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5.0 von 5 Sternen Von der Schönheit der (Bau-)Sünde
BAUSÜNDE ist ein geflügeltes Wort, dass wohl jeder halbwegs an Architektur und Städtebau Interessierte schon in mancherlei Zusammenhang zur Kenntnis nehmen durfte. Zumeist geht es natürlich darum, sich von den (Bau-)Sünden der Vergangenheit (und noch lieber gleich des politischen Systems, für das sie standen) abzugrenzen. Und schnell werden...
Vor 8 Monaten von j.h. veröffentlicht

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Witzig, aber qualitativ eher ein Fiasko...
Ja, ich habe geschmunzelt bei der Durchsicht dieses Bildbandes, fand manches lustig, manches irritierend, hier und da war ich gar beeindruckt.

Leider hielt sich das jedoch in sehr engen Grenzen, die meisten Bilder sind einfach schlecht fotografiert, das Recyclingpapier verstärkt diesen rauschigen Eindruck noch. Die Aufmachung mit den scharfen Buchkanten...
Vor 6 Monaten von Janie veröffentlicht


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Witzig, aber qualitativ eher ein Fiasko..., 5. Januar 2014
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Ja, ich habe geschmunzelt bei der Durchsicht dieses Bildbandes, fand manches lustig, manches irritierend, hier und da war ich gar beeindruckt.

Leider hielt sich das jedoch in sehr engen Grenzen, die meisten Bilder sind einfach schlecht fotografiert, das Recyclingpapier verstärkt diesen rauschigen Eindruck noch. Die Aufmachung mit den scharfen Buchkanten und dem matten grauen Umschlag gefiel mir wirklich gut, im Innern jedoch ist das Konzept des Buches nicht ganz gelungen. Die pinken Umschlagseiten im Innern gefallen, der Rest kann weniger überzeugen.

Die Texte sind amüsant aber wenig informativ.
Hier und da fragte ich mich, ob es da nicht hätte mehr zu entdecken geben. Die sollen die Highlights einer Sammlung der Autorin sein, das fand ich enttäuschend. Auch schlecht, daß die "Bushaltestelle für Riesen", nämlich die Kölner Dompilze kurz nach Erscheinen des Buches entfernt wurden, was jedoch wesentlich länger vorausgeplant war, und somit in den letzten Teil gehörten.
Viele Bilder zeigen Kaufhof-Filialen, daß die nicht schön sind, aber leider fast alle den gleichen Baufehler begehen, weiß heute jeder, da bedarf es nicht 4 Bilder.
Der etwas hämische Blick auf Vorgärten und Restaurationsversuche von Eingängen oder teilverbesserten Doppelhaushälften fand ich gemein und weniger gelungen.

Grundsätzlich gefällt mir die Idee, ich habe mich amüsiert, fand das Buch aber zum einen deutlich zu Berlin-fixiert und zum anderen wenig abwechslungsreich. Die Skulpturen auf Kreisverkehren fand ich amüsant, konnte jedoch den Zusammenhang zum Thema Bausünde nicht ergründen.
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5.0 von 5 Sternen Von der Schönheit der (Bau-)Sünde, 25. November 2013
Von 
j.h. "corleone29" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
BAUSÜNDE ist ein geflügeltes Wort, dass wohl jeder halbwegs an Architektur und Städtebau Interessierte schon in mancherlei Zusammenhang zur Kenntnis nehmen durfte. Zumeist geht es natürlich darum, sich von den (Bau-)Sünden der Vergangenheit (und noch lieber gleich des politischen Systems, für das sie standen) abzugrenzen. Und schnell werden dann auch einmal Bauwerke trotz Aspekten des Denkmalschutzes einer falsch verstandenen "Vergangenheitsbewältigung" geopfert. Das geschah ganz besonders häufig in (Ost-)Berlin: Prominenteste Beispiele waren der (natürlich rettungslos Asbest-verseuchte) Palast der Republik oder die Großgaststätte Ahornblatt.

Turit Fröbe (Jahrgang 1971) entdeckte 2001 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Studiengang Architektur der Universität der Künste Berlin ihr Herz für die Bausünde. Sie unterscheidet in ebenso kundigen wie kurzweiligen Kommentaren zwischen guten und schlechten Bausünden. Dabei sind die schlechten Bausünden zumeist mit viel Geld und dem Wunsch nach noch mehr Gewinn in die Landschaft gesetzte Investorenbauten. Die davon abgegrenzten guten Bausünden treffen häufig nur nicht den aktuellen Zeitgeschmack - wurden aber durchaus mit Ambition und Leidenschaft errichtet.

Ganz bewusst verzichtet das 180-seitige Buch auf bildbandgemäßes Hochglanzpapier. Ebenso sind alle Aufnahmen fernab jeder Inszenierung im für "Schnappschüsse" typischen Alltagslook zu sehen. Turit Fröbe hat den Band in 5 Hauptkapitel (Gute Bausünden, schlechte Bausünden; Die geplante Bausünde; Nachträglich in den Stand der Bausünde erhoben; Streetart; Nachruf) gegliedert, innerhalb derer mit kurzweiligen Erläuterungen Bilder aus ganz Deutschland thematisch präsentiert werden.

Ein sehens- und lesenwerter Band für den an Alltagsarchitektur interessierten Leser!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bausünden sind gute Sünden, 11. Dezember 2013
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
bzw. können sie es sein, denn die Fotografin Turit Fröbe unterscheidet in ihrem ausgesprochen originell gestalteten Bildbald gute und schlechte Bausünden. Aber eines haben sie alle gemeinsam: es sind samt und sonders ausgesprochen unterhaltsame Bausünden, die Turit Fröbe da deutschlandweit eingefangen und kommentiert hat.

Die wichtigste Erkenntnis für mich bei der Lektüre des amüsanten Bandes - alles unterschiedlich wirken, je nachdem, von welchem Blickwinkel aus man es betrachtet... also eine Reise durch Deutschland mal ganz anders! Nachahmenswert? Sicher nur teilweise, denn einige Objekte sind sicherlich nicht so spektakulär, dass man sie unbedingt im Original betrachten müsste.

Eines aber eint sie - in diesem Buch hat jede "Sünde" ihren berechtigten Platz, ohne dieses spezifische Bauwerk wäre das Buch einfach unvollständig. Sehr empfehlenswert für Menschen, die es lieben, im scheinbar Gewöhnlichen das Besondere zu entdecken. Es wird nicht nur beim Durchblättern bleiben, dafür ist der Unterhaltungswert dieses bezaubernden Kleinods einfach viel zu hoch!
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So haben Sie sich noch nie über Bausünden gefreut!, 17. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
Gleich zu Anfang unterscheidet die Autorin zwischen guten und schlechten Bausünden. Schlechte Bausünden, das ist das langweilige Zeug aus unser aller Nachbarschaft. Gute Bausünden hingegen sind so schrecklich, dass sie schon wieder gut sind, und es gibt sie nicht an jeder Ecke. Turit Fröbes Verdienst ist es, sie in jahrelanger Arbeit in ganz Deutschland aufgespürt zu haben. Zusammen mit den witzigen Kommentaren ist ein äußerst unterhaltsamer Bildband entstanden. Klar, dies ist ein Buch, das man an einem Abend durchliest. Aber es ist auch ein Buch, das man immer wieder gern zur Hand nehmen wird. Und es macht Lust, auch mal mit der Kamera auf Bausündensuche zu gehen.
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessante Zusammenstellung mit einigen Makeln, 31. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
"Die Kunst der Bausünde" ist in erster Linie ein Bilderbuch. Gerade daher ist die mäßige Druck- und Papierqualität störend. Zudem sind die Objekte auf einigen der Bilder einfach "abgeschossen" worden, es fehlt das geschulte Auge des Fotografen.

Zu Beginn wünscht man sich ausführlichere Texte, aber je mehr Text man liest, umso mehr schwindet dieser Wunsch.

Noch eine Anmerkung zur Aussage, die Autorin hätte die Bilder 12 Jahre lang gesammelt: Das mag sein. Es sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein architektonisch Interessierter in wenigen Wochen eine vergleichbare Sammlung zusammenstellen könnte.

Letztendlich ist es ein Buch, das man gerne einmal durchblättert, das aber keinen Grund liefert, es mehrmals zur Hand zu nehmen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bausünde oder nicht?, 5. Januar 2014
Von 
Carmen Vicari "dg9tm" (Dossenheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Die Autorin möchte mit ihrem Bildband den Blick des Lesers bewusst auf Bausünden lenken und dabei deren Hintergrund näher beleuchten. Viele Bausünden sind einfach aus einer Modeerscheinung heraus entstanden, manche wurden bereits bewusst als Bausünde geplant – warum auch immer – andere erst durch Anbauten oder Renovierungen verunstaltet.

Der Titel wie das Thema reizten mich. Daher habe ich gerne zugegriffen und mich auf die Lektüre gefreut. Verwundert war ich zunächst, als ich ein querformatiges gebundenes Buch ohne Schutzumschlag, dafür aus einfachster Pappe mit etwas stärkerem, jedoch glanzlosem Papier in den Händen hielt. Auch ist die Bindung von mangelhafter Qualität. Wie eine Drucksünde sieht das Buch über Bausünden aus.
Ob dieser erste Eindruck so gewollt war?

Der nächste Schock ereilte mich beim Auflagen des Buches. Sind die Außenseite und die Bilder eher in gedeckten dunklem Farben, so ist die Umschlaginnenseite in grellem Pink gehalten und sticht einem förmlich ins Auge.

Die Autorin hat versucht, den Bausünden eine Sortierung zu geben. So findet man nach dem einleitenden Kapiteln über Gute Bausünden – schlechte Bausünden folgende Einteilung:

- Die geplante Bausünde
(Unfälle und Rätsel, Aus der Mode gekommen, Die ambitionierte Bausünde, Kunst am Bau und Stadtmöbel)
- Nachträglich in den Stand der Bausünde erhoben
(Angebaut, Überformt, Beschriftet und bemalt, Dekoriert)
- Streetart
(Einfamilienhäuser und Villen, Im Baumarktfieber, Schizohäuser)
- Nachruf

Im Anhang findet sich ein kleiner Glossar.

Die Bilder sind immer ganzseitig. Der Text beschränkt sich auf eine Einführung in den Kapiteln und ein kurzer – nicht sehr informativer, dafür bisweilen humorvoller – Text im Bild. Die meisten Bilder stammen aus dem Großraum Berlin. Die Bausünden wurde allerdings recht lieb- und farblos in Szene gesetzt. Nicht nur, dass sie als Bausünde abgestempelt werden, man muss diesen Stempel auch durch ein schlechtes, tristes Bild noch verstärken.

Für einen Überblick ist das Buch gut geeignet, die zeitweise humorvollen Texte peppen das Ganze noch etwas auf. Bei der Wahl des Drucks bin ich mir nicht sicher, ob dies beabsichtigt geschah, um den Eindruck einer Bausünde noch zu verstärken oder man einfach nur am Material sparen wollte.

Fazit:
Eine gute Idee, jedoch ist mir das Buch zu sehr Berlin-lastig. Ein wenig mehr Abwechslung bzgl. der Orte hätte ich doch sehr begrüßt. Dennoch habe ich mich teilweise amüsiert und schau immer noch gerne mal in das Buch rein.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kunst der Bildbandsünde, 14. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Bausünden - ein interessantes Thema. Leider ist dieses Buch aber eher eine Bildbandsünde. Von außen top, von innen flop. So sehr ich für Recycling bin - auf Recycling-Papier sehen Fotos einfach nicht gut aus. Die Farben sind blass, für das Coverbild wurde passenderweise grau gewählt, da fällt es nicht auf. Innen sieht es eben so aus, wie Fotos in Zeitungen aussehen. Damit man sie jedoch von der FAZ unterscheiden kann, werden die Bildunterschriften direkt in den Bildern verbaut und zerstören deren Aussage dadurch noch mehr - oder ist das eine gewollte Grafiksünde?
Zwischen den Bausünden finden sich immer wieder Skulpturen und Denkmäler, die mit der eigentlich Bausünde nichts zu tun haben.
Außerdem sind die Fotos fotografisch in keinster Weise gut gemacht. Fotografieren benötigt Zeit. Da muss man die beste Perspektive suchen, auf geeignetes Wetter, einen guten Sonnenstand usw. warten. Bei Städtereisen hat man dafür natürlich nicht diese Zeit. Und genau so wirken die Fotos. Hier mal schnell fotografiert, da mal schnell geknipst. Wenn das die (fotografisch) besten Fotos aus 12 Jahren sind, dann kann ich nur sagen: Hut ab vor der Bildbandsünde.
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5.0 von 5 Sternen Herzlich gelacht, 13. Dezember 2013
Von 
Sonja von Faltin "Kaffeetrinker" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
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Man sollte sich schon mal im Leben etwas mit Architektur auseinander gesetzt haben, und etwas Kunstsinn schadet auch nicht, sonst erschliesst sich dieses Büchlein schlicht falsch.
Frau Fröbe legt in ihrem Bildband den Finger in die Wunde des geschmacklosen/sonderbaren Architekturstils, der sich so wie in Deutschland nirgendwo anders findet.
Schon lange frage ich mich, wie es möglich ist, dass in Deutschland soviel hässliche Architektur selbst in teuren Lagen zu finden ist.
Die Kunst der Bausünde liefert eine charmante Antwort im Sinne des "sie können halt nicht anders".
Dass die Bilder schlecht fotografiert sind, finde ich nicht, der Stil passt zu den fotografierten Gebäuden und fängt sehr wohl sämtliche Eigenarten ein.
Besonders gefallen mir die kurzen Texte in Verbindung mit den Bildern. Viel Sarkasmus, kurz und knapp, aber nie böse oder unter der Gürtellinie. ( Im ironischen Stil von Bildunterschriften in Museen.)

Fazit: offensichtlich nicht jedermanns Geschmack, aber gut. Geschmack ist subjektiv, wie auch dieser Bildband beweist. Mir gefällt rundum alles, ich habe beim Durchblättern herzlich gelacht, es ist keine ernste Architekturkritik, sondern eher der Blick eines Liebhabers für sonderbare Erscheinungen im Alltäglichen. Von mir eine klare Empfehlung und geradlinige fünf Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Auch Hässliches hat Schönheit, 11. Dezember 2013
Von 
Anna Inna - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
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Das Buch ist ein Bildband, 99% Bilder, und ein ganz klein wenig Text. Das Buch blättert man mal an einem Abend durch und gut ist es.

Die Bilder selbst sind nicht von einem Profifotografen aufgenommen, das merkt man. Zudem weiss ich, dass es ziemlich teuer ist, Bildbände herzustellen. Deshalb und wohl auch um den Verkaufs-Preis noch einigermaßen vertreten zu können, scheint man nicht auf die optimale Bildqualität Wert gelegt zu haben.

Die Bilderreise ging quer durch Deutschland. Skurrile Bauten, komisch Figuren, Autobahnen vor den Häusern, kalte Trennwände, Privathäuser mit besonderem Schmuck im Garten oder an der Haustür. Bei einigen Fotos musste ich wirklich laut lachen. Etwas befremdend war für mich der Titel "Schizohäuser". Damit meint die Autorin Doppelhaushälften, bei der jeder Nachbar anders gestaltete. Sie will daraus ablesen, dass die Nachbarn Struköpfe seien und deshalb keine Annäherung in der äußeren Gestaltung möglich wäre. Ist das wirklich so? Vielleicht fehlt dem einen Nachbarn auch nur das Geld? Darf man Gebäude so den Menschen zuordnen?

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten und so werden die Meinungen meistens auseinander gehen, was als schön empfunden wird und was nicht. Klar stechen einige Objekte als einfach indiskutabel hervor, als besonders häßliche Dinger. Wenn die Autorin 12 Jahre lang sammelte, so ist das Buch eigentlich eher ein Geschichtsband denn aktuell. So nehme ich an, dass sich alles schon wieder geändert haben mag.

Ein Buch, das an einem Abend für Unterhaltung sorgen mag, welches man aber kaum oft zur Hand nehmen wird, solange man nicht in der Materie beruflich verhaftet ist.
Ich habe die Bilder nicht gezählt, das Buch hat 180 Seiten, es dürften so an die 170 Bilder sein. Jedes Bild hat eine ganze Seite im Querformat für sich.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bausünde in Wort und Bild, 5. Februar 2014
Von 
tbdevil (Saarland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
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Da mein Mann Handwerker ist und auch Sachen "baut" habe ich ihm diesen Bildband bestellt, damit er auch mal ein Buch liest, das ihn interessiert.
Schon von außen sieht der Bildband sehr eigenwillig aus, feste Pappe vorne und hinten, kein normaler Einband. Die Bilder sind eigenwillig, zeigen viele Sachen, die man so nicht bauen sollte und haben dazu eigenwillige Texte der Autorin, über die man mal mehr und mal weniger schmunzeln muss.
Einige Bausünden sind der Zeit geschuldet - vielleicht landen unsere heutigen bauten in solchen Büchern, wenn wir das Jahr 2040 schreiben und die zukünftige Generation lacht darüber so, wie wir heute über Bausünden der 1970er und 1980er schmunzeln.
Andere Bausünden sind wirklich zu kurios, wie ein Dachfenster, das in der Mitte vom Regenwasserablauf durchbrochen wird, weil das einfacher zu bauen war, als ums Fenster drumherum.

Ich fand die Auswahl okay, da ich aber noch andere Bausünden kenne, sind diese hier noch recht harmlos. Man hätte aus dem Buch noch mehr herausholen können.

Mein Fazit:
Ein interessantes Buch, das zum schmunzeln verleitet und auch Nicht-Bauherren gefällt. Von mir 3 Sterne.
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Die Kunst der Bausünde
Die Kunst der Bausünde von Turit Fröbe (Gebundene Ausgabe - 16. August 2013)
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