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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Vorschläge für mehr Langfristigkeit"
Hans-Werner Sinn gehört zu den geistigen Vätern der Agenda 2010 des abgewählten Kanzlers Schröder, dem seine Partei den Schwenk in die angeblich falsche Richtung bis heute nicht wirklich verziehen hat, obwohl er Deutschland damit wenigstens ansatzweise in eine Position gebracht hat, von der es heute profitiert. Und zwar im Gegensatz zu den meisten...
Vor 19 Monaten von Dr. R. Manthey veröffentlicht

versus
16 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele fragwürdige Empfehlungen
Man ist geneigt einem wirtschaftspolitischen Buch die volle Punktzahl zu geben wenn man die Ansichten teilt, und 0 Punkte wenn man anderer Ansicht ist.Da ich Herr Sinn von den Medien kenne, war mir von vorneherein bewusst dass ich seine Argumente weitgehend nicht teilen werde - aber natürlich ist es notwendig in Diskussionen die Argumente der Andersdenkenden zu...
Vor 18 Monaten von K. Meucht veröffentlicht


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16 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele fragwürdige Empfehlungen, 21. Juni 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Man ist geneigt einem wirtschaftspolitischen Buch die volle Punktzahl zu geben wenn man die Ansichten teilt, und 0 Punkte wenn man anderer Ansicht ist.Da ich Herr Sinn von den Medien kenne, war mir von vorneherein bewusst dass ich seine Argumente weitgehend nicht teilen werde - aber natürlich ist es notwendig in Diskussionen die Argumente der Andersdenkenden zu kennen und auch ernst zu nehmen.

Das Buch ist klein, sogar sehr klein. Da ich die Kindle Version gelesen hatte kann ich es nicht in Seiten benennen, es reicht ein Abend um es zu lesen und ist für jedermann der nur etwas wirtschaftspolitisch interessiert verständlich.

Das macht das Buch auf der einen Seite sympathisch weil es schnell auf den Punkt kommt, auf der anderen Seite bleibt es aufgrund der Kürze doch sehr an der Oberfläche. Es wird vieles behauptet aber wenig begründet. Es werden auf die typischen Argumente der politischen Gegner nicht eingegangen. Gerade deshalb wird Herr Sinn mit diesem Buch Zuspruch von seinen eigenen Anhänger erhalten, aber nicht diejenigen die aus dem anderen Lager kommen überzeugen.

Anfangs erfährt man das Herr Sinn maßgeblichen Einfluss auf die Agenda 2010 hatte. Dass die Bewertung der Agenda durchaus gespalten ist wird ignoriert. Die Zahl der Arbeitslosen ist trotz statistischen Tricksereien sicherlich gesunken, aber massiv die Qualität der Arbeit. Herr Sinn scheint stolz auf dem hohem Niedriglohnsektor zu sein. Ich haben nie verstanden warum ein Land stark sein soll, wenn es einem Großteil seiner Bürger schlecht geht.

Es gibt einige Punkte, die ich mit Herrn Sinn teile. Schon auf den ersten Seiten gibt er zu dass es Marktfehler gibt, und es die Aufgabe der Politik ist diese Fehler zu erkennen und Regularien zu schaffen um diese entgegenzutreten. Herr Sinn ist somit nicht der Vertreter des freien Marktes. Diese Schublade in links und rechts passt zu Herrn Sinn nicht denn es gibt einige Punkte da wirken seine Argumente doch eher unfreiwillig kommunistisch.

zum Bereich Armut, Arbeit, Steuern

So will er dass der Staat garantiert dass jeder der Arbeiten will auch eine Arbeit bekommt. Die Kommunen sollen Arbeit anbieten, und aufstockend zu Hartz IV bezahlen. Ich befürchte die lokalen Handwerker werden sich nicht bedanken. Herr Sinn ist ein großer Fan der Aufstockung und will diese ausweiten. Sein Argument ist dass Arbeit die nicht eine Mindestproduktivität erreicht, dennoch ausgeführt werden sollte.

Ich sehe hier ein großer Denkfehler. Niedriglöhne können viele Ursachen haben. Werden in Luxushotels mit Übernachtungskosten über 200 Euro nur geringe Löhne gezahlt, dann hat das mit mangelnder Produktivität gar nichts zu tun. Es ist die Notlage der Angestellten jede Arbeit zu jedem Preis annehmen zu müssen. Es ist die Tatsache dass diese Servicekräfte gleich mehrere Chefs (Hierarchie von Subunternehmen) ernähren. Es muss ja nicht die Unproduktivität der Arbeitnehmer sein, und selbst wenn es so wäre, schien mir die bessere Lösung den Arbeitnehmer besser auszubilden.

Herr Sinn ist gegen Flächentarifverträge und will mehr Verträge auf betrieblicher Ebene. Das wundert mich für jemanden der immer den Wettbewerb betont. Der Sinn von Flächentarifverträge ist doch sich auf gemeinsame Wettbewerbsbedingungen zu einigen. Soll derjenige den Wettbewerb gewinnen der die niedrigsten Löhne zahlt, oder derjenige der die besten Produkte anbietet?

Für Herr Sinn scheinen niedrigere Löhne so zu wirken wie eine technologische Effizienzsteigerung. Was er nicht erwähnt, dass die Betriebe im Binnenmarkt bei allgemein niedrigen Löhnen ihre Preise senken müssen und gegenüber ausländischen Betrieben der Wechselkurs durchschnittliche unterschiedliche Lohnstückkosten ausgleicht. Der Wettbewerb um die niedrigsten Löhne behindert in meinen Augen den Wettbewerb nach Qualität, Innovation und Effizienz.

Positiv finde ich dagegen das was Herr Sinn die Steuern auf Rädern meint. Die Steuersätze passen sich automatisch der Inflation an. So entgeht man der kalten Progression.

zum Bereich Energiewende

Bzgl. Energiewende will Herr Sinn den Ausstieg vom Ausstieg der Kernenergie. Die Skepsis ohne Kernenergie die notwendige (billige) Energie zu erzielen kann ich nachvollziehen. Ich empfinde es aber unfair die Verteuerung der Energie nur der Energiewende zuzuschreiben. Ein sehr großer Anteil daran hat die Oligopol Struktur unserer Energiekonzerne.

Auch sein grünes Paradoxon kann ich als Argument nachvollziehen. Aber wer soll denn die sauberen Technologien entwickeln wenn nicht die entwickelten Energiestaaten?

Weniger Dissens habe ich in seiner Familienpolitik. Ein Kindersplitting einzuführen statt einem Ehegattensplittung hat schon Sympathie. Auch die Erziehungsleistung besser zu belohnen scheint mir gerecht. Nur die Ängste aufgrund der geringen Kinderanzahl halte ich für total überzogen. Die Überalterung der Gesellschaft die wir schon hinter uns haben ist viel grösser als das was uns noch erwartet. Wir haben dies durch den technologischen Fortschritt mehr als ausgleichen können. Das Demographie Problem halte ich für extrem aufgebauscht und ich bezweifle ob es bei höherer Kinderanzahl es uns gelingen würde, diese Kinder anständig auszubilden und eine gut bezahlte Arbeit zu geben.

zum Bereich Zuwanderung

Hier wird es richtig ärgerlich wenn Herr Sinn von einer Zeitbombe bzgl. Zuzug in die Sozialsystem erzählt. Hier werden Ängste geschürt, deren Zahlen es nicht zulassen. Im letzten Jahr stieg aufgrund der Eurokrise und der Freizügigkeit in Rumänien und Bulgarien die Migration ärmerer Menschen. Für einige Städte ist es sicherlich ein großes Problem, weil sich die Zuwanderung nicht gleichmäßig verteilt - sondern sich auf wenige Städte konzentriert.

Wir hatten während des Balkankrieges viel größere Zuwanderungen als heute. Die Zuwanderung wird aber sicherlich wieder abnehmen. Der Vorschlag des Heimatlandesprinzips ist schon abenteuerlich. Das Prinzip sagt z.B. dass Rumänien die Sozialhilfe in Deutschland lebender Rumänen zahlen soll. Dass die Rumänien dies weder kann noch tun wird ist logisch. Ich gebe zu dass es vielleicht ein Fehler extrem arme Länder mit aller Freizügigkeit aufzunehmen, aber wir können die Menschen die rechtmäßig zu uns kommen nicht verhungern lassen.

zum Bereich Schule

Für mich der schwächste Teil des Buches, wenn es auch weniger ärgerlich ist. Ich hatte beim Lesen nie das Gefühl dass sich Herr Sinn mit Bildungsproblemen beschäftigt hat. Er macht es sich relativ einfach. Im Pisa-Test schneiden wir schlecht ab, also übernehmen wir die Formen der Länder die besser abschneiden. So ist er für Gesamt- und Ganztagsschulen. Herr Sinn hinterfragt nicht die Aussagekraft der Pisa Studien. Ich denke die Diskussion über Schulformen geht an der Problematik vorbei. Ob 2 oder 3 gliedrig, bb Ganstags- oder Gesamtschule scheint mir nur eine nebensächliche Frage zu sein, die Qualität der Schule hängt von ganz anderen Fragen ab - in erster Linie von der Qualität der Lehrer.

Das Buch spart die Euro Krise weitgehend aus. Sie wird nur kurz angesprochen weil Herr Sinn schon mit seinem "Target" Buch darüber beschäftigt hatte. Herr Sinn deutet an dass es nur freiwillige Hilfen geben sollte und keine Automatismen. Ich persönlich halte ein Euro Zone ohne Transferzahlungen für unmöglich. Selbst innerhalb Deutschlands, auch nur innerhalb Bayerns, haben wir Transferleistungen um ärmere Regionen zu helfen. Herr Sinn beklagt das Verfehlen der Maastricht Kriterien vieler Länder. Was mich dabei wundert ist dass dijenigen die Wettbewerb wollen und fördern sich wundern dass einige den Wettbewerb verlieren.

Ich teile selten die Ansichten von Herrn Sinn gebe aber trotzdem 3 Punkte weil das Buch einfach zu lesen ist und die Diskussion ankurbelt. Wirtschaft ist keine Natur-Wissenschaft, bei dem es ein richtig oder falsch gibt. Es gibt nun einmal verschiedene Sichtweisen die sich widersprechen können, aber trotzdem deswegen nicht falsch sind. Wirtschaft beruht auf Modellen , die unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren. Diesen ganzen Dogmatismus über verschiedene Wirtschaftsformen sollte man überwinden.
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5.0 von 5 Sternen Klare Analyse und Botschaft, 12. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verspielt nicht eure Zukunft! (Taschenbuch)
Sinn analysiert schonungslos die wesentlichen Widersprüche und Probleme der aktuellen Regierungspolitik und zeigt plausible Alternativen nicht nur zur herrschenden EURO-Rettungspolitik auf.
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5.0 von 5 Sternen Kurz und knapp die wichtigsten Fragen zusammengefasst, 16. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch politisch und ökonomisch weniger Bewanderte finden sich leicht in den anschaulichen Texten zurecht. Pflichtlektüre für Personen, die für sich in Anspruch nehmen, Verantwortung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu tragen. Ein Aufruf zur Konzentration auf die wesentlichen Fragen unserer Zeit.
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1.0 von 5 Sternen Konservativ und nicht lernfähig, 7. November 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verspielt nicht eure Zukunft! (Taschenbuch)
Herr Sinn ist für mich vollkommen unakzeptabel mit seiner PRO-Atom-Energie-Haltung, sowie seiner unreflektierten Wachstumsgläubigkeit. Ich habe den Eindruck er "spielt" mit der Zukunft ohne wirkliche Alternativen mit dem schrägen Geld- und Sozialwesen in der BRD und der EU.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte man wissen!, 24. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eindeutig empfehlenswert, als unverzichtbarer Gegenpol zum Kartell der Medien und zur großen Koalition der politischen Lager. Die Redundanz ist nicht wirklich störend. Die Zusammenfassung am Ende wiederholt die zentralen Aussagen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sinn macht Sinn, 15. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Und wenn ihn noch nicht Jeder mag,
er sieht eben duuuuurch,
mehr von solchen Leuten, die duuuuurchsehn,
und das mitteilen, denn
`Herr lass Verstand wachsen`,
dies zu beten, nichts weiter bleibt uns,
Grüße, von Frank und Frei
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Verspielt nicht eure Zukunft!
Verspielt nicht eure Zukunft! von Hans-Werner Sinn (Taschenbuch - 8. Mai 2013)
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