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Kundenrezensionen

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am 12. Oktober 2013
Das Buch hat seine Schwächen. Es beginnt beim Titel: Warum war diese Schlacht das "Ende der alten Welt"? War sie nicht im Gegenteil der Beginn einer Restauration in Europa, der Wiedereinsetzung eines Bourbonen in Frankreich, von erneuter preussicher Zucht und Ordnung in Deutschland? Der Titel also ist m.E. etwas gedankenlos gewählt. Was mich aber am meisten enttäuscht und auch wirklich gestört hat, sind die Dinge, die weniger dem Autor anzulasten sind als dem Lektor. Das beginnt bei nachlässig und fast schon unsinnig gesetzten Kapitelüberschriften, geht weiter über den grössten Mangel, nämlich dem fast völligen Fehlen von Aufmarschskizzen (es war die Völkerschlacht!) und endet noch nicht bei ebenfalls fehlenden Illustrationen zu Denkmälern (Apelsteine). Das Kapitel 13 scheint mir völlig daneben geraten zu sein: Es ist eine Art Reisebeschreibung des Autors zu den Stätten der Schlacht, voller Nebensächlichkeiten und Trivialitäten. Auch einige Bemerkungen zu damals üblichen militärischen Standardtaktiken, zur Waffentechnik (hier sei das Kapitel über die britischen Rocketeers ausdrücklich ausgenommen), zur Truppenführung und ähnlichen militärhistorischen Teilgebieten sucht man vergebens.
Summa summarum: Das Buch verspricht deutlich mehr als es halten kann. Platz Eins auf der SPIEGEL Bestseller-Liste ist daher nur ein Mass für den Umsatz, nicht für die Qualität.
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am 6. Januar 2016
Völkerschlacht 1813...die Menschen in Europa, vormals Leibeigene oder Lehensknechte, entdecken die Freiheit und ein Nationalgefühl, das bis zum heutigen Tag das moderne Europa prägt und trägt. Das Bürgertum entsteht, junge Menschen fühlen sich plötzlich freiwillig "berufen", zu den Waffen zu eilen und für ihre Rechte und eine Verfassung zu kämpfen, gerade in Deutschland.
Im Titel des Buches steht "...das Ende der Alten Welt".
Man erwartet also großes Politik- Theater und ein Kulturdrama, ein Schlachtengemälde !
Und.......? Nix......! Oder besser....nix, was man wissen muss oder nicht sowieso schon weiss, wenn man sich für das Sujet interessiert.
Da wird ein wenig von Napoleons Feldzugsplänen erzählt, es fallen ein paar Namen wie Marmont, Murat, Ney etc und jede Menge Ortsnamen, die man aber dank fehlenden Karten und mangelnder Struktur gleich wieder vergißt.
Dafür erfährt man viel über den Leipziger Verleger Brockhaus, über den ollen Goethe und den sächsischen König. Für diese drei Personen, die zwar jede für sich faszinierend, aber für den Ablauf der Völkerschlacht ziemlich unwichtig sind, werden 3 ( ! ) Kapitel, also 1/4 des Buches aufgewendet.
Da wundert es nicht, dass im Gegenzug viele Hauptdarsteller zu kurz kommen, und das Fehlen grundlegender Informationen zu den taktischen und strategischen Kniffen des damaligen Millitärwesens zu einer gewissen Beliebigkeit bei der Schilderung der Vorgänge führt.
Es bleiben 2 Sterne für den gut lesbaren Stil und der sehr neutralen und zurückhaltenden Beurteilung der damaligen Ereignisse.
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Bei der Rezensierung dieses Buches wird das gesamte Kontinuum ausgeschöpft, sowohl völliger Verriss als auch höchstes Lob. Also scheint das Werk schon einmal interessant zu sein und das ist es auch. Der Autor beschreibt das 4-tägige Ringen detailliert und kenntnissreich. Interessant ist dabei die Sichtweise, indem er auch sporadisch einfache Leute das Geschehen erzählen lässt. Das Buch ist nicht leicht zu lesen, allein wegen der vielen Ortsnamen. Ohne Atlas oder Karte verliert man leicht die Übersicht. Das Problem ist, dass die Schlacht nicht eine einzige große Schlacht war, sondern viele einzelne Schlachten geschlagen wurden. Diese "konfusen" Abläufe zu einem überschaubaren Ganzen zusammenzufügen ist dem Autor recht gut gelungen. Manche Passagen (Exkurse), wie z.B. über den Verleger Brockhaus hätte man auch kürzer fassen können.
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Eine historische Abhandlung über die größte Schlacht der Menschheitsgeschichte, die sich im Oktober zum 200. Mal jährt! Erst viel später "Völkerschlacht" genannt, wurde sie vom 16. bis zum 19. Oktober 1813 vor den Toren Leipzigs ausgetragen. Diese blutige Schlacht gehört zu den Befreiungskriegen von 1813 bis 1815, als sich das napoleonische Frankreich und die alliierten europäischen Truppen gegenüberstanden. Napoleons Truppen, die eben aus Moskau zurückkamen, formierten sich vor Leipzig neu zu einer Entscheidungsschlacht gigantischen Ausmaßes. Bis zu 600.000 Soldaten aus 12 Nationen standen sich gegenüber. An die 100.000 Soldaten sind in dieser Schlacht gefallen, etwa 50.000 Zivilisten sind dabei ums Leben gekommen und das Bild, das sich nach der Schlacht geboten hatte, war wie aus Dantes Inferno. Trotz dem Einsatz aller französischen Kräfte und derer der deutschen Verbündeten, konnte Napoleon diese Schlacht nicht für sich gewinnen. Die Armeen Österreichs, Preußens, Russlands und Schwedens waren ihm zahlenmässig überlegen und Napoleon Bonaparte musste sich mit seinem verbleibenden Heer über den Rhein zurückziehen.

Andreas Platthaus, stellvertretender Feuilletonleiter der FAZ, erzählt in dieser historischen Studie die Zusammenhänge und Hintergründe der Schlacht. Der Autor analysiert dieses kriegerische Ereignis als einen völlig neuen Typus von Kriegen. Es war kein Kabinettskrieg mehr, sondern ein echter, europäischer Völkerkrieg. Platthaus bemüht in seinem Werk zahlreiche Augenzeugenberichte meist einfacher Leute - Bauern, Soldaten, Bürger - , um das Grauen zu beschreiben. Er erzählt auch vom Einsatz einer neuen Waffe, einer englischen Rakete, die unter den französischen Reihen große Verwüstungen anrichtete. Auch die Kriegsberichterstattung war auf einem völlig neuen Niveau angekommen mit den "Deutschen Blättern" des Leipziger Buchhändlers Brockhaus.

Im letzten Kapitel begeht Platthaus das heutige Gelände der Schlacht und sucht zwischen Autobahnkreuzen, Einfamilienhäusern und Weiden nach den Spuren des Kampfes. Das Völkerschlachtdenkmal im Südosten Leipzigs ist dabei nicht zu übersehen. Es ist das größte Denkmal Europas und mit seinen 91 Metern Höhe das bekannteste Wahrzeichen Leipzigs. Es wurde 1913 errichtet und die Figur des Heiligen Andreas ist mit den Worten "Gott mit uns" geschmückt- wie es auch auf den Koppeln der Felduniform der deutschen Soldaten stand.

Eine gelungene geschichtliche Analyse zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht. Sicher nicht einfach zu lesen, eine fordernde Lektüre mit zahlreichen isolierten Themen.
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Andreas Platthaus`Buch "1813 - DIE VÖLKERSCHLACHT UND DAS ENDE DER ALTEN WELT" erzählt sehr detailiert und umfassend den Ablauf der Völkerschlacht und ihrer Vorgeschichte. Informativ zu jeder Zeit, jedoch nicht immer leicht zu lesen. Platthaus vermeidet es, aus seinem Buch eine romanhafte Biographie zu machen (wie das z.B. Golo Mann über Wallenstein getan hatte).

Die Massen der Toten und Verletzten (ohne ausreichende medizinische Hilfe!) , kann man sich das heute überhaupt noch vorstellen? Dass das Leben des Einzelnen nichts wert war, sieht man daran, wie leichtfertig Leben geopfert wurde, nur um ein Bauernhaus oder einen vom Feind besetzten Hügel einzunehmen. Die Feldherrn beobachten meist aus sicherer Entfernung ihre "Schachfiguren"....... so sieht das manchmal aus.

Nachdem das Buch knapp 400 Seiten lang Details und historische Fakten schildert, wird es auf den letzten gut 50 Seiten sehr anschaulich. Andreas Platthaus macht sich am 16.10.2012 auf, das Schlachtfeld in seinen gesamten Ausmaßen zu umfahren, zu umgehen, zu umwandern. Wie war das damals, die Kälte, der Regen, der Tod ? Es waren eben keine warmen sonnigen Herbsttage wie im Jahr 2012, 1813 war es zur Schlacht regnerisch und kalt. Der Autor beschreibt seine Eindrücke des "Schlachtfeldes" stimmungsvoll und eindringlich. Einer zu Fuß braucht mehrere Stunden, um auch nur Teile des ganzen Feldes zu umgehen.

( J. Fromholzer )
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am 21. September 2013
Passend zum 200. Jubiläum der Völkerschlacht von Leipzig ist dieses Buch erschienen. Der Autor ist kein Historiker, daher ist es auch gut zu lesen. Er erläutert die Vorgeschichte und die Biografien der Mitwirkenden der Schlacht. Der genaue Ablauf und diverse Augenzeugenberichte vervollständigen das Buch. Leider schweift der Autor manchmal sehr vom Thema ab, zum Beispiel das Kapitel Goethe und Napoleon. Deswegen gibt es nur 4 Sterne.

Wer sich für das historische Ereigis der Völkerschlacht und ihrer wichtigsten Beteiligten interessiert der sollte sich unbedingt dieses Buch kaufen. Es ist modern geschrieben und vermittelt einem einen guten Überblick über dieses Zeitalter und seine Folgen.
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am 17. März 2016
Es ist natuerlich schoen, wenn ein Feuilletonist der FAZ sich mit Militaergeschichte einlaesst. Aber das Ganze geraet in ein ziemlich konfuses Durcheinander von Truppenbewegungen, ohne dass das jeweilige strategische Kalkuel klar wird. Das Fehlen von vernueftigem Kartenmaterial ist auch grauslich. Ganz witzig und instruktiv sind die Exkurse zum eitlen Dichterfuersten Goethe und seiner Napoleon Kollaboration und zum Raketenbau. Die alte Welt des reaktionaeren Feudalismus endete natuerlich nicht in Leipzig, sondern das deutsche Volk und seine Kriegsfreiwilligen wurden wie immer betrogen und belogen, und ein vaterlandsloser Schuft wie der Sachsenkoenig und seine Rheinbundbrueder konnten sich weiter an der Macht halten. Platthaus schreibt das durchaus, aber man haette es auch ein wenig staerker auf den Punkt bringen koennen.
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am 23. August 2013
Die Völkerschlacht wird aus einem bislang ungewohnten Blickwinkel dargestellt. An den Exkursen zum Verleger Brockhaus und zu Goethes Einstellungen zu den Befreiungskriegen wird das literarische Interesse des Autors deutlich. Zeitgenössische Illustrationen ergänzen den guten Eindruck von der Qualität der Publikation.
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am 2. August 2013
ein buch wie ein ausgeschütteter Zettelkasten: hostorische Analysen, zeithintergrundeteile, schlachtendarstellungen mal aus militärischer sicht, mal aus zeitzeugenperspektive: ein gemisch, das unorientiert zurückläßt, wenn man mangels spannungsaufbau das buch nicht schon nach ein paar seiten weggelegt hat. im vergleich zu 1812 von zamoyski ein schlechter Witz. keine guten karten, ein paar alte Stiche zur illustration, und die meist klein.
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am 28. September 2013
Neben dem Roman von Sabine Ebert "1813 - Kriegsfeuer" das beste Buch , das ich über die Völkerschlacht bei Leipzig gelesen habe. Der Verfasser hat umfangreiche Recherchen durchgeführt und diese hervorragend unter treffenden Überschriften diese wissenschaftlich korrekt zusammengefaßt. Ein Superbuch.
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