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Kundenrezensionen

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am 27. Februar 2013
Achtung Vorurteile! Wer politisch korrekte Bücher mag, sollte hier schnell wegklicken. Der "Atlas der Vorurteile" legt sich mit ganzen Völkern, eigentlich mit der ganzen Welt an. Jedes Völkchen bekommt sein Fett ab. Die Welt wird aus der Stammtisch-um-halb-zwölf-Sicht verschiedener Gruppen (meistens Völker) dargestellt. Da bleibt sozusagen kein Auge trocken. Allerdings nimmt der Begleittext, den der Kartenersteller selbst geschrieben hat, ein wenig Dampf aus dem furiosen Kessel. Man merkt, dass Tsvetkov durchaus ernste Absichten verfolgt und von einer besseren Welt ohne Vorfestlegungen träumt. Trotzdem haben Vorurteile auch immer einen Nutzen: Wer zum Beispiel glaubt, dass dieses Buch so ein lustiges Bilderteil mit coolen Karten ist, liegt schon mal nicht ganz falsch. Dass der "Atlas der Vorurteile" aber noch viel besser und tiefer ist als man gedacht hat, stört dann auch nicht mehr.
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Ohne Vorurteile könnte das menschliche Gehirn die riesigen Datenmengen gar nicht verarbeiten, die ihm seine Außenwelt zumutet. Doch dieser schlichte Befund bedeutet noch lange nicht, wir seien von der Überprüfung und allfälligen Korrekturen unserer Vorurteile befreit. Jedes gewaltfreie Hilfsmittel dazu ist also zu begrüßen. Und um ein solches Angebot handelt es sich bei diesem Buch, dessen Autor zum Glück den spielerischen Weg wählte.

Ganz nebenbei ist es aber auch ein Beispiel, dass sich gute Ideen verbreiten können, obwohl sie im Stillen entstanden und nicht professionell vermarktet wurden. Und wie das möglich war, beschreibt der in Bulgarien geborene Yanko Tsvetkov in seinem Buch gleich selber.

Von seiner Erfahrung ausgehend, dass nur wenige Menschen Lust haben, sich mit umfangreichen politischen Analysen zu beschäftigen, entwarf zu verschiedenen Themen satirische Landkarten. Denn offenbar ist ihm diese Art der Informationsvermittlung sein frühen Jahren vertraut. Und weil seine Arbeiten per Zufall bei der BBC landeten, nahmen die Dinge ihren Lauf.

Ab Mitte 2009 begann Yanko Tsvetkov sein „Mapping-Stereotypes-Projekt“ zu erweitern und erkannte aufgrund der vielen Zuschriften aus der ganzen Welt, dass die meisten Menschen der festen Überzeugung sind, ihr Land sei das tollste. Doch wie absurd dieser Glaube meist ist, zeigen Testkovs Landkarten.

Da Satire im offiziellen Bildungswesen im besten Fall eine Randerscheinung ist, blieb der Vorwurf natürlich nicht aus, Tsvetkov würde die Wirklichkeit verzerrt und allzu einfach wiedergeben. Zudem muss der Autor auch mit der Kritik leben, ohne Quellenangaben entziehe er sich der Überprüfung seiner grafisch präsentierten Vergleiche.

Zum Konzept dieses satirischen Programms gehören auch einleitende Texte zu den einzelnen Kapiteln. Aber wie nach dem Vorwort bereits zu erwarten ist, erweist sich Yanko Tsvetkov auch auf der sprachlichen Ebene als Künstler. Daher macht die Lektüre seiner Erläuterungen ebenso viel Spaß wie das Betrachten der grafischen Umsetzungen.

Mein Fazit: Was uns Nassim Nicholas Taleb in seinem neuen Buch „Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen“ in einer völlig anderen Form mitteilt, versucht Yanko Tsvetkov mit Landkarten. Statt die Welt bis ins letzte Detail erklären zu wollen, ist es oft besser, sich auf wenige Aspekte zu beschränken und diese auf einfachste Art zu veranschaulichen. Ich wünsche dem „Atlas der Vorurteile“ eine möglichst flächendeckende Verbreitung. Denn unterhaltsamer lassen sich Irrtümer kaum auflösen.
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Hmm. Kommt da noch was Anderes oder geht das nun immer so weiter? Das Buch besteht zum Großteil aus Europa-Karten mit "witzig" und "provokativen" Beschriftungen, wo sonst die Ländernamen stehen würden.

Beispiel: Polen aus Sicht von...

Bulgarien = Sexy Frauboter
Frankreich = Klempner
Griechenland = Kohl
etc.

Ist das lustig? Ist das tiefsinnig? Dazu wird es verschiedene Meinungen geben, meinen Geschmack hat das Buch jedenfalls nicht getroffen. Die immer gleiche Idee auswringen bis zur völligen Ermüdung der Leser erscheint mir reichlich phantasielos. Nimm ein, zwei dieser Karten und platziere sie in einer Tageszeitung oder in einem Satire-Magazin: ok. Aber ein ganzes Buch damit füllen? Sicher, es gibt neben den Karten auch einige Seiten mit erklärenden Texten des Autors, aber wer bereits von den Karten gelangweilt ist, wird diese Abhandlungen kaum noch lesen wollen.

Das die Ländergrenzen immer mal wieder verschoben sind, erinnert daran, dass Europas Grenzen im Laufe der Geschichte in konstanter Bewegung waren: in der Antike das römische Reich, heute das "Merkelland", womit man der Dame sicherlich zu viel des Guten tut.

Einiges ist wirklich zum Schmunzeln. Der Running Gag mit Sängerin Björk und ihrer Heimat Island ist ganz nett. Interessanter wäre vielleicht Zitate von bekannten Zeitgenossen oder "dem Mann von der Strasse" in das Buch einzubauen - Herr Oettinger von der CDU fiel ja kürzlich durch seine Analyse der Nachbarstaaten auf: Unvorbereitetes Frankreich, Unregierbares Griechenland usw. Und dieses Anliegen ist grundsätzlich sehr begrüßenswert: Vorurteile klar zu benennen, um dann darüber diskutieren zu können. Gehört die Türkei zu Europa oder nicht? Hat Finnland außer Nokia noch andere weltbekannte Unternehmen? Wissen wir den Frieden und Wohlstand in Europa überhaupt richtig zu würdigen oder pflegen wir alte Vorurteile von den angeblich so fleißigen Nordstatten und den vermeintlich tranigen Südeuropäern (wer hat noch gleich Demokratie, Medizin, Philosophie erfunden?)? All das ist grundsätzlich interessant und es ist gut, wenn dieser "Atlas der Vorurteile" dazu anregt Vorurteile in Frage zu stellen, aber das ginge durchaus origineller, humorvoller und abwechslungsreicher!

80 Seiten, Hardcover, Farbe, Übersetzung: Das Ü-Team, Knesebeck 2013
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am 21. März 2013
Schön, dass die gesammelten Karten jetzt nicht nur online gibt. Nicht jedes dokumentierte Vorurteil auf den Karten lässt sich sofort nachvollziehen, aber gerade darin kann der Reiz liegen, sich näher mit dem betreffenden Land und Thema auseinanderzusetzen. Einziger Schwachpunkt ist der Geruch: Ist es das Papier? Sind es die Farben?
Wenn man das Buch nah an der Nase hat, ist er sicher nicht jedermanns Sache. Verarbeitung und Aufmachung gehen für den Preis in Ordnung.
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am 5. März 2013
Ich hatte das Buch verschenkt und es kam super an. Die witzigen Landkarten wurden noch am gleichen Abend rumgereicht und die "Vorurteile" heftig diskutiert. Ein schön aufgemachtes Buch mit Hirn und Humor.
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am 13. Januar 2014
Der Atlas der Vorurteile ist wirklich sein Geld wert. Es ist sooo lustig, wie andere Ethnien über andere denken. Dem Autor kann man wirklich zu diesem tollen "Atlas" gratulieren. Gerade als Geschenkidee ist es wirklich toll.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. März 2013
Alle Leser sind gleich – alle Leserinnen auch … Naja, immerhin verbindet sie, dass sie lesen. Bezüglich der Einschätzungen der Welt, der Kontinente, der einzelnen Länder allerdings gibt es vermutlich so vielseitige Meinungen und Einordnungen, als es Menschen gibt. Und doch weht ein Hauch von Gleichheit durch die Unterhaltungen, wenn es darum geht, schnell und unkompliziert Aussagen über „die Italiener“, „die Engländer“, „die Amerikaner“, „die Chinesen“ usw. zu machen. Schnell sind da die Vorurteile, Tradiertes oder eben noch in der U-Bahn oder in der Kneipe Aufgeschnapptes parat. Wer hat schon Zeit, sich differenziert zu informieren oder zu äußern. Die Schnelllebigkeit relativiert alles doch ohnehin so wunderbar.

Der Autor und an sich Künstler Yank Tsvetko entwickelte eine satirische Europakarte und gestaltete diese mit Länderbezeichnungen als knappe und eindeutig Klischeebehafteten Überschriften, die allesamt direkt vom Stammtisch halbwissender Politikdistanzierter stammen könnten. Und doch haftet jeder noch so oberflächlichen Bezeichnung ein Wahrheitsquäntchen an, welches irritiert und anregt, sich mit derartigen Urteilen auseinanderzusetzen.

So reflektiert man beim Blättern durch die zahlreichen grafisch schlicht gestalteten Länder- und Kontinentalumrisse darüber, ob es nicht doch stimmen kann, dass Europa eine subventionierte Bauern-Union, Russland ein Reich der Großkotze geworden ist oder Deutschland sich klammheimlich doch über seine augenblicklichen Staatsgrenzen hinaus in ein deutlich vergrößertes Merkel-Reich hin entwickelt?!?

Viele der Karten Europas oder auch von Amerika oder Asien beschriftet der Autor aus unterschiedlichen Betrachtungswinkel und macht somit deutlich, dass die Auffassungen und auch Sichtweisen eben Interessensgeleitet sind und Gefühle sowohl als auch Bedürfnisse, Erfahrungen, Wünsche und Ziele dokumentieren. Notwendige Sensibilität gegenüber den jeweils Anderen ist also durchaus eine nötige Grundlage für ein friedfertiges Miteinander und Verstehen. Auf diesem Umstand weist das Buch hin – ansonsten sind die Pseudogeografischen Ansichten samt verbindenden Erläuterungen und durchaus ernst zu nehmenden Überlegungen Tsvetkovs Satire. Die allerdings ist nicht so lustig, wie es scheint, denn zu oft fehlt einfach der wirkliche Witz, weil selbst Vorurteile einen ernsthaften Hintergrund benötigen, der bei einigen der Landkartenbeschriftungen einfach völlig krampfhaft aus der Luft gegriffen ist, und das kostet einen Stern. (c) 3/2013, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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am 14. Februar 2014
Kommt immer gut an und man selbst hat viel zu Schmunzeln. Es trifft nicht alles zu, aber fast alles. Habe es schon mehrmals verschenkt, weil es mir selbst so gut gefällt!
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am 7. März 2014
Für alle, die Ihre Vorurteile schon immer mal schwarz auf weiß sehen wollten! Sehr nett gemacht und für interkulturelle Zusammenhänge hervorragend geeignet.
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am 29. Dezember 2013
ist dieses Buch - durch eine abendliche Fernsehsendung auf zdf neo aufmerksam geworden, dass ich gleich dreimal zu Weihnachten verschenkt habe!
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