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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ökonomische Gesetze lassen sich nicht aushebeln!
Jeder der zahlreichen Versuche in der jüngeren Geschichte, es doch zu versuchen, endete in einer Tragödie. Auch wenn es die mediale Vernebelung immer wieder zu verhüllen versucht: Die Euro-Krise hat noch nicht einmal wirklich begonnen. Und auch sie ist das Resultat ökonomischer Unvernunft oder des Versuchs, fragwürdige politische Ziele bei...
Vor 5 Monaten von Dr. R. Manthey veröffentlicht

versus
4 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Weisheit mit Löffel gegessen
Hans Werner Sinn macht aus komplizierten Sachverhalten noch kompliziertere und besitzt dann noch den Hochmut zu glauben, dass er damit die Welt retten kann. Dass er sich dabei mehrmals wiederholt und glaubt die einzige Wahrheit zu kennen macht es nicht einfacher ihm zu glauben. Schade um das Buch, denn im Grunde hat er mit dem meisten recht. So dargestellt, werden es die...
Vor 4 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht


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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ökonomische Gesetze lassen sich nicht aushebeln!, 2. Mai 2014
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Taschenbuch)
Jeder der zahlreichen Versuche in der jüngeren Geschichte, es doch zu versuchen, endete in einer Tragödie. Auch wenn es die mediale Vernebelung immer wieder zu verhüllen versucht: Die Euro-Krise hat noch nicht einmal wirklich begonnen. Und auch sie ist das Resultat ökonomischer Unvernunft oder des Versuchs, fragwürdige politische Ziele bei gleichzeitiger ökonomischer Ahnungslsoigkeit erreichen zu wollen.

Das neue Buch von Hans-Werner Sinn, das eigentlich mehr ein langes Interview ist, zeigt die ganze Dramatik der Lage. Der Text besteht aus drei Teilen:

(1) Die Eurokrise verstehen - ein Drama in sieben Akten
(2) Die Krise dauerhaft bewältigen - ein sechs Punkte Programm
(3) Europa nach vorne denken.

Im ersten und längsten Teil befasst sich Hans-Werner Sinn mit dem Beginn und dem Verlauf der Krise, die bisher lediglich scheinbar erfolgreich und zu extrem hohen Kosten verschleppt wurde. Im Sprachgebrauch deutscher Politiker heißt das "Zeit kaufen". Sie kaufen nicht mit ihrem Geld und verschweigen geschickt, was sie wirklich tun. Wenn man Sinns Ausführungen gelesen hat, dann weiß man spätestens danach, dass die vor allem mit dem Geld der deutschen Steuerzahler gekaufte Zeit dazu genutzt wird, um privaten Gläubigern die Chance zu geben, das Spielfeld zu verlassen, damit letztlich der ganze Schaden wieder dem ahnungslosen Steuerbürger aufgehalst werden kann.

Hans-Werner Sinn nennt die offiziell verkündete Alternativlosigkeit dieser Politik "Pfadabhängigkeit". Dieser Pfad begann eigentlich schon mit Kohl Ahnungslosigkeit und führte zum Bruch des Maastrichter Vertrages durch fast alle Beteiligte. Doch erst mit dem Beschluss, das schon lange bankrotte Griechenland gegen jede Vernunft über Wasser zu halten, vollzog sich das eigentliche Drama. Die fatale Kaskade immer gigantischerer Rettungsversuche eines falsch konstruierten Systems begann.

Sinn zeigt, wie sich die deutsche Politik auf diesem Pfad von den anderen europäischen Nationen des Euroraums schrittweise immer weiter über den Tisch hat ziehen lassen. Auf diesem Tisch liegt nun nach Hans-Werner Sinn die goldenen Kreditkarte, von der deutsche Politiker ernsthaft glauben, dass sie nicht benutzt werden wird. Die Naivität des deutschen Regierungspersonals besteht aber nicht nur darin, sondern vor allem in dem Glauben, dass die anderen Beteiligten die deutsche Angst, Schuld am Scheitern dieses fehlgeleiteten Projekts zu sein, nicht weitestgehend ausnutzen würden.

Zu den sechs Akten, in denen Deutschland systematisch ausgespielt wurde, gehört auch die Bankenunion als letzter Bestandteil. In den Medien wurde dies als Rettung der Steuerzahler vor zukünftigen Belastungen gefeiert. Manchmal fragt man sich schon, ob dieser Kinderglaube ernst gemeint ist. In einigen Jahren sollen die europäischen Banken einen Fond mit 50 Milliarden Euro ansparen, der dann zur Rettung schon jetzt scheintoter Artgenossen genutzt werden soll. Das ist lachhaft, denn schon heute wird der Bestand an Ausfallpapieren auf das Dreizehnfache dieses Betrages geschätzt. In Wahrheit dient diese Bankenunion nur dazu, dass vor allem der deutsche Steuerzahlern nun auch noch ausländische Banken retten muss, obwohl er schon mit der Scheinrettung anderer Staaten überfordert ist, wobei das auch noch gegen abgeschlossene Verträge verstößt.

Der siebte Akt des Dramas steht aber noch bevor. Oder besser: Er läuft schon indirekt. Denn obwohl wir noch keine offiziellen Eurobonds haben, kann man Konstrukte der Eurorettung bereits als solche auffassen. Das wird in diesem Buch erklärt. Hans-Werner Sinn geht aber auch auf einen Aspekt der Eurobonds ein, der in der öffentlichen Diskussion völlig vernachlässigt wird. Er sagt: " Es ist die Stärke des marktwirtschaftlichen Systems, dass die Schuldner-Gläubiger-Verhältnisse auf der mikroökonomischen Ebene stattfinden und dass wir mit dem Zivilrecht ein Verfahren haben, diese Verhältnisse zu regeln und Streit zu schlichen. Etwas Vergleichbares gibt es auf der zwischenstaatlichen Ebene nicht." Und das ist ein entscheidender Punkt, an dem das sogenannte Friedensprojekt sich ins glatte Gegenteil verkehren kann. Sinn verweist in diesem Zusammenhang auf den amerikanischen Bürgerkrieg, vor dem es eine ähnliche Konstruktion gab.

Im zweiten Teil unterbreitet Hans-Werner Sinn dann Vorschläge, wie man die schwelende Krise jetzt noch zwar teuer, aber vergleichsweise glimpflich lösen kann. Die Kosten sind so oder so extrem hoch. Deshalb schlägt er einen radikalen Schuldenschnitt vor. Alles andere würde die Kosten nur noch weiter in die Höhe treiben. Ein solcher Vorschlag würde aber bedeuten, dass sich die deutsche Politik vom eingeschlagenen Pfad lösen müsste. So recht Sinn mit seinem Vorschlag auch hat, so unwahrscheinlich ist dessen Verwirklichung. Denn zuzugeben, dass man gescheitert ist, scheint undenkbar, obwohl es nun wirklich nicht mehr zu übersehen ist.

Auch Sinns Vorschlag, die EZB, die einst nach dem Vorbild der Bundesbank konstruiert werden sollte und in der diese Bundesbank nun völlig isoliert dasteht, einschneidend zu reformieren, scheint zunächst unausführbar zu sein. Die Machtverhältnisse sind schließlich im Augenblick für die Pleitestaaten ganz hervorragend organisiert, denn sie haben die Mehrheit in der EZB. Wenn die Verhältnisse in der EU nach ökonomischen Gesichtspunkten umorganisiert werden würden, so wie das im privaten Bereich üblich ist, dann stünde dies in krassem Widerspruch zur Gesamtkonstruktion der EU, die ja gerade darauf ausgelegt ist, ökonomische Machtverhältnisse und dabei vor allem die deutsche Industriemacht nicht widerzuspiegeln. Folglich wird das auch nicht geschehen.

Im dritten Teil bekennt sich Hans-Werner Sinn zu europäischen Integration. Er schlägt einen anderen europäischen Vertrag vor und sieht dabei die Kantonsstruktur der Schweiz als Vorbild. Für Schulden sollte es auch eine Hinterlegung eines Pfands geben, so wie das einige europäische Staaten, etwa Finnland bereits vorgemacht haben. Dass solche Vorschläge auf gespielte Empörung treffen, sagt doch nur eines: Die Schuldner haben überhaupt nicht vor, ihre Schulden jemals zurückzuzahlen. Wenn man das erst einmal begriffen hat, dann erschließen sich viele Dinge wie von selbst.

Dieses kleine Buch bringt eigentlich alles, was gegenwärtig in der Krise der europäischen Kunstwährung liebend gern im Dunkeln bleiben soll, ans Licht. Der Autor erklärt dabei alles so klar, dass auch Laien es verstehen können. Entstanden ist so ein sehr erhellendes Buch, in dem auch ökonomisch und politisch vernünftige Lösungsvorschläge für einen Ausweg aus der Krise stehen. Natürlich werden sie mit dem gegenwärtigen Personal nicht verwirklicht werden, denn das käme einem totalen Gesichtsverlust dieser selbst ernannten europäischen Eliten gleich. Eines ist jedoch sicher: Die ökonomischen Gesetze werden sich früher oder später durchsetzen. Die Frage ist nur, zu welchem Preis.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Euro-Zeitbombe tickt weiter, 8. April 2014
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Taschenbuch)
Auf den ersten Blick scheint die Eurokrise, wenn auch nicht vollständig überwunden, so doch zumindest unter Kontrolle zu sein. Doch der Schein trügt, stellt Hans-Werner Sinn in seinem neuen Buch fest. Denn die Euro-Zeitbombe tickt weiter.

Viele Krisenstaaten stecken in der Wettbewerbsfalle und leiden unter einer kaum noch beherrschbaren Massenarbeitslosigkeit, weil sie innerhalb der Eurozone nicht mit Deutschland, und innerhalb der EU nicht mit den günstigen Ländern Osteuropas konkurrieren können. Sinn erinnert z.B. daran, dass die Löhne in Polen bei weniger als einem Drittel der spanischen und weniger als der Hälfte der griechischen liegen. Logisch, dass die großen Konzerne also lieber in Polen investieren. Und wirkliche Besserung ist ungeachtet aller Beteuerungen nirgendwo in Sicht. Spanien? hat mehr Außenschulden als alle anderen Krisenländer zusammen. Italien? wechselt einmal im Jahr den Premierminister aus, statt zu reformieren. Und Griechenland? Lassen wir das Thema lieber...

Aber nicht nur die Krisenländer sitzen in einer Falle, meint Sinn, sondern auch die solideren Staaten um Deutschland - nämlich in einer Haftungsfalle, in die wir uns durch falsche Versprechungen haben hineinziehen lassen. Schon jetzt sind wir immense, kaum mehr rückgängig zu machende Verpflichtungen gegenüber den wettbewerbsschwachen südeuropäischen Krisenländern eingegangen. Den Preis für diese Situation werden Arbeitnehmer, Rentner und die folgenden Generationen zu zahlen haben - auch wenn das die Politiker nicht offen zugeben.

Aber Hans-Werner Sinn bleibt nicht bei der Beschreibung des Ist-Zustandes stehen sondern entwirft ein 6-Punkte-Programm, das ein Ende macht mit der Vergemeinschaftung der täglich weiter wachsenden Schulden der Krisenstaaten auf Kosten der Steuerzahler der noch gesunden Länder. Besonders geht er hier auf die EZB ein. So thematisiert Sinn deren mögliche Kompetenzüberschreitung, und erinnert daran, dass selbst das Verfassungsgericht diese sieht. Er fordert deshalb Bundesbank und Bundesregierung auf, sich zu widersetzen. Tun sie das nicht, so Sinn, kann jeder vor dem Verfassungsgericht klagen - und würde wahrscheinlich recht bekommen. Die Politik der augenzwinkernden Zustimmung der Bundesregierung ist damit verboten, stellt Sinn ganz klar fest.

Fazit: Es ist nicht alles neu, was Hans-Werner Sinn schreibt, aber das ändert nichts daran, dass es richtig ist. Dass Buch ist ein notwendiger Weckruf an all jene, die glauben, dass die Euro-Krise bereits vorbei wäre.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neues von Sinn?, 20. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Taschenbuch)
Nein, viel NEUES enthält das Buch von Hans-Werner Sinn nicht. Bereits in früheren Veröffentlichungen zum Thema Euro, also nicht nur in Buchform, sondern auch in zahlreichen Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge, hat er seine skeptische Meinung zur Durchführung der Europäischen Währungsunion geäußert. Wohlgemerkt, zur Durchführung, nicht zum Euro als gemeinsame Währung an sich. Im vorliegenden Büchlein sind aber diese Argumente in gesammelter Form zu finden. Zudem hat er die Form der Darstellung, als Interview mit Jens Schadendorf, aus dem Vorgängerbuch „Verspielt nicht eure Zukunft“ aus dem letzten Jahr beibehalten, was auch dieses neue Buch wiederum sehr lesenswert macht. Auch wenn man nicht immer oder nur eingeschränkt mit den Meinungen von Sinn übereinstimmt, ist auch dieses Buch zur Lektüre empfohlen. Sinn argumentiert wieder aus der volkswirtschaftlichen Sicht. Politische Spitzfindigkeiten lässt er links (oder rechts?) liegen. Besonders gelungen ist der Aufbau der Argumentation: entwickelt aus der mangelhaften Durchführung der Währungsunion, oft mit den kritischen Kommentaren der Deutschen Bundesbank unterlegt, leitet er über zu Vorschlägen, wie man die Krise der Währungsunion, die ja eigentlich eine Schuldenkrise der Staaten ist, beilegen kann. Dabei hält er sich auch den temporären Austritt der Schuldenstaaten aus der Eurozone offen. Nicht ausformuliert sind leider seine Vorschläge zu den Regeln dazu sowie zur Konkursordnung von Staaten. Vielleicht hat er sich die Vorschläge dazu aber nur für das nächste Büchlein aus der Reihe aufgehoben. Man darf gespannt sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den Bürger packt das Schaudern, 25. September 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Kindle Edition)
Die Lektüre dieses Buches lässt den Leser, der selbst über eine ganz reputierliche volkswirtschaftliche Bildung verfügt, erschaudern!

Von den nun schon lange erkennbaren Wahrheiten, wie es wirklich und warum, um den Euro und dessen Nutznießer steht, hat mich wirklich überrascht, wie offen Prof. Sinn über die verschwiegenen und vertuschten Bewegggründe der Rücktritte des deutschen EZB-Chefvolkswirts Jürgen Stark und des Bundesbank-Präsidenten Axel Weber im Vorfeld von dessen Designierung als Nachfolger des Franzosen Trichets als EZB-Präsident schreibt! Oder, dass regelmäßig das deutsche EZB-Ratsmitglied im Gremium überstimmt wird um die verhängnisvolle EZB-Politik weiter treiben zu können. Damit Letzterer dem Italiener Mario Draghi "Platz" machen konnte oder sogar musste . Und das alles weil beide wussten, von dem Duo Merkel-Schäuble ist - aus mit hoher Wahrscheinlichkeit vermutbaren Gründen - keine Unterstützung für eine geldpolitische Stabilität anstatt einer fiskalisch ins Uferlose wuchernden Gelddruck-Maschine EZB zu erwarten gewesen. Einem System, das als bürokratisches Überinstrument in Form des EZB-Rates, wo Malta und Zypern das gleiche Stimmrecht wie die Bundesrepublik haben, die Parlamente der allem alles Risiko tragenden Euro-Staaten, vorzüglich und nahezu exklusiv Deutschlands, einfach aushebelt.

Sinn ist ja nicht der einzige deutsche Wirtschaftswissenschafter, sondern gehört der großen Mehrheit der vor allem beruflich unabhängigen der Zunft an, die mit großer Sorge verfolgen, wie seit nunmehr acht Jahren die Zukunft der deutschen Nachfolgegenerationen durch eine an tagespoltischen Erfolgskriterien des nächsten Wahltermins orientierte Politik erodiert wird.
Ein ganz wichtiges Buch.

Und wer jetzt parallel dazu das letzte Buch des jüngst verstorbenen Weltjournalisten Peter Scholl-Latour, "Das Scheitern des Westens im Orient - Der Fluch der bösen Tat" liest, den umfällt das Grauen: "Denk' ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht"...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jeder mündiger Bürger sollte dieses Buch gelesen haben!, 16. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Taschenbuch)
Fazit des Büchleins: Die Eurokriese ist nicht vorbei. Im Gegenteil sie spitzt sich immer weiter zu. Weiterhin: Mit entsprechenden Maßnahmen will Prof. Sinn für ein Kerneuropa den Euro erhalten. Das wäre auch für mich als älterer Mensch eine wünschenswerte Option. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte selbst dieser Weg nicht zum Erfolg führen. Dafür sind diese Länder, was ihre Politik und Kultur betrifft, zu unterschiedlich
.
Nach der Veröffentlichung dieses hervorragenden Büchleins kann sich kein deutscher Politiker mehr herausreden, er hätte nicht gewußt, daß mit der augenblicklichen Euro-Rettungspoltik - einschließlich der sonst noch bestehenden selbsgemachten ökonomischen Problemen - Deutschland gegen die Wand gefahren wird.

Die Bevölkerung ginge auf die Straße, würde sie auch nur ansatzweise die ökonomischen Zusammenhänge verstehen, wozu der 1. Teil dieses Büchleins Gelegenheit gibt und Merkel zur Änderung ihrer jetzigen Politik zwingen.

Prof. Sinn meint, wegen der politischen Bedeutung der deutsch/französischen Achse müsse für ein Kerneuropa versucht werden, den Euro zu erhalten. Selbst nach dem Wahlergebnis zum Europäischen Parlament dürfte das mit den von ihm unterbreiteten Vorschlägen: Schuldenkonferenz, Schuldenschnitte, Reform der EZB etc. kaum erreichbar sein.

Gleichwoh sollte man versuchen, diesen Weg zu gehen. Denn es soll auch wieder sichergestellt werden, daß ein Euro-Teilnehmerland für Verbindlichkeiten und Schulden anderere Teilnehmerländer nicht aufkommt (Wiedereinführung der "No-Bail Out"-Klausel). Bei den Bundesstaaten der USA und den Kantonen der Schweiz sei das ja auch der Fall - kein Schuldentransfer!

Hat Merkel aber dazu den Mut? Wohl kaum!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 200 Seiten Klartext!, 9. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Taschenbuch)
Endlich jemand der sich gegen die Mediale-Verballhornung stellt und in klaren Worten ausspricht was wirklich Sache ist: sprudelnde Steuereinnahmen, zunehmende Beschäftigung und Exportwachstum sollen uns glauben lassen, dass die Eurokrise vorbei wäre. Doch das Gegenteil ist der Fall. Sie schwellt unter der Oberfläche noch immer weiter an. Die Lebenschancen der jungen Menschen in Südeuropa sind immer noch miserabel, die Massenarbeitslosigkeit ungebrochen und die Industrieproduktion fast nicht vorhanden. Leider wird davon kaum mehr gesprochen und so verfallen wir in den naiven Glauben bzw. die Hoffnung: „Alles wird gut“. Genau diese Haltung hat uns dahin gebracht wo wir heute sind und deshalb ist es umso wichtiger, dass Herren wie Herr Sinn den Finger in die Wunde legen und kräftig nachbohren. Im ersten Teil des Buches liefert er eine kurze, klare und nachvollziehbare Zusammenfassung der begangenen Fehler, deren Auswirkungen und der aktuellen Probleme in Europa. Im zweiten und dritten Kapitel zeigt er plausible Alternativen zur herrschenden EURO-Rettungspolitik auf und was getan werden muss, dass der Patient Europa auch auf lange Sicht genesen kann. Absolute Kaufempfehlung mit einem schönes Gruß nach Berlin!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man fragt sich, ob OMT, ESFS, ESM, ELA ..., 14. April 2014
Von 
Hans-Jürgen (Friedrichsdorf, Hessen Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Taschenbuch)
erfunden wurden, um Zusammenhänge systematisch zu verschleiern.
Hans-Werner Sinn ist einer jener verantwortungsvollen und honorigen Bürger (ebenso wie Thilo Sarrazin und, ja, auch Sarah Wagenknecht), die sich durch Nebelkerzen der Ideologen nicht verwirren lassen.
Sie sind unerschrocken und aufgrund ihrer Sach- und Fachkenntnis klug genug, uns Nicht-Fachleuten die Zusammenhänge verständlich zu machen.Insbesondere Hans-Werner Sinn ist in zentralen gesellschaftlichen Bereichen ein Praeceptor Germaniae im besten Sinne des Wortes und hat schon länger einen Preis für sprachliche Klarheit und zupackende Anschaulichkeit verdient.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste Kurz-Charakteristik eines komplexen Themas, 20. Mai 2014
Von 
Knoebel "rolfknoebel" (Schwerin, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Taschenbuch)
Das Werk von Prof.Sinn „im Euro gefangen“ bietet meines Wissens die bisher beste, anschauliche Erklärung der Euro-Probleme.
Das Buch ist als eine Art Interview gestaltet und flüssig geschrieben.
Wichtige Weichenstellungen auf dem Weg ins Unheil, wie etwa die Konferenz von Maastricht sind anschaulich herausgearbeitet. Prof.Sinn beschreibt die Warnungen namhafter Fachleute wie des ehemaligen Bundesbank-Präsidenten Schlesinger und die Hintergründe der Rücktritte namhafter Experten für Geldpolitik, die den Weg in den Euro nicht mitverantworten wollten.
Besonders anschaulich dargestellt sind auch die vertragswidrig angemaßten Praktiken der Europäischen Zentralbank.
Das schmale Bändchen sollte nicht einfach nur „heruntergelesen“ werden, auch wenn der geringe Umfang von unter 200 Seiten und die anschauliche nicht-technische Darstellung hierzu einladen.
Das Thema „EURO“ wird in der Öffentlichkeit sehr kontrovers diskutiert. In der Kakophonie der Meinungen haben wir mit diesem Buch von Prof.Sinn eine Wortmeldung vorliegen, die zum Kern der Dinge durchdringt.
Prof.Sinn beschränkt sich nicht auf die Problemdarstellung. Wertvoll sind seine Denkanstöße zur Krisenbewältigung, die er über 60 Seiten hinweg entwickelt.
Das wichtigste Anliegen ist dabei nicht einmal der Stopp der aktuellen Überschuldung von entwickelten Staaten wie Deutschland. Das wichtigste Anliegen ist die Hilfe für arbeitslose Jugendliche in den europäischen Südstaaten. Es darf nicht dazu kommen, daß das misslungene Projekt des EURO eine verlorene Generation in Südeuropa produziert.
Der Autor liefert einen transparent argumentierten Aufruf zur Umkehr. Es ist dem Buch eine weite Verbreitung zu wünschen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Euro-Kriese, kompakt und verständlich beschrieben, 3. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Kindle Edition)
Ein echter Profi erklährt kompakt und verständlich, wo die Probleme des Euro liegen, welchen Gefahren wir (heute noch) ausgesetzt wird und wie die Krise auf Dauer überwunden werden könnte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wertvoller Beitrag zum Euro, 3. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Taschenbuch)
Klare Sprache. Darstellung der Probleme ohne Polemik aber dennoch deutlich. Manche Abkürzung sollte erklärt werden. Nicht jeder komplexe Zusammenhang ist Nichtfachleuten verständlich. Vermisse Anhang mit Erläuterungen.
Trotzdem für mich ein wertvoller Beitrag. Gerade weil Medien und Politik die Wahrheiten und deren Konsequenzen verschweigen (verheimlichen).
Die bestimmende -und für Deutschland nachteilige- Rolle Frankreichs wird klar herausgestellt.
Dank an den Verfasser. Das Buch sollte an Studenten und Gymnasialschüler kostenlos verteilt werden.
Karl-Heinz Meidinger
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Gefangen im Euro
Gefangen im Euro von Hans-Werner Sinn (Taschenbuch - 4. April 2014)
EUR 9,99
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