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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 25. September 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Parmy Olson, die Leiterin des Londoner Büros des Forbes Magazins liefert in diesem Buch ihre Recherchen und Erfahrungen in der Hacker-Szene, insbesondere mit der Anonymous-Gruppe. Diese wiederum ist ein Zusammenschluss von Hackern, die sich auf Schwachstellen von Internet-Seiten spezialisiert haben und durch diese in Firmennetzwerke eindringen, um dort entweder aus lauter Spaß ("Lulz") Unfug zu treiben oder jedoch Daten zu stehlen, um diese wiederum der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Persönliche Bereicherung im materiellen Sinne steht nicht im Interesse der Hauptbeteiligten, was bei allen Ressentiments doch ein wenig Milde auslöst.

Die Hauptfiguren bei Anonymous, der harte Kern quasi, umfasst etwa ein halbes Dutzend Hacker, die hauptsächlich in den USA und in Großbritannien wohnhaft sind. Sie kennen sich nicht persönlich, wussten voneinander auch nur Rudimentäres oder auch Falsches. Beschrieben werden sie teilweise als soziale Außenseiter, die (mit Ausnahmen) mehr oder weniger ihre gesamte Zeit online verbringen und sich ihre Kenntnisse in frühester Jugend beibrachten. Sie verstehen sich als eine Art Wächter des Guten, agieren gegen Geheimhaltung und Intransparenz. Wem nun Parallelen zu den Piraten" erscheinen, mir ging es genauso.

Auch Julian Assange, der mittlerweile legendäre Gründer von WikiLeaks entstammt dem Hackermilieu, was viele möglicherweise nicht wissen. WikiLeaks und Assange kommen ebenfalls vor in diesem Buch, auch interagierend mit Anonymous. Außerdem werden (gefühlt) hunderte von Angriffen auf Unternehmen und Institutionen, sogar Regierungen bestimmter Länder beschrieben. Von IT-Sicherheitsfirmen über Sony über MasterCard und Scientology bis zur CIA und dem FBI reichen die Heimgesuchten. Immer heißer wurden die Ziele von Anonymous, so dass ein gutes Ende (aus Sicht der Hacker) unwahrscheinlich war.

Ein gutes Drittel dieses Sachbuches las ich mit Spannung, bevor sich die Inhalte doch sehr zu wiederholen begannen und sich vieles um die Beziehungen und die entstandenen Spannungen innerhalb der Gruppe zu drehen beginnt. Außerdem braucht es Mut zur Lücke, wenn man sich in der Sprache der Hacker nichts besonders gut bis gar nicht auskennt. Ein kleines Glossar ergänzt zwar das Buch neben einem sehr umfangreichen Anmerkungs- und Quellenteil, kann aber das Lesen nicht vereinfachen machen, wenn einem die Begrifflichkeiten nicht kennt.

Übermäßig gut ist das Buch nicht lektoriert, um es vorsichtig auszudrücken. Und in der deutschen Übersetzung auch nicht einwandfrei korrigiert. Aber damit steht es bei Neuauflagen mittlerweile nicht alleine da. Ohne Probleme hätte man das Buch auf etwas mehr als die Hälfte kürzen und damit eine interessante Lektüre über ein Phänomen schaffen können, das Insidern bekannt ist, vielen potenziell Interessierten jedoch wohl kaum. So hat die Autorin jedenfalls in meiner Wahrnehmung ihr Pulver recht schnell verschossen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. November 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Journalistin Parmy Olsen hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, einen Einblick in die Hintergründe der Anonymous-Bewegung zu geben, die seit einigen Jahren immer wieder in das Licht der Öffentlichkeit dringt. Hierzu hat sie reichlich recherchiert und auch Interviews mit einigen maßgeblichen Personen dieser schwer fasslichen Internet-Bewegung geführt.

Parmy Olsen schreibt sehr gut leserlich und auch fesselnd. Das Buch liest sich im Prinzip wie ein Roman. Die Entwicklung wird an einigen relevanten Personen der Szene festgemacht. Olsen versteht es auch gut, computertechnische Inhalte dem Laien verständlich darzustellen.

Sie beschreibt dabei die wechselhafte Entwicklung der Anonymous-Bewegung in den vergangenen fünf Jahren sehr detailliert. Dabei stellt sie einige der wesentlichen Protagonisten der Bewegung mit ihren Biographien vor. Hier ist allerdings Vorsicht geboten - wie es auch die Autorin betont -, da Anonymous-Leute dazu neigen, aus Gründen der Anonymität (!) ihre Biographien und Handlungsweisen zu erfinden. Als Leser weiß man daher nie, wie zuverlässig die Informationen über die Leute von Anonymous sind. Es werden - wie auch Olsen betont - gerne Legenden gestrickt...

Das Buch ist zwar unterhaltsam geschrieben, aber durch die ständigen Internet-Konflikte entsteht beim Lesen etwas "Landser-Romantik": Wenn da Botnet-Netzwerke mit tausenden von "Zombie-Computern" gegen Paypal zu Felde ziehen, dann unterscheidet sich das nicht groß von irgendwelcher Kriegsberichtserstattung. Aber natürlich geht es eben bei Anonymous um einen Krieg im Internet. Dennoch ist die Darstellung auf die Dauer doch etwas ermüdend.

Interessant sind hingegen v.a. die Einblicke in die Motivationen der an Anonymous Beteiligten: hier die am Spaß und der Brüskierung Interessierten, dort die radikalen politischen Aktivisten. Für den außen stehenden Beobachter ist es kaum möglich diese konkurrierenden Strömungen zu unterscheiden. Im Buch werden sie aber sehr anschaulich in ihren Konflikten beschrieben. Ein wesentliches Motiv das Buch zu lesen ist natürlich auch einfach zu erfahren, wer diese Leute sind, die in der Öffentlichkeit anonym oder hinter Masken auftreten.

Mir persönlich ging es so, dass ich irgendwann beim Lesen das Interesse an der Geschichte der Anonymous-Bewegung und ihrer Protagonisten verloren habe. Man weiß irgendwann wie die Leute ticken und wie der Hase läuft. Da konnte die Autorin noch so leserlich schreiben und in der Darstellung noch so nah am Roman operieren: 400 Seiten sind vielleicht doch zu viel, um den Leser der Abenteuer einiger Cyber-Kids bei der Stange zu halten. Dennoch habe ich das Buch mit Gewinn gelesen, da man in der Tat neue Einblicke in das Internet und seine gesellschaftlichen Möglichkeiten gewinnt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. November 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Es liest sich wie ein Krimi, ist aber genaugenommen ein Sachbuch. Die Gruppe Anonymous wird hier mit all ihren Facetten beschrieben, ihre Taten, ihre Motive, ihre Geschichte, ihre Persönlichkeiten. Z. B. der englische Arbeitslose William (Name geändert), der seine Fähigkeiten als Computer-Freak nutzt, um beliebig Menschen in aller Welt üble Streiche zu spielen. Oder Jake Davis, ein Beispiel dafür, dass die Kombination Genialität und Unsinn im Kopf zutiefst fatal sein kann. Sowie andere Hacker, die im Buch mit richtigem Namen oder ihrem Nickname genannt werden, wenn Anonymous als Zusammenschluss von Internet-Aktivisten der besonderen Art beschrieben wird.

Anfangs handelte es sich eher ein lockeres Netzwerk denn eine Gruppierung, das sich aus dem Forum 4chan entwickelte. Schnell fanden sich dort Gleichgesinnte, die mit ihren Interessen und Fähigkeiten Größeres vorhatten. Allerdings nicht, was berufliche Karriere betrifft, sondern vielmehr üble Streiche über das Medium Internet gegen Leute, die es nach Meinung der Hacker verdient hatten. Die Genialität einiger Anons - und auch die oftmalige Unvorsichtigkeit ihrer Opfer - führte dazu, dass jene Gruppe zunehmend wachsende Bekanntheit erlangte.

Dabei ist ständig die anarchistische Grundeinstellung der einzelnen Mitglieder zu erkennen. Willfährige Bluthunde, die sich beliebig manipulieren lassen, sind die Anons jedenfalls nicht. Sie werden einem fast sympathisch, wenn man sich die Geschichte ihrer Taten so durchliest. Leider begehen sie oft den Fehler, in die Bösartigkeit und damit die Illegalität abzurutschen, was ihnen neben Sympathieverlusten auch schon Freiheitsstrafen eingebracht hat.

Die Autorin Parmy Olson, ihres Zeichens Leiterin des Londoner Büros des Forbes Magazins, erklärt die Materie gut, wenn sie von den Taten und Vorgehensweisen jener Hackergruppe erzählt. Dass der Leser manche Textstellen mehrmals lesen muss, liegt nicht an der Verfasserin, sondern daran, dass es sich hier um Themenbereiche handelt, die durchaus etwas kompliziert werden können, z. B. wenn Raids auf Sicherheitsfirmen beschrieben werden. Eine Anleitung zum Programmieren bzw. Hacken darf der Leser hier jedoch nicht erwarten. Dieses Buch ist in erster Linie als journalistische Abhandlung über Anonymous zu verstehen.

Am Ende befindet sich ein Glossar und weitere Kapitel mit Quellen und Anmerkungen. Diese sollte man ausnahmsweise mitlesen, da sie sehr aufschlussreich sind. Z. B. werden im Glossar in der Hackerszene gängige Begriffe wie Lulz oder SQL-Injection gut erklärt. Weiterhin spricht es für die Seriosität der Recherchen, wenn der Leser nachvollziehen kann, woher die einzelnen Informationen im Buch stammen.

Was man jetzt genau von Anonymous halten soll, ob es sich um Robin Hoods des Internet-Zeitalters handelt oder um Kleinkriminelle, die ungerechtfertigt Selbstjustiz üben, klärt dieses Buch letztendlich nicht. Das ist wohl auch nicht möglich, da die Antriebsgründe der einzelnen Taten und Täter völlig unterschiedlich sein können, mal Gerechtigkeitssinn und mal reine Böswilligkeit. "Inside Anonymous" beschreibt vielmehr auf spannende und unterhaltsame Weise die Art, wie ein lockeres Hacker-Netzwerk seine Streiche spielt und aus welchen Motiven die Mitglieder handeln.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Januar 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen. Das Buch "Inside Anonymous" beleuchtet die Leute um Topiary, Kayla und Sabu, die die Hackergruppe im Forum 4Chan ins Lebens riefen, und begleitet sie bei ihren ersten Spaßanrufen, den ersten Hacks und wie sie sich zur Unterstützung von WikiLeaks schließlich die Internetseiten der führenden Kreditkartenunternehmen vornahmen. Wegen der sehr guten Recherche der Autorin Parmy Olson, die auch etliche Interviews mit allen Seiten führte, bleibt es aber nicht bei einer Aufzählungen von nur nackten Fakten. Man erfährt auch einiges über das Leben und die Motivation der Verantwortlichen. So sympathisiert man schon nach kurzer Zeit mit ihnen und verfolgt dann mit Spannung, wie sie die Regierungsseiten im mittleren Osten infiltrierten und mit welchen Problemen sie als nächstes konfrontiert werden. Als sie sich schließlich mit dem FBI anlegen und sich die Schlinge um ihren Hals langsam zuzieht, fiebert man wie in einem echten Thriller, obwohl es ja kein Roman, sondern ein Sachbuch ist mit. Das Buch "Inside Anonymous" liest es sich viel spannender als so mancher Thriller oder Krimi. Inside Anonymous ist absolut empfehlenswert, ich vergebe hier 5 Sterne !
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am 16. September 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Maske ist das Sympbol der Anonymous-Bewegung. Die Londoner Journalistin Parmy Olson versucht in ihrem Buch, die Menschen und die Geschichte hinter Anonymous, LulzSec und Co. zu zeigen. Sie nutzt dafür in der Hauptsache Interviews, die sie mit verschiedenen Aktivisten geführt hat, von eher kleinen" Mitgliedern, die lediglich emails stehlen bis zu den ganz Großen, die sich gegen Scientology oder auch Sony wenden.
Durch das Interview als Stilmittel ist das Lesen des Buches relativ einfach, ist es doch eher als Sachbuch zu sehen. Das Interview verhilft zu einem tiefen Einblick in die Gruppe bei einfacher Sprache. Doch auch ein gewisser Spannungsbogen bleibt nicht aus, allein durch die Beschreibung der Entwicklung der LulzSec Gruppe, die zunächst von Vertrauen geprägt war und sich dann über Machtansprüche schnell selbst zu Fall gebracht hat. Einen solchen Spannungsbogen hält Olson auch bei den anderen Interviews in anderen Gruppierungen inner- und unterhalb Anonymous ein, so dass es ihr gelingt, die Aufmerksamkeit des Lesers zu halten.
Der Autorin ist es gelungen, nicht nur eine interessante Auflistung jüngster Ereignisse zu bieten, sondern diese Ereignisse in eine Geschichte über die Verstrickungen in der großen Gemeinde der Aktivisten zu schreiben. Sie beschreibt auch die Mängel in den Gruppierungen, die sich darin äußern, dass es keine Struktur zu geben scheint, keine Führung und somit keine klaren und vor allem gemeinsamen Ziele. Durch das Einbringen von persönlichen Machtansprüchen scheinen die Gruppierungen zu zersplittern und zu scheitern.
Die medienwirksamen Aktionen, die sich in der Öffentlichkeit so darstellen, als würde eine große, global wirksame Gruppe gemeinsam agieren, stellen sich in den Interviews als Handlungen doch sehr kleiner Zusammenschlüsse von Hardcore-Hackern dar, die in der Lage sind, andere Computer zu infizieren, die dann den Faktor X entwickeln, der zu einer scheinbaren Massenaktion führt. Doch ist genau diese erzielte öffentliche Aufmerksamkeit auch die Motivation zum Weitermachen für die Aktivisten.
Olson beschreibt auch, wie es trotz des immensen Wissens dieser Hardcore-Hacker zu Verhaftungen kommen konnte. Dabei werden nicht nur technische und organisatorische sondern auch die menschlichen Schwächen beschrieben, denn letztendlich bleibt eines: auch hinter der Maske, der anonymen, stecken nur menschliche Wesen.
Ein sehr interessantes und sehr gut recherchiertes Buch, sehr empfehlenswert!
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am 10. Januar 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich finde dieses Buch klasse!
Es ist ansprechend geschrieben, in einer guten Sprache. Dadurch viel es mir schwer, dass Buch auch wieder aus der Hand zu legen.
Teilweise ist das Buch amüsant, komisch, belustigend auf der anderen Seite traurig. Man bekommt relativ gute Einblicke in die Hackerszene und einen Einblick über die Personen die sich darin tummeln. Die Autorin hat offensichtlich wirklich gut recherchiert, was dem Buch sehr zu gute kommt. Dadurch zählt das Buch nicht einfach nur trocken Fakten auf, sondern die Autorin hat es geschafft, dem Buch auch ein bisschen "Leben" ein zu hauchen.
Bestimmt kratzt das Buch nur an der Oberfläche von Anonymous, was aber nicht weniger beeindruckend ist.
Wer sich für die IT-Welt interessiert, ist hier richtig aufgehoben!
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. Februar 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Journalistin Parmy Olsen bietet in diesem Buch auf über 400 Seiten einen imposanten Einblick in das Anonymous-Netzwerk. Spannend vor allem weil sie sich die Zeit nimmt die kurze Geschichte dieser 'Bewegung', die Motivation der einzelnen und vor allem die Unterschiedlichkeit der Protagonisten zu beleuchten. Dies ergibt in sich ein weitaus differenzierteres Bild von Anonymous als dies bisher in den klassischen Medien vermittelt wurde.

Leider ist aber nicht jede gute Journalistin auch eine gute Autorin und so nimmt sie es dann mit der Ausgestaltung des Buches und vor allem mit der Darstellung ihrer Quellen eindeutig zu genau. Sie zitiert massenweise aus Internet-Chats, gibt Einblicke in Chat-Befehle und Programmiersprache, stellt immer wieder neue Protagonisten vor und verliert dabei irgendwann den roten Faden. Der Leser wird schnell ermüdet und kann dem Buch kaum noch folgen. Für Laien sind die Chat- und Programmier-Zitate völlig überflüssig, für Computer-Experten hingegen erscheinen sie als krampfahfter Versuch zu beweisen, dass die Autorin wirklich mit Anonymous in Kontakt stand.

So wird aus der spannenden Thematik ein zähes Buch, das einem das Lesen wirklich nicht leicht macht. Komprimierte 200 Seiten hätten mehr Spaß gemacht und trotzdem spannende Einblicke vermitteln können.
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am 17. Januar 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Erst mal zu den harten Fakten... man bekommt ein rund 400 Seiten umfassendes Buch im festen Industrieeinband, gerundeter Rücken, Kapitalbändchen. Es lässt sich wegen des Formates nicht gut zwischen Taschenbücher stellen und passt auch nicht in die Jackentasche. :)

Stilistisch ist das kein großer Wurf, was möglicherweise ein Problem der Übersetzung sein mag. Inhaltlich ist es sehr konventionell und auch reichlich kommerziell. Das Thema Anonymous ist in den Medien ziemlich present gewesen einige Zeit und natürlich ist das Grund genug für Journalisten, zu recherchieren und zu publizieren. Ich weiss nicht, wie legitim es ist, für eine Bewegung, die für sich in Anspruch nimmt, weder Hierarchien noch Persönlichkeit der Beteiligten in den Mittelpunkt zu stellen, eine Dokumentation zu machen, die erst eine Hierarchie konstruiert und dann deren herausragende Vertreter vorstellt. Das Buch passt damit eigentlich so gar nicht zum Thema aus meiner Sicht. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Vielleicht wäre es viel interessanter gewesen, wenn man die Hacktivisten selber deren Geschichte hätte erzählen lassen, vorzugsweise nicht als Buch sondern als Literaturprojekt im Netz, evtl. anonym. Nur: damit kann man kein Geld verdienen.

Wie auch immer. Das Buch liest sich ganz gut und bringt noch einmal eine Retrospektive verschiedener Aktionen von Anonymous. Die Geschichte der Bewegung wird beschrieben, es wird versucht, die Beweggründe der Aktivisten aufzuzeigen. Ich weiss nicht wie gut das gelingt, auch weil ich stark vermute, dass diejenigen, die sich hier zu Interviews zur Verfügung stellten, nicht die interessantesten Hacktivisten sind, sondern die eitelsten.

Wer sich für das Thema erwärmen kann, wird hier sicherlich einige Leseabende zufrieden verbringen können. Mir ging es so, dass ich beim Lesen feststellte, dass ich mich mit Anonymous, wenn es denn so ist, wie hier beschrieben, nicht identifizieren könnte und das es sich um eine Szene handelt, der ich nicht angehören wollen würde. Ich verlor die Lust am Thema. Das ist natürlich ein erlaubter Effekt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Januar 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Das interessante und spannende Thema hätte es verdient gehabt, etwas professioneller dargestellt zu werden. Zwar erfährt der Leser durchaus mehr, als er sonst in den Zeitungen darüber lesen kann, aber eben sehr unstrukturiert und sprunghaft. Zudem wiederholen sich viele Dinge häufig, so dass zur reinen Informationsvermittlung ungefähr die Hälfte des Buchumfangs genügt hätte.
So gewichtig die eine oder andere Enthüllung daherkommt, so sehr nervt auf der anderen Seite die Selbstüberschätzung der Protagonisten dieser LulzSec-Gruppierung - viel heisse Luft und peinliche Möchtegern-Wichtigkeit. Die wird im Buch leider eins zu eins abgebildet, ohne jedes kritische Hinterfragen und auch ohne journalistische Distanz. Wenn Überzeugte andere Überzeugte befragen, kommt selten etwas Erhellendes dabei heraus, und so ist es leider auch in diesem Fall. Dennoch hätte das Ganze durchaus packend sein können, wären da nicht die drittklassige Übersetzung und die fehlende Struktur.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. November 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Autorin zeigt die geheimen Kommunikationskanäle der Anonymous –Bewegung. Von den Anfängen auf 4Chan bis zum Einsatz großer Botnets, um CIA-Websites zu modifizieren und den Verhaftungen einiger Hacktivisten. Selbst interessierten Beobachter der Anonymous Bewegung, kann die Autorin einen tiefen und aufregenden Einblick in die Szene von genialen Menschen geben, welche sich dem „Hackertum“ verschrieben haben. Abstrakte Begriffe, welche die Szene verwendet, werden immer erklärt, sodass man sich schnell im Wirrwarr des Internetslangs zurechtfindet. Das Hauptaugenmerk bleibt dabei bei den Hauptakteuren der Bewegung und deren Arbeit an diversen Projekten. Die Hintergrundgeschichten des Buches wurden durch Interviews zusammengetragen und lassen oftmals Fragen, wie die eigentliche Motivation der Mitglieder offen. Alles in allem bietet es aber einen sehr spannenden und gut recherchierten Einblick in die Menschen hinter der Hackerbewegung und den Aufstieg des Hacktivismus.
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