlicher Ueberblick ueber Wirtschaftstheorien, 6. Dezember 2001
Endlich ein Buch das einen guten und leicht verstaendlichen Ueberblick (auch fuer Nichtoekonomen)ueber die wichtigsten Wirtschaftstheorien (Physiokratie,Klassik, Marxismus, Neoklassik und Keynesianismus)und deren Schwaechen, gibt. Angenhem ist Herr Senfs Faehigkeit, die Sachen auf den Punkt zu bringen, und auch recht komplizierte Sachverhalte (Klassische Arbeitswertlehre z.B.) ohne unnoetige Mathematik zu zeigen. Dies gelingt ihm durch die Benutzung von interessanten Graphiken die fuer ein Wirtschaftsbuch sehr innovativ sind. Er zeigt keinen grossen Respekt vor der Mathematik, die ja oft in den Wirtschaftswissenschaften dazu benutzt wird, den Eindruck von Objektivitaet zu geben, wo es ja im Grunde um sehr handfeste Oekonomische Interessen und deren Verteidung geht. Auch die grossen Namen der Wirtschaftstheorien (z.B. Keynes, Milton Friedman) und deren sehr kompliziert wirkenden Theorien werden sehr gut beschrieben und deren Schwachpuntke aufgezeigt. Einzig die Frage nach der funktionsweise einer Geldwirtschaft ohne Zinsmechanismus fehlt in diesem Buch. Ich hoffe es gibt eine Fortsetzung...
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur für BEHERZTE: ein Ansporn zum Nach- und Umdenken !, 17. Juli 2002
Bernd Senf's rhetorisch brillant formulierte Beschreibung der Stärken und Schwächen gängiger Wirtschaftstheorien ist als Pflichtlektüre nur denjenigen zu empfehlen, die noch zu offenem Denken fähig sind und auch bereit sind, "ohne Zorn und Eifer" für selbstverständlich gehaltene Erkenntnisse in Frage zu stellen. Dieses Meisterwerk mag zwar vielen Fachökonomen (und sicherlich allen Hohepriestern des "totalen Marktes" bzw. den "Cheflogikern" der als Fortschritt gefeierten Globalisierung) die Haare zu Berge stehen lassen. Denn Bernd Senf verlässt mit seiner wissenschaftlich fundierten und leicht nachvollziehbaren Darstellung die Bahnen konventioneller ökonomischer Schriftstellerei mit Lichtgeschwindigkeit, und er schreibt ungeachtet allfälliger schwarzer Löcher, welche seine professorale Reputation aufzusaugen drohen, unerschrocken dem Ruf seines Gewissens folgend all das, was er denkt und fühlt, ohne aber in unsachliche Polemik zu verfallen! Und das macht seine - aus tiefstem Herzen und aus echter Sorge um die Zukunft der Menschheit (insbesondere der Armen) - vorgetragenen Betrachtungen um so lesenswerter ... vielleicht auch gerade weil Bernd Senf ein didaktischer Quantensprung gelingt, indem er uns eine der wesentlichen (materiellen) Ursachen gegenwärtiger Wirtschaftskrisen hautnah vor Augen führt, so dass uns des Pudels Kern leibhaftig erscheint - und zwar als Dämon mit Engelsgesicht.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Buch, 30. Januar 2007
Ich bin Schüler eines Gymnasiums und sehr an wirtschaftlichen Zusammenhängen interessiert. Als mir beim Stöbern in der Bücherei dieses Buch zufällig in die Hände fiel, begann ich sofort zu lesen und war begeistert. Bernd Senf führt den Leser durch die Ideengeschichte der Ökonomie, stellt verschiedene Theorien vor, indem er sie 1. in den historischen Kontext stellt, 2. ihre Theoriegebäude vorstellt und 3. diese auf Schwachstellen abklopft. Das alles geschieht auf einem sprachlich verständlichen Niveau, das den Leser nie überfordert und das alle Zusammenhänge gekonnt beschreibt. Dem Verständnis des Inhalts ganz besonders dienlich sind die vielen Abbildungen, die die wesentlichen Zusammenhänge graphisch aufarbeiten und einen guten Überblick geben. Es reicht tatsächlich aus, sich die verschiedenen Abbildungen anzuschauen, um sich den Inhalt zu vergegenwärtigen. Das klappt mühelos und macht stundenlanges Suchen und Nachlesen unnötig. Respekt!

Selbstverständlich erhebt der Autor keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und wer sich mit den verschiedenen Theorien genauer auskennt, wird hier und da einige Details bzw. Zusammenhänge vermissen, doch für den verhältnismäßig unbelesenen Leser bietet Bernd Senf den optimalen Einstieg in die Materie der Ökonomie. Und auch für den vorgebildeten Leser ist es spannend, die Theorien so kompakt und reflektiert zu betrachten. Außerdem gewährt Senfs Kritik an den einzelnen Theorien gelegentlich auch für den Profi neue Einblicke. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch. Absoluter Kauftipp für jeden ökonomisch interessierten Leser!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal Klarheit, 6. November 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die blinden Flecken der Ökonomie: Wirtschaftstheorien in der Krise (Broschiert)
Ich finde das Buch sehr interessant. Endlich wird ein großes Stück Klarheit in volkswirtschaftliche Zusammenhänge gebracht. Das haben bisher unsere renommierten Medien nicht geschafft, obwohl ich viel lese (Zeit, Spiegel, Süddeutsche, ...) wahrscheinlich haben sie auch gar kein Interesse dran.
Ich finde es sehr gut, dass die wichtigen ökonomischen Glaubensrichtungen nüchtern bewertet werden. Es wird mir bewußt, wie sehr auch wir in unseren doch so freien, demokratischen Demokratien indoktriniert sind. Früher dachte ich, Ideologien seien etwas was nur in totalitären Staaten vorkommt. Es ist erschütternd, sich seiner eigenen Dummheit Schritt für Schritt bewusst zu werden. Bei uns ist die Indoktrination nur wesentlich subtiler und geschickter.
Erschütternd finde ich auch, dass offensichtlich an den Unis das Studium der Volkswirtschaftslehr nicht wirklich wissenschaftlich behandelt wird, sondern mehr Glaubensbekenntnisse mit einem pseudowissenschaftlichem Gewand sind. So zumindest wird es vom Autor dargestellt. Ich kenn in diesem Bereich allerdings den Lehrbetrieb aus eigener Erfahrung nicht, da ich mehr aus der naturwissenschaftlichen Ecke komme.
Die aktuelle Politik sehe ich jetzt auch in einem anderen Licht. Mir wird klar, dass wir Bürger für noch viel dümmer verkauft werden, als wir es ohnehin die ganze Zeit annehmen.
Ich bin nicht Fachmann genug, um Bernd Senf wirklich beurteilen zu können. Wahrscheinlich hat er auch seine blinden Flecken, wie jeder Mensch. Die Art und Weise Kapitalismus, Marximus, Liberalismus, Monetarismus etc, darzustellen, hat mir gut gefallen.
Die (kritische) Lektüre seines Buches kann ich nur empfehlen, für mich war es eine große Bereicherung.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirtschaftstheorie verständlich erklärt, 15. Mai 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Irgendwie kommt es einem seltsam vor, dass trotz steigender Produktivität die Erde sich nicht in eine Paradies verwandelt ...
Bernd Senf erläutert sachlich und unterhaltsam die wesentlichen Theoriegebäude, auf denen unser Wirtschaftssystem aufgebaut ist. Dabei werden Altmeister wie Adam Smith, Karl Marx oder John Maynard Smith zitiert. Jede dieser Theorien hat ihre Schwächen, die blinden Flecken, die Senf wunderbar herausarbeitet.
Am Ende des Buches wird unser derzeitiges System erläutert, welches freien Handel mit minimalsten Einschränkungen zur Maxime erklärt. Dieses System (basierend auf der Globalisierung) klingt in der Theorie verlockend, führt aber zu beängstigenen "Nebenwirkungen".
Das vorliegende Buch ist ein hervorragender Einstieg in die Thematik "Kapitalismus" und regt zum Weiterlesen an, ich kann es jedem Interessierten empfehlen!
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grundlagen für angehende Systemkritiker, 27. Februar 2006
Bernd Senf erklärt in seinem Buch verständlich und grundlegend verschiedene Systemtheorien, von Adam Smith über Silvio Gesell bis zu Karl Marx, aber auch den Neoliberlismus bzw. den Kapitalismus selbst.
Dabei verhelt er nirgends seine Kritik an dem bestehenden System, wodurch der Leser beeinflusst wird. Es ist also kein reines Grundlagenbuch, was objektiv die Systeme schildert, sondern die Schlussfolgerungen Senfs werden direkt mitgeliefert, und oft driftet er in den Kapiteln in seinen Gedanken ab, um seiner Kritik Luft zu machen.
Dennoch oder sogar deswegen kann ich dieses Buch empfehlen. Alle, die nur oberflächlich am System kratzten und nun auch etwas genauer hinsehen möchten, weil sie befürchten, es könne etwas am Konzept nicht stimmen, sollten dieses Buch lesen.
Wer nichts von Alternativen hält und das bestehende System durch Deregulierung hoft zu verbessern, wird keine Freude an dem Buch haben.
Wer aber, trotz aller Fehlschläge wie z.B. dem des Sozialismus', noch immer an anderen Systemen interessiert ist und eine fachlich fundierte Bestätigung benötigt, warum er damit richtig liegt, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
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Die blinden Flecken der Ökonomie: Wirtschaftstheorien in der Krise
Die blinden Flecken der Ökonomie: Wirtschaftstheorien in der Krise von Bernd Senf (Broschiert - 22. August 2007)
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