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38 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein notwendiges Buch
Dies ist ein Buch, auf das ich eigentlich schon lange gewartet habe! Ohne übertriebenem Eifer werden hier die unbestreitbaren Vorteile der Religionen, zumal der christlichen dargelegt. Der Autor gliedert nach wichtigen Lebensbereichen und zeigt nicht bloß, dass die Religion zum Repertoire unserer westlichen Kultur gehört, sondern wie eine religiöse...
Vor 19 Monaten von Georg Schmitt veröffentlicht

versus
5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gott ... und seine Nebenwirkungen
Ein Plaidoyer für Gott, aber für welchen Gott?
Als Protagonisten für Gott lässt J. Roß auftreten:
1. Antigone, steht für die antiken Totengötter
2. Sokrates, steht gegen die antiken Götter, wird wegen Gottlosigkeit verurteilt, beruft sich aber auf eine bisher unbekannte Gottheit.
3. die Jünger Jesu, stehen...
Vor 11 Monaten von argus x veröffentlicht


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38 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein notwendiges Buch, 4. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies ist ein Buch, auf das ich eigentlich schon lange gewartet habe! Ohne übertriebenem Eifer werden hier die unbestreitbaren Vorteile der Religionen, zumal der christlichen dargelegt. Der Autor gliedert nach wichtigen Lebensbereichen und zeigt nicht bloß, dass die Religion zum Repertoire unserer westlichen Kultur gehört, sondern wie eine religiöse Grundeinstellung ganz wesentlich dazu beiträgt, eine menschliche Gesellschaft zu garantieren. Er ist sich dabei bewusst, wie sehr unsere Kultur gefährdet ist, wenn sie alle religiösen Wurzeln abschneidet, und er weiß, dass es eigentlich schon fast zu spät ist.
Besonders wohltuend ist, dass er nicht lange bei den alten, teilweise schon uralten Vorurteilen und Ängsten der Religionskritiker hängen bleibt, sondern sie entschieden zurechtrückt und in überzeugender Weise den Wesenskern religiösen Denkens und Lebens herausstellt. Dabei erweist er sich als fundierter Kenner der biblischen Schriften, bezieht aber auch Philosophen wie Epikur und Nietzsche mit ein, oder auch Sophokles "Antigone".
Die Schreibweise des eher kleinen Buches ist nie aufdringlich und penetrant, sondern essayistisch, mit Humor und Esprit gewürzt, sprachlich ungemein brillant, schön zu lesen, aber nie dem Reiz der hohlen Rhetorik ergeben. Statt dessen ist im Hintergrund Ernst und eine große "Begeisterung" spürbar, die auf den Leser überzugreifen vermag und ihm wieder neu die Freude erleben lässt, die z. B. einst die frühen Christen über ihre Glaubensbotschaft empfunden haben.
Ein Buch also, für das es höchste Zeit wurde, das Mut macht, nicht nur für einen Gläubigen!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solch ein Buch war längst mal nötig!, 18. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verteidigung des Menschen: Warum Gott gebraucht wird (Gebundene Ausgabe)
Jan Ross, einer der renommiertesten Redakteure der Wochenzeitung DIE ZEIT schreibt ein scheinbar nicht-theologisches Buch zum christlichen Glauben, das sich im Laufe der Lektüre einerseits als Alternative zu professioneller Theologie, andererseits gerade so als theologisch hochkompetent erweist. Von einer protestantischen Grundposition aus kennt er das kirchlich-theologische Terrain sehr genau, blickt dabei über die Grenzen der eigenen Konfession und Religion hinaus, wozu er als unversal "weltlicher" Journalist ja auch den nötigen Überblick hat. So kommt er allein schon auf den Buchtitel, der wohl kaum einem professionellen Theologen eingefallen wäre: Gott wird (immer noch) dazu gebraucht, den Menschen zu verteidigen. Nicht etwa sich selber! Aber indem Gott erkannt wird, der auf jeden Fall für und nicht gegen den Menschen ist, wird Gott gegen die Inanspruchnahme durch religiöse Intoleranz aller Spielarten verteidigt. Solch ein Plädoyer war längst fällig. Alle, die sich noch irgendwie für die Frage nach Gott erwärmen kö nnen (Atheisten eingeschlossen), sei dieses Buch ans Herz gelegt.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gott wird gebraucht, weil der Mensch verteidigt werden muss- eine wichtiges Buch, 26. Januar 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Verteidigung des Menschen: Warum Gott gebraucht wird (Gebundene Ausgabe)
Schon seit vielen Jahren ist Jan Roß als Journalist der ZEIT einer großen Zahl von Lesern bekannt als ein differenzierter, gleichwohl sehr engagierter Kritiker und Verfechter der Religion in ihrer jüdisch-christlichen Tradition.

In einer Zeit, in der auf der einen Seite von der Wiederkehr der Religion gesprochen wird, und auf der anderen Seite insbesondere den monotheistischen Religionen alle Übel der Welt vorgeworfen werden, legt Jan Roß mit diesem Buch eine Schrift vor, die zeigen will, dass die Religion ihrem Wesen nach keine Gefahr für den Menschen darstellt, sondern im Gegenteil ein Hort und eine Bastion der Humanität ist. „Die Suche nach Gott hat die kühnsten Gedanken inspiriert, die Ideen von Sünden, Ewigkeit und Gewissen haben unserem Selbstverständnis Tiefe gegeben.“

Ohne die Schattenseiten zu vernachlässigen (so beschreibt er etwa sehr ausführlich Jan Assmanns Kritik am Monotheismus), findet er in der Religion, d.h. in dem Glauben an einen Gott und dessen Gebote und Werte, eine Kraft, ohne die unser Leben ärmer, enger und kälter wäre. Es ist diese Tradition jüdisch-christlichen Ursprungs, der unsere Welt die Utopie von Brüderlichkeit und Gleichheit verdankt. Und es ist die gerade heute für viele Menschen so unverständlich gewordene Botschaft vom Kreuz Christi, die zum Widerspruch aufruft: „ Das Kreuz wird zu einem Zeichen des Widerspruchs - wieder zu einem Zeichen des Widerspruchs, denn so war es von Anfang an gedacht. Die Ohnmacht, die es darstellt und deren Würde es verteidigt, ist ihm inzwischen selbst zuteil geworden. Man darf sich jetzt ohne Scham dazu bekennen. Und wiederentdecken, dass Religion mitnichten automatisch die Ideologie einer heilen Welt und eine geistige Besitzurkunde für die Privilegierten ist.“

Es geht um die Verteidigung des Menschen. Dafür wird gerade heute Gott, dafür wird gerade heute die Religion gebraucht. In Form von Menschen, die glauben und ihr Leben danach ausrichten. Dabei sind Gläubige „keine besseren Menschen. Sie versagen v o r ihrem Glauben (indem sie schwach sind und seine Gebote nicht halten), und sie versagen d u r c h ihren Glauben (weil er sie zum Fanatismus und zum moralischen Hochmut verführen kann). Aber dass Gut und Böse keine Einbildung sind, sondern eine Realität, dass man nicht alles haben kann, sondern sich entscheiden muss, dass eine schwachsinnige Trinkerin, die ihr Kind zur Welt bringen will, ein Recht darauf hat, während der kluge Sozialplaner und Erbgutverbesserer, der es ihr versagen will, ein gottverdammter Narr ist, egal welche positiven Folgen für die Gesellschaftsentwicklung sich aus seinen Kalkülen ergeben, weil das Menschenleben heilig ist, heilig, heilig - das wird von keiner Instanz in der Welt, gegen die Welt so hochgehalten und verteidigt wie von der Religion. Das bleibt. Und es ist, nach unserer bescheidenen Erfahrung mit ein paar Jahrtausenden Menschheitsgeschichte, unersetzlich.“

Das Buch kann ich empfehlen für überzeugte Christen, weil es ihnen die Ambivalenz aufzeigt, und die Fehlentwicklungen, die ihre Religion in der Geschichte genommen hat und immer in der Gefahr ist, es wieder zu tun, aber auch, weil es sie ermutigen will, sich im Namen ihres Gottes und seiner Gebote bei allen eigenen Schwächen für die Menschen einzusetzen und ihre aus ihrer Gottebenbildlichkeit stammenden Würde.

Und ich kann es empfehlen für alle, die, aus welchen Gründen auch immer, mit der Religion abgeschlossen zu haben glauben. Auch wenn es sie nicht unbedingt zum Glauben zurückführen will (Roß missioniert nicht), kann es doch ihr Verständnis stärken für die Religion als Quelle aller conditio humana, aller Ideen von Gleichheit und Gerechtigkeit, die man zwar in ihren Verirrungen kritisieren, nicht aber in Bausch und Bogen verdammen sollte. Gott wird gebraucht, weil der Mensch verteidigt werden muss.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trifft es auf den Punkt, 26. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verteidigung des Menschen: Warum Gott gebraucht wird (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch mit großem Gewinn gelesen und werte es als ernsthaften Diskussionsbeitrag zum Thema Religion in der Gesellschaft. Jan Roß beschreibt sehr treffend, warum wir auf Religion in der Gesellschaft nicht (leichtfertig) verzichten können (oder sollten). Die hintergründigen und sich von unnötigem Ballast befreienden Denkanstöße beleuchten sehr facettenreich, wie Religion eine Art Immunsystem gegen Inhumanität aufbaut, den Horizont des Menschen erweitert und ihn auch vor sich selbst schützt. Insbesondere das Thema Kreuz und das damit verbundene (realitätsnahe) Bild vom Menschen hat mich beeindruckt. Ein wertvolles Plädoyer, es geht wirklich um den Menschen, das wird auf jeder Zeile klar. Ein engagiertes Buch, das auch vom Stil her gut zu lesen ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jan Ross - Die Verteidigung des Menschen, 12. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verteidigung des Menschen: Warum Gott gebraucht wird (Gebundene Ausgabe)
Ein äußerst anregendes Bucg für Menschen, die sich kritisch mit Kirche und ihrem eigenen Glauben auseinandersetzen.
Das Anliegen des Autors : Bevor Du Deinen Glauben abwählst denk darüber nach, was das Besondere ist an der Religion, in die du hineingeboren wurdest.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bitte lesen, 12. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verteidigung des Menschen: Warum Gott gebraucht wird (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr gutes Buch, schwer und doch leicht zu lesen. Das Problem unserer Gesellschaft mit der Religion wird klar auf den Punkt gebracht. Zwar hat die Moderne versagt, Aufklärung und Atheismus haben nicht das gebracht, was sie versprachen. Doch das gilt gleichermaßen für die Kirche(n) - was nun?
Alle Reizthemen werden angesprochen, vom Kruzifix bis zum Kopftuch, ohne zu einfache Antworten zu geben. Gelegentlich schimmert die Sympathie des Autors für den Vatikan und sein Oberhaupt durch, was dem Buch im Ganzen aber nicht schadet. Auch die Lanze, die er für den Islam bricht, hat seine Berechtigung; besser, als ihn pauschal zu verteufeln.
Im 8. Kapitel, dem mit der kürzesten Überschrift, legt Jan Roß den Finger auf eine immer aktuelle Wunde. Offen und schonungslos bringt er alles zur Sprache, springt dann aber leider doch zu kurz, kommt wohl nicht über den eigenen Schatten und zieht sich resigniert zurück. Er zitiert und kommentiert hier und andernorts viele wichtige Bibeltexte, warum nicht das Hohelied Salomos? Wenn schon „Religion“ und „Sex“ unvereinbar sein mögen, so sollte doch „Gott“ und „Sex“ denkbar und hoffentlich auch machbar sein. Gott ist nicht so sexfeindlich, wie seine Kirchen leider oft erscheinen.
In den folgenden Kapiteln geht er wieder aufs Ganze. Er überführt uns der Schuld unserer Unschuld. Schließlich geht es auch um den „Himmel“ und dessen Notwendigkeit.
Trotzdem bleibt ein Rest offen. Der Verfasser tritt an, hebt ab - kommt aber nicht an. Er bleibt in dem unverbindlichen Begriff „Religion“ stecken. Aber das gehört wohl zu der richtig so hochgeschätzten Religionsfreiheit. Jan Roß überlässt es seinen Lesern anzukommen, nicht am Ziel aber auf dem Weg.
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein meilenstein, 27. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr beeindruckend und sensibel geht Ross mit dem Verhältnis unserer doch ach so liberalen Gesellschaft zu Religionen um und bezieht alle Suche nach der absoluten Wahrheit mit ein. Sollte jeder angeblich so kritische Zeitgenosse lesen.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lohnende Lektüre, 26. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Anregend, das eigene nachdenken wird befördert, gut lesbar geschrieben. Ich war beeindruckt von den vielen guten Ansätzen und Ideen des Autors.
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5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gott ... und seine Nebenwirkungen, 17. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Verteidigung des Menschen: Warum Gott gebraucht wird (Gebundene Ausgabe)
Ein Plaidoyer für Gott, aber für welchen Gott?
Als Protagonisten für Gott lässt J. Roß auftreten:
1. Antigone, steht für die antiken Totengötter
2. Sokrates, steht gegen die antiken Götter, wird wegen Gottlosigkeit verurteilt, beruft sich aber auf eine bisher unbekannte Gottheit.
3. die Jünger Jesu, stehen für den Gott Jesu, allerdings kaum für den trinitarischen Gott, etliche (Stefanus, Jakobus etc) werden von den Anhängern des jüdischen Gottes Jehova als Häretiker zum Tod verurteilt.
4. Thomas Morus, steht für den katholischen Gott, der protestantische Gott ist für ihn so entsetzlich, daß er lieber den Tod wählt.
Diese Auswahl macht für 'Gott' nicht unbedingt Laune, sind doch etliche Gottbekenner auch Opfer eines Gottes - fragt sich nur, welcher Gott der 'richtige' bzw. der 'falsche' war. Ganz schlimm dran sind solche Gottesfürchtige, die ihrem Kult in Tänzen, z.B. um ein goldenes Kalb, Ausdruck verleihen: sie werden auf Befehl des für den Autor letztlich maßgebenden Gottes gnadenlos massakriert. Denn es geht J. Roß einzig und allein um den befehlenden und Gebote erlassenden monotheistischen Gott, Sokrates und Antigone fallen durch das Raster, sind nur Füllmaterial.
Der Gott, der Aufbruchstimmung erzeugt, zum Exodus stimuliert oder - als Beispiel erwähnt - , die Auswanderer in den Neu-Englandstaaten beflügelt hat, und der eben auch - das menschliche Elend versinnbildlichend - am Kreuze hängt, ist der einzig wahre Gott; auch Herr J. Roß entscheidet sich eben für den Gott, der seinen Wunschvorstellungen entspricht. Keine Rolle spielt dabei die Frage nach der Wahrheit: weder ist der Exodus historisch belegt noch wurde - nach heutiger wohl überwiegender universitärer Theologen-Meinung - ein Gottessohn jemals gekreuzigt. Was allein zählt, ist die Unterwerfung unter einen 'Himmel', eine gebietende Himmelsmacht: es gilt die Pascal'sche Wette, im Fall einer Niete: Pech gehabt! Unterwerfung in Sünde und Erbsünde mit der Hoffnung auf Vergebung - quasi als Selbstzweck - soll des Menschen Heil bewirken.
Was geschieht im Verweigerungsfall? ...Nein, es droht keine Hölle (wird zumindest von J. Roß nicht erwähnt), was den Gottlosen droht, ist heutzutage der 'eindimensionale Mensch' - soll wohl einen zu selbstzufrieden und geistig verengt gewordenen Menschen bezeichnen. Allerdings - m.E. mühelos vorstellbar ist auch ein gottesfürchtiger 'eindimensionaler' Mensch, (so z.B. ein Fundamentalist); ja, sogar ein ganzes Zeitalter - das christliche, 'finstere' Mittelalter - lässt sich als erschreckend 'eindimensional' umschreiben. Mithin, auch 'Gott' ist kein Schutz vor Eindimensionalität.
Der Autor bezeichnet sich selbst als Protestanten, vertritt aber eindeutig katholische Positionen: Erbsünde, päpstlichen Zentralismus, nicht zuletzt rühmt er auch seine eigene Segnung durch den Papst: das Buch liest sich über weite Strecken wie ein Auftragswerk des Vatikan.

Resüme: Überzeugen können die Ausführungen des Autors nicht, dafür werden zu viele unbewiesene und unbeweisbare Behauptungen aufgestellt. Ob mit dem monotheistischen 'Gott' viel gewonnen ist, steht weiter dahin - die Negativ-Erfahrungen (Fanatismus, Häretikerverfolgung, chronische Intoleranz etc.), die in dem Buch auch thematisiert werden, überwiegen. Auf jeden Fall sollte der Autor bedenken: Nicht den Gottlosen, nein - den gottesfürchtigen Monotheisten hat Jesus seine Kreuzigung zu verdanken!
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19 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie gehabt?, 30. November 2012
Von 
Hans-Jakob Weinz (Sankt Augustin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Verteidigung des Menschen: Warum Gott gebraucht wird (Gebundene Ausgabe)
Mal wieder einer dieser Matusseks und Mosebachs, die in der komplexen (Post)Moderne versoffen sind und sich religions(kirchen)romatisch zurücksehnen nach dem schönen Kern.
Seis drum. Der Kern ist: "Der Sabbat ist für den Menschen da!" und "Solo Dios Basta".
Wenn Gott allein genügt, dann ist die Diskussion um die Frauenordination, über den Umgang der Katholischen Kirche mit homosexuellen Menschen und mit Wiederverheirateten Geschiedenen (oder besser das Leiden daran) kein überflüssiger und lächerlich zu machender Disput glaubensmüder Funktionäre, sondern da geht es um dem Kern: Wer so an Gott glaubt, dass er allein genügt, der kann die Angst der Kirche vor geweihten Frauen nur lächerlich, wenn nicht gar sündhaft finden.
Wer die großen Gefühle und die großen Themen (Süüünde!! Erlööösung!! Tooorheit!!) rund um (das "Thema") Gott liebt, liebt der Gott um seiner selbst willen?

Gott befohlen, Herr Roß
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Die Verteidigung des Menschen: Warum Gott gebraucht wird
Die Verteidigung des Menschen: Warum Gott gebraucht wird von Jan Roß (Gebundene Ausgabe - 9. November 2012)
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