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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Finde den magischen Moment
"Keine ruhige Minute ist seitdem mehr für mich drin", sang Reinhard May schon 1979. Eine gesungene Liebeserklärung an seine Kinder, geschrieben von einem Vater aus Leidenschaft und Überzeugung. Ein solcher Vater scheint auch David Gilmore zu sein. Sein Buch "Unser allerbestes Jahr" ist ebenfalls eine Liebeserklärung. An seinen John Jesse. Aber auch an...
Veröffentlicht am 28. Mai 2010 von R.E.R.

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schöne wahre Geschichte
"Das größte und folgenschwerste Problem des menschlichen Wissens liegt wohl dort, wo es um seine Anwedung auf die Erziehung der Kinder geht."

Diesen Spruch von Michel de Montaigne zitiert der Autor ganz zu Anfang seines Buches direkt nach der Widmung. Das isr es auch, wovon der Roman handelt.
David Gilmour hat gerade seine Arbeit verloren, als...
Veröffentlicht am 30. März 2011 von Jimmy


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Finde den magischen Moment, 28. Mai 2010
Von 
R.E.R. "R.E.R." - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Unser allerbestes Jahr: Roman (Taschenbuch)
"Keine ruhige Minute ist seitdem mehr für mich drin", sang Reinhard May schon 1979. Eine gesungene Liebeserklärung an seine Kinder, geschrieben von einem Vater aus Leidenschaft und Überzeugung. Ein solcher Vater scheint auch David Gilmore zu sein. Sein Buch "Unser allerbestes Jahr" ist ebenfalls eine Liebeserklärung. An seinen John Jesse. Aber auch an das Leben an sich. Und das macht die besondere Magie des Buches aus.

David Gilmour wagt einen mutigen Schritt. Sein Sohn Jesse ist etwa 16 und ein notorischer Schulschwänzer. Aus lauter Verzweiflung bietet sein Vater im einen Deal an. Er darf sofort die Schule verlassen. Unter zwei Bedingungen: Keine Drogen und jede Woche zwei bis drei Filme mit seinem Vater ansehen. Der "Filmclub" wie das Buch im Original heißt startet sofort. Und hat etwa für die nächsten drei Jahre bestand. Durch diese Zeit begleitet der Leser Jesse und seinen Vater. Eine lehrreiche und unterhaltsame Reise.

David Gilmour will seinem Sohn helfen erwachsen zu werden. Der Schritt Jesse die Schule zu erlassen ist nicht geplant. Zu diesem Zeitpunkt scheint er dem Vater einfach unausweichlich. Auch die Bedingungen sind nichts lange überlegtes, sondern eher Ausdruck der spontanen Entscheidung. Ein Experiment mit ungewissem Ausgang.

Ein Experiment das sich durch seine leicht zugängliche Prosa wunderbar liest. Interessant ist neben der persönlichen Entwicklung Jesses auch die Filmkunde die das Buch enthält. Gilmour ist in seiner Heimat Kanada ein anerkannter Filmkritiker und Fernsehjournalist. Er hat die Gabe sein großes Fachwissen amüsant und geistreich zu präsentieren. Er weckt die Lust sich die Filme unbedingt selber ansehen zu wollen. Auch als Erziehungsratgeber taugt dieses Buch hundertmal besser, als irgendwelche wissenschaftlich angehauchten Beratungslehrbücher. Hier schreibt jemand aus dem täglichen Leben ohne erhobenen Zeigefinger. Er weiß nicht, was der nächste Tag bringen wird. Das ist spannend und authentisch.

Um seinen Sohn dazu zu bringen sich die Filme gern anzusehen, entwickelt der Vater das Spiel Finde-den-magischen-Moment. Also die Szene, den Dialog oder auch nur eine Einstellung im Film die das besondere ausmacht. Diese Aufgabe kann man in Bezug auf "unser allerbestes Jahr" weitergeben. Ich bin sicher jeder findet dort seinen eignen magischen Moment.
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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die andere Erziehung, 9. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Unser allerbestes Jahr: Roman (Taschenbuch)
Kurzum: Ich hatte Spaß beim Lesen, war stellenweise auch mal gerührt. Ich weiß nicht, wie die Geschichte in der Originalsprache wirkt, die deutsche Übersetzung hat mir jedoch gefallen. Die Idee, seinen Sohn einfach mal leben zu lassen, ihn versuchen zu verstehen, ihn nicht zu bedrängen, sondern lediglich über Filme mit ihm in näheren Kontakt zu kommen - warum nicht? Genügend andere Eltern scheitern, weil sie ihre Kinder unter Druck setzen, ihnen etwas aufbürden, sie zu etwas zwingen. Manche brauchen offenbar mehr Zeit, mehr Freiheit, um irgendwann zu begreifen, dass man nicht den Rest seines Lebens auf dem faulen Hintern sitzen kann. Wenn es hilft, warum also nicht mal eine neue Methode ausprobieren!

Toll fand ich die vielen erwähnten Filme, von denen ich bereits viele kannte. Um eine vollständige Zusammenstellung zu erlangen, habe ich mir alle notiert. Vielleicht hat auch der ein oder andere Interesse daran ...

12 Uhr mittags (1952)
52 Pick-Up (1986)
Absolute Power (1997)
Achteinhalb (Fellini, 1963)
Aguirre, der Zorn Gottes (Werner Herzog, 1972)
Alarmstufe: Rot (1992)
Alien (1979)
American Graffiti (1973)
Apocalypse Now
Basic Instinct
Beetlejuice (1988)
Berüchtigt (Hitchcock, 1946)
Blutgericht in Texas (1974)
Brennpunkt Brooklyn (1971)
Bullitt (1968)
Carlito's Way
Casablanca (1942)
Charade (Stanley Donen, 1963)
China Town (Robert Towne, 1974)
Chungking Express (1994)
Citizen Kane (1941)
Das Gesetz bin ich (1974)
Das letzte Kommando (1973)
Das süße Leben (Federico Fellini, 1960)
Das weiße Band
Dead Zone ' der Attentäter (1983)
Der Chef (1947)
Der dritte Mann (1949)
Der Einzelgänger (Michael Mann, 1981)
Der eiskalte Engel (1967)
Der Exorzist (William Friedkin, 1973)
Der große Gatsby (1974)
Der letzte Tango in Paris (1972)
Der Pate (1972)
Der Pate II (1974)
Der schwarze Falke (1956)
Der Stadtneurotiker (1977)
Der unsichtbare Dritte (Hitchcock, 1959)
Der weiße Hai (1975)
Die Faust im Nacken (1954)
Die Freunde von Eddy Coyle (1973)
Die heiße Spur (1975)
Die Katze kennt den Mörder (1977)
Die Nacht des Jägers (Charles Laughton, 1955)
Die Nacht des Leguan (John Huston, 1964)
Die Vögel (Hitchcock)
Die Waltons (1972-81)
Dirty Harry
Duell (1971)
Ein Herz und eine Krone (1951)
Eine andere Frau
Endstation Sehnsucht (1951)
Erbarmungslos (1992)
Fahrraddiebe (1948)
Frühstück bei Tiffany (1971)
Für eine Hand voll Dollar (1964)
Full Metal Jacket (1987)
Giganten (1956)
Glengarry Glen Ross (1992)
Haben und nicht haben (1944)
Hannah und ihre Schwestern (1986)
Herzflimmern (1971)
Hexenkessel (Scorsese, 1973)
Ich glaub ich steh im Wald (1982)
In 80 Tagen um die Welt (1956)
Internal Affairs ' Trau ihm, er ist ein Cop (1990)
Ishtar (1987)
Ist das Leben nicht schön? (1946)
Jackie Brown (Tarantino, 1997)
James Bond - 007 jagt Dr. No (1962)
Jungle Fever (1991)
Leon - der Profi (1994)
Lolita (Adrian Lynnes, 1997)
Man nannte ihn Hombre (1967)
Manche mögen's heiß (1959)
Manhattan (Woody Allen, 1979)
Meine liebe Rabenmutter (1981)
Miami Vice (1984-89)
Nikita (1990)
Onibaba - die Töterinnen (1964)
Out of sight (Steven Soderbergh, 1998)
Parasitenmörder (David Cronenberg, 1975)
Plan 9 aus dem Weltall (1959)
Plenty - eine demanzipierte Frau (1985)
Polizei greift ein (1953)
Pretty Woman (1990)
Psycho (Hitchcock, 1960)
Pulp Fiction (1994)
Quiz Show (Robert Redford, 1994)
Ran (1985)
Reservoir Dogs (Tarantino, 1992)
RoboCop
Rocky 3 - das Auge des Tigers (1982)
Rosemaries Baby (1968)
Scanners
Scarface (1983)
Schnappt Shorty (1995)
Sexy Beast (2002)
Shining (Kubrick, 1980)
Showgirls (1995)
Sie küssten und sie schlugen ihn (Francois Truffaut, 1959)
Sie nannten ihn Stick (1985)
Singing in the rain (1956)
Stardust Memories (1980)
The Hollywood factor (1994)
The Stepfather (1987)
Tootsie (1982)
Tote schlafen fest (1946)
True Romance (1993)
Vanya 42. Straße (1994)
Verbrechen und andere Kleinigkeiten (Woody Allen, 1989)
Volcano (1976)
Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (1966)
Yeah! Yeah! Yeah! (1964)
Zwei Banditen (1969)
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Vater und ein Sohn: wie sie zu einander finden und später von einander lassen können!, 18. Juni 2009
Pubertierende Jugendliche sind eine stete Herausforderung für Eltern, ganz gleich, welchen Idealen oder Vorstellungen über Erziehung sie anhängen.

David Gilmour sieht sich eines schönen Tages mit den Problemen seines Sohnes konfrontiert, und man darf annehmen, dass er über seine eigene Lebensgeschichte berichtet. Jesse wird zum dauerhaften Schulverweigerer. Was tun in der Not?
David fällt als letzte Lösung ein, dem Jungen den Schulabbruch zu erlauben unter der Bedingung, dreimal wöchentlich mit ihm einen Film anzuschauen.

Man muss wissen, dass David Gilmour Filmkritiker ist.
Er kennt sich aus im Filmgeschäft, und sein Wissen ist der Fundus, aus dem er seine Sicherheit gegenüber dem renitenten Sohn schöpft. Über das Medium 'Film' versucht Gilmour, dem Sohn aus seinen Beziehungskrisen und Ratlosigkeiten herauszuhelfen. Indem er sich dreimal wöchentlich mit ihm zusammensetzt, ergeben sich Gelegenheiten für Gespräche über Gott und die Welt, über Liebe, Sex und das Erwachsenwerden.
Gilmour selber lebt zu dieser Zeit auf ungewissem Terrain mit seiner beruflichen Zukunft. Nichts will so recht klappen, seine Freiberuflichkeit hat ihn an den Rand seiner Existenz geführt.

Die Identifikation mit den Nöten des Sohnes veranlasst Gilmour, mit ihm zusammen Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Herausgekommen ist Teil einer Lebensbiographie, in der jeder seinen Weg sucht, und ein Vater mit zögernden und tastenden Schritten seinen Sohn bei der Selbstfindung begleitet. Er zeigt bei der erzieherischen Hilfestellung den Willen, sich Problemen zu stellen und dem Sohn die eigenen Unzulänglichkeiten nicht zu verschweigen. Auf diese Weise kommt er Jesse menschlich näher und schafft Vertrauen, das als Basis für das Gelingen des unwägbaren Erziehungsunterfangens angesehen werden kann. Der Vater weiß Grenzen zu ziehen, und Jesse behält sein Vertrauen. Ganz allmählich lernt er, seine Dinge alleine zu regeln, und sein Vater merkt, dass ein Ende ihrer kumpelhaften Beziehung naht.
Vater und Sohn befinden sich nach einer eindrucksvollen Phase der Nähe in einem langen gegenseitigen Abnabelungsgeschehen.

Dass David Gilmuor bei seiner Aufgabe eigene Erinnerungen kommen, dass er sich als verletzlicher Mensch zeigt, der mit ausnehmend feinem Gespür für die Interessen und Gefühlslagen seines Sohnes handelt, macht den Roman zu einer sympathischen und anrührenden Lektüre. Nebenbei kann man einen Spaziergang durch die Filmgeschichte der letzten fünfzig Jahre antreten, der sicher den einen oder anderen Filmfan begeistern wird.
Witzig, einsichtig und sehr gegenwärtig erlebt man die Entwicklung zwischen Vater und Sohn. Das gemeinsame Bier in einer Nacht in Havanna und die Ehrlichkeit auf beiden Seiten bieten Anlass zum Nachdenken, wie denn nun Erziehung funktioniert!
Der Leser mag selber seine Schlüsse ziehen!

Mit leiser Melancholie schaut David Gilmour zuletzt auf drei schöne Jahre mit seinem Sohn zurück. Der Sohn ist erwachsen geworden und geht seiner Wege, denn das ist der Lauf der Welt! Erinnerungen aber verbinden und bleiben für immer im Gedächtnis!
Weise, klug und unsentimental, dabei liebevoll und warmherzig wird die Geschichte erzählt, die man sich nicht entgehen lassen sollte!
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40 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Eltern, 22. Februar 2009
David Gilmour erzählt in "unser allerbestes Jahr" wie sein Sohn Jesse die Schule geschmissen hat und Vater und Sohn eine Vereinbarung getroffen haben: Sie sehen sich pro Woche drei Filme zusammen an.
So verbringen sie viel Zeit miteinander, reden, diskutieren, sind sich nahe.
Jeder, der Kinder im Teenageralter hat, kann nachvollziehen, welche Ängste der Vater um seinen Sohn hat, er könne abrutschen und in schlechte Gesellschaft kommen, sich seine Zukunft verbauen, wenn er keinen Schulabschluss vorweisen kann.
Ich bewundere die Geduld, die Davod Gilmour mit seinem Sohn hatte, weil es sich nicht nur um ein Jahr gehandelt hat, in dem sein Sohn teilweise perspektivlos war. Auch Jesse, der Sohn, ist etwas besonderes, weil er sich seinem Vater in Dingen wie u.a. Liebeskummer öffnet, ihm vertraut und sich größtenteils an die Vereinbarungen hält, die zu Beginn des Filmclubs getroffen wurden.
Anfangs hat mir Gilmours Stil nicht besonders gefallen. Vor allem deshalb, weil in der ersten Hälfte des Buches zu viele Klammern mit Text gefüllt sind, was ich als störend empfunden habe, aber man gewöhnt sich daran, zumal es gegen Ende nachlässt.
Unser allerbestes Jahr ist wahrscheinlich sehr viel besser verständlich, wenn man ein ebensolcher Cineast ist wie Gilmour, was ich leider nicht bin. Ich muss jede Menge Filmwissen nachholen.
Für die knapp 250 Seiten habe ich keine 24 Stunden gebraucht, und gegen Ende des Buches war ich wirklich berührt und habe die etwas negative Meinung, die ich zu Beginn hatte, geändert.
Es ist kein Roman und keine erfundene Geschichte, sondern ein Bericht über die Zeit Gilmours mit seinem Sohn - über Unterstützung und Halt, die der Vater dem Heranwachsenden gibt, in der der Junge ebensoviel lernt wie der Vater. Genauso kann ich mich in Jesse hineinversetzen, der die Schule geschmissen hat und erst später darauf kommt, wie wichtig Bildung ist.
Den Kids auf der ganzen Welt wäre ein solcher Vater zu wünschen. Leider hat aber nicht jeder die Möglichkeit, sich so zeitintensiv um sein Kind zu kümmern.
Unser allerbestes Jahr könnte ich mir gut als Pflichtlektüre für Eltern vorstellen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unser allerbester Erziehungsratgeber, 8. September 2009
Von 
Carmen Knorz (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
David Gilmour beschreibt die Zeit, in der sein Sohn die Schule abbricht und die einzige Verbindlichkeit darin besteht, pro Woche gemeinsam mit dem Vater mindestens einen Film anzusehen. Es ist das Buch, was mich seit Langem am meisten berührt hat und außerdem noch gut geschrieben ist. Er traut sich, seinem Bauchgefühl zu folgen, statt "abrechenbare Leistungen" zu verlangen. Dazu gehört viel Mut und auch seine Selbstzweifel enthält er uns nicht vor, denn er ist sich keineswegs immer sicher, das Richtige zu tun. Für Eltern, deren Kinder nicht alle Hürden in unserer Leistungsgesellschaft mühelos überwinden, kann das Buch eine Ermutigung sein, der eigenen Intuition zu folgen und darauf zu vertrauen, dass die Kinder schon ihren Weg gehen werden, auch wenn der vielleicht mit den elterlichen Vorstellungen wenig übereinstimmt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humorvoll, weise und realistisch zugleich, 4. September 2009
Von 
S. Leo (Solingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Was tun, wenn der eigene Sohn die Schule schmeißen will? Die meisten Väter würden sich wohl entnervt die Haare raufen, oder völlig verzweifeln. Nicht so David Gilmour. Als sein Sohn Jesse ihm eines Tages völlig überraschend erklärt, dass er von nun an nicht mehr zur Schule gehen will, hat David eine außergewöhnliche Idee, die wohl noch kein Vater bisher hatte. Er gewährt seinem Sohn den Wunsch, er muss nicht zur Schule gehen und darf weiter zu Hause wohnen, unter zwei Bedingungen: 3 Filme pro Woche und KEINE DROGEN!!! So sitzen Vater und Sohn Abend für Abend beisammen und scheuen sich Filme an. Von "Casablanca" über "Der Pate" bis hin zu "Endstation Sehnsucht", einmal quer durch die gesamte Filmgeschichte. Aber sie lassen sich nicht nur berieseln, sondern haben auch zudem noch viel Zeit zum Reden. Über Liebe, Freundinnen und guten und schlechten Sex. Und es zeigt sich, dass auch Eltern nie auslernen.

"Unser allerbestes Jahr" ist humorvoll, weise und realistisch zugleich. Es ist aus der etwas ungewöhnlichen Perspektive des Vaters geschrieben und stellt so dessen Verwirrung über die Reife und das schnelle Erwachsenwerden seines Sohnes noch mehr heraus. Das Buch ist absolut lustig, denn David meistert die Phase in der alle Eltern merken, dass ihr Kind nun erwachsen ist und nun auf eigenen Beinen stehen muss, mit jeder Menge trockenem Humor, liebevollen Lebensweisheiten und dem Motto "Keiner ist perfekt und Eltern sind auch nur Menschen!" und nutzt das Heranwachsen seines Sohnes um sich gleich selbst auf den aktuellsten Stand in Sachen Liebe und Freundschaft zu bringen. Eine wunderbare Hommage David Gilmours an seinen Sohn, die zum Nachdenken anregt und trotz ihres humorvollen, lockeren Äußeren, sehr tiefgründig ist. Ein absolutes Muss für alle ab 14 Jahren.

Julia G. (14 Jahre) - Kinder-Redaktion
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zum Vorwurf der Banalität, 27. März 2009
Ich finde das Buch nicht banaler als den normalen Alltag, die normalen Selbstzweifel, die normalen überlebenstechnischen Probleme, die sich einem freiberuflich tätigen Elternteil eines Jugendlichen täglich auf Neue stellen. Aber banaler Alltag ist in gewisser Weise existenziell, das Leben doch ziemlich prägend.

Mir fällt so spontan kein Buch ein, in dem ich diesen unglaublichen Cocktail widersprüchliche Gefühle zwischen hingerissener Liebe, Abgestoßensein, Sorge, Fragen und Zweifeln (Was soll ich tun? Ist es richtig, was ich mache, sage, tue?)von Eltern eines Jugendlichen je so offen beschrieben gefunden hätte.

Der Erzähler (der Vater des 'abhängenden Jungen') ist dabei nicht unbedingt ein 'Normalo-Exemplar' von Mann, sondern einer, der nicht 70 h die Woche außer Haus ist, der Worte für seine Empfindungen/Beobachtungen findet, über eine gewisse Selbstironie verfügt, der Macho-Allüren nicht wirklich drauf hat (und das auch weiß), trotzdem von Machohelden im Kino schwärmt...

Seine Gesprächsführung mit den gewöhnlich wortkargen jungen Männern dieses Alters ist professionell - davon kann man in der Tat lernen, zumal er seinen Part auch noch reflektiert.

Ich finde es stark, wie der Autor eine Essenz aus diesem Jahr in lesbarer Form auf die Buch-Seiten bringt.

Es ist allerdings alles sehr flott auf Pointen hin geschrieben, fast cineastisch, Timing & Effekt wohl austariert. Das macht das Lesen locker-flockiger als der Stoff und die dargestellte Realität anzunehmen sind.

Die Filmbeschreibungen - viele Filme kenne ich nicht - haben mich nicht weiter gestört, sondern eher ermuntert, mir den ein oder anderen alten Schinken mal wieder anzuschauen oder drüber nachzudenken, wie man durch bewussten Filmkonsum seinen eigenen Horizont erweitert...

Ich habe weder bereut, den Band gekauft, noch ihn gelesen zu haben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vater und Sohn, 28. Juli 2009
Von 
Binea - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Die Liebeserklärung eines Vaters an seinen Sohn.
Anders kann man dieses Meisterwerk fast gar nicht betiteln. Schon die ersten Seiten haben in mir verschiedenste Gefühle ausgelöst. Von Trennungsschmerz über Zuneigung zu Hass und Liebe.

David Gilmour's Sohn Jesse hat keine Lust mehr auf die Schule. Generell ist er eher lustlos und hat kein Lebensziel vor den Augen. David bietet ihm nachdem ewig über Hausaufgaben und Schule diskutiert wurde an, die Schule zu schmeißen. Unter der Bedingung: Jesse soll sich die Zeit nehmen und mit ihm drei Filme pro Woche ansehen und auf jeden Fall keine Drogen konsumieren! Eigentlich ein leichtes Spiel, doch für Jesse mit seinem schwierigem Charakter bzw. seiner mangelhaften Konzentration eine Herausforderung. Doch er willigt ein und die erste Woche vor dem Fernseher beginnt. David will seinen Sohn nun auf seine Weise ausbilden und hat die Filme die er seinem Sohn zeigen möchte, sorgsam ausgewählt.
"Sie küssten und sie schlugen ihn", "Basic Instinct", "Showgirls", "Die Faust im Nacken" und "Frühstück bei Tiffany" sind ein Auszug aus der breitgefächerten Filmsammlung. Vater und Sohn kommen sich immer näher und werden so gute Freunde, dass Jesse sogar seine verzwickten Liebesleben darlegt. Doch mit der Zeit fehlt Jesse die Konzentration für die Filme und er trifft auf Freunde, die keine wirklichen Freunde sind.

Ein Roman der Eltern wie auch Jugendliche anspricht, denn in diesen hunderten von Stunden Filmclub, wurden Türen zu allen möglichen Gesprächsthemen geöffnet. Der Leser sitzt praktisch neben den beiden und kann sich sehr gut in David wie auch in Jesse Gilmour versetzten, sie erleben und an dieser wirklich besonderen Beziehung teilhaben. Nebenbei lernt man sehr viel über Filme, deren Dreh, Hintergründe, Regisseure und wichtige Filmszenen. Wirklich beachtlich wie er diese Jahre mit seinem Filmkritikerwissen gestaltet hat und so seinen Sohn beeinflussen konnte, sich ein Ziel zu setzten. Auch vor Davids Frau kann man den Hut ziehen, sie hat das Experiment unterstützt und eine ruhige Position im Hintergrund eingenommen.

Ich habe zwischendurch mit der Gänsehaut und einem Kloß im Hals zu kämpfen gehabt, da doch einige Grenzsituationen waren wo mir David aber auch Jesse ziemlich Leid taten. Auch war das Ende überhaupt nicht vorhersehbar. Mir wurde immer wieder bewusst, dass dieser Roman WAHR und keine Geschichte ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohl auch das wichtigste Jahr in deren Leben!, 25. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unser allerbestes Jahr: Roman (Taschenbuch)
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. David Gilmor hat seinen Sohn aus Druck und Stress geholt, war ihm ein Jahr lang intensiv Vater mit der geringen Bedingung, drei Filme pro Woche gemeinsam anzuschauen. Sein Sohn profitierte von seinen Lebenserfahrungen und Weisheiten und hatte somit Zeit und Muße, zu einem eigenen, selbstbestimmten Leben zu finden.
Empathisch, liebevoll und hilfreich führte David Gilmour seinen Sohn auf den richtigen Weg, wäre dieser in der Schule geblieben und hätte dort versagt, wer weiß, wie er abgerutscht wäre.
Ein tolles Buch mit einer ungewöhnlichen Methode sein Kind zu retten und über die Liebe und Zuneigung eines Vaters zu seinem in die Erwachsenenwelt gleitenden Sohnes.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wichtig ist im Leben, 8. Juni 2014
Das ist ein großartiges Buch. Leider haben die meisten Leser, die hier darüber meckern, seine Aussage nicht kapiert. Es geht darum, dass erzählte Geschichten (wie zum Beispiel Filme) wichtigere Ratschläge fürs Leben enthalten als der Lehrplan der staatlichen Schulen; es geht darum, dass für einen Teenager das Thema Liebe und Mädchen relevanter ist als Mathe und Latein; außerdem ist es dem Autor gelungen, mit dem Jungen eine wirklich sympathische Figur zu erschaffen, die zumindest mir im Gedächtnis bleiben wird. Aber dass das deutsche Bildungsbürgertum mit diesem Buch überfordert war, lag eigentlich auf der Hand.
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Unser allerbestes Jahr: Das Taschenhörbuch. 4 CDs
Unser allerbestes Jahr: Das Taschenhörbuch. 4 CDs von David Gilmour (Audio CD - 1. Juli 2010)
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