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1.142 Rezensionen
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1.278 von 1.442 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur der Titel ginge besser...
"Jenseits des Protokolls?" Das hätten der Verlag und die Autorin auch schmissiger lösen können, zum Beispiel mit diesen Vorschlägen:
1. Armutsfalle Ehrensold - Eine Betroffene klagt an
2. BettiNetto nur Dreitausend - Wenn das Geld nicht für den Monat reicht
3. Google, Diekmann, Ehemann - Die Seuchen der Moderne
4. Der bewusste...
Vor 24 Monaten von Cacavas veröffentlicht

versus
2.812 von 2.933 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Selbstmitleid pur - langweilig, egoistisch und überflüssig!
Eines muss ich vorneweg sagen: Ich habe das Buch geschenkt bekommen, ansonsten täte es mir leid um's Geld. Die Schreibe ist durchaus flüssig zu lesen, auch wenn die Sprache streckenweise sehr jugendlich rüberkommt. Einband und Druckqualität sind für den Preis in Ordnung und das Frontbild ist ein netter Spagat zwischen seriös, hübsch und...
Veröffentlicht am 13. September 2012 von dr.roach


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176 von 188 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fremdschämen pur., 16. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Gebundene Ausgabe)
Ich habe nur den Vorabdruck gelesen und bin erschüttert.

Frau Wulff, warum veröffentlichen Sie dieses Buch, wenn Sie NICHT in der Öffentlichkeit stehen wollen?
Frau Wulff, warum verkaufen Sie der Bildzeitung den Abdruck Ihres Buches, wo es doch angeblich die Bildzeitung war, die Ihre Familie in die beschriebene Misere gebracht hat?
Frau Wullff, warum beklagen Sie sich über ein Leben, das - durch den Steuerzahler finanziert- piviligierter nicht sein kann?
Frau Wulff, warum haben Sie, die Sie keine Ausbildung in irgendwas abgeschlossen, und nach 14 Semestern Ihr Studium geschmissen haben, derartige Ansprüche, wie Sie sie in Ihrem Buch schildern?
Frau Wulff, warum schreiben Sie Ihr Buch nicht selbst? Haben Sie 20 JAHRE!!! Schule und Uni nicht ausgereicht, um sich gewisse Fähigkeiten an Ausdruck, Rechtschreibung und Stil anzueignen?
Frau Wulff, warum zeigen Sie als Inhaberin einer PR-Agentur so eindrucksvoll wie PR NACH HINTEN LOSGEHT?

Frau Wulff, gehen Sie arbeiten und geben Sie nur das Geld aus, das Sie für Ihre Arbeit bekommen. Dann schreiben Sie noch mal ein Buch- aber dann bitte selbst.

Und noch Eines:
Frau Wulff, schämen Sie sich, Ihren Mann so in der Öffentlichkeit bloßzustellen!
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584 von 626 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Banal, Überflüssig und Langweilig, 12. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte heute das Buch in der Hand und es ist an Banalität un Worthülsen kaum noch zu toppen.
Wie kann man z.B. in einem einem Buch ein ganzes Kapitel mit einem Tattoo ausfüllen. Ja, das kommt davon wenn außer shoppen mit dem Ehrensold des Gatten (Verzeihung: Steuerzahlers) nichts Sinnvolles mit seiner Zeit anzufangen weiss, als einen solchen Unsinn zu schreiben. Dieses Buch ist eine Beleidigung an die hart arbeitende Bevölkerung die teilweise nicht wissen wie Sie den nächsten Monat finanziell stemmen sollen. Dieses "Luxusgeplapper" kann man keinem zumuten. B.Wulff ist nicht nur Macht sondern auch noch Mediengeil. Ich hoffe der Verlag stampft dieses "Machwerk" mangels Nachfrage, auf Kosten B.Wulff bald ein. Ich ahne schon den nächsten Buch Titel nach der Scheideung von B. Wulff: "Mein Leben als arme alleinerziehnde Mutter" oder so ähnlich. Schade dass es hier keine Minusterne gibt.

Nachtrag: 14.09.2012
Ich habe heute zwei Buchhändler aufgesucht mit folgendem Ergebnis:
1. Der erste Buchhändler wollte diese Buch seinen Kunden nicht anbieten. Er weigert sich diesen "Schrott" auszulegen.
2. Der Zweite Buchändler hatte einige Exemplare dort liegen und nur 1 verkauft. Aussage:"Es liegt hier wie Blei."
Fazit: Bitte glauben Sie den Bestseller Listen nicht, diese wurden gefaket.

Tja es gibt doch noch ein wenig Gerechtigkeit.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warum?, 9. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Gebundene Ausgabe)
Ja, warum hat sie sich das angetan?
Ich versteh das nicht. Hatte die Frau keine Berater? Ein Buch, als ob sie mit ihrer Freundin spricht, nicht jedermanns Sache.
Hier wird das Bild einer Frau gezeigt, die mit Haushalt und zwei Kindern völlig überfordert ist, obwohl sie viel Hilfe von anderen bekommen hat. Wahrscheinlich hat sie sich das Leben einer Prinzessin oder reichen Lebedame vorgestellt? Der alles abgenommen wird?
Das Buch mag ehrlich sein, aber es gibt Grenzen des guten Geschmacks und der Loyalität gegenüber dem eigenen Ehemann. Mit solchen Gedanken geht frau nicht an die Öffentlichkeit, schon gar nicht als Ehefrau eines hochkarätigen Politikers.

Ich hatte gedacht, dass in diesem Buch politische Gegebenheiten jenseits des Protokolls zur Sprache kommen, die kleinen Geschichten, die nicht in der Presse stehen und dennoch geschehen zwischen den Menschen.

Aber das frustrierte Innenleben einer Frau, die nur durch ihren Mann bekannt war? Och, nee.
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270 von 290 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Schaf im Wulffspelz, 15. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Kindle Edition)
Zunächst einmal muss ich zugeben, dass Marketing und PR mal wieder funktioniert haben. Zwar wird es kein Marketing und keine PR dieser Welt schaffen, mich zum Kauf eines solchen Buches zu verführen, aber der grandiose Hype, der beginnend mit der Präsidentenaffäre, den Rotlichtgerüchten und schließlich dem Auftaktgewitter zu ihrem Buch (Jauch und Google) stattfand, hat mich dann doch dazu bewegt in die Leseprobe eines anderen Buchportals zu schauen, das immerhin einen 24 Seiten langen Einblick in diese zwischen zwei Buchdeckel gebundene Banalität erlaubt. Ich glaube auch sagen zu können, dass diese 24 Seiten (Kapitel "Mama, habt ihr gelogen", "Meine Männer", "Mein Mann") als pars pro toto gelten können und damit das Buch in eine Kategorie befördern, die man irgendwo zwischen provinzieller Lebensbeichte einer Missinterpretierten und billiger Friseurlektüre verorten kann, in dem eine junge Mutter sich selbst als "junge Mami" bezeichnet (bzw. ihre Ghostwriterin dies tut). Da "schwerstverliebt" sich eine 16-Jährige Bettina auf Sylt in einen Baywatch-Sonnyboy, der "einen tollen Body" hat und nebenbei in Mainz Medizin studiert (sie nennt ihn Tom) und beginnt dann als Siebzehnjährige eine mehrjährige Beziehung mit ihm. Dann kommt ein Fitnessstudiobesitzer, mit dem sie heute noch ganz toll befreundet ist und schließlich kommt ein Torsten, Immobilienmakler, den sie in der Disco kennenlernt. Ein Großer, Dunkler mit schönen Augen, der einen kleinen Sohn hat, um den er sich rührend kümmert und mit dem sie auch ein Kind möchte. Das Kind kommt dann auch (ein Wunschkind!). Doch irgendwie klappt das mit den Beziehungen nicht so richtig und so findet sich Bettina dann ein ums andere Mal als trauriger Single abends vor dem langweiligen Fernsehprogramm wieder, bis 2006 endlich der Christian daherkommt. Und dies auch nur, weil eine Firma in Schwierigkeiten geraten war und sie deswegen als PR-Frau bei Continental tätig werden musste und so ihren Christian kennen lernte. Ach wie schlimm das doch war, dass erst eine Firma vor der Insolvenz stehen musste, damit Herr Wulff in ihr Leben treten konnte. So gibt sie es dem Leser zu verstehen.

Gut, wer dann immer noch nicht genug hat von diesem banalen, gänzlich unspektakulären und larmoyanten Geschwafel, der möge zum Zwecke des Weiterlesens das Buch kaufen. Allerdings verfolgt dieses Geplänkel einen perfiden Zweck, den man nicht unterschätzen sollte: Es soll eine Frau, die nichts wirklich Lesenswertes bewegt oder geleistet hat zu einem Opfer der Medien und perfider Politik hochstilisieren. Ein unschuldiges Wesen, dass in die Mühlen einer gnadenlosen Öffentlichkeit geraten ist. Eine Frau, die eigentlich nur eine "liebe Mami" sein und einen ganz normalen Haushalt führen will. Die gar keine Öffentlichkeit will, sie dennoch ständig sucht und deren Mechanismen geschickt zu nutzen weiß. Nach allem, was ich zu dieser ganzen erweiterten Wulff-Thematik in den letzten Monaten erfahren und hören musste, sollten wir alle froh sein, dass uns Bettina Wulff als langjährige First Lady unserer Republik erspart geblieben ist und sie und ihr Mann in Großburgwedel nun einen Lebensmittelpunkt gefunden haben, an dem man bitte nicht weiter rühren oder rütteln sollte. Weder medial noch politisch.
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75 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen unfassbar unerhört unreflektiert, 20. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Gebundene Ausgabe)
Auch ich bin jemand, der dieses Buch über Amazon bestellt und gelesen hat.

Nach dem Stern-Artikel, der auf mich, auch durch die Fotos, so positiv wirkte, war ich doch neugierig geworden, ob die Presse nicht wieder etwas zerreißt, was eigentlich gar nicht so schlecht ist. Vielleicht hat sie ja doch etwas mitzuteilen. Vielleicht trägt in der Tat das Buch dazu bei, eine andere Sichtweise auf Bettina Wulff zu bekommen, so wie es ihr Mann vorhergesagt hat.

Bereits auf den ersten Seiten schreibt sie, ihr sei bewusst, welch ein komplexes Phänomen Vorurteile wären, aber sie hoffe doch trotzdem, sie könne einige davon aus der Welt schaffen. Sie möchte das Bild von sich, das in der Öffentlichkeit existiert, zurecht rücken. Das war ihr Anliegen.

Ihr Bewusstsein über Vorurteile hält die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten aber nicht davon ab, festzustellen, dass Prostitution ein wohl ganz ekelhaftes Phänomen sein muss (von mir interpretiert), weil sie sich dafür so schämte. Bettina Wulff war eine der ersten Frauen in Deutschland, dem Land, in dem Prostitution seit 2002 legal ist, was sie jedoch nicht davon abbringt, ganz öffentlich diese Berufsgruppe zu diskriminieren. So weit, so gut. Ein reflektiertes Statement zu diesem Thema hätte ich von einer großen Dame erwartet, denn nicht nur der Islam gehört zu Deutschland.

Als C.W. noch Ministerpräsident war, fiel ihr schon auf, wie sehr sie eingeschränkt wurde, durch Medien, durch die Sicherheitsvorschriften des Hauses, etc. Und da kam sie nicht auf die Idee, dass sich exakt diese Dinge verstärkt zeigen würden, wenn C.W. Bundespräsident wird??

Sie beschwert sich außerdem, wie Frauen sie im Fitnessstudio beäugt hätten. Dass es immer ganz leise wurde, als sie die Umkleidekabine betrat. Anstatt als Bundespräsidentengattin mit Größe und Würde auf ihre Mitbürgerinnen zuzugehen, lästert sie über deren Reaktionen. Anstatt selbst zu reflektieren, dass sie nun eine besondere Rolle hat, die manche Menschen vielleicht sogar verunsichert, geht sie in die Defensive und klagt an!?

Die großen Auftritte, das Reisen und das Händeschütteln, das hätte sie schon genossen. Aber der ganze Stress, das selbst Putzen, das ginge nun nicht. Man bekommt den Eindruck sie wollte ein wenig Prinzessin im Schloss Bellevue spielen und stellte fest, dass ihr der Hofstaat fehlte.

Sie beschwert sich im gesamten Buch über alles und jeden. Sie war nicht in der Lage, Dinge aktiv in die Hand zu nehmen, zu verändern, selbstbestimmt zu kontrollieren, als sie passierten. Sie lies sich leben, nahm eine passive Haltung ein und beschwert sich nun lieber darüber, als zu gegebener Zeit, Mut zu beweisen und für ihre Bedürfnisse geradezustehen. Vor allem auch für die Bedürfnisse der Kinder.

Sie wollte sich eigentlich - laut Buch - aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Alleine ihre PR-Geschichte die letzten Tage machen jedoch ihre Aussagen im Buch durch und durch unglaubwürdig. Sie betont immer wieder, was für ein einfacher Mensch sie doch eigentlich sei und wie sehr sie eine Michelle Obama bewundere. Das ist das einzige, was man ihr in der Tat abkauft. Einfach, unreflektiert und ihrer Aufgabe nicht gewachsen. Deshalb tritt sie nun nach, anstatt mit sich selbst und ihren Handlungen ins Gericht zu gehen und sich selbst zu hinterfragen.

Sie hätte zuletzt wirklich von ihrem Mann lernen können, der sämtliche Ereignisse für sich im Kloster in Ruhe verarbeitet und aufgearbeitet hat. Sie hat den peinlichen, entblößenden und entlarvenden Weg gewählt und merkt es höchst wahrscheinlich nicht einmal. Die Frau sieht vor lauter ICH sich selbst nicht mehr.

Daher vergebe ich nur einen Stern. Ich hatte gehofft, wenngleich es nicht viel gewesen wäre, ein paar wichtige, interessante Lebenserkenntnisse zu ziehen. Doch da war wirklich NICHTS! Unfassbar, unerhört, unreflektiert. Schade.
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563 von 608 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Abstoßend, 12. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Gebundene Ausgabe)
Bereits 2006 geisterten die Escort-Gerüchte durch Hannover.
Und geschlagene 6 Jahre später, just zum Zeitpunkt des Erscheinens ihrer selbstdarstellerischen
vor Selbstmitleid triefenden Jammerfibel, werden Jauch und Google medienwirksam verklagt.
Wer da noch an Zufall glaubt, dem ist nicht zu helfen.
Wie gewohnt, geht es dabei mal wieder um's Geld.
Denn was sonst erhofft sich B. Wulff denn von ihren Veröffentlichungen?
Verständnis? Rehabilitation?
Wie bereits Guttenberg hat sie den Zeitgeist total verkannt und merkt einfach nicht,
dass die Öffentlichkeit nichts mehr von den Wulff's hören will.
Es ist offensichtlich, dass sie aus dem Schatten ihres Mannes heraustreten- und als eigenständige Frau gesehen werden will, doch dieser Versuch ist kläglich gescheitert.
Sie offenbart nur spießige Mittelmäßigkeit, die sie mit diesem Buch zweifellos zementiert.

Besonders abstoßend ist der Umstand, dass B. Wulff ihr Buch in der Bild-Zeitung veröffentlichen lässt – ausgerechnet dem Blatt, das einen großen Anteil an der Demontage ihres Mannes trägt – und somit auch an ihrem eigenen Leidwesen.
Diese verlogene Doppelmoral ist kaum noch zu toppen, da sie im Buch mit Kai Diekmann, seinerzeit immerhin Bild-Chefredakteur, abrechnet.
Aber nun wieder die Bild einzuspannen, um ihr Buch zu promoten, bereitet ihr keinerlei Probleme.
Davon abgesehen befindet sich der intellektuelle Anspruch dieses Buches auf einem unglaublich primitiven Niveau und B. Wulff schreckt dabei noch nicht einmal davor zurück, intime Probleme aus ihrem Eheleben mit Christian zu verklappen.
Frau Wulff will PR-Beraterin sein?
Diese Vorgänge beweisen, dass sie keinerlei Ahnung vom Metier besitzt.
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227 von 245 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Aha! Neues von den Schnorrern aus Grossburgwedel!, 13. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Gebundene Ausgabe)
JAWOHL!!:
Zuerst mal Gratulation zu diesem Coup. Das Dreigestirn aus Bashing against Google, Günther Jauch und Bildzeitung ist eine grosse Lehrstunde wie man sich in Deutschland Aufmerksamkeit in allen Schichten und Medien sichert. Wieder mal mit geschickter Hand vom Ruhm und Klang anderer Profitiert ohne dafür selbst zu zahlen. Excellent!
An dieser Stelle muss aber der Respekt auch enden,- denn was uns hier serviert wird ist bestenfalls dreist und Respektlos in jedem Fall.
Auch ich habe diesen Gassenhauer tatsächlich zügig durchgelesen ganz ohne es zu kaufen denn die Belegexemplare in einer grossen Buchhandlung sind dort gemütlich auf der Couch in ca 2 Stunden abzuarbeiten.
Danach stellt sich Leere im Kopf ein die aus purer Fassungslosigkeit resultiert.

LIEBE FRAU WULFF,

Danke das Sie uns wissen lassen was echte Probleme sind und mit welcher unerträglichen Härte wir unsere Volksvertreter bestrafen. Für jemanden der wie Sie einfach nur die Unschuld am Lande in Sneakern, Jeans und mit Tattoo sein möchte ist es denn auch wirklich nicht leicht mit einem kalten Mann wie Herrn Christian Wulff ein EFH zu teilen.
Chapeau für Ihr Titelbild in dem Sie sich rückblickend von dem Spiegel abwenden der ganz offenbar weiter rechts im Bild stünde um nicht aus Versehen eine Reflektion von Ihnen sehen zu müssen. Denn hätten Sie auch nur eine Sekunde Ihre Egozentrische und absolut undifferenzierte Position verlassen dann hätten vielleicht selbst Sie gemerkt welche Arroganz aus Ihrem von Ghostwriterhand verfassten Büchlein spricht.
Das Christian Wulff ein Mann ist der seine Ikarusfedern nur mit Vaseline angeklebt hat und deshalb irgendwann förmlich auf seinem eigenen Schmierfilm in der selbst gewählten grossen Öffentlichkeit ausrutschen musste sollte Ihnen schon bei Antritt der Ehe klar gewesen sein,- zumindest kann ich Ihnen die Überraschung das alles ja so fies öffentlich lief nicht abkaufen.
(Man fragt sich an der Stelle was Christine Wulff <die Exfrau> darüber denkt???)
Ganz ehrlich,- der arme kleine Leander wurde mit dem kaum beachteten Gerücht über die Rote Laterne bis zu Ihrem wohl selbst gewählten Power-Outing kaum in Verlegenheit gebracht. Nach dieser peinlichen Nabelschau in Form sinnlos bedruckten Zellstoffs wird sich Ihr Kind allerdings kaum jemals des Spotts entledigen können für das ich Ihm und nur Ihm allein mein Beileid ausdrücken möchte. Eine Information löschen zu wollen um Sie dann exponentiell zu verbreiten erscheint mir Geist- und gerade mit Hinblick auf das arme Kind auch Rücksichtslos und dämlich. Da kann man nur noch staunen.
Weniger faszinierend finde ich Ihren Vortrag über Ihre Beklagenswerte finanzielle Situation. Den Ehrensold-Hartz-Antrag ausfüllen zu müssen,- das sind wirklich für uns andere Bürger kaum nachvollziehbare Qualen die wir Ihnen gerne erspart hätten das dürfen Sie mir glauben.
In jedem Fall sehe ich nach dem Konsum Ihrer Wiedergewinnung der Deutungshoheit nur eins klar bestätigt,- wir können froh sein das weder Ihr Mann noch Sie in Bellevue verblieben sind. Denn es deutet sich nicht nur an,- es zwingt sich auf: Sie haben völligen Realitätsverlust und der ist ein Fall für Sozialtherapeuten die Ihnen helfen die Welt wieder richtig einzuordnen. Noch mehr Sozial gestörte Leitfiguren braucht aber Deutschland wirklich nicht.

Alles,- ja wirklich alles an Ihrem Buch ist oberflächlich, Belanglos und der Vorgeschichte die wir alle ja auch schon ertragen mussten wirklich in keiner Weise angemessen. Hier wird nur Gepöbelt,- die anderen sind Schuld und die Opfer wohnen im Klinkerhaus bei Hannover. Danke das wir auch das noch wissen müssen.

Mein dringlicher Rat an Sie:
Die PR Agentur lieber sein lassen (ausser es soll Pinoccio & die Realitätsverweigerer heissen) denn echte Kommunikation bedeutet zuerst Reflektion mit Wahrnehmung des Gegenüber und das ist nicht Ihr Ding. Vielleicht erfreuen Sie uns doch besser mit dem was Sie am besten könnten:
Ein Buch über "Schnäppchenjagd im Politalltag" oder ein Audioguide zum Thema "Selbstmitleid medial perfekt inszeniert". Da ist dann die Glaubwürdigkeit auch wieder eher auf Ihrer Seite.
Bis dahin,- immer schön sparsam bleiben. Mit 18.000 EUR im Monat möchten wir alle nicht auskommen müssen. Genauswenig wie wir alle noch mehr Folgen aus der Serie "Die Schnorrers aus Grossburgwedel" sehen wollen.
Falls Sie es nicht lassen können dann wenigstens nicht wieder zu Weihnachten.
Danke!

PS: Ja der Gedanke endlich den Nullstern bei Amazon mit einer klaren Abzugswirkung einzuführen ist kaum zu vermeiden. Diesen Wunsch hatte ich auch schon bei dem Machwerk "Vorerst Gescheitert", das sich auf ähnlichem tiefen Niveau bewegt.
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142 von 153 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Armutszeugnis, das seinesgleichen sucht - unerträglich schlicht, banal und weltfremd, 21. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Gebundene Ausgabe)
Die Dame soll in der PR-Branche ihr Geld verdient haben?! Mal abgesehen vom unerträglich banalen, jammernden und realitätsfernen Inhalt: Es müßte für Frau Wulff als angeblicher PR-Profi doch eigentlich ein Leichtes sein, guten und schlechten Schreibstil bzw. dem Anliegen unangemessenen Schreibstil und Form voneinander unterscheiden zu können. Sie möchte Klarheit schaffen und ernst genommen werden hat sich dafür tatsächlich eine Autorin engagiert, die auf seichte Frauenliteratur und den entsprechend schlichten Schreibstil spezialisiert ist!

Wie will Frau Wulff mit diesen offensichtlichen Kompetenzmängeln ihre PR-Kunden gut beraten? Jedem sei angeraten, Frau Wulff und ihre Agentur dem ungeliebten Mitbewerber anzudienen - damit scheint man diesen todsicher als ernstzunehmenden Geschäftspartner aus dem Feld räumen zu können.

Hat sie, wenn schon selbst offenbar fachlich komplett inkompetent - wobei dies sogar selbst dem Laien noch der gesunde Menschverstand sagen sollte - keine Kollegen aus dem PR-Bereich oder einfach nur wohlmeinende Freunde, die sie vor dem Disaster der Veröffentlichung dieses Buches bewahrt haben? Oder stand einfach nur der Gedanke im Vordergrund, schnell noch finanziell rauszupressen, was rauszupressen geht, bevor sie und ihr Gatte in der kompletten medialen Bedeutungslosigkeit verschwunden sind?! Wie sonst ist dieser disaströse Schnellschuß zu erklären?

Ihrer Naivität(?!) ist es aber zu verdanken, dass sie sich in ihrem selbstbeweihräuchernden und klagenden Buch noch einmal mehr unwillentlich von ihrer echten Seite gezeigt hat. Hier sind keine bösen Worte von Außenstehenden notwendig, Frau Wulff demontiert sich mit Ihren Ergüssen ganz prima alleine. Wie ein anderer Rezensent passend geschrieben hat - ein Ackergaul bleibt ein Ackergaul, auch wenn man eine Seidendecke darüberwirft.

Ich habe nur kurz quergelesen, mehr wäre unerträglich und Verschwendung von Lebenszeit gewesen - die Dame lebt offensichtlich ganz alleine in ihrem narzistischen Universum, für Realitäten komplett unerreichbar. Nur exemplarisch für unzählige andere Schilderungen, mit denen sie sich selbst entblößt: Wie kann Sie, ohne sich zu schämen, auch noch die Situation des Rücktritts ihre Mannes rein aus ihrer eigenen egoistischen vermeintlichen Zurücksetzung betrachten und in der Öffentlichkeit breitreten? Wo bleibt die Empathie? Es zählt nicht, was eine Frau Wulff in diesem Moment an egoistischen Befindlichkeiten an den Tag gelegt hat - in einem solchen Moment zählt der Schulterschluß in der Öffentlichkeit zum Partner und sonst gar nichts. Dies sollte für jeden selbstverständlich sein, erst recht aber für eine Bundespräsidentengattin. Wer einen solchen Menschen zum Freund oder schlimmer noch als Ehepartner hat, der braucht keine Feinde!!

Aber nicht nur diese Sequenz macht nur noch einmal mehr deutlich, welch Geistes Kind die Dame zu sein scheint. Das ganze Buch ist voll von ICH, MEINS, HABEN WILL, WARUM KRIEGE ICH NICHT - der Vergleich mit dem Tagebuch einer 14-jährigen würde den Teenager nur unnötig beleidigen. Jeder nur einigermaßen zur Verantwortung erzogene Mensch würde sich ob solcher Ergüsse und berechnenden Wesens schämen und besitzt schon in jungen Jahren mehr Herzensbildung und Weitsicht als es dieses Buch bei Frau Wulff vermuten lässt.

Man gewinnt den Eindruck, die Zeit als Bundespräsidentengattin gleicht in der Beschreibung von Frau Wulff einem Auftritt auf der Bühne in einem Varieté-Theater, es wird sich über die schlechte Ausleuchtung beklagt und dass sie nicht genug im Rampenlicht stand.

Fazit:
Für die Bahnhofsbuchhandlung als Ausgabe des wöchentlich erscheinenden Groschenromans geeignet, auch preislich maximal in diesem Segment anzusiedeln. Als Blick hinter die Kulissen der Gattin des ehemalig das höchste Amt des Staates begleitenden Mannes aber komplett unwürdig und ein Armutszeugnis, das seinesgleichen sucht.
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91 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein verstörendes Buch, 26. September 2012
Von 
Dirk Wolff-Simon (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Gebundene Ausgabe)
Wer eine politische Biographie verfasst ist typischerweise eine Persönlichkeit, die uns mit seinen Erinnerungen etwas zu sagen hat. Es gibt Biographien, die uns durch ihren Umfang regelrecht erschlagen, wenn man an das Werk von Helmut Kohl denkt. Es gibt launige Beispiele (Manfred Rommel), aufschlussreiche (Egon Bahr) und auch solche, die man besser nicht oder vielleicht nicht in der gewählten Form veröffentlichen sollte. Die aktuelle Biographie von Bettina Wulff, der Frau des zurückgetretenen Bundespräsidenten, zählt zweifellos zu Letzteren.
Aufschlußreich ist das Buch jedoch allemal, denn es offenbart einen intimen Einblick in die Psyche eines Menschen, den man bisher nur aus den Darstellungen der Massenmedien kennenlernen durfte – in einer narzisstisch penetrierenden Opulenz, die ihresgleichen sucht. Keine Ehefrau eines Politikers hat sich bislang so penetrant selbstvermarktend in Szene gesetzt, wie es die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff tut. Frau Wulff geht es bei dem Buch nur vordergründig um „Einblicke außerhalb des Protokolls“. Im Grunde genommen ist das Buch nichts anderes als eine persönliche Selbstvermarktung.

Mit dem Buch wird dem Leser ein Einblick in die Vergangenheit der ehemaligen „Frist Lady“ vermittelt, der irritiert, denn hier wird in einem relativ lockeren Stil über die eigene Jugend, erste Beziehungen und das Kennenlernen des jetzigen Ehemannes geschrieben. So steht an einer Stelle: „Ich war 16, Tom 24. Er war Rettungsschwimmer auf Sylt (...). Die erste Begegnung mit Tom am Strand werde ich nicht vergessen (...), da stand dieser Typ: groß, blond, blaue Augen und natürlich wartete er aufgrund seines Semesterjobs nicht mit dem schlechtesten aller Bodys auf. Ich war ziemlich schnell schwerstverliebt.“ An anderer Stelle ist über den jetzigen Ehemann folgendes zu finden: „Wenn ich mich früher mit meinen Arbeitskollegen und vor allem -kolleginnen über Christian Wulff unterhalten habe und wir ihn uns in der Zeitung anschauten, fragten wir uns schon: Was findet eine Frau an diesem Mann? Irgendwie fehlen da ein paar Ecken und Kanten, etwas Besonderes und Eigenes.“ Und an anderer Stelle „Ein bestimmter Typ Mann, der mich besonders anzieht, gab und gibt es aber nicht. So stand ein Christian Wulff auch nicht auf einer Liste von wegen ,Haben Wollen’“. Bei der weiteren Lektüre drängt sich dem distanzierten Leser, der sich um eine vorurteilsfreie Einschätzung bemüht, recht schnell der Eindruck auf, dass mit dem Stil des Buches eine möglichst breite Leserschaft erreicht werden soll, die wenig Ansprüche an intellektuell hochfliegende Ausführungen stellt und eher an Unterhaltung im Stil von Super Illu oder Bunte interessiert ist. Dieter Bohlen hätte es nicht grandioser formulieren können, wenn an anderer Stelle steht:
„Später, als wir bereits ein Paar waren, sagte mir Christian einmal, dass er in jenem Augenblick, als ich in Jeans, Sweatshirt und mit Pferdeschwanz im Flieger in Richtung der hinteren Reihen an ihm vorbeirauschte, wusste: Die Frau will ich unbedingt kennenlernen.“ Trivial setzt sich das an anderer Stelle fort, wenn hier steht „Ich freute mich auch, als Christian Wulff mich ansprach und fragte, ob ich ihm eine Visitenkarte von mir geben könne. Ich fand das zwar niedlich und dachte: ,Der sammelt selbst die Visitenkarten ein? Der hat doch eine Referentin dabei...’, aber großartig irritiert hat mich das nicht.“ Man könnte sich glatt an die Jugenderinnerungen eines Teenies erinnert fühlen, wenn an anderer Stelle der Rat der Freundin eingeholt wird als der niedersächsische Ministerpräsident in die Offensive geht - „Zwar vermutete meine Freundin Stephanie, als ich ihr von der SMS erzählte, folgerichtig: ,Der will doch was von dir’, aber d ameinte ich nur, Du spinnst doch. Erst als mich Christian zwei Tage später erneut ansimste, machte es auch bei mir ,klick’ (...). Doch schnell läuteten auch die Alarmglocken, da er eben verheiratet war und ein Kind hatte. Aber wusste ich, wie es in der Beziehung läuft? Was wusste ich überhaupt über das Privatleben dieses Mannes? Nicht viel, eigentlich gar nichts und letztlich war er ein erwachsener Mann, der sich von sich aus bei mir gemeldet hatte. So schob ich die Bedenken beiseite.“

Etwas besonderes scheint die Beziehung zu ihrem Ehemann schon zu sein, wenn an anderer Stelle geschrieben wird: "Sich dann aber auch noch in einen konservativen Politiker zu verlieben, ging eigentlich gar nicht (...). Wenn schon ein Politiker, warum dann nicht einer von den Grünen oder der SPD? Aber der, der passt doch gar nicht in dein Leben, nicht zu unserem Leben.“
Was das eigentlich verbindende Element, die „Schnittmenge“ zwischen den beiden ist, erfährt man im Buch nicht – aber will man das überhaupt? Welches sind die Erlebnisse außerhalb des Protokolls? Welche Annekdoten präsentiert uns Frau Wulff aus der zwanzigmonatigen Amtsperiode des Bundespräsidenten? Hier enttäuscht das Buch auf ganzer Länge, denn außer larmoyanten Ausführungen über die Leiden der Bundespräsidentengattin erfährt der Leser fast nichts. Jedoch wird berichtet, wie sehr sich Frau Wulff unter der Last der künftigen Präsidentengattin fühlte. Wenn die ehemalige britische Botschaftergattin Brigid Keenan von den teils schwierigen und abenteuerlichen Bedingungen eines internationalen Diplomatenlebens berichtet oder Jutta Falke-Ischinger von den Zeiten an der New Yorker Botschaft schreibt, so quälte sich eine selbsterklärte Powerfrau mit den Unbilden des Alltags als Bundespräsidentengattin. „Ich fühlte mich total überlastet (...). Mich plagten Schuldgefühle, und ich nahm es in dieser Zeit auch dem ganzen Apparat Bundespräsidialamt übel, dass sie nicht realisierten, unter welch innerlichem Druck ich stand.“ Und wo andere Bundesbürger von einer Nacht im präsidialen Schloss träumen, da echauffiert sich Frau Wulff über die kühle Athmosphäre des Schlosses Bellvue „Vielleicht liegt es daran, dass das Haus ständig von anderen Menschen bewohnt wird (...), weshalb dieses Haus keine wirkliche Seele hat. Ich vermisste so etwas wie einen persönlichen Charme (...). Für die untere Wohnung kauften wir erst einmal zwei neue beigefarbene Stoffsofas und peppten die in meinen Augen eher altmodische, aber vielleicht auch nur zu gediegene Einrichtung mit ein paar großen Blumenvasen und mit Kerzen auf (...). Den Esstisch aus lasiertem Holz übernahmen wir von den Köhlers, ließen aber helle Hussen über die Stühle ziehen.“ Gott Lob, so erfahren wir, wurde aber bald umgebaut. „Neben den größeren Umbaumaßnahmen musste aber auch erstmal in der Küche eine richtige Dunstabzugshaube eingebaut werden (...). Zwar gab es eine Reinigungskraft, doch die kümmerte sich nur um die unteren, repräsentativen Räume (...). Toll war jedoch, dass es eine Hausintendanz gab, die uns auf Dienstreisen begleitete, vor einem Staatsbankett schnell das Abendkleid dämpfte oder den Anzug noch einmal frisch aufbügelte.“
Über die Studienzeit von Frau Wulff erfahren wir relativ wenig. Auch dazu, ob denn das Studium in Hannover nun mit einem Abschluß belegt wurde oder nicht. Bezeichnend ist der Teil über die noch laufenden Ermittlungen gegen ihren Mann und ihre persönliche Auffassung zu den Vorwürfen der persönlichen Vorteilsnahme und der Verquickung von privaten und beruflichen Interessen. „Es ist doch verrückt: Wenn ich bei meiner Freundin Stephanie in Herford auf dem Sofa übernachte, kräht danach kein Hahn. Aber als wir 2009 in dem Haus der Geerkens in Miami übernachteten, sorgte dies im Nachhinein für Wirbel.“ An anderer Stelle wird hierzu weiter ausgeführt „Lehnt man zum Beispiel dankend ab, wenn man, wie wir am 20. Dezember 2009, am Check-in auf dem Flughafen steht, kurz vor einem gut neunstündigen Flug von Düsseldorf nach Miami, am Hosenbein zupfend ein quengelndes Kleinkind, und eröffnet bekommt, dass es statt wie gebucht in der Economyclass noch freie Plätze in der Businessclass gebe und man diese nutzen könne? Sagt man da etwa Nein?“

Hier wird deutlich, dass der ehemaligen First Lady die Gabe der Selbstreflexion fehlt.
Sie ist eine Person, die auch die kritischen Augenblicke des Lebens zur Selbstdarstellung nutzt. „Ich überlegte auch sehr genau, was ich an dem folgenden Tag anziehen werde. Mehr als bei allen anderen Events war mir dies wichtig. Es sollte etwas Schlichtes sein, nicht zu edel und aufgesetzt (...). Ich wollte mich als starke Frau präsentieren (...). Schnell fiel meine Wahl auf eins meiner Lieblingskostüme von Rena Lange. Im Grunde ein ganz klassisches schwarzes Ensemble mit Rock und kurzer Jacke, an den Rändern in Weiß gearbeitet.“
Am Ende fragt man sich, was einem das Buch vermitteln wollte? Eine Rechtfertigung für einen durchaus etwas unkonventionellen Lebenswandel im Dunstkreis der Bussi-Bussi-Schickeria? Im Grunde genommen ist es eher ein verstörendes Buch, nach dessen Lektüre man sich fragt, was das Leben der Wulffs eigentlich ausmacht? Was ist der Spirit der sie trägt? Das Buch reflektiert keineswegs die Partnerschaft gleichberechtigter Menschen im politischen Rampenlicht, sondern die Bekenntnisse einer eher unreifen Frau, die nicht verstanden hat, was gemeinsames Zusammenleben ausmacht und auch im Nachhinein nicht versteht, daß bestimmte Szenen des Privaten nicht auf den Marktplatz des öffentlichen Interesses gehören. Es ist auch deshalb ein verstörendes Buch, da der Ehemann hier in ein Licht gerückt wird, das bedenklich stimmt.
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104 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Noch ein weiter Weg, 17. September 2012
Von 
Lothar Müller-Güldemeister "Reißwolf" (Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch nun tatsächlich von vorn bis hinten gelesen, wenn auch ohne es zu kaufen. Es ging ziemlich schnell, denn es ist sprachlich wie inhaltlich äußerst simpel gehalten, auf dem Niveau von Publikationsorganen, die sich an eher bildungsferne Leserkreise wenden.

Wir erfahren aus dem Buch kaum neue Tatsachen, einmal von solchen Dingen abgesehen wie dass Frau Wulffs Jugendliebe Rettungsschwimmer war und "nicht den schlechtesten Body" hatte oder davon, dass sie sich eigentlich ein größeres Tattoo stechen lassen wollte, davon dann aber absah, nachdem sie ihren jetzigen Mann kennen gelernt hatte.

Die Schilderung solcher Oberflächlichkeiten füllt die ganzen rund 200 Seiten Text. Aber gerade diese Aneinanderreihung von Banalitäten und Intimitäten und die Kulleräugigkeit, mit der Frau Wulff in die Welt blickt, ohne dass ihre Blicke irgendwo tiefer dringen als an die Oberfläche, zeigt eben am besten - und machen das Buch dann doch noch, zumindest als psychologisches Dokument, interessant (und nur darum 2 Sterne) - dass Frau Wulff mit ihrer Aufgabe als First Lady zunächst des Landes Niedersachsen und sodann der Bundesrepublik Deutschland vollständig überfordert war, in intellektueller, menschlicher und physischer Hinsicht. Was an ihrer ganzen Jammerei auf hohem Niveau noch am Sympathischsten aufscheint, ist, dass sie das irgendwann zu merken begonnen und darunter offenbar in zunehmendem Maß gelitten hat. Auch ihr Mann war mit seiner Aufgabe überfordert; dafür kann man nicht Bettina Wulff verantwortlich machen, eher ihn und noch mehr wohl Angela Merkel. Die hätten auch wissen müssen, dass Christian Wulff nicht nur der falsche Mann im Amt des Bundespräsidenten war, sondern er auch für dieses Amt nicht die richtige Frau mitgebracht hat. Der Abgang des Herrn Wulff, der die Konsequenz dieser personellen Fehlentscheidung von Frau Merkel und Herrn Westerwelle war, war dann für Frau Wulff - so entnehme ich es dem Buch - einerseits der unwürdige Abschluss dieser Episode wie auch ihre Befreiung aus dem Stress einer Position, der sie nicht gewachsen war. Dass sie in dieser Situation das Bedürfnis empfunden hat, sich ein wenig von ihrem Mann zu distanzieren, kann ich fast verstehen.

Leider hat die Überforderung der Frau Wulff mit dem Ende ihrer Position als First Lady keinen Abschluss gefunden. Auch wenn die Häme und der Spott, die manche Leute nun über sie ausgießen, selbstgerecht erscheinen: als PR-Expertin, als die sie in Zukunft anscheinend ihren Lebensunterhalt verdienen will, hat sie sich mit dieser Art von PR in eigener Sache nicht gerade empfohlen. Der Schuss ist nach hinten losgegangen. Dass weder ihr Mann noch die vielen angeblich guten Freunde, die sie in dem Buch nennt, ihr den Freundschaftsdienst erwiesen haben, sie vor dieser Veröffentlichung zu warnen, zeigt, dass sie noch einen weiten Weg vor sich hat.

NACHTRAG vom 07.01.2013: Und so war die Trennung von ihrem Mann wohl auch nur noch eine Frage der Zeit...
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Jenseits des Protokolls
Jenseits des Protokolls von Nicole Maibaum (Gebundene Ausgabe - 12. September 2012)
EUR 19,99
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