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am 29. September 2003
Patrice Nganang hat einen wunderschönen intelligenten Roman geschrieben, er beschreibt aus der Sicht eines Hundes sehr gekonnt das Leben in den Armenvierteln Jaundes, die Alltagsprobleme, den wirtschaftlicher Niedergang Kameruns, die Korruption usw., der Hund kommt ganz nah an die wahren Bedürfnisse und Handlungen der Menschen heran und so hat dieser Hund die ideale Ausgangsposition für sein "Studienprojekt" und das ist die Frage "was ist der Mensch". Der Roman ist amüsant geschrieben, wer - um bei kameruner Autoren zu bleiben - Mongo Beti, Calixthe Beyala mag, wird auch dieses mögen.
Patrice Nganang ist einer der jüngeren afrikanischen Autoren, den man kennen sollte, wenn man sich ein wenig für afrikanische Literatur interessiert.
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am 24. März 2005
Kein anderer kann besser als Nganang die Krisezeiten und Ihre sozialen Auswirkungen beschreiben. Genau wie der Autor, bin ich aus Yaounde in Kamerun und habe mit diesem Buch eine Rueckreise in die Zeiten der Anfaenge unserer (noch sehr jungen) Demokratie erlebt, Zeiten, wo wir die Krise hart zu spueren anfingen.
In den Zeiten der Krise verliert alles an Bedeutung: Diplome, Freundschaft, sogar die sozialen und moralischen Werte, die in Afrika so gut verankert waren. "Wo ist der Mensh?" Der Mensch hat sich aufgegeben, das sieht man daran, dass alles mit dem Satz "Kamerun ist eben Kamerun" erklaert und gerechtfertigt wird. Dieser sinnlose Satz, der mit der Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. "Bia boya alors?" (Was koennen wir denn tun?). Der Mensch kann nur noch einfach, schwarz/weiss, eindimensional denken denn alle anderen geistigen Taetigkeiten gelten nur, wie man die Zeit totschlaegt, zu Geld kommt und/oder Frauen erobert.
Nganang macht in seinem Buch von der Sprache der Leute aus den Grossstaedten gebrauch. Das ist ein Franzoesich, worauf die einheimischen Sprachen Kameruns, Pidgin-Englisch und auch ein bisschen Deutsch (Kamerun war ja auch eine deutsche Kolonie) abgefaerbt haben. Es ist sehr mutig von ihm gewesen, finde ich, aber anders haette das Buch nicht geschrieben werden koennen. Die deutsche Uebersetzung, trotz sehr guten Arbeit ist ein paar male schon ueberfordet gewesen.
Zu empfhelen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. Dezember 2004
Verärgert über die Grausamkeit der Menschen beschliesst ein Hund sich fortan der Wissenschaft zu widmen. Das Objekt seiner Forschungen: der Mensch. Als Kneipenhund scheint er hiermit die idealen Voraussetzungen mitzunehmen. So beobachtet er tagein tagaus das illustre Treiben in einem der Armenviertel in Kamerun's Hauptstadt Jaunde. Unter den Gästen der Kneipe finden sich die vielfältigsten Charaktere. Häufig werden die Misstände des Landes erörtert, zu Konsequenzen kann man sich allerdings nicht durchringen. So verläuft der Spruch "Kamerun ist eben Kamerun" wie ein roter Faden durch den gesamten Roman. "Oppositioneller" gilt als Schimpfwort, mit so jemandem will man lieber nichts zu tun haben. Und so prangert der Wissenschaftler vor allem die Ängste und Hemmungen der Menschen an, selbst an ihrem Schicksal etwas zu ändern und Rückgrat zu zeigen.
Insgesamt ein sehr interessantes Buch, speziell mit der ungewöhnlichen Perspektive des Hundes. Dennoch gibt es von mir einen Punkt Abzug , weil sich der Roman an manchen Stellen doch recht langweilig liest.
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am 18. April 2010
Patrice Nganang hat ein höchst vergnügliches Buch geschrieben. Ich habe in Kamerun längere Zeit gelebt und kann bestätigen, dass seine literarischen Schildungen durchaus der Lebenswirklichkeit in Jaunde, der Hauptstadt Kameruns entspricht. Es beschreibt treffsicher, amüsant mit Situationskomik das Leben in den Armenvierteln der Hauptstadt aus der Sicht eines Hundes. Es ist Patrice Nganang gelungen den beherzten Optimismus der dort lebenden Menschen greifbar zu machen.
Das Buch ist auch als Hörbuch erschienen.
Wer mehr über den Autor wissen möchte kann sein letztes Interview auf ARD Online (April 2010) nachlesen.
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am 1. Februar 2008
Die Idee das Elend Afrikas aus Sicht eines Hundes zu schildern ist grundsätzlich beachtenswert. Die Umsetzung ins Schriftliche ist mir zu fad geraten. Es fehlt das Salz in der Suppe, das Öl an der Fahrradkette oder die Orange mit Zimt zum braunen Tequila.
Irgendwie ist mir auch der Schreibstil nicht besonders zugänglich. Ich würde ihn eher als ermüdend bezeichnen. Was mich ganz besonders nervte waren Textpassagen wie '...Lebensweise als nangaboko...'. Warum muss es sein, dass man hier erst zur letzten Seite blättern muss um herauszufinden, dass nangaboko der kamerunische Ausdruck für einen Clochard ist. Dann wieder die Aussagen ala 'A bo dzé-a!'. Auf die letzten Seiten blättern hilft hier nix. Die Übersetzung ist ca einen halben Satz später versteckt 'Bald bist du wie wir!'. Überhaupt der Wechsel der Sprachen bzw. das Nicht-Übersetzen des Camfranglais finde ich nicht gelungen. Vielleicht liegt es an den Übersetzern Gudrun und Otto Honke, dass die Geschichte bei mir keine Emotionen auslöste.
Jetzt noch kurz zum Inhalt. Mbudjak ist der Hund des ehemaligen Beamten und jetzigen Kneipenbesitzers Massa Yo. In dieser Funktion beobachtet er den Kneipenalltag im Armenviertel Madagascar. Interessiert verfolgt er Gerüchte, Märchenstunden und Schicksale vieler Protagonisten. Manchmal büchst Mbudjak aus. Immer kehrt er zu seinem Herren zurück.
In der Kurzbeschreibung auf dieser Seite steht '...vitales Bild des heutigen Kamerun.' Mir war es nicht vital genug. Diese pulsierende Monotonie hat mich einfach nicht gefesselt.
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