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4.0 von 5 Sternen Eigenes Handeln hinterfragen
Ich habe versucht, dieses Buch unvoreingenommen zu lesen und bin positiv überrascht, wie gedankenlos ich persönlich mit einigen Dingen bisher umgegangen bin.
Wer das Buch richtig verstanden hat, glaubt nicht, dass Herr Fellmer die Menschheit missionieren will und er sich auch nicht als Messias der Erde versteht.
Er zieht seinen Weg konsequent durch und...
Vor 9 Monaten von Blake veröffentlicht

versus
115 von 150 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schmarotzertum, edel verpackt
Die Idee klingt erstmal interessant. Wer möchte nicht ohne den schnöden Mammon auskommen und im Einklang mit Mutter Erde leben.
Es ist aber einfach nur eine edel verpackte Form von Schmarotzertum, die uns der Autor vorstellt. Wenn er schreibt, dass er sich als Tramper von Autofahrern mitnehmen lässt und denen dann erzählt, dass er ein viel...
Vor 9 Monaten von Normalleser veröffentlicht


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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigenes Handeln hinterfragen, 1. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe (Taschenbuch)
Ich habe versucht, dieses Buch unvoreingenommen zu lesen und bin positiv überrascht, wie gedankenlos ich persönlich mit einigen Dingen bisher umgegangen bin.
Wer das Buch richtig verstanden hat, glaubt nicht, dass Herr Fellmer die Menschheit missionieren will und er sich auch nicht als Messias der Erde versteht.
Er zieht seinen Weg konsequent durch und erkennt aber auch die Stärken und vor allem die Schwächen seines "Systems". Dieser Prozeß wird im Buch sehr schön beschrieben.
Ich glaube nicht das er erwartet, dass alle Leser seine Lebenauffassung teilen oder Ihm nacheifern. Das Thema Verschwendung und Umweltschutz wird aber in der Öffentlichkeit diskutiert, also
ist doch sein Ziel erreicht.

Kaum ein berufstätiger Vater mit Familie und finanzierten Eigenheim wird auf Grund des Buches seinen Job kündigen und in eine Kommune aufs Land ziehen.
Darum geht es hier meiner Meinung nach überhaupt nicht.

Vielmehr soll das eigene (gedankenlose, konsumorientierte) Handeln hinterfragt werden und da habe ich festgestellt, dass man durchaus aus dem "Konsumstrudel" ein wenig ausbrechen kann.

Auch was das Thema Müll vermeiden angeht, habe ich nun mal Kleinigkeiten geändert, wie z.B. die Werbung abbestellt (Aufkleber am Briefkasten), mit dem Fahrrad und Stoffbeutel zum Bäcker oder zum Markt etc.
Also Kleinigkeiten, die sich leicht ändern lassen und doch eine größere Wirkung haben als man denkt.

Peinlich berührt bin ich, da ich ja auch von selbst darauf hätte kommen können. Leider bedurfte es hierzu dieses Buch.

War das nicht eher das Ziel von Raphael Fellmer?
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115 von 150 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schmarotzertum, edel verpackt, 17. November 2013
Die Idee klingt erstmal interessant. Wer möchte nicht ohne den schnöden Mammon auskommen und im Einklang mit Mutter Erde leben.
Es ist aber einfach nur eine edel verpackte Form von Schmarotzertum, die uns der Autor vorstellt. Wenn er schreibt, dass er sich als Tramper von Autofahrern mitnehmen lässt und denen dann erzählt, dass er ein viel besserer Mensch ist, weil er kein Auto fährt, ist das schon sehr dreist.
Richtig unverschämt finde ich es aber, wenn er erzählt, dass er sich von richtig armen Menschen, die trotz harter Arbeit nur das Nötigste haben, durchfüttern lässt und mehr oder weniger dazu aufruft es ihm gleichzutun und die traditionelle Gastfreundschaft mancher Kulturen einfach auszunutzen.
Natürlich findet er es interessanter, durch Fernsehstudios zu tingeln und große Reden zu schwingen, als jeden Tag acht Stunden oder mehr mit richtiger Arbeit zu verbringen. Das könnte ja anstrengend sein oder ihn langweilen. Die Lebensphilosophie des Autors funktioniert aber leider nur dann, wenn nur sehr, sehr wenige Menschen danach leben. Sie ist keineswegs massentauglich. Es muss dafür immer genügend gutmütige "Kapitalisten" geben, die sich ausnutzen lassen und denen man ein Vorbild sein kann.

Das Buch habe ich kostenlos auf meinen kindle geladen, ich würde es jederzeit gerne wieder zurückgeben für den nächsten Leser. Ich habe das erste Drittel relativ genau gelesen, war dann von den immer gleichen Selbstbeweihräucherungen gelangweilt und habe den Rest auf der Suche nach neuen Erkenntnissen und praktikablen Vorschlägen nur noch quergelesen, aber leider nichts gefunden.
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108 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Haarsträubende Selbstbeweihräucherung eines Leistungsverweigerers, 18. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe (Taschenbuch)
Nach Lektüre des hier vorgelegten Buches kann man Herrn Fellmer bestenfalls als verklärten Idealisten ansehen, der den großen, aber entscheidenden Fehler seiner Idee nicht erkannt hat. Weniger freundlich formuliert handelt es sich hier um die oberlehrerhaft und selbstzufrieden aufgezeichnete Biographie eines Leistungsverweigerers, der noch dazu völlig intolerant seine Lebensweise als die einzig Richtige darstellt.

Das erste Drittel des Buches schildert den "Werdegang" des Autors. Hier möchte ich einmal stellvertretend auf zwei kurze Absätze eingehen:

"In der Waldorfschule fühlte ich mich wohl, obwohl ich nur äußerst ungern Hausaufgaben machte. Meistens schrieb ich sie einfach ab. In den Unterricht und die Pausen dazwischen legte ich mein Herzblut, nicht in die Epochenhefte, Diktate und Vokabeltests."

Soso, ein offensichtlich nicht sehr strebsamer Schüler. Und, trotzdem das Prinzip Waldorfschule nach Fellmer ja der Entfaltung der Persönlichkeit dient, war sein Gedankengut offenbar noch zu sehr im bösen, kapitalistischen System gefangen:

"Obwohl ich an einer Waldorfschule war, reichte meine Kreativität nicht, um neue Wege zu gehen, Plan B zu leben."

Wie auch immer, Herr Fellmer behält den Weg seiner Erleuchtung trotz fortwährender Manipulation durch das falsche Gesellschaftssystem auch in der Schulzeit, und entschließt sich nach dem Abitur also dazu, seinen Horizont durch diverse Reisen zu erweitern. (Ich verkürze stark und sehe großzügig über die stetig wiederkehrenden Huldigungen seines eigenen Egos hinweg.)

Das kommunistische Kuba erscheint ihm dabei als Paradies, und zwar gleich aus zweierlei Gründen, Zitate:

1. "Verschwendung von Ressourcen ist aufgrund des herrschenden Mangels praktisch nicht vorhanden. Flaschen werden,
wenn der Hals zerbrochen ist, einfach durchgeschnitten und als Glas weiterbenutzt.Alle Gebrauchsgegenstände, allen voran natürlich die schönen Autos, werden immer wieder repariert, und man spürte förmlich, dass das »Gesetz der geplanten Obsoleszenz« in der kubanischen Gesellschaft keinen Platz hat."

- Herrschaften, DAS ist die Lösung! Durch die im kommunistischen System verankerte Warenverknappung wird das Problem der Ressourcenverschwendung eliminiert! (Der Zwang, aus Mangel einen spritfressenden, unsicheren, stinkenden Oldtimer restaurieren zu müssen, ist da doch zu vernachlässigen. Er ist ja "schön".)

Deswegen sind kommunistische Systeme rund um den Globus so erfolgreich, deswegen sind alle bestehenden kommunistischen Systeme der Welt auch demokratisch durch das Volk in freien Wahlen legitimiert, und deswegen haben diese Systeme auch so regen Zulauf.

2. "Werbung für Produkte oder Dienstleistungen gibt es hingegen überhaupt keine. Es war befreiend, nicht ständig schreiend bunte Anzeigen zu sehen, die uns suggerieren sollen, dass wir unbedingt dieses oder jenes Produkt kaufen müssen."

- Logisch, denn: wenn Mangel herrscht, was soll dann beworben werden? Das Wecken von Wünschen oder Bedürfnissen, die ohnehin nicht erfüllt werden können, sorgt nur für Frustration. Auch zu Zeiten der DDR gab es damals kein Werbefernsehen. Warum wohl? Weil ein Werbespot für den Trabant im Jahre 1988 den westdeutschen Bewohnern, die ja so dringend alle gerne gen Sozialismus streben, die eindeutige technische Überlegenheit des Fahrzeugs gegenüber z.B. einem 5er BMW demonstriert und damit für umstürzlerische Bewegungen im Westen gesorgt hätte?

Zudem: kann nicht auch in einer durch und durch kapitalistischen Welt wie unserer jeder Mensch selbst entscheiden, was er in welcher Menge erwirbt und was nicht? Sicher, ich könnte mir jeden Monat drei neue Handys kaufen. Ich kann dieselbe Geldmenge aber auch regelmäßig zur Seite legen, um für etwas Größeres zu sparen, z.B. eine Wohnung. Oder ich kann mein so schlecht und böse, da kapitalistisch verdientes Geld Ende Monat an wohltätige Organisationen spenden. Siehe da, eine Verwendung für Geld, die der Gesellschaft zugute kommt! Das dürfte es nach Definition des Autors gar nicht geben.

Nicht zuletzt: Wenn der Autor dem Leser diese Entscheidungskompetenz in Bezug auf die Verwendung seiner Finanzmittel abspricht, halte ich das fast schon für eine grobe Beleidigung (zumindest für den großen Teil der Bevölkerung, der nicht überschuldet ist).

Auf den Rest des Buches (in ähnlichem Stile geschrieben) möchte ich nicht eingehen, denn der Tenor bleibt in hübscher schwarz/weiß-Malerei der gleiche: gut ist derjenige, der nur gebrauchte Gegenstände nutzt, und diese möglichst vielen unentgeltlich zur Verfügung stellt. Schlecht ist derjenige, der Neues kauft, dieses für sich behält, und/oder sich in irgendeiner Form gegen Geld an der Wertschöpfungskette beteiligt.

Der große Denkfehler, den Herr Fellmer auch nach 227 Seiten nicht einsieht: um eben seinen Lebensstil nachzuahmen, muss am Ende der (ich nenne es mal so) "Leihkette" immer ein Produzent stehen. Und niemand wird produzieren, wenn er nicht zumindest den Einkaufspreis des Rohstoffs für seine Ware erhält, von der Wertschöpfung durch individuelle Arbeitsleistung mal ganz abgesehen.

Sofern also nicht JEDER Mensch auf der ganzen Welt JEGLICHE Arbeit oder Leistung, die in irgendeiner Form abgegeben wird, unentgeltlich verrichtet, KANN das von Fellmer geschilderte System schlußendlich überhaupt nicht funktionieren.

Gleichzeitig wettert Herr Fellmer mit einer erstaunlichen Intoleranz gegen jeden, der sich an der so verachtenswerten kapitalistischen Produktionswelt beteiligt. Es geligt ihm jedoch nicht, zu abstrahieren, dass jeglicher Nutzen, den er zieht, auf kapitalistischer Produktion fußt.

Da passt es gut ins Bild, dass der Autor sich für die umweltschonende Art der Fortbewegung als Tramper lobt, gleichermaßen aber das Auto als schmutzendes, ressourcenverwertendes Teufelsgerät verdammt.

Auch ich bin gegen Lebensmittelverschwendung, und auch mir sind Menschen, die Kleinwägen zum pendeln nutzen sympathischer, als jene, die einen SUV fahren. Aber auch mir ist klar, dass eine Welt ohne Geld nicht funktionieren kann, weil jegliche gesellschaftlichen Systeme, die auch nur ansatzweise in die Nähe dessen gegangen sind, gescheitert sind. Und so idealistisch, zu glauben, dass die kostenlose Produktion / Arbeit schon irgendwann alle nachmachen werden, wenn nur mal einer damit anfängt, bin ich schon seit meinem 12. Lebensjahr nicht mehr.

Zum Abschluss: Wer Herrn Fellmers Tagesberichte in den sozialen Netzwerken verfolgt, konnte außerdem feststellen, dass er vor kurzem Opfer seiner eigenen Idee wurde: sein Fahrrad wurde ihm geklaut, im Sinne des Buches wohl eher formuliert, es wurde ihm genommen - von jemandem, der es wohl just in diesem Moment dringender brauchte als er. Es folgte der logische Aufruf, wo denn bitte Menschen leben, die ihm im Bedarfsfalle ihr eigenes Fahrrad zur Verfügung stellen könnten. Aber: auch dies wird nur so lange funktionieren, bis eines der Räder mal defekt ist, denn um es zu reparieren braucht man... richtig: Geld.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Netter Ansatz, der aber nur für wenige umzusetzen ist, 31. Januar 2014
Von 
Karlheinz (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Thema Nachhaltigkeit wird für mich immer suspekter umso mehr ich mich damit befasse. Zweifel an der Nachhaltigkeit habe ich nicht, dagegen indes am Umgang mit dieser Mode, denn viele Firmen streben nach Nachhaltigkeit, jedenfalls nach außen hin. Auch der Autor Raphael Fellmer wirbt hier für Nachhaltigkeit in einer sehr speziellen Art die ich nur bedingt nachvollziehen kann.
Es schildert hier seinen Lebensstil, der wirklich nachhaltig ist bzw. war, denn bereits einige seiner Meinungen hat er selbst über den Haufen geworfen. Er versucht mit einer Institution die Lebensmittel verteilt ähnlich den örtlichen Tafeln mehr Nachhaltigkeit zu erreichen. Zum Thema der Tafeln empfehle ich das Buch „Schamland“ von Stefan Selke.
Der Schreibstil und der Aufbau des Buches sind immer ein wenig durcheinander und ohne richtige Strukturierung. Es lässt sich zwar der rote Faden erkennen, aber immer wieder schweift Fellmer ab. Die Wortwahl ist einfach und von immer wiederkehrenden Wiederholungen geprägt.
Was immer man vom Lebensstil Fellmers hält, er lebt ein Stück Nachhaltigkeit. Schade, dass dies nur begrenzt möglich ist, bzw. nur für eine kleine Anzahl von Menschen und somit keine umfassende Lösung bietet. Sein Projekt mit den Tafeln und der Verteilung von Lebensmitteln hat da schon mehr Potential, allerdings hat es zugleich seine Nachteile und wird langfristig nicht die Lösung der Umweltprobleme sein.
Viel Wert legt er auf den „Ökologischen Fußabdruck“, welcher sicher eine beachtenswerte Größe, jedoch nur schwer nachvollziehbar ist, genauso wie die „graue Energie“. Hier hätte ich mir mehr verständlichere und leichter nachvollziehbare Werte erhofft.
Am Ende des Buches führt der Autor dann noch ein paar Möglichkeiten auf, wie man seinen persönlichen Fußabdruck verbessern kann. Vieles davon ist leider für mich nicht umsetzbar und somit fehlt mir hier ein wenig der Praxisbezug.
Fazit: Gut gemeintes Buch, mit leider viel zu wenig Hilfestellung um selbst ein wenig mehr Nachhaltigkeit zu erreichen.
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1.0 von 5 Sternen Wenn es da nicht so viele Haken geben würde, 22. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich dieses Buch gelesen habe ist mir sofort aufgefallen, dass die Menschen, die hier bereit waren Herrn Fellmer gratis Nahrungsmittel und sonstige Güter zukommen zu lassen, eigentlich die Menschen sind die gelobt werden sollten.
Denn bei so einem Lebensstil ist man zwar nicht abhängig vom Geld das man selbst verdienen muss, aber von der Großzügigkeit anderer.
Auf den ersten Blick könnte man meinen Herr Fellmer lebt hier nach einem Modell, dass erstrebenswert ist, aber das ist nicht so.
Gehen wir mal davon aus allein in Deutschland würde jeder so leben, dann gäbe es bald keine Menschen mehr die andere so unterstützen könnten. Wenn man so lebt ist man immer darauf angewiesen, dass andere ihrem Tagwerk weiter nachkommen um überhaupt ein Überschuss an Güter zu besitzen, die man dann freundlicherweise anderen zur Verfügung stellt.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten etwas für die Umwelt und für unsere Mitmenschen zu tun, aber ob mit Geld oder ohne: es hat immer etwas mit sehr viel Arbeit zu tun.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch hält uns dazu an achtsamer mit Geld, Konsum und unseren Mitmenschen umzugehen!, 29. Mai 2014
Von 
RJ + YDJ (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe (Taschenbuch)
In dem Buch „Glücklich ohne Geld“ von Raphael Fellmer, erschienen im Redline Verlag, führt der Autor seine Erfahrungsberichte im Umgang mit Geld auf. Er spricht dabei von persönlichen Erfahrungen und globalen Entwicklungen.
Dabei hinterfragt es sozialkritisch unser Konsumdenken und Verhalten, auf eine absolut sympathische Art und ohne erhobenen Zeigefinger.

Schon als Kind bewegte ihn die Tatsache das es soviel Ungerechtigkeit und Leid
gibt auf der Welt, obwohl sich alle nach Liebe und Frieden sehnen.
Sein Mitgefühl galt schon damals den Tieren, den hungernden Menschen und insbesondere den vielen Kindern auf der Welt, die mit leerem Magen ins Bett gehen mussten ohne zu wissen ob sie den nächsten Tag noch erleben werden.
Mit viel Geld so glaubte er damals könne man materiell den Armen helfen, so der Plan.

Schon während der Schulzeit wollte er einige Zeit im Ausland verbringen, doch der Preis lag bei mehreren tausend Euro, Geld das er und seine Eltern nicht hatten. „Der Glaube versetzt Berge, mit einem starken Willen kann uns nichts aufhalten!“ so Raphael Fellmer.

Er suchte eine Zivildienstmöglichkeit in Lateinamerika. Durch das Glück einer zufälligen Bekanntschaft, eröffnete sich die Möglichkeit, nach Mexico gehen zu dürfen. Schon damals liebte er das Abenteuer, und es erschien im unlogisch, Geld auszugeben für etwas was es auch kostenlos gab also fuhr er als Anhalter mit.

Weitere Reisen folgten in denen er nicht nur fremde Kulturen, andere Menschen sondern auch sich selbst erfuhr.
Er berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Veganismus und ist heute überzeugter Veganer. Schon als Kind verweigerte er Fleisch auf dem Teller, da er nicht wollte das Tiere für ihn sterben mussten.

Vegan zu Leben stieß in anderen Ländern oft sehr auf Verwunderung und teilweise auf Ablehnung, so auch in Italien.
Dieses Buch zeigt Leben und Überleben ohne Geld funktioniert das gilt auch für Lebensmittel. Schon in den damaligen WG-Zeiten lebten sie von den sogenannten Abfällen der Supermärkte, umgangssprachlich auch „Containern“ genannt. Dabei wurde ihm zum ersten Mal mit aller Deutlichkeit klar wie viel „nicht mehr verkäufliche Wahren“ im Müll landen.

Es waren im Schnitt 30-50kg noch genießbare Lebensmittel täglich. Vornehmlich Milch, Joghurt, Fleisch, frisches Brot , Obst und Gemüse.
Heut setzt er sich aktiv für die Organisation Foodsharing, um diesen Missständen entgegen zu wirken. Dieses Buch bewegt zum Nachdenken, dass unsere Welt immer mehr im Materialismus erstickt und noch mehr mentale und physische Mauern zwischen uns und unseren Mitmenschen entstehen.

„Auch wenn wir manchmal ungerecht behandelt werden oder negatives erfahren haben, so können wir doch unser eigenes Verhalten gegenüber unserer Umwelt und den Mitmenschen verändern.“

Seine Visionen werden täglich von viel Menschlichkeit gestärkt und beflügelt.
Es macht Spaß dieses Buch zu lesen, den Raphael Fellmer lässt uns auf sympathische weise die Dinge mit anderen Augen sehen. Empfehlenswert!
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Neid muss man sich verdienen!, 18. Januar 2014
Von 
mdt1900 "TS" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wäre wenigstens der Buchtitel Programm! Doch bereits hier beginnt das Absurditätenkabinett. "Glücklich ohne Geld" ist Raphael Fellmer überwiegend genau deshalb, weil er gekonnt auf Kosten anderer Menschen lebt. Denn - surprise, surprise - auch seine Konsummittel, Möbel, Wohnräume, Dienstleistungen und Transportmöglichkeiten wirft nicht einfach der liebe Gott vom Himmel. Alles ist mit schnödem Mammon verbunden. Fellmer lässt bezahlen und nennt das "besser und ökologischer leben". Ich nenne es schmarotzen.

Bekannt aus Funk und Fernsehen war mir der selbsternannte Lebenskünstler schon lange. Und sein Idealismus, gepaart mit Dreistigkeit, Naivität und Frechheit erschien mir zwar etwas weltfremd, aber nicht völlig unsympathisch.

Das eigentliche Konzept des Buches ist einfach und schnell auf den Punkt gebracht. Fellmer berichtet von seiner - Achtung, Bescheidenheit ist eine Zier - "Reise der Menschheit", die gleichzeitig einer kleinen Autobiographie seines Lebensweges ähnelt. Der Leser begleitet Ihn, seine Familie und Freunde dabei abschnittsweise auf einer mehrmonatigen Reise über den Atlantik, nach Mittelamerika und durch Länder wie Brasilien, Kolumbien, Venezuela & Costa Rica bis nach Mexico. Erst auf den letzten Seiten des Buches berichtet Fellmer von seinem Leben in Deutschland und seinen Lebensmittel/Foodsharing-Projekten.

Nach Pippi Langstrumpfs Motto "ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt" erhebt Fellmer in seinen Erzählungen und bei jeder noch so kleinen Gelegenheit jeden irgendwie verfügbaren moralischen Zeigefinger. Wobei, eigentlich steckt er mir als Leser alle seine aufdringlichen Finger inkl. Daumen völlig ungefragt in alle Körperöffnungen, verliert sich in surrealen Statistiken, entwickelt skurrile Theorien, spielt den Weltverbesserer und - nervt.

Irgendwann habe ich mir das Vergnügen gegönnt, die "Böse-böse-böse-Liste", frei nach Fellmer - ohne Anspruch auf Vollzähligkeit - zu notieren. Mit einem Kugelschreiber (Plastik & Tinte!) auf Papier (Baumsterben!). Entschuldigung, aber die nächste Höhle für meine Einkerbungen mittels Fingernagel war gerade so weit weg.

Demnach erstreckt sich die ökologische Sünde auf: Autos, Flugzeuge, Kapital, Export, Import, Banken, Politik, Fleisch (sehr böse!), Wasser in Plastikflaschen, verpackten Reis, die Textilindustrie, Aluminium & Dosen, Konzerne, Tourismus, Milchkühe, tierische Produkte aller Art (Milch, Eier, Honig, Gelatine), Einmalwindeln, Pferdetransporte, Plastik, die Ananasindustrie und den Konsum im Allgemeinen. Noch Fragen? Fortsetzung folgt.

Fellmers Verweigerung gegenüber den o.g. Punkten begründet er selbst mit seiner Bestimmung. Beruf "Mensch" würde in seiner Selbstauskunft zu finden sein, die dann in vielen Lebensabschnitten und Situationen darin endet, mit bitten und betteln über die Runden zu kommen.

Dies gipfelt in Teilbereichen in einer Weltanschauung, die Komikern Konkurrenz beweist.

Spätestens dann, wenn Fellmer stolz davon berichtet, auf reguläres Toilettenpapier zu verzichten und stattdessen die Reinigung mit schmutzigen Servietten von Gasthäusern zu übernehmen, schwanke ich sichtlich zwischen lachen und weinen. Und wünsche mir eine extragroße Prise Chilli-Pulver in die Serviette. Oder er berichtet stolz davon, während seiner Reise irgendwann das Prinzip "Seife" aufgegeben zu haben und ist begeistert, dass sein Körper nach Wochen der mangelnden Hygiene einen eigenen, unverfälschten Kokos-Duft entwickelt.

Sollten RTL und Co. zukünftig auf der Suche nach einem anspruchslosen Sendeformat irgendwo zwischen "Frauentausch", "Dschungelcamp" und "Bauer sucht Frau" fündig werden, dann sicher hier.

Leider ist die Gratwanderung jederzeit überschaubar und das Risiko kalkulierbar. Gerade in einem Sozialstaat wie Deutschland fällt es leicht, sein eigenes Lebenswerk dem ökologischen Fußabdruck unterzuordnen, im Notfall landet man in der sicheren Hängematte der staatlichen Unterstützung und der Allgemeinheit. So ist Fellmer nach eigenen Aussagen mit seiner Ehefrau beispielsweise in der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei familienversichert. Eine Versicherung, die er derzeit - da gesund - nicht oder kaum nutzt. Sollte ich diesen Teil der Rezension bei seinem Eintritt in das Rentenalter oder plötzlicher Pflegebedürftigkeit ergänzen? Hat Fellmer im Bedarfsfall ein Problem mit dem "grauen Energieverbrauch" und dem "virtuellen Strom" seiner Krankenversorgung? Wer also ist hier wirklich der Fehler im System.

Mein Fazit nach 224 Seiten ist nach o.g. Kriterien klar, ehrlich und vernichtend. Obwohl ich mich selbst als offen, interessiert und umweltbewusst bezeichne, schafft es Raphael Fellmer mit der im Buch umschriebenen Art und Weise, mir jegliche Lust auf das Thema Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Fairtrade und Foodsharing zu vermiesen. Ich möchte aus freien Stücken handeln und nicht in ein Dogma gezwungen werden, bei dem ich zu allem Überfluss auch noch das Gefühl habe, genau einer der Deppen zu sein, auf dessen Kosten Fellmer sich profiliert und letztlich finanziert.

In diesem Sinn und unter Anlehnung an den Titel der Rezension - Mitleid gibt es geschenkt,...
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1.0 von 5 Sternen NUR ein interessanter Titel, 25. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch anfänglich mit Interesse gelesen. Es ist sicherlich ein interessanter Reisebericht und unterhaltsam geschrieben. Bei den Inhalten bin ich enttäuscht!!! Wenn alle Menschen nichts mehr arbeiten und auf Kosten anderer durch die Welt reisen, geht das System sowieso nicht auf. Mir persönlich wäre es zu peinlich, mich überall durch zu schnorren. Man kann nicht den Luxus der Reichen verteufeln und dennoch davon profitieren, aber das ist sicherlich eine Einstellungssache. Gott sei Dank, sind wir Menschen selbst bestimmt bzgl. unseres Lebens und es herrscht weitestgehend auf der Welt die Meinungsfreiheit. Daher hat auch dieses Buch seine Daseinsberechtigung. Jeder soll so leben, wie er es für richtig erachtet, mir wäre es unangenehm mich von den armen Völkern dieser Welt auch noch einladen zu lassen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sympathisch oder nicht - Fellmer legt den Finger in eine Wunde, 28. Januar 2014
Von 
Sileah (Berlin-Umland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zuerst komme ich zu dem Punkt, der mich an diesem Buch am meisten genervt hat. Raphael Fellmer verpackt interessante Informationen in eine, für mich, manchmal extrem esoterischen Schreibstil, zudem finde ich das breite Lächeln nicht symphatisch - aber Letzteres ist eben Geschmackssache.

"Wir brauchen dringend einige Verrückte, schaut wo uns die Normalen hingebracht haben" (George Bernhard Shaw)

Als ich eine Sendung über den Film Taste the Waste im D-Radio-Kultur hörte, war ich schlichtweg entsetzt. Es war eine Samstagssendung, die zwei Stunden dauert. Gäste waren der Regieseur Valentin Thurn und eine Specherin der Berliner Tafel. Zuerst dachte ich "containern" "Mülltauchen", was ist das denn für ein Unsinn? Nie werde ich diese Fakten vergessen. Lebensmittelverschwendung in dem Ausmaß hatte ich nicht erwartet. Es war eine interaktive Sendung und es gab einige Anrufer, die Überzeugungstäter waren, sprich sie hatten ein normales Einkommen.
Ich habe mich darüber mit einer Statistikerin der Tafel unterhalten. Die Menge der Lebensmittel, die an die Tafel gehen sind gering.
Der Punkt ist, nicht nur die Herstellung der Lebensmittel ist teuer, sondern auch die Vernichtung! Es gibt in unterschiedlichen Ländern (Japan, z.B.) schon bestimmte Methoden, um die Kosten der Vernichtung in Grenzen zu halten!

Wer mag da noch von "Schmarotzertum" sprechen? Ich nicht! Ist es nicht ökologischer, ökonomischer, sinnvoller und logischer die Lebensmittel zu retten? Die beste Option wäre natürlich: gar keine Überproduktion, doch das ist derzeit wohl Utopie.

Fellmer spricht insbesondere die Unausgewogenheit des Fleischkonsums an. Die gesamte Öko-Bilanz diesbezüglich ist erschreckend. Ich kannte dieses Problem zwar schon länger, doch die Zahlen sind erschreckend, wie man in seinem Beitrag in Go vegan!: Warum wir ohne tierische Produkte glücklicher und besser leben lesen kann.

Im Grunde spart der Handel und die Kommunen durch Leute die containern. Weniger Müll=weniger Kosten. Die Frage nach der Sicherheit und der Regresspflicht bzgl eines Unfalls, ist eine andere.
Fellmer deutet immer wieder auf den ökologischen Preis unseres Lebenswandels hin. Ich wünschte, er würde dies etwas konzentrierter tun. Manche Passagen waren für mich schwer zu lesen. Seine Berufung zu finden ist eine feine Sache, aber man kann dies auch mit weniger Pathos ausdrücken.

Weniger extrem finde ich Die große Volksverarsche: Wie Industrie und Medien uns zum Narren halten. Ein Konsumenten-Navi oder Wut allein reicht nicht: Wie wir die Erde vor uns schützen können. Jaennike lebt ganz anders, bringt aber seinen eigenen Kaffeebecher zu Starbucks, nutzt sein Handy bis es kaputt ist und verzichtet auch mal auf seine Gage (in "Seven Years of Winter"). Die beiden Männer sind sicher kaum vergleichbar, aber letztlich prangern beide unseren Konsumwahn und unseren Lebenswandel an.

Abzüglich dieser "weltumspannenden Liebe", fand ich seine Reisen und Aktivitäten sehr interessant. Alle, die ihn hier Schmarotzer nennen, sollten sich fragen, ob sie zum Beispiel eine Stammzellenspende machten. Ich habe es noch nicht gemacht, ich habe auch nicht in Den Haag studiert. Fellmer hat zumindest zuerst Jobs angenommen. Und wie definiert man Arbeit? Nur etwas, was mit Geld entlohnt wird? Oder sind auch Information und Organisation wertig? Ich habe mich sehr gefreut, als ich im letzten Dezember einen Gutschein für einen Bio-Laden bekam. Der anonyme Spender bedankte sich damit für meine "Twitter-Arbeit" - ich sammelte letztes Jahr viele Artikel im Netz. Das war eine richtig schöne Anerkennung. Also scheint Zeit und Engagement auch eine "Währung" zu sein. Manche wären überrascht, wie zeitintensiv das ist - und dennoch war das Peanuts verglichen mit dem, was Fellmer macht.

Ich glaube auch, dass er die unliebsamen Erlebnisse seiner Reisen eher übergeht. Mich erstaunt auch, wie gastfreundlich die Menschen waren. Von "armen Leuten das Essen wegfressen" würde ich nicht reden. Die Leute wurden eingeladen! Vielleicht war es eine schöne Erfahrung, "solche" Europäer kennen zu lernen.

Es ist ein Fakt, dass sich eine Parallelgesellschaft bildet - und das ist gut so! Wenn ich darüber nachdenke, wie viele Menschen Mitfahrgelegenheiten nutzen und anbieten, und wie günstig und gut man von A nach B kommt. Jeder provitiert davon. Die Kosten sind vergleichsweise gering, der ökologische Aspekt ist natürlich in einem voll besetzten Auto besser. Und letztlich ist es auch ein ganz anderes Reisen. Ich habe mich schon mit Menschen sehr interessant unterhalten, mit denen ich sonst wohl nie Kontakt gehabt hätte. Viele Geschäftsleute nutzen diesen Weg. Auch Tramper können eine Bereicherung sein. Ich kenne es von beiden Seiten. Früher trampte ich viel, nahm auch gerne Tramper mit.

Das Prinzip zieht sich durch den ganzen Alltag. E-Bay ist extrem erfolgreich, gebrauchte Bücher, gut erhaltene Möbel usw usf werden gekauft. Es gibt Tauschringe und viele weitere Ideen.

Fellmers Lebenstil ist natürlich extrem, und meine Wahl wäre es sicher nicht. Ich gestehe, ich kaufe gern, sehr gerne. Ich habe auch keine Geldallergie. Allerdings wäre schon viel erreicht, seine Produkte sorgsam zu wählen. Weniger ex und hopp, eher wertige, (ökologische) Sachen, gerne auch gebraucht. Luxusgüter sind in meinen Augen nicht per se schlecht, so lange sie überlegt angeschafft werden und auch einen Wert darstellen. Ich kenne einige Leute, die recht gut verdienen, aber ihre Ausgaben gut überlegen. Dann wird die Geldbörse auch mal weit geöffnet für einen Artikel, der viele Jahre Freude macht - wenn die geplante Obsoleszenz nicht zuschlägt ;o)
Aber vielleicht braucht es einen Fellmer, um uns so radikal klar zu machen, dass hier irgendwas gewaltig schief läuft. Und dass es noch andere Werte als die 20.Kamera gibt. So sehr ich meine Schwierigkeiten mit Fellmers Schreibweise hatte, er vermittelt doch Werte wie Freundschaft, Gastfreundschaft, Achtsamkeit, Empathie und eine Menge Information. Das sind Dinge, die man nicht kaufen kann. Und ich gebe zu, manchmal war ich ein wenig neidisch auf seinen Mut, seine vielen Freunde und seine Entschlossenheit.

Kompliment an amazon-Vine, die dieses Buch ins Programm nahmen.

Bei diesem Buch Der Mann ohne Geld: Meine Erfahrungen aus einem Jahr Konsumverweigerung wird weniger kontrovers rezensiert.
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23 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alles sehr, sehr zweifelhaft was hier von sich gegeben wird, 29. Januar 2014
Von 
Gustav Gans "Technikaffin" (Entenhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Es gibt ja schon einige Kommentare zu dem Buch, deshalb möchte ich mich kurz fassen. Aber ich bin definitiv einer, der mit dem Buch nicht richtig warm wird.

Das Buch ist sehr einfältig geschrieben und Hr. Fellmer positioniert sich als "Messias", ohne dabei zu bedenken, dass er schlicht und ergreifend auf Kosten anderer lebt. Ja, es hat etwas von Romantik, die Vorstellung mit weniger Geld auszukommen und sich nicht dem Konsum hinzugeben. Ich denke daran kann man sich sicherlich ein Beispiel nehmen. Deshalb gebe ich dem Buch auch zwei Sterne. Aber ich hinterfrage trotzdem was Hr. Fellmer hier von sich gibt. Was passiert mit den Gagen wenn er durch die Fernsehstudios tingelt. Wie bezahlen sie ihre Rechnungen, vom Arzt, etc.? Was passiert mit den Kindern in der Schule? Auf der einen Seite "Ohne Geld" predigen und auf der anderen Seite nutznießen passt für mich nicht richtig zusammen.

Grundsätzlich bin ich auch der Meinung das man unser Handeln überdenken muss. Aber so wie es Hr. Fellmer lebt, kann es sicher nicht funktionieren. Irgendjemand muss arbeiten gehen und Lebensmittel und Waren herstellen. Ich fühle mich durch das Buch zurück erinnert an meine Jugend, als ich in einer Bar gearbeitet habe wo es regelmäßig Reggae-Partys gab. Die Leute dort wollten auch nichts bezahlen für die Getränke, man musste immer mit ihnen diskutieren warum sie zahlen müssen, oder wenn der Preis um zehn Pfennig gestiegen ist und sich noch nebenher ihre Weltanschauung anhören. Interessanterweise waren die ebenso widersprüchlich wie dieses Buch, denn Geld für Zigaretten und Gras hatten sie immer.
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Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe
Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe von Raphael Fellmer (Taschenbuch - 7. November 2013)
EUR 14,99
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