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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnder Sohn-Vater-Roman
Alain Claude Sulzer hat zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht. Im Jahr 2009 erhielt er den Hermann Hesse Preis. Mit seinem neuen Roman "Zur falschen Zeit" beweist er wieder einmal welch großartiger Erzähler er ist.

Wie ein affizierter Meisterdetektiv begibt sich der siebzehnjährige Ich-Erzähler auf die Spurensuche...
Veröffentlicht am 4. Februar 2011 von Carl-heinrich Bock

versus
3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen enttäuschend
Zitat aus dem Buch, Seite 133 oben: "Die anderen waren weiter entfernt als der Mond. Selbst ihre Stimmen waren kaum zu hören."
Dieses stilistische Kleinod stelle ich meiner Kritik mal voran! Sprachlich ist der Roman in einfältigen Schuldeutsch geschrieben und strukturell taumelt die Handlung unharmonisch zwischen verschiedenen Zeitebenen und...
Veröffentlicht am 16. Juli 2012 von Caspari Andreas


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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnder Sohn-Vater-Roman, 4. Februar 2011
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zur falschen Zeit. Roman (Gebundene Ausgabe)
Alain Claude Sulzer hat zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht. Im Jahr 2009 erhielt er den Hermann Hesse Preis. Mit seinem neuen Roman "Zur falschen Zeit" beweist er wieder einmal welch großartiger Erzähler er ist.

Wie ein affizierter Meisterdetektiv begibt sich der siebzehnjährige Ich-Erzähler auf die Spurensuche nach seinem verstorbenen Vater, ist dabei aus sich allein gestellt, denn weder Mutter noch Stiefvater, zu dem er eine gutes Verhältnis hat, helfen ihm dabei. Der Vater ist kurz nach der Geburt des heute siebzehnjährigen gestorben. Ein auf dem Bücherregal stehendes Foto seines Vaters hatte ihn bisher nicht interessiert. Eines Tages nimmt er dieses Porträt zum ersten Mal wahr. Da gibt es dann einen unmissverständlichen Satz in dem Roman "mit sechzehn hat er es sich nicht angeschaut, mit achtzehn hätte er es sich möglicherweise nicht mehr angeschaut". Plötzlich ist er wie besessen, mehr von seinem Vater zu erfahren, was für ein Leben dieser als 20 jähriger geführt hat. Und peu a peu erfahren wir welches Geheimnis sich hinter diesem Leben verbirgt. Der Ich-Erzähler wusste bisher lediglich, dass sich sein Vater umgebracht hat, nun untersucht er voller Akribie das Foto.

Die Uhr die sein Vater auf dem Bild trägt ist eine Omega Seamaster", eine kompakte Uhr und diese Uhr zeigt eine ungewöhnliche Uhrzeit für einen Fototermin, nämlich viertel nach sieben. Das Foto wurde in einem Atelier in Paris gemacht. Der junge Erzähler liest den Namen des Fotografen und erinnert sich, dass es sich um seinen Patenonkel handelt, einen Jugendfreund seines Vaters. Es ist das erste Indiz das ihm etwas mitteilt. Die Uhr ist zum Tauchen gut geeignet und so begibt sich der Ich-Erzähler, obwohl er den Onkel noch nie gesehen hat, sinnbildlich auf eine "Tiefenreise" nach Paris. Die Uhr, das Erbstück seines Vaters steht allein ihm zu. Zu diesem Zeitpunkt befinden wir uns ungefähr im Jahre 1970. Der Junge fährt heimlich nach Paris, ohne Wissen seiner Mutter und er muss doch eigentlich ahnen welche Abgründe dort auf ihn warten. Das Buch fängt traurig, vielleicht eher harmlos an, dann nimmt die Geschichte Fahrt auf und die Abgründe werden immer tiefer. Nach und nach erfährt er mehr darüber weshalb sich sein Vater mit vierundzwanzig Jahren umgebracht hat.

Die große Erzählkunst von Alain Claude Sulzer liegt darin, dass der Junge vielleicht doch weiß, dass er die ganze Wahrheit ohnehin nicht erfahren wird. Seine Mutter, die von ihrem Mann verraten und hintergangen wurde, meint es zwar wirklich gut mit ihm, doch sie blockt seine Fragen ab, und er spürt diese Barriere. Sie hätte eine größere Rolle in dem Roman spielen können, das aber lässt der Autor nicht zu.

Geschickt kreist der Roman in seinen Dialogen im eigentlichen Zentrum um das Thema herum, entwirft, darin liegt der große Reiz, mit den literarischen Mitteln von Andeutung und Auslassung ein allmählich aufscheinendes Porträt dieses Vaters. Diese Auslassungen, die Umkreisung von Tabus, ist für Sulzer grundsätzlich wichtig in der Literatur.

Wir erfahren, der Vater wurde Opfer der Umstände das in der bürgerlichen Gesellschaft der vierziger Jahre das skandalöse Faktum eben nicht ausgesprochen werden durfte, das ein Junge nicht Mädchen nachschaute, sondern Jungen nachschaute, eben ein Schwuler war. Der Roman heißt ja nicht umsonst "Zur falschen Zeit", es war die falsche Zeit in der der Vater gelebt hat. Künstler, Schriftsteller oder Menschen in der Großstadt mochten vielleicht ihre Homosexualität ausleben können, die historischen Gegebenheiten ließen es aber für seinen Vater in einer Kleinstadt und in seiner Stellung nicht zu.

Nach der Hälfte des Buches, nachdem bis dahin das Thema Homosexualität also in allen denkbaren Varianten hautnah umkreist wurde, kommt es zu der ersten ausführlich beschriebenen homoerotischen Liebesszene. Da wurde der Bereich "Auslassung" konsequent verlassen. Das was in den fünfziger Jahren geschieht erfährt aber eigentlich nur der Leser, der forschende Ich-Erzähler wird davon nur bruchstückhaft erfahren. Er ist der Erzähler dieser Geschichte, die nur zu einem geringen Teil seine eigene ist. Die Geschichte ist eine mit Reliquien ausgeschmückte Reminiszenz an seinen so früh verstorbenen Vater, der in der "falschen Zeit" gelebt hat, im Gegensatz zum Erzähler, der mit dem Autor in der richtigen Zeit" noch einmal einen Blick zurück wirft.

Immer wieder beeindrucken die abrupten Erzählsprünge in den facettenreich geschichteten Zeitebenen; hier die Jugendzeit des Vaters Ott, dort die Jugendzeit des Sohnes Ott und dann das "Heute" und natürlich wird die Spannung auch durch die vielen aufgeblätterten Nebensujets im Zusammenhang mit dem was ist und dem was hätte sein können, wenn es denn die richtige Zeit gewesen wäre und das junge Leben nicht in die Normalität gezwungen worden wäre, sondern sein Leben hätte ausleben können wie es heute der Fall ist.

Also, ich würde sagen es ist ein Roman, der auch in der Lage ist mit seinem wunderbar lesbaren Text und den versteckten Kleinoden, auf den antagonistischen Reflexionsebenen, die unterschiedlichsten Leseinteressen bedienen kann.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte einer großen tragischen Liebe, 4. Mai 2012
Von 
carrie62 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Zur falschen Zeit. Roman (Gebundene Ausgabe)
Es ist ein seltenes und deshalb ganz besonderes Glück, wenn der Inhalt einer Story und das Buchcover so stark übereinstimmen wie bei diesem Roman.
Das grüne Wasser, die zwei Boote mit den drei Badenden.... Assoziationen werden frei.
Und dann zieht Alain Claude Sulzer den Leser auch schon mit den ersten Sätzen in diese geheminisvolle Story hinein:

"Mein Vater starb nur wenige Wochen nach meiner Geburt. Mir blieb nichts als ein Foto.... Der Mann auf dem Foto, mein Vater, hatte das Kinn leicht auf die schmalen Knöchel der umgeknickten linken Hand gestützt."

Ein Junge begibt sich in den 70er Jahren auf die Suche nach diesem Vater, den er nicht kennt, über den die Mutter nicht spricht.
Er reist nach Paris und taucht tief ein in die Geheimnisse um die Beziehung seiner Eltern.
Er lernt André - den ersten Geliebten seines Vaters - kennen und erfährt somit weitaus mehr, als er ahnen konnte:

Die Geschichte einer großen und tragischen Liebe. Einer Liebe, die in den 50er Jahren nicht sein konnte.
Sehr berührend! Sulzers Sprache ist wunderbar feinsinnig und poetisch.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar erzählt, 15. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Zur falschen Zeit. Roman (Gebundene Ausgabe)
Selten habe ich einen so gut erzählten Roman gelesen - ein interessanter Einstieg und noch eine elegante Wendung, als man denkt, man wisse schon, in welche Richtung es geht.

Ein Sohn, dessen Mutter sich weigerte über seinen toten Vater zu sprechen, versucht, diesen posthum kennenzulernen. Ausgangspunkt ist ein Foto des Vaters, aufgenommen in einem Atelier in Paris. Schritt für Schritt erschließt sich ein Drama, das in der Tat vom Titel beschrieben wird: Gefühle zu einer Zeit, da für diese in der Gesellschaft noch kein Platz war.

Die Sprache und das Erzähltempo sind sehr angenehm und erfassen die menschliche Tragödie gerade durch ihre Schlichtheit sehr gut.
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebesfährten....., 21. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Zur falschen Zeit. Roman (Gebundene Ausgabe)
Jahre lang steht ein Foto des früh verstorbenen Vaters im Bücherregal. Aus unerfindlichen Gründen wird der siebzehnjährige Icherzähler erst spät auf das Bild aufmerksam, das fast vergessen und verstaubt in seinem Jungenzimmer steht.
Er lebte bisher wohl behütet mit seiner noch jugendlichen Mutter und dem Stiefvater, der ihm ein freundlicher Vater ist, in seinem gut situierten Elternhaus. Dann weckt das Foto mit der Uhr am Handgelenk seines ihm unbekannten Vaters seine Aufmerksamkeit. Seine Wissbegier wächst und treibt ihn an, Erkundungen über den leiblichen Vater einzuholen. Als seine Mutter seinen Fragen immer wieder ausweicht, macht er sich selber auf die Suche.

In filigraner Erzählmanier, detailliert und stimmungsvoll erzählt der Autor Jean Claude Sulzer jede Einzelheit des Lebens, der Tageszeit, der Stimmungen und der Orte und Begegnungen, denen sich der Held dieser Erzählung auf der Suche nach der Uhr seines Vaters ausgesetzt sieht. In kleinen Bildern wie z.B. einer Bahnfahrt nach Paris, den Geräuschen und der Fremdheit in der unruhigen, lauten und großräumigen Stadt Paris, der Suche nach einem Hotel und dem ersten Essen alleine im Restaurant verliert sich die Erzählung fast in Einzelheiten. Schließlich macht sich der Icherzähler auf die Suche nach einem Uhrmacher, der über die Uhr auf dem Foto etwas zu erzählen wüsste. Letzterer wird in das Forschungsvorhaben der Uhrensuche eingeschaltet.

Langsam, bedächtig und geheimnisvoll nähert sich der Held seinem Ziel: etwas über seinen Vater in Erfahrung zu bringen.
Er ist siebzehn und noch unerfahren in den Dingen der Sexualität. Der Leser ahnt eher als der Erzähler, in welchen Fallstricken des Lebens sich der Vater verfangen haben könnte. Auf der Suche nach der Wahrheit entdeckt der Protagonist immer neue Widersprüche. Die scheue Annäherung an die Einzelheiten des Geschicks seines Vaters bietet denn auch den eigentlichen Plot der Geschichte. Daraus ist eine sensible, feine Erzählung geworden, in der sich die Irritationen der Jugend bei Vater und Sohn, wenn auch unter ganz unterschiedlichen Bedingungen, als vorsichtige Suche nach dem Glück und nach der Wahrheit der Herkunftsgeschichte äußern. Man liest von Krankheit, Wahn, Verirrungen und einer Moral, die alles bürgerlich Abseitige verdammte. In der Rahmengeschichte wechseln die Perspektiven, so dass man sich aus unterschiedlicher Sicht dem Kern der Geschichte nähert. Tragisch und unwegsam sind die Wege der Verirrungen, in denen sich Menschen zur falschen Zeit verfangen können! In seiner außergewöhnlichen Diktion wird Alain Claude Sulzer einem Sujet gerecht, das neben der nachhaltigen Aufklärung diskret feinste Nöte, Melancholie und von tiefer Schuld gezeichnete Liebesbeziehungen aufzeigt.

Alain Claude Sulzer lebt in Basel und im Elsass und ist Verfasser von Romanen, Erzählungen und Hörspielen. Er übersetzt französische Literatur.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein begnadeter Autor erzählt sensibel eine Geschichte, die man nicht vergessen wird., 8. Juli 2011
Von 
Ela Flury (Rastatt, Baden-Württemberg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Zur falschen Zeit. Roman (Gebundene Ausgabe)
Das ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe! Das klingt abgedroschen, ich weiß, aber es entspricht dem überwältigenden Gefühl, das mich beim Lesen dieses Romans von Seite zu Seite begleitet hat!
Die ganze Geschichte ist so unglaublich gut erzählt, sowohl sprachlich wie auch in ihrem kunstvollen Aufbau, der Spannungsbogen hält den Leser bis zur letzten Seite gefangen und Sulzers behutsames Setzen der Worte ist so meisterhaft, dass ich mit Sicherheit jedes Buch dieses talentierten Autors lesen werde!
Da ich ein Gegner von Rezensionen bin, die zu viel verraten, möchte ich zum eigentlichen Inhalt nur so viel sagen: Es werden Menschen in ihrer Suche nach dem, was im Leben richtig ist, geschildert, wie sie authentischer nicht sein könnten, Gefühle in Worte gekleidet, wie sie nachvollziehbarer nicht denkbar sind, und eine Welt beschrieben, deren Regeln die Griechische Tragödie erst möglich gemacht haben - ein großartiges Buch!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Homosexualität im Wandel der Zeiten, 6. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zur falschen Zeit: Roman (Taschenbuch)
Der Titel 'Zur falschen Zeit' bringt die in Alain Claude Sulzers vorerst letztem Roman beschriebenen Ereignisse in ihrer zeitlichen Verhaftetheit auf den Punkt. Nur eine Generation später ' eben zur richtigen Zeit ' hättedie Geschichte eine völlig andere Wendung genommen. Wie schon mit 'Ein perfekter Kellner' schuf Sulzer ein weiteres Meisterwerk homoerotischer Literatur das zu keiner Zeit, in keinem Satz, in keiner Zeile unangemessen mit dem Thema Homosexualität umgeht.

Auch in 'Zur falschen Zeit' gelingt es Sulzer mit sehr viel Feingefühl die leisesten und leichtesten Empfindungen nachvollziehbar auszudrücken. Sulzer führt den Leser heran an die Liebe zweier Menschen zueinander. Dazu benutzt er den Umweg über den Sohn, der, ausgehend von einem Foto seines kurz nach der eigenen Geburt verstorbenen Vaters manche Familiengeheimnisse, auch und gerade gegen den Willen der Mutter, entdeckt. Nach und nach deckt der Sohn die Wahrheit über das Leben seines Vaters auf.

Eine Erweiterung erhält der Roman zum Ende hin, wenn dem Leser überdeutlich klar wird, welchen Drücken, Ängsten und heute kaum noch nachvollziehbaren Stigmatisierungen die Liebenden sich nicht nur ausgesetzt fühlten, sondern wegen der konkreten Erpressungen auch waren.

'Zur falschen Zeit' ist ein unbedingt lesenswertes Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch was mir in Erinnerung bleiben wird, 10. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zur falschen Zeit: Roman (Taschenbuch)
Wo soll ich anfangen? So viele Gedanken dazu im Kopf.
Sulzer ist ein stiller Erzähler und dennoch taucht man in diese Geschichte ein. Seine ruhige Erzählweise nimmt einen mit auf eine Reise in die Vergangenheit eines Vaters, dessen Sohn nie die Chance hatte, ihm kennenzulernen.
Aber mit 17 begibt er sich auf die Suche nach seinem Vater, will wissen, warum alle schweigen. Er wird fündig und erfährt Dinge, die zu der damaligen Zeit, nicht richtig waren, in den Augen mancher Menschen.
Mich hat das Buch wütend, nachdenklich und sehr traurig gemacht.
Jeder soll doch lieben können wen er will.

Weiter unten habe ich gelesen, kein Buch für Heteros. Aber wohl, denn hier geht's um die Liebe und nicht um ausschweifenden schwulen Sex.
Ein Buch für jeden, egal welcher Sexualität.
Absolute Kaufempfehlung von mir.
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5.0 von 5 Sternen Ein Buch, mit viel Liebe geschrieben, 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Zur falschen Zeit: Roman (Taschenbuch)
Ich bekam „Zur falschen Zeit“ von einer Freundin geschenkt und bin froh, so den Schriftsteller Alain Claude Sulzer entdeckt zu haben. Es ist eine eigentlich tragische Geschichte, die der Ich-Erzähler erzählt, mit klarer Stimme, manchmal weise, und einem Blick auf eine Zeit, in der nicht sein sollte, was nicht sein „durfte“: Ein junger Mann auf der Suche nach den Spuren seines verstorbenen Vaters, der, damals nicht viel älter als er, Selbstmord begangen hat. Mir gefiel der stille, ruhige und unaufgeregte Erzählstil des Autors, der es trotz seiner Diskretion, mit der er ein für die 50er Jahre brisantes Thema behandelt, verstanden hat, Spannung zu erzeugen. Ein wunderbares Buch, das ich mit Bedauern aus den Händen gelegt habe.
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4.0 von 5 Sternen es hat mich sehr gut unterhalten, 9. Dezember 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zur falschen Zeit: Roman (Kindle Edition)
Ich persönlich mochte die Erzählweise und Sprache sehr gerne.
Die Handlung war ein wenig vorhersehbar, aber das störte mich nicht wirklich.

Ich fand die Handlungssprünge überhaupt nicht störend und kann dieses Buche gerne weiter empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen sehr beeindruckend, 29. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zur falschen Zeit: Roman (Taschenbuch)
Zu Anfang dachte ich, die Geschichte ist so leicht zu durchschauen, aber dann fesselte mich das Buch dermaßen, dass ich nicht aufhören konnte weiterzulesen. Ich habe dieses Buch schon mehrfach verschenkt und bekam immer sehr positive Rückmeldung.
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Zur falschen Zeit. Roman
Zur falschen Zeit. Roman von Alain C Sulzer (Gebundene Ausgabe - 22. Juli 2010)
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