Kundenrezensionen


63 Rezensionen
5 Sterne:
 (26)
4 Sterne:
 (16)
3 Sterne:
 (11)
2 Sterne:
 (7)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedrückend
Es sind die Geschichten, die man in diversen Reportagen immer mal wieder hört, hier und da trat eine Betroffene, mit großer Sonnenbrille und billiger Perücke bei "37 Grad" im ZDF auf und jedes mal hatte man Mitleid und schüttelte den Kopf ob der Widerwärtigkeiten, die Mann den Prostituierten antaten. Man schüttelt den Kopf und vergisst...
Vor 3 Monaten von Hannibal veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen The truth about...?
Das Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution ist nach wie vor ein trauriges Kapitel der Menschheit, quer durch alle Kontinente. Die damit verbundenen (Einzel)Schicksale sind makaber, desaströs, erschütternd und von Außenstehenden leider nur sehr begrenzt einsehbar, dazu in praktisch keiner Weise veränderbar. Insofern ist eine vielschichtige...
Vor 3 Monaten von mdt1900 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 47 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

3.0 von 5 Sternen du verreckst schon nicht, 21. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
ist ein eher oberflächlich geschriebenes buch hat unwahrscheinliche wahrscheinlich erfundene Passagen es berührt nicht wirklich habe mir etwas mehr erwartet
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Reichlich fatalistisch - aber doch gut, 14. Januar 2014
Von 
Bianca Flier (79379 Müllheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Diese bedrückende Geschichte basiert auf einer wahrem Begebenheit.

Die Erzählung beginnt bei einem sechsjährigen Mädchen namens Jana. Die Eltern sind Alkoholiker, die Mutter ist zudem tablettensüchtig, ständig aggressiv und auch sehr oft handgreiflich. Jana wird häufig von den Eltern geschlagen, gedemütigt und ignoriert. Sie hat keine Spielsachen und fühlt sich sehr einsam. Eines Tages ritzt sie sich mit dem Messer in die Unterarme, in der Hoffnung, dadurch ein wenig Liebe und Zuneigung zu erhalten. Das Gegenteil ist der Fall. Ihren Eltern ist alles egal. Jana flüchtet zu ihrer Oma, diese nimmt sie herzlich auf, und das erste Mal in ihrem Leben erfährt Jana Zuneigung und Fürsorge. Doch die Oma stirbt und alles fängt wieder von vorne an. Die Mutter lernt irgendwann einen neuen Mann kennen, der anfangs noch sehr nett zu Jana ist. Sie macht sich Hoffnungen, dass alles gut wird, doch es kommt anders. Auch dieser Mann verändert sich zum Schlechteren, und es kommt soweit, dass Jana auch nicht mehr am Tisch mitessen darf.

Aus Verzweiflung schließt Jana sich drei Jungs an, die kriminell sind, stehlen und einbrechen. Jana rutscht in die Kriminalität. Später rutscht sie durch Zufall, und weil sie Geld braucht, in die Prostitution ab, nimmt in dieser Zeit auch Drogen und konsumiert Alkohol.

Doch für Jana ist klar, dass sie dieses Leben nicht möchte. Sie will nur eines: Raus aus dieser Misere!

Die Geschichte ist bis zu diesem Punkt wirklich maßlos traurig.

Was verwundert: Trotz der Demütigungen und der Schläge versucht Jana immer wieder, noch den Kontakt zur Mutter zu halten und denkt, es wird sich etwas ändern. Sie kann einfach mit der Vergangenheit nicht abschließen, was den Leser etwas ungeduldig mit dieser Protagonistin werden lässt.

Vom Schreibstil her merkt man, dass hier kein Profi am Werk war. Das stört aber nicht. Was mir allerdings fehlt: Die Autorin geht wenig darauf ein wie es innerlich in Jana aussieht. Auch fragt man sich als Leser, ob es wirklich niemanden gibt, welcher der jungen Frau helfen kann. Eine wirklich sehr fatalistische Story.

Fazit.
Ich finde das Buch interessant, traurig, auch ein bisschen lehrreich, aber man fragt sich doch immer wieder, WARUM Jana so handelt und nicht anders.

Ein Lichtblick: Am Schluss wird alles gut, was man der Protagonistin von Herzen gönnt. Zum Lesen ist es klar verständlich, Zeitsprünge nicht unübersichtlich sondern immer passend. Manches hätte die Autorin noch besser beschreiben können, aber alles in allem finde ich das Buch gut und würde es weiterempfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen knappes Mittelfeld, 10. Januar 2014
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das Schicksal der Autorin ist zwar einmalig, da jeder Einzelne einmalig ist, aber warum dies nun in Buchform erscheinen musste frage ich mich schon ...

Das Lektorat hat schlecht gearbeitet. Die Geschichte geht einfach nicht unter die Haut. Es gibt Bücher dieser Art in großer Zahl und da reiht sich dieses hier knapp noch im Mittelfeld ein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Tragisches (Kinder-)Schicksal in literarisch seltsamer Form, 4. Januar 2014
Von 
Udo Erhart "udoerhart" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Eine Rezension des Titels "Du verreckst schon nicht!" fällt mir schwer, und zwar aus dem Grund, als dass es sich hierbei um eine Autobiografie handelt, die von einer horrenden Kindheit und einer nicht minder furchtbaren Jugend berichtet. Dass die Autorin bei all ihrem (kindlichen) Handeln nur die Liebe ihrer Mutter und ihres (Stief-)Vaters zu erlangen suchte, macht das Ganze nicht einfacher. Dennoch ist leider bei diesem Lebensbericht kein gutes Buch herausgekommen.

Die Berichte der kleinen Jana sind erschütternd. Zuhause gibt es mehr Prügel als Essen, die Eltern sind beide Alkoholiker und überlassen das Mädchen häufig sich selbst. Einziger Leuchtturm: Die in der Nähe lebende Großmutter. Hier bekommt Jana Liebe und Zuwendung, hier wird für das misshandelte Mädchen gesorgt. Zuhause wird Jana zu nachtschlafender Zeit an den Haaren aus dem Bett gezogen, weil ihre volltrunkene Mutter von ihr verlangt, jetzt sofort den Müll herunter zu tragen. Danach findet sich das Mädchen vor verschlossener Haustür wieder. Oft findet sich die Kleine vor verschlossener Tür wieder, und so übernachtet sie häufig im gruseligen und Ratten beheimatenden Waschkeller. Ihre Mutter trennt sich vom gewalttätigen Ehemann, und zieht zu Janas Oma. Kurz darauf gibt es auch einen neuen Mann im Leben von Janas Mutter und dieser scheint auch sehr nett zu sein. Doch alles ändert sich, als Janas Großmutter stirbt...

Das, was erzählt wird, ist schrecklich und man fühlt mit dem Mädchen mit. Doch wie es erzählt wird, ist wenig ansprechend umgesetzt. Episodenhaft und in kurzen Absätzen erzählt Jana Koch-Krawczak einzelne Gegebenheiten, die sich in der Gewalt, die dem Mädchen angetan wurde, stark ähneln. Eine richtige Erzählstruktur vermisse ich. Alles Handelnden erscheinen mir scherenschnittartig, und die Beschreibung der Erlebnisse Janas erinnern mich erzählerisch stark an Heimatroman-Groschenhefte. Die Autorin zitiert Allgemeinplätze ("Man darf niemals aufgeben!", "Auf Regen folgt Sonnenschein!") und spart nicht an beschreibend-illustrierenden Worten. Da ist Omas Blick immer voll liebendem Verständnis, Jana erlebt vieles mit klopfendem Herzen, und so weiter...

Mein Fazit ist somit auch zweigeteilt: Dafür, dass die Autorin ihr Leben, trotz einer mehr als schwierigen Kindheit/Jugend, in den Griff bekommen hat, gebührt ihr großer Respekt und Anerkennung. Die Form, in die ihre Erinnerungen gegossen wurden, ist jedoch nur äußerst durchschnittlich. Das Buch verdient somit nicht mehr als durchschnittliche drei Sterne (mit Tendenz nach unten). Mir tut das Mädchen Jana zwar sehr leid, und ich kann nachfühlen, was es erlebt hat. Dennoch hätte ich der Autorin eine erfahrene Ghostwriterin oder erfahrene Lektorin gewünscht, die das Buch als solches in eine zugänglichere Form gebracht hätte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Bedrückend und gleichzeitig etwas kühl, 26. Dezember 2013
Von 
fantafrau - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Bereits der Einstieg in das Buch "Du verreckst schon nicht! Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb" von Jana Koch-Krawczak ist bedrückend. Wenn ein Kind einen halbherzigen Selbstmordversuch unternimmt, um die Liebe und Aufmerksamkeit der Mutter buhlt und derart lieblos abgewiesen wird. Ich musste auf den ersten Seiten schon schlucken. Die genauere Schilderung ihrer alkoholkranken Eltern und ihrer tablettenabhängigen Mutter machte die Sache nicht besser.
Und so las ich das Buch mit einem beklemmenden Gefühl. Es ist kaum vorstellbar, was dieses Mädchen mitansehen, -erleben und vor allen Dingen fühlen musste.

Halt findet Jana bei ihrer Oma: "Auf dem Schoß meiner Oma schien mir alles möglich." (S. 19) Von ihrer Mutter hingegen muss sie sagen: "Unsere Beziehung war eine Einbahnstraße. Immer wieder hatte sie mich enttäuscht und verletzt, trotzdem liebte ich sie noch immer. Sie war und blieb meine Mutter." (S. 65) Eine Zeit lang ist die Oma ihr Rettungsanker bis sie stirbt. Und so ist Jana wieder bei ihrer Mutter und deren mittlerweile neuen Familie.
Sie versucht sich ihre Liebe zu erkaufen, wird Mitglied in kriminellen Banden und es zieht sie immer wieder zurück zu ihrer Mutter. Auch als sie mit 15 als "letzte Chance" in ein betreutes Wohnprojekt kommt. Gerade diesen Aspekt fand ich schwer nachvollziehbar, dass sie diese Hoffnung auf Liebe von ihrer Mutter nach den gravierenden Erfahrungen so lange aufrecht erhalten kann.
Der (Unter-) Titel des Buches verrät schließlich schon, wohin Janas Weg noch führen wird und es ist leicht zu erahnen, dass auch "bewusstseinserweiternde" und bedröhnende Stoffe nicht fern sind. Schließlich gibt es einen Ausweg nach Deutschland für sie und nach einigen Herausforderungen bleibt zuletzt ein gutes Ende, der Leser darf aufatmen.

Empfand ich den Anfang als sehr bedrückend, überwog gegen Ende eine kühle Distanz im Schreibstil. Das Buch insgesamt lässt sich gut lesen, aber man hat das Gefühl, die Autorin hat sich verständlicherweise eine emotionale Schutzschicht aufgebaut, aus der heraus sie die Ereignisse schildert. Es ist auch wirklich unfassbar und eigentlich nicht vorstellbar, wie das kleine Mädchen immer wieder die Kraft weiterzumachen entwickelte und man möchte am liebsten schreien: Flüchte doch endlich vor dieser Mutter.

Schlimm, dass es solche Geschichten überhaupt gibt - und auch wenn auch nur ein Bruchteil davon wahr wäre, wäre es schon zu viel!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine geraubte Kindheit, 12. Dezember 2013
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
muss Jana Koch-Krawczak erleiden, in der Schläge und Strafen durch die Eltern - vor allem durch die Mutter, der Vater ist irgendwann nicht mehr präsent - sich abwechseln mit Nichtbeachtung und Ignoranz. Selbstverständlich hat dies fatale Folgen für ihr weiteres Leben, das sich in einem Milieu von Kriminalität und Prostitution abspielt, bis sie die Kraft hat, dort hinauszufindet.

Ohne Zweifel ein ausgesprochen erschütternder Lebensbericht, doch mit Sicherheit nicht einzigartig. Wer sich hier eindrucksvolle, sich jahrelang ins Gedächtnis einbrennende Schilderungen im Stil von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F. oder "Tiger,Tiger" von Margaux Fragoso erwartet, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wie ich enttäuscht sein. Leider krankt dieser Tatsachenbericht sehr am Stil, der nicht lebendig genug rüberkommt, das Geschehene, Erlittene nicht eindringlich transportiert. Es mag zwar unpassend klingen, das bei einem Buch dieser Art anzuführen, doch ist auch hier die Qualität des Schreibstils wesentlich, sie trägt zur Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit der vermittelten Inhalte bei - im vorliegenden Buch ist sie - da nicht vorhanden - diesen in hohem Maße abträglich.

So bleibt dieses Schicksal eines von vielen: Jana wird von ihren Eltern schlecht behandelt und hat ein schweres, ja tragisches Leben und berappelt sich aus eigener Kraft wieder, was sehr bewunderswert ist. Aber es gibt wesentlich ergreifendere und eindringlicher geschilderte Lebensberichte in Buchform - dieser bleibt leider einer von vielen, den man rasch wieder vergisst. Das hat ein Buch mit solchen Botschaften nicht verdient, aber mir bleibt hier - leider, leider - der überhaupt nicht gehässig gemeinte Kommentar: selbst schuld!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein erschütternder Lebensbericht, 15. Oktober 2013
Von 
Monika Schulte "Leseratte" (Hagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Jana Koch-Krawczak
"Du verreckst schon nicht!"

Ein erschütternder Lebensbericht

Wie viel Leid kann ein Kind ertragen? Diese Frage habe ich mir ständig beim Lesen dieses Buches gestellt. Jana ritzt sich mit erst 12 Jahren die Pulsadern auf. Es ist der Hilfeschrei eines Mädchens. Sie tut dies in der Hoffnung, dass sich ihre Mutter dann endlich um sie kümmern wird. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ihre Eltern sind Alkoholiker. Sie leben am untersten Limit. Jana wird geschlagen. Sie wird gedemütigt. Täglich. Immer wieder. Janas Eltern lassen sich scheiden. Der Vater stirbt mit nur 45 Jahren. Der Alkohol hat ihn los gelassen. Janas Mutter geht eine neue Beziehung ein. Das Kind fühlt sich zum ersten Mal geborgen. Der Stiefvater spielt mit ihr, etwas, das die Kleine bisher nicht kannte. Doch dann kommt sein erstes leibliches Kind auf die Welt und für Jana beginnt die Hölle auf Erden. Trotz eisiger Kälte muss Jana oft die ganze Nacht zusammen gerollt auf der Fussmatte vor der Wohnungstür ausharren. Sie wird ausgesperrt. Die eigene Mutter behandelt sie wie Dreck.
Jana schliesst sich einer Jugendgang an. Zum ersten Mal zollt man ihr Respekt, doch die Jungs sind kriminell. Ihren Anteil der Beutezüge, der Einbrüche, gibt Jana regelmässig bei ihrer Mutter ab. Trotz aller Erniedrigungen versucht sie immer wieder, sich auf diese Weise die Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu erkämpfen. Die Mutter nimmt die Beute, nimmt ddas Geld, doch Liebe erfährt Jana keine.
Schliesslich wird Janas Vertrauen von einem Mann missbraucht. Sie landet in einem Bordell und muss anschaffen. Trotz aller Erniedrigungen und Ausbeutungen liefert sie weiterhin den Grossteil ihres Geldes an die Mutter ab, noch immer voller Hoffnung, doch noch irgendwann ein kleines bisschen anerkannt und geliebt zu werden.
Jana flüchtet aus Polen nach Deutschland und gerät auch hier an einen Zuhälter. Doch hier lernt sie einen Mann kennen und die Zuneigung besteht auf Gegenseitigkeit. Sie fühlt sich geborgen. Die beiden heiraten, doch die Ehe besteht gerade mal 3 Jahre. Heute ist Jana wieder verheiratet, mit einem Mann, der sie liebt und bei dem sie so sein darf, wie sie möchte. Er ist ihre grosse Liebe.

Ein Buch, ein Lebensbericht, so erschütternd, dass man kaum glauben mag, dass sich so ein Schicksal tatsächlich ereignet hat. Wie grausam kann eine Mutter sein, die ihr eigenes Kind so fürchterlich misshandelt? Das traumatisierte Kind Jana, das sich nichts sehnlicher gewünscht hat als ein kleines bisschen Zuneigung der eigenen Mutter.
"Du verreckst schon nicht!" ist ein aufwühlendes Buch, ein Buch über eine schreckliche Kindheit. Es ist aber auch das Buch über eine junge Frau, die es geschafft hat, aus diesem Sumpf aus Erniedrigung, Verrat und Misshandlung heraus zu kommen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen entschuldigt eine schlimme Kindheit wirklich alles?, 5. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Janas Kindheit ist eine Katastrophe. Vom Vater geschlagen, von der Mutter nicht beschützt, findet sie einzig bei der Oma Zuflucht. Als diese stirbt ist es mit der Geborgenheit jedoch vorbei und auch die neue Beziehung ihrer Mutter macht Jana das Leben nicht leichter – im Gegenteil. Und so sucht und findet sie Anschluss auf der Straße und gerät in eine fast unaufhaltsame Abwärtsspirale.

Mir fällt es zugegebenermaßen sehr schwer, das Buch zu bewerten, weil ich das schlimme Schicksal der Autorin nicht abwerten will. Auf der anderen Seite jedoch offenbart das Buch so viele Mängel, dass ich es einfach nicht gut finden kann.

Zum einen ist der Schreibstil nicht flüssig, die Ausdrücke sind häufig sehr einfach und man merkt einfach, dass hier kein Profiautor die Feder geschwungen hat. Sicher, es handelt sich um eine Autobiographie und da kann und muss man darüber auch mal hinweg sehen können, aber bei einem schlechten Buch rettet eine schöne Sprache doch noch einiges. Nur eben ist das hier nicht der Fall.

Der Aufbau des Buches als chronologische Abfolge ergibt Sinn und zieht sich durch das ganze Buch, auch die Kapitelunterteilung ist stimmig.

Was mich wirklich stört, sind im Grunde mehrere Faktoren.
Zum einen werde ich mir dem dargestellten Selbst der Autorin einfach nicht warm. Sie beschreibt die ihr zugefügten Dinge so wenig ergreifend, so wenig persönlich, dass da einfach keine emotionale Betroffenheit entstehen mag. Ich habe das ganze mehr als Tatsachenbericht empfunden beim Lesen, denn selbst die schlimmsten Grausamkeiten wurden irgendwie mit Abstand erzählt. Sicherlich auch aus Selbstschutz, aber es erschwert dem Leser deutlich, einige der getroffenen Entscheidungen nachzuvollziehen.

Und dann die Glaubwürdigkeit. Die Autorin schreib selbst „Gewalt erzeugt eben Gegengewalt“ (Seite 124). Und die meisten Opfer solcher Misshandlungen dürften auch früher oder später mit Gegengewalt reagiert haben, davon liest man nicht das kleinste Bisschen. Vielleicht fehlen hier auch Teile der wahren Geschichte, die verschwiegen wurden.
Was mich zum nächsten Punkt bringt: Die Autorin schafft ganz bewusst ein Bild von sich als Opfer und der Mutter als Täterin. Das ist nach dem, was sich einem hier offenbart auch sicherlich nicht falsch. Dennoch darf man nicht außer Acht lassen, dass die Mutter das Kind nicht in die Prostitution gezwungen hat, sondern den Umstand, dass die Tochter sich dafür entschieden hat, „nur“ ausgenutzt hat. Sicher haben die Umstände diese Entscheidung hervorgerufen und an den Umständen ist die Mutter schuld. Aber die grundlegende Entscheidung kam von der Tochter. Das mag eine sprachliche Spitzfindigkeit sein, wenn man sich den Untertitel des Buches betrachtet, aber eine, die mir persönlich auffällt.

Außerdem läuft das ganze Buch auf der Schiene „ich konnte nicht anders handeln, weil mein Umfeld mir xyz angetan hat“. Man hat das ja nur gemacht, weil vorher dies oder jenes geschehen ist.
Und damit sagt das ganze Buch, dass eine schlimme Kindheit nahezu alles entschuldigen kann und dieser Haltung stimme ich nicht zu, auch wenn es in diesem besonderen Fall stimmen mag.

Darüber hinaus empfinde ich es als unglaubwürdig, dass jeder Polizist, jeder Richter oder Sozialarbeiter, einfach jeder, der hätte helfen können, offensichtlich korrupt, grausam, blind für das Geschehen oder einfach gemein ist. Sicher waren das damals in Polen andere Zustände als wir es aus dem heutigen Deutschland gewohnt sind, aber dass wirklich alle weggesehen und statt dessen lieber noch draufgehauen haben, wenn es einem Kind schlecht geht, das kann ich irgendwie nicht glauben.

Insgesamt ein Buch, das auf ein unbestritten furchtbares Schicksal aufmerksam machen will, das aber meiner Meinung nach im Detail leider nicht stimmig ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein bewegendes, jedoch selektiv erzähltes Schicksal, 15. Dezember 2013
Von 
Logan Lady (FR) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Jana lebt mit ihren alkoholkranken und gewalttätigen Eltern in Polen. Sie erfährt keine Liebe, sondern nur Schläge. Doch trotz dieser Gleichgültigkeit zieht es Jana immer wieder zu ihrer Mutter und sie begibt sich auf die dunkle Seite des Lebens, um ihrer Mutter zu gefallen. Wird sie wieder enttäuscht werden?

"Du verreckst schon nicht" ist ein reißerischer Titel für eine so schmerzhafte Biographie, wie sie Jana Koch-Krawczak geschrieben hat. Dieser Satz schlägt ihr von ihrer Mutter entgegen, als Jana nach ihrem ersten Selbstmordversuch wieder erwacht. Und dieser einzige Satz zeigt das ganze, grausame Ausmaß der Mutter-Tochter-Beziehung.

Doch, so traurig auch das Schicksal von Jana ist, so bekannt ist es auch. Ihre "Karriere" inkl. Drogen, Prostitution und Diebstählen ist kein Einzelfall und so war ich beim Lesen weder schockiert noch überrascht. Zudem erzählt die Autorin sehr selektiv aus ihrem Leben. Ein Beispiel: sie schneidet sich aus Verzweiflung die Unterarme auf. Diese Verletzungen entzünden sich und vereitern sich so stark, dass sie nichts mehr in Händen halten kann. Als ihre Mutter sie schlägt, platzen diese Wunden auf und Jana flieht mit offenen Wunden. Auf ihrer Flucht trifft sie auf eine Gruppe von Jungs, der sie sich anschließt. Und schon einen Tag später kann sie bei einem Einbruch mitmachen. Doch was ist mit ihren Wunden? Dies ist nur eine von vielen Lücken, die mich immer wieder haben aufhorchen lassen.

Der Stil von Jana Koch-Krawczak ist sehr einfach und zeigt, dass sie in erster Linie ihre Geschichte erzählen wollte. Das hat mich aber nicht weiter gestört, da der Fokus ganz klar auf dem Inhalt und nicht auf dem "Wie" lag.

Fazit: ein Buch, was bewegen kann, aber die Geschichte ist schon zu oft erzählt worden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichte berührt, Stil eher nicht, 20. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Jana hat eine sehr schwierige Kindheit mit einer Mutter (und manchmal auch einem Vater), die sie vernachlässigt, körperlich misshandelt und psychisch fertig macht. Von klein auf wünscht sich Jana nichts mehr als Liebe und Geborgenheit, die sie eine Zeit lang von ihrer Großmutter erhält, sie danach aber wieder bei ihrer Mutter suchen muss. Da Jana ihrer Mutter nichts recht machen kann und es nur eines gibt, das sie zufriedenstellen würde - nämlich Geld - gleitet Jana erst in die Kriminalität und dann in die Prostitution ab.

Der vorliegende Lebensbericht ist erschütternd und zeigt auf, was das Verhalten der Eltern mit einem Kind anrichten kann. Dementsprechend nimmt die Beschreibung der seelischen Grausamkeiten und der Kindheit im Allgemeinen auch den größten Teil der rund 200 Seiten ein. Klappentext und Beschreibungen im Internet versprechen etwas mehr, doch erst rund 50 Seiten vor Ende des Buches gerät Jana in die Prostitution. Und ob man sie so richtig als Zwangsprostitution bezeichnen kann? Auf jeden Fall ist sie es nicht im klassischen Sinn, denn Jana tut es, um ihre Mutter mit dem Geld zufriedenzustellen. Leider vertraut sich die jugendliche Jana ihrer Mutter auf der verzweifelten Suche nach Mitgefühl an. Mit diesem Wissen wird sie dann jedoch im Gegenzug von ihrer Mutter erpresst und weiter zur Geldbeschaffung gezwungen. Die Zuhälter scheinen Jana jedoch den Umständen entsprechend ordentlich zu behandeln, zumindest schildert Jana nichts Gegenteiliges.

Es ist immer schwierig, eine Biographie zu beurteilen, möchte man über das Buch, aber nicht den Lebensstil oder die Entscheidungen der jeweiligen Person urteilen, in deren (Extrem-)Situation man sich meist gar nicht hineinversetzen kann. Ich versuche also, mehr den Stil und das Formelle und weniger den Inhalt zu beurteilen. Das Buch reiht sich in zahllose ähnliche Berichte über (Zwangs-)Prostitution aus Sicht der Betroffenen ein, denen immer auch ein Eindruck von Voyeurismus seitens der Leserschaft anhaftet. Dahingehend macht dieses Buch einen Bogen um Details, was einerseits recht angenehm ist. Andererseits wird dieser Teil von Janas Leben wirklich sehr kurz - im Vergleich zur Buchbeschreibung - abgehandelt. Auch hatte ich den Eindruck, dass der Stil mit zunehmender Seitenzahl immer oberflächlicher und einfacher wurde. Auch die Flucht nach Deutschland ist sehr knapp abgehandelt. Kausalitäten und Gedanken werden immer eindimensionaler dargestellt und bei mir kam das Gefühl auf, dass das Interesse der Autorin (Ghostwriterin?) zum Ende hin schwand. So konnte mich das Buch insgesamt nicht 100%ig überzeugen, wenn auch die Darstellung der psychischen Auswirkungen in der Kindheit gut gelungen sind.

Insgesamt ein Buch, das nicht ganz hält, was es verspricht und das die ernsten Thematiken hätte detaillierter und tiefgehender aufgreifen können. So aber blieb mir das Buch vom Stil her zu oberflächlich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 47 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xa6f68d74)

Dieses Produkt

Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb
EUR 14,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen