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Kundenrezensionen

124
4,3 von 5 Sternen
Kakerlaken: 5 CDs (Ein Harry-Hole-Krimi, Band 2)
Format: Audio CDÄndern
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33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Februar 2012
Im Nachhinein bin ich froh, Kakerlaken erst jetzt gelesen zu haben. Hätte ich mit diesem 2. Fall von Harry Hole begonnen, ich weiß nicht, ob ich danach die Reihe noch weitergelesen hätte. Ich erspare mir Details zum Plot, m. E. ist der Fall selbst ziemlich konstruiert und der Schreibstil von Nesboe steckt noch in den Kinderschuhen.
Hinsichtlich seiner Fähigkeiten atemberaubende Spannung zu erzeugen, ist der Autor bei diesem Buch noch ein ganzes Stück entfernt.
Die Serie um Harry Hole ist m. E. einer der seltenen Fälle, welche von Buch zu Buch immer besser wird. Für Hole Fans ist Kakerlaken leidlich ok, um die Serie zu vervollständigen und man erfährt noch ein bisschen aus der Frühzeit des Kommisars, allerdings auch nicht viel Wesentliches. Neueinsteigern empfehle ich mit Fall Nr. 3 (Rotkehlchen) anzufangen und danach chronologisch weiterzulesen, die ersten beiden Fälle kann man getrost vergessen.
Spätestens ab Fall Nr. 4 (Die Fährte) gebe ich jedem Buch 5 Sterne, aber das gehört ja eigentlich gar nicht hier in diese Rezension ;)
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148 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 1. September 2007
Harry Hole ermittelt in dem brisanten Mordfall des norwegischen Botschafters, Atle Molnes, in Bangkok. Atle Molnes war ein guter Freund des Norwegischen Ministerpräsidenten, daher ist besondere Sensibilität bei der Aufklärung des Falles gefordert. Mit Spannung verfolgt man die Ermittlungen von Harry, der verschiedenen Spuren und möglichen Motiven nachgeht. Der Täter könnte schließlich ebenso gut aus dem familiären Umfeld, aus der Botschaft, der Gruppe der Norwegischen Einwanderer kommen oder aus der Pädophilen-Szene. Eine exotische und originelle Story aus der Reihe um Kommissar Harry Hole, die den Leser zu fesseln weiß.
Angefügt die logische Reihenfolge der Romane, nicht nach Erscheinungsdatum:
1. Der Fledermausmann
2. Kakerlaken
3. Rotkehlchen
4. Die Fährte
5. Das fünfte Zeichen
6. Der Erlöser
7. Schneemann
8. Leopard
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juli 2011
Die Krimis von H. Hole resp. J. Nesbro schätze ich inhaltlich sehr; "Kakerlaken" ist schon deutlich besser als "Der Fledermausmann"!. Weil ich sie so schätze, durchleide ich stoisch die fehlerhafte E-Book-Konvertierung auf dem Kindle:
es fehlen ganze Leerzeilen, die den Wechsel eines Handlungstrangs signalisieren (und Schwups: wechseln Zeit, Ort und Personen in einem Absatz - so war das bestimmt nicht geplant).
Leider ist es in der E-Book-Konvertierung nur in ca. 50 Prozent der Fälle gelungen, das norwegische Sonderzeichen "o" mit dem Slash bei Holes Schwester Sos korrekt darzustellen: meist ist eine "See" oder "ses" daraus geworden. Dieser im Text misshandelte Schwestername zieht sich immerhin konsequent durch andere Hole-Krimis (Rotkelchen und Fledermausmann). Fehlende Leerzeichen zwischen Wörtern oder fehlende Satzendzeichen (z.B. Punkte) will ich jetzt nicht erwähnen.
Hoffen wir, dass sich die Qualität der Konvertierung mit Zunahme der Masse an E-Books deutlich verbessert.
...und weil guter Inhalt immer noch mehr zählt als Form: Inhalt 5 Sterne, Form (Konvertierung): 2-3 Sterne = 4 Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Februar 2011
Auch der 2. Roman der "Harry Hole Reihe" spielt im Ausland. Diesmal hat der norwegische Autor Nesbo Bangkok als Betaetigungsfeld fuer seinen unkonventionell agierenden Kriminalkommissar auserkoren und bescherrt uns damit nicht nur einen sehr spannenden Kriminalroman, sondern versorgt uns auch ganz nebenbei mit Informationen ueber Thailand und Bangkok. Nicht so umfangreich, wie dieses in seinem Erstlingswerk ueber Australien geschah, aber immerhin. Und gut recherchiert sind die Informationen, die er einfliessen laesst, allemal. Ohne auf den Inhalt eingehen zu wollen, schafft es Nesbo auch in seinem 2. Roman, eine spannende Handlung mit interessanten Charakteren zu erschaffen. Natuerlich lebt die Geschichte von der Einzigartigkeit des Kriminalbeamten Harry Hole, der zur Klaerung des Todesfalles eines norwegischen Staatsbuergers nach Bangkok geschickt wird. Harry Hole ist extrem. Glatze, Springerstiefel und Alkoholiker seine Attitueden, die den Leser vermuten lassen, dass da jemand nach Bangkok geschickt wurde, der keineswegs erfolgreich sein soll. Doch Holes kriminalistische Faehigkeiten sind brilliant und er schafft es, gemeinsam mit seiner gleichberechtigten thailaendischen Kollegin Liz Cumley Verknuefungen herzustellen, die schliesslich zur Loesung des Falles fuehren. Dabei wirkt Hole zu keinem Zeitpunkt als Ueberheld, was ihn fuer den Leser sympathisch macht.
Auch der 2. Fall ist stilistisch gut geschrieben, was sicherlich auch auf den Uebersetzer mit zurueckzufuehren ist. Die Handlung ist komplex, ohne jemals ueberfrachtet zu wirken, die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Spannung ist gegeben, ohne mit Unwichtigkeiten wie seitenlangen Detailbeschreibungen blutruenstiger Massenmorde aufwarten zu muessen. Nesbo bleibt auch weiterhin angesagt, zumindest bei mir.
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37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. September 2007
Kareklaken war mein zweiter Nesbö (nach dem chronologisch viel später spielenden "Die Fährte") mit Harry Hole als Hauptfigur. Diesmal muss Hole im thaiiländischen Bangkok den Mord am norwegischen Botschafter aufklären und kommt dabei allerlei menschlichen Kakerlaken in die Quere: der Mafia, Kinderschändern, Prostituierten, Politikern, Devisenschiebern. Die Lösung des Falls ist verdammt vertrackt und mehr als eine Spur führt ins Leere. Letzlich bietet Nesbö gegen Ende ein wenig zu viel (weshlab ich ihm fast einen Stern abgezogen hätte), doch er schreibt so gut, spannend, politisch glücklicherweise völlig unkorrekt, und schildert meine Lieblingsstadt Bangkok so wahr, dass es bei 5 Sternen bleibt. Lesen!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. August 2011
Was macht einen Krimi gut?

Bei Jo Nesbos Kakerlaken hat man das Gefühl, der Autor habe sich eine Liste der Elemente gemacht, die in einen guten Krimi typischerweise reingehören und sie nacheinander abgearbeitet. Um es vorweg zu nehmen - mit mäßigem Erfolg.

1. Die Figur des Ermittler ist die eines Underdog -trockener Alki, mit wenig Ansehen bei Vorgesetzten, allerdings mit moralischem Anspruch an sich selber, denn er sorgt sich um seine traumatisierte Schwester und er ermittelt weiter als er soll, um die Wahrheit zu finden, auch als ihm klar wird, dass gar kein Ergebnis erwünscht ist.
Die Lenkung der Sympathie des Lesers durch den Autor funktionniert somit nach dem gleichen Schema wie bei Donald Duck - der sympathische ewige Verlierer. So richtig begeistern kann die Figur des Harry Hole nicht, er bleibt ein "hohler" Harry.

2. Die Handlung spielt in Bangkok. Ich nehme an die Stadt soll mit den ihr anhaftenden Klischees dem Roman zu ein wenig morbider und exotischer Erotik verhelfen. Tatsächlich kommen Huren, Kinderschänder und Strip Bars auch im Buch vor. Eine erotische Spannung kann aber kaum erzeugt werden - weder exotisch noch morbide.

3. Die Begegnung zweier Kulturen - der skandinavische Ermittler im fernöstlichen Land - verspricht spannende, dramatische, lustige oder lehrreiche Situationen, aber es bleibt bei dem Versprechen. Jo Nesbo baut ein paar landeskundliche Details ein, etwa die Sorge der Thais um den Verlust ihres "Gesichtes" oder den Glauben an das Wirken von Geistern - letztlich aber ohne erzählerisch viel damit zu erreichen und ohne in die Tiefe zu gehen.

4. Ein Spannungsaufbau durch Gefahr für die Hauptfigur wird versucht. Harry wird von einem bedrohlich inszenierten Bösewicht angegriffen und rettet sich nur knapp. Ebenso wird Harry davon bedroht, den Fall entzogen zu bekommen, weil er mehr zutage fördert als er soll. Auch wird Harry einmal fast bein Einbrechen in das Haus eines Verdächtigen erwischt. Diese Bedrohungen wirken aber nur punktuell spannungserzeugeng. Sie tragen nicht durch den Roman.

5. Ein Spannungsaufbau durch das Aufdecken von Informationen und das Entschlüsseln von Zusammenhängen wird ebenfalls versucht. Allerdings trudeln die einzelnen Informationen eher wie zufällig auf den Ermittler zu. Er muss sie sich nicht durch raffinierte Techniken erarbeiten. Verblüffende aber plausible Einsichten aus der Analyse vorliegender Fakten kann die Figur des Harry Hole auch nicht aufzeigen.

6. Der Bezug zur Realität könnte ein weiterer Grund sein, dieses Buch spannend zu finden - es soll sich ja um einen authentischen Fall handeln. Viele Romane gehen mit diesem Hinweis auf Kundenfang und versuchen ihre Texte dadurch etwas mehr Brisanz zu verleihen. Ob es viele Leser gibt, die nach der Lektüre motiviert sind die Parallelen zu einem tatsächlichen Fall zu recherchieren - ich bezweifel es.

Fazit: Der Roman hat gute Ansätze, ist lesbar, kommt aber aus dem Mittelfeld nicht heraus.
Alternative: Die Romane um den privaten Ermittler Vincent Calvino - ebenfalls ein Underdog der in Bangkok auf allerlei Kakerlaken stößt - von Christopher G. Moore haben mich weit besser unterhalten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Mai 2010
Zweiter Teil der Harry Hole Krimiserie. Der norwegische Kommissar wird zu Ermittlungen am Tod des norwegischen Botschafters in Bangkok dorthin zur Aufklaerung des Falls geschickt. Dabei stinkt die ganze Sache gleich von Anfang an zum Himmel. Der Auftrag lautet naemlich fuer Harry, keine schlafenden Hunde zu wecken, und der Mord wird erst mal von den Behoerden vertuscht. Korruption, Prostituierte, norwegische Paedophile und Grossindustrielle kommen ins Spiel. Was Harry am meisten zu schaffen macht, ist die Selbstverstaendlichkeit, mit der die dortige Korruption bis in die Polizeibehoerde reicht; desweiteren die Tatsache, dass man den Thai so gar keine emotionale Reaktion anmerkt. Wer luegt also und wer sagt die Wahrheit? Jo Nesbo schildert das Bangkok Milieu sehr glaubwuerdig und interessant, das Buch liesst sich wirklich fluessig.
Harry Hole ist wie auch in den anderen Krimis aus der Serie ein sproeder, rundum sympathischer und intelligenter Kommissar mit grossartigem Sinn fuer unterschwelligen Humor, und gleichzeitig ein Understatement seiner selbst.
Von der Spannung her reicht das Buch allerdings nicht an die meiner Meinung nach absoluten Knueller "Der Erloeser" (Teil 6) und "Schneemann" (Teil 7) aus der Reihe heran, daher nur 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2014
Der norwegische Botschafter in Bangkok wird mit einem Meeser im Rücken in einem zwielichtigen Motel gefunden. Das Außenministerium ist besorgt und so soll Kommissar Harry Hole den Mord vor Ort untersuchen. Das ganze soll diskret verlaufen, da der Tote ein enger Freund des Ministerpräsidenten war. Harry findet schnell heraus, dass der Botschafter ein paar pikante Geheimnisse hatte und gegen die ausdrückliche Anweisung seiner Vorgesetzten will er die Wahrheit ans Licht bringen.

Dies ist der zweite Band der Harry Hole-Reihe von Jo Nesbø und er hat mir viel besser gefallen als sein Vorgänger. Das Buch spielt diesmal in Thailand, besser gesagt in Bangkok, hier spart der Autor nicht mit Beschreibungen der verrufenen Teile der Stadt. Auch die Themen Prostitution und Pädophile werden nicht ausgelassen, und malen ein nicht sehr schönes Bild von Thailand, aber vor dem man nicht die Augen verschließen darf. 
Harry Hole gefällt mir als Ermittler diesmal auch besser, seinen Kampf gegen den Alkohol hat er mehr oder weniger im Griff. Auch bekommt man diesmal auch ein wenig Einblick in sein Familienleben und die Gefühle, die er vor allem gegenüber seiner Schwester hat, machen ihn auf jeden Fall sympathischer. Auch gefällt mir das er nicht der Superermittler ist, dem alles zufliegt, sondern das er auch schon mal gerne in die falsche Richtung läuft. 
Die Polizisten die ihm zur Seite stehen, haben alle was besonderes und machen die ganze Sache noch interessanter. 
Was für mich auch interessant war, ist das für Thailänder die Europäer alle gleich aussehen, eigentlich verständlich, aber bis dahin habe ich mir nie darüber Gedanken gemacht.

Dieses Buch ist ein gut konstruierter Krimi, den man gut und flüssig lesen kann. Obwohl das Ende irgendwann abzusehen war, fand ich den Spannungsbogen gelungen und das Ende wartet noch mal mit rasanten Szenen auf, daher 4 Sterne von mir.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 15. Dezember 2013
Atle Molnes, Norwegens Botschafter in Thailand, wird mit einem exotischen Messer im Rücken tot aufgefunden - und zu allem Überfluss auch noch in einem übel beleumundeten Bangkoker Stundenhotel, während eine bestellte Prostituierte schon an der Rezeption wartete. Norwegens Staatsapparat ist alarmiert - und der notorisch harte Knochen Harry Hole, Zierde der norwegischen Polizei, muss nach Südostasien ausrücken, um den Fall zu klären.
In Bangkoks norwegischer Gemeinde offenbart sich dem Ermittler dabei ein Abgrund nach dem nächsten.

Potztausend. Auch dieser Harry Hole Nr. 2 hat mich über Nacht gewonnen. Nesbö macht hier, was er am besten kann: Falsche Fährten legen, Finten erdenken sonder Zahl, eine riesige Parade an Verdächtigen auffahren - und Harry Harry sein lassen. Ein Mann irgendwo zwischen Alkoholiker und Ex-Alkoholiker, ein körperlich und seelisch vernarbter Klischee-Bulle - und trotz aller Kaputter-Cop-Klischees ein ungemein kurzweiliger Krimi-Held, der einen das beschauliche Skandinavien mit anderen Augen sehen läßt. Nesbö füllt seinen Krimi mit originellen Figuren wie der coolen thailändischen Polizistin Liz Crumley, dem knallharten Kriegsveteranen Ivar Löken oder der unnahbaren einarmigen Botschafter-Tochter Runa Molnes. Bei Nesbö ist bis zur letzten Nebenfigur jeder ein Individuum. Nebenbei streut er interessante Hintergrund-Infos ein zu den Anfängen der Rotlichtindustrie in Thailand oder zu dem vermuteten Durchschnittsgewicht aller Kakerlaken in einem Durchschnittszimmer in Bangkok...

Nesbö hat hier einen saftigen, spannenden Kriminalromen abgeliefert, der gut zu unterhalten weiß. Teil 2 geht ihm dabei noch nicht ganz so leicht von der Hand wie die Nachfolgebände, die melancholische Nesbö-Atmosphäre ist erst im Erblühen begriffen. Nichtsdestotrotz genußvoll zu lesen.
Vorwissen über Harry Hole ist hierbei defintiv nicht notwendig, um das Buch zu genießen - nur gelegentlich werden Anspielungen auf Teil 1 unverstanden bleiben, was das Lesevergnügen nicht trüben kann.

PS. Der Preis für den coolsten Spitznamen geht übrigens an Ivar Löken alias LM:
Im Vietnamkrieg wurden (schwer) Verwundete von den Ersthelfern des Sanitätskorps in Windeseile untersucht, der Befund wurde in Kreide auf den Helm gekritzelt. D für "Dead", tot oder so gut wie. L für "Living" - Behandlung lohnt sich also noch. M für "Morphine" - Morphium wurde verabreicht, eine weitere Dosis kann also tödlich sein. Löken bekam den falschen Helm auf : LM für "Living/ Morphine", obwohl er noch gar kein Morphium bekommen hatte. Der Mann neben ihm bekam den L-Helm, obwohl bereits mit Morphium versorgt - er bekam es nochmal und starb. Seitdem nennt man Löken LM.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. März 2012
Die Harry Hole Romane habe ich nicht alle gehört. Mit Schneemann habe ich begonnen (super), danach kam Der Fledermausmann (ok) gefolgt von Das fünfte Zeichen (schwach) und zuletzt Die Larve (sehr gut).

Nun also der 2. Teil, mein fünfter Harry Hole Roman. Die Qualität ist unterschiedlich. Diesen hier fand ich ok. Die Spannung von Schneemann und Die Larve wird bei Weitem nicht erreicht.

Das liegt evtl. an den Kürzungen. Hier hatte ich immer wieder das Gefühl etwas verpasst zu haben. Teilweise kam mir die Handlung arg sprunghaft vor.

Überrascht war ich, dass Harry in seinem 2. Fall es tatsächlich schafft vom Alkohol so weit weg zu bleiben, dass er stets ermitteln kann. Das schaffte er in Australien (Der Fledermausmann) nicht.

Die Nebenfiguren gefielen mir gut. Seine kahlköpfige amerikanische Kollegin, ein Mannweib mit sypatischen Zügen. Dann der thailändische Bösewicht mit Zöpfchen für die Drecksarbeit.

In die Handlung hat der Autor etwas viel reingepackt. Es geht um Kinderschändung, Eitelkeiten bei Botschaftsangehörigen, ein Hauch von Liebe weht durch die Luft, schmutzige Straßenbaugeschäfte tauchen auf und auch Erpressung gibt es.

Das alles rührt Jo Nesbo zu einem schmackhaften Brei zusammen. Es gibt einige wenige hochspannende Szenen. Allen voran in einem Swimmingpool. Handschellen und ein langes Eisenrohr spielen eine Rolle. Hat mir sehr gut gefallen.

Warum der Roman Kakerlaken heißt, hat sich mir nicht erschlossen. Es tauchen mal kurz ein paar Küchenschaben auf und einmal hat Harry das Gefühl Kakerlaken zu sehen. Das wars auch schon. Ist auch nicht so wichtig.

Insgesamt ein spannendes Hörbuch mit einem richtigen fiesen Bösewicht. Dieser wird am Ende auch perfekt widerlich interpretiert von Vorleser Achim Buch. Ansonsten liest Hr. Buch jedoch nur durchschnittlich. Er bemüht sich immer wieder mal darum einen thailändischen oder amerikanischen Akzent einfliesen zu lassen. Das kann er aber nicht so gut wie z. B. Reinhardt Kuhnert, Simon Jäger oder David Nathan.
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