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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 13. Dezember 2013
Format: TaschenbuchVine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Autorin, die ihre Geschichte unter einem Pseudonym veröffentlicht, um sich und ihre Wahlfamilie zu schützen, erklärt ihren Lesern erst am Ende der angeblichen Autobiografie, weshalb sie das Buch geschrieben hat. Sie will zeigen, dass nicht immer die Väter die Täter sind, die ihren Kinder schweren körperlichen und emotionalen Missbrauch zufügen. Auch Mütter sind "gut" darin, Seele und Körper ihrer Kinder zu zerstören. Als Betroffene kann ich nur sagen, dass ich den Mut und Willen der Autorin, endlich auch mal die Mütter als Täter offenzulegen, super finde. Danke dafür!

Leider ist das aber auch das Einzige, was ich an diesem Buch wirklich überzeugend finde. Gerade aus dem Blickwinkel einer Betroffenen, die auch in Kontakt mit anderen Betroffenen steht, sehe ich einige Stellen dieses Buches kritisch:
* Sie schreibt, dass sie sich so stark geritzt und dann falsch behandelt hätte, dass sich das schwer entzündete. Nach dem Weglaufen von Zuhause scheint aber alles wieder gut, sie ist ja bei Freunden. Behandelt werden die Arme nie. Diese spontane Wunderheilung ist nur einer der gesundheitlichen Aspekte, die ich an diesem Buch komisch finde. Auch die Szenen, die sich angeblich über Wochen im Krankenhaus abgespielt haben, lassen Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Buches aufkommen. Mal ehrlich, so leicht kann es auch vor 20 Jahren nicht gewesen sein, Ärzte, Krankenhauspersonal und Ämter zu betrügen.
* Jana versucht nie, sich in einer Misshandlungssituation gegen ihre Mutter und den Stiefvater zu wehren. Da erscheint sie mir zu lammartig, denn ich bin nicht die einzige Betroffene, die auf derart massive Gewalt mit verbaler und/oder körperlicher Gegengewalt reagierte. Davon ist bei Jana aber nichts zu merken, im Gegenteil bleibt sie immer in der Opferrolle.
* Ihr gesamtes Verhalten wird dadurch erklärt, dass sie es der Mutter Recht machen wollte, von eigenen, selbstständigen Entscheidungen ist nichts zu lesen. Das klingt für mich aus psychologischer Sicht fragwürdig, denn do sehr sie auch unter der Fuchtel ihrer Mutter gestanden haben soll - betroffene Kinder wehren sich irgendwann auf die eine oder andere Art, lassen sich nicht derart unterbuttern. Womöglich gibt es Ausnahmen, mir ist aber bislang keine einzige bekannt.
* und anderes. Ich will und kann hier nicht jeden Punkt aufzählen, aber insgesamt wirkt das Buch auf mich an zu vielen Stellen überzogen und schlichtweg unglaubwürdig. Liegt das jetzt daran, dass die Autorin in Polen aufwuchs, wo noch einiges anders lief als in Deutschland? Oder wurden hier mehrere Geschichten zusammengefasst, sodass es keine Einzelautorin gibt, was meine Vermutung wäre?

Richtig aufgestoßen ist mir aber der Schluss, in dem Jana behauptet, dass es ihr jetzt gut geht ("Happy End") und dass Jeder traumatische Erlebnisse überwinden kann, wenn er nur will. Sorry, aber das glaube ich nicht. Ich weiß es sogar besser. Und finde diese Aussage unverschämt und anmaßend gegenüber anderen Betroffenen, was "Du verreckst schon nicht" zu einer Lektüre macht, die ich anderen Betroffenen trotz des guten Ziels der Autorin nicht empfehle.
In diesem Buch wird mehrfach deutlich, dass Jana schwer traumatisiert ist, Borderline-Züge werden mindestens mal im Umgang mit der Mutter sichtbar, PTBS entstehen bei solchen Erlebnissen eigentlich immer. Aber das alles will sie jetzt komplett überwunden haben? Ohne Therapie? Keinerlei Symptome mehr, die von ihrer heftigen Vergangenheit erzählen ...

Aber setzen wir hier mal einen Schlussstrich, nachdem ich das Buch schon als aus meiner selbst betroffenen Sicht eher unglaubwürdig und überzogen bezeichnen musste.

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Wie liest sich "Du verreckst schon nicht" für jemanden, der sich bisher glücklicherweise nicht mit dieser Thematik beschäftigen musste?

Zunächst einmal muss ich sagen, dass die Schilderungen der Misshandlungen und der Selbstverletzungen sehr detailliert sind. Damit muss der Leser klarkommen. Wer nicht gerne über Verletzungen, sowohl körperlich als auch emotional, liest, findet in "Du verreckst schon nicht" definitiv nicht die richtige Abendlektüre.
Auch so könnten die heftigen Schilderungen einer(?) tragischen Kindheit Albträume und große Nachdenklichkeit auslösen. Nachdenklich zu werden über Hilfsleistungen für misshandelte Kinder, wegsehende Nachbarn und den Umgang mit Abhängigkeiten und Missbrauch ist aber nicht per se schlecht, im Gegenteil.

Das Buch ist schwer zu lesen, weil die Schilderungen eher wie Flashbacks und manchmal wenig zusammenhanglos wirken. Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass nach jedem, aus circa 15 Zeilen bestehenden, Absatz zwei Leerzeichen im Druck gemacht wurden. Mir ist nicht klar, was das bringen soll - außer das Buch künstlich dicker zu machen - denn stellenweise werden Erzählungen zerrissen.

Die 200 Seiten sind ansonsten aber schnell gelesen, was berechtigte Fragen nach dem Buchpreis aufkommen lässt. Und ja, "Du verreckst schon nicht" muss als überteuert beschrieben werden. Schade.

Geeignet ist das Buch, dem ich ohne Beachtung meines persönlichen Hintergrunds drei Sterne geben würde, für alle, die sich mit der Frage beschäftigen wollen, wie emotionaler und körperlicher Missbrauch Kindheit und Jugend zerstören können. Aber auch hier gilt, dass "Du verreckst schon nicht" nicht zu ernst genommen werden darf, weil berechtigte Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Schilderungen bestehen.

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Fazit:
1 Stern aus Sicht einer Betroffenen, der die autobiographischen Schilderungen wenig glaubwürdig und überzogen vorkommen und der vor allem die rücksichtslosen Behauptungen, jeder könne Traumata überwinden, wenn er nur wolle, am Schluss mehr als sauer aufstoßen.
3 Sterne für das Buch als Buch für Nicht-Betroffene.
Insgesamt also zwei Sterne, weil das Buch sehr viel Potenzial und vor allem Glaubwürdigkeit verschenkt. Schade.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Format: TaschenbuchVine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Jana Koch-Krawczak
"Du verreckst schon nicht!"

Ein erschütternder Lebensbericht

Wie viel Leid kann ein Kind ertragen? Diese Frage habe ich mir ständig beim Lesen dieses Buches gestellt. Jana ritzt sich mit erst 12 Jahren die Pulsadern auf. Es ist der Hilfeschrei eines Mädchens. Sie tut dies in der Hoffnung, dass sich ihre Mutter dann endlich um sie kümmern wird. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ihre Eltern sind Alkoholiker. Sie leben am untersten Limit. Jana wird geschlagen. Sie wird gedemütigt. Täglich. Immer wieder. Janas Eltern lassen sich scheiden. Der Vater stirbt mit nur 45 Jahren. Der Alkohol hat ihn los gelassen. Janas Mutter geht eine neue Beziehung ein. Das Kind fühlt sich zum ersten Mal geborgen. Der Stiefvater spielt mit ihr, etwas, das die Kleine bisher nicht kannte. Doch dann kommt sein erstes leibliches Kind auf die Welt und für Jana beginnt die Hölle auf Erden. Trotz eisiger Kälte muss Jana oft die ganze Nacht zusammen gerollt auf der Fussmatte vor der Wohnungstür ausharren. Sie wird ausgesperrt. Die eigene Mutter behandelt sie wie Dreck.
Jana schliesst sich einer Jugendgang an. Zum ersten Mal zollt man ihr Respekt, doch die Jungs sind kriminell. Ihren Anteil der Beutezüge, der Einbrüche, gibt Jana regelmässig bei ihrer Mutter ab. Trotz aller Erniedrigungen versucht sie immer wieder, sich auf diese Weise die Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu erkämpfen. Die Mutter nimmt die Beute, nimmt ddas Geld, doch Liebe erfährt Jana keine.
Schliesslich wird Janas Vertrauen von einem Mann missbraucht. Sie landet in einem Bordell und muss anschaffen. Trotz aller Erniedrigungen und Ausbeutungen liefert sie weiterhin den Grossteil ihres Geldes an die Mutter ab, noch immer voller Hoffnung, doch noch irgendwann ein kleines bisschen anerkannt und geliebt zu werden.
Jana flüchtet aus Polen nach Deutschland und gerät auch hier an einen Zuhälter. Doch hier lernt sie einen Mann kennen und die Zuneigung besteht auf Gegenseitigkeit. Sie fühlt sich geborgen. Die beiden heiraten, doch die Ehe besteht gerade mal 3 Jahre. Heute ist Jana wieder verheiratet, mit einem Mann, der sie liebt und bei dem sie so sein darf, wie sie möchte. Er ist ihre grosse Liebe.

Ein Buch, ein Lebensbericht, so erschütternd, dass man kaum glauben mag, dass sich so ein Schicksal tatsächlich ereignet hat. Wie grausam kann eine Mutter sein, die ihr eigenes Kind so fürchterlich misshandelt? Das traumatisierte Kind Jana, das sich nichts sehnlicher gewünscht hat als ein kleines bisschen Zuneigung der eigenen Mutter.
"Du verreckst schon nicht!" ist ein aufwühlendes Buch, ein Buch über eine schreckliche Kindheit. Es ist aber auch das Buch über eine junge Frau, die es geschafft hat, aus diesem Sumpf aus Erniedrigung, Verrat und Misshandlung heraus zu kommen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Januar 2014
Das Buch kann ich nur weiter empfehlen, war sehr spannend und mal etwas ganz anderes, sehr fesselnd, man freut sich immer schon aufs weiter lesen!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Format: TaschenbuchVine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Bewertung des autobiografischen Buches "Du verreckst schon nicht" von Jana Koch-Krawczak fällt mir nicht leicht, weswegen ich sie schon seit längerem vor mir her schiebe.
Da die Autorin von ihrem eigenen, teilweise wirklich sehr traurigen Schicksal berichtet, nötigen mir ihr Mut, darüber öffentlich sehr ungeschminkt zu schreiben sowie die Tatsache, daß sie es aus eigener Kraft geschafft hat, sich aus einem Sumpf von Kriminalität und Prostitution zu befreien, zu viel Respekt ab, um das Buch allzu sehr "abzustrafen".
Dennoch muss es erlaubt sein, auch bei einer traurigen wahren Geschichte, deren Authentizität ich einfach mal voraussetze, gewisse Ansprüche an die literarische Umsetzung zu stellen.

Was die Autorin zu erzählen hat, ist teilweise wirklich erschütternd:
Eltern, die beide Alkoholiker sind und zur Gewalttätigkeit neigen, die Trennung der Eltern, ein "Stiefvater", der Tod der Großmutter, die offenbar die einzige liebevolle Bezugsperson der Autorin war, schließlich das Abrutschen in Kriminalität und Prostitution, Polizisten und Sozialarbeiter, die ausnahmslos blind, korrupt oder schlichtweg "böse" sind - schwere Kost ist es, die die Autorin uns mit ungeschminkter Detailfreudigkeit präsentiert.
Leider jedoch konnte mich das Buch trotz der bewegenden Geschichte nicht wirklich fesseln.
Man mag der Autorin zugute halten, daß sie gebürtige Polin und demzufolge möglicherweise nicht versiert genug im Umgang mit der deutschen Sprache ist, um stilistisch geschliffener zu schreiben und der offenbare Verzicht auf einen Co-Autor, der das Ganze möglicherweise in eine gefälligere Form gebracht hätte, mag im Hinblick auf die Authentizität vielleicht sogar eine ganz bewusste und nicht grundsätzlich schlechte Entscheidung gewesen sein.
Dennoch fand ich den Stil auffällig unterdurchschnittlich;
recht reißerisch geschilderte einzelne Schreckensepisoden wechseln sich ab mit groschenromanartig geschilderten Erinnerungen an die immer liebe, gute und verständnisvolle Oma und poesiealbumartigen Binsenweisheiten à la "Man darf nie aufgeben", "Auf Regen folgt Sonnenschein" und ähnliches.
Es mag sein, daß die Autorin in ihrem Leben tatsächlich nur abgrundtief "schlechten" und unendlich "guten" Menschen begegnet ist, aber die extreme Schwarzweißmalerei, die in dem Buch betrieben wird, tut seiner Glaubwürdigkeit und Authentizität leider nicht sehr gut.
Auch damit, daß die Autorin jede einzelne eigene Entscheidung auf ihre schwierige Kindheit und ihre "schlechte" Mutter schiebt und an keiner Stelle auch nur einen Hauch von Eigenverantwortung übernimmt, macht sie es sich meiner Meinung nach etwas zu leicht, denn so, wie ich das Buch verstanden habe, hat die Autorin durchaus selber entschieden, sich einer kriminellen Bande anzuschließen und sich schließlich zu prostituieren.
Daß ihre Mutter daraus später gewisse Vorteile gezogen hat, ist eine Sache, aber an keiner Stelle habe ich aus dem Buch herausgelesen, daß die Autorin, wie der Untertitel des Buches suggeriert, von ihrer Mutter zu Kriminalität und Prostitution gezwungen wurde.

Fazit: Aus Respekt vor dem Schicksal der Autorin, ihrem Mut, derart ungeschminkt darüber zu berichten und ihrer Energie, sich trotz schwierigster Bedingungen aufzurappeln und ein neues Leben zu beginnen, vergebe ich etwas halbherzige drei Sternchen, zumal das Buch Lesern in einer ähnlichen Situation eventuell auch Mut machen kann.
Vom literarischen Aspekt her hat es mich jedoch nicht überzeugt und die Neigung der Autorin, alle ihre Handlungen und Entscheidungen vollkommen unreflektiert mit ihrer schlechten Kindheit und ihrer abgrundtief "bösen" Mutter zu entschuldigen, empfinde ich als etwas bedenklich.
Es gibt definitiv deutlich besser geschriebene, erschütterndere und überzeugendere Bücher dieser Art, von Klassikern wie "Christiane F" bis zu aktuelleren Büchern wie Feuer im Kopf: Meine Zeit des Wahnsinns.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Format: TaschenbuchVine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Jana lebt mit ihren alkoholkranken und gewalttätigen Eltern in Polen. Sie erfährt keine Liebe, sondern nur Schläge. Doch trotz dieser Gleichgültigkeit zieht es Jana immer wieder zu ihrer Mutter und sie begibt sich auf die dunkle Seite des Lebens, um ihrer Mutter zu gefallen. Wird sie wieder enttäuscht werden?

"Du verreckst schon nicht" ist ein reißerischer Titel für eine so schmerzhafte Biographie, wie sie Jana Koch-Krawczak geschrieben hat. Dieser Satz schlägt ihr von ihrer Mutter entgegen, als Jana nach ihrem ersten Selbstmordversuch wieder erwacht. Und dieser einzige Satz zeigt das ganze, grausame Ausmaß der Mutter-Tochter-Beziehung.

Doch, so traurig auch das Schicksal von Jana ist, so bekannt ist es auch. Ihre "Karriere" inkl. Drogen, Prostitution und Diebstählen ist kein Einzelfall und so war ich beim Lesen weder schockiert noch überrascht. Zudem erzählt die Autorin sehr selektiv aus ihrem Leben. Ein Beispiel: sie schneidet sich aus Verzweiflung die Unterarme auf. Diese Verletzungen entzünden sich und vereitern sich so stark, dass sie nichts mehr in Händen halten kann. Als ihre Mutter sie schlägt, platzen diese Wunden auf und Jana flieht mit offenen Wunden. Auf ihrer Flucht trifft sie auf eine Gruppe von Jungs, der sie sich anschließt. Und schon einen Tag später kann sie bei einem Einbruch mitmachen. Doch was ist mit ihren Wunden? Dies ist nur eine von vielen Lücken, die mich immer wieder haben aufhorchen lassen.

Der Stil von Jana Koch-Krawczak ist sehr einfach und zeigt, dass sie in erster Linie ihre Geschichte erzählen wollte. Das hat mich aber nicht weiter gestört, da der Fokus ganz klar auf dem Inhalt und nicht auf dem "Wie" lag.

Fazit: ein Buch, was bewegen kann, aber die Geschichte ist schon zu oft erzählt worden.
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Format: TaschenbuchVine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Das Schicksal der Autorin ist zwar einmalig, da jeder Einzelne einmalig ist, aber warum dies nun in Buchform erscheinen musste frage ich mich schon ...

Das Lektorat hat schlecht gearbeitet. Die Geschichte geht einfach nicht unter die Haut. Es gibt Bücher dieser Art in großer Zahl und da reiht sich dieses hier knapp noch im Mittelfeld ein.
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am 19. März 2014
Die Story ist hart, was Kinder alles nur für ein wenig Liebe von den Eltern tun. Die Geschichte ist gut geschrieben und ließt sich ließend. Ich hatte das Buchn in 2 Tagen durch.
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am 11. März 2014
Was diese Frau bzw. durch gemacht hat geht auf keine Kuhhaut ,diese Buch Faselt so ,man kann nicht Glauben das so was jemanden Passiert schon lange nicht von der eigen Mutter ,das Jana überhaupt die Kraft hatte das Buch zu schreiben Respekt wahrscheinlich war es auch gleich eine Verarbeitung .Das Buch ist klasse
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am 13. Oktober 2014
das Buch hat die 5 Sterne Bewertung verdient, gefällt mir sehr gut, habe beim Lesen auch Tränen vergossen, ist mir sehr zu Herzen gegangen, man kann nicht verstehen was es für brutale Menschen es auf unsere Erde gibt, kann dieses Buch nur weiter empfehlen
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Januar 2014
Format: TaschenbuchVine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Janas Kindheit ist eine Katastrophe. Vom Vater geschlagen, von der Mutter nicht beschützt, findet sie einzig bei der Oma Zuflucht. Als diese stirbt ist es mit der Geborgenheit jedoch vorbei und auch die neue Beziehung ihrer Mutter macht Jana das Leben nicht leichter – im Gegenteil. Und so sucht und findet sie Anschluss auf der Straße und gerät in eine fast unaufhaltsame Abwärtsspirale.

Mir fällt es zugegebenermaßen sehr schwer, das Buch zu bewerten, weil ich das schlimme Schicksal der Autorin nicht abwerten will. Auf der anderen Seite jedoch offenbart das Buch so viele Mängel, dass ich es einfach nicht gut finden kann.

Zum einen ist der Schreibstil nicht flüssig, die Ausdrücke sind häufig sehr einfach und man merkt einfach, dass hier kein Profiautor die Feder geschwungen hat. Sicher, es handelt sich um eine Autobiographie und da kann und muss man darüber auch mal hinweg sehen können, aber bei einem schlechten Buch rettet eine schöne Sprache doch noch einiges. Nur eben ist das hier nicht der Fall.

Der Aufbau des Buches als chronologische Abfolge ergibt Sinn und zieht sich durch das ganze Buch, auch die Kapitelunterteilung ist stimmig.

Was mich wirklich stört, sind im Grunde mehrere Faktoren.
Zum einen werde ich mir dem dargestellten Selbst der Autorin einfach nicht warm. Sie beschreibt die ihr zugefügten Dinge so wenig ergreifend, so wenig persönlich, dass da einfach keine emotionale Betroffenheit entstehen mag. Ich habe das ganze mehr als Tatsachenbericht empfunden beim Lesen, denn selbst die schlimmsten Grausamkeiten wurden irgendwie mit Abstand erzählt. Sicherlich auch aus Selbstschutz, aber es erschwert dem Leser deutlich, einige der getroffenen Entscheidungen nachzuvollziehen.

Und dann die Glaubwürdigkeit. Die Autorin schreib selbst „Gewalt erzeugt eben Gegengewalt“ (Seite 124). Und die meisten Opfer solcher Misshandlungen dürften auch früher oder später mit Gegengewalt reagiert haben, davon liest man nicht das kleinste Bisschen. Vielleicht fehlen hier auch Teile der wahren Geschichte, die verschwiegen wurden.
Was mich zum nächsten Punkt bringt: Die Autorin schafft ganz bewusst ein Bild von sich als Opfer und der Mutter als Täterin. Das ist nach dem, was sich einem hier offenbart auch sicherlich nicht falsch. Dennoch darf man nicht außer Acht lassen, dass die Mutter das Kind nicht in die Prostitution gezwungen hat, sondern den Umstand, dass die Tochter sich dafür entschieden hat, „nur“ ausgenutzt hat. Sicher haben die Umstände diese Entscheidung hervorgerufen und an den Umständen ist die Mutter schuld. Aber die grundlegende Entscheidung kam von der Tochter. Das mag eine sprachliche Spitzfindigkeit sein, wenn man sich den Untertitel des Buches betrachtet, aber eine, die mir persönlich auffällt.

Außerdem läuft das ganze Buch auf der Schiene „ich konnte nicht anders handeln, weil mein Umfeld mir xyz angetan hat“. Man hat das ja nur gemacht, weil vorher dies oder jenes geschehen ist.
Und damit sagt das ganze Buch, dass eine schlimme Kindheit nahezu alles entschuldigen kann und dieser Haltung stimme ich nicht zu, auch wenn es in diesem besonderen Fall stimmen mag.

Darüber hinaus empfinde ich es als unglaubwürdig, dass jeder Polizist, jeder Richter oder Sozialarbeiter, einfach jeder, der hätte helfen können, offensichtlich korrupt, grausam, blind für das Geschehen oder einfach gemein ist. Sicher waren das damals in Polen andere Zustände als wir es aus dem heutigen Deutschland gewohnt sind, aber dass wirklich alle weggesehen und statt dessen lieber noch draufgehauen haben, wenn es einem Kind schlecht geht, das kann ich irgendwie nicht glauben.

Insgesamt ein Buch, das auf ein unbestritten furchtbares Schicksal aufmerksam machen will, das aber meiner Meinung nach im Detail leider nicht stimmig ist.
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