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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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Es sind die Geschichten, die man in diversen Reportagen immer mal wieder hört, hier und da trat eine Betroffene, mit großer Sonnenbrille und billiger Perücke bei "37 Grad" im ZDF auf und jedes mal hatte man Mitleid und schüttelte den Kopf ob der Widerwärtigkeiten, die Mann den Prostituierten antaten. Man schüttelt den Kopf und vergisst schnell wieder, schließlich kann man nicht jedes Leid der Welt zu nah an sich heran lassen.
Jedoch sind all diese Talkrunden und Reportagen kein Vergleich dazu, die Geschichte eines Mädchens welches die Flucht in die Prostitution gewählt hat, aus erster Hand zu erfahren. Welche Leiden sie schon vorher hatte durchmachen müssen und wie schrecklich es dann während der Betätigung als Prostituierte weiter ging.
Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Sehr interessant, wie auch erschütternd, wie die Betroffene durch scheinbar banale Schutzmechanismen versucht, ihr letztes kleines Bisschen Würde und Selbstachtung zu bewahren. Eine Perrücke als Schutzwall, die gesamte Persönlichkeit zu verlieren.
Interessant und verstörend um Scham verursachend.

Man blickt in eine Gedankenwelt, in die man so noch nie hat blicken können- ich zumindest nicht.
Ob nun der Preis für 200 Seiten gerechtfertigt ist oder nicht, halte ich vor dem Hintergrund der diffizilen Thematik für unwichtig. Es steht ja auch in der Beschreibung.
Das Buch fesselt, jedoch wird man auch immer wieder von Scham ergriffen. Nein, nicht, weil man die Dienste solcher armen Geschöpfe jemals in Anspruch genommen hätte.
Nein, eher weil man selber beim Anblick jener Damen Gedanken oberflächlicher Natur hatte, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, wie man in dieses Milieu gerät.
Ein Buch, welches fesselt, aufrüttelt ohne zu nerven und ohne, dass der erhobene Zeigefinger einen förmlich ins Auge bohrt, bekommt von mir 5 Sterne
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. November 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich bin ein großer Freund von - es möge bitte jetzt nicht euphemistisch aufgefasst werden, wenn ich das so nenne - außergewöhnlichen Biographien. Daher sprach mich auch die Beschreibung dieses Buches sehr an. Und was man hier zu lesen bekommt, ist wirklich unglaublich und sehr berührend. Jana wird als kleines Mädchen von ihren Eltern regelmäßig geschlagen und gedemütigt - vornehmlich dann, wenn die Eltern sich wieder einmal bis Oberkante Unterlippe mit Wodka vollgeschüttet haben.
Als der leibliche Vater die Familie sitzenlässt und Janas Mutter einen neuen Mann kennenlernt, wird es für eine Weile etwas erträglicher - bis auch dieser Mann dem kleinen Mädchen mit Ablehnung gegenübertritt und sie künftig nicht einmal mehr mit dem "Rest" der Familie gemeinsam die Mahlzeiten einnehmen darf (auch über diesen Punkt darf man ruhig einmal etwas ausführlicher nachdenken: Was ist es für ein Gefühl für ein Kind, wenn die Mutter einem so unmenschlichen, demütigenden "Befehl" eines "fremden" Mannes willenlos gehorcht und sich nicht schützend vor ihre Tochter stellt...)

Das Buhlen der Tochter um die Liebe der Mutter - das ist das ganz zentrale Motiv der gesamten Lebensgeschichte von Jana.
Auf allen Wegen versucht sie es der Mutter recht zu machen, doch nichts kann diese dazu bewegen, ihrer Tochter auch nur das kleinste Zeichen von Zuneigung angedeihen zu lassen. Und wenn es schon keine Liebe gibt, dann will sich Jana wenigstens die Anerkennung und Zufriedenheit ihrer extrem materialistisch veranlagten Mutter "verdienen". So bringt sie von abendlichen Einbrüchen mit der Jugendgang, der sie sich zeitweise angeschlossen hat, immer wieder verschiedene Waren mit nach Hause - Zigaretten, Alkohol oder auch Nahrungsmittel. Für den Moment ist die Mutter dann mal zufrieden, um Jana aber bald wieder ihre Gefühlskälte spüren zu lassen. So wird das Buhlen um Anerkennung zur Spirale, in der sich der "Leistungswille" des Mädchens immer weiter hochschraubt, bis sie sogar in die Prostitution abrutscht, um ihre Mutter mit Geld versorgen zu können.

Es darf sicher ohne "Spoiler"-Vorwürfe geschrieben werden, dass die Geschichte letztlich gut ausgeht (das sieht man ja allein schon an der Entstehung dieses Buches und spätestens, wenn man den Klappentext gelesen hat, weiß man, dass Jana heute glücklicherweise ein "normales" Familienleben führen darf). Aber bis dahin bekommt man schon einiges geschildert, woran man einige Momente "zu kauen" hat.

Man kann sehr froh sein, dass man solche Zustände niemals am eigenen Leib erfahren musste. Daher fällt es auch sehr schwer, die Schilderungen einzuordnen und zu beurteilen. Für den Außenstehenden ist es natürlich zunächst wenig verständlich, dass sich die Liebe zu einer vom ersten Moment an vollkommen herzlosen Mutter so stetig hält und sogar so heftig ist, dass man sich dadurch in solche ganz objektiv falschen, schädlichen und gefährlichen Situationen bringen lässt. Zum anderen besteht natürlich immer die Gefahr, dass eine Person die Schuld an einer wahrlich stark verkorksten Kindheit und Jugend auf "die Umstände" abwälzen will. Ich vermute, dass das - wenn auch sicher unbewusst - auch in diesem Buch an der einen oder anderen Stelle der Fall ist, zumal dieser Verdacht durch die Schilderung einer Abtreibung genährt wird, welche Jana vornehmen ließ. Auch da findet sich eine Haltung in der Art "naja, richtig war's vielleicht nicht, aber musste halt in der Situation sein". Das ist mir an manchen Stellen etwas zu einfach, wie man insgesamt mehrfach gerne mehr über innere Beweggründe und Emotionen in der speziellen Situation erfahren hätte.

Aber alles in allem ist und bleibt dieses Buch ein beeindruckendes (auto)biographisches Zeugnis!
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TOP 500 REZENSENTam 12. Januar 2014
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Das Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution ist nach wie vor ein trauriges Kapitel der Menschheit, quer durch alle Kontinente. Die damit verbundenen (Einzel)Schicksale sind makaber, desaströs, erschütternd und von Außenstehenden leider nur sehr begrenzt einsehbar, dazu in praktisch keiner Weise veränderbar. Insofern ist eine vielschichtige Aufklärung wichtig und oft das einzige Mittel, auf bestehende Mißtände aufmerksam zu machen, den Finger in die offene Wunde zu legen und die Öffentlichkeit für bestimmte Themen zu sensibilisieren.

Mit der Autobiographie "Du verreckst schon nicht!" versucht die mittlerweile 35jährige Polin Jana Koch-Krawczak (Pseudonym) die Reflektion Ihrer eigenen (Kindheits)Geschichte und bedient sich dabei relativ einfacher stilistischer Mittel.

Es liegt mir fern, die Kindheit und Jugend der Autorin zu Hinterfragen, allerdings empfinde ich die charakterliche Darstellung der Hauptakteure, die sich dauerhaft nur in Nuancen unterscheidenden tragischen Erlebnisse und die Rechtfertigungsversuche der eigenen Handlungen in wesentlichen Teilen als gekünstelt und wenig authentisch. Auf mehr als 180 Seiten quält sich Jana durch ein, scheinbar dem Ratgeber für traumatisierte Jugendliche entsprungenen, Schicksal. Mutter und Vater, später der Stiefvater verkörpern das Böse in Person, bestrafen das Mädchen wahlweise mit Essensentzug, Prügel und/oder einem Rausschmiss aus der elterlichen Wohnung. Richter, Polizei, Sozialpädagogen, Verwandte, Freunde und Bekannte sind Teil der perfiden Situation und gänzlich unbedarft, die Realität und das Spiel der Misshandlung zu durchschauen. Lediglich die liebevolle Großmutter scheint Jana bis zu Ihrem Tod eine letzte Bastion des Rückhaltes zu gewähren und erfüllt dabei gleichzeitig alle Klischees, die man im Lexikon zum Thema "Oma" nachschlagen kann.

So ist der Weg des gepeinigten Kindes vorgezeichnet. Zuerst kleine Diebestouren, später ernsthafte kriminelle Handlungen, letztlich der Weg in die (Zwangs)prostitution. Der Zweck heiligt die Mittel und die jeweilige Beute/der Lohn wird unmittelbar zur kaltblütigen Mutter gebracht, um nie erhaltene Liebe einzufordern. In allen Kapiteln steckt Jana dabei wahlweise am Anfang/Ende/in der Mitte eines dunklen, schwarzen Tunnels, während die inhaltlich wahllose Aneinanderreihung von sich ähnelnden Geschehnissen wenig Glaubwürdigkeit vermitteln. Spätestens der Einstieg in das Rotlicht-Milieu und die Schilderungen aus dem Bordell-Alltag lesen sich dann wie ein Tatsachenbericht im RTL-Format.

Doch glücklicherweise reichen die letzten 20-Seiten des Groschenromanes aus, um die vorher traumatisierenden Ereignisse abschließend aufzuarbeiten und um in der Gegenwart und damit knapp 18 Jahre später ein glückliches Leben führen zu können. Spätfolgen? Scheinbar keine. Milieu-Schäden? Ebenfalls Fehlanzeige. Körperliche Wunden? Wegtätowiert. Probleme den damaligen Drogenkonsum zu beenden? Im Buch von Heute auf Morgen vergessen. Psychologische Hilfe? Überflüssig.

In dieser Form werde ich ganz subjektiv den fahlen Beigeschmack nicht los, dass Jana Koch-Krawczak aus Ihrer damaligen Not mittlerweile ein Tugend macht. Oft, wenn das Thema Kriminalität und Prostitution durch die Medien geistert, ist die Autorin gern gesehener Gast. Blöd nur, wenn die Aussagen im TV z.T. den Schilderungen im Buch drastisch widersprechen. Während im Buch z.B. der Weg und die Reise nach Deutschland völlig freiwillig erfolgt und als geeignetes Mittel zur Flucht vor der Mutter bezeichnet wird, wurde Jana Koch-Krawczak im TV Format "Menschen bei Maischberger" mit 15 an ein Bordell in Deutschland verkauft. Dazu ist Ihr nicht eine Hure bekannt, die sich freiwillig verkauft und danach einfach wieder aussteigt. In "Du verreckst schon nicht" gelingt dieser Schritt innerhalb eines Absatzes.

Fazit: Dieses Buch ist für mich eine vorschnell gezündete Nebelkerze. Undurchschaubar, undefinierbar und zumindest in Teilbereichen zweifelhaft. Ob diese Form der Aufarbeitung dann umgekehrt eine Hilfe für Betroffene darstellt, sei dahingestellt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. November 2013
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In unserer heutigen Gesellschaft ist es leider schon an der Tagesordnung, über Misshandlungen, Kriege, Gewalttaten zu lesen/hören. Durch das Fernsehen stumpfen die meisten Menschen gegenüber Gewalttaten ab und machen sich kaum noch Gedanken darüber. Ein Buch wie "Du verreckst schon nicht" zu lesen, kommt einem daher unheimlich fiktiv vor. Aber man sollte sich unbedingt immer wieder vor Augen führen, dass dies die Geschichte eines Menschen ist, der diese Hölle wirklich erlebt hat.

Zum Buch:
Jana erlebt eine Kindheit, wie sie schlimmer nicht sein kann. Weder Vater noch Mutter scheinen sie zu lieben, sie wird geprügelt, ignoriert und ist ganz auf sich allein gestellt. Mit 12 begeht sie ihren ersten Selbstmordversuch, später rutscht sie in die Kriminalität ab. Es folgen Drogenmissbrauch und Prostitution. Der Grund für all dies ist, dass Jana einfach nur die Aufmerksamkeit ihrer Mutter wünscht. Ein wenig Liebe, so wie es bei anderen Kindern normal ist.

Leider darf Jana diese Dinge niemals erfahren. Ihre Erzählung fesselt bis zur letzten Seite auch wenn der Kopf stellenweise einfach nicht die Vorstellungskraft für Janas schrecklickes Leben aufbringen kann. Immer wieder musste ich mich daran erinnern, dass sie diese Dinge tatsächlich durchgemacht hat und dies nicht nur eine grausame aber erfundene Geschichte ist. Mein Mitgefühl mit Jana wuchs von Seite zu Seite. Man leidet regelrecht mit, wenn Jana von Zuhause wegrennt um bei ihrer Großmutter Unterschlupf zu finden. Und bereits dort ahnt man schon, dass die Oma irgendwann bald schon sterben wird, da diese Biografie sonst so nicht existieren könnte. Jana hatte wirklich alles Pech der Welt. Einen schrecklichen Vater, einen schlimmeren Stiefvater, eine grausame Mutter und ihr einziges Licht - die Großmutter - stirbt viel zu früh.
Besonders nahe ging mir eine Stelle: Jana steht nachts vor dem Bett ihrer Eltern, weckt sie nach ewigen Zögern und fragt: "Mama? Papa? Darf ich bitte in ein Kinderheim?" Ich weiß wie es ist, wenn die Eltern (Mutter und Stiefvater) hoffnungslos alkoholabhängig sind und der Vater sich nicht interessiert. Wenn die Kinder egal werden und man einen Stiefvater hat, von dem man gehasst wird. Ich habe oft genug selbst daran gedacht, dass ein Heim besser sein würde als mein Zuhause. Gerettet hat mich meine kleine Schwester, für die ich mich immer schon verantwortlich gefühlt habe. Ich konnte sie einfach nicht "im Stich" lassen. Ich musste so oft auf sie aufpassen, dass es an ein Wunder grenzt, dass sie nicht "Mama" zu mir sagt.
Obwohl ich meine eigene Kindheit als schlimm empfand, hat mich dieses Buch enorm schockiert. Bei allem was ich durchgemacht habe, bei aller Gefühlskälte meiner Mutter, so grausam war es bei mir bei weitem nicht. Es ist schwer vorzustellen, was in der Seele eines Menschen vorgeht, der selbst bei einen Selbstmordversuch noch beschimpft wird.

Alles in allem ist das Buch sehr packend und mitnehmend. Es schockiert und öffnet die Augen. Man sollte lieber einmal zuviel als einmal zuwenig eingreifen wenn man einmal selbst solche Geschichten von einem Kind zu hören bekommen. Es ist grausam, wie alle automatisch der Mutter glauben, obwohl sie diejenige ist, die Lügen verbreitet.

Einen Stern Abzug gibt es lediglich für den Preis. Knapp 15Euro finde ich für ein Büchlein mit gerade einmal 200 Seiten sehr happig. Da kommt die Vermutung auf, dass es genau wie bei den meisten Schicksalsgeschichten nur ums Geld geht und nicht um die Mahnung, die dahinter steht und so vielen Menschen die Augen öffnen könnte.
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am 26. April 2014
Ich konnte nie verstehen, wenn jemand sagte, dass er/sie ein Buch gelesen hat, welches er/sie nicht mehr aus der Hand legen wollte. Das kenne ich von Filmen, aber nicht von Büchern, somit habe ich erst kein Buch in die Hand genommen.
Nach mehrern Empfehlungen habe ich mich überreden lassen und habe mir dieses Buch gekauft. Jetzt kann ich auch behaupten, das ich wenigstens EIN BUCH kenne, dass ich beim lesen nicht aus der Hand legen wollte.
Das Buch hat mich bereits ab dem ersten Satz "gefesselt" und das bis zum letzten Satz. Es ist schockierend, heftig, gleichzeitig spannend.

Ich kann dieses Buch sehr weiterempfehlen.
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Der Untertitel sagt schon alles: die junge Polin ist als Mädchen von der Mutter verraten, gedemütigt und zur Prostitution gezwungen worden! 1993 entfloh sie aus dem Elternhaus - beide Alkoholiker - nach Deutschland und glaubte in Stuttgart einen Neuanfang machen zu können. Doch es wurde noch schlimmer: sie wurde jahrelang zur Prostitution gezwungen und ihr Buch beschreibt dieses furchtbare Leben als Zwangsprostituierte!

Wer weiß schon, dass Deutschland eines der weltweit wichtigsten Ziele für Sexreisende ist? Über 500.000 Frauen aus dem Osten kommen jährlich nach Deutschland und arbeiten für Zuhälter. Das Gesetz zum Schutz der Frauen von 2002 hat die Prostitution paradoxerweise noch weiter verschlimmert. Eine Million Männer haben jeden Tag mit diesen Frauen Sex und Sextouristen aus aller Welt fliegen heutzutage lieber nach Deutschland als nach Thailand oder Südamerika.

Jana erzählt von ihren Kunden, von der absoluten Gefühllosigkeit der Freier, der Ware "Sex", der sie jahrelang ausgeliefert war. Die schlimmsten Kunden seien die feiernden Geschäftsleute gewesen, die die Mädchen wie Dreck behandelt hätten. Nach ihrem Alter hätte sie nie jemand gefragt, nach ihren Gefühlen ebenso wenig, die Männer nahmen an, dass es ihr Spaß machen würde, ihren Körper zu verkaufen! Heute ist sie davon befreit, lebt in einem kleinen Dorf in Bayern mit ihrem Mann zusammen und ist glücklich! Solange sie zumindest nicht an ihre Eltern und an ihre zahllosen seelischen Wunden denken muss!

Ein erschütterndes Buch über eine extrem traurige Realität in Deutschland. Wir kämpfen für die Freiheit von Kindersoldaten in Liberia, gegen die Kinderarbeit in Indien und übersehen dabei, dass Hunderttausende von Frauen - mitten unter uns - ein noch schlimmeres Schicksal erleiden!!! Es ist ein ganzer Industriezweig im Herzen von Deutschland, der satte Steuern bezahlt und Werbung im Ausland für zahlungskräftige Kunden macht!

Sind wir alle schon so weit gesunken?

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VINE-PRODUKTTESTERam 16. Januar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich finde dieses Buch sehr schwehr zu bewerten. Hier schreibt jemand von seinen eigenen Erlebnissen, die zum großteil sehr schlimm waren. Ausdrücke wie "Das Buch finde ich sehr spannend, tolle Geschichte" etc mag ich hier nicht nutzen, da es ja leider eine wahre Begebenheit ist und diese schlimmen Dinge einerJungen Frau/ einem Kind passiert sind.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich mit Autobiografien auseinandersetzen möchte und dabei nicht nur die schönen Seiten des Lebens lesen möchte. Wer aber für sich meint, das er schlimme Sachen, die einen traurig oder nachdenklich machen lieber nicht lesen möchte, sollte dieses Buch lieber nicht lesen.
Ich finde es toll, das die Autorin es geschafft hat, aus ihrer schlimmen Vergangenheit auszubrechen und wünsche ihr weiterhin alles gute.
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am 13. Oktober 2014
das Buch hat die 5 Sterne Bewertung verdient, gefällt mir sehr gut, habe beim Lesen auch Tränen vergossen, ist mir sehr zu Herzen gegangen, man kann nicht verstehen was es für brutale Menschen es auf unsere Erde gibt, kann dieses Buch nur weiter empfehlen
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Januar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Als Tester habe ich mich für dieses Buch entschieden da ich schon immer gerne Begebenheitsromane gelesen habe.
Schon die ersten Seiten fand ich sehr ergreifend wie Jana förmlich um die Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Mutter kämpft, und dadurch nicht mal zurück schreckt sich selbst zu verletzen.

Es ist echt unglaublich was man hier so alles liest., Jana wird schon als kleines Mädchen regelmäßig von ihren Eltern geschlagen, meist dann wenn die beiden mal wieder zu tief ins Glas geschaut haben.
Der leibliche Vater verlässt die Familie und die Mutter lernt einen neuen Mann kennen. Dieser lehnt Jana ab und sie darf nicht mal mehr die Mahlzeiten mit der Familie zusammen einnehmen. Jana versucht die ganz Zeit die Liebe ihrer Mutter zu erlangen, sie würde dafür echt alles tun.
Jana muss anfangen zu stehlen und beginnt mit Einbrüchen. Ihre Mutter will aber immer mehr das sie ihre eigene Tochter zur Prostitution zwingt.

Man selbst kann sich sowas nicht vorstellen, ich bin selber Mutter und meine Kinder sind für mich alles und ich würde auch alles tun das es ihnen immer gut geht., Sie sind d für mich das wichtigste und daher kann ich diese kaelte der Mutter gar nicht nach vollziehen, immerhin hat sie ihre Tochter unter ihrem Herzen getragen.

Bin froh das für Jana sich alles zum Guten gewendet hat und sie jetzt ein normales Leben führen kann.

Die Story hat mich sehr ergriffen und teilweise auch sehr wütend gemacht. Das Buch ist sehr gut geschrieben das es auch Spaß macht zu lesen auch wenn die Geschichte an die Substanz geht.

Das Buch ist eine beeindruckende Biografie einer starken Frau, und es gehört viel Mut das darüber zu schreiben.
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TOP 500 REZENSENTam 14. Dezember 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Inhalt:
Unter dem Pseudonym Jana Koch-Krawczak schreibt die gebürtige Polin von ihrer Kindheit und ihrer Jugend voller Entbehrungen, vom jahrelangen emotionalen und physischen Missbrauch durch die Mutter, vom Fehler einer Vertrauens- und Bezugsperson, von ihrem Abgleiten in die Kriminalität, in die Prostitution und in den Drogenmissbrauch sowie von ihrem Leben danach.

Mein Eindruck:
Tatsachenberichte sind mir oft zu reißerisch, weshalb ich für gewöhnlich einen großen Bogen um solche Bücher mache. Da ich Psychologin bin, hat mich das Thema des vorliegenden Buches jedoch so sehr interessiert, dass ich das Buch trotz meiner Vorbehalte lesen wollte.

Leider haben sich meine Vorurteile und Erwartungen bestätigt: mir hat das Buch nicht gefallen. Der Sprache war mir zu simpel, die Schilderungen oft zu explizit und reißerisch, der Schreibstil zu unbeholfen.

Ich will der Autorin nicht unterstellen, dass sie die Traumatisierungen nicht erlebt hat, aber ich empfand das Buch als extrem unauthentisch. Auf mich wirkte das Buch, als hätte man eine Checkliste der Scheußlichkeiten abgearbeitet. Schon durch meine Tätigkeit als Psychologin ist mir klar, dass manche Menschen Schreckliches erlebt haben und erleben, dass es fast nichts gibt, was es nicht gibt. Aber 'Du verreckst schon nicht!' machte auf mich einen durch und durch blutleeren und stereotypen Eindruck.

Die Personen wurden zudem völlig einseitig und naiv beschrieben: hier die 100% böse Mutter, die jedes Klischee einer miesen Mutter erfüllt, der man aus lauter Liebe aber auch noch durch Prostitution verdientes Geld schickt, dort die Oma mit der duftenden Bettwäsche, dem gemütlichen Lieblingssessel, deren Haare immer adrett sind, die eine sanfte Stimme und einen braven Schäferhund hat und zudem ausgezeichnet kochen und backen kann.

Die Dialoge empfand ich bisweilen als so hölzern, die Reaktionen der Autorin so aufgesetzt, dass ich mich in eine dieser gestellten Gerichtssendungen im Nachmittagsprogramm versetzt gefühlt habe.

Mein Resümee:
Was auch immer die Autorin erlebt hat, ein Buch hätte sie darüber nicht schreiben brauchen. Angeblich hat sie das Trauma ohne professionelle Hilfe und ohne Auswirkungen auf ihr jetziges Leben überwunden, das Schreiben diente somit wahrscheinlich nicht einer Art Selbsttherapie. Dass sie mit dem Buch anderen Betroffenen helfen kann, kann ich mir nicht vorstellen, denn hierfür empfinde ich die Botschaft, dass jeder neu anfangen kann, wenn er sich nur Mühe gibt und genug kämpft, als kontraproduktiv und anmaßend.
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