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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen61
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am 7. März 2013
Das Buch präsentiert recht unstrukturiert und redundant recht platte Lebensweisheiten. Das ganze wird mit recht traurigen Geschichten untermalt. Konkret geäußerte Einsichten von Sterbenden, wie es der Titel suggeriert gibt es kaum.

Für angehende Sterbebegleiter sicherlich empfehlenswert. Wer tiefe Weisheiten erhofft wird enttäuscht. Auch der Schreibstil ist nicht wirklich erhebend.
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am 4. Januar 2013
Ich habe das Buch fast fertig gelesen und weiß aber, dass ich es gleich noch einmal lesen werde.
Denn es ist ein Buch, dass man nicht einfach nur liest, naja vielleicht beim ersten Mal. Es ist eigentlich ein Arbeitsbuch. Die Autorin zieht am Ende jeder Geschichte ein Fazit, was man von dem Verstorbenen noch lernen kann.
Das Interessante dabei ist, dass sie viele Fragen stellt, die man sich selbst stellen sollte. Es sind Fragen, die man sich vielleicht selbst schon in Gedanken gestellt hat, sich aber selten die Mühe macht sich damit wirklich auseinander zu setzen, da man mit den Alltagsproblemen genug beschäftigt ist.
Genau da setzt die Autorin an und zeigt auf, dass es uns im Alltag gelingen muss uns Antworten zu geben auf die Lebensfragen und v.a. die Antworten in unseren Alltag zu verwirklichen, sie einzuflechten, um am Ende auf seinem eigenen letzten Gang zumindest so gut wie nichts zu bereuen und mit sich selbst im Reinen zu sein.

Ein Buch, das einem zum Nachdenken und v.a. zum Beantworten seiner eigenen evtl. unausgesprochenen Lebensfragen zwingt.
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am 14. April 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
„Ach hätt ich doch“: eine andere Entscheidung getroffen, mehr dieses...., mehr jenes.... getan; Wer kennt diesen Gedanken nicht, obwohl er so überflüssig ist wie sonst nichts im Leben. Schließlich kann man an den Dingen nichts mehr ändern und mit der Vergangenheit zu hadern, vergällt einem die Zukunft. Trotzdem interessierte mich das Buch auf Grund seines Titels, weil ich wissen wollte welche „Fehlentscheidungen“ die Menschen am Ende ihres Lebens am meisten bedauern, was sie glauben versäumt zu haben.

Leider sind mir die meisten Personen nicht wirklich nahe gekommen, da ich den Ton der Autorin nicht wirklich mochte. Für meinen Geschmack sonnte Sie sich etwas in dem Erzählen darüber, was sie im Gegensatz zu den betreuten Patienten alles richtig macht in ihrem Leben. Das Sprechen über die betroffenen Menschen selber blieb merkwürdig distanziert und wenig in die Tiefe gehend. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch insgesamt einige Denkanstöße gegeben. Sehr interessant fand ich die Ausführungen zum Thema Alzheimer-Erkrankung.
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Der Titel spricht an, überzeugt, der Untertitel erweckt eine Erwartungshaltung, der das Buch dann leider nicht entspricht. „Von den Sterbenden lernen…“ wir hier kaum etwas – wir erfahren nämlich nur wenig von ihnen. Wir lernen allenfalls, was die Autorin von den Sterbenden gelernt hat.
Das gibt sie belehrend, doch reichlich blass wider.
Es handelt sich bei dem Buch um einen allgemeinen Lebensratgeber, der durchaus seinen Platz hat. Die Schilderung der einzelnen Fälle ist jedoch vollkommen verzichtbar, weil sie die Ratschläge nicht überzeugend untermauern. Der Untertitel führt den Buchkäufer nur in die Irre.

Es gibt bei jedem Fallbeispiel eine längere Vorbetrachtung, ein Fazit und schließlich eine Nachbetrachtung. Dazwischen noch allgemein gehaltene Vor- oder Nachkapitel. Diese Abschnitte nehmen weitaus mehr Seiten in Anspruch als die Fälle selbst.
Die Personen, die als Beispiele gelten sollen, bleiben hinter einem Schleier von allgemeinen Beschreibungen verborgen. Man kann das Drama nur erahnen.
Allerdings kommen mitunter Fragen auf – die überhaupt nicht thematisiert werden. Geradezu mitgenommen hat mich die lapidare Schilderung über Frau Anna, welche den Stromableser nicht und infolge auch keine Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und Sozialamtes in ihr Haus lassen wollte. Deshalb machte die Polizei – „wie in solchen Fällen immer“ – kurzen Prozess. Man brachte die alte Dame ins Pflegeheim und verkaufte ihr Haus. Man könnte auch sagen, enteignete sie und verbrachte sie hinter Gitter, obwohl sie bis dahin z.B. Gemüse angebaut hatte, sich also durchaus noch selbst versorgen konnte.
Dieses willkürliche staatliche Vorgehen macht Angst. Ich wäre auch zumindest verwirrt, wenn man so mit mir umspränge. Konnte man den Stromverbrauch nicht schätzen? Dieser Umgang mit einem alten Menschen ist unglaublich und menschenverachtend. Ich hätte etwas Kritik von der Verfasserin erwartet – aber dann hätte sie ja auch etwas konkreter werden müssen.
Der Fall enthielt für mich noch eine weitere hochbrisante Information. Man erfährt nämlich, dass Frau Anna nach dem Krieg eine Tochter geboren hatte, Kind eines farbigen amerikanischen Soldaten. Und dass man ihr dieses Kind als so genanntes „Brown Baby“ weggenommen hat, weil die jungen ledigen Mütter wegen des Versorgungsdrucks überfordert waren. Auch das ist ungeheuerlich. Ob es nur für Österreich gilt?
Doch wie muss man sich das Lebensdrama nun vorstellen? Worin lag der Schmerz der alten Dame. Hat sie sich entscheiden müssen und wegen Überforderung auf das Kind verzichtet? Litt sie deshalb bis zum Lebensende an Schuldgefühlen? Oder hat man es ihr zwangsweise abgenommen? Sodass sie zeitlebens unter dem Verlust des Kindes und der staatlichen Willkür litt? Darüber erfährt man nichts im Buch, ebenso wenig, wie man bei den anderen Fällen den wirklichen Problemen auch nur annähernd auf den Grund geht.
Ich bin am Leben und Sterben anderer Menschen interessiert. Bei dem Buch bin ich nicht auf meine Kosten gekommen, sondern habe mich gelangweilt.
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TOP 500 REZENSENTam 5. Januar 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
In diesem Buch werden Einzelschicksale gezeigt, die sich tagtäglich und überall auf der Welt abspielen.
Am Ende jeder Kurzgeschichte zieht die Autorin ein Fazit: "Was kann man von dem Verstorbenen noch lernen."
Dieses Buch sehe ich als Ratgeber, der zum Nachdenken über sein eigenes bisheriges Leben anregt.
Knallhart wird man in diesem Buch mit dem Tod konfrontiert.

Doris Topper, die seit Jahren in der Sterbebegleitung tätig ist, schafft es immer wieder, das sich etwas im Kopf, schon während des Lesens tut.
Man wird nachdenklicher, aber auch traurig, so das man zeitweise schlucken muss.
Keine Seltenheit, das man nach jeder Kurzgeschichte, nickend zustimmt und sein eigenes Leben (sofort) komplett umkrempeln möchte.
Fehlt der Mut oder aber die Kraft dazu, es sofort zu tun?
Fakt ist, das man es tun sollte, damit man auf dem Sterbebett sagen kann: "Ich habe alles richtig gemacht."

Das Buch öffnete mir die Augen und sagte mir "nur" wie kostbar und kurz das Leben eigentlich ist.
Von einen Tag auf den anderen kann das Leben vorbei sein.
Viel zu schnell läuft die Zeit des Lebens ab.

Wer zuvor vielleicht sinnlos den Tag verplempert hat, wird nach dem lesen bewusster die Aussenwelt wahr nehmen.
Auch wird man schnell eine Antwort finden auf die Frage: "Was wirklich wichtig ist im Leben."
Warum also übertrieben die Wohnung putzen, sich in Arbeit stürzen....
Was ist den überhaupt wichtiger?
500 Facebookfreunde oder einen Freund, den man alles anvertrauen kann?
Massig Überstunden in der Firma oder einmal bewusst einen Sonnenuntergang genießen?

Was zuvor vielleicht einen als sehr wichtig erschien, gerät nach dem Lesen in den Hintergrund, weil es wohl doch wichtigeres gibt?

Viele meiner eigenen Fragen an das Lebens wurden durch dieses Buch beantwortet.
Ja, um auf die Frage im Titel zurückzukommen, das Buch hat mein Leben verändert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. Januar 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
...aber im hektischen Alltag gerät dieses Wissen immer wieder in Vergessenheit. Oder es wird verdrängt. Das Wissen um die eigene Endlichkeit. Schnell noch dies tun und jenes, beschäftigt bleiben, aktiv, nicht innehalten, um nicht auf den Gedanken an den eigenen Tod zurückgeworfen zu werden. So "vertreiben" wir uns die Zeit. Dieses Buch erinnert uns an das, was wichtig ist. Verblüffenderweise sind sich die meisten Menschen in ihrem Urteil darüber recht einig: Die Liebe, die Nähe zu anderen, die Schönheit des Augenblicks, das zählt. Mehr als Gut und Geld, Zerstreuung oder Ehrgeiz. Und weil das die meisten so sehen, wirkt das Buch denn auch ein bisschen wie eine ausgewalzte Binsenweisheit. Aber muss man das dem Buch anlasten? Nun, ein bisschen flotter könnte es schon sein, Humor schadet schließlich nichts, gerade, wenn ein Thema vermeintlich schwer ist. So wirkt das Buch ein wenig wie einer dieser Kalender mit Sinnsprüchen, zu denen gern Schmetterlinge, bunte Fischerboote und Kapellen im verschneiten Allgäu abgebildet werden. Als Geschenk für Leute, die den Wunsch nach Kontemplation mit nicht allzu hohen Ansprüchen verbinden, ist es gut geeignet.
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am 13. Mai 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Autorin beschreibt in ihrem Buch 7 Fälle von Menschen, die sie beim Abschied vom Leben begleitet hat und zieht ihre Schlüsse, was man aus deren Lebensgeschichten lernen kann. Das ist durchaus nicht untineressant, wirkt aber manches mal etwas holprig.
Mir persönlich hat es nicht so gut gefallen, dass die Umstände unter denen die Autorin ihre Protagonisten kennen lernte sehr ausführlich beschrieben wurden. Der Stil ist manchmal etwas ungelenk - man merkt immer wieder recht deutlich, dass hier ein Nichtprofi schreibt, dennoch ist es ein interessantes Buch - ich gebe 3 Sterne nach dem Motto: Muss man nicht unbedingt gelesen haben, ist aber auch nicht Zeitverschwendung, wenn man es tut.
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TOP 500 REZENSENTam 13. Januar 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
HÄTTE ICH DOCH ist ein Ratgeber über Lebensweisheiten, welcher sich von vergleichbaren Büchern primär durch seine Ausgangsbasis unterscheidet: die Autorin gibt sich nämlich nicht als Erfolgsguru aus, sondern berichtet aus ihrem Erfahrungsschatz bei der Sterbebegleitung. Im Rahmen dieser tätigkeit hat sie erlebt, was Sterbende über ihr eigenes Leben denken, und angesichts der Finalität des drohenden Todes entwickeln diese natürlich eine neue Perspektive zu ihrem eigenen Leben. Vermeindliche Probleme werden plötzlich sehr unbedeutend oder zumindest relativiert, andererseits tun manche Erinnerungen unheimlich weh.

Ausgehend von diesen Erfahrungen hat sich die Autorin daran gemacht, die Quintessenz dieser Gespräche niederzuschreiben - und dies ist ihr in diesem Buch durchgehend lesenswert und manchmal durchaus ergreifend gelungen. Gleichzeitig geht sie natürlich auf die Schlussfolgerungen ein, welche die Berichte für das Leben jeden Einzelnen haben könnten.

HÄTTE ICH DOCH enthält in der Tat wichtige Denkanstöße und ist durchaus geeignet, dem Leser mal eine andere Perspektive zu vermitteln und ihn auch daran zu erinnern, was wirklich relevant ist - und was letztlich unbedeutend ist. Insofern ein durchaus empfehlenswertes Buch, welches aber (das Thema deutet es an) nicht allzu sehr auf die praktische Umsetzbarkeit vieler Ratschläge eingeht. Insofern ist dies sicherlich ein Buch, welches manchem LEser eher wie eine Sammlung von Binsenweisheiten vorkommen kann - einfach weil vieles in die Kategorie "Gut gesagt, aber..." fällt. Wer ein "Kochbuch für sein Leben" mit praxistauglichen, sofort umsetzbaren Ratschlägen sucht wird hiermit also eher falsch ebraten sein. HÄTTE ICH DOCH ist eher philosophisch als praktisch ausgelegt.

Insgesamt ein durchaus lesenswertes Buch, welches sicherlich für jeden ein paar wichtige Denkanstöße enthalten sollte - was man daraus macht entscheidet natürlich jeder für sich.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Januar 2013
Obwohl ich doch schon einige Bücher zum Thema Tod und Sterben gelesen habe, stellt das vorliegende Buch trotz allem eine Ausnahmeerscheinung dar. Wir spüren die Erfahrung einer langjährigen Sterbegleiterin, die ihre wertvollen Begegnungen in all den Jahren zusammen getragen hat, und hier in seiner Essenz zur Blüte bringt. Eine liebevolle Kombination von Weisheit, berührend erzählten Schicksalen, bis dahin, dass die Autorin in achtsamer Selbstreflektion so manche Erfahrung für das eigene Leben anwendet, oder in Anlehnung an das eigene Leben hinterfragt, die Essenz der eigenen Berufserfahrung als essentielle Korrektur für die eigene Lebensführung und Gestaltung sorgsam wie eine Fackel oder ein Licht vor sich trägt. Beeindruckend.

Dass Sterbende uns im Kern berühren ist nichts Neues und haben schon andere beschrieben. Wer mit Sterbenden arbeitet kann nicht nur sein eigenes Leben hinterfragen, sondern er hat auch etwas an Andere weiterzugeben, was etwas Unglaubliches an Aussagekraft hat, die nicht selten erst in der Stille in ihrer ganzen Dimension erfasst wird. Doris Tropper tut dies nicht nur in berührender Art und Weise, ihre Lektüre ist wie ein zartes Streicheln, um uns immer wieder an das Wesentliche zu erinnern, gerade Themen wie Sterben und Tod haben die Kraft, uns zum Wesentlichen zu bringen uns ebenfalls von Unwichtigem und Belangungslosen zu lösen und zu verabschieden, denn im Grunde ist unser Leben viel zu kurz, als es an Unwesentlichem zu verschwenden, gerade angesichts Sterbender wird dies bei dieser äusserst kostbaren Lektüre immer wieder bewusst. Die Autorin schreibt nicht nur von ihrer eigenen Läuterung, sondern bietet dem interessieren Leser genügend Stoff, um dann eben doch auch das eigene Leben zu hinterfragen und zu reflektieren, was ich als äusserst kostbar empfunden habe.

Doris Tropper erzählt anhand von 7 verschiedenen Einzelschicksalen, ein ganzes Universum an Möglichkeiten und Vorkommnissen, die eben der nahende Tod mit sich bringt. Ob es nun die einstige Gemüsebäuerin ist, die einst in einen schwarzen Amerikaner verliebt war, auch wenn sie dadurch verurteilt wurde und ihre einstige Tochter nie mehr gesehen hat oder gar ihren geliebten Amerikaner...denn nur einer schwarzen Schwesternschülerin, wird sie einst etwas zumindest von ihrem frühen Schicksal erzählen...ob es nun ein Geschäftsmann ist, der bis zuletzt meint seine Zügel nicht aus der Hand zu geben, oder die Mutter, die sich noch so sehr um ihre Kinder kümmern möchte und es einfach nicht mehr kann. Ob es nun die magersüchtige junge Melanie mit 20 Jahren ist, die sich gerne wenigsten einmal verlieben würde, gerne geküsst werden möchte, oder die zehnjährige Kati sich von der Leichtigkeit der Schmetterlinge bezaubern lässt, (gerade das Erleben wie Kinder den Tod erleben finde ich ergreifen berührend), ihre Schicksale sind allesamt äusserst berührend, so manches Detail kann dabei einem beim Lesen unter die Haut gehen. Das Sterbende sich wünschten, etwa im Leben mehr Mut gehabt zu haben, berührt in seiner Schlichtheit.

Die Autorin kann auch Wissen vermitteln, ob Demenz oder Magersucht, was die Gesundheit anbelangt, bis dahin dass sie selbst recherchiert hat, was eigentlich Frauen im 2. Weltkrieg erlebt haben, die sich mit Amerikanern eingelassen haben. Ich selbst wusste z.B. nicht, dass diese Frauen damals geächtet wurden, und ihre Kinder oft ungefragt in die Staaten adoptiert wurden, ohne ihre Mütter noch jemals einmal zu sehen. Wenn dieses Buch dazu beitragen kann, dass jeder wirklich das etwas mehr tut, was ohnehin in ihm schlummert, wenn es den geneigten Leser dazu ermutigen kann, mehr aus seinem Leben zu machen, wenn es die Sehnsucht zu verstärken vermag, Träume die uns uns schlummern, auch anzugehen, authentischer und echter zu leben, meine ich, hat dieses Buch längst getan, wofür es gedacht ist, nämlich Menschen daran zu erinnern, mehr aus sich zu machen, authentischer zu leben, das im Innern Schlummernde endlich ins Aussen zu bringen, Echtheit an den Tag zu legen, Wünsche, Bedürfnisse, Sehnsüchte Wirklichkeit werden zu lassen, denn geht es in Wirklichkeit nicht darum? Doris Tropper hilft auch, in unserem hektischen und überfrachteten Leben, inne zu halten, um vielleicht gerade die eigenen hektische Lebensweise zu überdenken, langsamer und bewusster zu werden, das kann nie schaden.

Die Trauer über ungelebtes Leben, (das nicht nur angesichts des Todes schmerzt) Wünsche die nicht mehr in Erfüllung gehen, Aktivitäten die die Gesundheit nicht mehr zulassen, verpasste Chancen die man nicht gepackt hat, Vergangenheit die Sterbende wieder einholt, ein letzter Schrei nach Befreiung, ein Aufbäumen, ein sich Lösen von altem Traumatischen, das Erinnern an einstige glückliche Tage, Geheimnisse die sich nochmal an die Oberfläche kämpfen, Vergessenes das noch mal nach Ausdruck verlangt, etwas das sich noch einmal in all diesen Seelen versöhnen, wieder irgendwie gut machen, noch einmal geniessen will, all das beschreibt Doris Tropper in so wunderbarer Weise, wie ich selten von solch einer Lektüre berührt war. Wirklich etwas zu bemängeln oder zu kritisieren, kann ich beim besten Willen nicht finden, eine äusserst breichernde Lektüre, die ich nicht in meiner kleinen Bibliothek nicht missen möchte. Ich empfinde grosse Dankbarkeit darüber, dieses Buch gelesen haben zu dürfen, der Autorin gebührt aus meiner Sicht ein grosses Lob, für ihre wertvolle Arbeit die Sterbenden gegenüber leistet und einem wunderbaren Buch, das ich einfach nur weiterempfehlen kann und auch möchte. Sehr, sehr lesenswert!

Dieses Buch wirft einen sehr wertvollen Blick auf etwas, das uns alle auffordert, im Grunde bewusster zu leben. Wer sich von der Stille der Vergänglichkeit berühren lassen will und sich von Aussagen Sterbender eine Möglichkeit nutzen möchte, das eigenen Leben zu hinterfragen, dürfte wohl kaum von diesem klasse gemachten Buch enttäuscht werden...Volle Punktzahl für ein sehr feinfühlig und achtsam gemachtes Buch, über ein Thema in unserer heutigen Zeit, das immer noch von Tabuisierung betroffen ist...

Aufgefallen:

"Besserwisser haben am Sterbebett nichts verloren. Helfen setzt Demut voraus und wer hilft, muss sich auch helfen lassen, manchmal sogar von jenen, die unserer Hilfe bedürfen, denn Sterbende sind Lehrende, die uns viel mitzuteilen haben."

Empfehlung.
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am 8. Dezember 2012
Zunaechst mal: Das Buch ist sehr bewegend und aufwuehlend, es liest sich spannend und fluessig und kommt ohne ueberfluessige Ratgeberei aus. Hatte es in nur 2 Tagen ausgelesen. Doris Tropper erzaehlt die Geschichte von sieben Menschen, die sie durch den Prozess des Sterbens begleitet: Den 54.-jaehrigen unheilbar krebskranken Herrn Friedrich, der von jetzt auf eben aus seinem bewegten Arbeitsleben gerissen wurde, die 41.-jaehrige krebskranke Ingeborg, die in ihrem Leben Vieles unerledigt lies, den 78.-jaehrigen an Alzheimer-Demenz erkrankten Alois,der in seiner eigenen Welt lebte, die 85.-jaehrige Frau Anna, die bis an ihr Lebensende ein Geheimnis huetet, die 20.-jaehrige magersuechtige Melanie, die sich Zeit ihres Lebens von allen, aber besonders ihren Eltern, ungeliebt fuehlte, den 31.-jaehrigen aidskranken Stefan, der seine schwere Kindheit verarbeiten musste und zuletzt die 10.-jaehrige krebskranke Kati, der es nicht mehr vergoennt war, weiterzuleben und erwachsen zu werden. Die Uebergaenge zwischen den Einzelschicksalen benutzt Frau Tropper zum Innehalte, zur Nachbetrachtung und zur Reflexion ueber das Geschehene. Am Ende wird ein Fazit gezogen: Was koennen wir aus den Erkenntnissen dieses viel zu fruehen Sterbens dieser Menschen lernen, die teilweise noch so Vieles vor hatten, Unverarbeitet hinter sich lassen mussten, weil ihnen die noetige Zeit nicht mehr zur Verfuegung stand. Wie koennen wir uns davor hueten, eines Tages sagen zu muessen:" Ach haette ich doch dieses gemacht und jenes gelassen"! Doris Topper oeffnet uns die Augen fuer die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. Sie verzichtet auf Sentimentalitaeten, versaeumt dabei aber nicht, die Geschehnisse mit groesser Empathie zu schildern. Die Erkenntnisse, die sie aus dem Sterben der Menschen zieht, hat sie in "zehn Geboten" zusammengefasst, die man bei meinem Vorredner finden kann (Winfried Stanzick). Herrn Dr Manthey gebe ich in sofern Recht, dass diese Gebote auch in alten Weisheitslehren zu finden sind. Frau Toppers Hauptpunkt des Buches ist aber: Was koennen wir aus den Begegnungen mit den Sterbenden lernen? Dies aufzuzeigen sollte es dem Leser eigentlich ermoeglichen, fuer sich und sein eigenes Leben die noetigen Rueckschluesse ziehen zu koennen, insbesondere dann, wenn man selbst merkt, dass nicht alles so laeuft, wie es sollte. Hier findet man genug Anregungen, woran es liegen koennte, ohne dass das Buch gleich in einen Ratgeber ausufert. Gerade dies ist meiner Meinung nach ein Pluspunkt des Buches angesichts einer immer groesser werdenden Anzahl schlauer (Lebens)Ratgeber, die sich oftmals viel zu sehr mit speziellen Problemen auseinandersetzen. Ein weiterer wertvoller Punkt des Buches ist die Beschreibung der Autorin ueber die Krankheit Demenz. Sie ist kurz und praegnant, ersetzt aber meiner Meinung nach eine Reihe schlauer Ratgeber fuer Pflegende, denn sie beschreibt die Krankheit am Fallbeispiel aus dem Blickwinkel des Erkrankten in einer so ergreifenden Weise, dass einem Vieles im Umgang mit Demenzkranken klarer wird. Daher mein Praedikat fuer dieses Buch: Besonders wertvoll
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