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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindringlich geschriebene Geschichte über Magersucht, weibliche Homosexualität und 'Leiden des Menschseins', 28. Oktober 2011
Von 
Katrin Herz "Katrin" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper (Gebundene Ausgabe)
Zuerst befürchtete ich beim Aufdruck auf dem Cover "Vom Star aus der Serie Ally McBeal": vielleicht wird versucht, mit dem Starpotenzial einer Schauspielerin ein Durchschnittsbuch anzupreisen?? Trotzdem habe ich mich vom interessanten Titel anlocken lassen und in der Buchhandlung hineingelesen. Zum Glück. Schon beim Durchblättern wurde klar: Dieses Buch hat etwas. Warum? Weil es in einer interessanten Geschichte die Themen Magersucht und Suche nach eigener Identität raffiniert, super interessant und in sehr guter Sprache zusammenbringt.
Portia de Rossi ist/war anorektisch. Nach der Trennung ihres Mannes nach dreijähriger Ehe bricht zunächst alles zusammen. Sie muss sich wieder selbst suchen. Auf dieser Suche geht vieles schief. Doch sie stellt sich ihren inneren Sehnsüchten und Ängsten - und scheitert immer wieder, um dann wieder aufzustehen. Zunächst bekennt sie sich zu ihrer wahren sexuellen Ausrichtung auf das eigene Geschlecht - zumindest vor sich selbst und zumindest vor ihrer Mutter.
Doch dann bekommt sie jenes Angebot: als Nelle Porter in der Kultserie Ally McBeal mitzuspielen. Ein großer Sprung. Aber auch eine ebenso große Katastrophe. Denn keiner soll wissen, dass sie lesbisch ist - eng verbunden mit diesem Problem ist die Magersucht, die sich schon in ihrer Kindheit entwickelt hat, als sie begann, als Model zu arbeiten. Diese Anorexie wird von nun an immer schlimmer. Und diese Magersucht treibt jetzt mehr als skurrile Blüten: Magerjoghurt wird für die ganze Woche - in kleinsten Portionen - vorbereitet und eingefroren und es werden Abführtabletten geschluckt als seien es Gummibärchen. Dazu kommt ein rigides und unglaublich exzessives Sport- und Bewegungsprogramm bei jeder Gelegenheit (am Set, zuhause, im Bett, unterwegs, immer, überall). Es ist nahezu unglaublich, zu lesen, was die Kranke alles tut, um ihre Krankheit vor anderen und sich selbst zu verstecken, wie sich Euphorie und Selbstkontrolle mit tiefen, depressiven Ängsten und absoluten Durchdreh-Momenten abwechseln. Die Tage werden bestimmt vom Kalorienzählen, Essen abwiegen, von Selbstvorwürfen, verrückt klingenden, zwanghaften Gedanken, Hoffnungen, inneren Kämpfen, Arbeit, Arbeit, Arbeit. Nach außen funktioniert sie wie eine Marionette, bis ...

Die Beschreibung der inneren und äußeren Konflikte zusammen mit den Therapieversuchen und allen gesellschaftlichen wie familiären Kämpfen wird deutlich, welchen Horror die Autorin durchlebt haben muss. Gut vorstellbar, dass andere daran zugrunde gegangen sind.
Doch alles hat ein ... ja, wie soll ich sagen? "Happy End" trifft es nicht. Es ist wohl eher ein Ende, das Hoffnung macht. Es ist eine Aussicht auf Glück, die Portia de Rossi am Ende findet. Es ist schön, zu sehen, dass sie beginnt, sie in die Tat umzusetzen.
Was die gebürtige Australierin (inzwischen ist sie mit Ellen de Genres verheiratet, der das Buch gewidmet ist, und seit 2011 US-Staatsbürgerin) hier (be)schreibt, ist der erschütternde Lebensroman einer jungen Frau, die etwas zu erzählen hat.
Knallharte Wahrheiten gibt die Autorin über sich preis. Doch dadurch zeigt sie viel mehr als sich selbst. Sie zeigt nämlich auch das Bild einer zerstörerischen psychischen Krankheit und den vielen möglichen Facetten ihrer Ursachen. Aber sie zeigt auch, dass es nicht nur möglich ist, zu kämpfen, sondern auch: den Kampf zu gewinnen und stärker zu werden.

Fazit: Dieses Buch hat mich angepackt. Es ist inhaltlich und auch in der Art der Beschreibung unglaublich anrührend und oft mehr als erschütternd. In diesem Buch habe ich tief in die Seele einer homosexuellen Anorexie-Kranken und ihrer Verwirrungen geblickt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Themen Magersucht, Lebenssucht, Menschsein und sexuelle Identität lesenswerter verwoben werden können.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen intensiv und manchmal schwer zu ertragen, 3. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper (Gebundene Ausgabe)
Als großer Fan von Ellen DeGeneres wusste ich natürlich, dass Portia de Rossi vor Kurzem ein Buch geschrieben hatte. Meine Lebensgefährtin hat es dann auch sogleich gekauft, als es in der deutschen Übersetzung auf den Markt kam. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich musste mich bemühen, es nicht sofort zu Ende zu lesen.

Nach meinem Verständnis steht nicht die Biografie der Autorin im Vordergrund, sondern die Vermittlung einer Gemütslage - also, wie fühlt es sich an, an einer schwerwiegenden Erkrankung wie Bulemie und später der Magersucht zu leiden. Die Zwanghaftigkeit und das Gedankenkreisen um das Thema Essen und Abnehmen sind zentraler Bestandteil des Buches. Der Stil erinnert dabei an Sylvia Plaths "Die Glasglocke", auf das die Autorin selbst im Buch einmal verweist. Interessanterweise fielen mir erst nach dem Hinweis die Ähnlichkeiten auf: die Schonungslosigkeit der Beschreibungen, der ironische Unterton und auch die Selbstreflektiertheit der Autorin.

Mich macht es immer wieder fassungslos, zu sehen, wie viele Frauen sich - auch ohne an einer klassischen Essstörung zu leiden - tagtäglich mit ihrem Körper fast selbstzerfleischend auseinandersetzen und einen Großteil ihrer Energie darauf verschwenden zu ergründen, ob sie gut genug für ihre (männliche) Umwelt aussehen. Der häufig damit einhergehende Verlust an Selbstbewusstsein, hat weitreichende Auswirkungen auf die Gesellschaft und Arbeitswelt. De Rossi schreibt dazu treffend: "... ich hatte mich nur darauf konzentriert, als hübsch erachtet zu werden; ich hatte mein Hirn und mein Talent vergeudet, um in ein 32er Kleid zu passen, während Männer in vergleichgaren Situationen einfach zur Arbeit gehen, um Geld zu verdienen, Politik zu machen, etwas zu bewirken."
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann ich einfach nur weiterempfehlen!, 25. Oktober 2011
Von 
vitale karin "vielleserin" (ried,oesterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper (Gebundene Ausgabe)
Habe schon sehnsüchtig auf das Buch gewartet,
und es auch gleich verschlungen:
Und bin mit jeder Seite mehr davon überzeugt gewesen:
hier schreibt eine Frau,die nichts verschweigen will-
grundehrlich und authentisch-
und leider habe ich mich sehr oft in vielen Ihrer nieder-
geschriebenen Gedanken wiedererkannt(der tägliche Kampf mit der Waage
und wie er die Tagesstimmung beeinflusst,das Kalorienabarbeiten,etc!)
Ein Top-Buch für alle,die ständig mit Gewicht und Aussehen
hadern,und es zeigt,wie sinnlos es ist,einem Traumgewicht nachzujagen-
das man dann nur mit allergrößter Mühe und auf Kosten der Gesundheit
halten kann!
Mich hat es sehr beeindruckt!
Ein Buch,das,wenn man es wirken läßt,zu ein wenig mehr Selbst-
akzeptanz verhelfen kann!!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierend und Beeindruckend!, 6. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir das Buch aufgrund eines Interviews der amerikanischen Talkshow "The Ellen DeGeneres Show" bestellt. In diesem Interview schilderte Portia de Rossi, welche die Ehefrau von Ellen DeGeneres ist, ihre Essstörungen und ihre Probleme mit Magersucht und Bulimie. Das Interview war sehr ergreifend und Portia de Rossi erweckte in keinem Augenblick den Anschein, die Berühmtheit ihrer Frau für den Ruhm ihres Buches zu missbrauchen. Deshalb habe ich mich auch gleich nach diesem Internet dazu entschlossen, mir dieses Buch zu kaufen und war sehr überrascht, dass dieses auch in deutscher Sprache vorhanden ist.

Zur Übersetzung kann ich leider nichts sagen, da mir hier der Vergleich mit der englischen Version fehlt. Allerdings ist der Schreibstil sehr ansprechend und an den Schlüsselstellen sehr eindringlich.

Aber nun zum eigentlichen Inhalt und meiner Meiunung zu diesem Buch:

Ich habe mich bisher mit dem Thema der Essstörungen und der Magersucht nur oberflächlich befasst. Dieses Buch gab mir allerdings einen detaillierten Einblick in das Krankheitsbild und den Krankheitsverlauf von den Essstörungen hin zur Magersucht und wieder zurück zu den Essstörungen. Dies wurde alles sehr gut beschrieben und gerade weil dies so gut von ihr beschrieben wurde, hat es mich an einigen Stellen schockiert und zum Nachdenken angeregt. Wenn Portia de Rossi bei einem Gewicht von 44 Kilo davon spricht, sie könne nicht magersüchtig sein, da man mit 44 Kilo definitiv noch nicht magersüchtig sei, dann zeigt dies ihre Naivität hinsichtlich ihrer Krankheit sehr deutlich. Sie fühlt sich geehrt als Bekannte und Freunde, welche im fortschreitenden Verlauf der Krankheit kontinuierlich dezimiert wurden, ihr sagen, dass sie zu dünn sei. Sie fühlt sich gut, dennoch bedeckt sie ab einem bestimmten Zeitpunkt ihre Arme mit langärmligen Pullovern oder Jacken, weil sie sich ihrer äußerlichen Erscheinung auf andere Menschen zwar bewusst ist, es dennoch anders empfindet. Ich möchte hier allerdings nicht zu viel vorwegnehmen, damit Sie sich ein eigenes Bild davon machen können, falls sie sich zum Kauf dieses Buches entscheiden.
Auch ihre Homosexualität kommt im Buch immer wieder zur Sprache. Ihre Probleme damit und ihre jahrelange Unterdrückung der eigenen sexuellen Orientierung und Vertuschung aufgrund ihrer Medienpräsenz in der Serie "Ally McBeal". Auch hier bekommt man das Gefühl, ihre Ängste und Sorgen gut vermittelt zu bekommen. Dieses Thema zieht sich über das ganze Buch, allerdings hat das Problem der Magersucht eine höhere Priorität und im Epilog beschreibt sie ihr Outing und ihre Beziehungen zu Frauen, sowie zu ihrer Ehefrau Ellen DeGeneres genauer.

Alles in allem ist es ein empfehlenswertes Buch, welches rührend geschrieben ist, aber im Gegensatz dazu auch durch explizierte Formulierungen schockiert. Der Vorteil an diesem Buch ist, dass man nach einem Kapital oder auch während dem Lesen kurz anhalten kann und im Internet nach Bildern zu den besagten Fotoshootings oder Serien suchen kann und sich einen Eindruck von ihrem verzerrten Selbstbild schaffen kann. Dies ist bei anderen Büchern über Magersucht oder Berichten nicht in dieser Form möglich, da es sich meist um Menschen handelt, welche nicht in der Welt der Stars und Sternchen leben.

Eine absolute Kaufempfehlung meinerseits!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Hunger nach Leben, 12. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper (Gebundene Ausgabe)
Vorab: Die TV-Serie Ally McBeal hatte ich mir nie angeschaut, die Schauspielerin Portia de Rossi war mir deshalb kein Begriff. Warum habe ich also überhaupt zu diesem Buch gegriffen? Auf diese Frage gibt es eine ganz einfache Antwort. Auf dem Cover-Rückseite wird Jonathan Safran Foer zitiert mit: '"Atemberaubend ehrlich, brutal und wunderschön'". Klare Worte also. Nun muss man wissen, dass Safran Foer's Buch "'Tiere essen'" mich nachhaltig beeindruckt hat. Wenn er das Buch von Portia Rossi also derart anpreist, kann es nicht verkehrt sein, sich das mal näher anzuschauen. Und was soll ich sagen: Er hat recht mit dieser Aussage.

In '"Das schwere Los der Leichtigkeit" ' berichtet Portia de Rossi von ihrem Leben mit Magersucht und Bulimie. Der Erfolg mit ihrer Rolle in der Kult-Serie 'Ally McBeal' gibt ihrer schon vorher vorhandenen Essstörung weiteren Schub und sie versucht mit immer skurrileren Ernährungsplänen und exzessiver Bewegung ihrer Panik Herr zu werden. Dass sie versucht, ihre Homosexualität vor der Öffentlichkeit zu verbergen, sorgt für noch mehr Druck. Bis zum völligen Zusammenbruch. Portia de Rossi wiegt noch 38 Kilogramm, als sie sich endlich ernsthaft professionelle Hilfe holt.

Portia de Rossi lässt ihre Leser sehr nahe an sich heran. Ihr Buch ist keines, das sich so leicht weglesen lässt. Und gerade deshalb hat es eine grosse Leserschaft verdient.

Fazit: Absolute Leseempfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbar ehrlich und aufklärend!, 10. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper (Gebundene Ausgabe)
Ich bin schon lange ein Ally Mc Beal Fan gewesen und mochte die Rolle von Portia de Rossi sehr! Als ich nach einer Reportage von Oprah gesehen habe, dass Sie ein Buch über Magersucht geschrieben hat wollte ich es umbedingt lesen.
Ich selber bin nicht von dieser Krankheit betroffen, kenne jedoch leider mehr als eine Person die mit diesem schweren Thema zu kämpfen haben.
Portia de Rossi schreibt ungeschönt, wie bei einem ehrlichen Blick hinter die glamorösen Hollywoodkulissen, wie genau es sich eigentlich in diesem Rumheits-Chaos abspielt!
Sehr empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaublich gut!!!, 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper (Gebundene Ausgabe)
Unbearable Lightness: Ein wahnsinnig gut geschriebenes Buch! Ehrlich, erschreckend, und ergreifend! Ich habe es auf englisch gelesen, und kann es nur weiterempfehlen! (An awesome, really well-written book! Honest, shocking, and touching!)
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5.0 von 5 Sternen "Wenn du angegriffen wirst, verteidige dich mit einer Lüge.", 8. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper (Gebundene Ausgabe)
Portia de Rossi bzw. Amanda Rogers schreibt in ihrer Biografie hier über ihren langen Kampf
mit sich und ihrem Körper und über die Angst, was es für sie bedeuten könnte, wenn sie ihre
Homosexualität öffentlich macht.
Seitdem Portia zwölf Jahre alt ist, modelt sie. Körperform und Gewicht beginnen seitdem eine
immer wichtigere Rolle in ihrem Leben zu spielen. Und auch ihre Mutter trägt stark dazu bei,
denn sie wird von ihr sehr unterstützt, was das Abnehmen betrifft.
Nach starken bulimischen Phasen entschließt sich die junge Autorin dazu, dass sie sich ab jetzt
im Griff hat und keine Essanfälle mehr "braucht". Diese "Wende" in ihrem Kopf hat sie dazu
gebracht, innerhalb 8 Monate gut 20 kg abzunehmen. Mit ihrem Tiefstgewicht von etwa 37 kg
ist die erfolgreiche Hollywoodschauspielerin eines Tages an einem Filmset quasi
zusammengebrochen. Von Schmerzen und Schwäche geplagt hat sie dann für sich einen
Entschluss gefasst. Sie will nicht sterben, sie will keine Schmerzen mehr haben. Sie will wieder
zunehmen. Und anfangen zu leben.

Da ich keine Ally McBeal - Schauerin bin/war, kannte ich Portia de Rossi und somit auch die
Figur Nelle Porter nicht. Da ich aber sehr gerne auch einmal eine Biografie lesen wollte und
diese mich sehr angesprochen hat, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Körper und
Essstörungen bzw. psychische Erkrankungen sind ernste Themen, und ich finde, dass es darüber
viel mehr Information und/oder Aufklärung in der Gesellschaft geben sollte. Denn Essstörungen
sind psychische Erkrankungen, die die höchste Mortalitätsrate aufweisen. Etwa 20% der an
Magersucht Erkrankten sterben. Und ich finde, das ist eine Zahl, die schon enorm ist. Und
gerade deshalb sind Bücher wie dieses hier eine gute Informationsquelle, was das Denken, die
Gefühlswelt und die Handlungen von Essgestörten betrifft.

In meinen Augen hat die Autorin ein wirklich gutes Buch geschrieben. Die Länge der Kapitel
sind perfekt. Die Absätze waren mir aber manchmal ein bisschen zu viel des Guten. Und am
Ende eines Kapitels war der letzte Satz meist so unglaublich nachklingend. - Diese Sprachgewalt
hat mich umgehauen.
Der lange Kampf mit sich und mit ihrem Körper hat sich aber ausgezahlt, wenn man das so
sagen kann. Der Vorteil dabei ist, dass man, wenn man vollständig gesund ist, weiß, wer man ist,
und Glück und Zufriedenheit wirklich leben kann. Portia hat es geschafft. Und die letzten Seiten
des Buches verraten dann auch, wie und was ihr dabei geholfen hat. Sie ist nun mit sich im
Reinen, hat sogar eine Abneigung gegen das Kalorienzählen und gegen Waagen entwickelt. Man
kann sagen, sie ist gesund und mit ihrer Ehefrau Ellen DeGeneres glücklich. Dieser Umstand
kann vielen Mädchen und jungen Frauen bestimmt auch Mut machen. Gesund zu werden IST
möglich. Wille und der Glaube daran, dass es schaffbar ist, ist dabei das wichtigste.
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5.0 von 5 Sternen Sehr guter Einblick in eine befremdende Welt, 23. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich kannte Portia de Rossi als Frau von Ellen Degeneres und aus ALLY MCBEAL, hatte mich darüber hinaus aber nie mit ihr als Person befasst. Da ich in einer Zeitschrift eine gute Rezension über ihr Buch las und auch ein Interview mit ihr sah, das mich ansprach, habe ich mir ihr Buch gekauft und bin positiv überrascht: es ist bemerkenswert gut geschrieben, sollte sie das ohne Ghost Writer hingekriegt haben, dann alle Achtung. Und es eröffnet Einblicke in eine Welt und in Denkweisen, die mir bisher fremd waren.

Von Kindheit an will Portia herausstechen. Als sich mit 12 die Chance auf eine Modelkarriere auftut, nutzt sie sie. Ihr gestörtes Verhältnis zu Essen und ihrer Selbstwahrnehmung wird von da ab durch mehrere Begebenheiten und Vorfälle gefördert, doch der Grundstein wurde aus meiner Sicht schon einige Zeit früher gelegt: Portias Mutter erscheint im Buch als ziemlich essgestörte, von Diäten besessene Frau, die zwar ihr Kind absolut liebt, aber eben weder ein gesundes Körperbewusstsein noch ein normales Verhältnis zur Nahrungsaufnahme und zur richtigen Auswahl von Lebensmitteln vermitteln kann. Im Laufe ihrer Jugend und ihres späteren Erwachsenenlebens gibt es für Portia nur zwei Möglichkeiten: entweder, sie stopft essen wahllos in sich hinein, und zwar Unmengen davon, oder sie isst gar nichts. Eine astreine Bulimie-Kranke ist sie aber nicht, denn mit dem Erbrechen klappt es einfach nicht so gut, und so bleibt letztendlich nur der Weg, fast gar nichts mehr zu essen und wie besessen Sport zu treiben.

Das alles wird gefördert von dem Umfeld, in dem sie sich bewegt: einer Branche, in der es nur um Oberflächlichkeiten zu gehen scheint, in der Größe 38 schon als Übergewicht gilt und in der den Medien/ der vermeintlichen Öffentlichkeit die Make-up-Marke einer Schauspielerin wichtiger ist als ihr Können. Trotz ihres bemerkenswert armseligen Selbstbewusstseins, das mir schon beim Lesen wirklich weh tat (eine so tolle Frau mit so einem miesen Selbstbewusstsein....), schafft es Portia, sich einen Namen zu machen. Dabei schleppt sie neben ihrer Essstörung ein weiteres Geheimnis mit sich herum: sie ist homosexuell und fürchtet um ihre Karriere, sollte dies an die Öffentlichkeit kommen. Im Buch ist sehr gut beschrieben, wie hart ihr innerer Kampf ist, ihre Homosexualität schließlich zu akzeptieren. Ich bin sicher, es gibt einige, die ihren Kampf aus eigener Erfahrung nachvollziehen können - auch, wenn es nicht um Rollenangebote geht...

Das Buch endet quasi damit, dass sie mit Ellen Degeneres zusammen ist und ein sehr glückliches Leben führt. Möge es so bleiben.... Ich wünsche dieser auch im Buch so sympathisch wirkenden Frau jedenfalls alles Gute.
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4.0 von 5 Sternen Gutes Buch zum Thema, 27. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper (Gebundene Ausgabe)
Nicht viele Bücher zum Thema "Magersucht" schaffen es so autenthisch zu sein, wie deses von Portia de Rossi.
Man bekommt einen guten Einblick in die Denkweise von Magersüchtigen und das ohne Glorifizierung oder Tabuisierung.
Gutes Buch - empfehlenswert!
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Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper
Das schwere Los der Leichtigkeit: Vom Kampf mit dem eigenen Körper von Portia de Rossi (Gebundene Ausgabe - 13. Oktober 2011)
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