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Kundenrezensionen

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am 26. Januar 2011
Stefan Matschiner bzw. Manfred Behr beschreiben absolut fesselnd die Geschichte eines sportlichen Beraters, der im System Hochleistungssport am Rande der Kriminalität seine Erfahrungen vor allem mit Doping erlebt. Der Leser fiebert mit, als Sportler ist man ebenso abgeschreckt wie unangenehm fasziniert und stets schwingt die Hoffnung nach Erkenntnis und Reue für Matschiner mit. Die Geschichte ist praktisch authentisch und entspricht wohl in weiten Teilen der Realität.
Dass Matschiner ein menschenverachtender egomanischer Verrückter ist, der von der Hilflosigkeit der Sportler profitiert und mit deren Gesundheit spielt, dem kein krimineller oder moralisch verachtenswerter Spielzug schwer fällt, der dummdreist sich als Helfer positioniert und dabei jeden und alles unter Generalverdacht stellt und die Chuzpe hat, sich als Opfer zu sehen, bleibt in dem Buch unbeachtet.
Absolut lesenswert, weil unterhaltend, gibt aber kein differenziertes Bild ab.
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am 4. April 2012
Dieses Buch hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. Es liest sich eher wie ein Politk- oder Wirtschaftsthriller, da Matschiner so gut wie keine Namen nennt und nur bereits öffentlich bekannte Dopingsünder in dem Buch namentlich vorkommen. Ansonsten wird mit Decknamen oder gar irgendwelchen kryptischen Umschreibungen hantiert, wie etwa, dass ein ein "prominenter Politiker aus dem deutschen Bundestag" seine Immunität nutzt(e), um deutsche Sportler bei wichtigen Wettkämpfen im Ausland mit Dopingmitteln zu versorgen. Das Stichwort Fußball fällt auch nur zwei Mal im gesamten Buch, einmal davon als zitierte Mutmaßung eines der unter Decknamen vorkommenden Kunden Matschiners. Da hat wohl einer Angst vor der FIFA... Irgendwelche Behauptungen a la "mein Nachbar kennt jemanden, dessen Schwägerin seines Gärtners im Klönschnack mit Arbeitskolleginnen erfahren hat, dass Andy (*) nur gedopt einen Olympiasieg erreichen konnte" sind tatsächlich nur Stammtischniveau ohne Substanz. Schließlich ist der Herr Autor rechtskräftig verurteilt, hat vorher und auch während der Ermittlungen gelogen und getäuscht was das Zeug hält und nun werden hier Behauptungen ohne Bezug zur Realität genannt, die genauso gut frei erfunden sein könnten, um die Auflage zu steigern. Schließlich muss Herr M. ja auch von was leben. Nicht dass ich nicht an flächendeckendes Doping im gesamten Leistungssport und Verfilzungen hinter den Kulissen glaube. Nicht, dass ich hier das Denunzieren bekannter Sportler erwarte. Aber die Beispiele, die in diesem Buch genannt werden, sind durch ihre Belanglosigkeit, da total anonymisiert, gänzlich uninteressant. "Nu pack doch mal endlich Butter bei die Fische" habe ich mir beim Lesen ständig gesagt. Dieses Buch kann man sich daher schenken, wenn man ohnehin von einem dopingverseuchten Leistungssport ausgeht, da das Buch an sich nichts Neues bietet. Oh, nein, ich vergaß: wie ein anderer Rezensent hier bereits erwähnte, bekommt der an Doping interessierte Hobbysportler in einem Kapitel eine hervorragende Einführung in Art, Anwendung, Nutzen und Risiken aller derzeit praktizierten Methoden und Mittelchen am Dopingmarkt.

Zudem gefällt sich Matschiner in der Rolle des Ultra-coolen, der alle an der Nase herumführt und einen Job macht, wo selbst ein James Bond neidisch wird. Diese Selbstbeweihräucherung, wie gut er dieses oder jenes wieder geregelt hat, ist auf Dauer extrem nervig und unsympathisch.
Zum Schluss noch ein Kritikpunkt an das Lektorat: wer ein Buch mit derart vielen Schreib- und Druckfehlern durchwinkt, sollte sich einen anderen Job suchen. Zum Ende des Buches hin wurde es immer extremer, da hatte wohl jemand auch keine Lust mehr zum Weiterlesen. Unfreiwillig komisch fand ich die Wortschöpfung geloffensichtlich", geht es in diesem Zusammenhang doch um eine Testosteron-Creme.
Ein Highlight ist allerdings die Zusammenstellung der kreativsten Ausreden von Dopingsündern am Ende des Buches. Das kann als Stimmungsmacher auf jeder Party vorgelesen werden.

(*) so werden im Buch falsche Namen gekennzeichnet
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am 31. Januar 2011
Einerseits gibt Matschiner bzw. sein Ghostwriter Manfred Behr Einblicke in die verlogene Sportwelt, in der das Thema Doping wahrscheinlich wirklich allgegenwärtig ist. Aber: Warum soll man ihm alles glauben, was da geschriben steht? Er gibt im Buch öfters damit an, Ermittlungsbehörden hinters Licht geführt und die Unwahrheit gesagt zu haben. Warum sollte er also ausgerechnet in diesem Buch mit der "Wahrheit" herausrücken?

Das Buch ist in einem ironisch-selbstironisch und teilweise zynischem Stil geschrieben, was das Durchackern diverser Ungeheuerlichkeiten, die im Sport tagtäglich stattfinden, etwas leichter erscheinen lässt, als es wahrscheinlich ist. Matschiner stellt sich im Buch als verantwortungsvoller Dopingmanager dar, der mit seinen Sportlern einen respektvollen Umgang pflegt. Seltsam, dass er dann ausgerechnet eine hoffnungsvolle 18jährige Läuferin aus Kenia, als "nicht unattraktives DING" bezeichnet, obwohl er sich selbst als "sensiblen Charakter" sieht.

Für diverse Hobbysportler praktischer Weise beschäftigt sich ein Kapitel mit den verbotenen Substanzen und Methoden, damit diese in Zukunft womöglich nicht ganz so viele Fehler machen. Interessant fand ich das Kapitel, in dem Matschiners Frau Sonia ihre Eindrücke von "Fünf Jahre Ausnahmezustand" schildert. Das rückt wahrscheinlich einige Ausführungen über Matschiners Leben in ein realistischeres Licht. Am besten fand ich das Kapitel "Wir sind alle gedopt!", in dem er den Umgang von Ärzten mit Hormonen usw. zurecht kritisch beleuchtet. Zum Schluss noch ein Interview mit Walter Mayer, dem "bunten Hund" und Trainer.
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am 20. Juni 2012
Doping im Sport ist für mich ein sehr intaressantes Thema. Nicht weil ich nach Sensationen giere, oder meine vorgefertigte schwarz-weiß Welt bestätigt sehen möchte. Auf Internetforen einschlägiger Seiten hat sich das Niveau dermaßen abgeflacht, dass dem Interessierten nur noch die Lektüre solcher Büchern übrigbleibt.
Nun zum Inhalt. Von der ersten bis zur letzten Zeile wird man das Gefühl nicht los, Herr Matschiner ist ein Angeber. Obwohl er nicht vom Fach ist (Mediziner), läßt er sich ständig seine angeblich fachliche Überlegenheit aller im Prozeß des Dopings beteiligten raushängen. Versteckt er sich in der Küche, um als Stripper vor 15 Collegegirl zu flüchten, erzählt er uns, dass er dies körperlich gesehen nicht müsste, da sixpack vorhanden. Oder er teilt dem Leser mit, er sei doch so sensibel. Um mal ehrlich zu sein, ich glaube wenn man den größten Despoten der Welt fragen würde ob er sensibel sei, was bekäme man wohl als Antwort. Ähnlich wie in der Politik, wer ist schon für Ungerechtigkeit?
Ärgerlich wird es dann wenn sich Ursache mit Wirkung vertauscht. So ist der Blutpass plötzlich Schuld daran , dass Radfahrer ganzjährig dopen müssen (Thomas Dekker). Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht. Er zeigt keinen Funken Reuhe, stellt die Gesundheitsgefahren als absurd dar. Wie will er das als studierter Wirtschaftler mit Medizinhobbykenntnissen überhaupt richtig einschätzen? Auf der anderen Seite macht er sich lustig wenn Justiz, Polizei usw. im 14 monatigen Verfahren gegen ihn Einzelheiten durcheinanderbringen. Ich behaupte einmal ganz frech, einem Kenner der Materie dürfte es bei seinen Ausführungen so maches mal die Nackenhaare hochstellen.
Folgt man seinen Beschreibungen, so stellt man außerdem fest, der ganze Prozess (Logistik, Verabreichung, Entnahme) wird von Laiendarstellern in geradezu stümperhafter Marnier aus- und durchgeführt. Ich glaube, wenn man eine effektive Dopingbekämpfung wirklich wollte und die rechtsstaalichen Mittel dazu ausschöpfen würde, wäre ziemlich schnell Schicht im Schacht. Sportverbände die sich selbst kontrollieren? Wer's glaubt wird selig.
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am 19. März 2011
Der Stefan Matschiner ist ein durchaus gebildeter Mensch. Ist super zu lesen das Buch! Durch die Einblicke hinter die Kulissen des Spitzensports kann man ihn ein bisschen verstehen. Natürlich - er kann nicht annähernd objektiv sein - er war ja selbst Teil des Systems. Aber er eröffnet neue Ansichten, die teilweise durchaus verständlich und nachvollziehbar sind. Neue Perspektiven führen zu anderen Schlüssen und für Sportler, die zu verbotenen Substanzen greifen, habe ich nun schon ein gewisses Verständnis. Sehr gut finde ich, dass Herr Matschiner dieses Buch verfasst hat, um nicht als einziger Buhmann der Nation dazustehen! Motto: Angriff ist die beste Verteidigung!
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am 22. August 2011
Habe mir das Buch gekauft, bin selbst begeisterter Radfahrer und Läufer und finde es einfach toll.
Der Inhalt ist MEGA interessant und geschrieben ist es auch sehr spannend.
Ein Muss für alle Sport -Interessierten, es zeigt was schon lange bekannt ist, dass Doping weit verstreut ist!
Ich finde es gut das alles so genau niedergeschrieben wurde.
Ich wünsche Ihm auf seinem weiteren Lebensweg alles Gute.
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am 22. September 2012
Liest sich sehr flüssig.
Der Mythos vom sauberen Profiport ist für mich auf jeden Fall gestorben.

Auch muss ich in mich hineinlachen, wenn wieder einmal ein hochdotierter Sportler von der Dopingkommission "zerlegt" wird. (gerade aktuell: Lance Armstrong)

Ich bin mittlerweile überzeugt, daß es KEINE ungedopten Profisportler gibt.
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am 31. Januar 2014
Mann sollte sich keinen Illusionen hingeben, wenn man Spitzensport sieht. Es wird betrogen und gelogen
bis sich die Balken biegen. Alle meckern auf die DDR doch was heutzutage passiert, ist noch schärfer. Und die Funktionäre schauen weg.
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am 19. Juli 2011
Wer auch nur einwenig intensiver Sport macht und weiss, welche Mühen man durchlebt, wir dieses Buch mögen. Sehr interessant, trocken, sarkastisch und ehrlich.
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am 2. Dezember 2013
Nicht ohne Grund, denn die glaubhafte Erzählung und die Fakten sind mehr als Brisant. Für alle Eltern, Sportseher und Athleten ein Muss.
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