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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr "psycho" als Thriller
"Ist es nicht fürchterlich, dass wir nie ohne Ängste leben können, ob als Kind oder als Erwachsener?" (S.137)

Randolph Tiefenthaler erwirbt eine Wohnung in einem ansehnlichen Berliner Altbau und bezieht sie zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern. Die meisten Nachbarn machen auf den ersten Blick einen sympathischen Eindruck, nur der...
Vor 17 Monaten von Jennifer Wunsch veröffentlicht

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Story, leider etwas ausufernd
Dirk Kurbjuweit ist zweifellos ein interessanter und talentierter Autor. Er erinnert mich mit seinem manchmal etwas lakonisch unaufgeregten Stil sowie den psychologisch treffenden Charakterdarstellungen an Bernhard Schlink. Ich schätze zudem seine klugen Essays im SPIEGEL.
"Angst" hat mich nicht vollständig überzeugen können - die Story ist...
Vor 14 Monaten von Rainer Herzog veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Story, leider etwas ausufernd, 1. Mai 2013
Von 
Rainer Herzog "Borstentier" (Hambug) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Angst (Gebundene Ausgabe)
Dirk Kurbjuweit ist zweifellos ein interessanter und talentierter Autor. Er erinnert mich mit seinem manchmal etwas lakonisch unaufgeregten Stil sowie den psychologisch treffenden Charakterdarstellungen an Bernhard Schlink. Ich schätze zudem seine klugen Essays im SPIEGEL.
"Angst" hat mich nicht vollständig überzeugen können - die Story ist "eigentlich" von der Idee her sehr spannend: Das Zerbrechen der bürgerlichen Fassade durch die langsam wachsende Bedrohung durch einen nachbarlichen Stalker, die falsche Beschuldigung der sexuellen Belästigung. Die Darstellung des Nachbarn halte ich für sehr gelungen. Leider verliert sich Kurbjuweit in dem immer-wieder-ausbreiten von teilweise sehr ausführlichen biographischen Details seiner Protagonisten; da man der Richtung der Handlung (eigentlich auch das Ende) bereits auf den ersten Seiten begegnet, haben diese biographischen Schilderungen in ihrer Fülle etwas leicht anstrengendes. Das meiste habe ich mehr oder weniger überlesen, ich wusste "so ungefähr" um was es geht.
Eine Erzählung wäre m.E. angemessener gewesen als ein 260 Seiten Roman.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr "psycho" als Thriller, 6. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Angst (Gebundene Ausgabe)
"Ist es nicht fürchterlich, dass wir nie ohne Ängste leben können, ob als Kind oder als Erwachsener?" (S.137)

Randolph Tiefenthaler erwirbt eine Wohnung in einem ansehnlichen Berliner Altbau und bezieht sie zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern. Die meisten Nachbarn machen auf den ersten Blick einen sympathischen Eindruck, nur der Herr aus dem Souterrain direkt unter ihnen wirkt seltsam und geradezu unheimlich. Anfangs scheint sich diese Ahnung nicht zu bestätigen, denn er bringt desöfteren Kekse, Kuchen oder Pizza vorbei und ist ein netter Gesprächspartner, doch schon bald beginnt er, die Familie zu beobachten und ihnen immer mehr die Ruhe im eigenen Heim zu nehmen.

Hätte ich "Angst" im Handel entdeckt, wäre es mir nahezu unmöglich gewesen, mir ein treffendes Bild von diesem Buch zu machen. Das Cover wirkt geradezu typisch für einen spannungsgeladenen, blutigen Psychothriller und auch die Beschreibung auf dem Buchrücken erweckt diesen Eindruck. Dies trifft auf Dirk Kurbjuweits mittlerweile sechsten Roman allerdings in keiner Weise zu. Der Inhalt konzentriert sich vielmehr auf die psychologischen Hintergründe und Entwicklungen in einer Familie, die sich nach und nach dem Wahn ihres Stalkers anpasst. Hochinteressant, doch die Problematik besteht darin, dass dieses Buch durch seine Aufmachung getäuschte Leser enttäuschen und einige andere, die sich für die Thematik tatsächlich interessieren würden, vermutlich gar nicht erst erreichen wird.

"Was wäre aus mir geworden, hätte ich in dieser oder jener Situation eine andere Abzweigung genommen?" (S.189)

Das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt auf den Gedanken und Gefühlen der Familie, auf Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen, auf Entfernung und Annäherung und natürlich auf Angst in unterschiedlichen Ausprägungen. Dem Autor gelingt es, diese nur schwer vorstellbare Situation des Beobachtet- und Bedrohtwerdens für den Leser begreifbarer zu machen. Paranoide Gedanken, Rachephantasien sowie Macht- und Hilflosigkeit, die darin begründet liegt, dass man zwar im Recht ist, einem aber nicht geholfen werden kann, solange der Peiniger (noch) nicht handgreiflich geworden ist.
"Angst" beginnt mit dem Ausgang des Geschehens und rollt die Ereignisse von hinten auf. Hierbei gibt es neben der Erzählung aus dem Altbau auch immer wieder Rückblicke in die Kindheit des Protagonisten. Diese fallen speziell zu Beginn teils etwas eintönig und zäh aus, fügen sich aber im Endeffekt gut in den Verlauf der Geschichte ein.

Fraglich erscheint mir die Aussage des Buches oder vielmehr des Autors in der Reflexion. "Angst" regt sehr zum Nachdenken an, legt aber doch eine recht deutliche Tendenz bei der Beurteilung vor, die mir in keiner Weise zusagt. Hierzu verweise ich für diejenigen, die den Roman bereits gelesen haben, auf einen (mit starken Spoilern versehenen) "Welt"-Artikel (Google: Welt Stalker-Roman).

Insgesamt ein besonderes Buch in gut leserlichem Stil, das speziell denjenigen gefallen dürfte, die sich gerne mit den psychologischen Vorgängen im Menschen auseinandersetzen.
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30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Feind im Souterrain, 25. Januar 2013
Von 
Felix Richter - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Angst (Gebundene Ausgabe)
Ein Vater sitzt im Gefängnis, weil er den Nachbarn seines Sohnes erschossen hat. Damit setzt die Erzählung ein, und damit ahnen wir auch bereits, wie die Geschichte enden wird.

"Angst" ist eine Art Rechenschaftsbericht des Sohnes, in dem er darlegt, wie es zu der Tat gekommen ist, aber gleichzeitig auch tief in sein Innerstes blicken lässt. Er erinnert sich an seine Jugend in den 60er und 70er Jahren, mit einem Waffenfetischisten als Vater, den er gleichzeitig liebt und fürchtet, und der ihn ungewollt zum überzeugten Pazifisten werden lässt. Er beschreibt seine gutbürgerliche Existenz und seine Ehe, über deren Leidenschaft sich der Mehltau der Sprachlosigkeit gelegt hat, und die, wie so häufig, nur noch der beiden Kinder wegen funktioniert. In dieser delikaten Situation wird die Familie plötzlich mit den Anschuldigungen des Nachbarn aus dem Souterrain konfrontiert, der sie des Kindesmissbrauchs bezichtigt. Ein völlig absurder Vorwurf, aber einer, von dem umso mehr hängenbleibt, je heftiger man sich dagegen wehrt, und so tut sich eine schmerzhafte Lücke auf zwischen Recht haben und Recht bekommen.

"Angst" ist keine leichte Kost, nicht nur wegen der Hilflosigkeit der Familie und der frustrierenden Indifferenz der Polizei und der beauftragten Anwältin gegenüber den monströsen Behauptungen. Es sind auch die eindringlichen Schilderungen der angstdominierten Kindheit und der verfahrenen Ehe, die dem Leser unter die Haut gehen. Und vor allem ist es die Leichtigkeit, mit der die Angst um die eigene Existenz rechtsstaatliche Überzeugungen ins Wanken geraten lassen kann, und die einen schließlich daran zweifeln lässt, wirklich der Mensch zu sein, für den man sich immer gehalten hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Was würdest du tun?" - Kein Thriller, aber ein Buch, dass zum Nachdenken anregt, 6. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Angst (Gebundene Ausgabe)
Inhalt

Als Randolph Tiefenthaler, seine Frau Rebecca und ihre beiden Kinder Paul und Fee in die neue Eigentumswohnung ziehen, halten sie ihr Glück für perfekt. Auch die neuen Nachbarn heißen sie freundlich Willkommen. Aber Herr Tiberius, der Mieter aus dem Souterrain, wird immer absonderlicher. Aus Kuchen und kleinen Aufmerksamkeiten werden Liebesbriefe an Rebecca. Dann erstattet er plötzlich Anzeige gegen die Familie. Tiefenthalers Leben gerät aus den Fugen, der gesamte Tagesablauf wird von der Präsenz seines Nachbarn geprägt, jede Situation des Alltags scheint unerträglich, die Angst wird zum ständigen Begleiter. Doch Randolph und seine Frau vertrauen auf den Rechtsstaat. Ist das ein Fehler?

Kritik

Die Geschichte ist im Prinzip erzählt wie ein Brief, den man einem Außenstehenden schreibt. Man startet bei der aktuellen Situation der Familie und erlebt dann rückblickend die Ereignisse, die dazu geführt haben. Immer wieder schweift der Erzähler in seine Vergangenheit, seine Kindheit ab, um sein Verhalten und sein Handeln zu erklären. Das gelingt ihm am Ende auch, aber gerade zu Anfang sind diese ausschweifenden Erläuterungen eher ermüdend, als spannend.
Es dauert relativ lang bis die Geschichte in Fahrt kommt und gerade in der ersten Hälfte des Buches kommt wenig von den Gefühlen des Protagonisten beim Leser an. Zwar wird ständig und viel von Angst geschrieben, wirklich nachempfinden kann man sie aber nicht. Zu Beginn habe ich selten mehr als ein paar Seiten am Stück gelesen und das Buch auch für ein paar Tage komplett weggelegt.

Das man das Buch trotzdem weiter liest liegt vor allem an der Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird. Das Buch ist einfach geschrieben, aber irgendwie aus dem Leben gegriffen. Die Art des Erzählens wirkt so authentisch, dass es sich tatsächlich um eine reale Geschichte handeln könnte, die sich irgendwer von der Seele geschrieben hat. Als wäre es tatsächlich der Brief eines entfernten Bekannten, der einem an seinem Seelenleben teilhaben lässt. Obwohl man dem Erzähler anfangs kaum Nahe kommt ist es dennoch auf eine gewisse Weise interessant von seinem Leben und seinen Erfahrungen zu lesen. Irgendwas an der Geschichte lässt einen nicht los und führt dazu, dass man wieder zum Buch greift, vielleicht auch gerade das Unverständnis, das man Randolphs Handlungen gegenüber manchmal empfindet. Zudem hat man ja immer noch im Hinterkopf, dass das ganze am Ende irgendwo hinführen muss.

Ab der zweiten Hälfte hat mich das Buch dann aber doch noch gepackt und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Plötzlich ist das Wort “Angst” nicht mehr nur eine leere Phrase, man kann es verstehen. Auf einmal machen die vielen Reisen in die Vergangenheit Sinn, über deren Nutzen man vorher noch spekuliert hat. Aus irgend einem Grund macht es plötzlich ‘klick’ und man versteht Randolph und Rebecca, man versteht warum sie sind, wie sie sind, warum sie nicht einfach aus der Wohnung ausziehen, obwohl es die logische Konsequenz gewesen wäre.

Und das Ende des Buch ist auf viele Weisen erschütternd. Vor allem hat es mir zu denken gegeben, wie oft unser Rechtsstaat eigentlich Täter schützt, wie oft man als Opfer der Willkür seiner Mitmenschen ausgeliefert ist, ohne dagegen vorgehen zu können. Wie sehr, auf der anderen Seite aber genau dieses System davor schützt, dass Andere zu Unrecht verurteilt werden. Ein zweischneidiges Schwert und dieses Buch regt an, sich mit der Thematik auseinander zusetzen und sie vor allem von beiden Seiten zu beleuchten – nicht nur aus der Perspektive eines Opfers, sondern auch aus der eines zu unrecht beschuldigten Täters.

Fazit

Der Verlag verspricht einen spannenden Psychothriller und weckt damit meines Erachtens Erwartungen beim Leser, die das Buch nicht erfüllen kann. Einfach, weil es kein Psychothriller ist. Spontan würde ich “Angst” als Entwicklungsroman beschreiben, da es wohl den Kern der Geschichte recht gut trifft. (Zuordnung zu Genres ist aber nicht immer ganz einfach)

Dennoch ist es, wenn man sich erst einmal durch den Anfang gelesen und darauf eingelassen hat, dass hier kein klassischer Thriller vor einem liegt, eine sehr faszinierende, spannende und authentisch erzählte Geschichte, die einen mit vielen Fragen zurück lässt.

Gerade der Bezug zum Rechtsstaat, das Vertrauen unserer Gesellschaft in die Gerichtsbarkeit und unsere (gerechtfertigte) Ablehnung der Selbstjustiz, aber auch das Gefühl der Machtlosigkeit, dass daraus resultiert sind überzeugend dargestellt. Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt und einen irgendwie erschüttert.
“Angst” ist kein Buch, das man in einem Rutsch verschlingt, keines, das man mal eben “fressen” kann, aber mit Sicherheit eines, das lange nachhallt. Eines, das den Leser an seine eigenen Grenzen führt und ihn vor die Frage stellt: “Was würdest du tun?”
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein spannendes Spiel mit der gutbürgerlichen Existenzangst, 24. Januar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Angst (Gebundene Ausgabe)
Angst beginnt mit dem Ende der Geschichte. Tiefenthaler, ein Mann Ende 70, sitzt im Gefängnis wegen Totschlags. 8 Jahre hat er gekriegt. Sein Sohn Randolph, der zu Beginn der Geschichte seinem inhaftierten Vater gerade einen Besuch abgestattet hat, nimmt diese Haft des Vaters zum Anlass, die Hintergründe zu erzählen, die zu einer fürchterlichen Tat mit drakonischen Konsequenzen geführt haben.

Randolph Tiefenthalter, ein erfolgreicher Architekt, lebt mit Frau und 2 Kindern in einem schicken Berliner Vorort und ahnt nichts Böses, als Herr Tiberius, sein schrulliger Nachbar aus dem Souterain, ihm selbstgebackenen Kuchen vor die Tür stellt. Doch damit beginnt ein Albtraum für die Familie. Dem Kuchen folgen Briefe, in denen Tiberius die Eltern des sexuellen Missbrauchs ihrer Kinder bezichtigt. Tiefenthaler weiß sich keinen anderen Rat, geht zum Jugendamt, spricht bei der Polizei vor. Doch jede staatliche Institution zeigt sich gelähmt, hat kein Interesse, zuckt die Schultern, wenn Tiefenthaler mit zunehmender Sorge sagt, er missbrauche seine Kinder nicht, auch seine Frau nicht.

Im Wechsel mit der Gegenwartsgeschichte lernen wir Randolph Tiefenthalers persönliche Geschichte kennen, beginnend in den 60ger Jahren in Berlin, aufgewachsen mit 2 Geschwistern und mit einem Vater, der zu Spitzenzeiten 30 Waffen im Haus aufbewahrte. Der Traum des Vaters, seinen Sohn ebenfalls zu einem Waffennarren zu erziehen, zerplatzt, als Randolph es eines Tages ablehnt, weiterhin seinen Vater jeden Samstag auf den Schießplatz zu begleiten. Doch die ständige Präsenz der Waffen im Haus lässt in Randolph eine Angst wachsen, dass eines Tages etwas Schlimmes passieren könnte.

Angst ist ein wirklich spannend geschriebenes Buch, das neben dramatischen Elementen auch Ansätze eines Psychothrillers aufweist. Auf jeden Fall ist es ein Psychogramm der wichtigsten Personen, Randolph und seiner Frau, ihrer Ehe, und die Beziehung Randolphs zu seinem Vater. Ganz ehrlich: Manches Mal habe ich mich selbst entdeckt zwischen den Zeilen. Man wird seiner eigenen Gedanken und Ängste überführt. Das ist vielleicht die intimste persönliche Entdeckung, die dem Leser überlassen wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dicht und mehrschichtig, 16. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Angst (Kindle Edition)
So gefällt mir ein Roman: Kompakt, überschaubares Personal, dafür durchgebildete Charaktere, mehrere Ebenen, eine Sprache und Erzählweise, die vom ersten Satz in den Bann zieht. Man kann es oberflächlich lesen als Thriller oder Psychodrama, auch das macht Freude. Für mich war die wichtigste Ebene die, die fragt, was bürgerliche Existenz ausmacht: Was stützt sie, was hintertreibt sie, welche Rolle spielen Werte, Erwartungen und Handlungen der einzelnen dabei und was ist ihre Verantwortung?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen facettenreich, 21. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Angst (Gebundene Ausgabe)
Hallo,

ich hörte im Deutschlandfunk ein Interview mit dem Autor und dachte: Das Buch möchte ich lesen. Ich wurde nicht enttäuscht, das Buch "überlebte" bei mir ganze 24 Stunden. Besonders gut gefallen hat mir die Vielschichtigkeit der Geschichte. Es geht um eine Stalkergeschichte, aber eben nicht nur. Es geht um Moral, um eine Ehebeziehung, die sich entlang der Geschichte entwickelt, es geht um die eigene "Beschmutzung" durch Verleumdung, es geht um eine Vater-Sohn-Geschichte und es geht auch um das Hauptthema: Angst, hier in Form von Unsicherheit bzw. der Abwesenheit von Sicherheit (selbst bei Vorhandensein von zahlreichen Waffen).
Das Buch riss bei mir viele Seiten an und regte mich zum Nachdenken an. Ein Beispiel: ich wurde provoziert durch das Statement: "Die Demokratie dagegen ist die Regierungsform der Leute, die nicht zuschlagen wollen oder zuschlagen können. Früher hätte man vielleicht gesagt, sie ist die Regierungsform der Schwächlinge. Ich bin in diesem althergebrachten Sinne ein Schwächling, ja, zugegeben, ich will meine Position mit Verhandlungen durchsetzen, nicht mit Faustkämpfen und Schießereien." Hmmm, das ärgert, aber es ist stimmig, es passt. Kurbjuweit geht an die Grenze der bürgerlichen Moral- und Staatsauffassung und das hat mir großen Spaß bereitet, ich glaube, es ist die eigentliche Stärke des Buches. Nicht zufällig baut der Autor Vorurteile ein, so ist der Stalker ein hässlicher Single-HartzIV-Empfänger ohne jeglicher Kultur und die betroffene Familie die Spießbürgerlichkeit par excellence. Der Autor kitzelt regelmäßig die bürgerlichen Vorurteilsgefühle, nur um sie dann in einer anderen Szene mit Unsicherheit zu erschüttern. Ein Rechtsstaat der nicht schützen kann und darf, Waffen, die dem Inhaber keinerlei Sicherheit geben und durch die Erlebnisse viel Kopfkino, das verstört, irritiert und nahezu verrückt werden lässt.
Einzig nervig war tatsächlich die in einigen Rezensionen bereits erwähnte und auch nach meiner Meinung nach an mehreren Stellen zu lang beschriebene Vater-Sohn-Geschichte, weshalb ich nur 4 Sterne vergebe.

Viele Grüße
Stephan Peters
Kommunikationsberater
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4.0 von 5 Sternen Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt., 25. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Angst (Kindle Edition)
Angst

Der Titel ist schon einmal falsch. Es geht nicht um die Angst, wie der Titel suggeriert. Denn die Angst ist die Furcht vor einer abstrakten Gefahr. In dem Buch geht es um die Furcht, um die Furcht vor einer konkreten, konkret zu benennenden Gefahr.

Das Buch ist trotzdem gut und empfehlenswert. Es geht um die Geschichte eines Wehrdienstverweigerer, der damals sagte, wenn die Russen drohen seine Frau zu vergewaltigen, wird er selbstverständlich nicht zur Waffe greifen und sie verteidigen, und nun Jahre später mit so etwas ähnlichen konfrontiert wird und zur Waffe greift. Dies ist gut geschildert, diese Verlogenheit der damaligen friedensbewegten Personen.

Gut ist auch der anschließende Gerichtsprozess geschildert. Der Autor muss sowas ein paarmal besucht haben, denn das Procedere und die Stimmung ist realistisch wiedergegeben.

Mit bösen Nachbarn lässt sich nun ml nicht leben.
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5.0 von 5 Sternen Beeindruckende Geschichte, 5. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Angst (Gebundene Ausgabe)
Diese Geschichte bleibt einem im Gedächtnis und hinterlässt ein merkwürdiges Gefühl. Obwohl im Prinzip nicht viel passiert, hat die Geschichte Spannung und Dichte, auch wenn das Ende mehr oder weniger klar ist. Ich habe das Buch verschlungen, obwohl es anders war, als erwartet. Kein actionreicher Thriller, aber gerade deswegen fesselnd. Ich war von jeder Person im Buch fasziniert. Die Geschichte wird sicher nicht jeden interessieren, aber für jemanden der sich für die Abgründe, die psychische Entwicklung und die Entwicklung von Menschen interessiert, ist es auf jeden Fall empfehlenswert.
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4.0 von 5 Sternen Einatmen, .... Ausatmen, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Angst (Gebundene Ausgabe)
Dirk Kurbjuweit hat mit "Angst" einen richtig guten Krimi verfasst.
Es ist nicht nur ein Kabinettstück welches sich in einem Haus abspielt,
schon das ist Seite für Seite ein Genuss, nein hier ist Rechtsanspruch,
Nachbarschaft, friedliches Beisammensein eine Ironie des Schicksals.
Festigend in seinen Personenbeschreibungen, psychische Ausklärung
der Protagonisten und dazu diese feine Sachlichkeit.
Mein Tipp nicht nur zum Weihnachtsfest.

Lesen Sie los!

Bleiben Sie neugierig
ihre
Anja Ciaxz
09. Dezember 2013
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Angst
Angst von Dirk Kurbjuweit (Gebundene Ausgabe - 18. Januar 2013)
EUR 18,95
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