Kundenrezensionen

11
3,9 von 5 Sternen
Toggle: Roman
Format: Gebundene AusgabeÄndern
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Januar 2012
Florian Felix Weyh entwirft in "Toggle" die moderne Version von Orwells "1984".

Toggle (Google) und Myface (MySpace/Facebook), so heißen in seiner Welt die beiden Giganten im Web, die vor allem auf eines aus sind: Daten. Der "digitale Schatten" taucht in Toggle immer wieder auf während der Hauptdarsteller sich in einem Netz von Mord und Intrigen wiederfindet.

"Eure Aufgabe lautete, den Wert des Menschen in numerischen Variablen zu übersetzen und somit verrechenbar zu machen. Ein Spezialfall von Scoring, kaum unterscheidbar von den Algorithmen großer Versicherungen. In Deutschland bekommt man noch nicht mal einen Mobiltelefonvertrag, wenn man das falsche Alter, den falschen Vornamen und die falsche Adresse hat." (Buchzitat)

Toggle entwickelt eine Formel um das Wahlrecht neu zu gewichten - Toggle Democracy (kurz: TOD). Keine neue Idee, denn vor der französischen Revolution wurde sie bereits formuliert und nun wird sie von Toggle Books gescannt...und mit den Daten von Toggle und Myface wäre es weltweit umsetzbar.

Anfangs etwas langatmig wird man dennoch schon bald in die Handlung hineingezogen und fängt sogar an, über den eigenen "digitalen Schatten" nachzudenken. Einzig die Handlungssprünge zwischen der Jetztzeit und dem 18. Jahrhundert verwirren manchmal.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Januar 2012
Wer noch keine Ahnung vom Inhalt des Buches hat, lese bitte zuerst die Rezension von "Holzwurm". Mir haben es insbesondere Struktur und Sprache angetan. Toggle steht ja nicht nur für Google, wie jeder Leser sofort merken soll, sondern Toggle ist ebenso der englische Begriff für die Umschalttaste und den Ein-/Aus-Schalter am Computer. Genauso verfährt der Autor. Er schaltet hin und her zwischen spannendem Thriller und amüsantem Gesellschaftsroman, zwischen Mord und Liebe, zwischen ödestem Brandenburg und Deutschlands schönstem Nobelhotel Schloß Elmau - äh: Schloß Mellau, zwischen einer ununterbrochen lesenden Jungfrau, die das Internet verachtet, und einem äußerst coolen Computerfreak, der nicht von ungefähr wie Frank Zappa aussieht, zwischen einem prominenten TV-Philosophen, der natürlich nicht Sloterdijk heißt, und einem Wirtschaftstheoretiker aus dem 18. Jahrhundert, der wirklich Galiani heißt wie der Verlag, in dem das Buch erschienen ist. Eine Bio-Öko-Gutmenschfamilie, die es trotzdem mitten ins Herz des Lesers schafft, gewinnt den Kampf gegen das Böse in Gestalt eiskalter Manager und eines größenwahnsinnigen Oligarchen, wodurch die Gefahr für deine und meine Personendaten, endgültig vom gefräßigen Netz verschlungen, kompiliert und manipuliert zu werden, gebannt wird - für's erste jedenfalls. Ein kluger und gebildeter, vor allem aber vergnüglicher Roman und rasanter Page-turner.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Januar 2012
5 Sterne für Relevanz und Kunst, leichte Abzüge in der B-Note in Sachen 'thrill': Florian Weyh, dank seiner Sachbücher über Internetpassion und Demokratie bereits gelegentlich aufgefallen, ist fraglos ein kluger Kopf und ein exzellenter Stilist, eine Kombination, die man nur allzu selten antrifft. Die Lektüre seines 'Toggle' ist daher kurzweilig, das eigentliche Thema mehr als brisant, ja, tatsächlich geeignet, die Grundfeste unserer Überzeugungen zu erschüttern und Demokratie als das zu entlarven, was sie längst ist, nämlich wahlweise eine frische Leiche oder gar seit ihrem ersten Auftritt ein Zombie. In 'Toggle' steckt daher eine gewaltige Portion Sprengstoff.
Dass Weyh diesen Sprengstoff weniger krachledern darreicht als amerikanische Thriller-Autoren versteht sich von selbst, denn der Autor ist offensichtlich belesen und kann sich nicht entschließen, des Spannungsaufbaus zuliebe auf gemütliche Ausflüge ins Historische zu verzichten. Bei anderen wäre dies ins Auge gegangen, bei Weyh vergisst man am Ende von lauter Freude an der Sprache sogar, dass der Plot doch noch ein paar Grade sauberer hätte gefeilt sein dürfen. Aber das sollte uns nicht daran hindern, 'Toggle' zum Anlass zu nehmen, die notwendige Diskussion um Demokratie, Gleichheit, Leben und 'TOD' öffentlich zu führen ' solange es noch geht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Juli 2012
Toogle von Florian Felix Weyh hat einen interessanten Ansatz. Es versucht die großen Internet Unternehmen unserer Zeit G/Toogle und Facebook alias Myface in eine große Verschwörungstheorie einzubauen. Leider funktioniert das nicht und das Buch ist schlecht geschrieben. Mehrfach war ich versucht aufzuhören, weil es gar so langweilig war und als ich doch weitergelesen habe, musste ich mich am Ende nur über die verschwendete Zeit ärgern.
Dazu kommen einige Widersprüche und banale Ideen im Buch, sodass am Ende aus der digitalen Verschwörung nur ein schlechter Witz wird. Von 'Spannung mit Witz und Tiefgang', wie am Umschlag angekündigt, war leider im ganzen Buch nichts zu bemerken.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Januar 2012
Ein sehr lesenswerter Roman, beim dem alles stimmt. Gute Sprache, viel Humor, Vermittlung von Hintergrundwissen, spannende Handlungsstränge, ein topaktuelles Thema, facettenreiche Charaktere und Einblick in die digitale Welt und deren sich abzeichnende Machtverhältnisse, vor denen der Roman warnt und an vielen Stellen hinweist. Einziger Minuspunkt sind die zuweilen etwas störenden Rückblenden ins 18. Jahrhundert, die den Lesefluss hemmen. Sonst aber ein sehr lesenswertes Buch mit einem faszinierenden und aktuellen Thema.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Januar 2012
Ein brilliant geschriebener Roman, der ein heikles Thema aufgreift. Wie gläsern ist der Mensch? Der Leser wird hin- und hergeworfen zwischen der Gegenwart und dem 18. Jahrhundert. Die Probleme und Fragen sind nicht neu. Sie stellen sich wieder, einfach mit neuzeitlichen Medien. Ein wirklich spannender Roman, der einem nachdenklich stimmt. Man wird unweigerlich zum Nachdenken über sein eigenes Handeln, über die preiszugebenden Daten und wohin diese überall fliessen, angeregt.
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am 24. Februar 2012
Toggle (Namen sind hier nicht zufällig ähnlich) die berühmteste und leistungsstärkste Suchmaschine der Welt steht immer wieder im Zentrum der Kritik.
Nun ruft deren neuestes und ehrgeizigstes Projekt 'Toggle Books', bei dem alle auf der Welt erschienen Bücher eingescannt und kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt werden sollen, die Datenschützer auf den Plan.
Nikolaus Holzwanger, Personalchef von Toggle Deutschland, ein zurückhaltender Familienvater mit guten Kontakten, bekommt den Auftrag, ein Kompendium mit namhaften Wissenschaftlern zu organisieren, bei dem diese Problematik öffentlich diskutiert werden soll.
Während dieser Veranstaltung in einem malerischen Schloss bei Garmisch stirbt die Chefin der Deutschlandsektion unter mysteriösen Umständen.
Holzwanger avanciert zum Deutschlandchef und sieht sich mit einem fein gewebten Geflecht unterschiedlichster Interessen, angefangen von dem großen Konkurrenten Myface über russische Oligarchen bis hin zum CIA konfrontiert.
Und eine große Rolle spielt dabei ein Buch: ein Werk aus dem 18. Jahrhundert, geschrieben von einem Abbé Galiani über den Wert des einzelnen Menschen.

Der Berliner Publizist Florian Felix Weyh hat sich mit seinem Erstlingswerk 'Toggle' an ein sehr aktuelles und brisantes Thema getraut: Wie viel Datenfreiheit brauchen wir und wie viel Datenschutz tut uns nicht mehr gut, um im Digitalen Zeitalter zurechtzukommen?
Weyh versucht diese Frage zu beleuchten, in dem er verschiedenen, teils zwielichtigen, teils erfundenen Organisationen mit verschiedensten Interessen ausstattet.
Das solche Organisationen zur Erreichung ihrer Ziele vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken und zudem in der Lage sind, diese mit einer selbstgebastelten oder vorhandenen Doktrinen zu untermauern, versteht sich fast von selbst.

Was mir bei diesem Roman aufgefallen ist, sind die vielen Ortswechsel, die aber auch durch die weltumspannende Thematik begründet sind und ein mutiger Zeitenwechsel in die Zeit des Abbé Galiani betitelt als 'Intermezzo' , dessen hier fiktives Buch ein Kernstück der Handlung ist. Zudem erleben wir einige Szenenwechsel und manche dort stattfindenden Nebenerzählungen und Personen sind für mich zu wenig geklärt und aufgelöst.
Dies macht auch das ganze Werk ein wenig unrund, vielleicht ein bisschen zu wenig ausgearbeitet. Ich schätze, Weyhe hat so viel Stoff zusammengetragen, dass er zu diesem Thema mehrere Romane schreiben könnte.

Unterm Strich kann ich sagen, dass dies ein intelligent konstruierter, oft spannend erzählter Roman ist; kein Thriller, dafür mit einem zeitgemäßen Thema, dass einem zu denken geben kann.
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am 7. Februar 2012
Zum Start ins neue Jahr gabs ein tolles Geschenk: Toggle....und ausreichend freie Zeit, um in diesem amüsanten, intellektuell spannenden und sehr aktuellen Thema einzutauchen. Die ausgefuchste Verschwörung der (a la long sich auch noch selbst entmachtenden) Systemsteuerer gegen die schlichten Systemnutzer ist ein aufregendes Angstthema. Weyh hat den Spannungsbogen unglaublich gut gehalten - vor allem wenn man bedenkt, welche weiten zeitlichen, räumlichen und inhaltlichen Umschweife dieser philosophisch ungemein versierte, sprachlich elegante und von wohltuender humorvoller Distanz zu jeglicher festgebissenen Ideologie geprägte Autor wählt. Die relativ kurzen Kapitel und oft damit verbunden Szenenwechsel haben manchmal den Lesefluss ins Stocken gebracht. Aber das ist Geschmacksache und ausserdem hat einen mindestens Weyhs sprachlicher Witz und seine um das jeweilige Genre (z.B. vorrevolutionäres nasales Frankreich) perfekt spielende Fabulierkunst gleich wieder in der Welt des neuen Kapitels eingefangen.

Schon lange nicht mehr war Unterhaltung so vielschichtig bildend bzw. Bildung so amüsant unterwegs. Das bunte Volk der Protagonisten wie etwa Philosophen, Oligarchen, IT-Genies hat plastische, oft anarchische, schrullige und immer originelle Züge und hätte echtes Potential für weitere Abenteuer in den Untiefen menschlicher, gesellschaftlicher Selbstorganisation. Aber so ist Toggle vermutlich nicht. Toggle ist ein perfekter Wurf, dem man viele Leser wünscht, die sich auf gescheite und witzige Weise mit einem noch offenen Thema unserer Gegenwart beschäftigen wollen.
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am 23. Oktober 2012
Ein grandioser Erstling. Ganz ganz hoch anrechnen will ich dem Autor,
daß er es schafft, ein Genie des Genre-Savvy (also mich :-) pausenlos zu
verarschen. Die Geschichte nimmt immer eine Wendung, die man nicht
erwartet. Z.B. liest man dann den Exkurs, wie das gewichtete
Abstimmungssystem nun funzen soll, und man denkt spontan: "Oh Gott!
Das ist ein politisches Pamphlet! Der Roman war nur Tarnung, um seine
schwachsinnigen Vorschläge unter die Leute zu bringen!"...und schon
wurde man *wieder* sauber reingelegt.
Je mehr man allerdings das Buch in Plot, Tropes und Ausführung seziert,
desto mehr kleine handwerkliche Schwächen treten zu Tage. Die
altunehrwürdige Luderschaft war schon vor Dan Brown zu Tode geritten,
die zentrale Prämisse des Buches ist alles andere als einleuchtend,
etliche Handlungsstränge werden nicht befriedigend abgeschlossen, es gibt
ein paar höchst unglaubwürdige Zufälle (oder es ist eine Vonnegut'sche
Karass :-), und überhaupt: ThousEnd? PeripatHetiker? Sowas kann man
togglen, Loser! :P Ein guter Lektor hätte leicht aus **** ***** machen
können. Aber Lektoren wurden ja outgesourct bis wegrationalisiert.

Und jetzt spiele ich mal Amazon, ich kann das nämlich besser :P - wenn
Ihnen "Toggle" gefallen hat, dann lesen Sie mal Daemon/Darknet von
Daniel Suarez! (Da gips auch mehr Leichenberge :-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2014
Sehr schöne Story, gut geschrieben, geschmeidiges Lesevergnügen pur und das in einem mehr als aktuellen Thema.

Ich freue mich auf Nachfolgematerial!
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