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Kundenrezensionen

153
3,3 von 5 Sternen
Die Eleganz des Igels: 6 CDs
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211 von 229 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 23. Juli 2008
Es ist oft eine Freude die wunderbar geformten Sätze zu lesen und ich habe mich mehr als einmal gefragt, warum der Name der Übersetzerin Gabriela Zehnder, die es vermochte, die Melodie der Sprache so gekonnt zu übersetzen, nur einmal genannt wird und die es dem Verlag noch nicht einmal wert ist, dass man ihr ein paar Zeilen im Klappentext widmet. (Fast eine Parallele zur Concierge, deren Arbeit von allen geschätzt wird, die aber aufgrund ihrer Rolle immer im Hintergrund zu stehen hat.)
Trotz der Freude ist es aber auch häufig eines: etwas anstrengend und sogar manchmal etwas ermüdend, wenn allzu viel parliert wird, wenn der Grundgedanke der Überlegungen und Abschweifungen schon als Schatten seiner selbst 5 Seiten zuvor zu finden ist und über dem ganzen fast in Vergessenheit gerät.
Das ist einer der Punkte, die dazu führten, dass ich die allgemeine Begeisterung nicht so ganz teilen mag. Und noch etwas war für mich nicht stimmig. Ein zwölf Jahre altes Mädchen und eine 54 Jahre alte Frau müssen einfach unterschiedlicher in ihren Formulierungen sein. Natürlich sind beide Hyperintelligent und darauf werden wir als Leser dann auch mehr als einmal hingewiesen, als wenn wir das nicht aus der Sprache und den verwendeten Zitaten schon verstanden hätten, wird es immer wieder in die Geschichte eingestreut, doch die Autorin gibt den Beiden die selbe Art von Sprache, legt ihnen Sätze in den Mund, die von ihnen beiden stammen könnten und so besitzen Renèe und Paloma für mich keine eigene Identität und wirken darum seltsam homogen und nicht authentisch genug, als dass ich ihnen die von Frau Barbery zugedachte Rolle abnehmen mag.

Natürlich werde ich nichts über das Ende des Buches verraten, doch auch hier war ich nicht sehr begeistert von dem, was die Autorin für ihre Hauptperson vorgesehen hat und auch, wenn es kein unrealistisches Ende ist - unrealistisch ist eher die Existenz einer überintelligenten philosophierenden Concierge wie Renèe und eines Wesens wie Paloma, deren Sprache und Erfahrungen zu abgeklärt und zu Lebenserfahren für ein Mädchen ihres Alters klingt ' so hat es mir persönlich nicht gefallen.Insgesamt, mag ich mich der allgemeinen Begeisterung nicht anschließen, da es zwar sprachliche Schönheit aufweist und zum Teil interessante Ausflüge in die Philosophie bietet, mir aber zu viele Kritikpunkte bietet, um es uneingeschränkt zu empfehlen.
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62 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Mai 2008
"Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery hat mich schon beim Lesen des Klappentextes sehr angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht - ganz im Gegenteil. Ich bin vollkommen begeistert von der Sprache des Buches (auch ein Lob an die Übersetzerin!), von der Darstellung der Figuren, von der Spannung die erzeugt wird und von der Einzigartigkeit der Geschichte an sich.
Endlich mal wieder ein Buch, das kein Abklatsch eines anderen ist.
Einziges Manko: die alte deutsche Rechtschreibung!

Alles spielt sich in der Rue de Grenelle 7 ab, wo mehrere reiche Familien leben. Renée ist die Concierge des Hauses und spielt ihre Rolle auch auf beeindruckende Art und Weise. Eigentlich ist sie aber hochintelligent (sehr belesen und kennt sich mit Kultur, Geschichte etc. überdurchschnittlich gut aus) und versucht dies aber, entsprechend ihre Berufsstandes zu vertuschen, indem sie alles so macht, wie es eine Concierge normalerweise tun würde.
Im selben Haus lebt auch Paloma - sie gehört einer reichen Familie an, kann dem aber nichts abgewinnen, weil alle so anders sind als sie selbst und ihr nur wenig Verständnis entgegenbringen. Sie beschließtan ihrem 13. Geburtstag Selbstmord zu begehen, wenn sie nicht bis dahin etwas entdeckt hat, was ihr Leben lebenswert macht und ihren bisherigen Eindruck vom Leben widerlegt, nämlich dass man aus seinem vorherbestimmten Schicksal (in ihrem Fall reich und abgestumpft zu werden) nicht herauskommt.
Mit dem Einzug von Monsieur Kakuro in eine freigewordene Wohnung, ändert sich alles. Er wirkt auf alle anziehend durch seine unvoreingenommene Freundlichkeit allen gegenüber und seine Weisheit.
Er entdeckt auch das Besondere in Renée und Paloma und über ihn lernen sich die beiden kennen. Sein Einzug verändert also so einiges und er bringt neue Hoffnung in das Leben der beiden, dass sie so sein können, wie sie wirklich sind.

Für mich hat dieses Buch definitiv alles, was ein guter Roman braucht.
Tiefgang, Gefühl, Spannung, Sprache auf höchstem Niveau, einen charmanten Humor...
Ich bin restlos begeistert!
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116 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2008
Ein heiterer, kurzweiliger und warmer Roman ist das. Nach meinem Empfinden kommt er erst im zweiten Viertel so richtig in Fahrt, so als hätten die Protagonisten ab da selbst das Ruder übernommen. Um so mehr wachsen sie einem dann ans Herz, und umso mehr habe ich mich gefreut, dass Renée und Paloma in ihren harten Ansichten und ihrer Strenge am Ende eines Besseren belehrt und in die Lage versetzt werden, mit gütigeren Augen auf sich und die Welt zu schauen. Das hat mich ehrlich gerührt.

Der Roman lebt von seinen Hauptfiguren und den Situationen, in die sie geraten, den genauen Beobachtungen, die sie machen, seinem situativem Witz wie vielleicht auch dem Wunsch, die Augen zu öffnen für die wahren Begegnungen im Leben, für die Kunst und die zeitlos schönen Momente.

Muriel Barbery schreibt unbestritten gut, verfehlt aber meiner Meinung nach immer dann das Ziel, wenn sie dem Leser in Exkursen, die die Handlung überhaupt nicht voranbringen, vermeintlich philosophische oder ästhetische Prinzipien (zur Grammatik, zu Innenarchitektur oder zu Funktion und Wirkung von Türen, sic!) erklären will und sich dabei auch noch besonders umständlich ausdrückt. Da, wo Barbery aber bei ihrer Geschichte und ihren Figuren bleibt, ist sie gut.

Der Roman kommt in seiner Sprache und in seinen Nebensträngen anspruchsvoller daher, als er ist. Ich kann daher verstehen, dass Leser enttäuscht sind, die mehr Tiefgang erwartet haben, weil der durch die Sprache suggeriert, das Versprechen aber nicht eingelöst wird.

Ich lege "Die Eleganz..." ab unter "sympathischer, teils herzerwärmender Schmöker mit spleenigen Charakteren, geschrieben von einer ambitionierten und zum Teil etwas zu selbstverliebten Autorin ".
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74 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Mai 2008
Warum sollte man ein Buch über eine mürrische Pariser Concierge, eine pubertierende Zwölfjährige und einen japanischen Filmregisseur lesen und lieben? Und dann heißt es auch noch "Die Eleganz des Igels"! - Aber ja, doch, trotz einer gewissen Skepsis habe ich hineingeschaut und mich innerhalb von nicht einmal fünf Minuten festgelesen. Renée, die Concierge ist belesen, hinreißend und alles andere als mürrisch, tut aber so, um den Schein zu wahren und in Ruhe gelassen zu werden. Paloma, das Mädchen, ist klug, hellsichtig und frühreif und lernt im Laufe des Buchs viel über das Leben im allgemeinen und besonderen. Und der berühmte japanische Filregisseur, der in das Haus der beiden einzieht, bringt beide zusammen und macht aus den Geschichten der beiden, die bis dahin höchst unterhaltsam und lesenswert nebeneinanderher erzählt werden, beinahe eine Lovestory. Am Ende muß man weinen, auch als Mann, oder jedenfalls fühlt es sich so an ;-) Kurzum: Tolles Buch. Zwischendurch tauchen immer wieder seltsame Worte und komplizierte Gedanken auf, aber diese erhöhen eigentlich nur den Reiz der Lektüre. In Frankreich hat man "Die Eleganz des Igels" mit der "Wunderbaren Welt der Amélie" verglichen, und das paßt, atmosphärisch und auch vom Gefühl her, mit dem man aus dem Kino geht oder eben dieses Buch liest. Sehr schön. Bin - jetzt, wo ich dies schreibe - immer noch ganz begeistert.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Oktober 2008
Habe erst vor ein paar Stunden diesen besonderen Roman zu Ende gelesen und danach in Amazon nach den Rezensionen gestöbert. Ein wenig enttäuscht bin ich, dass er von manchen mit nur 1, 2 oder 3 Sternen bedacht wurde. Ich finde, er hat mehr verdient.
Vielleicht hilft es den zukünftigen Lesern, im Voraus zu wissen, dass der Roman neben einer guten Geschichte nicht einfach nur unterhalten will, sondern den Leser auch an philosophischen Gedanken teilhaben lassen möchte, die ihn auch nach der Lektüre noch beschäftigen.
Der Anfang des Romans ist vielleicht ein wenig schwierig, manche Fremdwörter hemmen den Lesefluss, man hat unter Umständen manche Grundlagen nicht parat, über die die Protagonistin (eine Consierge) offenbar verfügt, aber man sollte sich deshalb nicht beirren lassen. Das alles hindert den Leser nicht daran, der Handlung und den Gedanken zu folgen, die Hauptfiguren ins Herz zu schließen und die Essenz zu verstehen.
Mir hat sehr gut gefallen, wie die andere Hauptfigur (Paloma, ein 12jähriges Mädchen) sich auf die Spur nach dem Sinn des Lebens macht, auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, dass man in diesem Alter sich so ausdrücken kann wie sie das tut.
Der Roman ist einzigartig in seiner Art und man merkt, dass die Autorin die Menschen liebt. Wie anders könnte sie uns sonst das Bild von Menschen malen, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sich selbst finden und das, was sie glücklich macht?
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Oktober 2008
Das Buch mag für viele enttäuschend sein. Sei es, weil die Sprache etwas altmodisch ankommt (was einzig an der sehr guten Übersetzung liegt, und die Franzosen nun mal eine etwas schrullige Ausdrucksweise haben) oder weil die Geschichte so dahinplätschert, ABER: wenn man sich anstelle des Buches das Hörbuch nimmt, dann kommt das einen Erlebnis erster Güte gleich. Die Stimme der Concierge ist derart authentisch - man kann sich die Person richtig ausmalen. Hinzu kommt, dass der Text, wenn er richtig vorgelesen wird - mit all den Pausen - eine ungeheure Tiefe hat. Ich fuhr mit dem Auto nach Hause, stand im Dunkeln auf der Straße und lauschte der Erzählerin - es war einer der schönsten Hörerlebnisse, die ich je hatte!
Also: das Buch sein lassen und statt dessen das Hörbuch nehmen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Juli 2008
Tja, ich weiß gar nicht, wie ich meine Meinung zu diesem Buch richtig formulieren soll:
- eigentlich hat das Buch gar keine Handlung...
- eigentlich ist es (nur) eine Aneinanderreihung von Lebensbetrachtungen einer ältlichen Concierge, die sich vor allen Leuten dumm stellt, und eines 12jährigen hochbegabten Mädchens, das in diesem Haus wohnt und das sich an ihrem 13. Geburtstag umbringen will....
und:
- eigentlich ist es eines der intelligentesten, witzigsten Bücher, die ich je gelesen habe.
Es enthält so tolle Formulierungen!
Die beiden Protagonistinnen entlarven ihre Umwelt so präzise und amüsant, daß es eine reine Freude ist!
Dazu kommt: einfach PERFEKT vorgelesen von Katharina und Anna Thalbach, was das Vergnügen an dieser Geschichte von mal multipliziert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mitte, Ende 30 war Mademoiselle Barbery, als sie ihren Bestseller "Die Eleganz des Igels" geschrieben hat. Ein Alter, das mit keiner der Figuren im Roman übereinstimmt. Die beiden Erzählerinnen sind zwölf und vierundfünfzig, auch alle anderen entweder jünger oder älter. Soll ich psychologisieren und daraus schließen, dass Muriel Barbery mit Altersgenossen und 'genossinnen von jeher nichts anfangen konnte? Das würde mich nicht wundern, wenn sie in Kindheit, Jugend und Adoleszenz so altklug daher gekommen ist wie sie es als Autorin tut. Psychologie hat sie studiert und lebt seit geraumer Zeit in Japan. Sie werden das bestätigt finden, wenn Sie irgendwann den Roman lesen, wozu ich Ihnen allerdings nur rate, wenn Sie zu einer der unten genannten Zielgruppen gehören.

Der Inhalt ist schnell umrissen: Renée, eine vierundfünfzigjährige Concierge stellt seit vielen Jahren ihren eigenen Intellekt unter den Hausmeisterinnenscheffel und gibt sich weitaus einfältiger als sie es in Wahrheit ist. Sie beschäftigt sich nämlich mit großer Literatur und sogar mit allen mehr oder weniger namhaften Philosophen und deren Denkwerken. Sie liest das nicht nur, sondern versteht es und transferiert es in ihre klitzekleine Welt der Conciergenwohnung in einem Mehrfamilienhaus für Besserverdienende in Paris. Ihr tritt gegenüber die zwölfjährige Paloma, die ebenfalls nicht zu tun hat mit einer normal entwickelten Gleichaltrigen. Auch ihr Interesse gilt den großen Fragen des Lebens, die sie in einer Art und Weise stellt und beantwortet, wie es nur große Geister vermögen. Nicht auszuschließen, dass Barbery sich im Rückblick so sieht. Verklärend und idealisierend, versteht sich. Dass die Gedanken Palomas, die weder ihre Eltern mag noch ihre Schwester (die schon gar nicht, obwohl auch sie Philosophie studiert), so in keinem zwölfjährigen Kopf der Welt zustande kommen und zustande kommen können, interessiert Barbery nicht, macht aber den Roman von vorne bis hinten unglaubwürdig. Aber auch nicht fantastisch genug, so dass man ihn in ein entsprechendes Genre ordnen könnte. Paloma ist überdies lebensmüde und plant ihren Abschied mit entsprechender Inszenierung für ihren 13. Geburtstag. Dann soll Schluss sein mit ihrem trögen Dasein, in dem ihr Geist der Realität und vor allem ihrer Umgebung so weit enteilt ist.

Ich will gar nicht eingehen auf den mysteriösen Japaner, der ins Haus einzieht und die beiden Hauptfiguren auf den ersten Blick richtig einschätzt. Und auch nicht auf die vielen Klischees, die Barbery bedient in der Schilderung der Randfiguren, die im Haus wohnen.

"Charmant, witzig, einzigartig ' der Bestseller des Jahres aus Frankreich.", so ist auf der Rückseite des Buches zu lesen. Charmant? Eine seltene Bezeichnung für einen Roman, die eventuell zeigt, dass andere Adjektive schwer zu finden sind. Witzig? Nicht für meinen Humorgeschmack. DeMille, Begley, Helgason und viele mehr, die mir dazu einfallen und die ich in letzter Zeit gelesen habe. Barbery wird dazu nicht gehören, beileibe nicht. Einzigartig? Das macht allerdings Hoffnung, da bin ich ehrlich.

Nun, was macht diesen Roman dennoch zum Bestseller? Vielleicht etwas ähnliches, das jemand wie Paulo Coelho so erfolgreich macht. Die Erkenntnis vieler Leserinnen und Leser, dass ihre übliche Kost an Literarischem unter die Bezeichnung "Triviales" fällt und die für wirklich anspruchsvolle Kost weder das Rüstzeug noch die Geduld aufbringen. Leser der Mittelschicht, die glauben, wenn Kant und Marx und Tolstoi in einem Buch vorkommen, etwas für die eigene Bildung zu tun. Da kommen Coelho und Barbery gerade recht, die ändern zwar nichts, geben einem aber ein besseres Gefühl. Weil der von mir unterstellte Anspruch Mademoiselles Barberys und der Roman so weit auseinander gehen, bleibt am Ende genau ein Stern als Bewertung übrig.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Juli 2008
Dieses Buch interessierte mich 1. weil die Inhalsangabe darauf verwies, dass die Handlung in Paris stattfindet, 2. weil ich wissen wollte, warum jemand einen Igel als elegant charakterisiert und 3. weil das Deckblatt mich in einen angenehmen Gemütszustand versetzte. Eine Katze, mit Samtpfoten auf einer Balustrade balancierend, leise und beruhigend.
Der Stil: Anspruchsvoll, gehoben. Fremdwörter, die meinen Wortschatz erweiterten. Viele Anspielungen, die nicht näher erläutert werden, aber mich zum Nachschlagen anregten. Trotz dieser Begrifflichkeiten doch angenehm zu lesen, eine Pause im hektischen Alltag.
Die Charaktere: Überraschend sympathisch. Nach den Einschätzungen des Stils erwartete ich ihre Persönlichkeiten viel komplizierter und trockener. Doch sie sind sehr interessant, intelligent, und besonders.
Der Inhalt: dreht sich um die Reichen und Schönen, Armen und Hässlichen, ..., die Ewigkeit und Schönheit, den Sinn des Lebens, ... viele philosophische und psychologische Denkanstöße, die auch mal etwas tiefer gehen und das Hirn durchkneten.
Nach jedem Kapitel fühlte ich mich wie nach einer guten Sporteinheit, und hatte Lust, noch eine Runde zu laufen.
In den letzten 50 Seiten hat die Handlung mich unerwartet überrascht und aus meiner Ekstase gerissen. Je nach Leser ist ein Ende berechbar oder nicht, ich habe etwas anderes erwartet. Ich werde es gleich noch einmal lesen, wie eine Kuh, die Gras wiederkäut, um es verdauen zu können.
Die Eleganz des Igels hat meinen Horizont erweitert, mir Lesevergnügen bereitet und meine Bücherwand bereichert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Schon beim Einlegen der ersten CD wird sofort klar, mit welcher Finesse Muriel Barbery Ihr Buch / Hörbuch DIE ELEGANZ DES IGELS aufgebaut hat. Was haben eine alte Concierge und ein 12jähriges Mädchen gemeinsam? Ihre Betrachtungen auf die Welt und der Menschen um sie herum - so unprätentiös ist wohl seit langem niemand mehr literarisch an dieses außergewöhnliche Thema heran gegangen. Ein außergewöhnliches Hörvergnügen erwartet jeden, welcher sich darauf einlassen kann.

Ich war persönlich sehr beeindruckt von der Eloquenz der Sprache, der Flüssigkeit der Bilder und der eindrücklichen Schilderungen von Muriel Barbery in ihrem Werk DIE ELEGANZ DES IGELS - eine klar umrissene Handlung umgibt dieses Werk und scheinbar ohne Bezug nähern sich die beiden Protagonistinnen Renée (die alte Concierge) und Paloma (ein Mädchen, welches sich zu seinem 13. Geburtstag umbringen möchte).

Beiden gemein ist die wunderbare Einfachheit, mit der sie die Welt betrachten. Teils sarkastische und böse Kommentare absondernd, schildern sie uns die Welt und die Menschen, wie sie tatsächlich sind.

Die Geschichte wird bravourös von Katharina und Anna Thalbach gelesen, als sei dieser Roman für sie bestimmt. Selten habe ich so viel Übereinstimmung gefühlt, wie bei diesen beiden Schauspielern der Extraklasse.

Ein außergewöhnliches Werk, das es verdient angehört zu werden - man wird begeistert sein, ob der vielen kleinen Details, der versteckten Schönheit, der Wahrheit der Betrachtungen und der Schlüssigkeit innerhalb aller Handlungen.

Sehr empfehlenswert!
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