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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Klassiker
Die Kunstsprache der Klassik mag auf viele potenzielle Leser immer etwas abschreckend wirken. Friedrich Schiller gelingt mit »Die Jungfrau von Orleans« jedoch der Balanceakt zwischen gekünstelter Sprache und echter Kunstsprache. Die Handlung wirkt so nie zu aufgesetzt und der Leser kann der Handlung auch immer gut folgen.

Diese romantische Tragödie...
Veröffentlicht am 31. August 2008 von S. Bernard

versus
2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Schiller im Zwiespalt
Obwohl ich ein grosser Fan von Schillers Werken bin, überzeugte mich dieses Buch nicht. Schriftstellerisch zwar wieder auf höchstem Niveau, doch Inhaltlich in einem Konflikt. Schillers Drama scheint im Zwiespalt zwischen den Ansichten der Klassik und der der Stürmer und Dränger. Weist das Buch "Jungfrau von Orleans" doch Widersprüchlichkeiten auf...
Veröffentlicht am 25. August 2006 von Carla Abderhalden


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Klassiker, 31. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Jungfrau von Orleans. (Broschiert)
Die Kunstsprache der Klassik mag auf viele potenzielle Leser immer etwas abschreckend wirken. Friedrich Schiller gelingt mit »Die Jungfrau von Orleans« jedoch der Balanceakt zwischen gekünstelter Sprache und echter Kunstsprache. Die Handlung wirkt so nie zu aufgesetzt und der Leser kann der Handlung auch immer gut folgen.

Diese romantische Tragödie entspricht zwar nicht zu hundert Prozent den historischen Ereignissen, welche als Vorlage dienten. Dies wirkt sich aber durchaus positiv auf das Leseerlebnis aus, weil der Handlungsverlauf so weniger voraussehbar ist. Geschichtsinteressierte Leser bekommen zudem mit diese Ausgabe eine exakte historische Zeittafel zum Vergleich mitgeliefert.

Die vielen Schlachtszenen ergänzen die Handlung um ein sehr unterhaltsames abenteuerliches Element, auch wenn die Art von religiöser Thematik wohl heute nicht mehr ganz dem Geist der Zeit entspricht.

Ein solides Zeugnis der Klassik, dessen Leseerlebnis durchaus gut ist und das wieder mehr Lust auf Werke dieser Epoche macht.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein toller Plot, erzählt in grandiosen Worten aus einer anderen Zeit..., 10. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Jungfrau von Orleans. (Broschiert)
"Die Jungfrau von Orleans" ist wahrlich nicht eines der unbekannten Werke von Schiller und auch ist der Plott nicht allein seinem geistigen Schaffungsvermögen entsprungen. Doch was diese Version der Jeanne D'Arc zu einer ganz besonderen macht ist die Fähigkeit Schillers, als einem der größten deutschen Sprachmeister, eine oft gehörte Erzählung in packende Worte zu bringen, die das Lesen zu einem wahren Genuss zu machen. So kann man regelrecht in den altmodischen, aber perfekt geformten Kompositionen, wie man sie in der deutschen Sprache kaum besser kennt, versinken und in eine Zeit abtauchen, in der noch Krieg, Adel, Gott und die Kirche das Leben der Menschen bestimmten.

Der Plot ist schnell erzählt und auch sicherlich bekannt. Trotzdem hier eine kurze Einführung: Die junge Johanna D'Arc, eine Schafshirtin, wird von Gott selbst dazu berufen die französische Armee anzuführen und die bisher unbesiegbar erscheinenden Engländer bei Orleans zurück zu schlagen, um den verzweifelten König Karl VII erneut zum König aller Franzosen zu machen. Natürlich geht dieser Plan nicht ganz so leicht auf, und Johanna verliebt sich kurzzeitig in den Führer der englischen Schlachttruppen. Letztendlich schließt das Drama genretypisch mit dem Tod der Protagonistin, allerdings anders als historisch belegt.

Im Endeffekt gibt es für eine gelungene Adaption des Themas von mir 4 Sterne. Vorallem aufgrund der grandiosen, sprachlichen Leistung, die eine dichte, niemals unglaubwürdig erscheinende Athmosphäre schafft. Allerdings ist die Message, die Schiller übermitteln möchte für die heutige Zeit nichts besonderes mehr und nimmt daher dem Werk, den früher sicherlich vorhandenen, prägenden Faktor. "Die Jungfrau von Orleans" ist somit heute eine kurzweilige, hochqualitative Lektüre, die jeder Literaturinteressierte gelesen haben sollte, die ihn in der heutigen Zeit allerdings wohl kaum noch vorranbringen wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Brüder überm Himmelszelt, 30. Mai 2011
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Jungfrau von Orleans. (Broschiert)
muss ein lieber Vater wohnen!"

Ode an die Freude

Bis heute ist es eine dieser Szenen der Geschichte, die sich vom scheinbar allumfassenden Menschenwissen abhebt und eine fast unbeugsame Glorie in sich trägt - das bereits verlorene Frankreich wird durch ein Bauernmädchen gerettet, das mit der Hilfe Gottes die Engländer schlägt und dem Dauphin, dem rechtmäßigen Thronfolger, als König von Frankreich proklamiert. So faszinierend ist die Geschichte, so tragisch und gleichsam verworren, dass sie in ausnahmslos allen Künsten Anklang fand. Wer kennt nicht das berühmte Bild von Dominique Ingres; Shakespeare schilderte sie in seinem Drama -Heinrich VI- mit einer ganz besondere Note der Begeisterung, neben Schiller haben auch der große irische Dramatiker George Bernhard Shaw (Die heilige Johanna) und der französische Dramatiker Jean Anouilh (Jeanne oder Die Lerche) die Geschichte und Rolle Johannas beleuchtet; auch die Spielentwickler haben in dem grandiosen Strategiehit Age of Empires 2 eine Kampagne nach ihrem Leben ausgerichtet.

Sie wurde selig und heilig gesprochen und heute, am 30. Mai, ist ihr Gedenktag.

Schiller hält sich eher leidlich an die historisch korrekten Abläufe, doch trotzdem hat er geschafft das Wesen der Personen, vor allem das von Johanna, einzufangen. Sein Drama ist lebendig und farbenreich wie selten ein Stück, Emotionen fließen (vielleicht überschäumend von Zeit zu Zeit) durch jede Zeile - so in dieser, in der der Herzog von Burgund seines Vaters Mörder vergibt:

"Ihr Todesgötter, rechnet mir's nicht zu,

Dass ich mein schrecklich Rachgelübde breche.

Bei euch dort unten in der ew'gen Nacht,

Da schlägt kein Herz mehr, da ist alles ewig,

Steht alles unbeweglich fest - doch anders

Ist es hier oben in der Sonne Licht.

Der Mensch ist, der lebendig fühlende,

Der leichte Raub des mächt'gen Augenblicks."

Der ganze Text ist gleich einem kunstvollen Hohelied, mit Wundern, Wandel und Verirrungen. Keine Figur ist Frage und wenn Johanna sagt: "Der Geist zeigt mir nur große Weltgeschicke/ DEIN Schicksal ruht in deiner eigenen Brust!" wirft sich eine Frage über das ganze Drama: galt (bzw. gilt) dies auch für sie selbst?

An anderer Stelle sagt sie zu ihrem Jugendfreund:

"Du siehst nur das Natürliche der Dinge,

Denn deinen Blick umhüllt das ird'sche Band,

Ich habe das Unsterbliche mit Augen

Gesehen - ohne Götter fällt kein Haar

Vom Haupt des Menschen - Siehst du dort die Sonne

Am Himmel niedergehen - So gewiss

Sie morgen wiederkehrt in ihrer Klarheit,

So unausbleiblich ist der Tag der Wahrheit!"

Und obwohl es wohl hauptsächlich ein sprachliches Lesevergnügen ist, wer tiefer gehen will, der findet hier einen komplexen dialektischen Zwiespalt vor, das Problem vom Göttlichen und Menschlichem.

Zuletzt sei noch gesagt: Goethe, hielt es, zu dessen Lebzeiten, für das beste Stück von Schiller.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine menschliche Heldin in göttlicher Mission, 17. Februar 2010
Von 
Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Jungfrau von Orleans. (Broschiert)
Friedrich Schillers Die Jungfrau von Orleans ist keine leichte Lektüre, und aus heutiger Sicht hat der schwäbische Großschriftsteller ohne Zweifel packendere Stücke geschrieben. Das zeitgenössische Publikum aber war von der Jungfrau begeistert. Das Drama spielt vor dem Hintergrund des Hundertjährigen Krieges zwischen Frankreich und England. Als der französische König den Kampf bereits verloren gibt, ereignet sich ein Wunder: Das arme Bauernmädchen Johanna (besser bekannt als Jeanne d'Arc) eilt ihm, einer göttlichen Mission folgend, zu Hilfe und führt das französische Heer von Sieg zu Sieg - um dann allerdings kurzzeitig vor der Kraft der Liebe zu kapitulieren und schließlich im Kampf zu fallen. Schon dieses von der geschichtlichen Wahrheit abweichende Ende zeigt, dass das Stück kein Historiendrama ist, sondern ein Werk, das den geistig-religiösen Weg der Hauptfigur nachzeichnen will und ihre Erhöhung ins Übergeschichtliche beabsichtigt. Die Sprache ist pathetisch, die Handlung voll religiöser Mysterien und schwer nachvollziehbarer Wandlungen, aber auch reich an theatralischen Effekten wie Blitzen, Donnergrollen und einem schwarzen Ritter, der sich in nichts auflöst. Es geht um die gewaltige Spannung zwischen Göttlichem und Menschlichem - und die bleibt bis heute faszinierend.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Klassiker?, 22. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hamburger Lesehefte, Nr.24, Die Jungfrau von Orleans (Taschenbuch)
Die "Jungfrau von Orleans" beschreibt die spannende Geschichte eines einfachen jungen Mädchens, daß den eigentlichen König Frankreichs wieder an die Macht führt. Johanna wendet sich unter dem Zeichen der Götter an den Hof des Königs, der vollkommen verzwifelt ist, denn seine Truppen sind von den Engländern eingekesselt. Johanna verspricht, mit ihr wird er gegen die Feinde siegen. Als die Engländer die Jungfrau auf dem Feld sehen, fliehen sie vor Angst, denn diese Erscheinung kann nur unter dem Einfluss der Götter stehen. Bis nach Orleans dringen die französischen Truppen vor, der König steht kurz vor der Krönung. Auf dem Schlachtfeld bricht Johanna ihr Versprechen sich jedem Mann in jeder Hinsicht zu versagen. Im Verlauf der Krönungszeremonie brechen Zweifel auf, ob Johanna von guten oder bösen Mächten gesandt wurde. Wie gelähmt kann sie sich nicht wehren und flieht. In einem letzten Kampf besiegen die Franzosen schließlich doch die Engländer unter der Führung Johannas, die am Ende der Schlacht stirbt.

Schiller greift in seinem Drama die Geschichte der Jeanne d`Arc auf. Allerdings stirbt die Hauptfigur am Ende nicht den Feuertod. Interessant wird dieses Drama besonders unter dem Aspekt der "Jungfrau" in der geschichte. In der Neuzeit griff Brecht das Thema in seinem Buch "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" wieder auf.

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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schiller halt :-), 5. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Jungfrau von Orleans. (Broschiert)
Das Buch "Die Jungfrau von Orleans" ist erstklassig geschrieben. Es ist die Geschichte von Jeanne d'Arc.Obwohl ich vermute dass jeder diese GEschichte kennt, gebe ich ein eine kurze Inhaltsangabe. Es handelt von einer Hirtin, die von Gott eine Vorsehung erhält:sie, Jungfrau von Orleans, soll Frankreich vor der Niederlage gegen England retten. Und wie durch ein Wunder, schafft sie es tatsächlich England zu bezwingen. Es scheint unglaublich zu sein. doch es ist schön zu sehen, wie das Volk glauben konnte, im vergleich zur heutigen Zeit.
ich empfehle jedem dieses buch, der einbischen Kultur kennen lernen möchte und Schiller mag. Er hat es mal wieder fantastisch beschrieben und es lässt sich leicht lesen.
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Falsche Kriterien der Urteilsfindung, 6. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Jungfrau von Orleans. (Broschiert)
Die dieser Rezension vorhergehende Besprechung "Schiller im Zwiespalt" beweist, dass eine Bewertung von Literatur durch Laien sich oftmals an völlig unverständlichen Kriterien orientiert. Schillers Jungfrau ist ein Meisterwerk und es ist unbegreiflich, dass es im heutigen Kanon der Schullektüren fehlt. Ob sich so ein Meisterwerk nun klar der einen oder anderen, hundert Jahre später von Literaturtheoretikern erdachten Epoche klar zuordnen lässt, ist eine dem Lesegenuss unabträgliche Nebensache!
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Schiller im Zwiespalt, 25. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Jungfrau von Orleans. (Broschiert)
Obwohl ich ein grosser Fan von Schillers Werken bin, überzeugte mich dieses Buch nicht. Schriftstellerisch zwar wieder auf höchstem Niveau, doch Inhaltlich in einem Konflikt. Schillers Drama scheint im Zwiespalt zwischen den Ansichten der Klassik und der der Stürmer und Dränger. Weist das Buch "Jungfrau von Orleans" doch Widersprüchlichkeiten auf. Zum lesen ein zwar angenehmes Werk, doch unmöglich einzuordnen.

Daher bewerte ich dieses Drama mit 3 Sternen als eines der entäuschenderen Werke Schicllers.
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Hamburger Lesehefte, Nr.24, Die Jungfrau von Orleans
Hamburger Lesehefte, Nr.24, Die Jungfrau von Orleans von Friedrich von Schiller (Taschenbuch - 2011)
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