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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktueller, aber wie aktuell tatsächlich?, 8. Februar 2013
Von 
Klaus Roth "Facebookgruppe: EMDR Traumatherap... (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: EMDR - Grundlagen und Praxis: Handbuch zur Behandlung traumatisierter Menschen. Überarbeitete Auflage (Broschiert)
Der Umstand, dass die Neuauflage des Buchs im Dezember 2012, offiziell Anfang 2013 erschien, weckt hohe Erwartungen hinsichtlich der Aktualität des Werks bzw. seiner Neuauflage. So trat auch ich mit der Vorstellung heran, dass hier die neusten Erkenntnisse mit integriert wurden. Diese Hoffnung sollte sich doch schon Beginn an langsam schmälern. Bereits Arne Hofmann deutet dies in seinem Vorwort zur deutschen Neuausgabe an (S. 16): "Dieses Buch ist das Standardwerk der EMDR-Methode und in der jetzt vorligenden Auflage auf der Höhe der Zeit. Selbst wenn die neuesten Entwicklungen in der Anwendung noch nicht aufgenommen werden konnten, ist es für den Anwender der Methode eine unverzichtbare Lektüre." Ich interpretierte diesen Satz zunächst lediglich so, dass lediglich die allerneusten Entwicklungen von EMDR keinen Platz in der Publikation gefunden hätten. Es stellte sich dann leider sehr eindeutig heraus, dass die 2., aktualisierte amerikanische Auflage aus dem Jahr 2001 hier übersetzt wurde. Francine Shapiro erwähnt zu Beginn (S. 32): "Das vorliegende Buch ist ein Ergebnis meiner 14-jährigen Arbeit an der Entwicklung und Verfeinerung von EMDR und meiner Erfahrungen in der Vermittlung dieser Methode." Da Francine Shapiro die Wirkungen von Augenbewegungen erstmals 1987 bei einem Spaziergang am See entdeckte und von da an kontinuierlich weiterentwickelte, musste die Grundlage der deutschen Ausgabe die Version von 2001 sein. Das Impressum gab dann die letzte Bestätigung dafür, dass es sich lediglich um die Übersetzung der zweiten, überarbeiteten Auflage handelt, die 2001 erschienen ist.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich Francine Shapiros Schreibstil in allen ihren Büchern sehr mag. Sowohl in diesem, als auch in "EMDR in Aktion" und dem Sammelband "EMDR als integrativer...". Über alle ihre Bücher - einschließlich des rezensierten - kann ich aber auch sagen, dass es recht viele Umschweife um eine übersichtliche Zahl von praktischen Hinweisen gibt. Oft werden dabei auch interessante und absolut relevante Details mitgegeben, auf die man ohne diese Umschweife garnicht erst gekommen wäre. Frau Shapiros kurzweiliger Schreibstil mit dem Einbau vieler Geschichten und Metaphern tut ihr übriges dazu. Es werden jedoch nicht nur "Geschichten erzählt" und "Metaphern verwendet" (was in "EMDR in Aktion" weit stärker der Fall ist als hier). Sondern in der vorliegenden Publikation wird vor allen Dingen jede Facette von EMDR bis ins Kleinste aufgedröselt und besprochen. So wurde etwa allein dem 8-phasigen Standardprotokoll insgesamt 190 Seiten gewidmet.

Manche deutschsprachigen Erscheinungen sind hingegen oftmals deutlich strukturierter und entsprechen eher dem, was man unter einem "Handbuch" im Sinne eines griffigen Nachschlagewerks verstehen könnte. Hierzu gehören beispielsweise die Bücher "Ressourcenarbeit mit EMDR" von Christine Rost oder "Traumatherapie mit EMDR. Ein Handbuch für die Ausbildung" von Oliver Schubbe. Das Wort "Handbuch" im (deutschen) Titel von Shapiro ist jedoch das Einzige, was ich wirklich zu bemängeln habe. Auch ansonsten können wir für die Bücher, die zuallerst in deutscher Sprache erscheinen, sehr dankbar sein. Eine sehr junge Publikation aus dem Jahr 2012 beispielsweise, die ich sehr schätze und die sich sowhl mit Klopftechniken als auch EMDR befasst, ist der Titel: "Die Lösung liegt in deiner Hand!: Von der Energetischen Psychologie zur bifokalen Achtsamkeit - Emotionsregulation und Neurowissenschaften". Diese fasst auch sehr viel mehr als Shapiros Buch aktuelle Entwicklungen auf und zusammen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Standartwerk, 21. August 2013
Von 
Manfred Sandau (Hespe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: EMDR - Grundlagen und Praxis: Handbuch zur Behandlung traumatisierter Menschen. Überarbeitete Auflage (Broschiert)
Ich habe die Ältere Ausgabe des Buches und daher besteht für mich keine Notwendigkeit, die neue zu erwerben, aber dies ist das Grundlagenwerk von Shapiro, neben dem kleineren Band den sie mit Frau Silk Forrest (EMDR in der Praxis) herausgegeben hat und dem weiteren und neueren Werk, EMDR als integrativer Ansatz. Dies ist das Werk, das der Vorrezensent, vermutlich vermisst, denn in diesem Band sind die neueren Entwicklungen zum Thema zusammengefasst.
Für denjenigen der dabei ist EMDR zu erlernen, ist dieser Band der Wichtigste, für diejenige, die es experimentell zum Beispiel in der Suchttherapie einsetzen möchte ist das Buch EMDR als integrativer Ansatz zu empfehlen in dem sich ein Artikel zu der Therapeutin Vogelmann Sine findet. Wer die allerneueste Entwicklung zum Thema Sucht und EMDR sucht, findet sie in dem Buch Bindung und Sucht von K.H. Brisch, hier speziell die Arbeit von Michael Hase aus Hamburg, die er seinerzeit bereits im LKH Lüneburg begonnen hat.
Für mich ist EMDR längst aus den Kinderschuhen entwachsen, es gibt nicht wirklich neues dazu zu sagen, wie man an dem Buch von Lipke z.B. sehen kann. Auch die Neuausgabe von Oliver Schubbes Ausbildungshandbuch wurde nur insofern geändert, als jetzt die Demo DVD, mitgeliefert wird, die ich seinerzeit separat erworben habe.
Ich finde diese Ausgabe eines Werkes, das bereits 1999 vorlag, heute noch lesenswert, auch wenn man es vielleicht nicht als perfekt didaktisch aufgebaut und durchstrukturiert ansehen mag, weil es für mich noch etwas von jener Begeisterung erkennen lässt, die mitschwang, als die Methode sich bei der Behandlung schwer kriegstraumatisierter ehemaliger Soldaten als nützlich erwies und wie dann immer weitere Kreise, auch zivil traumatisierter Menschen von dieser bahnbrechenden „Erfindung“ profitieren konnten.
Für mich ist die Frage die mich im Moment bewegt, inwiefern EMDR auch in Selbsthilfe angewendet werden kann, Angeregt wurde ich zu dieser Fragestellung durch das umfangreiche Buch von Sonja Sörensen, über ihre Selbsttherapie, bei der sie EMDR in Eigenregie eingesetzt hat.
Von Francine Shapiro wird es dazu in wenigen Wochen ein Buch geben das in einem anderen Verlag erscheint und zu dem ich eine Rezension schreiben will. Weil mich als Laien, diese faszinierende und im Grunde „einfache“ Methode der Traumabewältigung, schon etwa 10 Jahre interessiert.
Ich verhehle aber nicht, dass ich mittlerweile andere „schonende“ Verfahren zur Traumabewältigung, wie sie von Peter Levine, Fred Gallo, Michael Bohne (u.a.) dargestellt wurden, für genauso achtbar halte und da nicht jeder zu den Augenbewegungen und anderen akustischen und taktilen Reizen einen Zugang findet, finde ich es sehr nützlich, dass es neben dem EMDR im Traumawerkzeugkasten noch ein paar andere Hilfsmittel gibt.
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EMDR - Grundlagen und Praxis: Handbuch zur Behandlung traumatisierter Menschen. Überarbeitete Auflage
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