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Kundenrezensionen

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am 25. Juni 2010
Zuerst zu meinem Hintergrund: Ich schreibe aktuell an meiner Dissertation über Unternehmens-Identität im Internet und erhoffte mir von Armins Reins Buch über Unternehmens-Sprache bereichernde Anregungen.

Diese kann das Buch auch liefern, allerdings mit vielen Einschränkungen: Reins kommt aus der Praxis und ist dort absoluter Experte hat aber von Wissenschaft wenig Ahnung - das kann man bewerten wie man will, man liest es zumindest aus seinem Buch zu jederzeit heraus. Das Buch ist zwar unterhaltsam geschrieben und Reins sagt vieles Richtige und Wichtige über eine leserfreundliche und anregende Unternehmens-Sprache - an seine eigenen Patentrezepte hält er sich aber nicht immer.

Beispielsweise erwähnt Herr Reins in einem Beispiel einen sogenannten "Curt Cobaine"...Von jemandem, der über zielgruppengerechte Sprache und professionelle Rhetorik schreibt, könnte man etwas mehr erwarten als gleich zwei Rechtschreibfehler bei einer simplen Namensnennung. Weiterhin geht der Autor teilweise von meiner Ansicht nach veralteten Zielgruppen-Modellen aus und teilt Kunden relativ trennscharf etwa in "Trendorientierte", "Wertorientierte", "Gefühlsorientierte" ein. Diese Trennung ist aus psychologisch-soziologischer Sicht veraltet, da Kunden immer mehr zu einer "black box" werden und in der heutigen, pluralisierten Gesellschaft, nicht mehr derart eindeutigen Kategorien entsprechen.

Außerdem tappt Reins in die übliche Praktikerfalle und bietet mit zahlreichen Gastautoren und "Best Pratices" zwar einen netten Praxisüberblick über erfolgreiche Unternehmen, aus denen sich aber kaum allgemeine Erkenntnisse ableiten lassen. Es handelt sich um höchst individuelle Beispiele, die aus wissenschaftlicher Sicht wenig Aussagekraft besitzen.

Weiterhin kritisiert Reins zwar die unverständliche Sprache einiger Unternehmen und führt dies auf den inflationären Einsatz von Anglizismen zurück, schreibt aber munter selbst über "Trigger" (statt Anreize), "Hoch-Chunken" (statt steigern) und eben "Corporate Language" statt Unternehmens-Sprache.

Für den wissenschaftlichen Rahmen ist das Buch damit nur sehr eingeschränkt zu empfehlen. Doch auch Praktiker sollten Obacht geben, um sich nicht von einer Scheinlogik täuschen zu lassen, die suggeriert, dass sich individuelle Beispiele verallgemeinern lassen.

Fazit: Ein sehr gut geschriebenes und unterhaltsames Buch, das aber an den üblichen Krankheiten der Praxisliteratur krankt und vorgibt mehr zu sein, als es letzten Endes meiner Meinung nach bieten kann.
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am 2. März 2010
Das unterhaltsamste Buch zum Thema Marken-Sprache weit und breit.
Ärgerlich bloß, dass es nicht hält, was der Titel verspricht: Sprache als verbale Ausprägung einer konsistenten CI ist hier ein ähnlich bestimmendes Thema wie Emanzipation in den Waschmittelspots mit Clementine (Leute in Herrn Reins Alter werden sich erinnern). Dass Sprache verkaufen kann, wird sehr kurzweilig geschildert. Aber eben auch kurzatmig, denn das Tempo und die Varianz mit dem der launige Reigen aus Kampagnenmotiven, Anekdoten und Theorieversatzstücken über die systematischen Lücken hinweghechelt gleicht in Modulationsfähigkeit und inhaltlicher Tragweite den Ansagen des Ringsprechers Michel Buffer. Der wird gleich eingangs des Buches als Rolemodel für CL gefeiert. Was Wunder, ein besseres Beispiel, wie einträglich es sein kann, leeres Stroh zu dreschen, hätten selbst versiertere Werbetexter als Herr Reins nicht erfinden können.
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am 11. November 2012
Das Buch ist anregend, durchaus. Es ist auch Dümmeres zum Thema geschrieben worden. Aber das ändert nichts daran, dass es ein Meinungsbuch auf der Grundlage von persönlichen Erfahrungen bleibt. Soll heißen: man kann es glauben oder auch nicht. Das Buch wird bestimmt durch Leersätze wie "Was ist näher am Produkt als die Sprache" (S. 10) oder "Darum träumen wir eher von einem Mercedes als von einem Mitsubishi" (S. 9), wobei die Richtigkeit der letzten Aussage sehr viel mit dem deutschen Wirtschaftswunder und fast gar nichts mit der Corporate Language zu tun hat.
Pseudothesen sollen nahelegen, "dass allein durch unverständliche Wortwahl jährlich Milliarden Euro aus dem Fenster geworfen werden" (S. 11). Der wissenschaftliche Touch wird aufgebaut, indem behauptet wird, die Methode sei "ergänzt durch Gespräche und Projekte mit Sprachwissenschaftlern, Neuro-Linguisten, Researchern (!), Controllern und Unternehmensberatern" (S. 12). Der Autor wäre kein Werbefachmann, würde er seine Methode nicht werblich benennen: "die CL-12-Schritte-Methode". Nun ja, niemand weiß besser als der Autor, wie man die Sprache für Werbezwecke einsetzt. Insofern ist er konsequent.
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