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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine leichte Liebe, 27. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Leichte Liebe (Gebundene Ausgabe)
An dem Buch ist alles gut bis auf den Titel. Es ist eben gerade keine leichte Liebe, die Rebecca Niazi-Shahabi hier schildert. Ihre Hauptfigur Yael Fischer macht sich auf die Suche nach ihrem verschwundenen Vater, einem leichtlebigen und liebenswerten Taugenichts marrokkanisch-jüdischer Abstammung, den sie selbst erst als Erwachsene kennengelernt hat, und von dessen skurrilem Charakter der Leser durch die Erinnerungen und inneren Monologe der Ich-Erzählerin erfährt.
Niazi-Shahabi lässt aus kleinen Anekdoten, meist urkomisch, oft absurd und dennoch immer nachvollziehbar und dem wahren Leben entsprungen, ein Geflecht aus alltäglichen Beziehungen entstehen, hinter denen sich tiefe Lebensfragen auftun: Warum hat ein Mensch Erfolg und der andere nicht, warum findet der eine sein Glück in Ehe und Familie und der andere irrt zeit seines Lebens rastlos umher, warum wird der eine von allen geliebt und der andere gemieden und verschmäht. In ihrer offensichtlich autobiografisch gefärbten Erzählung - die Autorin ist in den Dreißigern wie ihre Hauptperson und entstammt ebenfalls einer deutsch-jüdischen Familie - bleibt Niazi-Shahabi die Antwort auf die große Sinnsuche schuldig, und genau darin liegt die Stärke des Buches: Immer, wenn der Leser, glaubt, einer Wahrheit ganz nahe zu sein, löst sie sich in einer Wolke paradoxer Situationskomik auf. Das komplizierte soziale Umfeld der Hauptperson - die unterkühlte deutsche Mutter und ihr zweiter Mann, die überdrehte orientalisch-israelische Großfamilie des leiblichen Vaters, und die kantigen Freundinnen aus der Berliner Kreativszene - wird zu einem weit gefassten Welttheater, in dem die Klischees über Angepasste und Aussteiger, Erfolgreiche und Versager, Abendländer und Orientalen, Deutsche und Juden stets aufs Neue in Frage gestellt werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jüdischer 'Marokko-Franze', 1. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Leichte Liebe (Gebundene Ausgabe)
Antoine weiß die Geburtstage von Victor Hugo und Napoleon, aber nicht den seiner Tochter; Antoines Frau langweilt sich lieber zuhause als auf Fassbinders Party; Yael hatte sich als Kind damit getröstet, dass ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen könnten; eine Bibelverkäuferin in Jerusalem verhindert, dass man etwas über eine Liebesnacht mit Hanna Schygulla erfährt; alle Kaffefreunde dürfen sich freuen, weil die allseits beliebte Darbohne zurückkehrt; der israelische James Bond kann keine ölige Speisen essen, weil er Sodbrennen bekommt und eine Tante Yaels sammelt in der Negev-Wüste Mikrowellen ' Rebecca Niazi-Shahabi erzählt spannend und mit feinem Humor von der Suche Yaels nach ihrem Vater, einem jüdischen 'Marokko-Franze', die sie aus den Werbeagenturen Berlins über Schwabing bis nach Tel Aviv führt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mit leichter Hand und kühlem Herz, 26. März 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leichte Liebe (Gebundene Ausgabe)
Helga Leeb, Journalistin, München, 23. März 2009:

Mit ihrem Buch "Leichte Liebe" ist Rebecca Niazi-Shahabi ein anrührender, spannender und sehr heutiger Roman gelungen. Man lernt den hektischen Alltag einer Werbeagentur kennen, das schräge Nachtleben in München-Schwabing und die Elendsviertel von Tel Aviv. Vor allem aber Yael. Sie ist Mitte 30, Single und lebt als freie Werbetexterin in Berlin in einer billigen und ungeliebten Wohnung. Als sich eines Tages ihr Vater bei ihr meldet, der bisher nicht für sie vorhanden war, gerät sie in einen Strudel widerstreitenden Gefühle. Antoine ist ganz anders als sie: charmant, leichtsinnig, unbekümmert, ohne Beruf und Lebensplan. Wenn er Lust hat, hilft er seiner Frau in ihrem Antiquitätenladen in München. Meist aber verbringt er seine Zeit in Straßencafés, um mit Freunden zu diskutieren und mit schönen Frauen zu flirten. Darüber vergißt er gern dringende Termine, fest zugesagte Jobs oder sein uraltes Auto, das irgendwo im absoluten Parkverbot steht.
Yael ist von so viel Leichtigkeit fasziniert. Als Antoine plötzlich unerwartet verschwindet, beginnt sie ihn verzweifelt zu suchen. Bei seiner Frau, seinen merkwürdigen Münchner Freunden, sogar bei seiner weitverzweigten Familie in Israel. Dann erfährt Yael, dass nicht nur sie sondern auch die Polizei nach Antoine fahndet. Wegen des rätselhaften Mordes an einer Frau...

Rebecca Niazi-Shahabi hat die ungewöhnliche Geschichte von Yael und ihrem Vater mit leichter Hand und kühlem Herz geschrieben. Sie hält den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Atem. man darf auf das nächste Buch der Autorin gespannt sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen beachtliches Erstlingswerk einer vielversprechenden Autorin, 25. April 2009
Von 
Kaspar Gessner (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Leichte Liebe (Gebundene Ausgabe)
YAELS Suche nach ihrem verschollenen Vater ANTOINE wird zu einer Suche nach Identität. Wer ist dieser Mann, den sie zu kennen und verstehen glaubte? Und wer ist SIE? Ihre Suche führt sie zu den israelischen Verwandten, die in Israel scheinbar das gefunden haben, was Yael sucht: Einen Ort, an den sie gehören. Oder sitzen auch sie nur einer Illusion auf?

Ein großartiges Buch: Unterhaltsam, nachdenklich, intelligent und dabei immer ehrlich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bin ich mir selbst meine Familie oder pocht da noch was anderes?, 5. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Leichte Liebe (Gebundene Ausgabe)
Ich habe den Roman an einem Wochenende verschlungen, weil er es schafft, fesselnde Charaktere und Situationen rund um das ewige Thema Identitätssuche zwischen Welten aufzubauen. Faszinierende und alltägliche Geschehnisse wechseln sich ab: der Frust, die Langeweile, der Kampf und die Heuchelei in einer Berliner Werbeagentur wechseln sich mit dem scheinbar "leicht" anmutenden Leben auf den Straßen und Stränden Tel Avivs und München Schwabings ab. Die Frustration und die Sehnsucht von Yael kommt voll zum Tragen, obwohl man der jungen Dame auch gern einmal in den Hintern treten würde: Es ist zwar Thema des Buches, aber mir kommt die Aktivität der Figur einfach ein bisschen zu spät ins Spiel, nämlich eigentlich erst im letzten Satz (wenn man von den halbherzigen Versuchen, ihre Familie zu interviewen, einmal absieht). Das macht es schwer, sich mit ihr zu identifizieren. Ausgerechnet die einzige wirklich aktive Entscheidung, nämlich nach Israel zu fliegen, wird so verschleiert dargestellt, dass Ihre Motivation nicht wirklich rauskommt. Aber davon abgesehen, ein tolles Buch: Frau Niazi-Shahabi kann schreiben, die Dialoge und Handlungssegmente sind lebensnah und indivuell, sie geht schonunglos mit ihrer Hauptfigur um, die - wenn man dem Einband glauben darf - mit ihr selbst und ihrem Lebenshorizont wohl eine Menge zu tun hat, und die Prämisse (wunderschön dargestellt durch das marokkanische Märchen), nämlich dass man seiner Natur, seiner Herkunft, seinem Wesen nicht entfliehen kann, wird jeder bestätigen können, der in einer Patchwork-Familie großgeworden ist - und das sind in der heutigen Zeit ja gar nicht mal so wenig. Die Gene melden sich, ob man will, oder nicht!
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5.0 von 5 Sternen Sehr originelle Geschichte mit wunderbaren skurrilen Personen, 11. Dezember 2013
Von 
A. Sebastian (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leichte Liebe (Taschenbuch)
Durch Zufall habe ich das Buch bestellt und war gleich begeistert von der Geschichte. Die Selbstzweifel der Protagonistin, ihre Erfahrungen in der Welt der Werbeagenturen (großartig!! Wer diese Branche kennt wird sich amüsieren), ihre durchgeknallte Familie, die perfekte Freundin und über allem schwebt der Plot: die Suche nach dem verschwundenen Vater. Man wird richtig neugierig, diesen Vater kennenzulernen, zu verrückt sind die Geschichten, die ihn umgeben - seine Frau, die Geliebte, seine Familie. Es ist einfach herrlich, auch die Erlebnisse in Israel ... Die Auswahl des Titels kann ich zwar nicht nachvollziehen, denn leicht fällt es allen im Buch eben nicht zu lieben. Die Geschichte ist hinreißend und ehrlich erzählt, "ungeschminkt" nennt man das wohl. Und sie ist sehr gut gelungen. Mehr davon!!
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5.0 von 5 Sternen Ein hervorragendes Erstlingswerk, 15. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leichte Liebe (Taschenbuch)
EIn hervorragendes Psychogramm einer Vatertochter, ein psychologisch faszinierend gezeichneter Entwicklungsroman und ein buntes Sittengemälde einer deutsch-jüdisch-marokkanisch-französichen Familie: all das findet sich in diesem Roman. Ein Erstlingsroman, der mehr erwarten lässt.
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Leichte Liebe
Leichte Liebe von Rebecca Niazi-Shahabi (Gebundene Ausgabe - 6. März 2009)
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