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5.0 von 5 Sternen Buchrezension "Handbuch Traumakompetenz" Lydia Hantke & Hans-J. Görges, 9. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik (Broschiert)
Dieses Handbuch ist ausgerichtet für die praktische Arbeit mit traumatisierten Menschen, ob das nun Kinder, Jugendliche oder Erwachsene sind. Die Zielgruppe dieses Buches sind dabei alle Menschen, die in ganz unterschiedlicher Weise beruflich Traumarbeit leisten; von Pädagogen, über Psychologen, Polizeibeamte, Pflegekräfte und Notfallseelsorger.

Das Buch ist gegliedert in zwei große Abschnitte. Im ersten Teil werden die theoretischen Grundlagen erläutert, beginnend mit den grundlegenden Traumatheorien, über die Gehirnentwicklung, Grundbegriffserklärungen von Traumata, Notfallreaktion, Spannungskurve, Ressourcenbereich, und Dissoziation, bis zu sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Praxis.
Im zweiten Teil werden die Übungen eingeführt, in logischer Reihenfolge nach den wesentlichen Stufen der Stabilisierungsarbeit, angefangen bei Reorientierungsübungen, zu Normalisierungsinterventionen, Wahrnehmungsübungen für den Körper und Geist im Hier und Jetzt, Ressourcenbereichserweiterung, weiter mit Verantwortungsübernahme und Distanzierungsübungen, bis hin zum Einbeziehen von anderen Menschen des Umfeldes.

Im ersten Teil schaffen die Autoren eine Brücke zwischen Traumatheorie, Entwicklungspsychologie und Neurowissenschaften. Sehr einfallsreich ist dabei zum Beispiel im Rahmen der Erklärung des Ressourcenbereichs, die symbolische Erzählung des Entwicklungsverlaufs vom Fötus im Bauch der Mutter zum Kleinkind, Schulkind, bis hin zur Pubertät.
Die verwendete Sprache ist für ein Fachbuch sehr leserfreundlich, nicht von oben herab, anschaulich beschreibend und teilweise fast flapsig geschrieben, besticht aber auch durch Ideenreichtum, wie z.B. bei der Bezeichnung der Gehirnregion Hippocampus als „Bibliotheksangestellter des Gehirns“ (S.60).

Im ersten Teil werden außerdem die Begriffe „Häschen“ und „Denker“, ersteres stellvertretend für das limbische System, zweiteres für die Großhirnrinde, eingeführt, wobei Illustrationen zur Veranschaulichung dieses Konzepts eingefügt sind. Nach Ansicht der Autoren haben sich diese Begriffe, vor allem im Umgang mit Kindern und kognitiv eingeschränkten Menschen, sehr bewährt, und sie werden konsequent im ganzen Buch verwendet.

Es handelt sich um ein Buch über die grundlegenden Prozesse, die bei einer Traumatisierung ablaufen. Es geht darum, dass der Leser diese versteht, da dies Grundvoraussetzung für Stabilisierungsarbeit ist.

Großer Wert wird generell auf die Veranschaulichung anhand von Praxisbeispielen gelegt.
Besonders die von den Autoren aufgearbeiteten grundsätzlichen Regeln für den Umgang und den Kontakt mit traumatisierten Menschen und der Abschnitt zur Selbstfürsorge sind Bereiche, die von sehr viel Praxiserfahrung der Autoren zeugen, da diese Bereiche sehr wichtig sind, aber sich dennoch immer wieder bewusst gemacht werden müssen für ein erfolgreiches Arbeiten im Traumakontext.

Bei dem Teil der Konsequenzen für die Praxis wiederholen sich die Autoren oft etwas in den Erklärungen, die sie in den Teilen davor schon gegeben hatten, auch wenn es dabei eher um die praktische Umsetzung geht. Auch diese wird allerdings im zweiten Teil wieder aufgegriffen.

Der Übungsteil des Buches profitiert ebenso sehr von der großen Praxiserfahrung der Autoren, denn man kann sicher sein, dass alle Übungen im Laufe der Praxis mit unterschiedlichsten traumatisierten Menschen mehrfach erprobt und verbessert wurden. Es werden genaue Formulierungsangebote gemacht, wobei immer darauf geachtet wird, diese nur als Vorschläge zu sehen und ständig betont wird, dass diese individuell abänderbar seien. Es werden auch zu jeder angeleiteten Übung Schwierigkeiten, die bei der praktischen Durchführung entstehen könnten, aufgegriffen und erklärt wie dazu Lösungen gefunden werden könnten. Besonders gut praktisch umzusetzen sind auch die Tipps zu Besonderheiten im Kontakt mit verschiedenen Altersgruppen und Patienten mit besonderen Bedürfnissen, bei denen darauf eingegangen wird, inwiefern man die Übungen auf Kinder, Jugendliche, kognitiv eingeschränkte Menschen und Gruppen anpassen kann.
Großer Wert wird generell auf die Veranschaulichung durch Praxisbeispiele gelegt, die wie Transkripte von unterschiedlichen Traumapatienten in unterschiedlichen Kontexten angelegt sind.

Das Buch wurde von den Autoren mit vielen kreativen Ideen und jahrelanger Arbeitserfahrung geschrieben. Es stattet Menschen, die beruflich im Gesundheits- und Sozialwesen tätig sind mit einem breit gefächerten Wissens- und Methodenschatz aus, mit Vorlagen für die Durchführung der Übungen, mit Anforderungen, bestimmten Ausnahmen, Zielen, und Transkripten von Veranschaulichungsbeispielen, welche sie jederzeit in dem sehr gut gegliederten Nachschlagewerk wiederfinden können.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Handbuch Traumakompetenz, 7. Oktober 2012
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Rezension bezieht sich auf: Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik (Broschiert)
Schon seit vielen Jahren arbeite ich als Lehrerin mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Die Thematik und die Vorgänge sind mir also bekannt. An diesem Fachbuch fasziniert mich die einfache und praxisnahe Herangehnsweise. Es ist verständlich und man kann die Sachverhalte gut behalten und in der Beratung sogar so wiedergeben, dass selbst Kinder die Zusammenhänge und Abläufe ohne Probleme verstehen. Man spürt deren Entlastung und trägt dabei erheblich zur Stabilisierung der Situation bei.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene traumapädagogische Wisssensvermittlung, 1. Mai 2013
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Rezension bezieht sich auf: Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik (Broschiert)
ein Gundlagenbuch, dass die Brücke zwischen traumatherapeutischen Ansätzen und der Vermittlung traumapädagogischer Alltagshilfen schlägt. Gelungene interdisziplinäre Wissensvermittlung für die Kinder und Jugendarbeit. Danke!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Buch in sehr guter Qualität - Inhalte fachlich hervorragend, 26. Oktober 2013
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Rezension bezieht sich auf: Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik (Broschiert)
siehe oben
Buch wendet sich an professionelle Helfer, aber auch an Betroffene.
Beispiele sehr praxisnah und gut erklärt
neuronale Zusammenhänge gut dargestellt und in Alltagssprache übersetzt
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verständlich geschrieben, 30. Dezember 2013
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Rezension bezieht sich auf: Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik (Broschiert)
Auch für den Laien nachvollziehbar geschrieben. Traumatas passieren nicht nur in schicksalhaften Situationen, sondern können sich im Alltag manifestieren, durch nichtverarbeitete Situationen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Fachbuch für Therapeuten, 14. September 2014
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Rezension bezieht sich auf: Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik (Broschiert)
Ich habe viele Bücher zu Traumatherapie, aber dieses gehört zu denjenigen Fachbüchern, aus denen haufenweise meine Merkzettelchen rausschauen. In leicht verständlichem Stil geschrieben, vermittelt es den aktuellen Wissensstand von der Traumaentstehung über die Aufrechterhaltung bis hin zur Behandlung. Die Erklärungsmodelle sind klar und gut in den Kontext eingebettet. Mir gefallen sehr die ansprechenden Darstellungen verschiedener Hirnvorgänge oder Verarbeitungswege, die sich in der Arbeit mit Patienten hervorragend nutzen lassen. Für die praktische Arbeit kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fachbuch, Menschenbuch, Helferbuch, 18. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik (Broschiert)
In diesem beeindruckenden 500 Seiten-Buch wird übersichtlich, systematisch und sehr gut lesbar "Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik" (so der Untertitel) ausgebreitet. Nach einer Einführung in theoretische Grundlagen (so ausführlich wie nötig, so knapp wie möglich) liegt der Schwerpunkt auf praxisbezogenen Übungen zur Orientierung im Hier und Jetzt, zur Einordnung des Erlebten (damals und bei Flash Backs) und zur Ausweitung von Ressourcen. Das Handbuch richtet sich an MitarbeiterInnen aller Berufsgruppen, zu deren Aufgabe die Betreuung und Beratung von Traumaüberlebenden gehört.

Auch die grundlegende Einführung setzt keine psychotraumatologischen Fachkenntnisee voraus; konsequent schlägt sie Brücken von allgemein-menschlichen Bedürfnissen und Erfahrungen (vor allem in der Kindheit) zu traumabedingten Defiziten und Zerstörungen und ihren Folgen. Wie und wo wir als HelferInnen ansetzen können und sollten, ergibt sich dann fast selbstverständlich!

Die in der deutschsprachigen Literatur einmalig umfangreiche Sammlung von traumabezogenen Übungen (300 Seiten!) ist alles andere als ein Sammelsurium. Die Fülle wird konsequent strukturiert durch Einführungen für unterschiedliche Zielsetzungen und Situationen. Locker wechselt der Blickwinkel vom erwachsenen Klienten zu Kindern oder Jugendlichen. Unzählig viele kleine Hinweise für die Praxis des Helferkontakts werden wie nebenbei, dabei inhaltlich folgerichtig einbezogen. Auch typische Unsicherheiten und Schwellenängste von Helfern werden mehrfach angesprochen als natürliche und legitime Schwierigkeiten der psychosozialen Arbeit mit Traumaüberlebenden.
Sehr deutlich wird, daß traumatherapeutische (und traumapädagogische) Unterstützung auch heute noch viel Empathie, Zeit und Geduld braucht - trotz EMDR und all den anderen elaborierten therapeutischen Techniken, die jetzt zunehmend auf den Markt drängen!

Das ist wirklich ein "Handbuch": In einer konkreten Arbeitssituation das ausführliche Inhaltsverzeichnis aufschlagen und über irgendeine Überschrift stolpern: "Das könnte doch was sein!" - aufschlagen und zu lesen anfangen. Mit Sicherheit findet sich dann dort sowohl etwas praktisch nutzbares, als auch eine grundlegende Erläuterung zu der betreffenden Frage!

Nicht zuletzt ist es ein menschheitliches Buch. Liebevolle professionelle Achtsamkeit und Erfahrung spricht aus jedem Gedanken, jedem Hinweis. Psychische und soziale Prozesse werden sinnlich nachvollziehbar. Selbst wenn wir aus unserer Berufserfahrung manches eigentlich schon gewußt haben, wird es neu lebendig durch das Betroffenen wie LeserInnen zugewandte Erzählen. Die Darstellung verleitet zu einer Art atmender Achtsamkeit - im Mittelpunkt stehen Prozesse, nicht Prinzipien, stehen Zusammenhänge und Verwandtschaften, nicht Abgrenzungen und Definitionen.

Ein Buch, das Mut und Kraft geben kann, sich für Überlebende von Psychotraumatisierungen einzusetzen!

DISSOZIATION UND TRAUMA
Trauma Beratung Leipzig
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Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik
Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik von Hans-Joachim Görges (Broschiert - 22. Juni 2012)
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