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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen67
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. Januar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Diese bedrückende Geschichte basiert auf einer wahrem Begebenheit.

Die Erzählung beginnt bei einem sechsjährigen Mädchen namens Jana. Die Eltern sind Alkoholiker, die Mutter ist zudem tablettensüchtig, ständig aggressiv und auch sehr oft handgreiflich. Jana wird häufig von den Eltern geschlagen, gedemütigt und ignoriert. Sie hat keine Spielsachen und fühlt sich sehr einsam. Eines Tages ritzt sie sich mit dem Messer in die Unterarme, in der Hoffnung, dadurch ein wenig Liebe und Zuneigung zu erhalten. Das Gegenteil ist der Fall. Ihren Eltern ist alles egal. Jana flüchtet zu ihrer Oma, diese nimmt sie herzlich auf, und das erste Mal in ihrem Leben erfährt Jana Zuneigung und Fürsorge. Doch die Oma stirbt und alles fängt wieder von vorne an. Die Mutter lernt irgendwann einen neuen Mann kennen, der anfangs noch sehr nett zu Jana ist. Sie macht sich Hoffnungen, dass alles gut wird, doch es kommt anders. Auch dieser Mann verändert sich zum Schlechteren, und es kommt soweit, dass Jana auch nicht mehr am Tisch mitessen darf.

Aus Verzweiflung schließt Jana sich drei Jungs an, die kriminell sind, stehlen und einbrechen. Jana rutscht in die Kriminalität. Später rutscht sie durch Zufall, und weil sie Geld braucht, in die Prostitution ab, nimmt in dieser Zeit auch Drogen und konsumiert Alkohol.

Doch für Jana ist klar, dass sie dieses Leben nicht möchte. Sie will nur eines: Raus aus dieser Misere!

Die Geschichte ist bis zu diesem Punkt wirklich maßlos traurig.

Was verwundert: Trotz der Demütigungen und der Schläge versucht Jana immer wieder, noch den Kontakt zur Mutter zu halten und denkt, es wird sich etwas ändern. Sie kann einfach mit der Vergangenheit nicht abschließen, was den Leser etwas ungeduldig mit dieser Protagonistin werden lässt.

Vom Schreibstil her merkt man, dass hier kein Profi am Werk war. Das stört aber nicht. Was mir allerdings fehlt: Die Autorin geht wenig darauf ein wie es innerlich in Jana aussieht. Auch fragt man sich als Leser, ob es wirklich niemanden gibt, welcher der jungen Frau helfen kann. Eine wirklich sehr fatalistische Story.

Fazit.
Ich finde das Buch interessant, traurig, auch ein bisschen lehrreich, aber man fragt sich doch immer wieder, WARUM Jana so handelt und nicht anders.

Ein Lichtblick: Am Schluss wird alles gut, was man der Protagonistin von Herzen gönnt. Zum Lesen ist es klar verständlich, Zeitsprünge nicht unübersichtlich sondern immer passend. Manches hätte die Autorin noch besser beschreiben können, aber alles in allem finde ich das Buch gut und würde es weiterempfehlen.
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Eine Rezension des Titels "Du verreckst schon nicht!" fällt mir schwer, und zwar aus dem Grund, als dass es sich hierbei um eine Autobiografie handelt, die von einer horrenden Kindheit und einer nicht minder furchtbaren Jugend berichtet. Dass die Autorin bei all ihrem (kindlichen) Handeln nur die Liebe ihrer Mutter und ihres (Stief-)Vaters zu erlangen suchte, macht das Ganze nicht einfacher. Dennoch ist leider bei diesem Lebensbericht kein gutes Buch herausgekommen.

Die Berichte der kleinen Jana sind erschütternd. Zuhause gibt es mehr Prügel als Essen, die Eltern sind beide Alkoholiker und überlassen das Mädchen häufig sich selbst. Einziger Leuchtturm: Die in der Nähe lebende Großmutter. Hier bekommt Jana Liebe und Zuwendung, hier wird für das misshandelte Mädchen gesorgt. Zuhause wird Jana zu nachtschlafender Zeit an den Haaren aus dem Bett gezogen, weil ihre volltrunkene Mutter von ihr verlangt, jetzt sofort den Müll herunter zu tragen. Danach findet sich das Mädchen vor verschlossener Haustür wieder. Oft findet sich die Kleine vor verschlossener Tür wieder, und so übernachtet sie häufig im gruseligen und Ratten beheimatenden Waschkeller. Ihre Mutter trennt sich vom gewalttätigen Ehemann, und zieht zu Janas Oma. Kurz darauf gibt es auch einen neuen Mann im Leben von Janas Mutter und dieser scheint auch sehr nett zu sein. Doch alles ändert sich, als Janas Großmutter stirbt...

Das, was erzählt wird, ist schrecklich und man fühlt mit dem Mädchen mit. Doch wie es erzählt wird, ist wenig ansprechend umgesetzt. Episodenhaft und in kurzen Absätzen erzählt Jana Koch-Krawczak einzelne Gegebenheiten, die sich in der Gewalt, die dem Mädchen angetan wurde, stark ähneln. Eine richtige Erzählstruktur vermisse ich. Alles Handelnden erscheinen mir scherenschnittartig, und die Beschreibung der Erlebnisse Janas erinnern mich erzählerisch stark an Heimatroman-Groschenhefte. Die Autorin zitiert Allgemeinplätze ("Man darf niemals aufgeben!", "Auf Regen folgt Sonnenschein!") und spart nicht an beschreibend-illustrierenden Worten. Da ist Omas Blick immer voll liebendem Verständnis, Jana erlebt vieles mit klopfendem Herzen, und so weiter...

Mein Fazit ist somit auch zweigeteilt: Dafür, dass die Autorin ihr Leben, trotz einer mehr als schwierigen Kindheit/Jugend, in den Griff bekommen hat, gebührt ihr großer Respekt und Anerkennung. Die Form, in die ihre Erinnerungen gegossen wurden, ist jedoch nur äußerst durchschnittlich. Das Buch verdient somit nicht mehr als durchschnittliche drei Sterne (mit Tendenz nach unten). Mir tut das Mädchen Jana zwar sehr leid, und ich kann nachfühlen, was es erlebt hat. Dennoch hätte ich der Autorin eine erfahrene Ghostwriterin oder erfahrene Lektorin gewünscht, die das Buch als solches in eine zugänglichere Form gebracht hätte.
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TOP 500 REZENSENTam 26. Dezember 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Bereits der Einstieg in das Buch "Du verreckst schon nicht! Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb" von Jana Koch-Krawczak ist bedrückend. Wenn ein Kind einen halbherzigen Selbstmordversuch unternimmt, um die Liebe und Aufmerksamkeit der Mutter buhlt und derart lieblos abgewiesen wird. Ich musste auf den ersten Seiten schon schlucken. Die genauere Schilderung ihrer alkoholkranken Eltern und ihrer tablettenabhängigen Mutter machte die Sache nicht besser.
Und so las ich das Buch mit einem beklemmenden Gefühl. Es ist kaum vorstellbar, was dieses Mädchen mitansehen, -erleben und vor allen Dingen fühlen musste.

Halt findet Jana bei ihrer Oma: "Auf dem Schoß meiner Oma schien mir alles möglich." (S. 19) Von ihrer Mutter hingegen muss sie sagen: "Unsere Beziehung war eine Einbahnstraße. Immer wieder hatte sie mich enttäuscht und verletzt, trotzdem liebte ich sie noch immer. Sie war und blieb meine Mutter." (S. 65) Eine Zeit lang ist die Oma ihr Rettungsanker bis sie stirbt. Und so ist Jana wieder bei ihrer Mutter und deren mittlerweile neuen Familie.
Sie versucht sich ihre Liebe zu erkaufen, wird Mitglied in kriminellen Banden und es zieht sie immer wieder zurück zu ihrer Mutter. Auch als sie mit 15 als "letzte Chance" in ein betreutes Wohnprojekt kommt. Gerade diesen Aspekt fand ich schwer nachvollziehbar, dass sie diese Hoffnung auf Liebe von ihrer Mutter nach den gravierenden Erfahrungen so lange aufrecht erhalten kann.
Der (Unter-) Titel des Buches verrät schließlich schon, wohin Janas Weg noch führen wird und es ist leicht zu erahnen, dass auch "bewusstseinserweiternde" und bedröhnende Stoffe nicht fern sind. Schließlich gibt es einen Ausweg nach Deutschland für sie und nach einigen Herausforderungen bleibt zuletzt ein gutes Ende, der Leser darf aufatmen.

Empfand ich den Anfang als sehr bedrückend, überwog gegen Ende eine kühle Distanz im Schreibstil. Das Buch insgesamt lässt sich gut lesen, aber man hat das Gefühl, die Autorin hat sich verständlicherweise eine emotionale Schutzschicht aufgebaut, aus der heraus sie die Ereignisse schildert. Es ist auch wirklich unfassbar und eigentlich nicht vorstellbar, wie das kleine Mädchen immer wieder die Kraft weiterzumachen entwickelte und man möchte am liebsten schreien: Flüchte doch endlich vor dieser Mutter.

Schlimm, dass es solche Geschichten überhaupt gibt - und auch wenn auch nur ein Bruchteil davon wahr wäre, wäre es schon zu viel!
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TOP 500 REZENSENTam 16. Dezember 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Eine junge Frau, geboren und aufgewachsen in Polen, z.T. in der Zeit nach der Wende, die für viele Familien Geldnot und Alkoholismus bedeutete. Jana erzählt ihre Geschichte schonungslos. Von den Erlebnissen mit ihren Eltern, die beide Alkoholiker sind. Der Alltag ist gekennzeichnet durch Schlägereien und gegenseitigen Beschimpfungen des Ehepaares. Jana wird entweder gar nicht wahrgenommen oder misshandelt. Schläge, kein Essen, Demütigungen. Erst als sie zu ihrer Großmutter flüchtet erlebt sie ein geregeltes Leben, Zuneigung und Verständnis. Doch als ihre Großmutter an einem Herzinfarkt stirbt, fängt das Grauen wieder von vorne an. Ihre Mutter hat einen neuen Mann und als ihre Stiefschwester geboren wird, erlebt Jana wieder Ignoranz, Vernachlässigung und Brutalität . Erst als sie sich einer Jugendgang anschließt und später als Prostituierte Geld verdient und dieses zum größten Teil ihrer Mutter gibt ,in der Hoffnung auf Anerkennung, sieht sie ein Lächeln auf dem Gesicht ihrer Mutter, dass aber mehr dem Geld gilt , als ihr.

Wie überlebt man ein solches Leben und bleibt dabei noch Mensch ? Diese Frage ist mir des Öfteren durch den Kopf gegangen und die Frage, wieso das Jugendamt in solchen Fällen nicht eingreift. Haben Kinder keine Lobby ,weil sie noch zu naiv sind und glauben, dass sie selbst schuld daran sind , wenn die Eltern sie nicht mögen ?
Ich finde es sehr mutig von Jana ihre Geschichte hier aufzuschreiben und ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch vielleicht auch Frauen lesen, die ähnliches erlebt haben und vielleicht ein bisschen Auftrieb bekommen, weil sie merken, sie sind nicht allein. Das Lesen dieses Buch kostet Kraft, wahrscheinlich genauso wie das Schreiben. Das was man liest ,lässt sich nicht so schnell verdauen und hallt lange nach. Ich habe ich es an einem Tag durchgelesen,weil ich wissen wollte, wie Janas Geschichte endet und habe mich sehr über das Ende gefreut.

Ich habe volle Hochachtung vor dieser Frau, die ihr schweres Schicksal meisterte und trotzdem noch den Weg ins " normale " Leben zurück gefunden hat.

Ich wünsche Ihnen Jana und ihrer Familie alles erdenklich Gute
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TOP 500 REZENSENTam 12. Dezember 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
muss Jana Koch-Krawczak erleiden, in der Schläge und Strafen durch die Eltern - vor allem durch die Mutter, der Vater ist irgendwann nicht mehr präsent - sich abwechseln mit Nichtbeachtung und Ignoranz. Selbstverständlich hat dies fatale Folgen für ihr weiteres Leben, das sich in einem Milieu von Kriminalität und Prostitution abspielt, bis sie die Kraft hat, dort hinauszufindet.

Ohne Zweifel ein ausgesprochen erschütternder Lebensbericht, doch mit Sicherheit nicht einzigartig. Wer sich hier eindrucksvolle, sich jahrelang ins Gedächtnis einbrennende Schilderungen im Stil von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F. oder "Tiger,Tiger" von Margaux Fragoso erwartet, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wie ich enttäuscht sein. Leider krankt dieser Tatsachenbericht sehr am Stil, der nicht lebendig genug rüberkommt, das Geschehene, Erlittene nicht eindringlich transportiert. Es mag zwar unpassend klingen, das bei einem Buch dieser Art anzuführen, doch ist auch hier die Qualität des Schreibstils wesentlich, sie trägt zur Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit der vermittelten Inhalte bei - im vorliegenden Buch ist sie - da nicht vorhanden - diesen in hohem Maße abträglich.

So bleibt dieses Schicksal eines von vielen: Jana wird von ihren Eltern schlecht behandelt und hat ein schweres, ja tragisches Leben und berappelt sich aus eigener Kraft wieder, was sehr bewunderswert ist. Aber es gibt wesentlich ergreifendere und eindringlicher geschilderte Lebensberichte in Buchform - dieser bleibt leider einer von vielen, den man rasch wieder vergisst. Das hat ein Buch mit solchen Botschaften nicht verdient, aber mir bleibt hier - leider, leider - der überhaupt nicht gehässig gemeinte Kommentar: selbst schuld!
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. November 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Hmmm gar nicht so einfach dieses Büchlein zu beschreiben, bzw. die Gedanken dazu.

Eigentlich ist es ja schon eine leider ganz alltägliche Geschichte, ein Leben dass egal ob Deutschland oder Polen, oder sonst wo auf der Welt keine Seltenheit ist. Und genauso schreibt die Autorin auch ihre Biographie - irgendwie alltäglich und auch emotionslos. Ich hatte beim Lesen des Buches zeitweise das Gefühl sie erzählt die Geschichte eines Mädchens dass sie gekannt hat und nicht ihre eigene Geschichte. Das fand ich nicht ganz so tolle, kann es aber auf der anderen Seite auch wieder nachvollziehen. Vielleicht ist es der Autorin so einfacher gefallen sich ihre Kindheit und Jugend von der Seele zu schreiben - trotzdem ich persönlich hätte mir mehr Emotionen gewünscht.

Ach ja Emotionen - bei mir kamen die Emotionen schon auf.
Fangen wir doch mal bei Jana an, mehr als einmal hätte ich das Mädel am liebsten an den Schultern gepackt und geschüttelt. Wenn man so liest was sie alles getan hat um ein wenig Liebe von einer Frau zu empfangen, die gar nicht in der Lage ist Liebe zu empfinden könnte man kirre werden. Mehr als einmal habe ich den Kopf geschüttelt, wenn sie wegen ihrer Sehnsucht nach Liebe wieder in den kaputten Haushalt zurück gegangen ist.
Doch plötzlich hat es in meinem Köpfchen klick gemacht - ich war ja genauso doof und habe bis vor vier Jahren alles daran gesetzt um ein Lob oder liebes Wort von meiner Stiefmutter zu bekommen, obwohl ich schon lange wusste dass es nie geschehen wird. Ich denke hier sind einige denen es ähnlich geht oder ging, man kämpft mit allen Mitteln um die Anerkennung und Liebe eines Elternteils und schafft es doch nicht. Und plötzlich war das Buch gar nicht mehr so emotionslos für mich, plötzlich hat es richtig nachdenklich gestimmt.

So nächste Person war die Mutter bzw. die Eltern allgemein. Bei der Mutter lässt sich nur sagen ein solches Miststück gehört einfach weggeschlossen und dürfte gar keine Kinder bekommen dürfen. Ok, zum Alkohol wurde sie von ihrem ersten Mann, also Jana's Vater gebracht, aber die Tablettensucht war ihr eigener Schuh und die Faulheit war auch nicht zufällig. Für mich ist und bleibt es unverständlich dass Frauen so sein können - Sucht hin oder her - dieses lieblose Verhalten hat ja nicht erst angefangen als sie bereits in der Sucht steckte. Und auch ihre Ideen um Jana ausnutzen zu können haben mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken gejagt. Wie kann eine Mutter ihr Kind missbrauchen um an Tabletten zu kommen, wie kann sie wortlos zusehen dass das Kind in die Kriminalität und Prostitution abrutscht und davon profitieren und wie kann sie daneben stehen wenn das Mädchen sich umbringen will und dann noch zuschlagen?!
Der Frau hätte ich, wenn ich sie denn persönlich gekannt hätte oder kennen würde wahrscheinlich schon an der Gurgel gehangen!

Der richtige Vater war Alkoholiker und ein brutaler Schläger - Jana hat wenn ich das richtig mitbekommen habe auch einmal Schläge bekommen, meist hat er sich ja mit seiner Frau oder anderen im Block geprügelt um deren Geld zu bekommen. Einen wirklichen Groll hegt Jana scheinbar nicht gegen ihn - außer dass er ihre geliebte Mutter geschlagen hat.
Gravierender scheint mir aber Janas Stiefvater ihr Leben bestimmt zu haben. Er ist er der Vater den Jana nie hatte, liebevoll und vorsorglich und dann als das eigene Kind geboren wird entwickelt er sich zum A...... der Nation. Durch ihn fällt Jana noch tiefer, wird von der Mutter noch mehr ins Abseits gedrückt und ja den Rest kennt ihr ja.

Was mir aber auch richtig aufgestoßen ist waren die Behörden, egal ob Jugendamt. Richter oder Polizei. Niemand war in der Lage und vor allem Willens Jana zu helfen und die Hilferufe waren mal ja überhaupt nicht zu übersehen! Die haben es sich ganz einfach gemacht - entweder wie die Polizei nur zugeschlagen und mit Gewalt geantwortet oder der Mama geglaubt. Ok, ich will es neidlos zugeben die Dame war nach Janas Erzählungen auch eine begnadete Schauspielerin - aber mal genauer hinsehen wäre besser gewesen.

Alles in allem muss ich zugeben das Buch fesselt. Nach den ersten Seite habe ich vor mich hingebrummelt dass ich hier wohl Hartz IV - TV vorgesetzt bekomme, alltägliches aus der Nachbarschaft und emotionsloser Mist. Doch von Seite zu Seite sind dann meine Gedanken dazugekommen, was ich erst als emotionslos geschrieben empfunden habe füllte sich mit Leben. Ich konnte mich langsam auf Jana einlassen und auch fühlen was Masse war, auch wenn ich jetzt sage soweit wäre ich bestimmt nicht gegangen oder das hätte ich nicht getan, die Hand dafür würde ich nicht ins Feuer legen. Ihre Situation war extrem und mehr als grenzwertig, getrieben vom Verlangen von ihrer Mutter geliebt zu werden macht sie Dinge auf die Mädchen in ihrem Alter normalerweise nie kommen, aber von Seite zu Seite kann man sie besser verstehen.
Und von Seite zu Seite macht das Buch auch trauriger - nicht nur wegen Jana, sondern weil der Gedanke auftaucht Wenn es schon fast eine alltägliche Geschichte ist, was sind wir dann für eine Gesellschaft?" Kinderprostitution - gibt es denn was Schlimmeres, es ist schon schlimm genug dass Frauen anschaffen gehen und das auch nicht immer freiwillig, aber was ist das für eine Gesellschaft in der Mütter ihre Töchter gerade dazu zwingen?! Und vor allem Behörden über seelischen und körperlichen Missbrauch von Kindern einfach wegsehen - und nicht nur die, sondern Lehrer, Nachbarn, sogar die eigene Familie?

Hmm, abschließende Meinung - eigene Erfahrungen und Fazit! Sehr einfach - das Buch hat eine Kaufempfehlung unbedingt verdient und Hut ab vor der Autorin. Ich denke mir es dürfte alles andere als einfach gewesen sein für sie ihre Kindheit und Jugend hier aufzuschreiben, bedeutet es doch alles noch einmal zu durchleben. Auch wenn es nun viele Jahre her ist, sie mittlerweile selbst Mutter ist und glücklich hier in Deutschland mit ihrer Familie lebt, Vergangenheit ist Vergangenheit und die kann ziemlich weh tun egal wie weit sie weg ist.
Außerdem ist es ja nicht so dass sie anonym bleibt wie manch anderer Autor der sich seine Vergangenheit von der Seele schreibt - sie ist in Wort und Bild präsent, was sie auch angreifbar von der Umwelt macht, sprich manch einer der sie privat kennt wird vielleicht nach dieser Lebensbeichte eine Abgrenzung vollziehen.
Ich jedenfalls ziehe eher den Hut vor ihr, vor ihrem Mut sich hinzustellen und zu reden und vor allem dass sie es mit einfachen und schlichten Worten schafft mal wieder aufzurütteln. Ich habe mich nach dem Buch erst einmal wieder wegen meiner ersten Gedanken dazu geschämt - das Wort alltäglich - ich hätte es nicht einmal denken dürfen, es darf nicht alltäglich sein dass ein Kind keine schöne Kindheit hat. Ich schäme mich in Grund und Boden wenn ich daran denke dass auch ich viele Sachen einfach hinnehmen oder übersehen, bewusst und unbewusst!
Ich kann das Buch nur empfehlen, es berührt, es regt zum Nachdenken an und vor allem es regt dazu an die Augen wieder zu öffnen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Februar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich bin bei diesem Buch zwiegespalten.

Einerseits ist da die Geschichte von Jana, die wirklich bis ins kleinste Detail berichtet, was sie bei ihrer Mutter ertragen musste, was diese ihr an Grausamkeiten antat, so dass sie quasi in die Prostitution geflüchtet ist. Was ihr dann dort passierte, in allen Details, den Schutzwall den sie aufgebaut hat und der immer wiederkehrende Versuch Liebe zu bekommen, wo keine zu holen ist. Wieviel erträgt ein Mensch, bevor er zerbricht? Wieviel Zurückweisung kann man überleben? Das wurde hier alles eindringlich geschildert, beschrieben, zur Frage gestellt.

Andererseits ist da die Verarbeitung und das "mir geht es jetzt gut". Ich kann es nicht glauben, dass man das überhaupt verarbeiten kann, wenn man so etwas erleben, überleben musste. Und ob dieses "gut" nicht einfach nur bedeutet, dass sich die Autorin das einredet. Aber das ändert ja nichts daran, ob das Buch nun gut und authentisch ist. Authentisch kann ich nicht beurteilen.

Ich kann es nicht nachvollziehen, hatte - Gott sei Dank - nie solche Probleme, doch dieses Buch hat mir einmal mehr die Augen für die Leiden mancher Menschen geöffnet. Und wenn es mich nur einmal richtig handeln lässt, wenn ich einen Betroffenen kennenlerne, einem vielleicht einen Tick helfen kann, dann reicht das schon.

Gut fand ich das Buch aber allemal. Nachdenklich machend.

Mein Fazit:
Ein zum - zumindest mich - nachdenken anregendes Buch. Von mir 4 Sterne.
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. Februar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
In Autobiographien verarbeiten Menschen ihr Leben. Hier schreibt Jana Koch-Krawczack ihr Leben auf und man fragt sich, wie sie es überhaupt hat überstehen können. Koch-Krawczak ist keine geborene Autorin, ihr geht es nicht darum, eine fesselnde Geschichte zu schreiben, damit ihr Buch möglichst hohe Verkaufszahlen bekommt. Vermutlich ist ihr Roman eine Möglichkeit, mit dieser unfassbaren Vergangenheit leben zu können, die auf dem Papier objektivierbar und womöglich auch besser verarbeitbar wird. An dieser Stelle soll allerdings kein Psychogramm erstellt werden für eine Frau, die gekämpft hat, um leben zu können, auch wenn keiner ihr Leben gewollt zu haben scheint.
Janas Geschichte schockt und bedrückt den Leser gleichermaßen. Darüber zu spekulieren, ob alle Details wahr sind, sollte Nebensache bleiben. Selbst wenn alles erfunden sein sollte, liegt hier doch ein Menschenleben vor, das einen verstört zurücklässt, selbst wenn der Roman aus der rein technischen Perspektive einige Makel aufweist. Aber was zählen schon solche Fehler, wenn Menschen solches Leid aushalten müssen? Man sollte sich allerdings vor dem Kauf des Buches überlegen, warum man diese Geschichte lesen möchte - zur bloßen Unterhaltung anstelle eines anderen Romans würde wohl dem Ansinnen der Autorin nicht gerecht werden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Oktober 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Jana Koch-Krawczak
"Du verreckst schon nicht!"

Ein erschütternder Lebensbericht

Wie viel Leid kann ein Kind ertragen? Diese Frage habe ich mir ständig beim Lesen dieses Buches gestellt. Jana ritzt sich mit erst 12 Jahren die Pulsadern auf. Es ist der Hilfeschrei eines Mädchens. Sie tut dies in der Hoffnung, dass sich ihre Mutter dann endlich um sie kümmern wird. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ihre Eltern sind Alkoholiker. Sie leben am untersten Limit. Jana wird geschlagen. Sie wird gedemütigt. Täglich. Immer wieder. Janas Eltern lassen sich scheiden. Der Vater stirbt mit nur 45 Jahren. Der Alkohol hat ihn los gelassen. Janas Mutter geht eine neue Beziehung ein. Das Kind fühlt sich zum ersten Mal geborgen. Der Stiefvater spielt mit ihr, etwas, das die Kleine bisher nicht kannte. Doch dann kommt sein erstes leibliches Kind auf die Welt und für Jana beginnt die Hölle auf Erden. Trotz eisiger Kälte muss Jana oft die ganze Nacht zusammen gerollt auf der Fussmatte vor der Wohnungstür ausharren. Sie wird ausgesperrt. Die eigene Mutter behandelt sie wie Dreck.
Jana schliesst sich einer Jugendgang an. Zum ersten Mal zollt man ihr Respekt, doch die Jungs sind kriminell. Ihren Anteil der Beutezüge, der Einbrüche, gibt Jana regelmässig bei ihrer Mutter ab. Trotz aller Erniedrigungen versucht sie immer wieder, sich auf diese Weise die Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu erkämpfen. Die Mutter nimmt die Beute, nimmt ddas Geld, doch Liebe erfährt Jana keine.
Schliesslich wird Janas Vertrauen von einem Mann missbraucht. Sie landet in einem Bordell und muss anschaffen. Trotz aller Erniedrigungen und Ausbeutungen liefert sie weiterhin den Grossteil ihres Geldes an die Mutter ab, noch immer voller Hoffnung, doch noch irgendwann ein kleines bisschen anerkannt und geliebt zu werden.
Jana flüchtet aus Polen nach Deutschland und gerät auch hier an einen Zuhälter. Doch hier lernt sie einen Mann kennen und die Zuneigung besteht auf Gegenseitigkeit. Sie fühlt sich geborgen. Die beiden heiraten, doch die Ehe besteht gerade mal 3 Jahre. Heute ist Jana wieder verheiratet, mit einem Mann, der sie liebt und bei dem sie so sein darf, wie sie möchte. Er ist ihre grosse Liebe.

Ein Buch, ein Lebensbericht, so erschütternd, dass man kaum glauben mag, dass sich so ein Schicksal tatsächlich ereignet hat. Wie grausam kann eine Mutter sein, die ihr eigenes Kind so fürchterlich misshandelt? Das traumatisierte Kind Jana, das sich nichts sehnlicher gewünscht hat als ein kleines bisschen Zuneigung der eigenen Mutter.
"Du verreckst schon nicht!" ist ein aufwühlendes Buch, ein Buch über eine schreckliche Kindheit. Es ist aber auch das Buch über eine junge Frau, die es geschafft hat, aus diesem Sumpf aus Erniedrigung, Verrat und Misshandlung heraus zu kommen.
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am 15. Januar 2014
die autorin beschreibt ihre kindheit, wie sie war, unverblümt und nachvollziehbar. und diese kindheit hat dann schließlich dazu geführt, dass sie in die fänge der prostitution geriet.
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