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4.0 von 5 Sternen von Flachdachtraumata, Schlumpfhäusern, Monsterenten und feindlichen Doppelhaushälftennachbarn
Wenn man in einer Großstadt lebt, noch dazu in einer, in der während des Krieges viel kaputtgegangen ist und sich historische und neue Bauten quer durch die Jahrzehnte bunt aneinanderreihen, kann man Bausünden schon von Kindesbeinen an nicht ausweichen und so habe ich als gebürtige Berlinerin schon früh eine gewisse Faszination für...
Vor 8 Monaten von Berlinoise veröffentlicht

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Witzig, aber qualitativ eher ein Fiasko...
Ja, ich habe geschmunzelt bei der Durchsicht dieses Bildbandes, fand manches lustig, manches irritierend, hier und da war ich gar beeindruckt.

Leider hielt sich das jedoch in sehr engen Grenzen, die meisten Bilder sind einfach schlecht fotografiert, das Recyclingpapier verstärkt diesen rauschigen Eindruck noch. Die Aufmachung mit den scharfen Buchkanten...
Vor 8 Monaten von Janie veröffentlicht


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Witzig, aber qualitativ eher ein Fiasko..., 5. Januar 2014
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ja, ich habe geschmunzelt bei der Durchsicht dieses Bildbandes, fand manches lustig, manches irritierend, hier und da war ich gar beeindruckt.

Leider hielt sich das jedoch in sehr engen Grenzen, die meisten Bilder sind einfach schlecht fotografiert, das Recyclingpapier verstärkt diesen rauschigen Eindruck noch. Die Aufmachung mit den scharfen Buchkanten und dem matten grauen Umschlag gefiel mir wirklich gut, im Innern jedoch ist das Konzept des Buches nicht ganz gelungen. Die pinken Umschlagseiten im Innern gefallen, der Rest kann weniger überzeugen.

Die Texte sind amüsant aber wenig informativ.
Hier und da fragte ich mich, ob es da nicht hätte mehr zu entdecken geben. Die sollen die Highlights einer Sammlung der Autorin sein, das fand ich enttäuschend. Auch schlecht, daß die "Bushaltestelle für Riesen", nämlich die Kölner Dompilze kurz nach Erscheinen des Buches entfernt wurden, was jedoch wesentlich länger vorausgeplant war, und somit in den letzten Teil gehörten.
Viele Bilder zeigen Kaufhof-Filialen, daß die nicht schön sind, aber leider fast alle den gleichen Baufehler begehen, weiß heute jeder, da bedarf es nicht 4 Bilder.
Der etwas hämische Blick auf Vorgärten und Restaurationsversuche von Eingängen oder teilverbesserten Doppelhaushälften fand ich gemein und weniger gelungen.

Grundsätzlich gefällt mir die Idee, ich habe mich amüsiert, fand das Buch aber zum einen deutlich zu Berlin-fixiert und zum anderen wenig abwechslungsreich. Die Skulpturen auf Kreisverkehren fand ich amüsant, konnte jedoch den Zusammenhang zum Thema Bausünde nicht ergründen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen von Flachdachtraumata, Schlumpfhäusern, Monsterenten und feindlichen Doppelhaushälftennachbarn, 14. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wenn man in einer Großstadt lebt, noch dazu in einer, in der während des Krieges viel kaputtgegangen ist und sich historische und neue Bauten quer durch die Jahrzehnte bunt aneinanderreihen, kann man Bausünden schon von Kindesbeinen an nicht ausweichen und so habe ich als gebürtige Berlinerin schon früh eine gewisse Faszination für architektonische Seltsamkeiten aller Art entwickelt.
Ehrensache also, daß ich bei "Die Kunst der Bausünde" von Turid Fröbe zuschlagen musste.

Das Buch ist witzigerweise passend zum Thema aufgemacht, ein etwas sperriger, scharfkantiger Klotz, in rauhe Pappe gebunden und in ungewöhnlichem Querformat.
Auf 179 Seiten findet man fast ebenso viele ausnahmslos ganzseitige Fotos auf mattglänzendem Papier.
Platz für Text bleibt somit kaum; abgesehen von jeweils sehr wenigen einleitenden Worten zu den fünf Kapiteln
- Gute Bausünden, schlechte Bausünden
- Die geplante Bausünde
- Nachträglich in den Stand der Bausünde erhoben
- Streetart
- Nachruf
erhält man also einen reinen Bildband über Stein gewordene Absonderlichkeiten aller Art.
Dies finde ich ein wenig schade und hätte doch gerne zumindest ein paar mehr Informationen zu den Bauwerken, ihrer genaueren Lage und eventuell auch zu den jeweiligen Aufnahmedaten gehabt.
Stattdessen gibt es nur jeweils eine sehr knappe Bildunterschrift, die zumeist nur aus einer Angabe der entsprechenden Stadt und manchmal einem süffisanten Kommentar der Autorin besteht.
Diese Kurzkommentare jedoch sind oftmals wunderbar bissig und treffend und ergeben zusammen mit den abgelichteten "visuellen Umweltverschmutzungen" ein absolut köstliches Kuriositätenkabinett echter baulicher Hingucker.

Obwohl ich mir, wie gesagt, an so mancher Stelle ein wenig mehr Hintergrundinformation gewünscht hätte, kann ich diesen witzigen Bildband allen, die sich an Bau"sünden" ergötzen können, empfehlen, denn das Buch lädt wirklich ein zum Blättern, Schmunzeln, Kopfschütteln und nicht zuletzt dazu, in Zukunft auf der Straße genauer hinzuschauen - und eventuell selber die eine oder andere eigenwillige "Kunst am Bau" zu fotografieren.
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4.0 von 5 Sternen Schönes Geschenk für Architekten, 18. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
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Das Geschenk für Architekten
Eine Bausünde kann einfach entstehen oder sie ist sogar geplant - diese Erkenntnis kan man aus diesem sehr schönen Buch von Turit Fröbe ziehen.
Mit scharfem Blick sind hier Fotografien der unterschiedlichsten Bausünden aneinandergereiht. Die Palette reicht vom Einfamilienhaus im Schwarzwaldstil, des denoch rundherum mit maritimen Details aufgepeppt wurde bis zur Großbetonphantasie überdrehter Stadtplaner.
Dabei zeigt sich, dass manch einstmals als schön empfundene Bauwerk im Laufe der Zeit nur noch peinlich wirkt. Oft aber ist es der Wunsch des Bauherrn oder Architekten, sich durch moderne Bauweise oder übertriebene Bauelemente aus der schnöden Masse hervorzuheben, der zur Bausünde führt.
Nicht alles muss der Leser dabei als "schön" empfinden oder gar spektakulär, aber die Bilder regen allemal dazu an, über die verbaute Umwelt nachzudenken und sie manchmal mal ganz anderen Augen zu sehen.
Mein Favorit eindeutig die Doppelhaushälfte in Bielefeld mit einem umlaufenden Ornament, dessen Mitte eine Engelfigur ziert. Wenn sich 2 Nachbarn nun nicht grün sind kann das dazu führen, dass der eine seine Hälfte ordentlich klinkert, einschließlich des nun halb verdeckten Engels.
Gerade der Blick für solche Details macht den Charme des Buches aus.

Was ich mir gewünscht hätte, wären etwas mehr Infos zu den einzelnen Bildern gewesen. Manchmal fällt es z.B. ohne Baujahr schwer, das Gesehene in die Zeit einzuordnen. Der von manchen Rezensenten bemängelte kartonartige Einband und grobe Papierqualität des Buches haben mich hingegen gar nicht gestört. Im Gegenteil, ich fand hierdurch den Eindruck eines Bauskizzenbuchs gut unterstrichen.

Ein schönes Buch für alle, die sich für Architektur interessieren und Architekturstudenten sollte man es als Pflichtlektüre an die Hand geben
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3.0 von 5 Sternen Couragierte Idee, ausBAUfähige Umsetzung, 12. Dezember 2013
Von 
mdt1900 "TS" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
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Ein wenig erinnert "Die Kunst an der Bausünde" an "Das Schwarzbuch" des Bundes der Steuerzahler, zumindest dürfte die Schnittmenge der verschwendeten Steuergelder für augenscheinlich missglückte und hässliche Bauvorhaben innerhalb der Bundesrepublik Deutschland nicht unerheblich sein.

Turit Fröbe spaziert, nach eigenen Angaben, seit mittlerweile zwölf Jahren durch hiesige Städte, um entsprechende Meisterstücke fehlinterpretierter Architektur abzulichten. 2007 entstand aus diesen Ergebnissen ein Abreißkalender, nun wird mit teils identischen, teils ähnlichen Material dieses Buch nachgelegt.

Etwas Öko wirkt das Buch in Form und Haptik auf mich, zumindest ist die dicke Pappe des Einbandes gewöhnungsbedürftig. Der Inhalt ist in vier Hauptabschnitte, mehrere Unterbereiche und auf letztlich 180-Seiten unterteilt, Texte sind dabei eher Mangelware - kein Wunder, die Veröffentlichung ist ja auch als Bildband deklariert. Davon werden dann natürlich eine ganze Menge geboten, deren tatsächlicher Anschauungswert sicherlich in den Augen der einzelnen Betrachter variiert.

Vielleicht fehlt mir das entsprechende Hintergrundwissen, oder der letzte Funken Baubegeisterung, aber vollständig fasziniert bin ich vom Gebotenen nicht. Die Darstellung der einzelnen Objekte wirkt in Teilbereichen auf mich ungewohnt lieblos, ganz offensichtlich ist auch das - für einen solchen Bildband mehr oder weniger unverzichtbare - fotografische Können und das "In-Szene-setzen" der Motive nicht die große Stärke von Frau Fröbe. Dementsprechend blass, aus ungünstigen Perspektiven abgelichtet oder - im Falle von mehrmals auf den Schnappschüssen abgebildeten Fußgängern oder Autos - auch gedankenlos wirkt das Ergebnis.

So mag der Inhalt selbst durchaus ambitioniert und arbeitsintensiv sein, trotzdem glaube ich, dass ein derartiges Buch in Hochglanzoptik und bei entsprechendem KnowHow eines professionellen Fotografen, sehr viel mehr Potenzial und letztlich auch Charme verbreiten würde.
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5.0 von 5 Sternen Von der Schönheit der (Bau-)Sünde, 25. November 2013
Von 
j.h. "corleone29" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
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BAUSÜNDE ist ein geflügeltes Wort, dass wohl jeder halbwegs an Architektur und Städtebau Interessierte schon in mancherlei Zusammenhang zur Kenntnis nehmen durfte. Zumeist geht es natürlich darum, sich von den (Bau-)Sünden der Vergangenheit (und noch lieber gleich des politischen Systems, für das sie standen) abzugrenzen. Und schnell werden dann auch einmal Bauwerke trotz Aspekten des Denkmalschutzes einer falsch verstandenen "Vergangenheitsbewältigung" geopfert. Das geschah ganz besonders häufig in (Ost-)Berlin: Prominenteste Beispiele waren der (natürlich rettungslos Asbest-verseuchte) Palast der Republik oder die Großgaststätte Ahornblatt.

Turit Fröbe (Jahrgang 1971) entdeckte 2001 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Studiengang Architektur der Universität der Künste Berlin ihr Herz für die Bausünde. Sie unterscheidet in ebenso kundigen wie kurzweiligen Kommentaren zwischen guten und schlechten Bausünden. Dabei sind die schlechten Bausünden zumeist mit viel Geld und dem Wunsch nach noch mehr Gewinn in die Landschaft gesetzte Investorenbauten. Die davon abgegrenzten guten Bausünden treffen häufig nur nicht den aktuellen Zeitgeschmack - wurden aber durchaus mit Ambition und Leidenschaft errichtet.

Ganz bewusst verzichtet das 180-seitige Buch auf bildbandgemäßes Hochglanzpapier. Ebenso sind alle Aufnahmen fernab jeder Inszenierung im für "Schnappschüsse" typischen Alltagslook zu sehen. Turit Fröbe hat den Band in 5 Hauptkapitel (Gute Bausünden, schlechte Bausünden; Die geplante Bausünde; Nachträglich in den Stand der Bausünde erhoben; Streetart; Nachruf) gegliedert, innerhalb derer mit kurzweiligen Erläuterungen Bilder aus ganz Deutschland thematisch präsentiert werden.

Ein sehens- und lesenwerter Band für den an Alltagsarchitektur interessierten Leser!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bausünden sind gute Sünden, 11. Dezember 2013
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
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bzw. können sie es sein, denn die Fotografin Turit Fröbe unterscheidet in ihrem ausgesprochen originell gestalteten Bildbald gute und schlechte Bausünden. Aber eines haben sie alle gemeinsam: es sind samt und sonders ausgesprochen unterhaltsame Bausünden, die Turit Fröbe da deutschlandweit eingefangen und kommentiert hat.

Die wichtigste Erkenntnis für mich bei der Lektüre des amüsanten Bandes - alles unterschiedlich wirken, je nachdem, von welchem Blickwinkel aus man es betrachtet... also eine Reise durch Deutschland mal ganz anders! Nachahmenswert? Sicher nur teilweise, denn einige Objekte sind sicherlich nicht so spektakulär, dass man sie unbedingt im Original betrachten müsste.

Eines aber eint sie - in diesem Buch hat jede "Sünde" ihren berechtigten Platz, ohne dieses spezifische Bauwerk wäre das Buch einfach unvollständig. Sehr empfehlenswert für Menschen, die es lieben, im scheinbar Gewöhnlichen das Besondere zu entdecken. Es wird nicht nur beim Durchblättern bleiben, dafür ist der Unterhaltungswert dieses bezaubernden Kleinods einfach viel zu hoch!
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So haben Sie sich noch nie über Bausünden gefreut!, 17. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
Gleich zu Anfang unterscheidet die Autorin zwischen guten und schlechten Bausünden. Schlechte Bausünden, das ist das langweilige Zeug aus unser aller Nachbarschaft. Gute Bausünden hingegen sind so schrecklich, dass sie schon wieder gut sind, und es gibt sie nicht an jeder Ecke. Turit Fröbes Verdienst ist es, sie in jahrelanger Arbeit in ganz Deutschland aufgespürt zu haben. Zusammen mit den witzigen Kommentaren ist ein äußerst unterhaltsamer Bildband entstanden. Klar, dies ist ein Buch, das man an einem Abend durchliest. Aber es ist auch ein Buch, das man immer wieder gern zur Hand nehmen wird. Und es macht Lust, auch mal mit der Kamera auf Bausündensuche zu gehen.
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4.0 von 5 Sternen Auch Hässlichkeit liegt im Auge des Betrachters..., 19. Dezember 2013
Von 
Lilian Grobis "Lilian" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
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Was heutzutage von fast aller Welt als architektonisches Meisterwerk gepriesen wird, war zu Bauzeiten vielleicht eher eine Bausünde. Man denke an den Eiffelturm - zahlreiche Prominente wie z. B. Alexandre Dumas und Guy de Maupassant waren gegen den Bau des heutigen Wahrzeichens von Paris. Mal ehrlich: Kann man sich die Stadt der Liebe ohne Eiffels Meisterwerk vorstellen?!

Turit Fröbe hat einige charmante deutsche Bausünden gefunden, die in 20 Jahren vielleicht in den Stand der guten Architektur erhoben werden. Manche angeblichen Bausünden sind in meinen Augen aber eher Belanglosigkeiten, die man nicht in diesem Buch hätte aufnehmen müssen, aber auch das liegt natürlich im Auge des Betrachters.

Die Erläuterungen zu einigen “Schandbauten” waren mir mitunter zu knapp, zu manchen Gebäuden hätte ich mir mehr Hintergrundinformation gewünscht. Aber was die Autorin schreibt, ist kurzweilig und amüsant. Die Fotos an sich sind Schnappschüsse und keine inszenierten Kunstfotos.

Mich hat dieses Buch sehr unterhalten, bei einigen Bildern musste ich unweigerlich an die Schildbürgerstreiche denken. Für Architekturliebhaber und/oder Städtebauplaner ist dieses interessant gemachte Buch auf jeden Fall eine tolle Geschenkidee.
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessante Zusammenstellung mit einigen Makeln, 31. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
"Die Kunst der Bausünde" ist in erster Linie ein Bilderbuch. Gerade daher ist die mäßige Druck- und Papierqualität störend. Zudem sind die Objekte auf einigen der Bilder einfach "abgeschossen" worden, es fehlt das geschulte Auge des Fotografen.

Zu Beginn wünscht man sich ausführlichere Texte, aber je mehr Text man liest, umso mehr schwindet dieser Wunsch.

Noch eine Anmerkung zur Aussage, die Autorin hätte die Bilder 12 Jahre lang gesammelt: Das mag sein. Es sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein architektonisch Interessierter in wenigen Wochen eine vergleichbare Sammlung zusammenstellen könnte.

Letztendlich ist es ein Buch, das man gerne einmal durchblättert, das aber keinen Grund liefert, es mehrmals zur Hand zu nehmen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bausünde oder nicht?, 5. Januar 2014
Von 
Carmen Vicari "dg9tm" (Dossenheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Bausünde (Gebundene Ausgabe)
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Die Autorin möchte mit ihrem Bildband den Blick des Lesers bewusst auf Bausünden lenken und dabei deren Hintergrund näher beleuchten. Viele Bausünden sind einfach aus einer Modeerscheinung heraus entstanden, manche wurden bereits bewusst als Bausünde geplant – warum auch immer – andere erst durch Anbauten oder Renovierungen verunstaltet.

Der Titel wie das Thema reizten mich. Daher habe ich gerne zugegriffen und mich auf die Lektüre gefreut. Verwundert war ich zunächst, als ich ein querformatiges gebundenes Buch ohne Schutzumschlag, dafür aus einfachster Pappe mit etwas stärkerem, jedoch glanzlosem Papier in den Händen hielt. Auch ist die Bindung von mangelhafter Qualität. Wie eine Drucksünde sieht das Buch über Bausünden aus.
Ob dieser erste Eindruck so gewollt war?

Der nächste Schock ereilte mich beim Auflagen des Buches. Sind die Außenseite und die Bilder eher in gedeckten dunklem Farben, so ist die Umschlaginnenseite in grellem Pink gehalten und sticht einem förmlich ins Auge.

Die Autorin hat versucht, den Bausünden eine Sortierung zu geben. So findet man nach dem einleitenden Kapiteln über Gute Bausünden – schlechte Bausünden folgende Einteilung:

- Die geplante Bausünde
(Unfälle und Rätsel, Aus der Mode gekommen, Die ambitionierte Bausünde, Kunst am Bau und Stadtmöbel)
- Nachträglich in den Stand der Bausünde erhoben
(Angebaut, Überformt, Beschriftet und bemalt, Dekoriert)
- Streetart
(Einfamilienhäuser und Villen, Im Baumarktfieber, Schizohäuser)
- Nachruf

Im Anhang findet sich ein kleiner Glossar.

Die Bilder sind immer ganzseitig. Der Text beschränkt sich auf eine Einführung in den Kapiteln und ein kurzer – nicht sehr informativer, dafür bisweilen humorvoller – Text im Bild. Die meisten Bilder stammen aus dem Großraum Berlin. Die Bausünden wurde allerdings recht lieb- und farblos in Szene gesetzt. Nicht nur, dass sie als Bausünde abgestempelt werden, man muss diesen Stempel auch durch ein schlechtes, tristes Bild noch verstärken.

Für einen Überblick ist das Buch gut geeignet, die zeitweise humorvollen Texte peppen das Ganze noch etwas auf. Bei der Wahl des Drucks bin ich mir nicht sicher, ob dies beabsichtigt geschah, um den Eindruck einer Bausünde noch zu verstärken oder man einfach nur am Material sparen wollte.

Fazit:
Eine gute Idee, jedoch ist mir das Buch zu sehr Berlin-lastig. Ein wenig mehr Abwechslung bzgl. der Orte hätte ich doch sehr begrüßt. Dennoch habe ich mich teilweise amüsiert und schau immer noch gerne mal in das Buch rein.
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Die Kunst der Bausünde
Die Kunst der Bausünde von Turit Fröbe (Gebundene Ausgabe - 16. August 2013)
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