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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Manchmal ein harter Brocken, aber die Mühe wert
Doch, ja - sowas sollen unsere StudentInnen lesen (um auf die rhetorische Frage des einen Rezensenten eine unrhetorische Antwort zu geben). Zugegeben, Hauschild's Buch ist anders als vieles, was einem sonst an anthropologischer und kulturwissenschaftlicher Fachliteratur geboten wird: die ethnographische Komponente ist stark betont, oft auch sehr persoenlich, wodurch der...
Veröffentlicht am 6. Dezember 2006 von J. Geisbusch

versus
6 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen echt lächerlich
Das Buch ist echt sehr schwach, kaotisch, und ist leider teilweise lächerlich.
Methodologisch versteht man nicht, was ganau Hauschild dort getrieben hat. Das Bla-bla schafft nicht, das Buch volkskundlich oder medizin-anthropologisch akzeptabel zu machen.
Ich glaube, Hauschild hat hat vielleicht Vieles in Ripacandida nicht einfach begriffen, da er...
Am 1. Januar 2006 veröffentlicht


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Manchmal ein harter Brocken, aber die Mühe wert, 6. Dezember 2006
Von 
J. Geisbusch (London) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Magie und Macht in Italien (Gebundene Ausgabe)
Doch, ja - sowas sollen unsere StudentInnen lesen (um auf die rhetorische Frage des einen Rezensenten eine unrhetorische Antwort zu geben). Zugegeben, Hauschild's Buch ist anders als vieles, was einem sonst an anthropologischer und kulturwissenschaftlicher Fachliteratur geboten wird: die ethnographische Komponente ist stark betont, oft auch sehr persoenlich, wodurch der Text manchmal labyrinthisch erscheint, dicht mit Assoziationen, denen der Leser, die Leserin folgen mag oder auch nicht. Der theoretische Rahmen des Buches ist eher implizit und wird wenig diskutiert, ein Blick in die - reiche - Bibliographie zeigt jedoch, woher der Wind weht. Zugleich liegen in diesen Zügen aber auch der Reiz und das Potenzial des Buches: "Das Wissen der Ethnologen besteht aus dem, was wir nicht in unseren Anträgen auf Forschungsfoerderung vorhergesehen haben," sagt Hauschild (S. 9) - eigentlich eine Binsenwahrheit, doch selten reflektiert in der Praxis, die üblicherweise abgerundete, in sich geschlossene, widerspruchsfreie, theoriekonforme Texte zu produzieren sucht. Als jemand, der selbst gerade "aus dem Feld" zurück ist und sich mit disparatem, widerspenstigem Material konfrontiert sieht, das nun irgendwie zu ordnen und auszuwerten ist, eine Ermutigung, auch Brüche zuzulassen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitten in der Nacht aufgewacht und mich gegruselt, 23. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Magie und Macht in Italien (Gebundene Ausgabe)
Thomas Hauschild hat eines geschafft, was vorher noch nie ein Autor aus dem sogenannten akademischen Umfeld geschafft hat: Ich wachte mitten in der Nacht auf und gruselte mich. Ich war im Traum meiner Großmutter begegnete, sie legte ihre Hand auf meine Stirn und sagte: "Kind, wo hast du dein Taufkettchen gelassen?" Ich stammelte nur: "Die Paten, die Paten, die wollten es mir nicht geben..." und dann sah ich, wie sich meine Großmutter immer älter wurde und sich in eine Hexe verwandelte. Ich wachte schlagartig auf und war in Schweiß gebadet. Auf dem Nachtischchen lag "Macht und Magie in Italien" - doch diese Italien ist überall, ich fand meines in Berlin, fand es in der Erinnerung an meine Großmutter, die aus dem Sudetenland vor den Russen in ein kleines Dorf im Albvorland geflohen war. Sie zog zwei Töchter groß, mein Großvater kehrte nicht aus dem Russlandfeldzug zurück und meine Großmutter kurierte Zeit ihres Lebens die Krankheiten ehemalige Nachbarn aus dem Sudetenland. All das hatte ich viele Jahre lang vergessen und durch die Lektüre von "Macht und Magie" ist es mir wieder in den Sinn gekommen, leibhaftiger, als es mir lieb war. Die Erinnerung hat sich meiner bemächtigt. Und das seltsame daran, ich selbst habe meine Großmutter nur als Kind gekannt. Sie starb eine Woche nach meiner Taufe. Mit 13 ließen sie mich taufen, weil meine Großmutter, eine überzeugte Katholikin, nicht gern sah, dass der Enkel ohne Religion war. Meine Eltern, aus der 68er Generation, fügten sich seltsamerweise.
Wer sich auf eine Reise in die eigene Vergangenheit begeben möchte, wer erfahren möchte, was es sich mit Paten, mit Taufen, mit Sterberituale auf sich hat. Wer in Italien den Kopf verlieren will und verspinnert zurückkehren, um in Deutschland eine neue Sicht auf die Dinge zu gewinnen, dem ist mit Hauschilds Buch geholfen. Dabei lassen einen seine Art zu schreiben, oft vergessen, dass man es mit einem wissenschaftlichen Buch zu tun hat. Dennoch findet sich, wo man ihn finden möchte, ein enormer Tiefgang und ein okultes Wissen über die menschlichen Beziehungen. Hauschild erklärt wie im Vorbeigehen, was Kultur ist, was Verwandschaft bedeutet, warum Paten so wichtig sind, warum es Hexen gibt und Priester, die ihre Macht aus ihnen schöpfen. Meine Großmutter, die seit 15 Jahren tot ist, ist mir durch dieses Buch wiederbegegnet. Ich habe mich furchtbar erschrocken und doch gefreut. Ich kann nur allen anderen Lesern empfehlen, sich auf dieses Wagnis einzulassen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk der Kulturforschung, 8. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Magie und Macht in Italien (Gebundene Ausgabe)
Dies ist eines der bestgeschriebenen, verständlichsten und zugleich tiefgründigsten wissenschaftlichen Bücher, das ich je gelesen habe. Das Werk des Ethnologen verzichtet völlig auf wissenschaftliche Fachtermini und hat statt dessen dutzende spannender, gruseliger und auch urkomischer Geschichten zu bieten - und alles ist selbst erlebt, wirklich so passiert! Wir lernen aus diesem Buch etwas über das Weiterleben schamanischer Traditionen in der christlichen Religion, aber es handelt sich nicht nur um das Aufspüren alter Kulturphänomene in neuen Verkleidungen, sondern es geht auch um die Modernität der Hexerei, um ihre Vernunft und ihre Wissenschaftlichkeit, die auf diese Weise wiederum spielerisch erweitert wird. Und wir lernen viel über das Weiterleben spannender nichtrationaler Weltbilder im neuen vereinten Europa - kurz es handelt sich um eines der besten Stücke "dritter Kultur" zwischen Wissenschaft und Literatur, das je in Deutschland produziert wurde und damit um ein reich bebildertes, spannendes ideales Weihnachtsgeschenk zu einem für die 700 Schmökerseiten erstaunlich niedrigen Preis.
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6 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen echt lächerlich, 1. Januar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Magie und Macht in Italien (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist echt sehr schwach, kaotisch, und ist leider teilweise lächerlich.
Methodologisch versteht man nicht, was ganau Hauschild dort getrieben hat. Das Bla-bla schafft nicht, das Buch volkskundlich oder medizin-anthropologisch akzeptabel zu machen.
Ich glaube, Hauschild hat hat vielleicht Vieles in Ripacandida nicht einfach begriffen, da er vielleicht nicht richtig süditalienisch kann... oder weil er dort insgesamt nur für eine kurze Zeit gelebt hat.
Und sollte das ein grosses Beispiel der post-modernen Ethnologie des dritten Millenniums in Deutschland sein?
Und sollten unsere Studenten so was lesen?
LÄCHERLICH!
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Magie und Macht in Italien
Magie und Macht in Italien von Thomas Hauschild (Gebundene Ausgabe - 12. November 2002)
EUR 24,50
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