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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schön und lehrreich!, 7. November 2009
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Bhutan: Buddhistische Kultur und spiritueller Alltag im Reich der Könige (Gebundene Ausgabe)
Matthieu Ricard, ausgewiesener Kenner Nepals, Tibets und Bhutans, lebt seit fast vierzig Jahren in der Himalaja-Region. Er ist offizieller französischer Dolmetscher des Dalai-Lama und lebt im Shechen-Kloster in Nepal. Und er ist ein begnadeter Fotograf.

Was er in dem 232-seitigen Bildband über den Himalaja-Staat Bhutan zusammengetragen hat, ist einfach nur atemberaubend. Meist stammen die Fotografien aus den achtziger Jahren, seltener aus der letzten Zeit. Sie zeigen in acht Kapiteln unendlich schöne Landschaften, beeindruckende Menschen, faszinierende Beispiele der bhutanischen Architektur, Lebensweise, Kultur und des spirituellen Alltags.

Auffällig dabei ist eine beherrschende Persönlichkeit. Der Lama Dilgo Khyentse Rinpoche, der von 1910 bis 1991 lebte, galt als einer der spirituellen Meister des Buddhismus. Ihm widmet Richard viele Seiten und sehr viele Bilder. Zunächst erscheint diese Tatsache befremdlich, ist dieser Bildband doch ein Werk über Bhutan, doch in dem ihm gewidmeten Kapitel und vielen kleineren Informationen, die sich unter den Bildern finden, wird deutlich, wie wichtig dieser Lama für Ricard, für Bhutan, ja für den modernen Buddhismus gewesen ist und in seiner jetzigen, 1993 geborenen Inkarnation auch wieder sein wird.

Leider - und dies ist das einzige Manko dieses traumhaft bebilderten Bandes - sind die jedes Kapitel einführenden Texte sehr kurz. In "Hort des Friedens" stellt Ricard auf drei Seiten dieses Land vor, zeichnet quasi seinen Charakter in wenigen Zeilen nach. In einer klaren, beeindruckend tiefgründigen Sprache vermittelt uns der Franzose ein facettenreiches Bild Bhutans und des ihn bestimmenden Buddhismus.
In "Das Tigernest" stellt Richard eines der beeindruckendsten Walfahrtsorte des Landes vor. Das im Paro-Tal gelegene Heiligtum Takshang und die es umgebende Landschaft. Wer hier nicht sofort wünscht, einmal im Leben diese Berghänge, Wälder und heiligen Orte gesehen zu haben, dem ist nicht zu helfen.
Das dritte Kapitel "Spiritueller Meister" ist dem eingangs erwähnten Dilgo Khyentse Rinpoche gewidmet. Die Bilder bezeugen nicht nur die tiefe Religiosität des Meisters, sondern auch seinen außergewöhnlichen Charakter, seinen Humor und die einmalige Lockerheit im Umgang mit seinen Mitmenschen. Auch wird deutlich, wie sehr Matthieu Ricard diesen Mann verehrte.
Das vierte Kapitel widmet sich den Sakralbauten, aber auch den ganz gewöhnlichen Hütten und Häusern Bhutans. "Dimensionen der Architektur" bezeugt die Eigenständigkeit dieses kleinen Landes in dieser Hinsicht und dokumentiert die Jahrhunderte lange Tradition, meist mit Holz beeindruckende Bauwerke zu erstellen.
In "Kunst und Kunsthandwerk" zeigt Richard auf dreißig Seiten, wie wichtig für dieses von nicht mal einer Million Menschen bewohnte Land die Kunst ist. Das erst seit 1974 für Ausländer geöffnete Land verfügt über sehr viele außergewöhnliche Künstler, die diesen Wirtschaftszweig zu einem der wichtigsten des Landes gemacht haben.
Das Kapitel "Tanzende Mönche" ist ein Quell der Inspiration. In wunderschönen, stimmungsvollen Bildern zeigt Richard, wie lustig, amüsant und locker Religion gelebt werden kann und wie tief verwurzelt der Buddhismus in diesem Land ist.
"Die Zeremonie der großen Vervollkommnung" versucht dem Leser diese siebentägige, heilige Zeremonie zu vermitteln. Die Bedeutung und Wirkung dieser "vertieften Meditation" für die Menschen dieses Landes wird in den Bilder Ricards mehr als deutlich.
In "Feuer- und Lichtopfer", dem letzten Kapitel dieses Buches, stellt Ricard das Ende der "Großen Zeremonie" vor. Hier werden vier Substanzen, die den Eigenschaften Befriedung, Wachstum, Anziehungskraft und Beherrschung entsprechen, verbrannt. Richard gelingt es, den Leser an dieser Zeremonie teilhaben zu lassen. Mit grandiosen Bildern fängt er die Momente tiefster Spiritualität ein und findet damit einen Abschluss dieses Bildbandes, der beeindruckender nicht sein kann.

Wer ein Buch sucht, das ihm den Buddhismus näher bringt, Bhutan vorstellt, Sehnsucht nach den Landschaften des Himalaja weckt und eine fremde Kultur eingehend beleuchtet, sollte sich "Bhutan", von Matthieu Ricard kaufen. Schönere Bilder und informativere Texte über dieses Land wird er nicht finden.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Buddhistische Kultur im Reich der Könige, 29. März 2009
Von 
Uli Geißler (Fürth, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bhutan: Buddhistische Kultur und spiritueller Alltag im Reich der Könige (Gebundene Ausgabe)
Kaum schlägt man den schweren Bildband auf, ist man schnell gefangen von dem Geheimnis im Himalaya. Das verborgene Land zwischen Indien und Tibet hat sich bislang einem überbordenden Tourismus verwehrt, ist in seiner Ursprünglichkeit und harmonisch sich entwickelnden Langsamkeit eine der wenigen authentischen Regionen und Lebensorte der Welt geblieben. Und das, obwohl es erst seit dem vergangenen Jahr auf Initiative des herrschenden Königs eine konstitutionelle Monarchie wurde und sich demokratische Rahmenbedingungen entwickeln.

Das Buch des Fotografen und Dalai-Lama-Vertrauten Matthieu Ricard strahlt die Faszination des Landes so tiefgehend und intensiv aus, wie selten ein Buch über den Himalaya-Buddhismus. Jahrzehntelang lebte und arbeitete der Autor in dem tief traditionellen und zu hundert Prozent vom Glauben geprägten Land, was nicht zuletzt seine kenntnisreichen Texte über die Lebensart und -weise der Menschen in Bhutan, die spirituellen Meister im "Land des Donnerdrachens", die Architektur, Kunst und Kunsthandwerk oder den Alltag der Mönche in den oftmals an den abenteuerlichsten Orten erbauten Klöstern beweisen.

Besonders eindrucksvoll sind freilich auch die 186 in aller Regel großformatigen Farbfotos. Sie zeigen geradezu intim das spirtuelle Leben der Mönche sowohl in alltäglicher Meditiations- und Gebetsverrichtung als auch bei außergewöhnlichen Ritualen und Feierlichkeiten, welche jedem "Normalsterblichen" vermutlich verborgen bleiben. Schließlich erwirkte der jahrelange Mitbewohner einer bhutanischen Dorfgemeinschaft und jahrelange Schüler des spirituellen Großmeisters und auch einer der Hauptlehrer des 14. Dalai Lama, Dilgo Khyentse Rimpoche neben der Erlaubnis, viele Jahre im Umkreis des Rimpoches zu leben auch eine Fotografier- und Veröffentlichungserlaubnis bei der Mutter des vormaligen Königs Bhutans.

Wenngleich der außerklösterliche Alltag der Menschen auf den Feldern, in Werkstätten, Fabriken oder in den Dörfern leider zu kurz kommt, ist der fantastische Bildband ein großes Werk über und ein unvergleichlicher Einblick in die Kultur des nun mal ausschließlich buddhistisch geprägten und getragenen Reichs. © 3/2009, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einblick in die spirituelle Welt Bhutans, 1. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Bhutan: Buddhistische Kultur und spiritueller Alltag im Reich der Könige (Gebundene Ausgabe)
Vor siebenundzwanzig Jahren beschloss der Franzose Matthieu Ricard sich im Himalajagebiet niederzulassen. Eine ungewöhnliche Entscheidung für einen Menschen, der gerade seine Doktorarbeit über Molekulargenetik abgeschlossen hatte. Und doch scheint er in diesem, von der westlichen Welt noch weitgehend unberührten, Gebiet sein Zuhause gefunden zu haben.

In dem vorliegenden Bildband zeigt er uns weniger das einfache Leben der Bevölkerung, vielmehr gewährt er dem Leser Einblicke in eine ganz eigentümliche Kultur, geprägt von spirituellen Riten und Bräuchen, die fest im buddhistischen Glauben verankert sind.

Der Leser entdeckt mit dem Fotografen und Autor Ricard in eindrucksvollen Bildern die atemberaubende Landschaft Bhutans, beeindruckende Klöster an außergewöhnlichen Orten, die landeseigene Architektur und besondere Kunstfertigkeiten der Bevölkerung.

Doch wie der Untertitel verrät, liegt das Wesen dieses Bildbandes vor allem im spirituellen Alltag. Wir nehmen teil an den verschiedensten Zeremonien und Gebeten in Klöstern, an Meditationen und rauschenden Volksfesten, die ebenso von Religion geprägt sind.

Mittelpunkt in dem vorliegenden Buch ist dabei der "spirituelle Meister" Dilgo Khyentse Rinpoche, der 1959 aus dem von China besetzten Tibet nach Bhutan floh. Hier wurde er schon bald zu einem "vom König bis zum ärmsten Bauer" angesehenen buddhistischen Lehrer, der sogar den Dalai Lama unterrichtete.

Ricards eindrucksvolle Fotos lassen seine Leser nicht selten staunen. Die Bilder spiegeln auf eine besondere Weise diese einzigartige Lebensart wieder, so fern unserer westlichen Welt und ihren Bräuchen. Man taucht völlig in diese spirituelle Welt ein und lässt sich von Matthieu Ricard mitreisen.

Dabei vermag es Ricard Altes und Neues gegenüber zu setzen. So stammen ca. die Hälfte der Bilder aus den 1980er Jahren, während der andere Teil vor wenigen Jahren aufgenommen wurde. Hin und wieder kann man auch Qualitätsunterschiede der Bilder ausmachen. So kommen vor allem die neueren Bilder in beeindruckenden Farben und Motiven daher.

Dieser Bildband bietet einen atemberaubenden Einblick in die spirituelle Welt Bhutans. Während wir also mit dem Betrachten dieser schönen, ausdrucksstarken Bilder und dem Lesen der kenntnisreichen Bildunterschriften beschäftigt sind, lernen wir eine Kultur näher kennen, die uns nicht fremder sein könnte, und die dennoch beeindruckt.

Fazit: Schöne, eindrucksvolle Fotos vom spirituellen Alltag und tief vom Glauben geprägter Lebensweise eines kleinen, fast unberührten Landes im Himalaja.
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Bhutan: Buddhistische Kultur und spiritueller Alltag im Reich der Könige
Bhutan: Buddhistische Kultur und spiritueller Alltag im Reich der Könige von Matthieu Ricard (Gebundene Ausgabe - 1. März 2009)
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