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Kundenrezensionen

33
4,1 von 5 Sternen
Geschlossene Gesellschaft: Ein Reichtumsbericht
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. August 2014
Mittendrin statt nur dabei bei den Oberen Zehntausend ist der Autor, Dennis Gastmann.
Und wer ihn bereits von seinen bisherigen Büchern und TV Beiträgen („Mit 80.000 Fragen um die Welt“) kennt, hat schon im Vorfeld eine vage Ahnung, wie er dabei vorgehen mag und darf gespannt sein, wer alles die Pforten ins Allerheiligste für ihn geöffnet hat.
Wer ihn nicht kennt, wird ihn kennenlernen, als den anständigen, sanftmütigen, blonden jungen Mann, der mit seinen blauen Augen ganz und gar nicht zur Riege der harten, sensationsheischenden Journalistenmeute gehört. Und das merken bewusst oder unbewusst auch die hüteren Herrschaften schnell. Und so kann er ihnen auch die Fragen stellen, die zwar allen unter den Nägeln brennen, doch keiner seiner Journalistenkollegen jemals auch nur zu fragen gewagt hätte. Und obendrein erhält er ganz ungefragt noch mehr Antworten und Einblicke. Denn sie plaudern irgendwann ungezwungen und lassen ihn hautnah teilhaben an ihrem Lifestyle, ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen und Ihrer ganz eigenen Sicht auf die Welt.
Dennis Gastmann nimmt den Leser mit zu den Champagner-Parties und Charity-Galas, ins Allerheiligste der Firmenimperien und in die Herrenhäuser der Oligarchen, die an Prunk und Protz nicht zu überbieten sind. Und er selbst bleibt dabei immer mit seiner entzückend anständigen Art mit beiden Beinen auf dem Boden. Mit Detailtreue berichtet er von seinem Umgang mit „denen da oben“ und lässt in jeder Situation auch den Blick für das Wesentliche und das restlos Banale nicht aus den Augen und bringt all das in seiner herrlichen unnachahmlichen Art auf den Punkt.
Das Buch bringt den Leser zum Lachen und zum Staunen und zu der Erkenntnis, dass zuviel Geld letztendlich auch nicht glücklicher und schon gar nicht anständiger macht. Ein Lesegenuss vom Feinsten – in jeder Hinsicht.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. September 2014
Würde man drei Weise bitten, über das Buch von Dennis Gastmann zu schreiben, sie würden drei verschiedene Geschichten erzählen:

Der Bewunderer berichtet von einem der besten Bücher, die der Planet je gesehen hat. Geistreich, sprachgewandt, humorvoll und echt wie sein Autor. Ohne ihn wäre ein Buch nur ein Buch. Seelenloses Papier. Ein schlauer Fuchs schlüpft in ein Pinguin-Kostümchen und redet mit den „großen Tieren“. Tarnung ist alles! Heitere Camouflage. Meisterhaft gegockelt!

Der Neidische erzählt von einer glitzernden Aufzählung gesammelter Storys über Pfeffersäcke, denen das Geld zugeflogen ist, durch den Zufall ihrer Geburt, Heirat oder Lug und Trug. Die Hauptdarsteller sind Diebe. Sie rotten sich in einer geschlossenen Gesellschaft zusammen und harren gemeinsam aus um nichts von ihrem Reichtum abgeben zu müssen. Gated Community. Er würde den Scharlatanen ins Gewissen reden wollen. Welches Gewissen? Der Neidische vermissteinen Krösus der Ballast abwirft, spendet oder verzichtet. Fehlanzeige! Außer dem einen. Ein entflogener arabischer Papagei, grau mit rotem Schwanz. Der Wüstensohn hatte genug vom goldenen Käfig. Verschwörungstheoretiker sind sich sicher: Der gefiederte Held sitzt jetzt in den Blättern einer Palme und kreischt: Willkommen auf Star-Island!

Der Psychologe macht aus dem Buch ein Drama. Ein Märchen mit traurigen Zügen. Über allem Glanz und Gloria schwingt ein Hauch Melancholie. Erinnert an die bleierne Bürde von Erbe und Besitz. Geld ist nicht grundsätzlich böse. Es ist wie Alkohol. Auf die Dosis kommt es an, sonst macht man sich am Ende noch lächerlich. (wenn es nicht so traurig wär). Die Welt der Reichen ist ein Gefängnis und sie haben sich selbst darin eingeschlossen.

Und der Trost des kleinen Mannes?
Wer viel hat und nichts muss, darf auch keine Wunder vom Leben erwarten! Kein Kribbeln mehr. Kein Kessel Brausepulver. Nur noch Langeweile.

Würde man mich zum Buch befragen?
Man kann es freilich auf viele Arten interpretieren. Unterm Strich enthält es vor allem viel kluge Wahrheit. Man wünscht, es wäre ein niedlicher Phantasieroman. Aber blicken wir der Realität ruhig ins Auge. Frei von Neid und ohne Drama. Nur eine gescheite Portion Ironie muss erlaubt sein. Sonst wäre das Reich der Reichen nicht auszuhalten. Dem Autor ist das gelungen. Er hat hervorragend recherchiert, scharfsichtig beobachtet, Respekt gewahrt und mit feiner, nein mit geballter (!) Komik erzählt. Hat durch unaufgeregte Fragen bereits Antworten geliefert. Sich dabei hoffentlich nicht infiziert.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. September 2014
Neben ziemlich viel Glamour erhält der Leser einen Überblick zur gesellschaftlichen und politischen Situation 2014.
Spielorte: der nahe und mittlere Osten, Ukraine, Sylt, Monaco...
Darsteller: jeder der mitmacht jenseits der Wohlfühlzone (ca. 5 Mio. €), allerdings machte bei weitem nicht jeder mit.
Trotzdem vermittelt das Buch eine Idee wie der Geldadel hierzulande gestrickt ist, in all seiner Vielfalt.
Als Zugabe erhält man ein Making Of des Werks, z. B. wer sofort zusagt, wer absagt und auf welchen Wegen manche Kontakte zustande kommen. Außerdem lernt man ein wenig zwischen den Zeilen zu lesen, denn sicher darf längst nicht alles veröffentlicht werden. Dennis Gastmann hält sich dabei geschickt zurück und erzählt aus einer journalistischen Perspektive.

Pros:
die vorurteilsfreie Annäherung, selbst ein Rolf Eden wird differenziert beurteilt
Lesebändchen
Berufsberatung für angehende Butler

Cons:
keine Bilder
Bill Gates hat nicht mitgemacht

Die Pros überwiegen deutlich. Mich hat das Buch bereichert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dennis Gastmann hat die besondere Gabe, dass Menschen in seiner Gegenwart zu dem werden, was sie wirklich sind. Wenn sie sich verstellen oder sich produzieren, wie sie gerne gesehen werden möchten, eine Maske aufsetzen oder Theater spielen, dann schweigt Dennis Gastmann meistens und auf wundersame Weise entzaubern sich seine Gesprächspartner alsbald selber. Ich kann nicht erklären, wie der Mann das macht, aber sie setzen ihre Maske ab und werden wieder zu dem, was sie eigentlich sind. Manchmal nur für einen Augenblick, aber dieser Augenblick reicht bereits.
Was passiert, wenn so ein Entzauberer auf die Menschen trifft, denen unsere Erde (noch) gehört? Das eine Prozent, das über 40% aller Ressourcen weltweit herrscht. Die Oligarchen, die Tycoone, die Selfmade Men und die Erben. Was entlockt er diesen Menschen?

Erstaunliches.

Dennis Gastmann ist keiner von denen, die jede Gelegenheit nutzen, um eine Person des öffentlichen Interesses (nebenbei bemerkt, wer ist hier eigentlich "die Öffentlichkeit"?) zu demontieren. Sie mit Häme und Spott zu überziehen, sie zu demütigen und zu kriminalisieren. Das ist billig, das kann jeder, der über ein gewisses Maß an Redegewandtheit und Zynismus verfügt.
Wenn sich seine Gesprächspartner also demontieren, den gerechten Spott und Verachtung auf sich ziehen, dann bewirken sie dies ausnahmslos durch das, was sie Dennis Gastmann sagen (oder auch nicht sagen) und das, was sie tun oder getan haben. In jedem Fall erzeugt er beim Leser immer auch Mitgefühl. Denn diese eitlen, rücksichtslosen, gefühlskalten, manchmal unfassbar dummen "Eliten" sind letztlich auch Menschen mit genau den Bedürfnissen, die wir alle haben. Ganz oben steht der Wunsch nach Liebe und wahrer Anerkennung und es wundert wenig, wenn ich feststelle, dass genau das in der Welt der Eliten ein so rares Gut ist, dass ihre Bewohner an dem Mangel seelisch zugrunde gehen. Nicht alle, aber viele. Geld macht eben nicht immer glücklich. Manchmal macht es auch sehr, sehr einsam.

Von Rolf Sachs bis zu den Milliardären in den Emiraten und Katar - Gastmann hat diese Menschen tatsächlich getroffen. Es scheint fast, als wäre eine unsichtbare Türe aufgegangen, sobald er den ersten Kontakt in diese Welt hergestellt hat. Eine Welt, die nach eigenen Regeln lebt, die man kennen muss, wenn man dazugehören will. Diese Regeln muss auch Gastmann erst einmal lernen, von der Tischetikette bis hin zum unterhaltsamen Smalltalk. Du sollst nicht langweilen! Das scheint auch eines der ungeschriebenen Gesetze zu sein. Aber irgendwann darf Gastmann dieses seltsame Aquarium mit seinen seltsamen Bewohnern in aller Ruhe beobachten. Er tut dies stets mit Mitgefühl und einer Liebenswürdigkeit, die im wahren Sinn entwaffnet. Vielleicht ist es dieser freundliche Charakter, der einige sogar um Gastmanns Freundschaft buhlen lässt, aber dieser hält lieber freundliche Distanz. Vielleicht, weil er weiß, dass dieses Biotop nicht das seine ist und auch nie werden wird. Neid? Ja, das gibt er offen zu, aber tauschen will er mir keinem dieser Menschen.

Gastmann ist ein hervorragender Journalist und wenn man seine Reportagen liest, kann man nur bewundernd den Hut ziehen. Was er schreibt, ist stilistisch brillant, emotional und gleichzeitig enthüllend. Das sind psychologische Miniaturen, die auch unendlich viel über den Zustand unserer Welt erzählen, fein beobachtet und messerscharf analysiert. Manchmal empörend, manchmal berührend. Aber immer faszinierend direkt. Die meisten Superreichen sind in Wirklichkeit eben ziemlich arme Schweine...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. September 2014
„Geschlossene Gesellschaft: Ein Reichtumsbericht“ von Dennis Gastmann ist eine unterhaltsame Sammlung von Begegnungen des Autors mit Menschen aus der Welt des Reichtums. Nach einer Einleitung mit der Erkenntnis, wie schwierig es ist, Reiche als Interviewpartner zu gewinnen lernt man eine bunte Mischung dieser Menschen kennen. Das geht vom Lebemann Rolf Eden über den Unternehmer Wolfgang Grupp, den Eventguru Jochen Schweizer und eine ukrainisches Popdiva bis hin zur Glitzerwelt in Monaco und Katar. Die Texte sind sehr unterhaltsam, voller origineller Anekdoten aber auch guter Beobachtung des jeweiligen Interviewpartners und seines Umfelds. Dennis Gastmann stellt zu Beginn fest, dass man Menschen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann und eine Beurteilung aus Sicht eines Verehrers, Neiders oder Psychologen jeweils ganz anders ausfällt. In „Geschlossene Gesellschaft“ werden die verschiedenen Seiten beleuchtet und ergeben somit ein gutes Gesamtbild. Da der Untertitel „Ein Reichtumsbericht“ lautet, hatte ich auf ein Kapitel mit statistischen und soziologischen Angaben zur Entwicklung des Reichtums gewartet, wie das bei „Armutsberichten“ der Fall ist, aber Gastmann bleibt bei den Einzelfällen.
Ich kann „Geschlossene Gesellschaft“ sehr empfehlen, es bietet einen interessanten Einblick in die Welt der Reichen und ist sehr unterhaltsam.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dennis Gastmann beherrscht es, sehr launige Texte zu verfassen. Egal, ob er seine Reisedokumentationen in Buchform gießt, seinen Gang nach Canossa in Worte fasst oder jetzt ganz neu über das Leben der Superreichen berichtet. Es macht wirklich Laune, dem Autor bei seinen Tätigkeiten zu begleiten. Für "Geschlossene Gesellschaft" hat Gastmann mehr oder minder bekannte Miltimillionäre und Milliardäre angeschrieben. Von vielen gab es Absagen, andere reagierten überhaupt nicht auf seine Anfrage. Und andere waren fast schon in aufdringlicher Art und Weise jederzeit bereit, an Gastmanns Reichen-Bericht mitzuwirken.

Teilweise berichtet Dennis Gastmann Erstaunliches. Wer hinter dem millionenschweren Rolf Eden nur den potenzstrotzenden Vulgär-Aufreißer aus den Gazetten sieht, wird eines besseren belehrt. Freizeit-Fun-Verkäufer Jochen Schweitzer entwickelte sich vom Stuntman zum Beinahe-Guru, und Wolfgang Grupp, der medienwirksame Besitzer der deutschen Textil-Fabrik Trigema, wird ebenfalls erstaunlich privat porträtiert - und auch die "Jagd" nach Rolf Sachs wird im Schatten dessen übermächtigen Vaters Gunther höchstinteressant.

Gastmann taucht ein in das Jetset-Leben, berauscht sich daran des öfteren im wahrsten Wortsinn - und findet dennoch keinen persönlichen Zugang zu diesen Menschen und ihren Sitten. Dazu sind die Leben von Otto Normalverbraucher und der High Society einfach zu weit auseinander. Mit ging es bei der Lektüre ähnlich wie dem Autor. Dass die beschriebene, interviewte und portätierte Gesellschaft eine geschlossene ist, kann meiner Meinung nach ruhig so bleiben. Wohltätigkeitsveranstaltungen wie eine AIDS-Gala verkommen zum herzlosen Publicity-Stunt, man will eigentlich nur gesehen werden.

Ich finde "Geschlossene Gesellschaft" hochinteressant, die von Gastmann betriebene Recherche-Aufwand war enorm. Mit am besten hat mir die Episode mit Gastmann Großvater Max gefallen, der den wenig medienscheuen Schönheitschirurgen Doktor Mang persönlich kennt - und das schon seit dessen Kindheit. Doch anstelle einen werbewirksamen Mang-Text zusammenzuschneidern (was Mangsche Voraussetzung für ein Interview gewesen wäre), legt Gastmann den Fokus auf den Bericht seines Großvaters. Dieses Kapitel hat Herz, hat Verstand - hat Leben in sich.

So unterhaltsam der Reichenbericht ist, so anstrengend empfand ich nach einer gewissen Zeit die dargestellten Superreichen.

Von mir sehr gute vier Sterne und eine Leseempfehlung. Gastmanns Texte sind spitzbübisch und spitzzüngig zugleich, sie zeigen auf hohem Niveau mitunter neue Seiten der High Society und bekräftigen auf der anderen Seite einige Klischees hierüber.

Das Buch ist gebunden mit Schutzumschlag, thematisch passend verfügt es über ein goldenes Lesebändchen. Zudem liegt ein Lesezeichen bei, das die Lesereise-Termine zu "Geschlossene Gesellschaft" aufgedruckt hat. Meine Tickets für die Lesung sind schon gekauft.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Oktober 2014
Inhalt

Wer hat es sich nicht schon mal gewünscht - reich zu sein und in Saus und Braus leben zu können. Aber macht Reichtum wirklich glücklich? Und was genau ist Reichtum eigentlich? Diesen Fragen geht der Autor Dennis Gastmann in seinem Buch "Geschlossene Gesellschaft" nach und liefert interessante Antworten.

Meine Meinung

Schon alleine bei der Suche nach Interview-Partnern muss der Autor die erste Hürde nehmen, denn es ist gar nicht so einfach einen Millionär oder Milliardär dazu zu bewegen, ihm ein paar Minuten seiner kostbaren Zeit zu gewähren. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es Absagen hagelt oder die Anfragen gänzlich unbeantwortet bleiben. Dank seiner Hartnäckigkeit konnte er dann jedoch ein paar der Superreichen für ein Gespräch gewinnen und was er dabei erfährt, ist teils interessant, teils bemitleidenswert, aber immer mit einem leicht humorvollen Ton gespickt, der jedoch nie abwertenden klingt.

In jedem Kapitel widmet der Autor sich einem der Millionäre/Milliardäre, die alle eine ganz eigene Geschichte mit sich bringen. Mal sind sie durch ihre diversen Heiraten zu dem Reichtum gekommen, mal durch eine gute Geschäftsidee, mal aber auch durch eine Familienerbschaft.

So richtig sympathisch war mir keiner der Superreichen und ich möchte auch mit keinem tauschen. In einer Welt voller Oberflächlichkeit und getrieben von dem Gedanken immer mehr Geld anhäufen zu müssen, komme ich nicht umhin, die Menschen, die alles haben und sich alles kaufen können, zu bemitleiden. Denn sie werden wohl nie in der Lage sein, den Reichtum außerhalb des Geldes zu sehen und auch die kleine Dinge im Leben zu schätzen.

Fazit

"Geschlossene Gesellschaft" ist ein interessanter Bericht hinter die Kulissen der Welt der Superreichen, in der auch nicht alles so schön ist, wie man auf den ersten Blick denkt und mit dem Gedanken "arme reiche Menschen" zurück bleibt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 50 REZENSENTam 24. August 2014
Ob Reichtum glücklich macht, sei mal dahin gestellt. Wie man aber als Milliardär so lebt, möchten wahrscheinlich trotzdem die meisten gern mal wissen. Deshalb hat sich Dennis Gastmann auf die Suche gemacht nach den wirklich Reichen dieser Welt. Dass es sich dabei um eine Geschlossene Gesellschaft (siehe Buchtitel) handelt, hat der Autor dann schnell gemerkt, als er auf seine Gesprächsanfragen fast nur Absagen erhielt: Steffi Graf, Thomas Gottschalk, Günter Jauch, Karl Lagerfeld um nur ein paar Namen zu nennen. Aber trotzdem hat er es geschafft, ein paar Superreiche zum Gespräch zu treffen. Und wie man es fast ahnt: das Leben eines Milliardärs ist auch nicht sorgenfrei, obwohl die Sorgen wohl etwas anderer Art sind, als von uns Normalsterblichen...

So trifft er etwa in einem Luxushotel in Monaco die Besitzerin der größten Immobilienmaklerfirma dort. (die Dame wohnt in dem Hotel seit Jahrzehnten). Sie bedient erst mal das gängige Klischee, das man von den Superreichen hat. Auf die Frage, warum man in Monaco leben sollte, obwohl es dort inzwischen so viel Plattenbauten gibt, wie in Berlin-Marzahn, antwortet sie: "Man kauft ja nicht die Immobilie, man kauft den Steuervorteil!" Aber hinter der Fassade merkt man auch, dass die Maklerkönigin einen hohen Preis für ihren Reichtum bezahlt. Ihr Lieblingsplatz ist nämlich ein kleiner italienischer Ort gleich hinter der französischen Grenze. Warum? Zitat aus dem Buch: "Dort kann man ganz gewöhnliche Dinge tun, in einem Strandrestaurant eine Pizza essen, über den Markt gehen." Alles Dinge, die für uns Normalsterbliche eigentlich selbstverständlich sind...

Oft merkt man im Buch auch, dass manchen Milliardär sein Reichtum nicht einfach so per Erbe zugefallen ist, sondern harte Arbeit dahinter steckt. So war es z.B. beim "Schraubenkönig" Reinhold Würth - dem siebendreichsten Mann von Deutschland. Mit 19 Jahren musste er die Firma übernehmen, weil sein Vater plötzlich an einem Herzinfakt gestorben war. Die "Firma", das war damals 1954 noch ein kleiner Schraubenhandel mit 2 Mitarbeitern. Heute ist sie ein "Global Player" mit 65 000 Mitarbeitern und 10 Milliarden Umsatz pro Jahr. Da bekommt man schon ein wenig Respekt vor dieser Lebensleistung.

Fazit: Das Buch zeigt, dass man nicht einfach von "den Reichen" sprechen sollte, sondern dass jeder seine eigene, individuelle Lebensgeschichte hat.
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am 16. Januar 2015
Wie sieht die Welt der Schönen und Reichen eigentlich wirklich aus? Wie leben sie seit der Geburt mit ihrem Reichtum oder durch neu erworbenen Reichtum bzw. ergaunertem? Wie verändert sich das Leben daraufhin, wenn man sich plötzlich oder auch schon immer alles leisten kann, was man sich an materiellen Dingen wünscht? Oder an erkauften Menschen? Ist man dann wirklich glücklicher, als jemand, der viel entbehren muss, nicht zur High Society gehört? Was wünschen sich diese Menschen noch? Dennis Gastmann stellte sich selbst all diese Fragen und will diese erörtern. Er will diese reichen Leute interviewen, doch bekommt immer wieder Absagen, denn niemand von ihnen lässt sich gern in die Karten gucken. So hat er bei Bill Gates und Barack Obama niemals Glück. Doch mischt er sich mit der Zeit selbst unter die Reichen, um ihnen so näher sein zu können und interviewt Leute wie die Baronin von Brandstetter oder auch den Sohn von Gunter Sachs, jettet um die Welt von Galas auf die nächste Yacht, von London nach Monaco bzw. Cannes nach Katar, wo die superreichsten verweilen. Er erhält Einblicke in diese Welt, die er uns in seinem Buch darlegt, wie sie wohl kaum jemand erlebt und erwartet hat. Dabei ist genau zu spüren, wie viel bis keinen Respekt er derjenigen Person entgegenbringt, und da mir viele der Persönlichkeiten bisher unbekannt waren, wecken seine Aussagen über bestimmte Personen nun doch meine weitere Neugier. Das alles in einem angenehmen und locker bis ironischen Schreibstil zu lesen, war eine besondere Erfahrung, und es zeigt einem doch, dass auch die Reichen nicht sorgenfrei sind, auch wenn es eine gänzlich andere Last ist, die sie zu tragen haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. September 2014
Macht Geld glücklich? Nicht unbedingt, aber es beruhigt zweifellos.
Macht Geld aus einem Kleingeist eine große Persönlichkeit? Nein. Souveränität ist nicht zwangsläufig eine Kategorie des Großkapitals.
Das lernen wir - nicht immer nur zwischen den Zeilen - aus Gastmanns Buch.
Ein Vergnügen, empfehlenswert.
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